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Das Bezirksblatt Mistelbach vermittelt Hoffnung:

https://abload.de/img/2019-09-18-bezirksblaazj2r.jpg

https://abload.de/img/2019-09-18-bezirksblapakfm.jpg


Hier der Link zur erwähnten Seite:

[regionalbahnstattbus.at]

Wolltet Ihr nicht immer mal schon einer Landeshauptfrau schreiben...?
Das "Logo" für Mobil im Bezirk sagt doch eh alles!
Avala schrieb:
Das "Logo" für Mobil im Bezirk sagt doch eh alles!
Was sagt Dir das? Bin ich mal gespannt...
Zitat
Was sagt Dir das?
Welche Verkehrsmittel die Mistelbacher üblicherweise wählen, um mobil zu sein.
Avala schrieb:
Zitat
Was sagt Dir das?
Welche Verkehrsmittel die Mistelbacher üblicherweise wählen, um mobil zu sein.
Da könnte ein Missverständnis vorliegen. Das betreffende Logo deutet auf eine Rubrik in den Bezirksblättern hin, die wöchentlich von den Redakteuren behandelt werden muss. Mobil bedeutet eben auch Zug und da es nur dieses eine Logo gibt, muss das reichen. Wie die Mistelbacher tatsächlich unterwegs/mobil sind entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn es mehrheitlich das Auto ist, soll es so sein.
In echt spiegelt das Logo leider ziemlich genau den Stellenwert der Öffis in NÖ wider...
Michael Mikscha schrieb:
Na ja , 99% interessiert die Nr eh nicht und fahren mit mehrere gleiche Wagen im Zugverband.
Das Logo ist nicht gottgegeben, sondern wurde von Menschen als Symbol für diese Rubrik gewählt. Das ganz sicher nicht grundlos. Hätte der Zug/ÖPNV irgendeine Bedeutung für die Mobilität der meisten, wäre ein entsprechendes Symbol gewählt wurden.

Michael Mikscha schrieb:
Wie die Mistelbacher tatsächlich unterwegs/mobil sind entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn es mehrheitlich das Auto ist, soll es so sein.
Als ob dies ein großes Geheimnis sei. Den höchsten ÖPNV-Anteil am (lokalen) modal split hat Wien; mit irgendwas um 36...38%. An der Stadtgrenze wird der Anteil mindestens halbiert. Oder anders: In der Fläche hat der Verlust des Schweinbarther Kreuzchens praktisch keine Auswirkung. Die fünf...zehn Fahrgäste je Zug fallen auf der Straße nicht mehr auf.

Schienenradler schrieb:
In echt spiegelt das Logo leider ziemlich genau den Stellenwert der Öffis in NÖ wider...
Das "N" kann getrost gestrichen werden.
kami schrieb:
Michael Mikscha schrieb:
Na ja , 99% interessiert die Nr eh nicht und fahren mit mehrere gleiche Wagen im Zugverband.
Das Logo ist nicht gottgegeben, sondern wurde von Menschen als Symbol für diese Rubrik gewählt. Das ganz sicher nicht grundlos. Hätte der Zug/ÖPNV irgendeine Bedeutung für die Mobilität der meisten, wäre ein entsprechendes Symbol gewählt wurden.
Oder ein Journalist einer kleinen Bezirkszeitung hat einfach "transport" in einer Free Icon-Suchmaschine eingegeben und das dabei rausgespuckt bekommen.

kami schrieb:
Zitat:
Michael Mikscha schrieb:
Zitat:
Wie die Mistelbacher tatsächlich unterwegs/mobil sind entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn es mehrheitlich das Auto ist, soll es so sein.
Als ob dies ein großes Geheimnis sei. Den höchsten ÖPNV-Anteil am (lokalen) modal split hat Wien; mit irgendwas um 36...38%.
Ja und das sind um 10 % mehr als der MIV-Anteil, und im europäischen Vergleich ein absoluter Spitzenwert. Bei den von NÖ nach Wien pendelnden Menschen (Park&Ride miteingerechnet), liegt der ÖV-Anteil sogar bei 50 % (MIV bei 44 %). Diese Zahlen lassen sich zwar nicht auf das Schweinbarther Kreuz übertragen, dass der Status Quo dort aber auch nur beschränkt attraktiv ist, haben wir ja auch schon an anderer Stelle festgestellt.

Dass der ÖV in Österreich keinen Stellenwert hat, ist - bei aller Verbesserungswürdigkeit - nicht richtig. Und ich denke, vor allem jene Leute, die dauernd herumjammern, wie schlecht alles ist und nichts besser wird, sind der Hauptgrund dafür, warum es in Ö nur so schleppend vorwärts geht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.09.19 12:17.
In Niederösterreich will man einfach keinen öffentlichen Verkehr in abgelegenen Gegenden. Da müsste man noch was investieren, wo kommen wir dahin. Machen wir es wie in Hessen, dann machen wir wenigstens was für den Umweltschutz:
[www.youtube.com]
Das kann man dann auf Busse auch 1:1 übertragen.
kami schrieb:Zitat:
Den höchsten ÖPNV-Anteil am (lokalen) modal split hat Wien; mit irgendwas um 36...38%.
Man sollte aber berücksichtigen, dass dies ein Propagandawert der SPÖ ist. Nachvollziehbare Zahlen zum Verkehrsgeschehen gibt es in Wien mit einer einzigen Ausnahme nicht. Nur die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge gibt es amtlich - vom österreichischen Pendant zum StBA. Und diese Zahl steigt kontinuierlich. Für die Zahl der Beförderungsfälle der Wiener Linien und den Modal split gibt nur Globalzahlen. Und dies verbessern sich ständig, auch wenn das Angebot verschlechtert wird... Um diese Zahlen nachvollziehen zu können, bräuchte man die Werte für die einzelnen Linien. Genau die sind aber in Wien Staatsgeheimnis. Sie werden auch nicht ans "StBA" weitergeleitet. Daher würde ich den von Dir genannten Wert anzweifeln und für zu hoch angesetzt sehen.
Die Bevölkerung wächst auch stetig an, natürlich steigt da auch die Anzahl zugelassener Autos.

Dass das Angebot "verschlechtert wird" halte ich auch für ein Gerücht, insbesondere im Gebiet der Wiener Linien ist ganz klar das Gegenteil der Fall.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.09.19 09:21.
Praterstern schrieb:Zitat:
Dass das Angebot "verschlechtert wird" halte ich auch für ein Gerücht
Kein Gerücht. Drei Beispiele:
- Seit Jahrzehnten sinkt im Straßenbahnbetrieb der tägliche Wagenauslauf. Das gilt auch, wenn man Streckenstillegungen und Neubauten herausrechnet.
- Aufgrund der SPÖ-Machtstrukturen werden mutwillig gewachsene und bewährte Linienverläufe aufgebrochen. Jüngste Beispiele sind Johann-Nepomuk-Berger-Platz und das Linienbündel 6/11/67.
- Die Fahrzeiten verlängern sich kontinuierlich auf allen Linien. Besonders dramatisch auf jenen Buslinien, die die Wiener Linien von privaten Betreibern übernommen haben.

Praterstern schrieb:
Zitat:
insbesondere im Gebiet der Wiener Linien ist ganz klar das Gegenteil der Fall.
Ja sicher. Wenn man der offiziellen Propaganda glaubt... Dann glaubt man wahrscheinlich auch, dass Wien "die lebenswerteste Stadt der Welt" und Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz ist...
Bernhard Martin schrieb:
kami schrieb:Zitat:
Den höchsten ÖPNV-Anteil am (lokalen) modal split hat Wien; mit irgendwas um 36...38%.
Man sollte aber berücksichtigen, dass dies ein Propagandawert der SPÖ ist.
Ich hab in meinem Posting auf die Zahlen der österreichweiten Mobilitätserhebung von Herry Consult zurückgegriffen. Auch da liegt der Modal Split-Anteil bei 38 %, also das passt schon so.

Zitat:
Die Bevölkerung wächst auch stetig an, natürlich steigt da auch die Anzahl zugelassener Autos.

Jep, und die Zahl der PKW pro Einwohner sinkt sogar (=Motorisierungsgrad).

Bernhard Martin schrieb:
Zitat:
Praterstern schrieb:Zitat:
Dass das Angebot "verschlechtert wird" halte ich auch für ein Gerücht
Kein Gerücht.
Ach was, in Wien liegt mittlerweile jeder Baum im Einzugsbereich einer hochwertigen ÖV-Haltestelle. Von den zahlreichen U-Bahn-Ausbauten gar nicht erst angefangen, selbst die winzige Siedlung Hinterhainbach mitten im Wienerwald wird mittlerweile von einem Anrufsammeltaxi bedient.

Bernhard Martin schrieb:

Zitat:
Praterstern schrieb:
Zitat:
insbesondere im Gebiet der Wiener Linien ist ganz klar das Gegenteil der Fall.
Ja sicher. Wenn man der offiziellen Propaganda glaubt...
Die "offizielle Propaganda" ist derzeit immer noch glaubwürdiger als die Parallelwelt der alternativen Fakten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.09.19 01:31.
Régiolis schrieb:
Ja und das sind um 10 % mehr als der MIV-Anteil, und im europäischen Vergleich ein absoluter Spitzenwert.
Dabei bitte beachten, dass die Zählung/Auswertung von den WL (bzw. in deren Auftrag) durchgeführt wird, die ein nicht unbedeutender Teilnehmer in dem Spiel sind. Wer schreibt, der bleibt. Oder:

Bernhard Martin schrieb:
Man sollte aber berücksichtigen, dass dies ein Propagandawert der SPÖ ist ...
Régiolis schrieb:
Bei den von NÖ nach Wien pendelnden Menschen (Park&Ride miteingerechnet), liegt der ÖV-Anteil sogar bei 50 % (MIV bei 44 %).
Die Nutzer der in Wien befindlichen P&R-Anlagen sind im Modal Split der WL-Zählweise gar nicht als MIV erfasst. Wie auch alle Pendler, die nur mit dem Pkw ein- oder auspendeln. Der MIV wird nur dann erfasst, wenn der komplette Weg innerhalb der Wiener Stadtgrenzen liegt. Sehr realistisch: Pkw mit WU, GF, KO, SW, BN, MD, ... dürfte es in Wiener P&R-Anlagen bzw. um Dunstkreis diverser S-/U-Bahnstationen demnach nicht geben.
Vor wenigen Jahren war auf manch Achsen (WIMRE entlang der A2) der MIV-Anteil der Pendler im Bereich 80%. Diese verschwinden an der Stadtgrenze. Wohin: ???
Im Gegensatz zu den ÖPNV-Zahlen: hier wird jede Teilstrecke eines Weges der ÖPNV-Nutzung als eine Fahrt gezählt. Ein Weg mit Umstieg macht zwei ÖPNV-Fahrten; im MIV (oder zu Fuß oder per Rad) ist es nur eine.

Régiolis schrieb:
Ich hab in meinem Posting auf die Zahlen der österreichweiten Mobilitätserhebung von Herry Consult zurückgegriffen. Auch da liegt der Modal Split-Anteil bei 38 %, also das passt schon so.
Wenn ich die Zahlen richtig verstehe, zählen "beide" nach der selben Weise. Da sollte auch das selbe herauskommen.

Régiolis schrieb:
Dass der ÖV in Österreich keinen Stellenwert hat, ist - bei aller Verbesserungswürdigkeit - nicht richtig. Und ich denke, vor allem jene Leute, die dauernd herumjammern, wie schlecht alles ist und nichts besser wird, sind der Hauptgrund dafür, warum es in Ö nur so schleppend vorwärts geht.
Nein, nicht diejenigen, die die Schwachstellen und Probleme zeigen, sind nicht die Ursache für den schleppenden Ausbau. Die Ursache hierfür ist noch immer die Politik, die über Förderung des Wohnbaus in der Fläche (ohne passende lokal Erwerbsmöglichkeiten), fehlende übergeordnete Raumplanung (jeder Bürgermeister kann Wohn-/Gewerbegebiete anlegen und Anreize schaffen) bis hin zur Pendlerpauschale viele Anreize für Dezentralisierung bietet. So viel Dezentralisierung/Zersiedelung, dass sich ein Massenverkehrsmittel nicht lohnt.
Es ist halt zweifelhaft, wenn am Monatsende dem MIV-Pendler aus Pottendorf mit Arbeit im Norden Wiens trotz Fahrtkosten mehr bleibt, als demjenigen, der zu Fuß bzw. per Rad die selbe Arbeitsstelle erreicht. So lange die Pendlerpauschale hier nicht steuernd in Richtung ÖPNV-Nutzung eingreift, ändert sich nicht viel am Verhalten der Menschen.

Nur zur Groborientierung: Wie viele Bahnstrecken in AT verloren nach 1988 den Personenverkehr und auf wie vielen wurde der Personenverkehr reaktiviert?

Régiolis schrieb:
Diese Zahlen lassen sich zwar nicht auf das Schweinbarther Kreuz übertragen, dass der Status Quo dort aber auch nur beschränkt attraktiv ist, haben wir ja auch schon an anderer Stelle festgestellt.
Und weshalb ist dies so? Nicht, weil der ÖPNV selbst im Speckgürtel der Hauptstadt abseits weniger Achsen praktisch bedeutungslos ist - mit Ausnahme der Schülerbeförderung? Zumindest die Übergangssituation Richtung Wien ist mit den "schneller" R (vzw. S oder RSB oder ...) statt den langsamen S nicht wirklich schlecht. Schlecht war und ist jedoch, dass sich das Angebot an verknüpften Weiterfahrten fast fahrplanjährlich änderte. Auch ein Zeichen zur Bedeutung des SPNV. Der alternative Busverkehr ist i.d.R. keine Alternative. Wer langsam sein will, kann die Bahn nutzen. Wer auf der Straße fahren will den Pkw.
Bernhard Martin schrieb:
- Aufgrund der SPÖ-Machtstrukturen werden mutwillig gewachsene und bewährte Linienverläufe aufgebrochen. Jüngste Beispiele sind Johann-Nepomuk-Berger-Platz und das Linienbündel 6/11/67.
Ich verstehe weiterhin nicht, wieso die neuen Linienführungen am Johann-Nepomuk-Berger-Platz in der Szene aus Prinzip negativ gesehen werden (wahrscheinlich, weil sie schon immer so waren). Statt jeweils zwei in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander verkehrenden Straßenbahnlinien, die auf beiden Seiten die gleichen Ziele erreichen (Volkstheater und Ottakring sowie Dornbach und Schottentor), gibt es nun sehr viel mehr direkte Verbindungen zwischen benachbarten Stadtteilen sowie jeweils eine Linie zum Schottentor und zum Volkstheater.

Das doppelte Angebot hat ja vorher auch kaum jemandem genutzt: stadteinwärts nicht, weil die verschiedenen Linien in verschiedenen Straßenzügen gefahren sind, und im Falle des 2ers und 46ers auch stadteinwärts nicht, weil sie am Dr.-Karl-Renner-Ring von verschiedenen Haltestellen abfuhren.

Und zum aktuellen Fal 6/11/67: sicher ist viel suboptimal gelaufen und völlig überflüssigerweise auch viel Politik mit drin, aber man sollte zumindest erwähnen, dass dadurch westlich des Reumannplatzes die seit Jahren notwendige Kapazitätserhöhung geschaffen wurde - und dass nach Kaiserebersdorf nun mehr Bahnen fahren.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
kami schrieb:
Die Nutzer der in Wien befindlichen P&R-Anlagen sind im Modal Split der WL-Zählweise gar nicht als MIV erfasst. Wie auch alle Pendler, die nur mit dem Pkw ein- oder auspendeln. Der MIV wird nur dann erfasst, wenn der komplette Weg innerhalb der Wiener Stadtgrenzen liegt.
Ja, deswegen auch mein Hinweis in Klammern, und in der bösen Propaganda-Studie wird sogar explizit darauf hingewiesen. Fakt ist jedenfalls, dass 50 % der NÖ>Wien-Pendelnden auf einer Teilstrecke den ÖPNV nutzen. Da ist sicher noch mehr drin, aber kein Grund zu behaupten der ÖV hätte keinen Stellenwert. Und v.a. zeigt es, dass die Bevölkerung sehrwohl bereit ist den ÖV zu nutzen, wenn das entsprechende Angebot da ist.

kami schrieb:
Zitat:
Nein, nicht diejenigen, die die Schwachstellen und Probleme zeigen, sind nicht die Ursache für den schleppenden Ausbau.
Das Aufzeigen der Schwachstellen ist nicht das Problem, sondern das Vermitteln des Eindrucks der Ist-Zustand wäre unveränderbar und jeder Versuch was weiterzubringen von vornherein zum Scheitern verurteilt.

kami schrieb:
Zitat:
Die Ursache hierfür ist noch immer die Politik, die über Förderung des Wohnbaus in der Fläche (ohne passende lokal Erwerbsmöglichkeiten), fehlende übergeordnete Raumplanung (jeder Bürgermeister kann Wohn-/Gewerbegebiete anlegen und Anreize schaffen) bis hin zur Pendlerpauschale viele Anreize für Dezentralisierung bietet.
Ja, volle Zustimmung. Nur diese Entwicklung stärken wir, wenn wir Politik und Bevölkerung als hoffnungslos "autovernarrt" abstempeln.
Régiolis schrieb:Zitat:
Ach was, in Wien liegt mittlerweile jeder Baum im Einzugsbereich einer hochwertigen ÖV-Haltestelle. Von den zahlreichen U-Bahn-Ausbauten gar nicht erst angefangen, selbst die winzige Siedlung Hinterhainbach mitten im Wienerwald wird mittlerweile von einem Anrufsammeltaxi bedient.
Darum geht es nicht: Es geht um die Streichung von HVZ-Kursen, Intervallstreckungen nach Einführung längerer Fahrzeuge, beständige Fahrzeitverlängerungen wegen der dramatisch zunehmenden Anzahl von Langsamfahrstellen und Interventionen der Arbeitnehmervertretung (Stichwort Entlohnung nach Fahrzeit und Blockade einer entsprechenden Reform des Tarifrechts), die immer mehr um sich greifende Unsitte, einzelne Fahrten kurzentschlossen nicht zur Endhaltestelle durchfahren zu lassen, sondern an einer Zwischenwendeschleife zu parken, weil der Fahrer bzw. die Fahrerin eine längere Pause will, fahrgastunfreundliche Umleitungen und Kurzführungen bei Bauarbeiten, Demonstrationen u.ä. (hier finden die WL fast immer schlechtere Lösungen als die, die eigentlich möglich wären). Das alles schadet der Attraktivität des ÖPNV. Und dass das die Kunden mit verstärkter ÖPNV-Nutzung honorieren, wie die offiziellen Zahlen suggerieren, glaube wer will.

Im Übrigen: Anlässlich der Inbetriebnahme neuer U-Bahn-Strecken wird das örtliche Busnetz oftmals so umgestaltet, dass es keine attraktiven Alternativen zur U-Bahn mehr gibt. Bestes Beispiel Leopoldstadt nach der Umstellung von der feinerschließenden SL 21 auf die sehr grob erschließende U2.

Régiolis schrieb:
Zitat:
Die "offizielle Propaganda" ist derzeit immer noch glaubwürdiger als die Parallelwelt der alternativen Fakten.
Wahrscheinlich bist Du SPÖ-Mitglied und hast jegliche Kritikfähigkeit gegen Dein Parteibuch eingetauscht.

Welche Glaubwürdigkeit kann man einer Partei zubilligen, die ein unabhängiges Gutachten, das die Umstellung einer hochbelasteten Buslinie auf Straßenbahnbetrieb untersucht hat, dabei zu einer mehr als eindeutigen Empfehlung kam, genau diese Umstellung vorzunehmen, nicht nur unter Verschluss hält, sondern in einer Kurzdarstellung daraus sogar eine angebliche gutachterliche Einschätzung, dass die Umstellung weder sinnvoll noch möglich sei, gemacht hat?

Aber offenkundig rechnest Du ja kritische Geister wie z.B. Ernst Lassbacher zu den Verbreitern alternativer Fakten...
Régiolis schrieb:
Fakt ist jedenfalls, dass 50 % der NÖ>Wien-Pendelnden auf einer Teilstrecke den ÖPNV nutzen.
Fakt basierend worauf? Fakt ist, dass bei der Zählweise des modal split der ÖPNV-Anteil aus mehreren Gründen massiv überbewertet wird:
(1) Intermodal zurückgelegte Wege zählen komplett und auschließlich zum ÖPNV, wenn eine Teilstrecke per ÖPNV absolviert wird. Da ist es besonders hilfreich, auch kurze Wege mit Bus/Bahn zu fahren, statt ein oder zwei Haltestellen zu laufen. Das wäre sogar oft der schnellere Weg im Verleich zu 10 min warten auf den Bus und nach 1...2 min aussteigen.
(2) Beim ÖPNV zählt jede Teilstrecke eines Weges als einzelne Fahrt. Ergo das von Bernhard Martin angesprochene: nachgefragte Verbindungen aufteilen -> mehr ÖPNV-Fahrten für die Statistik ohne zusätzlichen Fahrgast oder ohne einen zusätzlichen Weg.
(3) Ein-/auspendelnder und durchfahrender MIV wird nicht berücksichtigt im MIV-Anteil des modal split

Vereinfachungen zur Vergleichbarkeit schön und gut. Nur bilden sie am Ende nicht das Bild auf der Straße ab.

Régiolis schrieb:
Da ist sicher noch mehr drin
In Wien, wo wohl zu 99.53% der ÖPNV-Teilstrecken liegen, ganz sicher nicht. Zumindest nicht zur HVZ. Selbst in der U1 (IMHO recht stabil verkehrende U-Bahn im Vergleich zu U4/6) treten unregelmäßige Zugfolgen auf (z.B. stehen sich die Züge in der Leopoldauer Wendeanlage im Weg). Folglich übervolle Bahnsteige und zurückbleibende Fahrgäste. Wie bei diesem IST noch mehr drinnen sein soll: ??? Voll ist voll. Die Angebotsentwicklung hält mit der Bevölkerungsentwicklung gerade so Schritt. Verstärkter Umstieg von MIV auf ÖPNV ist damit nicht möglich. Gilt auch und erst recht für die Alternative "Fahrrad": Seit Jahrzehnten bei 5...7%; selbst E-Biketrend/e-Scooter kann den Anteil nicht heben. Trotz sehr guter Geographie - insbesondere in Transdanubien praktisch bretteben. Nur fehlt es an leistungsfähiger/brauchbarer Infrastruktur.

Régiolis schrieb:
Das Aufzeigen der Schwachstellen ist nicht das Problem, sondern das Vermitteln des Eindrucks der Ist-Zustand wäre unveränderbar und jeder Versuch was weiterzubringen von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Wo kommt der Quark her? Das Aufzeigen von Schwachstellen ist eine reine Analyse des IST-Zustandes. Was daraus gemacht wird, ist (deine) Interpretation und steht auf einem komplett anderen Papier.
Ohne Analyse wird sich nicht viel ändern. Erst recht nicht bei dauerhafter Selbstbeweihräucherung. Auch das zeigt der ÖPNV in AT: In Wien praktisch das selbe S-Bahnnetz wie zur Eröffnung 196x. Nur einzelne, bestehende Strecken bekamen (mehr) Verkehr. Mit Ausnahme der Vorortelinie praktisch keine Neubauabschnitte zur Erschließung neuer Verkehrsquellen/-senken (z.B. Wohnsiedlungen entlang Nord- und Südbahn). Und selbst die S45 ist schon 30 Jahre im Betrieb und heute an der Kapazitätsgrenze: Fahrzeuge wie Infrastruktur (in der HVZ).

Ganz anders der Aus- und Neubau im Straßennetz: um ein wievielfaches mehr als der Verkehrsträger Schiene? Da fährt zwar in geringen Mengen auch mal ein Bus drüber. Der Hauptnutzer ist der MIV. Damit wird über Jahrzehnte der Stellenwert des ÖV (auf der Schiene) zementiert/asphaltiert: irgendwo zwischen gering und keine.

Régiolis schrieb:
Ja, volle Zustimmung. Nur diese Entwicklung stärken wir, wenn wir Politik und Bevölkerung als hoffnungslos "autovernarrt" abstempeln.
Diese Entwicklung muss niemand stärken. Die ist da und wird nächsten Sonntag bestätigt. Welcher Politiker wird einer Angleichung der Pendlerpauschale/Kilometergeld zwischen MIV (bis 12.600 EUR/a steuerfrei, keine Obergrenze) und Fahrrad (max. 570 EUR/a) zustimmen? Oder gar die Pendlerpauschale an die Nutzung nachhaltiger Verkehrsträger knüpfen wollen? Wer das wagt, begeht politischen Selbstmord. Also bleibt alles, wie es ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.09.19 11:41.
kami schrieb:
Zitat:
(1) Intermodal zurückgelegte Wege zählen komplett und auschließlich zum ÖPNV, wenn eine Teilstrecke per ÖPNV absolviert wird. Da ist es besonders hilfreich, auch kurze Wege mit Bus/Bahn zu fahren, statt ein oder zwei Haltestellen zu laufen. Das wäre sogar oft der schnellere Weg im Verleich zu 10 min warten auf den Bus und nach 1...2 min aussteigen.
(2) Beim ÖPNV zählt jede Teilstrecke eines Weges als einzelne Fahrt. Ergo das von Bernhard Martin angesprochene: nachgefragte Verbindungen aufteilen -> mehr ÖPNV-Fahrten für die Statistik ohne zusätzlichen Fahrgast oder ohne einen zusätzlichen Weg.
(3) Ein-/auspendelnder und durchfahrender MIV wird nicht berücksichtigt im MIV-Anteil des modal split
(1) Das ist keine Propaganda-Technik, sondern üblich bei der Modal Split-Berechnung, da es unmöglich ist den ÖV zu nutzen, ohne sich auch anders fortzubewegen. (2) In Bezug auf die österreichweite Mobilitätserhebung von Herry, ist das falsch. Angegeben ist klar der Wegeanteil je Hauptverkehrsmittel basierend auf Befragungen, und der lag 2013/14 im ÖV in Wien bei 38 %. (3) Du hast dir die Studie nicht durchgelesen. Der Anteil an NÖ>Wien-Pendelnden, die ausschließlich im MIV unterwegs sind, liegt bei 46 % (davon 11 % Beifahrende). Hingegen 50 % steigen spätestens in Wien auf den ÖPNV um. Daher ist auch nicht zu erwarten, dass sich da der Anteil im lokalen Modal Split von Wien dadurch verschlechtert.

kami schrieb:
Zitat:
Régiolis schrieb:
Zitat:
Fakt ist jedenfalls, dass 50 % der NÖ>Wien-Pendelnden auf einer Teilstrecke den ÖPNV nutzen.
Fakt basierend worauf?
Wissenschaftlich erhobenen Daten. Wenn das manipuliert sein soll, zeige mir bitte die wissenschaftlichen Studien, die was anderes belegen. Weder die Stadt Wien noch die Wiener Linien zählen im übrigen zu den Auftraggebern der österreichweiten Mobilitätserhebung (die Asfinag übrigens u.a. schon).

kami schrieb:
Zitat:
Das Aufzeigen von Schwachstellen ist eine reine Analyse des IST-Zustandes.
Meinem Argument elegant ausgewichen, und im letzten Absatz bestätigst du es.
Bernhard Martin schrieb:Zitat:
Wahrscheinlich bist Du SPÖ-Mitglied und hast jegliche Kritikfähigkeit gegen Dein Parteibuch eingetauscht.
(..)
Aber offenkundig rechnest Du ja kritische Geister wie z.B. Ernst Lassbacher zu den Verbreitern alternativer Fakten...
Um das noch richtigzustellen: Weder bin ich SPÖ-Mitglied, noch unterstelle ich der genannten Person (die ich nicht kenne) etwas dergleichen. Ich bemühe mich hier aber die gesamte Zeit Fakten anzuführen. Wenn es dann aber heißt "darum geht es nicht" oder wissenschaftlich fundierte Erhebungen sowie das Ergebnis einer international renommierten Fachzeitschrift über die Lebensqualität Wiens, sind in Wahrheit Propaganda, wird es halt schwierig.

Und ja ich würde mich auch freuen, wenn ich mit der Straßenbahn zwei Minuten schneller in die Arbeit kommen würde oder wenn der 13A wieder alle 2 statt alle 3 Minuten fahren würde. Aber du pickst dir da kleine Beispiele heraus und leitest ein schlimmes Bild daraus ab.
Régiolis schrieb:Zitat:
(1) Das ist keine Propaganda-Technik, sondern üblich bei der Modal Split-Berechnung, da es unmöglich ist den ÖV zu nutzen, ohne sich auch anders fortzubewegen
Was nichts daran ändert, dass hier der ÖPNV besser dargestellt wird, als er ist.

Régiolis schrieb:
(2) In Bezug auf die österreichweite Mobilitätserhebung von Herry, ist das falsch. Angegeben ist klar der Wegeanteil je Hauptverkehrsmittel basierend auf Befragungen, und der lag 2013/14 im ÖV in Wien bei 38 %.
Irgendwie passt diese Aussage nicht ganz zum meinem (2). Es ging nicht darum, wie groß irgendwelche Anteile sind, sondern allein um die Zählweise. Einfaches Beispiel: Ein Weg von der Wohnung W zur Arbeitsstätte A. Im Falle Fußgänger, Radfahrer und MIV ist das eine "Fahrt", egal wie oft die Person abbiegt. Im Falle ÖPNV mit Umstieg an der Haltestelle H wird der Weg W -> A in zwei Wege geteilt: W -> H und H -> A. Beide zählen als einzelne Fahrten/Wege obwohl für die Person nur ein Weg.

Régiolis schrieb:
(3) Du hast dir die Studie nicht durchgelesen.
So kann man meine tägliche Arbeit bei der Personenflussanalyse im öffentlichen Raum auch bezeichnen. Daher sind mir die "Vereinfachungen" solcher Analysen bzw. veröffentlichten Studien nicht ganz unbekannt.
Wenn ich mich recht an die Studie erinnere, sind die oben genannten "38 % ÖPNV in Wien" nur für Werktage gültig und fallen an Sonn-/Feiertagen rapide ab. Da sind die Angaben im WL-modal split richtig umfassend, da deren Woche sieben Tage hat. Ebenso erstaunlich, wenn's die Studie war: In Wien fuhren 75...80% der ÖPNV-Nutzer mit der U-Bahn oder Straßenbahn. Bus und Vollbahn hatten demnach mit ~20%-Anteil nicht wirklich viel Anteil. Blöd für Verkehrsträger, die die Stadtgrenze kreuzen. Oder anders: Wer ein-/auspendelt und in Wien die Öffis nutzt, muss mit großer Wahrscheinlichkeit schon in Wien mind. ein Mal umsteigen. Daran hat sich leider nicht viel geändert.
Ich würde auch keiner Studie aus dem Jahre 2013 mehr trauen. Dazu sind in den letzten Jahren gerade im Feld der urbanen Mobilität doch ein paar Veränderungen passiert. Allein der E-Biketrend könnte ein anderes Bild bringen - aus hoffnungsvoller Sicht der Politik. Nur wechselt fast niemand freiwillig das Verkehrsmittel, wenn die Infrastruktur nicht passt oder einem Nutzer Steine in den Weg gelegt werden. Die meisten MIV-Nutzer haben ihr Verhalten nicht geändert. Zumindest nicht in der erhofften Art.

Régiolis schrieb:
Hingegen 50 % steigen spätestens in Wien auf den ÖPNV um. Daher ist auch nicht zu erwarten, dass sich da der Anteil im lokalen Modal Split von Wien dadurch verschlechtert.
Wieso nicht? Besser wird der ÖPNV-Anteil garantiert nicht, wenn die MIV-Ein-/Auspendler wie auch Durchfahrenden berücksichtigt werden. Denn der o.g. Anteil des Hauptverkehrsmittels spielt für die Straße (in Wien) genau keine Rolle; auch wenn im letzten Fall zweifelsohne der Pkw die größte Beförderungsleistung erbringt: 100%. Der Pkw des Kloneuburger Pendlers wird genauso wenig gezählt, wie der Pkw aus Pamhagen. Beim letzteren kann ich mir nicht vorstellen, dass die Fahrt nach Wien bezogen auf Weglänge und Fahrzeit kürzer sein soll als die Fahrt in Wien mit den Öffis. So letztere stattfindet, ist sie Teil des WL-modal-split. Wenn nicht, existiert der Pendler gar nicht in dieser Statistik.

Régiolis schrieb:
Meinem Argument elegant ausgewichen, und im letzten Absatz bestätigst du es.
Was auch immer ich bestätigt haben soll. Ausgewichen ist oben jemand ganz galant einer Frage:

kami schrieb:
Nur zur Groborientierung: Wie viele Bahnstrecken in AT verloren nach 1988 den Personenverkehr und auf wie vielen wurde der Personenverkehr reaktiviert?
Ich gehe davon aus, dass es keine Antwort geben wird, die belegt, dass der ÖPNV (auf der Schiene) besonders hohe Bedeutung in AT hat. Nicht bei der Politik und nicht bei der Bevölkerung.

Ebenso diese Frage:
kami schrieb:
Ganz anders der Aus- und Neubau im Straßennetz: um ein wievielfaches mehr als der Verkehrsträger Schiene?
Da wird selbst unter Berücksichtigung aller (un)möglichen Tunnelprojekte mit relativ wenig Einfluss auf die meisten Pendlerverkehre keine andere Aussage herauskommen: Der Fokus in der österreichischen Verkehrsplanung liegt nicht auf der Schiene. Schon gar nicht auf irgendwelchen Pimperlbahnen, in die seit der Eröffnung vor grob 100 Jahren genau ein Mal etwas investiert wurde: Vor inzwischen mehr als 30 Jahren, und das im Endeffekt nur halbherzig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.09.19 15:57.
Wenn ein Bus alle 2-3 Minuten fahren muss, dann wäre alleine aus wirtschaftlichen Gründen schon vorrangigst auf Straßenbahn umzustellen. Ach stimmt, da fuhr ja mal eine...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.09.19 19:39.
kami schrieb:
Ein Weg von der Wohnung W zur Arbeitsstätte A. Im Falle Fußgänger, Radfahrer und MIV ist das eine "Fahrt", egal wie oft die Person abbiegt. Im Falle ÖPNV mit Umstieg an der Haltestelle H wird der Weg W -> A in zwei Wege geteilt: W -> H und H -> A. Beide zählen als einzelne Fahrten/Wege obwohl für die Person nur ein Weg.
Nein, das ist absolut falsch! Das zählt als insgesamt ein Weg für den Wegezweck Arbeit, egal wie oft du umsteigst. Selbst wenn du mit drei U-Bahnen und vier Bussen in die Arbeit fahren würdest, zählt das als insgesamt ein Weg. Entweder hast du keine Ahnung von der Studie oder du scheust dich hier nicht davor einfach mal Unwahrheiten in den Raum zu stellen.

Zitat:
So kann man meine tägliche Arbeit bei der Personenflussanalyse im öffentlichen Raum auch bezeichnen. Daher sind mir die "Vereinfachungen" solcher Analysen bzw. veröffentlichten Studien nicht ganz unbekannt.
Na wunderbar :) Dann nochmal: Wo sind die "echten" Zahlen, her damit.
Régiolis schrieb:
Na wunderbar :) Dann nochmal: Wo sind die "echten" Zahlen, her damit.
Solche Zahlen bleiben dort, wo sie hingehören. Bevor du hier Internas bekommst, beantwortest du einfach die zwei oben gestellten Fragen. Da zeigt den Stellenwert des ÖV in AT im Vergleich zum MIV.

Régiolis schrieb:
Entweder hast du keine Ahnung von der Studie oder du scheust dich hier nicht davor einfach mal Unwahrheiten in den Raum zu stellen.
Wer hier keine Ahnung hat oder Unwahrheiten verbreitet, will ich gar nicht bewerten. Die Feinheit in der uralten Studie von 2012...14 (WIMRE), über 38% ÖPNV-Anteil am modal split hat Régiolis bewusst nicht genannt: Sie galt nur für Werktage. Information bewusst unterschlagen oder nur vergessen, zu erähnen oder schlicht die Studie doch nicht so genau gelesen/verstanden?
Was ich ad hoc nicht mehr weiß: Samstag = Werktag oder Werktag nur Mo - Fr. Ich bin jetzt zu faul, das zu suchen.

Was allerdings klar ist: Seit 2013 wurden mehr Bahnstrecken vom regelmäßigen Verkehr befreit als in der Umkehr der Reisezugverkehr reaktiviert wurde. Die teils als Ersatz eingeführten Buslinien sind ebenfalls alles andere als gut genutzt. Insbesondere die in NÖ und dort im Waldviertel. Selbst im dichter bewohnten Weinviertel fährt zwischen Samstag Mittag und Montag praktisch nichts. Seit Jahren bzw. Jahrzehnten unveränderter Zustand.

Und nein: Der ÖPNV wird weder auf der Schiene noch der Straße allein die Problemchen des zunehmenden Verkehres lösen. Vieles könnte wesentlich kostengünstiger zu Fuß oder per Rad absolviert werden. Nicht in der Fläche, aber doch in vielen Zentren und deren Speckgürteln. Förderung dieser einfachen Mobilitätsarten hätte durchaus das Schweinbarther Kreuzchen retten können. Da lässt AT noch mehr Potenzial liegen als bei ÖPNV, der teils mit sinnlosen Kurzstreckenfahrten überlastet wird: In der Stadt zwei Busstationen statt Gehen, auf der Schiene ein RJ als Pendlerzug bis Wiener Neustadt oder St. Pölten und ab dort halbleer einige 100 km in den Süden bzw. Westen.
kami schrieb:Zitat:
Wer hier keine Ahnung hat oder Unwahrheiten verbreitet, will ich gar nicht bewerten.
Sag mal, du hast hier gerade behauptet ÖV-Wege mit Umstieg würden mehrfach gezählt und damit eine extreme Verzerrung der Forschungsergebnisse unterstellt. Das, was du da machst ist kein "Aufzeigen von Schwachstellen", sondern Trolling und verantwortungslos.