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 08/02 - Alpenlandforum 

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Grüessech zäme!

Im Folgenden möchte ich nun über mehrere Teile meinen Sommerurlaub diesen Jahres aufarbeiten!

Prolog

Bereits kurz nach dem Ende des letztjährigen Sommerurlaubs im Herzen von Südtirol stand die nicht ganz irrelevante Frage im Raum, was der diesjährige Plan wäre.
Nach bewährter „Familientradition“ mit schwäb’schen Grundgedanken sondierte ich gemeinsam mit meinen Eltern die Lage, glücklicherweise lässt sich da gegenwärtig oftmals eine nette Schnittmenge für beide Parteien bilden – das spart Kosten!

Da wir als Flachlandtruppe seit nunmehr Jahrzehnten dem Zeitvertreib im Dunstkreis der Alpen nicht abgeneigt sind – man hatte sowohl in Bayern über Jahre als eben letztjährig in Südtirol beste Erfahrungen gemacht – kam das geologisch etwas aufwändig geformte Gebiet gleich wieder mitten ins Radar geschossen.

In Tradition zu Chiemsee sowie Kalterer See bzw. Gardasee musste, der zu erwartenden Sommertemperaturen geschuldet, zwingend auch das abkühlende Gestade in greifbarer Nähe sein.
Unabhängig vom Ziel, dass auch die eine oder andere fotogene Strecke in der Nähe des Zielgebietes greifbar sein durfte, geisterte bereits seit Jahren das Ziel „Schweiz“ wieder durch die diversen Gespräche. Und Berge durften es ja sein, wieso also nicht gleich „richtig auf die Kacke hauen“?

Samstag, 13.07.2019

Ausgehend von Hannover sollte es an diesem Samstag also ins „gelobte (Eisenbahn-) Land“ gehen. Das Reisemobil kam mit Besatzung bereits Tage zuvor aus dem „echten Norden“ am eigenen Wohnort an, nach eigener Zuladung war man gegen 5 Uhr morgens dann startbereit – früher Holsteiner fängt freie Straße!

Über die baustellenverseuchte A 7, schwierige Abzweigfragen am Hattenbacher Dreieck und schließlich die A 5 rollte der weiße Schrubber aus Rüsselsheim dann auf Darmstadt zu, wobei der Bahnsystemingenieur im Auto direkt den ersten Herzkasper des Urlaubs bekam, hängt doch südlich vom Flughafen auch dieser stromdurchflossene Schwachsinn einer LKW-Fahrleitung über dem Asphalt…

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Handybild: LKW-Fahrleitung auf der A 5 südlich von Frankfurt (Bild von der Rückfahrt)

Der letzte planmäßige Reisestopp wurde zum Essenfassen in Hartheim am Rhein beim güldenen MC eingelegt, bei den Essenspreisen jenseits der Grenze war da „letzte Ausfahrt“ vor der Grenze.
Zu jenem Zeitpunkt hatte uns der LKW-Walter, bespannt mit SBB Cargo-Vectron, endgültig überholt, nachdem er das Rheintal entlang eigentlich die ganze Zeit ein treuer Begleiter war – natürlich unfotografiert.

Die Einreise in Basel erfolgte haltfrei, ab jetzt galt aber strikte Tempomatfahrerei – Urlaubsfotos in schwarz-weiß waren ob der erhöhten Herstellkosten nämlich im Familienkreis als verboten deklariert worden!

Entlang Ausfahrten zu Orten wie Liestal, Olten, Oensingen, Langenthal und Solothurn – die Eisenbahnassoziationen verknoteten im Sekundentag das Hirn – fuhr man auf das Dreieck Bern Wankdorf zu – da war dann am Stade de Suisse eher mental Fussball angesagt. Links ab und in der Ferne endlich „echte Berge“ erspäht.

Weil die Kontaktaufnahme mit unserer englischen !!! Vermieterin aber noch etwas stockend von Statten ging und am Himmel blaue Flecken zu erspähen waren, ordnete ich direkt mal den ersten Stopp an. Während die familiäre Reiseleitung also die Modalitäten am Mobiltelefon ausbaldowerte, stiefelte ich in Faulensee direkt den Hang hoch, passte die Ankunft um Punkt 15:00 Uhr doch top zur Abfahrt von ICE 376 in Interlaken Ost.

Nach einem BLS-Mutz (Stadler KISS) kam die DB-Weißwurst mit ungewohntem Stromabnehmer am Draht dann – im Schatten.
Glücklicherweise kam RE 4077 als GoldenPass-Verbindung nach Zweisimmen unten am Haltepunkt etwas heller daher.

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RE 4077 als Wendezug mit Re 420 504 am Zugschluss bei der Durchfahrt in Faulensee.


Danach war die Wohnung einzugsbereit, das Ziel wurde angesteuert. Über die Ausfahrt 25 „Wilderswil“ (nächste Eisenbahnassoziation) fuhr man schließlich in Matten bei Interlaken ein.

Gehen wir die Anforderungsliste durch:

Berge – check
Badeseen – Brienzersee und Thunersee links oder rechts vom Haus – check
Eisenbahn – Bahnhof mit drei Bahngesellschaften im Ort – check

Zwecks Lebensmittelbeschaffung wurde Aldi Suisse in Richtung Bönigen anvisiert – da hatten wir 2010 in Graubünden sehr gute (preisliche und qualitative) Erfahrungen gemacht, hatte aber schon zu. Also Ersteinkauf ausnahmsweise beim Lidl – ging auch.


Sonntag, 14.07.2019

Faktisch ging die Reise also ins schöne Berner Oberland, touristisch also wirklich ins „Massenabfertigungsgebiet“.
Selbige Eigenschaft bietet jedoch den Vorteil, dass die Schweiz als verkehrstechnisch gegenüber Deutschland revolutionäres Land erkannt hat, dass man die Touris einfach nur auf die Schiene packen muss, damit in den Orten selbst die Stimmung und Flair erhalten bleiben. Daher gibt es in und um Interlaken genügend Angebote, um die Bahnen der Umgebung preiswert und einfach nutzen zu können.

Unter der Aussicht auf schönes Wetter in den Folgetagen hatten wir direkt am dem ersten „echten“ Urlaubstag den ersten Jungfrau-Travel-Pass avisiert, bot er doch für die wählbare Zeitspanne von drei bis acht Tagen freie Fahrt bei den Bahnen südlich von Interlaken.

Der Blick aus dem Fenster gab direkt nach dem Aufstehen dann das „Go“ für den Tag.
Mittels Gästekarte Interlaken war auch das perfekt abgestimmte Busnetz in Interlaken während des Urlaubs kostenfrei nutzbar, welches auch bis nach Wilderswil reicht.
Also die Linie 105 an der Haltestelle „Hotel Sonne“ (nomen est omen) okkupiert und zum Ausgangspunkt der Schynige Platte Bahn (SPB) gefahren. Selbstredend ist der dortige Bahnhof örtlich besetzt und mit Fahrkartenschalter ausgestattet, an letzterem gingen dann die drei Pässe für vier Tage in unseren Besitz über.

Mit Zug 647 ging es dann mit rasenden 10 km/h mittels Riggenbach’scher Zahnstange und 250 ‰ zum Kreuzungsbahnhof Breitlauenen, wo erstmal ein Zwischenhalt eingelegt wurde.
Ich stiefelte dann einfach mal bergwärts, galt es doch direkt eines der Topmotive der Region zu klären.

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40 Minuten nach der Ankunft schiebt He 2/2 62 „Alpenrose“ B 42 und B 41 im nächsten Takt bergwärts.

Der gesamte Verkehr dieser rührigen Bahn wird mit den „Antriebskästen“ der Reihe He 2/2 abgewickelt, zum Teil aus Beständen der Wengernalpbahn übernommen. Es werden zwei Vorstellwagen geschoben, einige davon sogar offene Sommerwagen.
Das hatte doch schon mal was.
Mit letztgenannten Sommerwagen ging es dann weiter der Bergstation entgegen. Wie bei den meisten Zahnradbahnen üblich gibt es auch bei der SPB das Prinzip der Folgezüge. So fahren bis zu drei Garnituren im Pulk hintereinander her, mehr passt nicht in die Kreuzungsbahnhöfe. Somit gelang auch das folgende Bild in den Kehren oberhalb von Breitlauenen.

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Mit Blick auf Thunersee und Interlaken schiebt He 2/2 16 „Anemone“ B 50 und B 49 in Richtung Schynige Platte.

Oben angekommen sollte es dann den ersten Blick in Richtung des Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau geben, doch bei der Ausfahrt aus dem Grätli-Tunnel sah man bereits die Quellwolkenbildung.
So stellte sich die Situation vom Endbahnhof aus etwas weniger spektakulärer dar als erhofft.

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Blick gen Südosten ins Tal der Schwarzen Lütschine nach Grindelwand, links Faulhorn, hinten Schreckhorn und Wetterhorn

In der Hoffnung auf ein paar Motive unterhalb der Schynige Platte nahm ich also den Wanderweg in Richtung Alp Bigelti unter die Wanderschuhe, was aufgrund der etwas „spannend“ angeordneten Stufen im Weg, bestehend aus einzelnen Felsblöcken und/oder Holzbohlen, bisweilen nicht ganz einfach war. Als Krönung drückte die Bewölkung jetzt auch noch umso stärker aus Südwest herein, das Folgezugprinzip erwies sich aber auch hier als praktische Lösung, war die Chance auf ein Sonnenbild damit doch etwas erhöht.
Die Bergfahrer profitierten davon leider weniger, für das Talfahrer-Paket ging es sich kurz hinter dem Bahnübergang des Wanderweges aber aus – leider ohne Blick auf den Eiger.

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He 2/2 63 mit talwärts fahrendem Zug. Die Loks haben bei der Rückfahrt den Stromabnehmer gesenkt, rückspeisen können sie nämlich nicht.

Um nicht noch die Wahrscheinlichkeit der feuchten Abkühlung von oben zu sehr zu erhöhen, stiefelte ich wieder gen Berg, ab dort wurde dann der nächste Zug talwärts geentert.
Zurück in der Ferienwohnung gab es nach der Aufarbeitung des Tages direkt die Planung für den nächsten Tag, der Wetterbericht war da aber weiterhin nicht wirklich positiv gestimmt.


Montag, 15.07.2019

Wie erwartet zeigte sich das Wetter grau in grau, was direkt zur Erholungsphase genutzt wurde, die Anreise und der Tag an der SPB konnten somit kompensiert werden.
So lief es dann auch bis zum Nachmittag, ehe es dann doch noch mal zwecks Tagesaktivität losgehen sollte.

Ganz hinten im Tal der Weißen Lütschine (also „Seite Lauterbrunnen“) gibt es ja einige spektakuläre Wasserfälle zu bestaunen, das konnte man auch gut bei bedecktem Himmel machen, wobei die Temperaturen in den Mitzwanzigern da noch lange keinen Grund zu Frostattacken gaben.

Gummibereift wurde also die kurze Reise angetreten, vorbei am Staubbachfall (nur gucken), den Trümmelbachfällen (kommt später) und Stechelberg (da ist das Tal dann wirklich vorbei) landeten wir auf dem Parkplatz bei der Schilthornbahn, von wo man über eine Brücke direkt zum Fuße des Mürrenbachfalls gelangt. Seinerseits übrigens der höchste Wasserfall der Schweiz, sage und schreibe 417 m fällt hier das Wasser in Richtung Talgrund.

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Handybilder: Weiße Lütschine am Parkplatz bei der Schilthornbahn sowie Mürrenbachfall.

Das hatte sich doch schon mal gelohnt, wieso auch nicht einfach mal ein „Miniprogramm“ machen?


Dienstag, 16.07.2019

Hatte die Wetterlage am Vortag im Tal noch für etwas trübe Stimmung gesorgt, gab es – nicht sichtbar – oberhalb der magischen Grenze auch mitten im Juli Neuschnee in den Berner Alpen. Praktischerweise hatten die Wetterstationen den Dienstag der ersten Woche als „Bombentag“ des Urlaubs angepriesen und sollten damit vollends Recht behalten.
Was lag da also näher, als dem Ziel überhaupt näherzukommen?

Also wurden morgens noch Proviant und passende Kleidung eingepackt, nun der Bus 104 abgewartet und zum Bahnhof Interlaken Ost gefahren.

Auch dort sind – selbstverständlich – bereits um 7 Uhr morgens zwei Schalter besetzt, nach dem Beschaffen des obligatorischen Wartetickets, der Aufruf erfolgte jedoch zeitgleich mit Ende des Druckvorgangs, stand man also bereits Travel-Pass-bewaffnet vor der freundlichen Jungfraubahn-Mitarbeiterin, um die Zugangsmodalitäten zur bahntechnischen Endstufe Europas zu klären.

Pünktlich um 7:23 Uhr rollten dann knapp 250 m Schmalspurzug in blau-gelb an den Bahnsteig, was direkt die elterliche Reaktion „Zug in der Schweiz – bestimmt von Stadler?“ entlockte – stimmt.
Das Komfortlevel in den Gelenksteuerwagen und den modernen ABDeh 8/8 der Berner-Oberland-Bahn (BOB) ist übrigens für einen Regionalzug wirklich gut, das Sitzgefühl dank angepasster Polsterung dem aktuellen DB Fernverkehr hoffnungslos überlegen.

Nachdem wir in Zweilütschinen den hinteren Zugteil in Richtung Grindelwald zurückgelassen hatten, krallten sich die Zähne in der Lamelle vom Typ „von Roll“ fest, ehe dann in Lauterbrunnen in die Wengernalpbahn (WAB) und wieder auf 800 mm Spurweite umgestiegen wurde.

Um 8:49 Uhr war die Kleine Scheidegg erreicht, zur Weiterfahrt ganz nach oben war jedoch noch Zeit, unterliegt die letzte Strecke doch der Empfehlung der Sitzplatzreservation.

Also lief ich auch hier zielstrebig bergwärts, während meine Eltern dem bunten Treiben am Bahnhof zuguckten.
Wenige Hundert Meter vom Ensemble aus Bahnhof, Werkstattgebäuden der Jungfraubahn, Hotels und Skiliften wurde ich dann erstmals fündig.

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Erstes Bild von Europas höchster Bahnstrecke, BDhe 4/8 218 und 217 mit vorgestelltem Gütertransportwagen kurz nach der Abfahrt in Kleine Scheidegg.

Auch auf dieser Zahnradbahn werden Folgezüge gefahren, wobei hier stets ein „Doppelpack“ verkehrt. Der erste Zug ist dabei bergwärts für Gruppen reserviert, während der zweite den Gütertransport zum Jungfraujoch innehat und selbst die Einzelfahrgäste mit und ohne Reservation sowie die Fahrgäste zur Zwischenstation Eigergletscher befördert.
Talwärts kommen die Züge dann in derselben Reihenfolge zurück.

Neben den gezeigten BDhe 4/8 211 – 218 fahren seit einigen Jahren die modernen Bhe 4/8 221 – 224 aus dem Hause Stadler, nach Abschluss der Bauarbeiten der neuen V-Bahn (Seilbahn Grindelwald – Eigergletscher) werden sie nurmehr im oberen Abschnitt verkehren. Aktuell kann man sie aber noch unterhalb der genannten Station erleben.

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Die Stadler-„Schrankwand“ Bhe 4/8 221 rollt vor Jungfrau- und Silberhorngipfel zur Kleinen Scheidegg.

Der 11 Uhr-Zug war dann unserer, nachdem wir in den Wartebereich mit den anderen „Mitreservisten“ eingecheckt hatten, ließ sich der „Wahnsinn“ mit den zumeist asiatischen Reisegruppen aus nächster Nähe betrachten, bevor wir dann ganz entspannt unsere Plätze einnehmen konnten.

Mit dem genannten Zwischenhalt am Eigergletscher war dann die Tageslichtfahrt vorbei, ab dort geht es bis zum Jungfraujoch im Berg bergwärts (wer hätte das gedacht). In der Station Eigerwand erhaschte ich noch einen kurzen Blick auf einen Dienstzug mit einem alten BDhe 2/4, danach kamen wir am Eismeer zum Halten, wo dem Fahrgast eine fünfminütige Fotopause an den Aussichtsfenstern eingeräumt wird. Bereits bei der Einfahrt machte deren Zustand aber einen etwas dürftigen Eindruck, etwas versifft. Die Annäherung besserte dies nicht, also nur mit dem Handy mehr oder weniger „dokumentiert“, dass man mal da war.
Juckte uns aber nicht, schließlich wollten wir ja ganz rauf und nicht wegen einem Blick durch eine Scheibe.

Über das angelegte Tunnelsystem landeten wir dann nach der Ankunft beim höchstgelegenen Aufzug Europas, der uns zum Sphinx-Observatorium brachte – Top of Europe, 3.571 m ü.M.

Alles Weitere wirkt nicht in Worten, auch die folgenden Bilder können die Eindrücke dort oben nur schwer transportierten.

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Blick nach Süden auf den Großen Aletschgletscher, Konkordiaplatz sowie rechts u.a. Aletschhorn

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Blick nordwärts, in Bildmitte die Kleine Scheidegg, links bis Bildmitte das Lütschinental mit Interlaken am nördlichen Ende

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Die Mitte dazwischen sieht so aus, Mönchsgipfel, Aussichtsplattform und Wanderweg im Schnee zur Mönchshütte, rechts davon die Rodelbahn und Hubschrauberlandeplatz

Durch den Berg ging es dann in Richtung Eispalast, wo man im Gletschereis diverse kitschige Skulpturen angelegt hat.

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Handybild: Schriftzug „Top of Europe“ im Eispalast.

Natürlich ist es dort drinnen sau glatt, ihr könnt ja mal raten wer der einzige war, der sich dort langgelegt hat…

Aus der Kälte im Berginneren stiefelten wir nun endlich in den Neuschnee hinaus, zusammen mit der ungehinderten Beleuchtung auf knapp dreieinhalbtausend Metern eine Freude für das Auge ohne Sonnenbrille – und wer hatte seine am Morgen doch nicht eingepackt?
Nun, an der Schweizer Flagge standen die Asiaten Schlange, um ihr Erinnerungsbild zu machen, zum Teil reisten selbige in Hotpants/Shorts und Flipflops an…
Ein paar Fotos waren dann natürlich auch wieder drin.

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Baukunst der Superlative: Sphinx, Plateau und Berghaus, rechts Aletschgletscher.

Mannometer war das dort beeindruckend! Mit dem Wissen, dass es um 14:13 Uhr aber zurückgehen sollte, teilten wir uns auf. Während meine Eltern nochmal auf den Wanderweg zur Mönchshütte treten wollten, musste ich natürlich den dokumentarischen Pflichten des Eisenbahnfotografen nachkommen.

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Und hier die Eisenbahn-Endstufe in Europa, Bhe 4/8 221 auf den letzten und damit höchsten Schienenmetern des Kontinentes – 3.454 Meter über dem Meer.

Der Tag war allerdings ja noch jung, auf der Rücktour stand der BDhe 2/4 mit seinem Dienstzug immernoch in der Eigerwand, nun aber mit Personal im Führerstand.
Also wurde nach der Ankunft in der Kleinen Scheidegg so oder so ein Päuschen eingelegt und siehe da, vor dem nächsten „Folgezugpaket“ erschien etwas braun-beiges vor dem Dreigestirn.

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BDhe 2/4 206 mit Tiefgangwagen Sklp 84 als Dienstzug Eigerwand – Kleine Scheidegg

Ehe wir um 16:03 Uhr dann via Grindelwald die Rückfahrt endgültig antraten, wagte ich noch den Blick eben in die Zielrichtung, ließ sich doch die bisher nur erwähnte Wengernalpbahn dort traumhaft in Szene setzen. Nach zwei Verstärkungszügen älteren Semesters kam der Hauptzug dann in erwarteter Form zweier „Panos“ Bhe 4/8, wobei ersterer mit der Werbebeklebung für das 125-jährige Jubiläum von Europas längster Zahnradbahn.

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Bhe 4/8 143 und 148 der Wengernalpbahn auf den letzten Metern vor Erreichen der Kleinen Scheidegg

Dank des perfekten Anschlusses in Wilderswil auf die Buslinie 105 war die Unterkunft gegen 17 Uhr wieder erreicht.

Allerdings hatte ich noch ein Fünkchen Restmotivation in mir und zudem am Sonntagabend noch eine Stelle auskundschaftet, die eine weitere Bahn ins Spiel bringen sollte. Etwas mehr als fünf Minuten dauerte die Anfahrt, ehe ich am Ufer der Aare stand. Die optimale Position auf den Steinen erforderte aber Wasserkontakt, die erste Temperaturprobe ergab „Ach du Sch****!“
Nunja, da muss man durch, zudem war der Zug ausreichend früh akustisch vernehmbar.

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Zentralbahn ABeh 150-Doppel mit mittig eingereihtem Speisewagen als GoldenPass-Verbindung auf der Aarebrücke bei Goldswil-Eyen.

Damit war die nächste Bahngesellschaft und Strecke ins Archiv gewandert, aaaaaber einer ging ja noch. Weil die Ferienwohnung in Matten liegt, bot es sich an, auf dem Rückweg via Schnellstraße außen herum zu fahren und zufällig in Wilderswil noch einen Zug der Berner-Oberland-Bahn mitzunehmen.

Jetzt könnte man meinen, das hätte der Knallkopp doch in Ruhe an den Folgetagen machen können, hat zwar recht, aber nicht die Information, dass an diesem Tag revisionsbedingt von fünf Umläufen nur vier mit ABDeh 8/8 gefahren wurden. Und just der fünfte war das Zielobjekt, war jener doch einer der zwei Lauterbrunnen-Umläufe und mit ABeh 4/4 II 311 besetzt.
Alle drei Züge dieser Reihe überlebten die Rollmaterialerneuerung und wurden technisch an die modernen Stadler-Züge angepasst, sodass deren gemeinsames Fahren gewährleistet ist.

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Wie errechnet war es um 18:40 Uhr soweit, ABeh 4/4 II 311 mit bunt gemischtem Zugteil für Lauterbrunnen, dahinter ABDeh 8/8 321 mit dem Grindelwalder Teil.

Jetzt war aber wirklich Schluss für den Tag, das hatte doch schon richtig Spaß gemacht!


Mittwoch, 17.07.2019

Unser Jungfrau-Travel-Pass hatte seinen letzten Gültigkeitstag erreicht, die Wetterprognose war zwar optimistisch für die erste Tageshälfte, ab dann aber nicht mehr.

Um den Körper etwas in Wallung zu bringen, wollten wir heute von der Station Eigergletscher aus die Wanderung hinunter zur Kleinen Scheidegg machen, sodass wir wie am Vortag recht früh aufbrachen. Da wir die Pässe ja hatten und die Erfahrung zeigte, dass der 7:35 Uhr-Zug der BOB nicht wirklich voll ausgelastet war, trauten wir uns nun sogar an den 7:05 Uhr-Zug, ließ sich selbiger doch – wie in Gegenrichtung – top mit der Buslinie 105 verknüpfen.

Um das Fahrerlebnis an diesem Tag endgültig „rund“ zu machen, fuhren wie die Schleife Wilderswil – Zweilütschinen – Grindelwald – Kleine Scheidegg – Lauterbrunnen – Zweilütschinen – Wildersil nun im Uhrzeigersinn, was den großen Vorteil bot, aus dem Pano der WAB die ganze Zeit top Aussicht auf die „Mordwand“ zu haben, selbige versteckte sich am Vortag zum Nachmittag hin ja in den Wolken.

An der Kleinen Scheidegg angekommen wurde das Zweitfrühstück eingenommen, ich wackelte mal fix in Richtung Kreuzungsstelle Salzegg der Wengernalpbahn, um unseren Zug bei der Rückfahrt aufzunehmen.

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Da war gefühlt nichts los, drei Fahrgäste brachten Bhe 4/8 144 und 149 talwärts, Verstärkungszüge gab es keine.

Es war noch nicht einmal 9 Uhr auf der Kleinen Scheidegg, entsprechend erwachte die Örtlichkeit mitsamt Umsteigebahnhof erst. So konnten wir auch gut beobachten, wie die Garnituren der Jungfraubahn bereitgestellt wurden, liegt das große Depot doch eine Ebene tiefer als der Bahnhof.

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Hat man den auch! BDhe 4/8 212 mit Werbung für ABB hat Bhe 4/8 223 dabei, soeben wird der Zug in Gleis 21 bereitgestellt.

Für den 9:30 Uhr-Zug stellten wir uns dann in den Wartebereich für den Zwischenbahnhof Eigergletscher auf, bevor wir durch das Drehkreuz gingen wartete ich aber noch die Ankunft der WAB-Züge aus Lauterbrunnen ab. Wie erwartet war nun die Zeit der ersten Touristengruppen gekommen, sodass die Taktzüge nun die Kleine Scheidegg mit Verstärkern vor ihnen erreichten.

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Geschoben von BDhe 4/4 123 erreicht Btn 244 als erster „Reisbomber“ des Tages die Kleine Scheidegg

Alle Fahrgäste nach Eigergletscher steigen in den Jungfraubahn-Stammzug als letztes ein, da die Sitzplätze zuerst an die Reservierenden und dann an die „Auffüller“ zum Jungfraujoch gehen. Wir hatten aber Glück, meine Eltern fanden noch eine Zweierreihe und ich nahm einfach den Klappsitz im Stufenbereich, der mir maximale Beinfreiheit und einen super Blick ins Tal bot.

Am Eigergletscher angekommen fielen wir quasi direkt in die „V-Bahn“-Baustelle, Lastenhelikopter schrubberten über unseren Köpfen, Kräne kranten und Baufahrzeuge fuhren quer durch den Bahnhofsbereich.
Also zackig das Bahnhofsgelände talwärts verlassen, wobei mir just ein nettes Motiv auffiel, obgleich der Wanderweg im Vordergrund inzwischen zu einer besseren Baustraße wurde. Die Wartezeit zum avisierten Takt war ob der Landschaftseindrücke ringsherum wiedermal schnell vorbei.

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Bhe 4/8 221 erklimmt die Steigung unterhalb von Eigergletscher, der Blick fällt in Richtung Mürren, das Schilthorn versteckt sich bereits in den Wolken.

Nun ging die Wanderung los, wobei der „Eiger Ultra Trail“ ein super zu laufender Weg ist.

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Handybild: Wo darf der Weg hingehen? Wir entschieden uns für die Kleine Scheidegg – alles super beschildert hier oben!

Hinter der örtlichen Baustelle – die Galerie und der Tunnel oberhalb Fallboden werden saniert – hat man am Weg übrigens eine kleine Hütte eingerichtet, die als Museum zeigt, wie die Bergwandergruppen und Klettergruppen die Nächte hier im Gebirge verbringen.

Bei der Dienststation Fallboden trafen wir wieder auf die Jungfraubahn, dereinst gab es hier noch ein Kreuzungsgleis. Im Gebäude der ehemaligen Station gibt es neben einigen Lagerräumen auch ein Modell der Eigernordwand zu sehen, auf welches man mittels Tastendruck die Erschließungsrouten der erfolgreichen Besteigungen projizieren kann.

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Das Wetter zog merklich zu, BDhe 4/8 211 und Bhe 4/8 222 erhaschten mit ihrem Vorstellwagen noch ein kleines Sonnenloch.

Hinter dem Gebäude befindet sich der künstlich angelegte Fallbodensee, mit dem im Winter die Beschneiung der Skipisten rund um die Kleine Scheidegg erfolgt. Des Weiteren gibt es neben der Sitzplatform über den Technikräumen einen Trinkwasserbrunnen (wie so oft in der Region) und ein Massagebecken für geschundene Wandererfüße.
Während meine Eltern in der Folge den Heimweg antraten, saß ich die Wettersituation hier oben am Berg noch etwas aus, zeigten sich aus Westen kommend doch noch ein paar aussichtsreiche Partien.

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Es hätte schlimmer sein können, Bhe 4/8 224 auf Talfahrt am Fallboden, die Eigernordwand verschwindet wieder in den Wolken.

Als ich dann selbst den Weg in Richtung Bahnhof antreten wollte, ertönte linkerhand auf einmal ein ohrenbetäubender Lärm, glücklicherweise war die Kamera noch eingeschaltet, sodass ich mal nach Links riss.

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Eieiei, das hatte ich so auch noch nie gesehen – Abgang eines kleinen Schneebretts unterhalb der Jungfrau.

Das Erlebnis war doch auch mal stark, die Asiatengruppe oberhalb von mir auf dem Wanderweg war vollends in heller Aufregung, was mir dann wieder maximale Erheiterung ob deren „exotischem“ Verhalten einbrachte.

Eine halbe Stunde hielt ich mich dann noch auf, ehe ich gemütlich für den nächsten Taktzug zur Scheidegg lief.
Im Pano sicherte ich mir linkerhand einen geeigneten Sitzplatz und konnte somit auch in den Kurven unterhalb der Kleinen Scheidegg beobachten, wieso der Triebfahrzeugführer ruckartig den Anker warf – die lokale Kuhherde hatte die Bahntrasse mal wieder als geschmacklich hochwertigen Essensplatz ausgemacht. Ein paar Typhonstöße und verbale Auswüchse aus dem Führerstand reichten aber, um die Vierbeiner von der physischen Unterlegenheit gegenüber dem Stadler-Produkt zu überzeugen.

Ohne große Auffälligkeiten landete ich dann wieder in Matten, wobei ab Lauterbrunnen die Fahrt am offenen Fenster genossen wurde, auch das bieten die modernen Schmalspurzüge auch 2019!

Ob es an den Folgetagen ähnlich bunt weiterging und das Wasser weiterhin kalt bleibt, erfahrt ihr dann im nächsten Teil.

Bis dahin!

Euer Vinne ;)

Krückau - Rhein - Isar - Elbe - Leine - mein Bildungsweg ist eine Flusskreuzfahrt!
Vielen Dank fürs Mitnehmen.

Wir waren vor zwei Monaten dort oben und meine liebe Frau hat mir das Unmögliche möglich gemacht:
Ich durfte vom Junfraujoch zur kleinen Scheidegg und von dort weiter bis Grindelwald am Führerstand mitfahren.

Das war ein einmaliges Erlebnis und bei Deiner Reportage werden Erinnerungen wach.
Hallo,

Schöne Bilder aber mit den Kommentaren zu Essen und Einkaufen hast du mal wieder alle Schweizer Klischees über uns voll bestätigt (lieber Asiaten als Deufsche)! Dabei kannst du z.B. im Bahnhofsrestaurant in Spiez für unter 20 SFR Mittag essen und bekommst auch nicht so einen Fraß wie im goldenen M...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Moin!

Kann sein, Brötchen haben wir ganz normal beim Bäcker um die Ecke und Fleischwaren beim Metzger in der nächsten Straße gekauft - was das Einkaufen angeht waren wir wie der "normale" Einheimische in den vorhandenen Supermärkten, wo ist also dein Problem?

Und das Essen gehen in Restaurants ist (mir jedenfalls) zu teuer, wenn ich dann auch noch sehe, was man z.B. auf der Kleine Scheidegg für den Preis für Portiönchen bekommt, dann sind mir über 30 Sfr für einen kleinen Burger mit Pommes (mal als Beispiel) einfach nicht ansatzweise verhältnismäßig.

Wenn die Asiaten die Kohle dafür bezahlen, ist es doch dem Schweizer Tourismus zu wünschen, dass das Geschäft so gut läuft.

Wo ist also das Problem in meiner Ausführung?

Gruß

Krückau - Rhein - Isar - Elbe - Leine - mein Bildungsweg ist eine Flusskreuzfahrt!
Moin Vinne,

tolle Bilder aus dem Berner Oberland. Da werden viele Erinnerungen wach. Die Massenabfertigung und das Urlaubsverständnis vieler asiatischen Gäste, beobachte ich dort auch immer wieder mit einer Mischung aus Belustigung und Unverständnis ;-) Hat irgendwie meist was zwischen Freizeitpark und Checklisten abarbeiten :D
Ansonsten ist die Landschaft natürlich grandios und die Bahnen nach wie vor hochinteressant.
Ein Satz noch zum entbrandeten Nebenschauplatz: Was Restaurants angeht, so sind für mich die Preise dort, abgesehen von den oftmals günstigen Mittagstischen, zu denen ich aber mitten am Tag keine Zeit finde, einfach nicht darstellbar und ich bediene mich auch immer in den örtlichen Supermärkten, was ich aber auch in anderen Ländern oft nicht anders halte.

Freue mich auf die nächsten Teile!

Gruß,
Tobias

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Das hast eine nicht geschrieben, nur in Hartheim bei Mäces ran, weil danach die teure Schweiz kommt und Einkaufen bei Aldi oder Lidl... Die kleine Scheidegg ist nun in jeder Hinsicht herausragend, auf der Zugspitze zahlst du auch keinen Standardpreis. Es ist aber eben Blödsinn per se alles als viel zu teuer zu bezeichnen. So gibt es gegenüber der DB-Kantine in Basel Bad z.B. einen Asiaten wo du für zehn Franken Mittag essen kannst. Überhaupt haben viele Restaurants spezielle Mittagsangebote, weil man sich hier für eine Mittagspause noch Zeit nimmt und essen geht. Leider geht diese Kultur mit unseren Landsleuten in Leitungspositionen zunehmend verloren, in Basel SBB RB gibt es auch keine Kantine mehr. Unvergessen die Jahre als es in Erstfeld zu jeder unmöglichen Nachtzeit ein Sennen-Rösti gab...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.19 20:54.
Moin Vinne,

starke Eindrücke aus einer landschaftlich sehr interessanten Region. Auch die Geschichten etwas Abseits vom Thema Eisenbahn lockern den Beitrag auf!

Viele Grüße aus meinem fast Bahnfreien Urlaub ;-)

Pau
Vinne schrieb:
[…]wenn ich dann auch noch sehe, was man z.B. auf der Kleine Scheidegg für den Preis für Portiönchen bekommt, dann sind mir über 30 Sfr für einen kleinen Burger mit Pommes (mal als Beispiel) einfach nicht ansatzweise verhältnismäßig.[…]
Kann ich so nicht stehen lassen. War eben am 1./2. August auf der Kleinen Scheidegg für eine Übernachtung, und zum Abendessen gönnten wir uns einen der erwähnten Burger. Von klein kann überhaupt keine Rede sein, denn obwohl wir beide an besagtem Tag seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, waren wir anschliessend so satt, dass wir das Dessert bleiben liessen.

Will heissen, für normale Esser sind die Portionen absolut gross genug! Und wenn ich dann noch sehe, wie viele den halbvollen Teller stehen lassen, auf dass sich dann die Alpendohlen darüber hermachen, dann kommt mir der Verdacht, dass die Portionen wohl für viele schon zu gross sind…

Die Preise gehen aus meiner Sicht für diese Lage absolut in Ordnung, dies gilt auch für die Übernachtungspreise, die ein wirklich ausgiebiges Frühstück beinhalten. Wir waren danach jedenfalls satt bis am Abend!

Danke aber für deine tollen Bilder aus diesem einzigartigen Eisenbahnparadies.