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 08/02 - Alpenlandforum 

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Guten Abend,

Aus meiner Nachbarschaft gibt's gute Neuigkeiten.

Nach über zwei Jahren Arbeit wurde heute, stilecht in einem Fahrzeug der MB die Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Montafoner Bahn vorgestellt.

Im Ergebnis soll es ein TramTrain werden von Bludenz bis ans Ende der Talschaft.

Kosten 200 Millionen Euro + bis zu 84 Millionen Risikozuschlag.

Der Standard

Die Gemeinden sind aufgefordert die Trasse freizuhalten.
Land und Region bemühen sich beim Bund um Unterstützung.
Die Finanzierung soll zu 50 % der Bund, zu 40 % das Land und zu 10 % die Montafoner Stände tragen.

Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

http://abload.de/img/bildwbs3t.jpg

(Und es wird noch schöner werden...)

Mmh, das Konzept hat nicht nur Vorteile. Man braucht nicht nur teure Züge, das ist auch das Ende für die Durchbindungen in Bludenz. Die Möglichkeit direkter Fernzüge hat man auch nicht.
MrEnglish schrieb:
Mmh, das Konzept hat nicht nur Vorteile. Man braucht nicht nur teure Züge, das ist auch das Ende für die Durchbindungen in Bludenz. Die Möglichkeit direkter Fernzüge hat man auch nicht.
Versteh ich jetzt nicht. Warum soll man die Züge nicht mehr durchbinden können, wenn man das ganze verlängert. Wird das jetzt eine Gebirgsbahn, wo der Talent nicht raufkommen wird? Oder baut man eine Schmalspurbahn oder verzichtet man auf dem Strom?
Bedeutet das enge, nicht von vollbahnfahrzeugen befahrbare radien und abweichendes stromsystem wegen teilweiser führung in der straße?
"Tram Train" kann vieles heißen.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Auch Durchbindungen haben nicht für alle Reisenden Vorteile. Die geniesen nur die die in der durchgebundenen Richtung im Zug bleiben. Alle Anderen müssen sowieso umsteigen.
Ich sehe hier nur Vorteile die die wenigen Nachteile bei Weitem überiwegen.

Noch Fragen Kienzle?

https://www.nomegatrucks.eu/deu/service/download/no-mega-trucks-logo.jpg
Meyer-schlom schrieb:
MrEnglish schrieb:
Mmh, das Konzept hat nicht nur Vorteile. Man braucht nicht nur teure Züge, das ist auch das Ende für die Durchbindungen in Bludenz. Die Möglichkeit direkter Fernzüge hat man auch nicht.
Versteh ich jetzt nicht. Warum soll man die Züge nicht mehr durchbinden können, wenn man das ganze verlängert. Wird das jetzt eine Gebirgsbahn, wo der Talent nicht raufkommen wird? Oder baut man eine Schmalspurbahn oder verzichtet man auf dem Strom?
Die Verlängerung kommt als Straßenbahnstrecke, und der Streckenplan enthält auch noch eine Umlegung nach dem selben Muster im bestehenden Bereich.
tram schrieb:
Auch Durchbindungen haben nicht für alle Reisenden Vorteile. Die geniesen nur die die in der durchgebundenen Richtung im Zug bleiben. Alle Anderen müssen sowieso umsteigen.
Ich sehe hier nur Vorteile die die wenigen Nachteile bei Weitem überiwegen.
Der Nahverkehr kommt in Bludenz aber nun mal nur aus Richtung Feldkirch, am Arlberg gibt's keinen. Mit dem Argument kann ich jede Linie brechen wenn irgendwo Umsteigemöglichkeiten bestehen. Warum muss z.B. der IRE von Tübingen nach Stuttgart unter der Oberleitung dieseln, es können doch in Tübingen auch Leute aus anderen Richtungen umsteigen.
MrEnglish schrieb:
tram schrieb:
Auch Durchbindungen haben nicht für alle Reisenden Vorteile. Die geniesen nur die die in der durchgebundenen Richtung im Zug bleiben. Alle Anderen müssen sowieso umsteigen.
Ich sehe hier nur Vorteile die die wenigen Nachteile bei Weitem überiwegen.
Der Nahverkehr kommt in Bludenz aber nun mal nur aus Richtung Feldkirch, am Arlberg gibt's keinen. Mit dem Argument kann ich jede Linie brechen wenn irgendwo Umsteigemöglichkeiten bestehen. Warum muss z.B. der IRE von Tübingen nach Stuttgart unter der Oberleitung dieseln, es können doch in Tübingen auch Leute aus anderen Richtungen umsteigen.
Stuttgart als Ziel ist eine ganz andere Nummer als Feldkirch, das als Fahrtziel für Montafoner vermutlich sogar durch Bludenz ausgestochen wird (aber nicht Stuttgart durch Tübingen). Per Bahn aus größerer Entfernung anreisende Touristen müssen ohnehin in Bludenz umsteigen.
Es gab doch einmal eine Schmalspurbahn (760mm?) von Tschagguns weiter das Tal hinauf? Ist von diesem Trasse nichts mehr vorhanden, das man jetzt für diesem Tram-Train-Ausbau benutzen könnte?
Zu MrEnglish‘s Anmerkungen: die Montafonerbahn wurde ja ursprünglich als elektrische Kleinbahn in Normalspur, aber mit vielen engen Kurven etc. gebaut. Im Laufe der Jahre wurde viel Geld investiert, damit die MBS den gängigen Normen entspricht. Somit sind diese Pläne für den unteren Streckenteil eigentlich nichts anderes als „back to the roots“. 🙂

schönen Abend, =weineggbahn=

https://www.facebook.com/Weineggbahn/
[weineggbahn.blogspot.ch]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 18:40.
weineggbahn schrieb:
Es gab doch einmal eine Schmalspurbahn (760mm?) von Tschagguns weiter das Tal hinauf? Ist von diesem Trasse nichts mehr vorhanden, das man jetzt für diesem Tram-Train-Ausbau benutzen könnte?

Ja 1926 bis 1961:

[de.wikipedia.org]

Das ist wohl so geplant bzw. wird in diesem artikel so erwähnt, teilweise nutzung der trasse.
Die schmalspurbahn diente überwiegend dem bau und der instandhaltung der kraftwerke und wurde bereits vor beginn der wintersport-erschließung des oberen Montafons stillgelegt.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Jetzt sind es wirklich nur mehr die Niederösterreicher die noch immer stilllegen und zusperren ...
Der Tramtrain soll durch die Dorfkerne fahren, weil das die Bürgermeister so wollen, mit Straßenbahn-Radien und dort will man auch keine Oberleitung. Also wirklich Schluss mit der seit 1905 möglichen Durchbindung und Vernetzung! Obwohl die Dörfer zusammen gewachsen sind und nur mehr den Eingeweihten die Gemeindegrenzen bekannt sind (die auch schon mal quer durch die Häuser gehen), soll nun die "neue" Bahn durch alle Ortszentren fahren. In den Ortszentren sind "Begegnungszonen" geplant, dh Fußgänger haben Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern, also auch vor dem Tramtrain...… An einen Fahrplan muss man unter diesen Randbedingungen nicht mehr denken, an das Einhalten eines solchen auch nicht und an Reisezeiten, die zum Umsteigen vom PKW auf den ÖPNV animieren sollen, schon überhaupt nicht. Kleinkariertes Kirchturmdenken steht über einem gemeinsamen, attraktiven Verkehrskonzept....
Im Rheintal spricht man von einer "Metropolregion", von der "Rheintalstadt" zwischen Feldkirch und Bregenz und es wird als selbstverständlich angesehen, dass zum Beispiel die Bahnbenützenden eine Haltestelle Sulz-Röthis frequentieren sollen, die mehrere km von ihren namensgebenden Orten entfernt ist. Im Montafon hingegen soll es trotz vorhandener Bus-Querverbindungen unzumutbar sein, eine Bahnlinie neu auf der geometrischen Mitte zwischen Tschagguns und Schruns zu trassieren, wo die Entfernungen maximal etwa 500m betragen..... Aber Schruns ist ja der Hauptort, dort muss die Bahn auf jeden Fall hinein fahren, auch wenn die engen Radien Lärm verursachen und die Bahnübergänge teuer zu sichern sind...
Hoffentlich wird eine unabhängige Kosten-Nutzenberechnung verlangt, bevor der Geldtopf geöffnet wird!
Nächstes Jahr ist wieder Gemeindewahl, hoffentlich kommt so wieder Bewegung in diese krause Geschichte!
Was wäre denn die Alternative? Bekäme man die vorgesehene Streckenverlängerung Schruns - Gaschurn ernsthaft vollbahngerecht hin, ohne in den Orten überall Tunnel zu bauen, und natürlich trotzdem mit direkter Anbindung an die Seilbahnen (was für das Projekt essenziell ist)?

Davon losgelöst sollte die Eisenbahn-Kompatibilität auf der Bestandsstrecke natürlich gewahrt bleiben. Das würde dann auch dem Begriff "Tram-Train" entsprechen (sonst wäre es ja nur Tram). Hier sehe ich auf der Grafik aber auch nur eine einzige Ausschleifung zur Golmerbahn. Da spricht doch wenig dagegen, die sehr kurze parallele Bestandsstrecke zu erhalten.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.07.19 18:27.
Zitat
In den Ortszentren sind "Begegnungszonen" geplant, dh Fußgänger haben Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern, also auch vor dem Tramtrain...… An einen Fahrplan muss man unter diesen Randbedingungen nicht mehr denken, an das Einhalten eines solchen auch nicht und an Reisezeiten, die zum Umsteigen vom PKW auf den ÖPNV animieren sollen, schon überhaupt nicht. Kleinkariertes Kirchturmdenken steht über einem gemeinsamen, attraktiven Verkehrskonzept....
Geh bitte. In zahlreichen Städten fahren Straßenbahnen durch Fußgänger- und Begegnungszonen und verursachen keine* Probleme.

*) Zumindest nicht mehr als im übrigen Straßenraum, Stichwort Falschparker.