DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!

[CH]: Abschied von den Mandarindli [m29B]

geschrieben von: huerz

Datum: 28.06.19 08:19

Die Solothurn-Zollikofen-Bern Bahn (SZB) und die Vereinigten Worb Bahnen (VBW) nahmen 1965 gemeinsam eine neue Endstation im Bahnhof Bern in Betrieb. Der viergleisige, unterirdische und für rund 16'000 Pendler pro Tag ausgelegte Endbahnhof löste die bisher im Strassenplenum neben dem Bahnhof Bern, respektive auf dem Kornhausplatz befindlichen Endbahnhöfe ab. Die neue Einführung führte nicht nur zu kürzeren Fahrzeiten, sondern auch zu einem sprunghaften Anstieg der Fahrgastzahlen. Schon bald nach Inbetriebnahme löste dies eine Neubeschaffung von Fahrzeugen aus. Für den neu geplanten Taktverkehr wurden moderne Fahrzeuge bestellt. Die spurtstarken Fahrzeuge mit breiten Einstiegstüren waren speziell für das Netz der SZB/VBW konzipiert. Gemeinsam beschafften die beiden Bahnen insgesamt 21 Fahrzeuge, welche freizügig auf beiden Bahnen eingesetzt wurden. Die als Be 4/8 41-61 bezeichneten Fahrzeuge wurden zwischen 1974-1978 abgeliefert und bestanden aus einem im Betrieb nicht trennbaren Triebwagen und einem Steuerwagen. Die Fahrzeuge erlaubten die Einführung eines Halbstundentaktes auf den Linien W(orb), U(nterzollikofen) und J(egenstorf), welcher zu Hauptverkehrszeiten zu einem Viertelstundentakt verdichtet wurde. Dabei konnten bis zu drei Fahrzeuge in Vielfachsteuerung in einem Zug eingesetzt werden. Jahre vor Inbetriebnahme der S-Bahn Zürich führten die beiden Bahnen SZB/VBW auf einem Teil des Netzes ein wegweisendes System an vertakteten, häufig verkehrenden Zügen mit speziell dafür beschafften und ausgelegten Fahrzeugen ein. Auch wenn es nicht als S-Bahn bezeichnet wurde, so war es doch genau das...
Aufgrund der auffälligen Lackierung im VST-orange bekamen die Fahrzeuge schnell den Übernahmen "Mandarindli".

1977 wurde die Einheit 53 direkt nach dem Bau vorübergehend nach Lugano abgegeben. Die Ferrovie Luganesi (FLP) hatten ebenfalls 5 Fahrzeuge des gleichen Typs bestellt um ihre Linie nach Ponte Tresa zu modernisieren. Um auch einige ältere noch benötigte Fahrzeuge modernisieren zu können wurde die Einheit 53 vorübergehend im Tessin verwendet. Sie erhielt nach der Rückkehr den Namen "Lugano". 1978 übernahmen dann die frisch abgelieferten Be 4/8 21-25 das Zepter auf dem Netz der FLP.

Auch die ab Locarno ins Centovalli führende Ferrovie Autolinee Regionali Ticinesi (FART) beschaffte sich zwei Mandarindli. Aufgrund der Streckencharakteristik wurden diese aber verkürzt und mit nur einer Türe pro Fahrzeugteil gebaut. Die beiden als Be 4/8 41-42 abgelieferten Fahrzeuge wurden im Regionalverkehr zwischen Locarno und Camedo eingesetzt. Mit Ablieferung der neueren ABe 4/6 wurden die beiden Fremdlinge 1991/1992 an die FLP verkauft, die sie als Reserve und Ergänzung zu den bereits vorhandenen 5 Fahrzeugen einsetzt.

Um den stetig wachsenden Verkehr bewältigen zu können, wurden 16 Mandarindli des RBS (die SZB und VBW hatten mittlerweile fusioniert) um einen neu gebauten Niederflur-Mittelwagen zu Be 4/12 verlängert. Die FLP schloss sich diesem vorhaben an und verlängerte ihre Be 4/8 21-25 ebenfalls zu Be 4/12. Nicht verlängert wurden die zwei kurzen Fahrzeuge ex FART, sowie fünf Fahrzeuge der RBS, welche danach nur noch als Verstärkungsfahrzeuge dienten.

Gut 40 Jahre strenger Dienst haben ihre Spuren hinterlassen. Komfortmässig sind die mit Ausnahme des Mittelwagens hochflurigen Fahrzuege nicht mehr zeitgemäss. Gerade jetzt in der aktuell herrschenden Hitzeperiode sind die nicht klimatisierten Fund nur kleine Klappfensterchen aufweisenden Fahrzeuge sprichwörtlich eine fahrende Sauna.
Bereits 2011 hat sich der RBS durch Ablieferung der NEXT von den fünf nicht verlängerten Be 4/8 und zwei Be 4/12 trennen können. Inzwischen sind die Nachfolgefahrzeuge in Form der Worbla in Ablieferung begriffen und die noch vorhandenen Mandarindli werden laufend ausrangiert und abgebrochen. Auch die FLP hat Ersatz für ihre Mandarindli bestellt und so werden auch die insgesamt 7 Fahrzeuge auf der FLP in naher Zukunft ausrangiert. Allerhöchste Zeit also sich den Fahrzeugen etwas intensiver zu widmen.

Um das Ganze etwas aufzulockern habe ich auch ein bisschen in meinem Archiv gewühlt. Beginnen wollen wir bei den Fahrzeugen des RBS (der SZB/VBW).

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33118.jpg
Be 4/8 44 der SZB in Zollikofen
Kurz nach Ablieferung befinden sich zwei Mandaraindli auf einer Dienstfahrt im Bahnhof Zollikofen.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33128.jpg
Be 4/8 60 der RBS zwischen Worbboden und Vechigen
Mitte der 1980er Jahre reichte den Tag durch noch ein einzelner Be 4/8 auf der Linie nach Worb. Heute sind den Tag durch meist zwei Be 4/12 gemeinsam im Einsatz!
Einheit 60 bei Vechigen...

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33122.jpg
Be 4/8 60 der RBS zwischen Stettlen und Boll-Utzigen
... und bei Stettlen.

Eine umfassende Modernisierung ab dem Jahr 2003 führte zu einem farblich etwas angepassten äusseren. Die Farbe orange wurde noch markanter. Kurz vor Ende der zweiteiligen Be 4/8 konnte ich noch einige Fahrzeuge auf der Linie S8 (ehemals J) ablichten. Sie dienten zu dem Zeitpunkt nur noch als Verstärkungseinheiten in der Hauptverkehrszeit.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33123.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 56 der RBS zwischen Urtenen und Jegenstorf

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33124.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 46 der RBS zwischen Urtenen und Schönbühl RBS

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33125.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 56 der RBS zwischen Urtenen und Jegenstorf

Für Eisenbahnfreunde gab es im Herbst 2012 eine Abschiedsfahrt mit den letzten drei zweiteiligen Be 4/8, den Einheiten 42, 43 und 45. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, herrschte doch der für die Jahreszeit typische Hochnebel.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33126.jpg
Be 4/8 43 der RBS zwischen Stettlen und Boll-Utzigen

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33127.jpg
Be 4/8 42 der RBS in Büren zum Hof

Bevor wir zu den Fahrzeugen der FLP und FART übergehen noch einige Bilder der Be 4/12 aus den letzten beiden Jahren:

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29556.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 55 der RBS zwischen Bolligen und Deisswil
Vor der ehemaligen Kartonfabrik Deisswil.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29557.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 51 der RBS zwischen Stettlen und Boll-Utzigen
Gleich in zweifacher Hinsicht schon bald historisch. Nicht nur die Mandarindli verschwinden, sondern auch dieses Streckenstück, war doch gerade heute (27.6.2019) der Spatenstich für den neuen Bahnhof Boll-Utzigen mit leicht gestreckter Linienführung und Ersatz dieses Stückes der Strasse entlang.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29559.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 47 der RBS zwischen Stettlen und Boll-Utzigen

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29561.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 58 der RBS zwischen Stettlen und Deisswil

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33101.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 58 der RBS zwischen Worbboden und Vechigen

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33112.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 59 der RBS zwischen Worblaufen und Papiermühle

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33115.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 60 der RBS zwischen Worblaufen und Papiermühle

Aber nun ab ins Tessin.
Nur bis 1991/1992 konnten die beiden kurzen Be 4/8 auf der FART angetroffen werden.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33129.jpg
Be 4/8 41 der FART in Camedo

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33130.jpg
Be 4/8 42 der FART zwischen Borgnone-Cadanza und Palagnedra

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33120.jpg
Be 4/8 42 der FART zwischen Pontebrolla und Tegna

Sie wurden danach an die FLP verkauft, welche bereits fünf zum RBS identische Fahrzeuge besass. Gemeinsam an allen Fahrzeugen war der Anstrich, denn auch die Be 4/8 der Tessiner Bahnen trugen den VST-Anstrich.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33117.jpg
Be 4/8 24 der FLP in Ponte Tresa

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33119.jpg
Be 4/8 23 der FLP zwischen Cappella-Agnuzzo und Bioggo Molinazzo

https://bahnbilder.ch/pictures/large/33121.jpg
Be 4/8 24 der FLP in Ponte Tresa

Die Fahrzeuge der FLP wurden ebenfalls leicht modernisiert und erhielten dabei ein etwas angepasstes Design. Besonders die Frontgestaltung wurde angepasst und so lachen die Fahrzeuge heute freundlich.

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29607.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 23 der FLP zwischen Ponte Tresa und Caslano

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29604.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 21 der FLP zwischen Ponte Tresa und Caslano

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29605.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 23 der FLP zwischen Ponte Tresa und Caslano

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29606.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 23 der FLP zwischen Agno und Magliaso Paese

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29608.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 23 der FLP zwischen Cappella-Agnuzzo und Bioggo Molinazzo

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29609.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 22 der FLP zwischen Sorengo und Sorengo Laghetto

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29610.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 21 der FLP zwischen Sorengo und Sorengo Laghetto

https://bahnbilder.ch/pictures/large/29603.jpg
Be 4/12 "Mandarindli" 23 der FLP zwischen Agno und Magliaso Paese

Damit endet diese kleine bildliche Würdigung dieser wegweisenden und charakteristischen Fahrzeuge.

veni vidi vici :-)

meine Beiträge bei DSO:
[www.drehscheibe-online.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.19 10:46.

Re: [CH]: Abschied von den Mandarindli [m29B]

geschrieben von: pardorea

Datum: 28.06.19 13:21

Hallo huerz

danke für diese Würdigung dieser netten Fahrzeuge, die mich einige Jahre von Bern zur Papiermühle gebracht haben (und es ab und an noch tun).

Ich werde die Mandarinli den grössten Teil des Jahres vermissen (ausser an Tagen wie heute...).

Viele Grüsse,
Matthias

Re: [CH]: Abschied von den Mandarindli [m29B]

geschrieben von: Jutila

Datum: 29.06.19 02:43

Vielen Dank für die tollen Bilder. Hab in den letzten Wochen öfters in Solothurn Kompositionen gesehen, die auf den Abtransport warteten. Schade aber nachvollziehbar. Behält der RBS eigentlich eine Komposition als historisches Fahrzeug?

Re: [CH]: Abschied von den Mandarindli [m29B]

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 29.06.19 12:16

Jutila schrieb:
Vielen Dank für die tollen Bilder. Hab in den letzten Wochen öfters in Solothurn Kompositionen gesehen, die auf den Abtransport warteten. Schade aber nachvollziehbar. Behält der RBS eigentlich eine Komposition als historisches Fahrzeug?
Noch nicht entschieden. Zwei Be4/12 sollen aber auch nach der kompletten Ablieferung der Worblas als Reserve vorläufig im Bestand bleiben - so können allfällige Entscheidungen eine Zeit lang aufgeschoben werden.
Wie alt sind denn die 16+5 Mittelwagen?
Könnte man die einer weiteren sinnvollen Nutzung zuführen, evtl. bei anderen Bahnen?
Vorstellbar wären auch Vierteiler aus Tw+Bw+Bw+Tw, um die Motorisierung nicht zu sehr zu beschränken.
Natürlich nur als Reservezüge.
Damit hätte man die Alu-Steuerwagen eliminiert, bei denen nach über 40 Jahren wohl nichts mehr zu retten ist, vgl. EW-III und DB-420, manche Legierungen scheinen über die Jahre hinweg auch zu "kriechen", andere verspröden.
Einer der Alu- Steuerwagen war doch mal bei einer Frontalkollision zerstört worden - möglicherweise könnte man einen "übrigen" Tw daher in eine solche Garnitur versetzen?
Kann natürlich sein, dass diese Mittelwagen so konstruiert wurden, dass sie jetzt auch (bereits) "durch" sind und damit ins Recycling gehören. Oder dass die Stahlkästen der Tw auch jetzt "fertig haben".
Elektrisch sind sie mit ihrer Schaltwerk-Widerstands-Gruppierungssteuerung sicher auch nicht mehr auf dem Stand der Dinge. Details u.a. bei Urs Baechler: "Die Vororts-Triebwagenzüge Typ Bo'Bo'+2'2', Reihe Be 4/8, Nr. 41 ... 52, der Solothurn-Zollikofen-Bern-Bahn (SZB) und der Vereinigten Bern-Worb-Bahnen (VBW)", in: Brown Boveri Mitteilungen 61(1974)H.12, S.524 ...530. Im gleichen Heft werden bereits Gleichstromstellersteuerungen für O-Busse beschrieben! Die hatten aber auch keine Spannungsdifferenzen zwischen 750 (Worb) und 1350 (nominell 1200) V zu verarbeiten.
Irgendwas zu den Mittelwagen bekannt? Sind denn ähnliche Fragen wie oben erörtert worden?

Der Unglaeubige Thomas
In der CH gibts für die Züge keinen Markt. Für die Mittelwagen (2001/2 gebaut) hatten sich einige Afrikanische Eisenbahnbetriebe interessiert, daraus wurde allerdings nichts nachdem festgestellt wurde das man diese nicht einfach so als lokbespannte Garnituren einsetzen kann (wegen Kupplungen, Bremsystem, Klimatisierung), man müsste sie umständig umbauen. Zuletzt gab es Diskussionen mit einem Betreiber aus Ostafrika, dar ganze Züge inkl. ET kaufen wollte um diese in lokbespannte Granituren umzubauen, das wurde wohl aber auch nichts, denn die Züge werden weiterhin verschrottet.

Die Züge der FLP gehören zukünftig Stadler Valencia, die auch nicht wissen was sie damit machen sollen.

Gruss, Thomas.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.19 02:40.
Die Mittelwagen sind Leichtbau und für eine begrenzte Lebensdauer (ca. 20 Jahre), angepasst an die Triebwagen ausge legt und damit auch langsam am Ende.
Daraus folgend dürfte ihnen wie auch dem Rest der Wagen die Verschrottung blühen.

Re: [CH]: Abschied von den Mandarindli [m29B]

geschrieben von: Bernd Thielbeer

Datum: 30.06.19 13:27

Bei den FLP Triebwagen ist jedes 2. Fenster ein Übersetzfenster.
Gehen die ganz auf oder nur der kleine Spalt?
Danke vielmals für die Auskunft.
Ich hätte den Artikel zu dem NFl-MW wohl iwann mal entsorgt, fürchtete ich.
EDIT, nein, merde, falsch abgeheftet :-( : ERI 11/2001, 491-499. OK, Alu total; nur 500 kN Längsdruckfestigkeit (EN12663); "Klebetechnik total" mit Ausnahme der geschweissten kombinierten Fachwerk-Strangpressprofilbauweise des Rohbaues; Innenwandverkleidungen mit v.a. Fenstertischchen in die Struktur integriert und daher anscheinend nicht mehr "einfach" entfernbar / tauschbar; Eigenmasse 13,5 t; DG-Achsstd 1600, Drehmittenabstand 12700, Kastenlänge 17370, Breite 2650 mm. OK, angesichts dessen hast Du Recht: Das Massenlimit von 15,5 t war damals sogar um 2 t unterboten (!) worden. Die Fügetechnik nach ca. 18 Jahren Betrieb zu untersuchen, wäre jetzt sicher auch reizvoll, ginge halt auch nicht zerstörungsfrei.
Hätte jedoch jetzt eher mit einem Upgrade der Antriebstechnik der Tw mit IGBT-Chopper, der Verschrottung der alten Steuerwagen und Neuzusammenstellung in der oben genannten 4-Wagen-Konfiguration gerechnet. War wohl nix.
Dem Shredder entkommen war die oben genannte Ausgabe der "Brown Boveri Mitteilungen", deren Cover ich nach dem Scan besser noch etwas verunstaltet habe. Copyright des Bildes lag bei Brown Boveri - an wen könnten die Rechte übergegangen sein? Die "Mitteilungen" sollen ja anlässlich irgendeiner Fusion/Übernahme eingestellt worden sein.
@Admins, wenn das folgende Bild "unkoscher" ist auch als "Kollage-Zitat", dann tut das bitte wieder raus oder teilt es mir bitte mit, damit ich es löschen kann!
BBC-Mitt_61_1974-12_mod.Cover-Quote.jpg
Motiv passte halt irgendwie. Ich war selbst überrascht, das Heft noch im Schrank zu finden. Ebenso die oben genannte ERI. "Irgendwie" widerstrebt mir das Verschrotten von Schienenfahrzeugen nach weniger als 20 Jahren, es sei denn, sie sind konzeptionell völlig daneben gewesen oder verunfallt.
EDIT2, nur so als spontane Ideen: Was wäre mit Isle of Man (max. Breite?), der Mallorquinischen 914-mm-Überlandbahn nach Soller, den OSE, indische "Narrow Gauge"-Restbetriebe (aber: Tropentauglichkeit der Verklebungen?), oder einem Test bei den HSB-WR (z.B. als barrierefreie Beiwagen der VT)? Liessen die DGe auch eine Umspurung auf 750 oder 760/762/610 mm zu?
Viele Grüsse

Der Unglaeubige Thomas




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.19 21:54.

Re: [CH]: Abschied von den Mandarindli [m29B]

geschrieben von: EWII

Datum: 03.07.19 09:51

Vielen Dank für die schönen Bilder dieser Fahrzeuge, die mich das ganze bisherige Leben begleitet haben (habe denselben Jahrgang wie die ältesten Mandarinli). Ich hoffe sehr, dass sie sich beim RBS dafür entschliessen, eine Komposition der Nachwelt zu erhalten. Angesichts der langjährigen Einsatzzeit und der Bekanntheit der Fahrzeuge wäre dies angemessen.

Einige Bilder aus den Anfängen der Mandarinli-Ära bei der FLP (zusammen mit den Vorgängerfahrzeugen) gibt es auf dieser Seite zu sehen. Wie unschwer zu erkennen ist, wurden bei den Luganeser Zügen die Übersetzfenster erst später eingebaut. Interessant ist auch der Postwagen mit passender Kupplung.