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[AT] NÖN: Zug ließ Kinder stehen

geschrieben von: J-C

Datum: 22.06.19 12:52

Link

Eine Gruppe aus 28 Kindern samt 2 Pädagoginnen und 4 Eltern wollte von Ladendorf nach Wien. So ganz funktionierte das offenbar nicht, 4 Personen blieben zurück, nachdem sich die Tür entgültig schloss und der Zug abfuhr.

Jene mussten mit dem Auto nach Wien.

Wie das genau schief gegangen ist, das wissen wir nicht.

Die ÖBB zeigen aber in ihrer Stellungnahme, dass sie die Schuld in erster Linie bei den Fahrgästen sehen, denn:

Zitat:
Als eventuelle Ursache wurden Vermutungen über etwaige Fehlhandlungen der Begleitpersonen der Kinder angestellt. Anders sei der Vorfall nicht zu erklären, sagt die ÖBB.

Es wurde eine Nachschulung im richtigen Einsteigen als Wiedergutmachung angeboten. Man kann vermuten, dass das mit einer Besichtigung im Betriebswerk Floridsdorf einhergeht.

Mir gefällt der Lösungsorientierte Ansatz der ÖBB.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg

Re: [AT] NÖN: Zug ließ Kinder stehen

geschrieben von: JumpUp

Datum: 22.06.19 16:20

Besonders schön - die zurückgebliebenen MUSSTEN anschließend mit dem Auto nach Wien... Die S-Bahn eine halbe Stunde später war wohl keine Option?

So lernen es die Kinder doch nie.

Re: [AT] NÖN: Zug ließ Kinder stehen

geschrieben von: westring

Datum: 22.06.19 20:45

JumpUp schrieb:
So lernen es die Kinder doch nie.
Die Kinder haben es genau so gelernt, wie es sich in der Realität darstellt: Das Massenverkehrsmittel versagt, wenn Massen kommen.

Schön ist es auch, wenn die Bahngesellschaft die Schuld immer beim Kunden sucht, statt die eigenen Prozesse (Abfertigungsverfahren) zu überprüfen.

Gruß
westring

Re: [AT] NÖN: Zug ließ Kinder stehen

geschrieben von: Michael_Katai

Datum: 23.06.19 08:40

westring schrieb:
Die Kinder haben es genau so gelernt, wie es sich in der Realität darstellt: Das Massenverkehrsmittel versagt, wenn Massen kommen.
Schön ist es auch, wenn die Bahngesellschaft die Schuld immer beim Kunden sucht, statt die eigenen Prozesse (Abfertigungsverfahren) zu überprüfen.
Schön ist es auch, wenn man dem Boulevard folgend die Schuld natürlich bei der Bahn sucht. Wer sagt, daß nicht bis zur letztens Sekunde geraucht werden musste und sich der anschließende Hechsprung durch die Tür nicht mehr ausgegangen ist? Wer sagt, daß die letzten tratschenden Nachzügler halt einfach den Zug nicht mehr erwischt haben? Wer sagt, daß..... usw usf.
Ohne die Umstände zu kennen braucht man auf niemanden hinhauen, denn der Zeitung wird natürlich immer das vorgejammert, über das man sich beschwerden will. Ob oder wie sehr das gerechtfertigt ist, kann man meist nicht mal zwischen den Zeilen rauslesen.

Re: [AT] NÖN: Zug ließ Kinder stehen

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 23.06.19 18:48

Also ich war ja auch mal jung und bin zur Schule gegangen. Und wir haben auch den ein oder anderen Schulausflug mit der Bahn gemacht. Wie sich da manche Lehrer angestellt haben, da wundert mich gar nichts. es ist ja auch noch nicht all zu lange her als Lehrer, ebenfalls in Österreich, eine komplette Schulklasse über einen geschlossenen BÜ geführt haben. Natürlich darf man da nicht alle über einen Kamm scheren, aber pauschal, ohne genauere Kenntnisse der Situation, einfach den Fehler dem EVU zuzuschieben ist einfach Boulevardniveau.

Re: [AT] NÖN: Zug ließ Kinder stehen

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 24.06.19 10:55

westring schrieb:
JumpUp schrieb:
So lernen es die Kinder doch nie.
Die Kinder haben es genau so gelernt, wie es sich in der Realität darstellt: Das Massenverkehrsmittel versagt, wenn Massen kommen.

Schön ist es auch, wenn die Bahngesellschaft die Schuld immer beim Kunden sucht, statt die eigenen Prozesse (Abfertigungsverfahren) zu überprüfen.

Gruß
westring
wieso, es stimmt leider nur allzu oft. Der Zug hat viele, viele Türen. Oft erlebt Man es, das alle an einer Tür ein/aussteigen. Das dann dem Zugpersonal mit Fahrplanzwang mal der Geduldsfaden reißt, ist doch klar. Viele sind heute nicht mehr in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Entweder denken Fahrgäste, sie haben mit dem Kauf der Fahrkarte die Berechtigung, sich alles zu erlauben, oder Gruppen mit großer Personenzahl meinen, an einer Tür einzusteigen und durchgezählt werden machmor glei noch mit. Das dann Züge locker 5-7 Minuten Verspätung machen und nötigenfalls Anschlüsse verloren gehen, interessiert die nicht.

Gruß, 219 003-1

Re: [AT] NÖN: Zug ließ Kinder stehen

geschrieben von: leofink

Datum: 25.06.19 07:50

MrEnglish schrieb:
Also ich war ja auch mal jung und bin zur Schule gegangen. Und wir haben auch den ein oder anderen Schulausflug mit der Bahn gemacht. Wie sich da manche Lehrer angestellt haben, da wundert mich gar nichts.
Wir haben jeden Schulausflug mit der Bahn gemacht. Zu einer Zeit, als der HB Zürich noch keine Unterführungen hatte und man vom hintersten Zweitklasswagen der einfahrenden zum vordersten Zweitklasswagen des ausfahrenden Zuges, in denen die Schulklassen jeweils untergebracht waren, locker einen Kilometer oder mehr gelaufen ist.
Alles klappte immer wie am Schnürchen. Das war aber auch den Lehrern und Begleitpersonen zu verdanken: Das lief sozusagen militärisch ab. geschlossene Gruppe, Blehrer vorn, Begleitperson hinten. Trab durch den Bahnhof, Stärkere mussten Gepäck von Schwächeren tragen helfen. Einteigen: Leherer zuerst und Begleitperson zuletzt. Wir mussten durchgehen und zuerst die Sitze, die am weitesten weg vom Eingang waren besetzten, damit es keinen Stau gab. So füllte sich der Wagen in Rekordzeit. Aussteigen: 5 Minuten oder eine Station vorher ging der Lehrer durch, und machte die Klasse zum aussteigen bereit: Krimskrams einpacken, Gepäck bereitstellen, aufstellen bei der Türe, Lehrer stieg zuerst aus, Begleitperson als Letzte. Die kontrollierte auch, dann nichts liegenbleib. Fazit: Der Wagen leerte sich in Rekordzeit.

Allerdings: ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine Tür schliessen kann, noch während Leute einsteigen. Ich persönlich hätte die Tür blockiert. Denn die Druckwellenschiene an den Türkannten ist auch bei Zwangsschliessung aktiv (wenigstens in Zürich).
Gruss leo