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 08/02 - Alpenlandforum 

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"Die Graz-Köflacher-Bahn (GKB) will ihr Streckennetz in der Weststeiermark elektrifizieren: Mehr als 130 Bahnkilometer sollen bis 2025 eine Oberleitung bekommen. Dadurch werden auch neue Zugsgarnituren notwendig."

130km kommen mir viel vor.

Graz - Köflach sind 40,1
Lieboch - Wies-Eibiswald 50,69

Ob die da auch die Anschlußbahnen elektrifizieren wollen?
Oder kommt das schon mit den Bahnhofsgleisen hin?
Hallo!
Ja, bei solchen Abschätzungen (dienen letztlich auch der Vorbereitung von Ausschreibungen) sind die Bahnhofsgleise mit dabei.

der bahnplaner
Zur Info: 2018 beförderte die GKB im Schienenbetrieb 6,1 Mio Fahrgäste und ist nach den WLB damit Österreichs zweitgroßte Regiobahn ex ÖBB (angesichts des relativ dünn besiedelten Einzugsbereiches eine feine Leistung!)

Es stellt sich freilich die Frage, wie das nach Inbetriebnahme der Koralmbahn 2026 aussehen wird. ÖBB und GKB werden im Bf Weststeiermark verknüpft, es ist anzunehmen, daß viele Pendler aus dem Raum südlich Deutschlandsberg dort umsteigen. Zweifellos werden dort (wie auch im Bf Lavanttal) viele Fernzüge halten, die dann mit bis zu 230 km/h nach Graz einreiten. Es drohen m.E. im Abschnitt Weststeiermark - Lieboch erhebliche Fahrgastverluste, denn viel schneller wird man dort auch unter Fahrleitung nicht werden.

P.S. das Konstrukt GKB als 100%ige Gesellschaft der Republik Österreich kommt mir spätestens nach Aufgabe des Bergbaubereiches spanisch vor. Was spricht gegen eine Eingliederung in die ÖBB?

Gruß vom bahnplaner
Zitat
Es drohen m.E. im Abschnitt Weststeiermark - Lieboch erhebliche Fahrgastverluste, denn viel schneller wird man dort auch unter Fahrleitung nicht werden.
Naja, es gibt ja derzeit schon in der HVZ direkte Züge über die KAB.
Ja weiß ich, aber dann hast Du auch tagsüber mindestens stündlich eine Verb indung nach Graz mit 25 Minuten Fahrzeit (HVZ-Züge über KAB dzt. 40, über Stammstrecke 55 Min). Das ist nochmal ein Qualitätssprung.
Und neben den ÖBB eventuell auch noch eine italienische Gesellschaft (z.B. frecciargento)
Hat auch mit fahrzeiten zu tun. Also, nachdem elektrifiziert ist, sollten die züge schneller fahren.
Dann wäre noch die frage, ob die GTW auf elektrischen antrieb umgerüstet werden können oder besser im ganzen ausgetauscht werden.
Es sind gute gebrauchte dieseltriebwagen; andererseits: wie verwandt sind die elektrischen und dieselelektrischen antriebseinheiten wagenbaulich? Wäre eine umrüstung deutlich günstiger als neubeschaffung minus erlös für die gebrauchten züge?
Wenn eine deutliche kapazitätsausweitung erforderlich ist, könnte sich die GKB vielleicht auch an die bestellung von doppelstockzügen hängen, deren ausschreibung die ÖBB laut bilanzpressekonferenz gerade vorbereiten.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
frecciargento ist eine Marke der Trenitalia. Und ich habe meine Zweifel, dass die Trenitalia Verbindungen nach Österreich anbieten wird... wo kriegt man da die Monetas?

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Was hat Frecciargento mit der GKB zu tun?
Wenn sich der betrieb von railjets zwischen Wien und Venezia lohnt, könnte sich umgekehrt auch der betrieb italienischer züge nach Wien lohnen.


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J-C schrieb:
frecciargento ist eine Marke der Trenitalia. Und ich habe meine Zweifel, dass die Trenitalia Verbindungen nach Österreich anbieten wird... wo kriegt man da die Monetas?
Monetas? Was soll das bitte sein?

Vielleicht Geld oder so ähnlich?

Wenn Du Geld meinen solltest, dann sind das auf italienisch SOLDI😊

Saluti
Ueli
Mir klang das Wort so cool, da habe ich es einfach genommen. Stelle aber fest, dass moneta anscheinend keinen Plural hat...

Dann sage ich einfach, dass Trenitalia nicht genug Moneta hat, um einen eigenwirtschaftlichen Betrieb nach Österreich zu finanzieren :D



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.19 10:24.
Bei der ersten vorstellung des ETR 400 (Frecciarossa 1000) auf der InnoTrans 2014 wurde erwähnt, dass er zukünftig auch "über neue oder ausgebaute strecken ins ausland" verkehren sollte. Damit ist wohl die NBS nach Lyon (ein ewiger hickhack) gemeint, Simplon/Lötschberg, Ceneri/Gotthard, Brennerbasistunnel und Koralm/Semmering. Zumindest ist der zug nach TSI zugelassen, für vier stromsysteme geeignet und für den einbau der nötigen signalsysteme zumindest vorbereitet.
Wenn das alles einmal gebaut ist, machen die schnelleren strecken auch einen eigenwirtschaftlichen verkehr attraktiv.
Hat aber alles mit der GKB (früher eine kohlenbahn, heute ein beträchtlicher teil der S-bahn Graz) nur am rande zu tun.


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tbk schrieb:
Dann wäre noch die frage, ob die GTW auf elektrischen antrieb umgerüstet werden können oder besser im ganzen ausgetauscht werden.
Triebcontainer tauschen und los... Das sollte zumindest die Urspungsidee der Stadler bei der Erschaffung des UrGTW gewesen sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.19 11:47.
Bei der Vinschgerbahn war genau das vorgesehen, wird aber nicht realisiert, da aus Kapazitätsgründen komplett neue Züge bei Bombardier bestellt werden

[www.lok-report.de]

Eine schwere Niederlage für Stadler! Kann der GT 2/6 nicht auf 2/8 verlängert werden?

der bahnplaner
bahnplaner schrieb:
Kann der GT 2/6 nicht auf 2/8 verlängert werden?

Kann schon, ist dann allerdings entsprechend langsamer mit nur zwei antriebsachsen. Im S-bahn-verkehr ist das beschleunigungsvermögen (bei allen verhältnissen und in allen jahreszeiten) entscheidend.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Man kann davon ausgehen, dass die 13 GTW mit einem neuen Antriebscontainer umgerüstet werden und die Doppelstockzüge durch weitere Triebwagen (wohl nicht doppelstöckig) ersetzt werden. Freilich muss diese Investition neben der Elektrifizierung selbst auch noch gestemmt werden ...

W.
hubertat schrieb:
Man kann davon ausgehen, dass die 13 GTW mit einem neuen Antriebscontainer umgerüstet werden und die Doppelstockzüge durch weitere Triebwagen (wohl nicht doppelstöckig) ersetzt werden. Freilich muss diese Investition neben der Elektrifizierung selbst auch noch gestemmt werden ...
Da stellt sich die Frage ob das 15 Jahre nach dem Bau noch machbar (Zulassung!) und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ein neue, komplett einheitliche Flotte hätte sicher auch seine Vorteile (allein schon betrieblich: Doppeltraktionen und Flügelzugkonzepte). Wenn man gar wirklich Fahrzeuge aus einem Rahmenvertrag der ÖBB abzweigen kann, kann man auch hinsichtlich der Wartung gegenseitig Synergien nutzen.