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Interessantes zur Basler Verbindungsbahn

geschrieben von: Christof 421

Datum: 10.03.19 09:17

Hallo Gemeinde,

ich hätte da noch einige betriebliche und tarifliche Besonderheiten zur Verbindungsbahn zu erzählen.

Der Badische Bahnhof war früher ein Trennungsbahnhof. Man konnte von der Verbindungsbahn aus Süden auf die Gleise 3-6 fahren.
Vom Wiesental und Hochrhein kam man von Gleis 11 bis 7.

Es gab 1983 eine Landesgartenschau in Lörrach und die DB hatte einen durchgehenden Zug von Basel SBB nach dem Landesgartenschaugelände in Lörrach.
Mit diesem Zug bin ich mal von Lörrach-Haagen nach Basel SBB gefahren. Der kam im Badischen hinten auf Gleis 10 oder 11 an, lies die Fahrgäste ein- und aussteigen, fuhr dann nordwärts aus auf die Hauptlinie Basel-Freiburg bis zur Wiesebrücke, machte Kopf und fuhr via Gleis 4 auf die Verbindungsbahn und Basel SBB, umgekehrt genauso.

Erst mit Übernahme des Verkehrs im Wiesental durch SBB-Deutschland wurde der Badische Bahnhof so umgebaut, dass man von der Verbindungsbahn von Süden her auf alle Gleise fahren kann.

Dann ist diese Verbindungsbahn extrem teuer, der Ticketshop SBB verkauft eine Rückfahrkarte Basel SBB-Lörrach und zrk mit Halbtax für 11.-- sfrs.
Bei [www.Bahn.de] ist zwischen Freiburg-Basel Bad und Freiburg-Basel SBB auch eine Differenz mit Bahncard 25 von 2,95 Euro, ohne Bahncard 3,40 Euro.
Meines Wissens kassieren da beide beteiligten Bahnen ab, die DBAG und die SBB.

Es gab aber schon lange in gegenseitiger Anerkennung vom RVL und TNW ein Zweizonenbillet, das hatte m.W. 3,80 gekostet.
Das berechtigte aus Basel bis nach Lörrach zu fahren mit Bus und Bahn.
Seit Juni 2018 gibt es grenzüberschreitende Einzelbillets mit Anerkennung Halbtaxabo, das kostet 3,60 sfrs. Man darf ebenfalls Bus und Tram sowie auch alle Fernzüge
(Ausnahme NJ ÖBB) auf der Basler Verbindungsbahn benützen.

Ich hatte vor ewigen Zeiten mal ein Zweizonenbillet und bin in Basel SBB in einen Fernzug der DB eingestiegen.
Zweizonenbillet war in allen Fernzügen auf der Verbindungsbahn gültig.
Kommt der Schaffner und fängt mit mir eine Diskussion an, angeblich, so sagte er, ist mein Zweizonenbillet auf der Verbindungsbahn NICHT gültig.
Ich bin dann am Badischen ausgestiegen und Ruhe war. Dann bin ich erst wieder mit Aufnahme des Betriebes durch SBB-Deutschland auf der Verbindungsbahn Zug gefahren.
Seit dem Zeitpunkt gilt der RVL-Tarif auf der Bahnstrecke bis Basel SBB. Will man das Tram benützen, muss ein zusätzlicher Punkt auf der Punktekarte entwertet werden.

Basel SBB-Lörrach.PNG

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Re: Interessantes zur Basler Verbindungsbahn

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 10.03.19 11:06

Christof 421 schrieb:
Ich hatte vor ewigen Zeiten mal ein Zweizonenbillet und bin in Basel SBB in einen Fernzug der DB eingestiegen.
Zweizonenbillet war in allen Fernzügen auf der Verbindungsbahn gültig.
Kommt der Schaffner und fängt mit mir eine Diskussion an, angeblich, so sagte er, ist mein Zweizonenbillet auf der Verbindungsbahn NICHT gültig.
Welcher? Die DB darf dort gar nicht kontrollieren, dafür kommen gelegentlich "Rollkommandos" der SBB mit zehn und mehr Leuten...

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Interessantes zur Basler Verbindungsbahn

geschrieben von: Christof 421

Datum: 10.03.19 11:20

Das war noch vor der DBAG Zeit.
Entweder war das in einem IC oder im D 359 Basel-Berlin Stadtbahn.
Da gab es die S6 noch nicht.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Re: Interessantes zur Basler Verbindungsbahn

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 10.03.19 13:26

Grüessech mitenand,

danke vielmal auch für diese Erläuterungen und Berichte. Wenn ich mich recht erinnere, stand im 2004 im Anwendungsbereich CH bei Basel Bad Bf - Basel SBB DB als Beförderer drin. Das ging dann erst nach einigen Jahren an die SBB über. Es kann aber auch sein, dass da heutzutage SBB und DB anteilig die Einnahmen bekommen, sowie ja zwischen Bern und Brig SBB und BLS auch anteilig die Einnahmen bekommen oder zwischen Bern und Biel. Die Liste lässt sich beliebig erweitern.

Ach ja, die Zugbegleiter. Da gibt es immer wieder auch mal Leute, die die genauen Regelungen nicht kennen und dann Sachen beanstanden, die eigentlich richtig sind. Aber das habe ich auch schon geschafft. Wir sind alles nur Menschen. Auf der Verbinungsbahn wird meineswissens entweder TNW oder aber CH-Tarif berechnet. DB-Tarif wird da auf gar keinen Fall berechnet.

Dass die DB auf der Verbindungsbahn nicht kontrollieren darf, ist mir neu. Meineswissens darf sie das in ihren Zügen schon, aber dennoch kommen manchmal SBB-ler durch. Als ich noch bei DB Fernverkehr in Ausbildung war, habe ich auch mal ICE nach Basel begleitet. Da sind wir bis Basel SBB mitgefahren. Mir ist nicht davon bekannt, dass wir da nicht hätten kontrollieren dürfen, aber wir haben es meist einfach nicht, einfach, weil in Bad Bf nochmals Leute zugestiegen sind. Da haben wir dann ab Bad Bf eine Vollkontrolle gemacht, bzw. umgekehrt haben wir es ab Bad Bf sein lassen, zumal die meisten Leute sich eh schon zum aussteigen bereit machten. Da wollten wir dann nicht noch einmal mit einem Durchgang stören.

Herzliche Grüsse
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.19 13:30.

Doppelspurausbau Verbindungsbahn

geschrieben von: SovereignCH

Datum: 10.03.19 17:48

Hab der Vollständigkeit halber den Doppelspurausbau im grossen Wägli nachgeschlagen: Bad–Gellert seit 1962 (Brückenneubau), Gellert–SBB RB (Nordkopf) seit 1973 (Autobahnbau), Gellert–SBB PB seit 1986 (Tunnel Singer Süd, Entflechtung Doppelspur Basel–Muttenz).

Vermute ich richtig, dass die S6 in der Regel in beiden Richtungen via Singer Nord fährt, da sie ohnehin am Prellbock (Gleis 2) wendet?

Re: Doppelspurausbau Verbindungsbahn

geschrieben von: Christof 421

Datum: 10.03.19 22:25

Ja, du vermutest richtig.
Die S6 fährt normal vom Badischen zum SBB auf dem rechten Gleis, umgekehrt dann links.

Nur wenn ein ICE nach Norden erst im Badischen beginnt, wegen grosser Verspätung, dann lassen sie die S6 auch mal ab Gleis 9 fahren und dann auch noch in der Fahrzeit des ICE.
Dann fährt sie vom SBB zum badischen auf dem dann rechten Gleis, also Singer Süd.

Manchmal müssen aber auch die ICE Fahrgäste den Bahnsteig wechseln nach Gleis 2.
Dürfte je nach betrieblicher Situation verschieden sein, beides schon erlebt.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
class88 schrieb:
dies ist auch dringend notwendig, da Basel ein Knotenpunkt zur EU ist..
Sorry, aber Luzern ist viel wichtiger!
Bevor man in Basel was ausbaut, soll zuerst man der, nur Zweispurig in Normalspur angeschlossene Bahnhof Luzern seinen Tiefbahnhof bekommen. Nachher kann man dann über Basel reden!
[www.vvl.ch]
Gruss Leo
leofink schrieb:
Sorry, aber Luzern ist viel wichtiger!
Bevor man in Basel was ausbaut, soll zuerst man der, nur Zweispurig in Normalspur angeschlossene Bahnhof Luzern seinen Tiefbahnhof bekommen. Nachher kann man dann über Basel reden!
[www.vvl.ch]
Gruss Leo

Von der (nationalen) Netzwirkung wäre Luzern sicherlich wichtiger. Ich halte es aber für wenig zielführend, beide Projekte gegeneinander ausspielen zu wollen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.19 15:33.
Wrzlbrnft. schrieb:
Zitat:

Von der (nationalen) Netzwirkung wäre Luzern sicherlich wichtiger. Ich halte es aber für wenig zielführend, beide Projekte gegeneinander ausspielen zu wollen.
Genau, ich würde sagen. Beides ist nötig. Bei Basel hiess es ja lediglich, das Projekt sei noch nicht ausgereift gewesen, was jetzt aber der Fall zu sein scheint, wenn es dieses Projekt auf die Traktandenliste geschafft hat.

Herzliche Grüsse
Martin

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