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CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 06.03.19 06:56

Grüssech Wohl,

einmal mehr wird über die Dostos geschrieben. Natürlich nicht das erste Mal, aber sicherlich auch nicht das letzte Mal.

[www.srf.ch]
[www.srf.ch]
[www.srf.ch]

Hier ist die Aussage, die SBB habe das Nachsehen. Sie haben sich mitverantwortlich gemacht und hätten von Anfang an auch eine Alternative haben müssen. Diese haben sie nicht.

Ja, jetzt wird es spannend. Ich hoffe einfach, dass die Züge bald in den Einsatz kommen. LF, die bereits mit diesen Zügen zu tun haben, haben sich zu diesem Thema geäussert. Sie sagen, die Software sei grösstenteils das Problem. Da muss ich sagen, wenn es nur die Software ist, dann sollte sich das mit der Zeit lösen lassen. Sind es aber auch technische Probleme, dann kann ich nur schweigen, da ich keine Ahnung habe.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: 1018003

Datum: 06.03.19 07:16

Halli,

Bei unseren ÖBB Desiro ML ist auch die Software das größere Problem.
Selten sind es Probleme an der Technik.
Die Kommen erst mit dem Alter.

lg
Chris

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 06.03.19 07:21

Nur - auch die 610er/503er haben ähnliche Probleme, wie mir gestern zufälligerweise ein LF nach einer Feststellung in der hinteren Komposition erläuterte.
Auch dort sei Software z. B. Geschwindigkeitssteuerung nicht brauchbar und er unterlasse es, diese zu gebrauchen. Es seine keine Kinderkrankheiten mehr, eher Alterserscheinungen und Dauerprobleme.

Wir waren uns einig: Ein weiterer Meyer-Flop! Die Hintergründe der weiteren Bestellung dieser Pannenzüge sind bei der SBB zu suchen - man hatte keine Alternativen, mangels rechtzeitiger Auschreibung!

Urs

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: leofink

Datum: 06.03.19 07:29

Weltreisender schrieb:
Grüssech Wohl,

Hier ist die Aussage, die SBB habe das Nachsehen. Sie haben sich mitverantwortlich gemacht und hätten von Anfang an auch eine Alternative haben müssen. Diese haben sie nicht.

Ja, jetzt wird es spannend. Ich hoffe einfach, dass die Züge bald in den Einsatz kommen. LF, die bereits mit diesen Zügen zu tun haben, haben sich zu diesem Thema geäussert. Sie sagen, die Software sei grösstenteils das Problem. Da muss ich sagen, wenn es nur die Software ist, dann sollte sich das mit der Zeit lösen lassen. Sind es aber auch technische Probleme, dann kann ich nur schweigen, da ich keine Ahnung habe.

Herzliche Grüsse
Martin
Hallo
Der der die Aussage gemacht hat, die SBB hätte sich einen Weg 2 offenhalten sollen, soll auch noch erklären, wie sich das mit den WTO Regeln und deren Anwendung im BÖB vereinbaren lässt.
Diese Regeln sind verdammt starr und lassen sich nicht umgehen.

Die Frage ist auch: wie lange will man noch an der (nur!!) Software rumdoktern?
Man hat es in einem Jahr gelenkten Betrieb nicht geschafft, und nun soll es ruckzuck gehen? Ich denke nicht dass man das Jahr gelenkter Betrieb verschlafen hat!
Warum denk ich bloss an das Wort Fyra Süd?
Gruss Leo

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: 511048

Datum: 06.03.19 08:36

Urs Nötzli schrieb:
Wir waren uns einig: Ein weiterer Meyer-Flop! Die Hintergründe der weiteren Bestellung dieser Pannenzüge sind bei der SBB zu suchen - man hatte keine Alternativen, mangels rechtzeitiger Auschreibung!

Urs
Naja bei den ETR610 waren auch Personen beteiligt, welche heute nicht mehr für die SBB arbeiten, aber im Moment als Experte den Twindex kritisieren.

Das man gröbere IT-Probleme hat, ist kein Bombadier Problem, sondern ein generelles in der heutigen Zeit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.03.19 08:44.

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 06.03.19 09:16

leofink schrieb:
Hallo
Der der die Aussage gemacht hat, die SBB hätte sich einen Weg 2 offenhalten sollen, soll auch noch erklären, wie sich das mit den WTO Regeln und deren Anwendung im BÖB vereinbaren lässt.
Diese Regeln sind verdammt starr und lassen sich nicht umgehen.

Die Frage ist auch: wie lange will man noch an der (nur!!) Software rumdoktern?
Man hat es in einem Jahr gelenkten Betrieb nicht geschafft, und nun soll es ruckzuck gehen? Ich denke nicht dass man das Jahr gelenkter Betrieb verschlafen hat!
Warum denk ich bloss an das Wort Fyra Süd?
Gruss Leo
Ein Plan B wäre gewesen, sich eine alternative Auftragsvergabe an den zweitbesten Anbieter vorzubehalten.
Gut, an der Software wird man wohl immer etwas herumbasteln müssen.

Der Fyra war aber so dachte ich kein Bombardier, sondern ein Ambreda-Solda-Produkt. Aber nicht ausgereift kann der Dosto genauso in die Hose gehen wie der ETR 470 oder der Fyra.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: leofink

Datum: 06.03.19 09:54

Weltreisender schrieb:
Ein Plan B wäre gewesen, sich eine alternative Auftragsvergabe an den zweitbesten Anbieter vorzubehalten.
Gut, an der Software wird man wohl immer etwas herumbasteln müssen.

Der Fyra war aber so dachte ich kein Bombardier, sondern ein Ambreda-Solda-Produkt. Aber nicht ausgereift kann der Dosto genauso in die Hose gehen wie der ETR 470 oder der Fyra.
Nur mal eine Frage:
Wann hätte der Plan B dann Wirklichkeit werden sollen? Heute? vor einem Jahr? vor 3 Jahren?
Und dann: Stadler und Siemens, die damaligen Mitanbieter hätten jetzt, oder vor einem Jahr, oder vor 3 Jahren mit der der Neukonstruktion beginnen müssen? Meinst du, diese speziellen Züge kann man einfach aus dem Hut zaubern, wie ein Standard Flirt?
No Mösssiö! Das sind spezielle auf einen bestimmten Einsatzbereich zugeschnittene Züge. Schon vergessen, dass Bombardier zuerst mal ein Jahr lang mit einem umgebauten Dosto Wagen durch die Landschaft gegondelt ist?
ne ne: Bombardier ist verdammt, ihre Versprechungen, die sie, um den Auftrag zu bekommen, gemacht haben, nun umzusetzen. Man konnte von so einer Weltfirma damals davon ausgehen, dass die so ein Angebot nicht in geistiger Umnachtung gemacht haben, und die technische Machbarkeit seriös abgeklärt haben. Auch die Mitbewerber sind zum Schluss gekommen, dass die Machbarkeit gegeben ist.
Pech für Bombardier, wenn sie sich verrechnet haben.
Die herumreiterei auf Meyer ist müssig. Denn bei der Ausschreibung musste er den berücksichtigen, der das beste Angebot abgegeben hat.
Pech halt für Bombardier, dass man in der Schweiz nicht mit der Politik fressen gehen kann, und dann die Probleme unter den Tisch gewischt werden. Hier hat sich Bombardier wahrscheinlich am meisten getäuscht!

Der Fyra war eher win Witz. Wahrscheinlich werden wir mit den Zügen leben müsssen, wie seinerzeit mit den EW III, bei denen es ein Jahrzehnt dauerte, bis sie einigermassen zufriedenstellend liefen.

Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.03.19 09:56.

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 06.03.19 10:06

Weltreisender schrieb:
leofink schrieb:
Hallo
Der der die Aussage gemacht hat, die SBB hätte sich einen Weg 2 offenhalten sollen, soll auch noch erklären, wie sich das mit den WTO Regeln und deren Anwendung im BÖB vereinbaren lässt.
Diese Regeln sind verdammt starr und lassen sich nicht umgehen.

Die Frage ist auch: wie lange will man noch an der (nur!!) Software rumdoktern?
Man hat es in einem Jahr gelenkten Betrieb nicht geschafft, und nun soll es ruckzuck gehen? Ich denke nicht dass man das Jahr gelenkter Betrieb verschlafen hat!
Warum denk ich bloss an das Wort Fyra Süd?
Gruss Leo
Ein Plan B wäre gewesen, sich eine alternative Auftragsvergabe an den zweitbesten Anbieter vorzubehalten.
Gut, an der Software wird man wohl immer etwas herumbasteln müssen.

Der Fyra war aber so dachte ich kein Bombardier, sondern ein Ambreda-Solda-Produkt. Aber nicht ausgereift kann der Dosto genauso in die Hose gehen wie der ETR 470 oder der Fyra.

Herzliche Grüsse
Martin
Hallo Martin,

wie hätte das vonstatten gehen sollen? Hätten Firma 2 aus Spass an der Freude einfach mal so auf eigene Kosten einen Zug/Triebwagen entwickeln sollen, mit dem Hintergrund, dass man diesen Dank einer verlorenen Ausschreibung sehr wahrscheinlich dann doch nicht braucht? Genau das war ja das Ziel dieser Art der Neu-Fahrzeugbeschaffung, dass man eben nicht mehr teuere Einzelfahrzeuge entwickeln will, welche dann irgendwo ihr Dasein fristen. Irgendwann muss eben eine Entscheidung fallen. Ich denke nicht, dass sich alle beteiligten Firmen bis zu einem gewissen Baufortschritt Fahrzeug-Plattformen auf Halde legen können, mit der Hoffnung und/oder Zuversicht, beim anderen Wettbewerber könnte vllt. etwas schief gehen, so dass dieser nicht liefern kann. Und es wurde ja bereits auch mehrfach bestätigt/erwähnt, dass die zeitliche Verschiebung nicht ausschliesslich beim Hersteller, sondern auch beim Besteller zu suchen ist. (Man könnte hier jetzt auch reininterpretieren, dass es ein Versuch des Besteller gewesen sein könnte, wie ein Hersteller auf Änderungen/Änderungswünsche reagiert, aber das wäre jetzt zuviel Spekulation. Oder vllt. doch nicht ... ?)

„Mutig ist (m/w/d), wer mit dem Diesel nach Hamburg fährt und dort in einem Veganerrestaurant im Indianerkostüm ein Zigeunerschnitzel bestellt!“

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 06.03.19 13:25

leofink schrieb:
Nur mal eine Frage:
Wann hätte der Plan B dann Wirklichkeit werden sollen? Heute? vor einem Jahr? vor 3 Jahren?
Und dann: Stadler und Siemens, die damaligen Mitanbieter hätten jetzt, oder vor einem Jahr, oder vor 3 Jahren mit der der Neukonstruktion beginnen müssen? Meinst du, diese speziellen Züge kann man einfach aus dem Hut zaubern, wie ein Standard Flirt?
No Mösssiö! Das sind spezielle auf einen bestimmten Einsatzbereich zugeschnittene Züge. Schon vergessen, dass Bombardier zuerst mal ein Jahr lang mit einem umgebauten Dosto Wagen durch die Landschaft gegondelt ist?
ne ne: Bombardier ist verdammt, ihre Versprechungen, die sie, um den Auftrag zu bekommen, gemacht haben, nun umzusetzen. Man konnte von so einer Weltfirma damals davon ausgehen, dass die so ein Angebot nicht in geistiger Umnachtung gemacht haben, und die technische Machbarkeit seriös abgeklärt haben. Auch die Mitbewerber sind zum Schluss gekommen, dass die Machbarkeit gegeben ist.
Pech für Bombardier, wenn sie sich verrechnet haben.
Die herumreiterei auf Meyer ist müssig. Denn bei der Ausschreibung musste er den berücksichtigen, der das beste Angebot abgegeben hat.
Pech halt für Bombardier, dass man in der Schweiz nicht mit der Politik fressen gehen kann, und dann die Probleme unter den Tisch gewischt werden. Hier hat sich Bombardier wahrscheinlich am meisten getäuscht!

Der Fyra war eher win Witz. Wahrscheinlich werden wir mit den Zügen leben müsssen, wie seinerzeit mit den EW III, bei denen es ein Jahrzehnt dauerte, bis sie einigermassen zufriedenstellend liefen.

Gruss Leo
Die Frage, wann der Plan B hätte in Wirklichkeit werden sollen, ist eine gute Frage. Sie ist berechtig. Einerseits kann ich sagen, je früher umsteigen, desto besser. Auf der anderen Seite wäre auch bei einem Umstieg keinesfalls sicher gewesen, dass es mit Stadler oder Siemens besser gegangen wäre.

Auch ich finde dieses Projekt der eierlegenden Wollmilchsau schon etwas überladen. Man hätte so einen Dosto mit Wankkompensation erst einmal richtig entwickeln müssen. Das ist er meineserachtens nicht solide genug geworden. Ich weiss, dass Bombardier da auch erst mal eine Zeitlang mit einem umgebauten Dosto-Wagen spazieren gefahren ist.

Ich denke, da ist auf beiden Seiten mist gemacht worden. Einerseits hat die SBB das Ganze wohl etwas überladen. Dann kamen da noch die ganzen Änderungswünsche und Gerichtsverfahren des Behindertenverband hinzu. Auf der anderen Seite ist auch die Frage, inwiefern sich da nicht Bombardier nicht auch selbst verrechnet hat oder durch die interne Reorganisation und Sparpolitik nicht auch sich selber disqualifiziert hat. Ich denke, da schliesst das Eine das Andere wirklich nicht aus.

Zu den EW III. Ich kenne die Vorgeschichte nicht. Einige sagen ja, dass das schlimme Wagen sind. Einmal ein SBB-Zugbegleiter sagte auch, dass das schlimme Wagen sein. Aber ich empfand sie nicht als schlimm. Ich fuhr bisher gerne mit den EW III. Ich kenne aber wie gesagt die Vorgeschichte nicht. Aber ich lasse sie mir aber gerne erzählen.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 06.03.19 13:36

Christian Snizek schrieb:
Hallo Martin,

wie hätte das vonstatten gehen sollen? Hätten Firma 2 aus Spass an der Freude einfach mal so auf eigene Kosten einen Zug/Triebwagen entwickeln sollen, mit dem Hintergrund, dass man diesen Dank einer verlorenen Ausschreibung sehr wahrscheinlich dann doch nicht braucht? Genau das war ja das Ziel dieser Art der Neu-Fahrzeugbeschaffung, dass man eben nicht mehr teuere Einzelfahrzeuge entwickeln will, welche dann irgendwo ihr Dasein fristen. Irgendwann muss eben eine Entscheidung fallen. Ich denke nicht, dass sich alle beteiligten Firmen bis zu einem gewissen Baufortschritt Fahrzeug-Plattformen auf Halde legen können, mit der Hoffnung und/oder Zuversicht, beim anderen Wettbewerber könnte vllt. etwas schief gehen, so dass dieser nicht liefern kann. Und es wurde ja bereits auch mehrfach bestätigt/erwähnt, dass die zeitliche Verschiebung nicht ausschliesslich beim Hersteller, sondern auch beim Besteller zu suchen ist. (Man könnte hier jetzt auch reininterpretieren, dass es ein Versuch des Besteller gewesen sein könnte, wie ein Hersteller auf Änderungen/Änderungswünsche reagiert, aber das wäre jetzt zuviel Spekulation. Oder vllt. doch nicht ... ?)
Auch Deine Einwände sind berechtigt. Das haben früher wohl früher die Anbieter eher leisten können als heute, bzw. auch hat man wohl früher auch für solche Prototypen viel mehr das Geld gehabt als heute.
Dass die zahlreichen Änderungen und keine Ahnung, was sonst nicht noch alles, nicht gerade dazu beitragen, dass der Zug schnell kommt und günstig zu haben ist, ist auch klar. Ich glaube eben auch, dass da beide Seiten ihren Anteil zur Misere geleistet haben. An Problemen ist selten nur eine Seite schuld.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: bollisee

Datum: 06.03.19 23:36

1018003 schrieb:
Halli,

Bei unseren ÖBB Desiro ML ist auch die Software das größere Problem.
Selten sind es Probleme an der Technik.
Die Kommen erst mit dem Alter.

lg
Chris
Wenn die Software dann reif für den Einsatz ist, dann ist das Alter schon gekommen...

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: bollisee

Datum: 06.03.19 23:48

511048 schrieb:
Urs Nötzli schrieb:
Wir waren uns einig: Ein weiterer Meyer-Flop! Die Hintergründe der weiteren Bestellung dieser Pannenzüge sind bei der SBB zu suchen - man hatte keine Alternativen, mangels rechtzeitiger Auschreibung!

Urs
Naja bei den ETR610 waren auch Personen beteiligt, welche heute nicht mehr für die SBB arbeiten, aber im Moment als Experte den Twindex kritisieren.

Das man gröbere IT-Probleme hat, ist kein Bombadier Problem, sondern ein generelles in der heutigen Zeit.
? Die ETR 460 waren die Problembären. Die ETR 610 laufen doch ordentlich.

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 07.03.19 04:43

bollisee schrieb:
1018003 schrieb:
Halli,

Bei unseren ÖBB Desiro ML ist auch die Software das größere Problem.
Selten sind es Probleme an der Technik.
Die Kommen erst mit dem Alter.

lg
Chris
Wenn die Software dann reif für den Einsatz ist, dann ist das Alter schon gekommen...
Ja, auf der anderen Seite habe ich auch gehört, dass vielerorts die Technik eigentlich mehr oder weniger gut funktioklappt, aber die Software eben immer wieder mal für Probleme sorgt. Damit müsste ich auch meine Aussage weiter oben, dass es sich mit der Software noch mit der Zeit bessern dürfte. So hoffe ich und denke ich. Andererseits wenn ich jetzt gugge, das frühere K90 der DB und das Prisma II der SBB. Da gibt es immer wieder Softwareaktualisierungen, ebenso wie bei WhatsApp, Windows und allen möglichen anderen Programmen. Da kann man mit Softwareanpassungen zwar Probleme lindern, aber ganz ohne Macken und Fehler wird es wohl nie funktionieren, zumal die Software eben auch immer anspruchsvoller wird. Das gilt es auch zu bedenken. Aber ja, hoffen wir, dass zumindest der Dosto-IC mit der Zeit in den Einsatz gelangt und die Probleme abgestellt bzw. zumindest entschärft werden.
Andererseits kann es eben auch mal einen Totalausfall der Programme oder der Geräte geben. Das hat es bei Prisma II auch schon gegeben. Da ging dann einfach gar nichts mehr. Soetwas kann bei Zügen auch passieren, kommt aber Gott sei Dank nur selten vor.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 07.03.19 04:47

bollisee schrieb:
? Die ETR 460 waren die Problembären. Die ETR 610 laufen doch ordentlich.
Die 470 waren Problemzüge, nicht die 460. Die E-Lok 460 läuft eigentlich mehr oder weniger gut, bzw. habe ich da nichts von Problemen oder so gehört. Aber ich weiss auch nicht alles.
Ja, dass die 610 mehr oder weniger ordentlich laufen, ist auch mein Wissensstand.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: 511048

Datum: 07.03.19 07:54

Der ETR610 wie auch der FVD funktionieren in Einfachtraktion gut(ausgenommen die Software welche beim aufstarten eine Ewigkeit dauert) aber die Doppeltraktion ist extrem Ausfall anfällig.

Der ETR470 ist dann noch ein ganzes Niveau tiefer in Sachen zuverlässigkeit.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.19 08:27.

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: leofink

Datum: 07.03.19 08:23

Weltreisender schrieb:
leofink schrieb:
Nur mal eine Frage:
Wann hätte der Plan B dann Wirklichkeit werden sollen? Heute? vor einem Jahr? vor 3 Jahren?
Und dann: Stadler und Siemens, die damaligen Mitanbieter hätten jetzt, oder vor einem Jahr, oder vor 3 Jahren mit der der Neukonstruktion beginnen müssen? Meinst du, diese speziellen Züge kann man einfach aus dem Hut zaubern, wie ein Standard Flirt?
No Mösssiö! Das sind spezielle auf einen bestimmten Einsatzbereich zugeschnittene Züge. Schon vergessen, dass Bombardier zuerst mal ein Jahr lang mit einem umgebauten Dosto Wagen durch die Landschaft gegondelt ist?
ne ne: Bombardier ist verdammt, ihre Versprechungen, die sie, um den Auftrag zu bekommen, gemacht haben, nun umzusetzen. Man konnte von so einer Weltfirma damals davon ausgehen, dass die so ein Angebot nicht in geistiger Umnachtung gemacht haben, und die technische Machbarkeit seriös abgeklärt haben. Auch die Mitbewerber sind zum Schluss gekommen, dass die Machbarkeit gegeben ist.
Pech für Bombardier, wenn sie sich verrechnet haben.
Die herumreiterei auf Meyer ist müssig. Denn bei der Ausschreibung musste er den berücksichtigen, der das beste Angebot abgegeben hat.
Pech halt für Bombardier, dass man in der Schweiz nicht mit der Politik fressen gehen kann, und dann die Probleme unter den Tisch gewischt werden. Hier hat sich Bombardier wahrscheinlich am meisten getäuscht!
Gruss Leo
Die Frage, wann der Plan B hätte in Wirklichkeit werden sollen, ist eine gute Frage. Sie ist berechtig. Einerseits kann ich sagen, je früher umsteigen, desto besser. Auf der anderen Seite wäre auch bei einem Umstieg keinesfalls sicher gewesen, dass es mit Stadler oder Siemens besser gegangen wäre.
Hier kommt dann die WTO und das OR dazwischen: Ich nehme an, das ist schlussendlich ein Werkvertrag nach OR. Bombardier hätte das Recht gehabt, sämtliche Kosten, die bis anhin aufgelaufen sind, zu verrechnen und noch einen gewaltigen Schadenersatz zu fordern, wegen Nichterfüllung des Vertrages.
Zitat:
Auch ich finde dieses Projekt der eierlegenden Wollmilchsau schon etwas überladen. Man hätte so einen Dosto mit Wankkompensation erst einmal richtig entwickeln müssen. Das ist er meineserachtens nicht solide genug geworden. Ich weiss, dass Bombardier da auch erst mal eine Zeitlang mit einem umgebauten Dosto-Wagen spazieren gefahren ist.
Ich nicht: Es haben 3 Anbieter die Meinung gehabt, dass das technisch machbar sei. Im Gegensatz zu der Ausschreibung ein paar Jahre vorher, wo die SBB einen Neigezug für 350 wollte. Diese Ausschreibung wurde abgebrochen, weil kein Anbieter da war.
Technisch gesehen: Ein Dosto aus Alu ist nicht wesentlich schwerer als ein EW IV aus Stahl. Die Neigung ist viel geringer. Die Steuerung wird sich nicht wesentlich von einer konventionellen Neigezugsteuerung (Beispiel ICN von Bombardîer) unterscheiden. Die Aktoren in den Drehgestellen müssen nicht so rasch ansprechen, könnten also besser mit den Kräften zu Rande kommen.
Und: Das Problem liegt momentan nicht bei der Neigevorrichtrung, sondern bei der Software die mitunter den Zug vergessen lässt, dass er einen Trafo hat.
Zitat:
Ich denke, da ist auf beiden Seiten mist gemacht worden. Einerseits hat die SBB das Ganze wohl etwas überladen. Dann kamen da noch die ganzen Änderungswünsche und Gerichtsverfahren des Behindertenverband hinzu. Auf der anderen Seite ist auch die Frage, inwiefern sich da nicht Bombardier nicht auch selbst verrechnet hat oder durch die interne Reorganisation und Sparpolitik nicht auch sich selber disqualifiziert hat. Ich denke, da schliesst das Eine das Andere wirklich nicht aus.
Die Verzögerung durch den Behinderten Verband betrug ein Jahr. Dass die SBB hier Rechtssicherheit haben wollte und das bis vors Bundesgericht durchgezogen hat, ist richtig. (Es soll sich nur mal jemand vorstellen, was geschehen würde ein brennender Zug in einem Tunnel und der Rollstuhlfahrer ist im OG und der Lift geht mangels Strom nicht mehr. Makaber, gell!) Das bestreitet niemand. Die restlichen xx Jahre gegen auf Bombardier. Genau darum haben sie 2014 zugesagt 3 Züge gratis mehr zu liefern. Diesen Vergleich ist Bombardier eingegangen. Warum wohl? Meine Interpretation;: Die wussten genau, wenn die SBB alles auf den Tisch legt, wäre es sie wahrscheinlich teurer gekommen.
[www.ice-treff.de]
Zitat:
Zu den EW III. Ich kenne die Vorgeschichte nicht. Einige sagen ja, dass das schlimme Wagen sind. Einmal ein SBB-Zugbegleiter sagte auch, dass das schlimme Wagen sein. Aber ich empfand sie nicht als schlimm. Ich fuhr bisher gerne mit den EW III. Ich kenne aber wie gesagt die Vorgeschichte nicht. Aber ich lasse sie mir aber gerne erzählen.

Herzliche Grüsse
Martin
Ich kenn sie gut. Die wurden damals in Rorschach gewartet. Nachdem beim ersten Flugschnee die kompakten Drehgestelle durch denselben blockiert wurden, musst man Abweiser montieren aus Gummi. Aber die Laufeigenschaften sind immer noch schlechter als alles, was man damals hatte.
Die 2 Verflüssiger hintereinander unter dem Wagen waren zu schmutzanfällig und verstopften. Teils hatte sich ein Vlies aus Dreck dazwischen gebildet, der jede Zirkulation unmöglich machte. Die wurden durch gröbere ersetzt und mehr gereinigt. Mit der Zeit bekam man sie in den Griff und nach dem Ersatz der Klimaanlagen laufen sie nicht schlecht, sagt die BLS.
Dann kam noch dazu, dass die elektromechanisch gesteuerte Klimaanlage ziemlich träge reagierte.
Gruss Leo



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.19 08:25.

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 07.03.19 09:29

511048 schrieb:
Der ETR610 wie auch der FVD funktionieren in Einfachtraktion gut(ausgenommen die Software welche beim aufstarten eine Ewigkeit dauert) aber die Doppeltraktion ist extrem Ausfall anfällig.

Der ETR470 ist dann noch ein ganzes Niveau tiefer in Sachen zuverlässigkeit.
Aaaa, 610 und FVD doch nur in Einfachtraktion gut. Guck an. Bei der MOB gibt es ja auch immer wieder Probleme bei Doppeltraktion bei 6000+8000. Angeblich soll aber 6000+6000 bzw. 8000+8000 nicht funktionieren. Naja, und bei der MOB mit den Lötschis das geht zwar mittlerweile viel besser als am Anfang. Hier und da gibt es aber auch beim Kuppeln noch Probleme, wobei Lötschi mit Lötschi und Nina mit Nina auch immer noch besser geht als Lötschi mit Nina, worauf sich aber seit die Lötschis auch nach Luzern fahren gar nicht mehr verzichtet werden kann.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 07.03.19 09:35

leofink schrieb:
Weltreisender schrieb:
leofink schrieb:
Nur mal eine Frage:
Wann hätte der Plan B dann Wirklichkeit werden sollen? Heute? vor einem Jahr? vor 3 Jahren?
Und dann: Stadler und Siemens, die damaligen Mitanbieter hätten jetzt, oder vor einem Jahr, oder vor 3 Jahren mit der der Neukonstruktion beginnen müssen? Meinst du, diese speziellen Züge kann man einfach aus dem Hut zaubern, wie ein Standard Flirt?
No Mösssiö! Das sind spezielle auf einen bestimmten Einsatzbereich zugeschnittene Züge. Schon vergessen, dass Bombardier zuerst mal ein Jahr lang mit einem umgebauten Dosto Wagen durch die Landschaft gegondelt ist?
ne ne: Bombardier ist verdammt, ihre Versprechungen, die sie, um den Auftrag zu bekommen, gemacht haben, nun umzusetzen. Man konnte von so einer Weltfirma damals davon ausgehen, dass die so ein Angebot nicht in geistiger Umnachtung gemacht haben, und die technische Machbarkeit seriös abgeklärt haben. Auch die Mitbewerber sind zum Schluss gekommen, dass die Machbarkeit gegeben ist.
Pech für Bombardier, wenn sie sich verrechnet haben.
Die herumreiterei auf Meyer ist müssig. Denn bei der Ausschreibung musste er den berücksichtigen, der das beste Angebot abgegeben hat.
Pech halt für Bombardier, dass man in der Schweiz nicht mit der Politik fressen gehen kann, und dann die Probleme unter den Tisch gewischt werden. Hier hat sich Bombardier wahrscheinlich am meisten getäuscht!
Gruss Leo
Die Frage, wann der Plan B hätte in Wirklichkeit werden sollen, ist eine gute Frage. Sie ist berechtig. Einerseits kann ich sagen, je früher umsteigen, desto besser. Auf der anderen Seite wäre auch bei einem Umstieg keinesfalls sicher gewesen, dass es mit Stadler oder Siemens besser gegangen wäre.
Hier kommt dann die WTO und das OR dazwischen: Ich nehme an, das ist schlussendlich ein Werkvertrag nach OR. Bombardier hätte das Recht gehabt, sämtliche Kosten, die bis anhin aufgelaufen sind, zu verrechnen und noch einen gewaltigen Schadenersatz zu fordern, wegen Nichterfüllung des Vertrages.
Zitat:
Auch ich finde dieses Projekt der eierlegenden Wollmilchsau schon etwas überladen. Man hätte so einen Dosto mit Wankkompensation erst einmal richtig entwickeln müssen. Das ist er meineserachtens nicht solide genug geworden. Ich weiss, dass Bombardier da auch erst mal eine Zeitlang mit einem umgebauten Dosto-Wagen spazieren gefahren ist.
Ich nicht: Es haben 3 Anbieter die Meinung gehabt, dass das technisch machbar sei. Im Gegensatz zu der Ausschreibung ein paar Jahre vorher, wo die SBB einen Neigezug für 350 wollte. Diese Ausschreibung wurde abgebrochen, weil kein Anbieter da war.
Technisch gesehen: Ein Dosto aus Alu ist nicht wesentlich schwerer als ein EW IV aus Stahl. Die Neigung ist viel geringer. Die Steuerung wird sich nicht wesentlich von einer konventionellen Neigezugsteuerung (Beispiel ICN von Bombardîer) unterscheiden. Die Aktoren in den Drehgestellen müssen nicht so rasch ansprechen, könnten also besser mit den Kräften zu Rande kommen.
Und: Das Problem liegt momentan nicht bei der Neigevorrichtrung, sondern bei der Software die mitunter den Zug vergessen lässt, dass er einen Trafo hat.
Zitat:
Ich denke, da ist auf beiden Seiten mist gemacht worden. Einerseits hat die SBB das Ganze wohl etwas überladen. Dann kamen da noch die ganzen Änderungswünsche und Gerichtsverfahren des Behindertenverband hinzu. Auf der anderen Seite ist auch die Frage, inwiefern sich da nicht Bombardier nicht auch selbst verrechnet hat oder durch die interne Reorganisation und Sparpolitik nicht auch sich selber disqualifiziert hat. Ich denke, da schliesst das Eine das Andere wirklich nicht aus.
Die Verzögerung durch den Behinderten Verband betrug ein Jahr. Dass die SBB hier Rechtssicherheit haben wollte und das bis vors Bundesgericht durchgezogen hat, ist richtig. (Es soll sich nur mal jemand vorstellen, was geschehen würde ein brennender Zug in einem Tunnel und der Rollstuhlfahrer ist im OG und der Lift geht mangels Strom nicht mehr. Makaber, gell!) Das bestreitet niemand. Die restlichen xx Jahre gegen auf Bombardier. Genau darum haben sie 2014 zugesagt 3 Züge gratis mehr zu liefern. Diesen Vergleich ist Bombardier eingegangen. Warum wohl? Meine Interpretation;: Die wussten genau, wenn die SBB alles auf den Tisch legt, wäre es sie wahrscheinlich teurer gekommen.
[www.ice-treff.de]
Zitat:
Zu den EW III. Ich kenne die Vorgeschichte nicht. Einige sagen ja, dass das schlimme Wagen sind. Einmal ein SBB-Zugbegleiter sagte auch, dass das schlimme Wagen sein. Aber ich empfand sie nicht als schlimm. Ich fuhr bisher gerne mit den EW III. Ich kenne aber wie gesagt die Vorgeschichte nicht. Aber ich lasse sie mir aber gerne erzählen.

Herzliche Grüsse
Martin
Ich kenn sie gut. Die wurden damals in Rorschach gewartet. Nachdem beim ersten Flugschnee die kompakten Drehgestelle durch denselben blockiert wurden, musst man Abweiser montieren aus Gummi. Aber die Laufeigenschaften sind immer noch schlechter als alles, was man damals hatte.
Die 2 Verflüssiger hintereinander unter dem Wagen waren zu schmutzanfällig und verstopften. Teils hatte sich ein Vlies aus Dreck dazwischen gebildet, der jede Zirkulation unmöglich machte. Die wurden durch gröbere ersetzt und mehr gereinigt. Mit der Zeit bekam man sie in den Griff und nach dem Ersatz der Klimaanlagen laufen sie nicht schlecht, sagt die BLS.
Dann kam noch dazu, dass die elektromechanisch gesteuerte Klimaanlage ziemlich träge reagierte.
Gruss Leo
Grüss Di Leo,

danke für die Aufklärungen und Infos. Wieder etwas gelernt.

Herzliche Grüsse
Martin

OT: IC 2 mit Br 147.5

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 07.03.19 09:36

Wartet mal ab, wenn die IC2 mit der 147.5 in die CH kommen. Ihr werdet dann richtig viel Spass haben - zumindest nach dem altuellen Stand der Dinge. Das wird lustig, ich freue mich auf die Gäubahnverkehre ...

„Mutig ist (m/w/d), wer mit dem Diesel nach Hamburg fährt und dort in einem Veganerrestaurant im Indianerkostüm ein Zigeunerschnitzel bestellt!“

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: br403

Datum: 07.03.19 10:28

Wer mal SW entwickelt hat weiß das das ein Drama werden kann. Man sagt ja es gibt nichts komplexeres von Menschen geschaffene als Software... Ändert man an der einen Stelle was, geht an der andere es nicht mehr. Da hilft nur viel testen, was halt lange dauert und teuer ist. Immer mehr wird gefordert, das muss auch abgebildet werden, so wird es immer komplexer und Fehleranfälliger.

Das Gute an SW ist, man kann es wenigstens leicht wieder ändern, neue Version installiert und gelöst. Wenn es an der Hardware Probleme gibt es das nicht so einfach. Deshalb ist es eigentlich gut das es nur SW Fehler sind, die kann man beheben.

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: leofink

Datum: 07.03.19 12:11

br403 schrieb:
Wer mal SW entwickelt hat weiß das das ein Drama werden kann. Man sagt ja es gibt nichts komplexeres von Menschen geschaffene als Software... Ändert man an der einen Stelle was, geht an der andere es nicht mehr. Da hilft nur viel testen, was halt lange dauert und teuer ist. Immer mehr wird gefordert, das muss auch abgebildet werden, so wird es immer komplexer und Fehleranfälliger.

Das Gute an SW ist, man kann es wenigstens leicht wieder ändern, neue Version installiert und gelöst. Wenn es an der Hardware Probleme gibt es das nicht so einfach. Deshalb ist es eigentlich gut das es nur SW Fehler sind, die kann man beheben.
Und trotzdem fallen nicht dauernd Flieger runter, wegen Softwareproblemen!
Seit dem A 320 vor rund 30 Jahren (1987) ist Fly by Wire Standard in der Fluguzeugbranche.
Das Wissen wäre bei der Firma im eigenen Haus vorhanden.
Oder hast du schon mal gehört, dass ein Flugzeug vergisst dass es Triebwerke hat?

Oder Bahnmässig: ESTW sind seit 1978 im Einsatz:
Wiki sagt:
Weltweit erstes ESTW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das erste ESTW der Welt wurde 1978 auf dem Bahnhof Göteborg Central in Schweden in Betrieb genommen. Es stammt von der Firma Ericsson Signal, [/b][b]heute Bombardier Transportation Signal.
Im Sommer 1983 ging bei der Arthur-Taylor-Colliery in Südafrika das erste Voll-ESTW der Firma Siemens in Betrieb.
Als erste Staatsbahn bestellte um 1983 die Nederlandse Spoorwegen ein elektronisches Stellwerk, das (Stand: 1983) im Mai 1984 im Bahnhof Hilversum in Betrieb gehen sollte.[2]
Auch dort hat man es geschafft, Software zu entwickeln, die sicher ist. Im eigenen Betrieb!!!!!
Gruss Leo



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.19 12:15.

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 07.03.19 13:01

511048 schrieb:
Der ETR610 wie auch der FVD funktionieren in Einfachtraktion gut(ausgenommen die Software welche beim aufstarten eine Ewigkeit dauert) aber die Doppeltraktion ist extrem Ausfall anfällig.

Der ETR470 ist dann noch ein ganzes Niveau tiefer in Sachen zuverlässigkeit.
Darüber möchten wir wohl nicht mehr diskutieren . . ;-)

Wenn aber die Geschwindigkeitssteuerung der 610er genutzt wird, wird es für Reisende ungemütlich: Diese läuft über die geforderte V hinaus, bremste dann wieder ein, liegt dann darunter und beschleunigt wieder, bis die geforderte V wieder überläuft . . . Mein Gewährmann vom Dienstag abend hat dies mir so erklärt! Er würde diese nicht nutzen!
Ich sass im hintersten Wagen (Triebteil) der zweiten Komposition und machte genau diese Feststellung, gelegentlich konnte man meinen, dass der hinter Zugteil durch den ersten gezogen würde. Dazu kam, dass es sauheiss war, obwohl die Heizung/Lüftung voll lief. Mitgefahren bin ich von Lugano bis Zürich HB. Im Tessin war es ordentlich warm, meines Erachtens hätte die Klimaanlage leicht kühlen müssen - ist natürlich subjektiv, klar!
Nach dem langen Loch vermutete ich im Norden etwas kühlere Temperaturen (was sich in Zürich auch zeigte). Im Bereich Sisikon versuchte sich die Klimatisierung einzuschalten, was an der anderen Lüftungart und dem "Ventigeräusch" auffällt. Dauerndes hin und her - ohne Dauererfolg! Dann schaltete die ganze Anlage vollständig aus, kam wieder. Nach einer Schutzstrecke funktionierte kurzzeitig die Klimatisierung, bis sie wieder ausstieg!
Bis Zürich ein dauerndes hin und her . . .

Da der Lf aber nicht mit der V-Steuerung fuhr, was er mir klarstellte, muss man annehmen, dass der hintere Zugteil dessen Befehle gar nicht übernahm, sondern in der V-Automatik zurückgefallen ist. Der Zugführer meinte nur, dass vemutlich die Vielfachsteuerung nicht funktionieren würde, dass sei häufig der Fall! Auch dies wohl Software . . .

Weiters gibt es nun auch noch das Problem der Federbrüche an diesen italienischen Spitzenprodukten, welche sich häufen und man Mühe mit Ersatz hätte. Deshalb auch die Nichtreinigung von Graffiti und Ersatz durch ICN . . Es fehlen Kompositionen in Umläufen.

Da dies noch keine Altersgebresten sein können, müssen es wohl chronische Schmerzen sein . . . ;-)

Urs

Re: CH: Die neuen Dostos auf SRF, einmal mehr

geschrieben von: br403

Datum: 07.03.19 15:06

Natürlich geht das, ist nur eine Sache des Preises. Außerdem haben und hatten auch Flugzeuge Software Probleme.

[www.independent.co.uk]

[www.washingtonpost.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.19 15:08.