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Liebe Forumgemeinde!

Habe mir heute die Bestimmungen der ÖBB zum Fotografieren und Filmen durchgelesen. Bin aber leider jetzt genauso schlau wie zuvor. Kann mir jemand weiterhelfen? Wann brauche ich eine Genehmigung der ÖBB und wann nicht? Und brauche ich eine Genhmigung, wenn ich die Fotos, zum Beispiel an einen Verlag, weiterverkaufen möchte?


Danke für jeden Hinweis! LG
ssied



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.19 23:52.
Zum Fotografieren bei den ÖBB ist keine besondere Genehmigung erforderlich. Das gilt natürlich nur für öffentlich zugängliche Stellen.
In Werken etc. ist natürlich eine (Zutritts-)Erlaubnis erforderlich.
Für gewerbliche Aufnahmen ist stets eine Genehmigung erforderlich.
Hallo,

seit über ca. 50 Jahren fahre ich nach Österreich und fotografiere fleissig u. a. auch ÖBB Fahrzeuge und Anlagen. Meine Erfahrung ist, die Österreicher sind gegenüber Eisenbahnfotografen toleranter als das DB-Personal. Die offizielle Anweisung kenne ich allerdings nicht. Ich schätze auch, daß sehr viele veröffentlichte Bilder von ÖBB Fahrzeugen und Anlagen nicht von der ÖBB genehmigt sind.

Lediglich vor 2 Jahren hatte ich auf dem Gelände der VOEST in Linz unliebsamen Kontakt mit dem Werkschutz, weil ein Lokführer mich beim fotografieren "seiner Lok" beobachtet hatte und dieses dem Werkschutz über Funk sofort gemeldet hat. Das VOEST Gelände besteht dort aus einem öffentlich zugänglichen Bereich (wo ich war) und aus einem nicht öffentlich zugänglichen Bereich mit Werkstoren und Pförtner.

Ich plane jetzt wieder meinen diesjährigen Urlaub in AT mit hoffentlich vielen Eisenbahnbildern!

Es grüßt Euch der ÖsterreichFan!
Leider hast du es an vielen bahnhöfen nicht mehr mit eisenbahnern zu tun, sondern den mitarbeitern einer externen sicherheitsfirma (Mungos). Diese werden (trotz kundenkontakt) weder nach kriterien der umgänglichkeit ausgewählt noch kennen sie sich mit den regeln aus. Ich hatte schon mit ein paar von denen längere diskussionen über das fotografieren am bahnhof und dann beim ÖBB-kundenkontakt nachgefragt; dort wurde mir bestätigt, dass ich fotografieren darf, seitdem habe ich einen ausdruck dieser mail in der fototasche dabei.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Zitat
Leider hast du es an vielen bahnhöfen nicht mehr mit eisenbahnern zu tun, sondern den mitarbeitern einer externen sicherheitsfirma (Mungos).
Nix extern, Mungos gehört zur ÖBB-Infrastruktur. Aber es gibt auch Fahrdienstleiter die der Meinung sind, auf ihrem Bahnhof bräuchte man eine Genehmigung. Das Problem löst sich aber durch Zeitablauf ;-)
Mit solchen hatte ich es vor knapp zehn Jahren schon zu tun... meiner Bitte, sich mit mir zusammen die ausgehängte Hausordnung anzusehen und mir die entsprechende Stelle eines generellen Fotografierverbots zu zeigen, sind sie allerdings nicht nachgekommen... seltsam, seltsam.

Fotografieren bei der VOEST in Linz/Donau

geschrieben von: Achsbruch

Datum: 14.02.19 01:00

Hallo,

der Werkschutzmensch behauptete, an der Zufahrt zum Gelände wäre eine Tafel mit der Hausordnung. Dort soll das Fotografierverbot drin stehen.

Ich hatte bei der Einfahrt auf Pictogramme, die allgemein bekannt sind, geachtet. Aber nix mit Fotoverbot gesehen. Bei der Ausfahrt habe ich mir diese Tafel angesehen und auch im Text kein Fotoverbot gelesen. Zur meiner Sicherheit habe ich die Tafel fotografiert. Das hat wiederum ein anderer Mitarbeiter gesehen und mich auch auf das Verbot hingewiesen. Das scheint dort wohl schon krankhaft zu sein.

Andererseits fährt über das nicht öffentlich zugängliche Werksgelände ein Linienbus der Linzer Verkehrsbetriebe (oder wie die heissen) und am anderen Ende wieder raus. Werden vor der Einfahrt alle Fahrgäste kontrolliert? Und wer keinen Werksausweis hat wird rausgeschmissen? Müsste man mal testen!

Dieses Jahr fahre ich aber wieder nach AT!

Grüße von Dieter
Da können die Mungos ruhig etwas anderes behaupten, zumal ich bezweifele, daß die sog. "Hausordnung" der Infra überhaupt eine rechtliche Deckung findet. Mir ist dazu kein passendes Materiengesetz bekannt.
N'Abend.

Vergangenen November hatte ich in Wien-Praterstern eine Begegnung der anderen Art. Es kam ein Grüppchen Aufsichtspersonal auf mich zu und erklärte mir das das Fotografieren nicht gestattet sei. Das war mal eine direkte Ansage.
In Anbetracht der unmittelbar zuvor abgeschlossenen Fotoarbeit und der fehlenden Möglichkeit einer kurzfristigen Überprüfung dieser Behauptung, zog ich mich devot mit einer freundlichen Entschuldigung vom Platz des Geschehens zurück.

Dennoch war mein Interesse über die rechtliche Lage geweckt und so befragte ich im Nachgang dann doch noch das Internet. Könnte ja sein das in jüngster Zeit die bisherigen Gepflogenheiten rechtlich geändert wurden?
Die Antwort: Eher nicht.
Die Hausordnung spricht alleine davon, das eine Genehmigung von der ÖBB-Infrastruktur AG nötig ist wenn es um "Fotografieren und Filmen für kommerzielle Zwecke" geht:

[infrastruktur.oebb.at]


Meine Vermutung zu der Handlungsweise der Aufsicht liegt in der Rückschau wohl weniger in meinem Verhalten, sondern sie war wohl der späten Stunde geschuldet.
Ein Trend den ich auch hierzulande beobachten kann: Wenn Du in der Nacht da alleine auf dem Bahnsteig herumspringst (auch ohne Stativ) und auch sonst nichts spannendes in unmittelbarer Nähe geschieht, ziehst Du unweigerlich die Aufmerksamkeit auf Dich. Wenn die Aufsicht auf Dich zugeschlendert kommt, dann ahnt man schon wie der folgende Gesprächsverlauf aussehen könnte. In der Regel wird ja auch direkt gefragt für welchen Zweck die Aufnahmen gemacht würden. Der Hinweis auf die kommerzfreie Hobbytätigkeit führt dann in der Regel zu einem freundlichen Gesprächsende.

Im österreichischen Fall waren die Rahmenbedingungen etwas anders, da es sich um eine größere Gruppe an Aufsichtspersonal handelte (vielleicht waren welche zur Ausbildung dabei?), diese sich recht zügig auf mich zubewegte und ich weder tiefere Kenntnisse über die aktuelle Hausordnung hatte, noch allzusehr für ein längeres Fachgespräch motiviert war. So hatte sich das Thema dann auch recht schnell erledigt: Ich hatte bereits mein Motiv im Kasten und die Aufsicht das Gefühl, rechtens gehandelt zu haben. Also alle zufrieden. :-)

Alleine schade fand ich in dem Moment den Gedanken, das es in Zukunft mit dem Fotografieren schwerer werden könnte, doch mittlerweile habe ich ja mein Update in Sachen Hausordnung.
Nur nebenbei erwähnt - es ist in der aktuellen Hausordnung sogar ein neuer Passus der dazugekommen, der sich allerdings auf allgemeine Verhaltensweisen bezieht (die selbstnatürlich auch für Fotografen gelten).

Zitat
Verboten ist:

Jede Handlung, die unsere MitarbeiterInnen
bei der Ausübung
ihrer Arbeit behindern könnte
Solltest Du auf professionellen Pfaden wandeln, dann kann man auch eine Genehmigung beantragen:
[presse.oebb.at]
Wenn man die Seite aber so durchliest, merkt man schnell das sich das Thema auf größere Produktionen bezieht. So wird neben Zeit und Ort auch nach weiteren Aufwendungen gefragt.
Wie das ist wenn man alleine für eine Fachzeitschrift die Bilder anfertigt, sollte man mit einem direkten Gespräch klären.


In diesem Sinne - Viel Vergnügen wünscht,
Dirk



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.19 20:50.
Wenn ich am bahnsteig bildaufnahmen mache, die dazu dienen, die modelle, die ich beruflich konstruiere und beschrifte, zu perfektionieren, ist das dann eine aufnahme zu kommerziellen zwecken? Die dort gemachten detailaufnahmen sehen in aller regel nicht das licht der öffentlichkeit (und wenn dann ohne kommerzielles interesse).

Um solchen komplikationen zu entgehen, erwähne ich den betreffenden organen gegenüber nur privates interesse. Das brauche ich, um meine modelle zu supern. Gibt ja schließlich nur schlecht recherchierten müll auf dem markt ....

"sollte man mit einem direkten Gespräch klären" - wer wäre für ein solches in dem konzern der beste ansprechpartner, um am ende etwas wasserdichtes in der hand zu haben?


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 11:47:13.