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Der letzte Block im ÖBB-Netz verschwindet

geschrieben von: Avala

Datum: 06.02.19 10:47

Im Kilometer 59 der Arlbergbahn befindet sich neben der Haltestelle Imsterberg der Block Imst 1. Die dortigen Mitarbeiter sind die letzten Blockwärter im ÖBB-Netz und die letzten Schrankenwärter in Westösterreich. In der Wochenendsperre von 4.-6. Mai wird dort der Selbstblock Imst 1 errichtet und somit dieser Arbeitsplatz Geschichte sein.

Drei Artikel zu diesem inzwischen zumindest regional bekannten Ort:
[tirol.orf.at]
[blog.oebb.at]
[diepresse.com] (Paywall)

Re: Der letzte Block im ÖBB-Netz verschwindet

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 06.02.19 12:03

Grüss Gott,

danke vielmal für das Verlinken. Aha, damit ist dann in AT der Schrankenposten endgültig Geschichte. Einerseits traurig, aber natürlich abzusehen.
Gibt es in CH noch manuelle Schrankenposten? Wenn nicht bei einer Museumsbahn, dann wage ich es zu bezweifeln.

In D sind noch eine Handvoll Schrankenposten verblieben. In CZ, SK, HU und PL gibt es noch nicht wenige. Auf dem Balkan erst recht. Aber zumindest in CZ, SK, HU und PL dürften es in kleinen Schritten sukzessive weniger werden.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: Der letzte Block im ÖBB-Netz verschwindet

geschrieben von: 2143005

Datum: 06.02.19 12:29

Weltreisender schrieb:
Zitat:
danke vielmal für das Verlinken. Aha, damit ist dann in AT der Schrankenposten endgültig Geschichte. Einerseits traurig, aber natürlich abzusehen.

Nein, nur der letzte Blockposten verschwindet - Schrankenposten gibt es noch einige: Altenmarkt/Pongau, Trautenfels, Rosenau, St. Peter-Freienstein, St. Pölten Alpenbahnhof, Pinsdorf, einige zwischen Attnang-Puchheim und Schärding und der Görtschitztalbahn sowie den Spezialfall Gries im Pinzgau, der eigentlich kein Schrankenposten im klassischen Sinne ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.19 12:32.

Re: Der letzte Block im ÖBB-Netz verschwindet

geschrieben von: Meyer-schlom

Datum: 06.02.19 20:33

2143005 schrieb:
Nein, nur der letzte Blockposten verschwindet - Schrankenposten gibt es noch einige: Altenmarkt/Pongau, Trautenfels, Rosenau, St. Peter-Freienstein, St. Pölten Alpenbahnhof, Pinsdorf, einige zwischen Attnang-Puchheim und Schärding und der Görtschitztalbahn sowie den Spezialfall Gries im Pinzgau, der eigentlich kein Schrankenposten im klassischen Sinne ist.
(Zitat von mir gekürzt)
Was ist da wie ein Spezialfall in Gries im Pinzgau?

Re: Der letzte Block im ÖBB-Netz verschwindet

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 07.02.19 11:11

2143005 schrieb:
Nein, nur der letzte Blockposten verschwindet - Schrankenposten gibt es noch einige: Altenmarkt/Pongau, Trautenfels, Rosenau, St. Peter-Freienstein, St. Pölten Alpenbahnhof, Pinsdorf, einige zwischen Attnang-Puchheim und Schärding und der Görtschitztalbahn sowie den Spezialfall Gries im Pinzgau, der eigentlich kein Schrankenposten im klassischen Sinne ist.
Jo, ich habe zuerst nachlesen müssen, was ein Blockposten ist, denn ein StreckenBLOCK besteht ja weiterhin, nur dass dieser dann automatisiert und ferngesteuert wird und niemand mehr vor Ort ist.

Danke für die Richtigstellung.
Herzliche Grüsse
Martin

Re: Der letzte Block im ÖBB-Netz verschwindet

geschrieben von: 2143005

Datum: 07.02.19 12:23

Meyer-schlom schrieb:
Zitat:
Was ist da wie ein Spezialfall in Gries im Pinzgau?
Hier gabs neulich eine Diskussion dazu: http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=188649.0

Das mit den Schrankenposten sollte man überdenken

geschrieben von: hrt

Datum: 09.02.19 12:56

Weltreisender schrieb:
Grüss Gott,

danke vielmal für das Verlinken. Aha, damit ist dann in AT der Schrankenposten endgültig Geschichte. Einerseits traurig, aber natürlich abzusehen.
Gibt es in CH noch manuelle Schrankenposten? Wenn nicht bei einer Museumsbahn, dann wage ich es zu bezweifeln.

In D sind noch eine Handvoll Schrankenposten verblieben. In CZ, SK, HU und PL gibt es noch nicht wenige. Auf dem Balkan erst recht. Aber zumindest in CZ, SK, HU und PL dürften es in kleinen Schritten sukzessive weniger werden.

Herzliche Grüsse
Martin
Das verschwinden der Schrankenposten sollte bei der Dummheit der heutigen Autofahrer dringend überdacht werden. Ich habe mal gehört daß in Russland sehr viele Schranken automatisiert sind, trotzdem ist bei den Schranken immer eine Bude vorhanden und mit einem alten Mütterchen besetzt. Wäre das alte Mütterchen nicht bei der Schranke vorhanden würde sich niemand um die Haltsignale des Bahnübergangs scheren.
An gewissen unfallträchtigen Punkten sollte man sich wohl überlegen so eine Rentnerbeschäftigung einzurichten.
Gruß
Hartmut
hrt schrieb:
Das verschwinden der Schrankenposten sollte bei der Dummheit der heutigen Autofahrer dringend überdacht werden. Ich habe mal gehört daß in Russland sehr viele Schranken automatisiert sind, trotzdem ist bei den Schranken immer eine Bude vorhanden und mit einem alten Mütterchen besetzt. Wäre das alte Mütterchen nicht bei der Schranke vorhanden würde sich niemand um die Haltsignale des Bahnübergangs scheren.
An gewissen unfallträchtigen Punkten sollte man sich wohl überlegen so eine Rentnerbeschäftigung einzurichten.
Gruß
Hartmut
Da ist auch nicht längst nicht mehr jeder BÜ besetzt, würde ich behaupten. Aber vergleiche mal die Personalkosten in RU und vergleiche mal die Personalkosten in D, AT und CH. In D sind die automatisierten BÜ zumindest noch kameraüberwacht. Das ist ja in CH nicht der Fall. Bei Kameraüberwachung kann ja dann der Fdl auch noch eingreifen, wenn er sieht, dass sich noch ein FZ auf den Schienen befindet. In RU geht aber nicht nur die Schranke runter, da erhebt sich ausserdem noch eine Barriere aus dem Boden in Gegenrichtung zur Fahrtrichtung des Autos, wie hier sichtbar. [www.youtube.com]

Herzliche Grüsse
Martin

Re: Das mit den Schrankenposten sollte man überdenken

geschrieben von: Twindexx

Datum: 09.02.19 15:04

Weltreisender schrieb:
Bei Kameraüberwachung kann ja dann der Fdl auch noch eingreifen, wenn er sieht, dass sich noch ein FZ auf den Schienen befindet.
Nein, kann er nicht.

Mal das Beispiel Schweiz: Die SBB sind praktisch vollständig auf vier landesweite Betriebszentralen konzentriert. Die Steuerung von Bahnübergängen, das einstellen von Fahrstrassen und die Kundeninformation laufen weitestgehend automatisiert ab. Ein einzelner Zugverkehrsleiter überwacht den Zugsverkehr von ganzen Bezirken. Er muss nur noch manuell eingreifen, wenn es Abweichungen vom geplanten Fahrplan gibt. Es wäre niemals möglich, dass der Zugverkehrsleiter noch Kamerabilder von allen Bahnübergängen in seinem Bezirk betrachten könnte.

Wir betreiben hier keine Museumsbahn, wo jede Station, Bahnübergänge und Streckenblöcke noch örtlich besetzt sind. Ohne diese Automatisierung könnten wir den dichten Fahrplan in der Schweiz gar nicht fahren. Besonders kritische Bahnübergänge haben eine Raumüberwachung, welche die Barrieren erst schliessen lässt, wenn keine Fahrzeuge mehr zwischen den Barrieren stehen. Allerdings wird die Raumüberwachung ausgeschaltet, sobald die Schlagbäume sich zu senken beginnen. Wer dann noch auf den Bahnübergang fährt, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug dies nicht heil übersteht.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Re: Das mit den Schrankenposten sollte man überdenken

geschrieben von: J-C

Datum: 09.02.19 16:31

Find ich auch gut so. Wer der Meinung ist, dass eine Schranke nur Deko ist, darf gerne vom Gegenteil überzeugt werden...

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Twindexx schrieb:
Nein, kann er nicht.

Mal das Beispiel Schweiz: Die SBB sind praktisch vollständig auf vier landesweite Betriebszentralen konzentriert. Die Steuerung von Bahnübergängen, das einstellen von Fahrstrassen und die Kundeninformation laufen weitestgehend automatisiert ab. Ein einzelner Zugverkehrsleiter überwacht den Zugsverkehr von ganzen Bezirken. Er muss nur noch manuell eingreifen, wenn es Abweichungen vom geplanten Fahrplan gibt. Es wäre niemals möglich, dass der Zugverkehrsleiter noch Kamerabilder von allen Bahnübergängen in seinem Bezirk betrachten könnte.

Wir betreiben hier keine Museumsbahn, wo jede Station, Bahnübergänge und Streckenblöcke noch örtlich besetzt sind. Ohne diese Automatisierung könnten wir den dichten Fahrplan in der Schweiz gar nicht fahren. Besonders kritische Bahnübergänge haben eine Raumüberwachung, welche die Barrieren erst schliessen lässt, wenn keine Fahrzeuge mehr zwischen den Barrieren stehen. Allerdings wird die Raumüberwachung ausgeschaltet, sobald die Schlagbäume sich zu senken beginnen. Wer dann noch auf den Bahnübergang fährt, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug dies nicht heil übersteht.
Naja, gut bei den vier BZ für ganz CH + BZ BLS in Spiez da bräuchte es allein zur Überwachung der zahlreichen BÜ minimem einen extra Arbeitsplatz in den BZ. Dann wäre es möglich. Gut, meineswissens sitzt ein Mann alleine hinter der Simmentalstrecke. Ein Mann alleine dürfte auch hinter Spiez-IO sitzen sowie hinter noch weiteren Strecken. Gut, wenn ein Mann sich nur um das Simmental kümmern müsste, könnte er auch die BÜ überwachen, solange er nicht sonst irgendwo eingrefen muss oder mit sonst etwas beschäftigt ist. Muss er aber Simmental und gleichzeiten Spiez-Interlaken und vielleicht noch etwas betreuen, wird es schwierig, wenn er an div. Orten eingreifen muss oder Störungen oder sonst irgendetwas hat. Wenn er dann aber eingreifen muss, dann kann es aber Probleme geben, weil er nicht gut zwei Sachen gleichzeitig machen kann, z.B. Extrazug sowie manuelle BÜ-Bedienung. Das wird dann schon schwierig.

Herzliche Grüsse
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.19 13:35.