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SBB haben keine Freude am TwindexX

geschrieben von: Reto-S

Datum: 11.01.19 16:33

Grüezi,

die SBB scheinen immer noch Probleme mit dem Twindexx zu haben.
Auf der Seite des Lok-Report gibt es einen Bericht zum Thema:

[www.lok-report.de]

Grüsse

Reto[b]


editiert und den armen Siech mit einem zweiten "x" komplettiert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 11:56.

Re: SBB haben keine Freude am Twindex

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 11.01.19 19:22

Grüessech Wohl,

Naja, bei solchen technisch hochkomplexen Zügen wie diesen würde es mich nicht wundern, wenn es da ein bisschen länger dauert, bis da die Kinderkrankheiten behoben sind. Diese Züge sind ja technisch doch recht speziell, Wankkompensation und Neitech-Dosto, der in mehreren Ländern einsetzbar sein soll. Das ist schon ein Stück eierlegende Wollmilchsau, die sich nicht so einfach aus dem Hut zaubern lässt.

Vielleicht wäre es da doch besser gewesen, zuerst einen Prototyp zu bauen und damit Versuche zu machen und erst später dann eine Serie zu bauen, so wie beim ICE 1 z.B. oder wie früher allgemein üblich?

Gut, Bombardier soll sich aber auch nicht immer beliebt gemacht haben, mit dem, was sie so geliefert haben (NINA's und Lötschis der BLS). Wenn auch diese doch jetzt auch besser laufen sollen, als anfangs. Gut und ganz störungsfrei läuftnatürlich kein Fahrzeug. Aber so wie es scheint, sind ja da doch noch einige Kinderkrankheiten zu heilen, was - so wie ich mir vorstellen kann - bei diesen hochkomplexen Zügen durchaus noch schwieriger oder herausfordernder sein mag als bei anderen FZ.

Naja, das sind jetzt alles spekulierende Gedanken angesichts dessen, was ich bisher so gehört habe. Ich bin kein Techniker, somit kein Fachmann. Somit sollte ich nicht allzu viel von mir geben, denn - ich gebe es offen zu - ich habe keine Ahnung. Ich bin Kunde und Betriebseisenbahner, aber kein Techniker so dass ich zu diesen hochtechnischen Sachen nicht allzuviel sagen kann.

Ich wünsche jedenfalls allen Beteiligten, dass sich auch bei diesem Zug das Sprichwort "Was lange währt, kommt endlich gut" dann früher oder später auch bei diesem Zug bewahrheiten möge. Ich denke aber auch, dass die Schritte wie Begleitung durch Bombardier- und anderes Personal sowie Software-Anpassungen Schritte in die richtige Richtung sind. Und ja, gerade mit den Türen, da hatten wir bei der MOB eine zeitlang auch viel Probleme, die sich dann durch zahlreiche Massnahmen dann doch in den Griff bekommen liessen. Ich kann jedenfalls dankbar sagen, dass dann in der zweiten Hälfte des Jahres 2005 es doch erheblich besser wurde mit den Türen.

Herzliche Grüsse
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 06:44.
Weltreisender schrieb:
Grüessech Wohl,

Naja, bei solchen technisch hochkomplexen Zügen wie diesen würde es mich nicht wundern, wenn es da ein bisschen länger dauert, bis da die Kinderkrankheiten behoben sind. Diese Züge sind ja technisch doch recht speziell, Wankkomposition und Neitech-Dosto, der in mehreren Ländern einsetzbar sein soll. Das ist schon ein Stück eierlegende Wollmilchsau, die sich nicht so einfach aus dem Hut zaubern lässt.
Ich habe eine vermutlich ziemlich doofe Frage zum Fachterminus "Wankkomposition", den ich immer wieder in diesem oder anderen Artikeln zum Twindexx in dieser Form lese. Ist dieser so verbürgt oder ist das eine falsche "Autovervollständigung". Den Wortteil "-Komposition" kann ich mir höchstens im Maschinenbau im mathematischen Kontext vorstellen. Der Begriff Komposition bedeutet in der Mathematik meist die Hintereinanderschaltung von Funktionen. Aber ich denke bei der Einrichtung geht es ja um die Vermeidung des Wankens der hohen Wagenkästen, das sich bei bestimmten Querbeschleunigungen durch Schwingungsüberlagerung verstärken würde. Deshalb erscheint mir "Wankkompensation" schlüssiger. Kompensation = Kompensierung oder Ausgleich. Man möchte doch sicherlich die Wagenkästen stabilisieren, also Schwingungen ausgleichen.

Kann mir das jemand von den Schweizer Technikern erklären und mich von der eigenen eingeengten Sichtweise befreien? (Wollte jetzt nicht den Oberlehrer raushängen lassen, muss ich beruflich schon genug) Ich meine die Frage durchaus ernst.

Danke für die Aufklärung im voraus.

No brain no headache!

"Das System sagt ich will das, aber ich will das nicht!" Zitat Peter Arbeitsloser in "Qualityland" (Level-9-Nutzloser)

Re: SBB haben keine Freude am Twindex

geschrieben von: bollisee

Datum: 11.01.19 21:33

Reto-S schrieb:
Grüezi,

die SBB scheinen immer noch Probleme mit dem Twindex zu haben.
Auf der Seite des Lok-Report gibt es einen Bericht zum Thema:

[www.lok-report.de]

Grüsse

Reto
Kein Wunder:

Hast Du Bahn mit x, dann taucht's halt nix.
Aber hast Du Bahn mit Doppel-x, dann taucht's gleich doppelt nix...

Re: SBB haben keine Freude am Twindex

geschrieben von: 511048

Datum: 11.01.19 21:34

Nun das neue Fahrzeuge in den ersten Monaten Probleme verursachen ist ja nichts spezielles. (War beim DTZ und RABe 511 auch nicht anders) In diesem Fall ist es noch interessant, dass die Probleme nicht im gelenkten Einsatz auftraten, sondern erst im Normaleinsatz.

Der Komfort soll ebenfalls ein Problem sein, dabei hat sich ja genau Bombardier im Jahr 2010 gegen Siemens durchgesetzt, weil der Twindeex den besseren Komfort bietet. Hat sich nun der Komfort verschlechtert oder hatte die SBB dazumal andere Vorstellungen unter dem Begriff "Komfort" ?

Software-Probleme ist ja mittlerweile üblich bei neuen Fahrzeugen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 21:43.
Es gibt keine doofen Fragen... Höchstens, wer viel fragt wird auch viel angelogen...

Es muss Wankkompensation heissen. Das Netz enthält auch einiges an Infos dazu. Die Bombardier-Website gibt es in FR und EN. Auf die Schnelle gibt es jedoch bei Liebherr etwas in Deutsch dazu - vielleicht ganz interessant, das Thema mal von einem Zulieferer aus zu sehen: [www.liebherr.com]

Das Ganze dient dazu, den Kasten eben so zu führen, dass er auch in schneller gefahrenen Kurven komfortabel bleibt sowie dort bleibt, wo er vom Profil her sein muss - quasi eine "Neigetechnik light". Meine Ausführungen habe ich bewusst etwas "salop" geschrieben und ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Korrektheit; ausser beim Begriff Wankkompensation;-)

Zum Komfort: Bin vor kurzem erstmals mit dem Zug gefahren (Zürich - Gossau/Gossau - Zürich). Sie sind eindrücklich mit viel Technik. Die Sitze hart (das kann auch gut sein...), die Beleuchtung hell/grell und die Platzverhältnisse (Fenster/Schulter) eher knapp. Ohne das alte zu verklären, ein EW IV oder EC Wagen ist es nicht;-) Doch wir brauchen mehr Kapazität - das bringt der Zug.

Ich hoffe, der Zug wird noch zum Erfolg werden.

Gruss Christian

Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard-Nord) und Dampfschiffe: [www.flickr.com]
11652 schrieb:
Es gibt keine doofen Fragen... Höchstens, wer viel fragt wird auch viel angelogen...

Es muss Wankkompensation heissen. Das Netz enthält auch einiges an Infos dazu. Die Bombardier-Website gibt es in FR und EN. Auf die Schnelle gibt es jedoch bei Liebherr etwas in Deutsch dazu - vielleicht ganz interessant, das Thema mal von einem Zulieferer aus zu sehen: [www.liebherr.com]
Grüss Di Chrigu,

merci vielmal für dUfklärig. Ha, da habe ich also jahrelang schlecht gelesen. Da heisst es also WankkomPENSAtion oder nicht WankkomPOSItion. Ich nehme es gerne zur Kenntnis.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: SBB haben keine Freude am Twindex

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 12.01.19 07:47

bollisee schrieb:
Reto-S schrieb:
Grüezi,

die SBB scheinen immer noch Probleme mit dem Twindex zu haben.
Auf der Seite des Lok-Report gibt es einen Bericht zum Thema:

[www.lok-report.de]

Grüsse

Reto
Kein Wunder:

Hast Du Bahn mit x, dann taucht's halt nix.
Aber hast Du Bahn mit Doppel-x, dann taucht's gleich doppelt nix...
Dass Züge tauchen können wie U-Boote, ist mir neu...🤭

Re: SBB haben keine Freude am Twindex

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 12.01.19 07:54

511048 schrieb:
Nun das neue Fahrzeuge in den ersten Monaten Probleme verursachen ist ja nichts spezielles. (War beim DTZ und RABe 511 auch nicht anders) In diesem Fall ist es noch interessant, dass die Probleme nicht im gelenkten Einsatz auftraten, sondern erst im Normaleinsatz.

Das ist in der Tat etwas komisch. Die Frage ist, warum dies so ist. Aber das dürfte selbst die Fachleute und Hersteller verwundern.

Herzliche Grüsse
Martin
bw_halle_g schrieb:
Weltreisender schrieb:
Grüessech Wohl,

Naja, bei solchen technisch hochkomplexen Zügen wie diesen würde es mich nicht wundern, wenn es da ein bisschen länger dauert, bis da die Kinderkrankheiten behoben sind. Diese Züge sind ja technisch doch recht speziell, Wankkomposition und Neitech-Dosto, der in mehreren Ländern einsetzbar sein soll. Das ist schon ein Stück eierlegende Wollmilchsau, die sich nicht so einfach aus dem Hut zaubern lässt.
Ich habe eine vermutlich ziemlich doofe Frage zum Fachterminus "Wankkomposition", den ich immer wieder in diesem oder anderen Artikeln zum Twindexx in dieser Form lese. Ist dieser so verbürgt oder ist das eine falsche "Autovervollständigung". Den Wortteil "-Komposition" kann ich mir höchstens im Maschinenbau im mathematischen Kontext vorstellen. Der Begriff Komposition bedeutet in der Mathematik meist die Hintereinanderschaltung von Funktionen. Aber ich denke bei der Einrichtung geht es ja um die Vermeidung des Wankens der hohen Wagenkästen, das sich bei bestimmten Querbeschleunigungen durch Schwingungsüberlagerung verstärken würde. Deshalb erscheint mir "Wankkompensation" schlüssiger. Kompensation = Kompensierung oder Ausgleich. Man möchte doch sicherlich die Wagenkästen stabilisieren, also Schwingungen ausgleichen.

Kann mir das jemand von den Schweizer Technikern erklären und mich von der eigenen eingeengten Sichtweise befreien? (Wollte jetzt nicht den Oberlehrer raushängen lassen, muss ich beruflich schon genug) Ich meine die Frage durchaus ernst.

Danke für die Aufklärung im voraus.
Ersetze Komosition durch Kompensation, dann stimmts!
Gruss Leo
Zum Komfort des Twindexx: Mit Komfort haben die SBB definitiv nichts mehr am Hut. Da werden die für die Zürcher S-Bahn entwickelten RVD (Stadler KISS) mit ihren mikrigen Sitzabständen im Fernverkehr eingesetzt. Auch die Twindexx snd gegenüber den IC2000 Doppelstockwagen ein Rückschritt. Kleinere Sitzabstände, schmalere Sitze, kleinere Fenster. Sitze bei denen man auf der andern Seite des Wagens nicht hinaussieht. Beim Treppe ins obere Stockwerk wurden zwei statt ein Sitz eingebaut. Daran sieht man, dass es nur darum ging, möglichst viele Reisende hineinzupferchen. Man hätte problemlos auch in der 2. Klasse für zwei Sitze zwei Steckdosen einbauen können. Die SBB schreiben dazu, im Sinne eienr bewussten Klassendifferenzierung habe man darauf verzichtet. Man hält also bewusst den Komfort in der 2. Klasse tief. Es gab eine zeit, da war jede Fahrzeuggeneration komfortabler als die vorgängige. Nun ist in Sachen Komfort der EWIV das komfortabelste Fahrzeug. Seitdem geht es nur noch abwärts.

Was die Probleme mit die mangelnde Einsatztauglichkeit der neuen Fahrzeuge anbelangt: Eigentlich hätten die neuen Züge 2013 zum Einsatz kommen sollen. Dass dies von Anfang an unrealistisch war, hätte allen Beteiligten klar sein müssen. Die Einsprache der Behindertenverbände sind da nur zu einem sehr kleinen Teil schuld. Nun fuhren sie monatelang im gelenkten Einsatz offenbar ohne grosse Probleme. Da fragt man sich doch, warum dies jetzt nicht geht. Immerhin kann man hoffen, dass die Züge irgend einmal problemlos laufen und sich nicht ein Debakel à la ETR470 oder Frya anbahnt.

Gruss
Ernst

Re: SBB haben keine Freude am Twindex

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 12.01.19 18:12

Weltreisender schrieb:
511048 schrieb:
Nun das neue Fahrzeuge in den ersten Monaten Probleme verursachen ist ja nichts spezielles. (War beim DTZ und RABe 511 auch nicht anders) In diesem Fall ist es noch interessant, dass die Probleme nicht im gelenkten Einsatz auftraten, sondern erst im Normaleinsatz.

Das ist in der Tat etwas komisch. Die Frage ist, warum dies so ist. Aber das dürfte selbst die Fachleute und Hersteller verwundern.

Herzliche Grüsse
Martin
Waren im gelenkten Einsatz evtl. immer wieder Werkstattpersonal vor Ort um etwaige Störungen direkt ausmerzen zu können? Oder gab es im Vorlaufbetrieb vielleicht größere Wendezeiten in den jeweiligen Endbahnhöfen? Es war schon einmal die Rede davon, dass mit den Doppelstock-Fahrzeugen die aktuellen Wendezeiten nicht zu halten seien. Wie ist das in der derzeitigen gängigen Praxis umgesetzt worden?

Das Leben bei und mit der Eisenbahn: "Jeder macht was er will; keiner was er soll; alle machen mit!"

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]
511048 schrieb:
Nun das neue Fahrzeuge in den ersten Monaten Probleme verursachen ist ja nichts spezielles. (War beim DTZ und RABe 511 auch nicht anders) In diesem Fall ist es noch interessant, dass die Probleme nicht im gelenkten Einsatz auftraten, sondern erst im Normaleinsatz.
.....
Software-Probleme ist ja mittlerweile üblich bei neuen Fahrzeugen.
Daß neue Fahrzeuge erst mal Probleme haben ist normal, daß es am Anfang im regulären Einsatz Probleme gibt war auch früher so (nur natürlich nicht in dem Umfang wie heute).
Was die SBB allerdings hier wollen ist die eierlegende Wollmilchsau und da ist es klar, die wird erst mal massive Probleme haben da man hier in vielen Bereichen Neuland betritt.
Den Vorwurf den man der SBB machen kann und sollte ist: wenn man schon so etwas kompliziertes und neuartiges wie den Twindexx will, dann sollte man, wenn man das fertig von den Herstellern haben will, auf gar keinen Fall nur auf ein System setzen. Die SBB hätten eine Serie mit Bombardier-System und eine Serie mit Siemens-System ordern sollen (wer die Wagen und die Elektronik liefert ist dann nochmal eine andere Sache (~>z.B.: Bombardier-Wagen und Elektronik mit Drehgestellen und Wankkompensation von Siemens)).
Gruß
Hartmut
Die Twindexx sind im Komfort gegenüber nahezu jedem Fahrzeug ein Rückschritt — dabei ziehe ich nicht nur Fernverkehrsfarzeuge in meinen Vergleich mit ein.

Das Ziel möglichst viel Reisende reinzupreschen haben sie auch versaut. Zum Vergleich:
Nehmen wir eine Komposition von zwei IR200, und vergleichen die mit einer hypothetischen, gleich langen IC2000 Komposition. Für die 400m brauchen wir 2 Loks, also können wir noch 14 Wagen mitnehmen: 5A à 86 Pl., 9B à 126 Pl. ==> 430 1Kl, 1134 2Kl
Die Twindexx Komposition hingegen hat nur 362 1Kl, 1002 2Kl.


Das Argument mit der Klassendifferenzierung verstehe ich vollends. Wenn man die 1 Kl ständig weiter abwertet, muss man das auch mit der 2 Kl machen, ansonsten zahlt niemand mehr den Aufpreis.


In der 1Kl stimme ich Dir komplett zu mit den EW IV, allerdings finde ich in der 2Kl die EC wagen noch besser.

Re: SBB haben keine Freude am Twindex

geschrieben von: 511048

Datum: 13.01.19 09:10

Christian Snizek schrieb:
Weltreisender schrieb:
511048 schrieb:
Nun das neue Fahrzeuge in den ersten Monaten Probleme verursachen ist ja nichts spezielles. (War beim DTZ und RABe 511 auch nicht anders) In diesem Fall ist es noch interessant, dass die Probleme nicht im gelenkten Einsatz auftraten, sondern erst im Normaleinsatz.

Das ist in der Tat etwas komisch. Die Frage ist, warum dies so ist. Aber das dürfte selbst die Fachleute und Hersteller verwundern.

Herzliche Grüsse
Martin
Waren im gelenkten Einsatz evtl. immer wieder Werkstattpersonal vor Ort um etwaige Störungen direkt ausmerzen zu können? Oder gab es im Vorlaufbetrieb vielleicht größere Wendezeiten in den jeweiligen Endbahnhöfen? Es war schon einmal die Rede davon, dass mit den Doppelstock-Fahrzeugen die aktuellen Wendezeiten nicht zu halten seien. Wie ist das in der derzeitigen gängigen Praxis umgesetzt worden?
Ja es war Personal dabei, welches jedoch selten eingreifen musste.

Zu den Wendezeiten: Im Dezember schaffte es ein Doppel-Twindeex in 5 Minuten zu wenden und ausser einer Verspätung wegen technischer Störung an der Bahnanlage gabs keine Probleme.
Sorry gelöscht, da doppelt



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.19 10:45.
hrt schrieb:
Was die SBB allerdings hier wollen ist die eierlegende Wollmilchsau und da ist es klar, die wird erst mal massive Probleme haben da man hier in vielen Bereichen Neuland betritt.
Den Vorwurf den man der SBB machen kann und sollte ist: wenn man schon so etwas kompliziertes und neuartiges wie den Twindexx will, dann sollte man, wenn man das fertig von den Herstellern haben will, auf gar keinen Fall nur auf ein System setzen. Die SBB hätten eine Serie mit Bombardier-System und eine Serie mit Siemens-System ordern sollen (wer die Wagen und die Elektronik liefert ist dann nochmal eine andere Sache (~>z.B.: Bombardier-Wagen und Elektronik mit Drehgestellen und Wankkompensation von Siemens)).
Gruß
Hartmut
Nun, was ist denn neu?
- Traktion? Haben bis jetzt alle Fahrzeuge Tretautoantrieb? Der Synchronmotor, was der Permamentmagnetmotor ist, ist in Frankreich seit Jahren im Einsatz. Nachzulesen unter Filipovic, Elektrische Bahnen.
- Türen? Erste Wagen mit automatischen Türen? Bei den IC2'000 funktionieren die seit 20 Jahren einwandfrei. Wurde nicht Adtranz von Bombardier übernommen? Das Wissen wäre mal im Haus vorhanden gewesen!
- Leittechnik? Sind das die ersten Züge mit Leittechnik. Womit laufen denn alle andern Züge von Siemens- bis China Lieferanten? Wenn man nicht fähig ist, soll man das halt einkaufen.
- Neigetechnik? Wako ist eine abgespeckte Neitech Variante. Statt 8° wird nur 2° geneigt. Praktisch nur das nachaussenkippen des Federspieles ausgeglichen. Darum sind die Wagenkästen aussen auch nicht eingezogen! Was an der Ansteuerung so anders. als bei der normalen Neitech sein soll, erschliesst sich mir nicht. Bei 2° Neigung und der langsameren Geschwindigkeit sind die Kräfte auch geringer, die Wagenkasten zu neigen. Rein Rechnungsmässig wiegt eine ICN Wagenkasten (395/4) 57 Tonnen, ein Twindexx Kasten: 67 Tonnen. Da dürften die Kräfte in etwa ähnlich sein. Sofern res hier Probleme gibt die SBB sprechen:
Zitat
insbesondere die Türstörungen sowie die Störungen bei der Leittechnik (Software) und der Traktion umgehend behoben werden. Diese machen aktuell zwei Drittel aller Störungen aus.
Quelle:
[news.sbb.ch]

Und: Bombardier hat sich an der Ausschreibung beteiligt und den Zuschlag erhalten. Was ist generell von einer Firma zu halten, die an Ausschreibungen teilnimmt, die sie technisch nicht beherrscht? Meines Wissens waren noch mindestens 2 weitere Firmen an der Ausschreibung beteiligt, die sich ebenfalls in der Lage sahen, diese Technik zu liefern.

Anders als die SBB wirklich die Wollmilchsau wollte nämlich Neigezüge für 250 oder mehr Geschwindigkeit: Diese Ausschreibung musste mangels Anbieter abgebrochen werden.

Die Dinger sind nun seit Ende Februar 2018 im gelenkten Einsatz. Die Ingenieure die da auf dem Zug waren, haben es nun in dieser Zeit nicht geschafft, die Dinger zum laufen zu bringen. Wie lange will man nun noch warten?
Die SBB schreibt, dass sie ihre Ausrangierungen aufgeschoben haben bis Ende 2018 keine Probleme hätten um den nun schon 4 Jahre verspäteten Zug (aufs Konto Bombardier) rollmaterialmässig aufzufangen. 2019 will man mit dem refit IC 2'000 beginnen.
2026 sollten die Züge mit WAKO auch in den Fahrzeiten aktiv, nach Lausanne verkehren.
Vielleicht muss man sich wirklich überlegen, ob man das Projekt nicht abbricht, a la Fyra und die verbleibende Zeit nutzt, was neues zu kreieren.

Ist eigentlich einer von den Zügen schon von den SBB übernommen?
Gruss Leo



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.19 10:46.
Ohne Garantie auf Vollständigkeit:

Bisjetzt im Fahrgasteinsatz:
006 *
009 *
010
011*
012*

205
207
209
211
212

402
405

*: Nicht übernommen oder ohne Datum unterwegs (zu bestätigen)
wenn man parallel dazu betrachtet, dass Siemens erst einmal durch Versuche gucken musste, was das WTB jetzt genau überträgt, scheint "Leittechnik" ja so ein bisschen nach "trail and error" programmiert zu werden? Bei den 186/486 ist das aktuell der grosse Wurf.

MfG

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]

Das Ding muss erst mal funktionieren

geschrieben von: hrt

Datum: 14.01.19 19:26

leofink schrieb:
hrt schrieb:
Was die SBB allerdings hier wollen ist die eierlegende Wollmilchsau und da ist es klar, die wird erst mal massive Probleme haben da man hier in vielen Bereichen Neuland betritt.
Den Vorwurf den man der SBB machen kann und sollte ist: wenn man schon so etwas kompliziertes und neuartiges wie den Twindexx will, dann sollte man, wenn man das fertig von den Herstellern haben will, auf gar keinen Fall nur auf ein System setzen. Die SBB hätten eine Serie mit Bombardier-System und eine Serie mit Siemens-System ordern sollen (wer die Wagen und die Elektronik liefert ist dann nochmal eine andere Sache (~>z.B.: Bombardier-Wagen und Elektronik mit Drehgestellen und Wankkompensation von Siemens)).
Gruß
Hartmut
Nun, was ist denn neu?
- Traktion? .....
- Türen? ....
- Leittechnik? ......
- Neigetechnik? Wako ist eine abgespeckte Neitech Variante. Statt 8° wird nur 2° geneigt. Praktisch nur das nachaussenkippen des Federspieles ausgeglichen. Darum sind die Wagenkästen aussen auch nicht eingezogen! Was an der Ansteuerung so anders. als bei der normalen Neitech sein soll, erschliesst sich mir nicht. Bei 2° Neigung und der langsameren Geschwindigkeit sind die Kräfte auch geringer, die Wagenkasten zu neigen. Rein Rechnungsmässig wiegt eine ICN Wagenkasten (395/4) 57 Tonnen, ein Twindexx Kasten: 67 Tonnen. Da dürften die Kräfte in etwa ähnlich sein. Sofern res hier Probleme gibt die SBB sprechen:
......
Gruss Leo
Die Wankkompensation muss erst mal wie gewollt funktionieren. Und wenn sie wie gewollt funktioniert muss sie das auch über einen längeren Zeitraum. So eine Wankkompensation hat noch niemand eingesetzt. Ja Du hast Recht Leo, es ist eine abgespeckte Neigetechnik, aber so etwas hat noch niemand je bei einem Doppelstockwagen mit Antriebsausrüstung, noch nicht einmal bei einem Doppelstockwagen ohne Antriebsausrüstung gemacht. Warum hat sich wohl bisher noch niemand an einen Doppelstockwagen mit Neigetechnik gewagt? Abgesechen von der Kippachse, weil das Ding verdammt schwer sein dürfte wenn es voll beladen ist und weil das System zwangsweise immer wird funktionieren müssen. Wenn das System nicht funktioniert läuft bei normaler Neigetechnik der Kaffee auf die Hose, mehr passiert da nicht, bei der Wankkompensation hingegen gibt es Schrott wenn der Wagen irgendetwas berührt was er nicht soll. Was also spricht dagegen beim Hauptbauteil, dem Drehgestell mit der Wankkompensation, auf Nummer sicher zu gehen und nicht nur auf ein System zu setzen? Der ganze Rest (Traktion, Türen, Leittechnik, Wagenkasten) kann ruhig von einem Hersteller bezogen, aber die Drehgestelle mit der Wankkompensation werden noch genügend Probleme in der Zukunft bereiten. Ich schätze zwar die Firma Liebherr für ihre Produkte und ihre Kompetenz, aber ich bin mir sicher dass auch Liebherr mit der Wankkompensation noch Lehrgeld wird zahlen müssen.
Gruß
Hartmut

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