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Der Untersuchungsbericht wurde veröffentlicht: Unfallbericht

Aus Freude am Fahren:
BR 420 BR 423 BR 140/139/115/110 BR 151 BR 152 BR 145 BR 182/1016/1116/1216 BR 1144 BR 185 BR 186 BR 187 BR 189 BR 193
Hi,

danke für den Link.

Der Teil mit dem WTB- und ZMS- Test ist finde ich der interessanteste. Kaum zu glauben das es beim "fortschrittlichsten Mehrfachtraktionssteuerungssystem" solche Sicherheitslücken gibt. Jetzt wäre noch gut zu Wissen wie sich die geführte Lok mit WTB im deutschen oder schweizer System verhält.
Unter Kollegen wurde auch oft erwähnt, das ein Kollege der MEV Austria den Zug gefahren haben soll, das kann nun auch wiederlegt werden.

Auf jedem Fall haben die Schutzengel hier ganze Arbeit geleistet, das hätte wirklich in einer Katastrophe enden können.

Gruß Marc

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/logo11lprfuthq0.jpg
Schon beeindruckend, den Unfallvorgang so detailliert zu lesen .
Vielleicht ist jemand noch interessiert den Thread zu lesen, als es gerade passiert war:
[www.drehscheibe-online.de]

Gruß, Victor

NL
Frage hierzu:
Wie verhält sich die 2. Lok BR 193 bezüglich der Versorgung mit Luft für die HLL? Wird die HLL ständig von der 2. Lok gespeist, um den Druck von ca. 5 Bar zu halten oder erfolgt keine Nachspeisung der Luft, so dass schleichend ein Luftverlust in der HLL eintritt? Über diesen Punkt habe ich nichts im Bericht gefunden.
Normalerweise (nach meinem alten Kenntnisstand) müsste das Führerbremsventil auf der 2. Lok in Mittelstellung sein, so dass es keinen Einfluss auf den Druck in der HLL ausüben kann. Und da die HLL zwischen Lok 1 und 2 erwiesenermaßen ab Station Brenner unterbrochen war, müsste doch dieser langsame schleichende Luftverlust mit Absenkung des Druckes in der HLL mit gewisser Bremswirkung doch eingetreten sein, oder?
Sind die heutigen HLL inzwischen so dicht, dass es diesen schleichenden Luftverlust nicht mehr in der mir bekannten Form gibt und dieser vielleicht erst nach vielen Minuten oder erst Stunden eintritt?
Es wäre für mich als mittlerweile Inaktiven interessant, hierüber von Insidern einmal etwas Aktuelles zu lesen.
Gruß von 01 217

Bremsprüfung, die nichts bringt ...

geschrieben von: Mülli11

Datum: 26.12.18 10:32

Moinsen,

sehr merkwürdig finde ich folgende Passage:

"20:52:08 Betätigung der Betriebsbremsung ca. auf Höhe des RoLa Terminals im km 111,145 bei ca. 30 km/h um die Wirksamkeit der Bremsen zu überprüfen."

Was bringt mir diese Prüfung, außer nichts? Wenn die bremsen funktionieren komme ich zum halten im Notfall. Aber wenn die Bremsen nicht funktionieren (weil z.B. der Klassiker auftritt, dass zwischen Lok und Wagen nicht die Luft angeschlossen wurde), dann rollt er Berg ab runter ohne Bremswirkung. Also ist die Prüfung für die Katz und muss vorher irgendwie überprüft werden! Ansonsten kann nicht mehr reagiert werden und es endet wie es im Bericht passiert ist ...

Viele Grüße!

Re: Bremsprüfung, die nichts bringt ...

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 26.12.18 13:31

Hallo,

Du machst eine ganze normale volle oder vereinfachte Bremsprobe im Stand. Daneben ist in vielen Ländern oder durch diverse EVI inzwischen eine "Bremsprobe auf Wirkung" vorgeschrieben. Diese soll keinesfalls die reguläre Bremsprobe ersetzen sondern dient dazu die Bremswirkung des Zuges einzuschätzen.

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Hallo,

Nein, die zweite Lok speist nicht nach. Bei heutigen Tfz ist mit der Deaktivierung des Führerpultes auch das Bremsventil abgesperrt. Ein schleichender Luftverlust bewirkt aber keinesfalls das Ansprechen der Bremse. Dazu ist schon eine deutliche Druckabsenkung von 0.2-0.3 bar nötig. Denselben Effekt macht man sich ja beim Angleicher zunutze. Der Druck in der HLL wird erhöht und dann wieder langsam abgesenkt, ohne das die Bremse anspricht.

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:12:26:19:21:05.
Ich habe mich immer wieder geärgert, wenn jemand bei einem längeren Halt die Lufthahnen zwischen der Lok und dem Zug geschlossen hat, um den Kompressor zu schonen, um Störungen zu beheben oder aus sonst einem Grund.

Sowas macht man nicht einfach so, ohne zusätzliche Sicherheitsmassnahmen zu treffen. Da muss mindestens im Führerstand ein Zettel angeklebt werden oder der Zug kann natürlich auch ganz abgekuppelt werden.

Ein Unfall, welchen ich recht nahe erlebt habe hat mich für solche Themen sensibilisiert. Da gabs ein riesiges Desaster, weil die Hahnen zwischen Lok und 1. Wagen geschlossen waren.
Der tolle Vectron provoziert aber genau das. Ist die Lok mit dem Zug abgestellt, musst du die Hähne schliessen um die Lok aufzurüsten und alle Prüfläufe durchzuführen. Selbst bei zwei Loks in DT geht das nicht, man muss sie mindestens luftseitig trennen.

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Es ist ja schön und gut, wenn man alles neutral formulieren möchte, auch um keine Rückschlüsse auf das Geschlecht der Beteiligten schließen zu können, aber muss man wirklich JEDES mal der/die TfzfIn schreiben?
Das fördert den Lesefluss ungefähr so, als wenn mein Hund vor dem Bildschirm steht...

Re: Bremsprüfung, die nichts bringt ...

geschrieben von: PKP Cargo

Datum: 26.12.18 17:09

Mülli11 schrieb:
...Was bringt mir diese Prüfung, außer nichts? Wenn die bremsen funktionieren komme ich zum halten im Notfall. Aber wenn die Bremsen nicht funktionieren...
Hi,

es gibt himmelweite Unterschiede im Bremsverhalten von Güterzügen. Du kannst einen vollen Kesselwagenzug haben, der gerade so die Mindestbremshunderstel erreicht, und bei einer Druckabsenkung um 0,5 bar wie eine S- Bahn bremst. Dann gibt es KLV- Züge die 100 oder mehr Bremshunderstel erreichen, und bei der Druckabsenkung um 0,5 bar passiert fast nichts. Darum ist diese Bremsprobe auf Wirkung sehr wichtig, das Bremsverhalten lässt sich bei der vollen oder vereinfachten Bremsprobe nicht feststellen.

Gruß Marc

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/logo11lprfuthq0.jpg

Re: Bremsprüfung, die nichts bringt ...

geschrieben von: Mülli11

Datum: 26.12.18 17:48

PKP Cargo schrieb:
Mülli11 schrieb:
...Was bringt mir diese Prüfung, außer nichts? Wenn die bremsen funktionieren komme ich zum halten im Notfall. Aber wenn die Bremsen nicht funktionieren...
Hi,

es gibt himmelweite Unterschiede im Bremsverhalten von Güterzügen. Du kannst einen vollen Kesselwagenzug haben, der gerade so die Mindestbremshunderstel erreicht, und bei einer Druckabsenkung um 0,5 bar wie eine S- Bahn bremst. Dann gibt es KLV- Züge die 100 oder mehr Bremshunderstel erreichen, und bei der Druckabsenkung um 0,5 bar passiert fast nichts. Darum ist diese Bremsprobe auf Wirkung sehr wichtig, das Bremsverhalten lässt sich bei der vollen oder vereinfachten Bremsprobe nicht feststellen.

Gruß Marc
Das ist mir alles klar. Wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt. Im Text hört es sich so an, ob die Wirksamkeit der Bremse heißt: Ja es bremst oder es bremst nicht. 0 oder 1. Und das wäre fatal, wenn es dann Berg ab geht, da man keine Chance mehr hat einzugreifen, wenn die Bremsen versagen. ;)
Vorallem wie kommt man auf so bullshit "den Kompressor zu schonen"? Der ist doch dafür da, also soll er komprimieren... vorallem bei so neuen Loks, die müssen das doch noch aushalten.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Railfan schrieb:
Sowas macht man nicht einfach so, ohne zusätzliche Sicherheitsmassnahmen zu treffen. Da muss mindestens im Führerstand ein Zettel angeklebt werden oder der Zug kann natürlich auch ganz abgekuppelt werden.


Sowas hier oops

Aus Freude am Fahren:
BR 420 BR 423 BR 140/139/115/110 BR 151 BR 152 BR 145 BR 182/1016/1116/1216 BR 1144 BR 185 BR 186 BR 187 BR 189 BR 193




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:12:26:18:36:26.
Was mich am meisten wundert ist, daß sich Siemens wundert was die eigenen Loks eigentlich so machen und was nicht...

Wissen die überhaupt was sie da zusammen schrauben und haben sie das vor Auslieferung überhaupt mal ausprobiert? Eher nicht so wie es mir scheint...

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Ein Qualitätsprodukt also. Mit dem Taurus hatte ich bei den Prüfäufen nie Probleme. Weder mit einem langen Reisezug, und ja, der braucht auch sehr viel Luft, noch mit 700 Meter Güterzug. Es braucht vielleicht etwas länger, aber eine Störung hatte ich deshalb nie.
Wenn einer schon unbedingt der Meinung ist, für die Prüfläufe die Wechsel zwischen Lok und erstem Wagen schließen zu müssen, dann wäre eine Vollbremsung zur Sicherung des Zuges die einfachste Methode.

Und zum Thema Kompressor/Luftpresser schönen. Entweder er hält es aus, oder er hat auf einer Lok nichts verloren. Was machst bei Eier langen Gefällefahrt wenns mit E-Bremes nicht .

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:12:26:19:15:57.
Brennersee schrieb:
Ein Qualitätsprodukt also. Mit dem Taurus hatte ich bei den Prüfäufen nie Probleme. Weder mit einem langen Reisezug, und ja, der braucht auch sehr viel Luft, noch mit 700 Meter Güterzug. Es braucht vielleicht etwas länger, aber eine Störung hatte ich deshalb nie.
Wenn einer schon unbedingt der Meinung ist, für die Prüfläufe die Wechsel zwischen Lok und erstem Wagen schließen zu müssen, dann wäre eine Vollbremsung zur Sicherung des Zuges die einfachste Methode.
Unbedingt viel Erfahrung hatte "der/die Tf/Tfin" nicht. Dafür spricht das sofortige Konsultieren einer Hotline und dann das "Auffinden eines LS". Festgebremst hatte man den Zug ja offenbar, diese Vollbremsung aber beim Prüfen der geführten Lok unbeabsichtigt wieder aufgehoben.

Das Problem bei den Prüfläufen und beim Aufrüsten ist eher ein zeitliches. Der Vectron will 90sec nach Einschalten der Batterie Luft in der HLL sehen. Bei einem luftleeren, angehängten Zug unmöglich. Hält man diese Zeit nicht ein, füllt die HLL nicht, ohne das man eine Störung hat. Bei den Prüfläufen dito. Absenkung und Auffüllen der HLL müssen innerhalb bestimmter Zeiten erfolgen, reicht das nicht, bricht der Prüflauf ab.

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
De David schrieb:
Vorallem wie kommt man auf so bullshit "den Kompressor zu schonen"? Der ist doch dafür da, also soll er komprimieren... vorallem bei so neuen Loks, die müssen das doch noch aushalten.
Hi,

heutige Luftpresser sind ja für Dauerbetrieb ausgelegt😉 User Railfan meinte wohl Luftpresser älterer Maschinen.

Gruß Marc

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/logo11lprfuthq0.jpg
PKP Cargo schrieb:
De David schrieb:
Vorallem wie kommt man auf so bullshit "den Kompressor zu schonen"? Der ist doch dafür da, also soll er komprimieren... vorallem bei so neuen Loks, die müssen das doch noch aushalten.
Hi,

heutige Luftpresser sind ja für Dauerbetrieb ausgelegt😉 User Railfan meinte wohl Luftpresser älterer Maschinen.
unter was fallen da Re 460/465? Deren Kompressoren (ich hasse diese Wortschöpfung "Luftpresser") können keinen Dauerbetrieb ab.

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Matthias Muschke schrieb:
...unter was fallen da Re 460/465? Deren Kompressoren (ich hasse diese Wortschöpfung "Luftpresser") können keinen Dauerbetrieb ab...
Hi,

über die Re 460/465 kann ich nichts sagen, ich hab aber mal gelesen das es mit der Temperatur im Maschinenraum zusammenhängt, im Sommer werden Werte erreicht, wofür der Luftpresser oder "Kompressor" nicht ausgelegt ist.

Gruß Marc

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/logo11lprfuthq0.jpg

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