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[AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: tbk

Datum: 24.11.18 10:21

[www.basellandschaftlichezeitung.ch]

Hier wird die überlegung ins spiel gebracht, die fahrzeuge der Waldenburgerbahn (baujahr 1986 bis 1993) auf der Murtalbahn Unzmarkt - Tamsweg einzusetzen, wenn diese elektrifiziert wird. Ab 2022 wird die Waldenburgerbahn von aktuell 750 mm auf meterspur umgebaut und die alten 7 triebwagen und 10 steuerwagen stehen dann zur verfügung; für die Murtalbahn bräuchte es wohl neue radsätze (760 mm) und die fahrzeuge wären auch nicht barrierefrei.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: Vinne

Datum: 24.11.18 11:18

Da wäre dann tatsächlich die Frage, ob sich die Steuerwagen mit Niederfluranteil umbauen ließen.

Im Grunde ja keine schlechte Idee.

Gruß

Krückau - Rhein - Isar - Elbe - Leine - mein Bildungsweg ist eine Flusskreuzfahrt!
Es hat sich eigentlich noch nie gelohnt, Investitionen an die gleichzeitige Übernahme von billigem Schrott anzupassen. Wenn man elektrifizieren will, wird man sicher auch die nötigen Neufahrzeuge in die Investition einbinden können. Und wenn nicht, kann man es auch ganz lassen. Mit den Fahrzeugen der Waldenburgerbahn wäre weder eine Verjüngung noch sonstwie eine Modernisierung des Fahrzeugbestands zu erreichen, und barrierefrei ist da auch nix. Zudem sind die Fahrzeuge entsprechend ihrer Einsatzstrecke für den Vorortverkehr optimiert und haben dementsprechend eine Innenausstattung auf Straßenbahnniveau.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass man beim BLT so unsolide kalkuliert haben sollte, mit mehr als den Schrottpreis zu rechnen. Es ist schon in Ordnung, die Reste so gut wie möglich loswerden zu wollen, man sollte aber nicht vergessen, dass die Wagen abgeschrieben und ersetzungsbedürftig sind. Sonst würde man jetzt auch nicht umspuren.

Der Artikel ist großenteils Unsinn. 750 mm ist die bei weitem häufigste Schmalspur in Europa. 760 mm kann man zudem noch draufrechnen, das ist nur eine Frage der Spurjustierung. Das Problem ist nicht die Spurweite, sondern dass es elektrische Fahrzeuge sind. Da schafft es wohl mal wieder jemand nicht, über den Tellerrand der Schweiz hinauszusehen.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: 2143005

Datum: 24.11.18 13:51

Vmax 75 ist auch nicht gerade das was man für die angestrebte Kantenfahrzeit zwischen Unzmarkt und Murau benötigt. Hoffentlich ist das alles mehr Wunschdenken der Schweizer als konkrete Planung. Auch wenn (schweizer) Gebrauchtfahrzeuge Tradition bei der Stlb haben - Finger weg von diesen Triebwagen!
Spannend ist, dass BLT die Waldenburgerbahn umspuren will, weil man so angeblich in Zukunft auf günstigeres Rollmaterial zurückgreifen könne, da elektrische Traktionsmittel in der Spurweite 750mm in Ermangelung an Bedarf zu teuer seien. ..
Logisch, dass sie diese Fahrzeuge jetzt nicht losbringen.

Ausser mit viel Gebastel lassen sich aus diesen - auch schon älteren Trieb- und Steuerwagen - nichts zeitgemässes mehr auf die Schienen stellen, das den Anforderungen des neuen Besitzers entsprechen würde. Da gibt es sicher zeitgemässere und nachhaltigere Alternativen.

Hauptsache eine Zeitung konnte den Platz zwischen der immer spärlicheren Werbung irgendwie füllen. :-)

beste Grüsse, =weineggbahn=

https://www.facebook.com/Weineggbahn/
[weineggbahn.blogspot.ch]

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: tbk

Datum: 24.11.18 16:43

weineggbahn schrieb:
Spannend ist, dass BLT die Waldenburgerbahn umspuren will, weil man so angeblich in Zukunft auf günstigeres Rollmaterial zurückgreifen könne, da elektrische Traktionsmittel in der Spurweite 750mm in Ermangelung an Bedarf zu teuer seien. ..

Zumindest Stadler hat das drehgestell der Mariazellerbahn-Himmelstreppe in der schublade und kann auf dieser basis fahrzeuge ausrüsten. So weit ich es verstehe, geht es bei der umspurung (in verbindung mit einem lückenschluss Liestal - Pratteln) darum, das Waldenburgertal mit dem ballungsraum Basel umsteigefrei zu verknüpfen.

Gegenüber den aktuellen triebwagen im Murtal wären die Waldenburgerli in keiner hinsicht (komfort, geschwindigkeit, barrierefreiheit) eine verbesserung; diese wird jedoch angestrebt und so glaube ich auch nicht, dass die StB die triebwagen, selbst wenn sie zum schrottpreis zu haben sind, als passend einstufen wird. Wäre 1500 V gleichspannung überhaupt aus technischer sicht das wirtschaftlichste stromsystem?


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Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: class88

Datum: 24.11.18 17:16

die Waldenburgerbahnfahrzeuge könnte durch einen nF-Beiwagene ergänzt werden, ich glaube nicht, dass auf der Murtalbahn nur eine Kombination Tw und Stw ausreichend ist.Dies dürfte STADLER wohl hinbekommen.
tbk schrieb:
weineggbahn schrieb:
Spannend ist, dass BLT die Waldenburgerbahn umspuren will, weil man so angeblich in Zukunft auf günstigeres Rollmaterial zurückgreifen könne, da elektrische Traktionsmittel in der Spurweite 750mm in Ermangelung an Bedarf zu teuer seien. ..
Zumindest Stadler hat das drehgestell der Mariazellerbahn-Himmelstreppe in der schublade und kann auf dieser basis fahrzeuge ausrüsten. So weit ich es verstehe, geht es bei der umspurung (in verbindung mit einem lückenschluss Liestal - Pratteln) darum, das Waldenburgertal mit dem ballungsraum Basel umsteigefrei zu verknüpfen.
Nein, die WB wird ein Inselbetrieb bleiben. Aber eben mit der Möglichkeit, Fahrzeug gemeinsam mit anderen Bahnen zu beschaffen oder auch bei Bedarf von anderen Bahnen Fahrzeuge zu mieten. Und nicht den Unterhalt der Strecke vergessen, bei den Baufirmen gibt es in der Schweiz einige Meterspurfahrzeuge, 750 mm-Baufahrzeuge ist der Bestand hingegen sehr übersichtlich.

Bei der WB bietet sich momentan die einmalige Chance, "einfach" auf Meterspur umzustellen, die es so wohl nie wieder geben wird. In den nächsten Jahren müssen die Fahrzeuge ersetzt werden, ein grössere Teil der Gleise ist erneuerungsbedürftig und wegen dem Ausbau der SBB-Strecke wird ein Teil der Strecke ab Liestal sowieso monatelang mit Bus betrieben werden müssen. Statt die Reisenden vom Bus wieder in den Zug für die Fahrt weiter ins Tal umsteigen lassen, kann der Bus durchfahren und man nebenan die Strecke umspuren und danach den Verkehr mit den neuen Triebwagen wieder aufnehmen.

Nach Österreich: Bezüglich Niederflureinstieg stellt sich die Frage nach dem Profil und der nötigen Zuglänge. Meterspurige Niederflurwagen würden bald frei, die müsste man natürlich auf 750 mm umspuren, mit WB-Trieb- und Steuerwagen auf beiden Seiten hätte man einen dreiteiligen Elektrozug mit Niederflur. Ob das aber wirklich Sinn ergibt und man nicht besser gleich einen 750 mm-ET mit Niederflureinstieg kauft?

Gruss

Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.18 17:41.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: class88

Datum: 24.11.18 18:04

Der größte Vorteil für die BLT besteht darin, bestehende Fahrzeuge auch auf der WB einzusetzen und bei Bedarf-mittels Transport - weitere dorthin zu versetzen... Dann würde man so handeln wie in Belgien, wo Trams der STIVA (Brüssel)zur Kustram während des Sommers wechseln...
class88 schrieb:
die Waldenburgerbahnfahrzeuge könnte durch einen nF-Beiwagene ergänzt werden, ich glaube nicht, dass auf der Murtalbahn nur eine Kombination Tw und Stw ausreichend ist.Dies dürfte STADLER wohl hinbekommen.

Na toll. Da sollen sie jetzt nicht nur elektrifizieren, sondern auch noch Niederflurbeiwagen dazukaufen, nur um das alte Zeugs von der Waldenburger Bahn aufzubrauchen. Das ist genau das, was man mit der Redensart meint "mit dem Schinken nach der Wurst werfen".

class88 schrieb:
Der größte Vorteil für die BLT besteht darin, bestehende Fahrzeuge auch auf der WB einzusetzen und bei Bedarf-mittels Transport - weitere dorthin zu versetzen... Dann würde man so handeln wie in Belgien, wo Trams der STIVA (Brüssel)zur Kustram während des Sommers wechseln...

Welche BLT-Bestandsfahrzeuge möchtest Du denn auf der meterspurigen Waldenburgerbahn einsetzen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.18 18:39.
Auf der Kusttram verkehren im Sommer Niederflurwagen aus Gent da der Betreiber wie in ganz Flandern DeLijn ist.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: class88

Datum: 24.11.18 21:25

Trams der BLT...ganz einfach ! Und die WB Fahrzeuge fahren noch gut 30 Jahre...Also entweder Tango als Zweirichtungsfahrzeug oder weitere Bestellung der neuen AppenzellerZüge fur Trogen...Die WB ist eigentlich eine Strassenbahn.Und deswegen kommt der neue COMBO von Stadler - ein Tram.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.18 21:46.
class88 schrieb:
Trams der BLT...ganz einfach !

Kann es sein, dass Du weder die Waldenburgerbahn noch die aktuellen BLT-Fahrzeuge kennst? Auf den Baseler BLT-Linien sind ausschließlich Einrichtungswagen im Einsatz. Die Waldenburgerbahn braucht aber eisenbahntypisch Zweirichtungsfahrzeuge. Und das wird sich auch nicht ändern.

class88 schrieb:
Und die WB Fahrzeuge fahren noch gut 30 Jahre...

Wo? Und wer sagt das?

class88 schrieb:
Also entweder Tango als Zweirichtungsfahrzeug oder weitere Bestellung der neuen AppenzellerZüge fur Trogen...

Die Waldenburgerbahn bekommt Tangos.

class88 schrieb:
Die WB ist eigentlich eine Strassenbahn.

Nein. Es gibt auch keine straßenbündigen Abschnitte. Wohl aber gepflasterte Abschnitte direkt neben der Straße.
@tbk und @class88: Daran, dass Stadler Fahrzeuge für 760 mm-Spurweite bauen kann, dürfte kein Zweifel bestehen. Nur erfahrungsgemäß verlangt Stadler Mondpreise, wenn sie der einzige Hersteller sind, der für eine bestimmte Bahn in Frage kommt. Die Preise, die Stadler bei diversen Schweizer Privatbahnen oder z.B. auch in Lyon erzielt hat, sprechen für sich...
@kaufhalle: ignorier‘ Class88 einfach. Das machen die Meisten hier so. Er wechselt zwar öfters seinen Nickname, aber die inhaltliche Substanz seiner Beiträge steigert sich dabei nie... ;-)

schönen Sonntag, =weineggbahn=

https://www.facebook.com/Weineggbahn/
[weineggbahn.blogspot.ch]

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: class88

Datum: 25.11.18 11:09

ich kenne die WB sehr wohl, nur wenn man sagt, man baut das gesamte Gleisnetz um, dann kann man auf Wendeschleifen oder Gleisdreiecke umstellen und schon haben selbst die bisherigen BLT Trams ein neues Betätigungsfeld...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.18 11:11.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: class88

Datum: 25.11.18 11:12

Und Stadler hat den Tramfertigungsbereich von SOLARIS übernommen... siehe DSO Straßenbahnforum...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.18 11:16.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: class88

Datum: 25.11.18 11:14

zu Bernhard Martin: Die Mondpreise: wenn man sie denn in der Schweiz bezahlt....! Angeblich sind doch auch einige Kommunen oder auch Kantone etwas klamm in der Kasse !



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.18 11:14.
PFMJI -
die Bestandsfahrzeuge im Murtal sind doch die originale Knotz-Konstruktion, und die (Herst. & StLB) haben bereits bei deren Konstruktion soweit möglich Antriebskomponenten damals zeitgemässer Strassenbahnwagen verwendet. Ein Umbau der E-Anlage wäre daher nur wenig aufwändiger als die Anpassung der WB-Fahrzeuge.

Die Fahrzeuge der WB sind also etwa gleiche Altersgeneration. Die Barrierefreiheit kann man nur mit den nicht angetriebenen Segmenten aller "Pendelzüge" durch Umbau realisieren, sofern die Rahmen das hergeben.

Die WB-Fahrzeuge wie die Altfahrzeuge der FB Zürich und die der TN Neuchatel entstammen mit Abstrichen dem Baukastensystem "Tram2000" der 1970er Jahre. Die Neukonstruktion der nachgerüsteten 7,5-m-Jakobs-Sänften für Zürcher 2000er-Tw hat schon, wie man hörte, etliche Klimmzüge an Rechner und Reissbrett erfordert; der betrieblich sinnvollere Einstieg mit 2 Doppeltüren in den NF-Bereich war anscheinend statisch (erwartbarer Diagonalverzug der Türportale) nicht umsetzbar. Ich bezweifele daher, dass man den Mittelbereich der WB-Steuerwagen "mal eben so tiefer legen" könnte. Sicher gibt es für solche Eingriffe in eine vorhandene Kastenstruktur Vorbilder wie die polnischen und tschechischen/Heidelberger Umbauten an deutschen M8C-Mittelteilen, oder die tschechischen Umbauten der Tatra-T3 mit mittigem NF-Bereich unter gleichzeitiger Verlängerung. Alles aber im Bereich von 350 bis 500 kN Rahmenlängsdruckkräften. Das reicht vermutlich im Murtal nicht - bzw: Auf welche Rahmenprüfkraft sind die Mariazeller "Himmelstreppe"-ET hin konzipiert?.

Es wäre aus meiner Sicht sinnvoller, den Gesamtumbau im Murtal an den dortigen Bestandsfahrzeugen vorzunehmen, wenn das kostenmässig darstellbar wäre: Stromversorgung per Oberleitung, ggfs. herunterskaliertes Diesel-Notstromaggregat in den hochflurig belassenen Tw, (qualifiziertes) Zertrennen der "Röhre" der Bei-/Steuerwagenkästen und Tieferlegen der Mittelbereiche mit 2 zusätzlichen Mitteleinstiegen an den Drittelspunkten, Neuanfertigung der schubsteifen Kröpfungen ("Schwanenhälse") im Rahmen im Bereich der beiden neuen Treppenkästen zwischen HF und NF... Dasselbe im Prinzip wie bei den WB-Fahrzeugen ohne Antriebe!

Ansonsten könnte man sich bei der WB auch hinstellen und sagen, wir setzen die Meterspur-Drehgestelle der abgängigen TN-Fahrzeuge oder ausgesonderter FB-Fahrzeuge aus der gleichen Fahrzeugfamilie ("Tram2000") drunter und fahren damit auf Meterspur noch etwas länger und weiter, dehnen also das Investitionsprogramm ein wenig, bis die Forderung nach / Verpflichtung zur Barrierefreiheit nach vllt. 5 Jahren keine andere Wahl mehr lässt - und dann die Kästen umbauen, oder doch Abbruch? Nicht ohne Grund stehen die ähnlichen, doch älteren TN-Fahrzeuge beispielsweise zum Abbruch an, wenn die TB-Züge ("Tango-alt") dort in Betrieb gesetzt sind.

EDIT: Upps - waren die WB-Drehgestelle nicht bereits ebenfalls für die Aufnahme meterspuriger Radsätze konzipiert gewesen? Merde, wo muss ich dafür nachkucken? OK, hier <staubwisch, hust, hust>: SER 1/1986, S.13-16, 17-21, 22-25, v.a. S.20 "Drehgestelle". Ich sehe da keine "nochmalige Bandagenbreite" von 125 mm beiderseits der Räder zum DG-Rahmen "Luft"; Unterschied zur TN-Version sei im Wesentlichen mech.Klotzbremse. Vermutlich falsche Erinnerung. Dafür noch folgendes Bonmot (S.14): "1969 stimmten die Eisenbahn-Konzessions-Kommissionen der beiden eidgenössischen Räte einer Verlängerung der WB-Konzession von 1970 bis 2020 vorbehaltlos zu." Oje, wie die Zeit vergeht, da wäre ja demnächst auch noch ein Ablauf der Konzession ...

OK, die TN-Wagen sind ca. 10 Jahre älter als die WB-Züge. Dennoch: Der Altersvorsprung der WB-Wagen ist ggü. den Murtal-Tw zu gering. Man hätte von den teuren Umbauten zu wenig; Neubauten kommen langfristig günstiger!

Hm, nach Abwägung kann ich in dem Vorschlag zwar eine interessante, aber letztlich betriebswirtschaftlich nicht sinnvolle Massnahme erkennen. M.E. Finger von lassen!

Der Unglaeubige Thomas




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.18 17:19.
Wieso muss man Fahrzeuge zersägen? Es gibt österreichische Schmalspurbahnen, die für 760mm in der Slowakei niederflurige Einzelfahrzeuge gekauft haben - sowohl Mittelwagen als auch Steuerwagen.
Wenn damit die Zillertalbahn und die Pinzgauer Lokalbahn mit hochflurigen Triebwagen einen Niederfluranteil anbieten können, könnte das die Murtalbahn auch. Mit elektrischer oder Dieseltraktion.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.18 13:58.
OK, das stimmt natürlich:
Nur, wenn man an dem Beibehalt der vhd. Fahrzeugtechnik interessiert ist, und nur zusätzliche Barrierefreiheit herstellen will, hilft das Zersägen und neu Zusammenfügen; ansonsten hätte man Neufahrzeuge in betagte Kompositionen eingereiht und obendrein Bestandsfahrzeuge überzählig. Der Altersaufbau des Fahrzeugparkes würde inhomogen; ggfs. wären doppelte Wartungsstrukturen erforderlich. Doch wie man das optimiert, muss jeder Betrieb selbst am Besten wissen.
Vor der Beschaffung der WB-Pendelzüge stand ja Anfangs der 1980er Jahre anscheinend auch eine Modernisierung der damals "erst" 32-jährigen Altbau-Tw im Raume. Klares "NYET" - und man darf noch heute froh darum sein. Wurden eigentlich die WB-Pendelzüge zwischenzeitlich mal mit IGBT-Choppern und Reku-Bremsung von ihrer bereits in den 1980ern etwas altlastigen (aber robusten) Schützensteuerung befreit?

Der Unglaeubige Thomas
class88 schrieb:Zitat:
ich kenne die WB sehr wohl, nur wenn man sagt, man baut das gesamte Gleisnetz um, dann kann man auf Wendeschleifen oder Gleisdreiecke umstellen und schon haben selbst die bisherigen BLT Trams ein neues Betätigungsfeld...
Wozu diese ganzen komplexen Überlegungen, wenn es schon einen sehr konkreten Zustand gibt:

Die BLT hat zusammen mit der BDWM (dort Limmattalbahn) Fahrzeuge ausgeschrieben: Stadler wird für beide Betriebe Tramlinks liefern - ähnlich wie bei der FLP in Lugano.
Tendenziell kann ich mir aber auch vorstellen, dass es zu einem noch nicht absehbaren Zeitpunkt zum Lückenschluss an das Basler Straßenbahnnetz kommen könnte - aber nicht in absehbarer Zeit.

Ob und wie man die Bestandsfahrzeuge nutzen kann, ist eine andere Frage. In der Tendenz dürfte sich aber ein neuzubauender Niederflur-Mittelwagen in eine Garnitur hineinhängen lassen, so dass weiterhin ein Wendezugbetrieb möglich ist. Nachteilig: Die bisherigen Fahrzeuge sind schmal.

Im Übrigen hat sich die MIB auch modernisiert, indem sie sich an Gebrauchtfahrzeuge angepasste - den berühmten OEG-Fuchs-Triebwagen. Und heute ist man mit neueren Fahrzeugen weiterhin bei den damaligen Normalien geblieben.

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Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Black Eyed schrieb:

Im Übrigen hat sich die MIB auch modernisiert, indem sie sich an Gebrauchtfahrzeuge angepasste - den berühmten OEG-Fuchs-Triebwagen. Und heute ist man mit neueren Fahrzeugen weiterhin bei den damaligen Normalien geblieben.
Wobei die MIB seit diesen Tagen das BehiG erfüllt: Die Perrons sind angepasst und der erste Niederflurtriebwagen wurde letzte Woche geliefert. Es handelt sich um einen Be2/6 ex MOB(MVR), der auch schon gute 20 Jahre auf dem Buckel hat.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: hubertat

Datum: 26.11.18 12:46

Die Murtalbahn soll modernisiert werden, da ist von Fahrzeitverkürzungen und Elektrfizierungen die Rede: [salzburg.orf.at]

Natürlich gehört dann auch ein zeitgemäßer, niederfluriger Fuhrpark dazu, deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass da irgendwelche Gebrauchtfahrzeuge, die noch dazu erheblich umgebaut und wohl in Österreich noch neu zugelassen werden müssten, auch nur als Übergangslösung in Frage kommen. Denke, man wird mit dem bestehenden Material so lange wie nötig fahren und sich im Notfall ggf. von anderen österreichischen Schmalspurbahnen (Pinzgau, Zillertal) helfen lassen.

W.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.11.18 12:47.

Re: [AT] Waldenburgerbahn-Fahrzeuge auf die Murtalbahn?

geschrieben von: e32

Datum: 27.11.18 11:16

Black Eyed schrieb:
Im Übrigen hat sich die MIB auch modernisiert, indem sie sich an Gebrauchtfahrzeuge angepasste - den berühmten OEG-Fuchs-Triebwagen.
Das war aber 1977!

Man kann die damalige Zeit nicht mit heute vergleichen.
e32 schrieb:Black Eyed schrieb:
Black Eyed schrieb:
Im Übrigen hat sich die MIB auch modernisiert, indem sie sich an Gebrauchtfahrzeuge angepasste - den berühmten OEG-Fuchs-Triebwagen.
Das war aber 1977!
Man kann die damalige Zeit nicht mit heute vergleichen.
Mag sein, das Stromsystem wurde beibehalten - Barrierefreieheit wurde durch die Beschaffung neuerer Gebrauchtfahrzeuge mittlerweile erreicht. Insofern hat man doch was Vergleichbares geschaffen.
Und ja ich weiß, dass die Normalien zur Brünigbahn bewusst abweichen, weil man den Tunnel für 15 kV nicht erweitern wollte und somit zwangsläufig eine andere Spannung bekam.


Es ist eben die Frage, was man zu welchem Betrag finanzieren kann und was nicht. Wenn man Triebwagen kostengünstig kaufen kann, kann man Niederflur-Mittel- oder -Steuerwagen neubeschaffen und diese später nach dem technischen Ende der Triebwagen weiternutzen. Problematischer ist natürlich die Zulassungsfrage geworden, das ist klar. Ebenso ist die MIB kein Paradebeispiel, aber eben ein real-existierendes.

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Korrektur zur Tschechien

geschrieben von: Klv

Datum: 01.12.18 04:46

... oder die tschechischen Umbauten der Tatra-T3 mit mittigem NF-Bereich unter gleichzeitiger Verlängerung.


Hat zwar jetzt mit dem Thema dieses Fadens herzlich wenig zu tun, aber wenn der Ungläubige Thomas hier schon mit zersägten T3 argumentiert, dann muß ich doch ganz schnell für Klarheit sorgen. Alle tschechischen Wagen der genannten Art (T3R.PLF, VarioLF und wie sie alle heißen) sind komplette Neubauten mit Wagenkästen aus der Produktion von KOS Krnov, bei denen einzig die Fahrzeugpapiere und Betriebsnummern vorhandener Fahrzeuge wiederverwendet werden. Ein klassischer T3 würde wohl schon beim Versuch, ihn zu zertrennen, zu Staub zerfallen...

Einzige Tatrawagen, die je in der Mitte tiefergelegt wurden, dürften die acht Leipziger B4D-NF gewesen sein.

Gruß
Klv

Re: Korrektur zur Tschechien

geschrieben von: Der Ungläubige Thomas

Datum: 09.12.18 04:14

Danke für die Klarstellung!
Damit bleibts nur bei den Leipziger Umbauten, auf die ich zunächst nicht gekommen war.
Das Argument der WaKa-Breite hat schon ein Vorredner angeführt: Die 5090-analogen VT der Murtalbahn sind iirc irgendwas zwischen 2,4 und 2,65m breit. Die WB-Triebwagen lt. Zeichnung nur 2,2m. Es wäre ein Unding, solche Fahrzeuge dem Publikum als "Verbesserung" zu verkaufen, bloss weil sie fahrleitungs-elektrisch und nicht, wie die Knotz-BBC-Vorgänger, dieselelektrisch fahren (aber mit der konstruktiv vorgesehenen Möglichkeit zur Umrüstung auf E-Betrieb, sozusagen alles ab Generatorklemmen ist darin bewährte Strassenbahn-Technik der frühen 1980er. Also Tandemlängsantriebe, Gleichstromreihenschlussmotore. Ich weiss nicht, ob geblechte Stator-Joche für Choppersteuerungen. Könnte evtl. ein Knackpunkt werden, hatte aber im Braunschweiger Tw 7762 beim Umbau zum 0051 auch funktioniert, die beiden 150-kW-Motoren lebten danach mit dem IGBT-Chopper erst so richtig auf ...

ALso, bevor man die schmaleren Wagen aus der Schweiz kauft ... Umbau mit Bordmitteln oder echte Neubauten. Und bevor das Umspurungsprojekt bei der WB an den Kosten scheitert - Meterspurige Drehgestelle gäbe es für die Bestandsfahrzeuge gebraucht aus Neuchatel; die WaKa-seitigen Aufnahmen müssten passen. Zumindest, um Streckenumbau und Fahrzeugneukäufe zeitlich und finanziell ggfs. voneinander entzerren zu können. Umsetzung der noch älteren TN-Wagen zur WB wäre dagegen "voll Banane". Allenfalls was für einige Wochen Überbrückungsphase - oder aber man zersägt doch Steuerwagen und legt sie mittig tiefer. Alles nur zweit- und drittbeste Lösungen.

Nein: Neuwagen sind m.E. in jedem Fall besser. Bei WB und StLB-Murtalbahn separat. Ggfs. aus demselben "Baukasten" (oder "Plattform").

Der Unglaeubige Thomas

Re: Korrektur zur Tschechien

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 09.12.18 15:59

Der Ungläubige Thomas schrieb:
Und bevor das Umspurungsprojekt bei der WB an den Kosten scheitert - Meterspurige Drehgestelle gäbe es für die Bestandsfahrzeuge gebraucht aus Neuchatel; die WaKa-seitigen Aufnahmen müssten passen. Zumindest, um Streckenumbau und Fahrzeugneukäufe zeitlich und finanziell ggfs. voneinander entzerren zu können. Umsetzung der noch älteren TN-Wagen zur WB wäre dagegen "voll Banane". Allenfalls was für einige Wochen Überbrückungsphase - oder aber man zersägt doch Steuerwagen und legt sie mittig tiefer. Alles nur zweit- und drittbeste Lösungen.

Da wird nix entzerrt, es ist alles passend auf den Weg gebracht. Man hat sowieso ein paar Monate SEV, schließlich muss die Strecke umgebaut (de facto: neu gebaut) werden.

Re: Korrektur zur Tschechien

geschrieben von: leofink

Datum: 10.12.18 07:33

Der Ungläubige Thomas schrieb:
Und bevor das Umspurungsprojekt bei der WB an den Kosten scheitert - Meterspurige Drehgestelle gäbe es für die Bestandsfahrzeuge gebraucht aus Neuchatel; die WaKa-seitigen Aufnahmen müssten passen.
Auch wenns der ungläubige Tömu nicht glauben will, hat man sich das gut überlegt:
[www.google.com]

In meinen Augen Nachvollziehbar!

Fahrzeuge müssen ersetzt werden, wegen dem Bhigl Gesetz. Die Gleise, bis auf 3 km ebenfalls in nächster Zukunft, Eingestellt wird sowieso, wenn die SBB baut und Gleisbaumaschinen gibts in der Schweiz für 75cm nun mal sehr beschränkt, im Gegensatz zu Meterspur.
Gruss Leo