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[CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: bollisee

Datum: 07.11.18 21:29

Bei den Bernern kommen die Mehdornzeiten etwas später an... Die BLS will bis zu 200 Stellen streichen und 60 Millionen einsparen. Wenn das mal gut geht...
[Aargauer Zeitung]

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 08.11.18 00:31

Hier die Pressemitteilung der BLS selber dazu.
[www.bls.ch]

[sev-online.ch] Die Antwort des SEV.

Ja, ich erinnere mich bereits beim Antritt von Herrn Guillelmon gelesen zu haben, dass er sehr grossen Wert auf die Erreichung der Ziele wert legt. Bereits in den ersten Jahren unter Herrn Guillelmon zeigte sich auch, dass er dem Personal nicht mehr so viel Geld für Lohnerhöhungen zur Verfügung stellt, wie unter seinem Vorgänger. Andererseits schrieb der SEV, dass auch unter Herrn Guillelmon die GL mehr vergütet bekam. Also, dass was bei der DB und der SBB läuft, läuft nun auch bei der BLS unter Herr Guillelmon. Auch ist diese Sparrunde ja nicht die Erste: Bereits im 2007/2008 blies der Herr Guillelmon auch schon einmal zum Gipfelsturm.

Also, Illusionen, dass bei der BLS alles besser ist, brauchen wir uns nicht zu machen. Es ist alles VIELLEICHT nicht ganz so radikal, wie bei der SBB. Aber gespart und abgebaut wird bei der BLS auch. Die Personalzufriedenheit dürfte auch nicht die Beste sein. Aber dazu habe ich keine Zahlen.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Railfan

Datum: 09.11.18 14:27

Für den Fahrgast ist die BLS eine gute Bahn. Bezüglich Zugbegleitung und Verkaufsstellen ist aus Sicht Fahrgast jedenfalls mehr Personal vorhanden, als bei der SBB.

Zudem investiert die BLS viel Geld in neues Rollmaterial, neue Zugverbindungen und auch in den Ausbau von kleineren Land-Bahnhöfen.

Sparen ist grundsätzlich gut. Wir wollen ja nicht unbedingt immer mehr für die Fahrkarten bezahlen.

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 09.11.18 22:04

Letzteres stimmt wahrscheinlich schon! Es ist anzunehmen, dass der SOB so gutes Personal zulaufen wird!

Und: Auch bei der BLS beginnt es am Kopf zu stinken!

Urs

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: e32

Datum: 10.11.18 10:01

Urs Nötzli schrieb:
Und: Auch bei der BLS beginnt es am Kopf zu stinken!

Urs
Die haben wohl zu viele "Fachkräfte" von anderen Bahnen übernommen :-((

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 10.11.18 19:44

e32 schrieb:
Urs Nötzli schrieb:
Und: Auch bei der BLS beginnt es am Kopf zu stinken!

Urs
Die haben wohl zu viele "Fachkräfte" von anderen Bahnen übernommen :-((
Richtig - waren aber praktisch überall Quereinsteiger aus einer jetzt infolge finanzieller Verfehlungen in den Fokus gerückten Renomierhochschule aus der Ostschweiz . . .
Weitere Zugänge aus dem Ausland nicht ausgeschlossen.

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: class88

Datum: 10.11.18 21:57

Man muss das Personal nicht entlassen, man kann es auch an andere EVU´s ausleihen...

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: e32

Datum: 11.11.18 10:16

Urs Nötzli schrieb:
Richtig - waren aber praktisch überall Quereinsteiger aus einer jetzt infolge finanzieller Verfehlungen in den Fokus gerückten Renomierhochschule aus der Ostschweiz . . .
Weitere Zugänge aus dem Ausland nicht ausgeschlossen.
Besser hätte man es nicht formulieren können, ich wollte es eben nicht so offen Schreiben ;-)

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 11.11.18 10:45

class88 schrieb:
Man muss das Personal nicht entlassen, man kann es auch an andere EVU´s ausleihen...
Richtig! Dies hat die SOB mit im Moment "überzähligen" Lokpersonalen schon mehrfach gemacht, so an die MThB (durch alte SOB) und jetzt vor allem an die RhB! Zudem funktionieren in der Schweiz das Entsenden von Personalen schon früher, teils im Austauschverfahren, teils auch im Sinne der Weiter- oder Sprachausbildung (auch Stationspersonal, Lf und ZP). Selbst die SBB hat schon z. B. Lokführer an andere Bahnen ausgeliehen, teils monatelang.
So waren zum Beispiel Lokpersonal von SOB und BLS, gernau so wie Kollegen des SBB-Depot Zürich auf der SZU eingesetzt. BLS-Kollegen, welche bei mir auf dem Fst. mitgefahren sind, meinten dann: "Da können wir noch etwas lernen, die können S-Bahn fahren!" Lange Zeit hatte die BLS zuviele Statiönler (Fahrdienstleister und Verkaufspersonal), welche sich dann bei der SZU bewährten - man ist heute noch mit ihnen verbunden!

Die SOB, BLS und SZU halfen mit Lokpersonal auf der MThB aus, der Schreibende gehörte auch dazu und hat es nicht bereut. Ihm und einem weitern SZU-Kollegen nutzten die beim Personalaustauch SOB-SZU gemachten Fahrzeugkenntnisse zu nur wenigen Tage nötigen Instruktion. Wovon ein Tag für das zu Fuss kennenlernen der Bahnhöfe Konstanz(deutsche Vorschriften) und Romanshorn (Signale rechts!) aufzuwenden waren, den nur teils genutzte Tag wurde für die Streckenkunde investiert.

Personalplanung ist ein heikles Thema - da sehr langfristig gedacht werden muss, was eben die sehr "geliebten" Quereinsteiger nicht verstehen können. Bei der SOB suchte man für das Bilden einer Lokpersonalklasse 7 Anwärter. Gemeldet haben sich 70 Personen, 2 davon konnten eingestellt werden, wobei ein Einheimischer ein paar Tage vor Diensteintritt auf der Strasse angefahren und tödlich verletzt wurde . . . Das Einstellungsverfahren beim Lokpersonal kann bis über ein halbes Jahr dauern, Ausbildungszeit je nach Ausfall- und Einsatzmöglichkeiten (Ferien, Militärdienst, etc.) kann bei einem Jahr liegen.

Der von der SBB lancierte Einsatz von 10 Studenten, war schon während der Ausbildung zu einem Flopp geworden, meines Wissens (nicht mehr mit Sicherheit . .) haben nur zwei Anwärter abgeschlossen. Deren Tätigkeit dauerte auch nicht sehr lange . . .

Die Fluktuationraten sind in letzten Jahren gestiegen, da die Zufriedenheit bei vielen Bahnunternehmen zu wünschen übrig liess, was sich auch in Frühpensionen zeigte.
Ein weiteres Kapitel wäre dann der Einsatz von Personal von Fremdfirmen, um Engpässe zu überbrücken. Auch dazu gäbe es Einiges zu sagen, Gutes wie Schlechtes, was leider auch von SBB-Personalseite her zu überheblichen Aussagen und Reaktionen führte. Ich bin da nicht immer glücklich und habe jeweils darauf hingewiesen, dass viele unter ihne nicht nur P- oder G-Ausbildung einzeln hätten, sondern eine Vollausbildung, welche von der SBB nicht mehr gegeben wird!

Dies einfach ein wenig aus dem Umfeld der Schweizer Bahnen.

Urs

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Schotterpilot

Datum: 12.11.18 05:57

Hallo Urs, zum Thema Studenten muss ich dir zum 2. Absatz widersprechen!
einer der beiden ex Studi‘s arbeitet heute zu 100% an meinem Depotstandort!
(Er hat nach seiner Studentenzeit auf der S2 etc. Die Schnauze voll von nur wenigen Linien fahren und gar nicht rangieren können, was in Zürich immer wieder Extraleistungen von Reservisten ausgelöst hat, wenn zB der Dispopendel angebraust kam...
so hat er dann die komplette Ausbildung zum Lf durchlaufen!

hat intern den Übernahmen Studi bis heute
Gruess Ruedi

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 12.11.18 09:20

habt ihr eigentlich alle mal gelesen um was für Stellen es geht?! Zug- und Lokpersonal ist keins dabei...

MfG

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 12.11.18 12:59

Matthias Muschke schrieb:
habt ihr eigentlich alle mal gelesen um was für Stellen es geht?! Zug- und Lokpersonal ist keins dabei...

MfG
Das steht noch nicht so fest. Aaaaber: die Verkaufsstellen mussten seit dem SwissPass schon ordentlich federn lassen. Verkaufspersonal dürfte es ganz bestimmt treffen. Auf der BLS-Stammstrecke gibt es nur noch in Spiez Fahrdienstleiter. Im Emmental wird aber ein Bahnhof nach dem Anderen umgebaut und automatisiert. Mit jedem fertigen Umbau fallen da Arbeitsplätze weg. Das geht aber langfristig und Stück für Stück. Man automatisiert nicht alle Bahnhöfe im Laufe von zwei Jahren. Vielleicht aber macht man da dann noch etwas mit der Bedienung der ESTW in Huttwil und Hasle-Rüegsau: Dass Huttwill und Hasle-Rüegsau noch von 06.30h bis 20.30h bedient werden. Davor und danach wird von Spiez ferngesteuert.

Sicherlich dürfte es auch noch Leute in der Verwaltung treffen, vielleicht auch noch etwas im Unterhalt in den Werkstätten, beim Baudienst und beim Elektrischen Dienst.

Herzliche Grüsse
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.11.18 13:04.

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Railfan

Datum: 12.11.18 14:03

Es ist doch wirklich gut, wenn kleinere Bahnhöfe modernisiert und automatisiert werden. Meine Erfahrung ist doch, dass dann der Betrieb besser läuft. Was ist denn der Vorteil von unproduktiven und langweiligen Jobs auf Bahnhöfen wenn nur 2-4 Züge pro Stunde zu bedienen sind. Arbeitsplätze müssen dort sein, wo wir Kunden einen möglichst grossen Nutzen davon haben. Dichter Fahrplan, saubere und gut unterhaltene Züge und Bahnhöfe, gute Information der Reisenden, moderne kundengerechte Fahrzeuge. Die BLS hat da grosse Fortschritte gemacht und es wird noch einiges geschehen. Als Fahrgast profitiere ich mehrmals wöchentlich von all diesen Errungenschaften an "meinem" Bahnhof und auf "meiner" Strecke. Kleines Beispiel: Früher musste ich für eine häufige Reise 2 mal umsteigen. Heute fahre ich jede Stunde direkt und das erst noch in viel kürzerer Zeit.

Re: [CH] BLS will bis zu 200 Stellen streichen

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 12.11.18 22:45

Schotterpilot schrieb:
Hallo Urs, zum Thema Studenten muss ich dir zum 2. Absatz widersprechen!
einer der beiden ex Studi‘s arbeitet heute zu 100% an meinem Depotstandort!
(Er hat nach seiner Studentenzeit auf der S2 etc. Die Schnauze voll von nur wenigen Linien fahren und gar nicht rangieren können, was in Zürich immer wieder Extraleistungen von Reservisten ausgelöst hat, wenn zB der Dispopendel angebraust kam...
so hat er dann die komplette Ausbildung zum Lf durchlaufen!

hat intern den Übernahmen Studi bis heute
Gruess Ruedi
Danke Ruedi,

dann hat wenigstens einer - noch dazu die volle Ausbildung gemacht. Bin froh, dass Du mir dies geschreiben hast, mir wurde dies eben so wie ich geschrieben habe, gesagt.

Es gab/gibt aber auch die Piloten, welche bei uns die Ausbildung machten oder arbeiteten.

Einer davon hat am gleichen Tag geflogen und gefahren, weshalb man ihn dann nicht mehr wollte. Einer hat nach seiner Ausbildung bei uns ein Bahnunternehmen geführt und ist dort infolge Weigerung Zahlen gegenüber dem VR zu nennen, weggeflogen. Der hat nun eine Berner Fluggesellschaft zu Boden gefahren. Mit ihrem Verhalten beider hatten wir Mühe . . .
Ein Dritter, Felix, vielleicht kennst Du ihn, er hat seine Ausbildung teils bei Privatbahnen, teils bei der SBB gemacht.
Der war bestens in Ordnung, war zuerst bei der SOB, danach bei SBB-P. Meines Wissens ist er jetzt pensioniert, habe ihn früher regelmässig getroffen. Er war auch überall beliebt!

Es gibt also auch diesen Weg zum Lokführer. Was man natürlich als Älterer benötigt, ist die Ausdauer und der Wille zu lernen, dies geht nicht immer sehr leicht . .

Herzlichen Dank und schönen Gruss
Urs