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Verletzte bei Zugunfall in Salzburg

geschrieben von: ExBahner

Datum: 20.04.18 06:49

Bei einem Zugunfall am Salzburger Hauptbahnhof sind am Freitag in den frühen Morgenstunden mindestens 20 Personen verletzt worden.

Betroffener Zug ist der NJ 467

[www.sn.at]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:04:20:20:30:33.

Re: Verletzte bei Zugunfall in Salzburg

geschrieben von: EiB08A

Datum: 20.04.18 07:10

Guten Morgen,

Das sind keine guten Nachrichten. Beteiligt scheint wohl der NJ 236 / 467 zu sein. Laut Scotty fällt dieser aufgrund eines Unfalls ab Salzburg aus, bei Twitter kann man auf einem Foto auch Nightjetwagen erkennen.

Den Verletzten eine baldige Genesung und den Rettungkräften viel Kraft!

Ich wünsche dennoch einen schönen Freitag.

Grüße aus der schönsten Stadt der Welt 😃




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:04:20:07:18:06.
Bei einem Zugunglück am Hauptbahnhof in Salzburg sind heute Früh nach ersten Angaben 35 bis 40 Menschen verletzt worden. Beim Anhängen von Kurswagen an den Nightjet 467 von Zürich nach Wien dürfte eine Verschublok mit Waggons auf den stehenden Zug aufgefahren sein, sagte ÖBB-Sprecher Robert Mosser zur APA.
Ersten Information zufolge sollen keine Fahrgäste schwer verletzt worden sein, informierte Polizeisprecher Michael Rausch unter Berufung auf die Notärzte. Die Verletzten wurden vom Roten Kreuz versorgt.
Der Unfall ereignete sich am Bahnsteig 4, wo zu dieser Zeit fahrplanmäßig Waggons an den Nightjet angehängt werden. Über die Ursache des Zusammenstoßes könne man zurzeit noch keine Angaben machen, sagten Mosser und Rausch.


Quelle: [orf.at]

Der nj 467 kommt planmäßig 4:22 in Salzburg Hbf an und wäre 4:55 nach Wien weitergefahren. In Salzburg werden wagen nach Praha und Budapest abgehängt und dafür ein zugteil aus Venezia angehängt, wobei ein Bmz73 an einen WLBmz (Dosto ex CNL) gekuppelt wird. Da könnten ein paar aus den betten gefallen sein ....
Planmäßige wagenreihung: [www.vagonweb.cz]

edit: Bei dem unfall erlitt ein Liegewagen 59-90.0 totalschaden. Zum glück keine schwerverletzten.
[derstandard.at]
[www.sn.at]

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:04:20:08:03:19.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Zwei Außerirdische treffen den Heiligen ET

Also nur ein Rangierunfall (o.w.T)

geschrieben von: Ermenrich

Datum: 20.04.18 09:14

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Also nur ein Rangierunfall

geschrieben von: tbk

Datum: 20.04.18 09:58

Schon. Beim allnächtlichen umrangieren mit schlafenden fahrgästen besetzter wagen ist natürlich äußerste vorsicht geboten, was auch immer hier das problem war. Der unfall von heute morgen zeigt, dass solche rangierrbeiten stets ein gewisses risiko darstellen.

(Das würde auch bedeuten, dass bei flügelzug-vereinigungen die fahrgäste besser an ihren plätzen bleiben, statt im zug herumzulaufen ....)

Die bilder zeigen übrigens, dass ein Bmz 73 81 21-91.1 weitaus solider gebaut ist als ein Bcmz 61 81 59-90.0. Dieser eindruck kommt bereits bei der betrachtung des verbeulten daches eines intakten liegewagens auf.
Im übrigen gut, dass die drehfalttür auch des völlig verformten wagens noch zu öffnen war.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:04:20:10:02:56.
Das ist nicht lustig! Das kann böse ausgehen, wenn man aus dem oberen Bett eines Liege- oder Schlafwagen runterfällt...
Nach aktuellem Stand eine Frau mit Rippenbrüchen und Milzruptur ... also schon schwerer verletzt. Alle anderen sind noch am Vormittag aus dem Krankenhaus raus.

Das wesentliche Problem war wohl fallendes Gepäck.

Gruß,
Sven
tbk schrieb:
... wobei ein Bmz73 an einen WLBmz (Dosto ex CNL) gekuppelt wird. ...
Wobei diese Stelle recht weit weg vom geknickten Wagen ist.

tbk schrieb:
Planmäßige wagenreihung: [www.vagonweb.cz]
Da komme ich nicht ganz mit, da die Bilder nicht ganz zur theoretischen Zugbildung passen. IMHO wurde ein Wagen im Züricher Teil verformt, da am südliche/westlichen Bahnsteigende und keine Verschublok am letzten Wagen erkennbar. Wenn's stimmt, wäre es der dritte vom Ende = # 304, der abweichend vom Plan (= Bcmz73 59-91.1) ein Bcmz 61 81 59-90.0 war.

tbk schrieb:
Die bilder zeigen übrigens, dass ein Bmz 73 81 21-91.1 weitaus solider gebaut ist als ein Bcmz 61 81 59-90.0.
Sollte meine Annahme zum zerstörten Wagen #304 stimmen, hätte er die dahinter stehenden Wagen geschützt, indem er kaltverformt wurde. Der Bcmz 61 81 59-90.0 hat also deutlich mehr Last gespürt als die dahinter stehenden Bmz. Wer testet die umgekehrte Reihenfolge "Bmz steht schützend vor einem Bcmz 61 81 59-90.0" und teilt die Versuchsergebnisse?

Interessant wäre, wie stark die Wagen #301...303 verformt sind. Das zeigen die Bilder nicht. Ebenso die Wagen des italienischen Teils (#4xy). Das SN-Video zeigt Wellblech bei 1:11: https://www.youtube.com/watch?v=UsxN1AsCc0c&feature=youtu.be&t=71. Neulackierung allein wird bei dem Wagen nicht reichen.

tbk schrieb:
Im übrigen gut, dass die drehfalttür auch des völlig verformten wagens noch zu öffnen war.
Der Türraum wurde ja nicht verformt sondern ist als ganzes abgeknickt.

Re: Also nur ein Rangierunfall

geschrieben von: sylter

Datum: 20.04.18 12:22

tbk schrieb:
Schon. Beim allnächtlichen umrangieren mit schlafenden fahrgästen besetzter wagen ist natürlich äußerste vorsicht geboten, was auch immer hier das problem war. Der unfall von heute morgen zeigt, dass solche rangierrbeiten stets ein gewisses risiko darstellen.

(Das würde auch bedeuten, dass bei flügelzug-vereinigungen die fahrgäste besser an ihren plätzen bleiben, statt im zug herumzulaufen ....)

Die bilder zeigen übrigens, dass ein Bmz 73 81 21-91.1 weitaus solider gebaut ist als ein Bcmz 61 81 59-90.0. Dieser eindruck kommt bereits bei der betrachtung des verbeulten daches eines intakten liegewagens auf.
Im übrigen gut, dass die drehfalttür auch des völlig verformten wagens noch zu öffnen war.
Aus eigener Erfahrung weiß ich das die DB was das rangieren angeht besser aufgestellt ist als die ÖBB, den die DB lässt den rangierer grundsätzlich bei DB Fern (Außer beim Sylt Shuttle) per Handzug bremsen der am Bremsschlauch befestigt wird.
Während bei der ÖBB die Rangierer lediglich den TF Anweisungen per Funk geben, was zu einem unsanfterem Rangierergebniss führt und da rukelt es teils heftig in den Wagen da die Kommunikation bei der ÖBB zwischen TF und Rangierer oft nicht so funktioniert wie man sich das wünschen würde, ob dies nun etwas mit dem Unfall zu tun hatte ist natürlich eine andere frage.

ein echter Sylter!
auch hier unterwegs: [www.youtube.com]
mein Twitter Kanal: [twitter.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:04:20:12:31:03.

Re: Also nur ein Rangierunfall

geschrieben von: no-night

Datum: 20.04.18 12:31

sylter schrieb:
denn die DB lässt den rangierer grundsätzlich bei DB Fern (Außer beim Sylt Shuttle) per Handzug bremsen der am Bremsschlauch befestigt wird während bei der ÖBB die Rangierer lediglich den TF Anweisungen per Funk geben was zu einem unsanfterem Rangierergebniss führt und da rukelt es teils heftig in den Wagen da die Kommunikation bei der ÖBB zwischen TF und Rangierer oft nicht so funktioniert wie man sich das wünschen würde, ob dies nun etwas mit dem Unfall zu tun hatte ist natürlich eine andere frage.

Dieses Drahtseil-Auslöser verwendet(e) auch ÖBB. Oder schon abgeschafft?

In Ungarn wird nur per Funk kommuniziert, trotzdem erfolgen schwerere Rangierunfälle nur 1-2 mal pro Jahrzehnt, auch jene meistens an Budapester Kopfbahnhöfen...

Re: Also nur ein Rangierunfall

geschrieben von: sylter

Datum: 20.04.18 12:34

no-night schrieb:
sylter schrieb:
denn die DB lässt den rangierer grundsätzlich bei DB Fern (Außer beim Sylt Shuttle) per Handzug bremsen der am Bremsschlauch befestigt wird während bei der ÖBB die Rangierer lediglich den TF Anweisungen per Funk geben was zu einem unsanfterem Rangierergebniss führt und da rukelt es teils heftig in den Wagen da die Kommunikation bei der ÖBB zwischen TF und Rangierer oft nicht so funktioniert wie man sich das wünschen würde, ob dies nun etwas mit dem Unfall zu tun hatte ist natürlich eine andere frage.

Dieses Drahtseil-Auslöser verwendet(e) auch ÖBB. Oder schon abgeschafft?

In Ungarn wird nur per Funk kommuniziert, trotzdem erfolgen schwerere Rangierunfälle nur 1-2 mal pro Jahrzehnt, auch jene meistens an Budapester Kopfbahnhöfen...
Ich bin schon mehrfach mit den ÖBB NJ gefahren und habe auch andere ÖBB Züge beim Rangiren beobachtet und unter ÖBB Verantwortung wurde nie Drahtseil verwendet bei der DB immer!

ein echter Sylter!
auch hier unterwegs: [www.youtube.com]
mein Twitter Kanal: [twitter.com]

Verschubunfall in Salzburg

geschrieben von: Wieselfahrer

Datum: 20.04.18 12:34

Für keinen Beteiligten eines solchen Vorfalls, Fahrgästen wie auch Helfern, ist es leicht und allen gebührt Mitgefühl.

Zum Unfallhergang erlaube mir ausnahmsweise eine spekulative These:
Optisch hauptbetroffen der Jenbacher Liegewagen mit Ordnungsnummer 304, in Fahrtrichtung vierter Wagen in der üblicherweise sechs Wagen umfassenden Züricher Wagengruppe. Auf diese wird lt. Medienangaben um 4.45 Uhr der zu diesem Zeitpunkt demnach bereits 7 Minuten verspätete Venediger Zugteil aus ebenfalls üblicherweise sechs Wagen verschoben, in Fahrtrichtung "von vorne" kommend. Der Aufprall - lt. Angaben mit 25 km/h - erfolgt zwischen einem unfolierten Bmz 21-91.1 und dem ersten Wagen der Züricher Gruppe, einem Doppelstöcker WLBmz. Dieser, der nachfolgende Doppelstöcker WLABmz sowie der drittgereihte ex-DB-Bvcmbz scheinen den Verschubstoss halbwegs gut(?) überstanden zu haben, während der vierte Wagen, der nämliche Jenbacher Liegewagen, am hinteren Ende einknickt. Dahinter laufen noch zwei Sitzwagen, der erste zumindest ein Bmz 21-91.1, anscheinend ohne erkennbaren Schaden. Somit wäre der Jenbacher also, durch einen "von vorne" kommenden Verschubstoss, zwischen vorne drei und hinten zwei Wagen, eingequetscht worden. Der Wagen ist, wie @tbk schon schrieb, ein Totalschaden, darüber hinaus wird die gesamte Garnitur, auch die Wagen des Venediger Zugteils, untersucht werden müssen und in nächster Zeit ausfallen. Bei dem betroffenen Liegewagen dürfte es sich um A-ÖBB 61 81 59-90 032-2 handeln.
Vorerst bleibt dies alles natürlich wie erwähnt spekulativ.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:04:20:12:37:09.

Re: Also nur ein Rangierunfall

geschrieben von: kami

Datum: 20.04.18 12:45

sylter schrieb:
Ich bin schon mehrfach mit den ÖBB NJ gefahren und habe auch andere ÖBB Züge beim Rangiren beobachtet und unter ÖBB Verantwortung wurde nie Drahtseil verwendet bei der DB immer!
Die ÖBB können das auch mit Zwangsentlüftung. So war's zu guten alten Zeiten am Westbahnhof: https://youtu.be/oX24CTUITUw?t=80. Das war jedoch mehr ein Notanker. Wie gezielt damit sanft gebremst werden kann - ???

Was anderes könnten tatsächlich der möglichst billige NJ sein. Wer übernimmt dort die Rolle des Verschiebers bzw. der Sicherung? Produktion oder PVAG/newrest selbst?

sylter schrieb:
.. da die Kommunikation bei der ÖBB zwischen TF und Rangierer oft nicht so funktioniert wie man sich das wünschen würde, ...
Ist dem so? Festgestellt durch wen bzw. weshalb wird es nicht die Kommunikation so durchgeführt, dass sie wie gewünscht funktioniert?

Allein an der fehlenden Kommunikation kann ein Aufprall mit ~ 25 km/h nicht liegen. Der Verschublokführer weiß, wie lang die Verschubeinheit ist, wo sie ~ anhalten muss und wo seine Lok dann ist.

Re: Verschubunfall in Salzburg

geschrieben von: kami

Datum: 20.04.18 12:48

Wieselfahrer schrieb:
Bei dem betroffenen Liegewagen dürfte es sich um A-ÖBB 61 81 59-90 032-2 handeln.
Vorerst bleibt dies alles natürlich wie erwähnt spekulativ.
Weshalb die Einschränkung? Übertriebene political correctness? Der stark beschädigte Liegewagen ist A-ÖBB 61 81 59-90 032-2 - nix Konjunktiv, nix Spekulation.

Luftbremskopf

geschrieben von: Kirlian

Datum: 20.04.18 13:06

sylter schrieb:
Aus eigener Erfahrung weiß ich das die DB was das rangieren angeht besser aufgestellt ist als die ÖBB, den die DB lässt den rangierer grundsätzlich bei DB Fern (Außer beim Sylt Shuttle) per Handzug bremsen der am Bremsschlauch befestigt wird.

Die Vorrichtung nennt sich dann "Luftbremskopf"

sylter schrieb:
Während bei der ÖBB die Rangierer lediglich den TF Anweisungen per Funk geben, was zu einem unsanfterem Rangierergebniss führt und da rukelt es teils heftig in den Wagen da die Kommunikation bei der ÖBB zwischen TF und Rangierer oft nicht so funktioniert wie man sich das wünschen würde...

Hier spielt natürlich auch eine Rolle, wie straff die Wagen mit der Lok gekuppelt sind.
Ich bin um kurz vor 12 in Salzburg Hbf umgestiegen.
Der zug steht noch komplett am gleis 4, der bahnsteig 4/5 ist zur hälfte mit baustellenband abgesperrt.
Die 1163, die den zugteil aus Venedig mit (viel) zu viel schwung an den stehenden zug gesetzt hat, ist auch noch angekuppelt.
Ich vermute, der zug wird erst nach abschluss polizeilicher ermittlungen abgezogen.

kami schrieb:
Da komme ich nicht ganz mit, da die Bilder nicht ganz zur theoretischen Zugbildung passen. IMHO wurde ein Wagen im Züricher Teil verformt, da am südliche/westlichen Bahnsteigende und keine Verschublok am letzten Wagen erkennbar. Wenn's stimmt, wäre es der dritte vom Ende = # 304, der abweichend vom Plan (= Bcmz73 59-91.1) ein Bcmz 61 81 59-90.0 war.

Ja, es ist der A-ÖBB 61 81 59-90 032-2 Bcmz. Dieser wagen wurde im bereich des begleiterabteils verformt, also an dem ende, das der kuppelstelle abgewandt war.
Das fenster des office (notausstiegs-sicherheitsglas) ist herausgefallen und liegt über vier abteillängen weiter hinten, der stehende zugteil hat also einen ganz schönen satz gemacht.
Die dazwischenlaufenden zwei Doppelstockschlafwagen und ein Bvcmbz (nummern nicht notiert) weisen auf einen schnellen blick keine sichtbaren beschädigungen auf (und die angrenzenden Bmz auch nicht). Der liegewagen war offenbar das schwächste glied der kette.
Allerdings fuhr kurz danach auf dem nebengleis bereits mein anschlusszug ein (EC 114 Wörtersee), so dass ich keine volle bestandsaufnahme machen konnte.

Zitat:
Der Bcmz 61 81 59-90.0 hat also deutlich mehr Last gespürt als die dahinter stehenden Bmz. Wer testet die umgekehrte Reihenfolge "Bmz steht schützend vor einem Bcmz 61 81 59-90.0" und teilt die Versuchsergebnisse?

Ich vermute, die ÖBB haben für crashtests doch nicht genug wagen. Obwohl, wenn ohnehin welche zur verschrottung anstehen, können mit diesen auch vorher verschiedene aufprallszenarien erprobt werden.

Zitat:
Der Türraum wurde ja nicht verformt sondern ist als ganzes abgeknickt.

Das schon, nur ist eine tür immer auch ein loch in der struktur und damit eine potentielle schwachstelle, auch wenn natürlich der türrahmen entsprechend stabiler ausgeführt wird, um das auszugleichen.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Verschubunfall in Salzburg

geschrieben von: Wieselfahrer

Datum: 20.04.18 13:22

kami schrieb:
Wieselfahrer schrieb:
Bei dem betroffenen Liegewagen dürfte es sich um A-ÖBB 61 81 59-90 032-2 handeln.
Vorerst bleibt dies alles natürlich wie erwähnt spekulativ.
Weshalb die Einschränkung? Übertriebene political correctness? Der stark beschädigte Liegewagen ist A-ÖBB 61 81 59-90 032-2 - nix Konjunktiv, nix Spekulation.
Da ich nicht vor Ort war, ist meine angenommene These ganz zwangsläufig als spekulativ zu kennzeichnen.
Schön, wenn sie sich später als richtig herausstellt.

Inzwischen habe ich das Video der SN in besserer Auflösung gesehen, welches die Wagennummer beinhaltet: Ja, es ist eindeutig
der A-ÖBB 61 81 59-90 032-2, wie auch @tbk soeben bestätigt hat.
Der davor laufende ex-DB-Bvcmbz war, zufällige Koinzidenz der Ordnungsnummern, A-DB 61 80 59-90 032-3.

tbk schrieb:
Das fenster des office (notausstiegs-sicherheitsglas) ist herausgefallen und liegt über vier abteillängen weiter hinten, der stehende zugteil hat also einen ganz schönen satz gemacht
Nicht schlecht! Auch der Abstand zwischen den beiden Zugteilen (in Video der SN erkennbar) deutet auf eine höhere Aufprallgeschwindigkeit.

tbk schrieb:
Ich vermute, die ÖBB haben für crashtests doch nicht genug wagen.
Der Wunsch nach Crashversuchen war nicht so ernst gemeint. Allerdings lässt das Zusammenspiel unterschiedlichster Wagen keine Aussage zu, welcher Wagen grundsätzlich stabiler sei. Erst recht, wenn ein Teil des Zugs im Bogen steht: knickanfälliger, erhöhter Roll-/Reibwiderstand, ...

tbk schrieb:
Das schon, nur ist eine tür immer auch ein loch in der struktur und damit eine potentielle schwachstelle, auch wenn natürlich der türrahmen entsprechend stabiler ausgeführt wird, um das auszugleichen.
Genau aus dem Grund, wurden die Wagen vom UIC-Typ X in der Konstruktion geändert, so dass der Vor-/Einstiegsraum nicht als Knautschzone kollabiert. Bei der DB Standard ab Am 203, ABm 224 und Bm 233 (BDm: ???). Die Am 208/ABm 228/Bm 238/BDm 278 (Umbau aus Bauarten 202, 223, 232, ???) wurden entsprechend angepasst.
Zwei technische Fragen:

Haben denn die ÖBB genug Reservewagen, um heute am Abend die Nachtzugumläufe nach Zürich bzw. Venedig stellen zu können? Könnte man auch u.U. auf die T2S-Wagen bei den WL zurückgreifen? Oder werden von anderen Nachtzügen (nach Bregenz, Hamburg, Rom ...) Wagen abgezogen, um die Garnituren bereitstellen zu können?

Sehe ich das also richtig, daß die Dosto-WL soweit unbeschädigt sind und weiterhin, evtl. nach einer Revision, eingesetzt werden können? Wirklich schrottreif scheint mir ja nur der eine Liegewagen zu sein ...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:04:20:13:51:45.
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