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 08/02 - Alpenlandforum 

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Zitat:
«Ein Swiss-Transfer-Pass kostet uns Briten weit mehr als der Flug von London nach Genf oder Zürich. Das muss Sie als Halbtax-Schweizer natürlich nicht kümmern», schreibt der Reisejournalist. [..] Gerade die Bahn bleibe als erste grosse Hürde, die eine ganze [Schweiz-]Reise in Frage stellen kann.
[www.blick.ch]

Auch wenn der Vergleich eine Bahntickets mit einem Biliflug objektiv Unsinn ist, der Hinweis der Schweizer Tourisiker, dass die auch von dem Journalisten anerkannt hohe Qualität des schweizer Bahnverkehrs seinen Preis habe, läuft allerdings ins Leere, da die 'Halbtax-Schweizer' den hohen Preis aus irgendeinem Grund nicht zahlen müssen. Die klassische Fehlargumemtation kommt aber hier:

Zitat:
Der Preis für ein Swiss Transferticket (Grenze/Flughafen–Destination und zurück) beträgt 154 Franken einmalig (2. Klasse). Zum Vergleich: Zürich Flughafen–Zermatt retour kostet 260 Franken in der 2. Klasse.
Ersten wird hier der Rabatt auf einen völlig überzogenen, von kaum jemandem bezahlten 'gewöhnlichen' Preis gefeiert. Zum zweiten sucht man sich zum Vergleich eine möglichst lange Strecke heraus, um zu zeigen, wie günstig doch ein Pauschalangebot angeblich sein soll. (Das wird auch bei DSO gerne gemacht) Ob der Reisende dort überhaupt fahren möchte, interessiert dabei nicht. So wäre die An- und Abreise von Genf (196 Franken) und Mailand (162 Franken) nach Zermatt bereits deutlich günstiger als von Zürich.

Was hier im Forum jetzt folgen wird, ist für mich absehbar. Man wird mit vorwerfen, das schweizer System nicht zu kennen oder nicht zu verstehen, mich dazu auffordern, doch endlich ruhig zu sein, schreiben, dass 'mein' Tarifsystem viel schlechter sei oder vielleicht auch den Beitrag den Admins zur Löschung melden, weil man so etwas hier nicht lesen möchte. All das wird das Grundproblem nicht lösen, dass für denjenigen, für den sich eine Rabattkarte nicht lohnt - sei er Besucher oder nur selten Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel - eine Fahrt mit der Bahn sehr teuer und abschreckend ist.

Achtung Wiederholung!
Bei ProBahn Schweiz ist man da schon etwas weiter und empfiehlt die Abschaffung des Halbtax und eine Halbierung der Tarife, siehe [www.toponline.ch] und die SBB sagen dazu: "Das könnte man sich überlegen." [www.nzz.ch]
Ich kann da nicht einmal gross widersprechen, obwohl es natürlich schon vereinzelt Möglichkeiten gibt, um die Preise zu drücken, speziell für Personen mit Wohnsitz im Ausland.

Als Arbeitnehmer im Euroland kenne ich beide Seiten. Es betrifft nicht nur die Bahn, sondern auch Hotels und Gastronomie. Die Schweizer ruhen sich da auf einem sehr hohen Ross aus, Service ist nicht die Stärke aller, und der Frankenschock hat im Januar 2015 das seine dazu beitragen. Hier ist momentan wenigstens Erholung angesagt.

Es ist aber so, dass die Schweiz für den Normalverdiener im Euroland kein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis abgibt.

Gruss Patrick, letzte Hotelnacht im Sommer 2016 in Porrentruy gehabt und den Brezelkönig gegenüber einem überteuerten 08/15-Restaurant bevorzugend. Letzten Mietwagen aber vor Jahren gebucht, denn die sind in der Schweiz genau so teuer...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.18 12:12.
Woher weißt du, dass den Normalpreis kaum.jemand bezahlt? Fakten bitte!
Dass ProBahn das Halbtax abschaffen will stand nur in einem Boulevard-Blatt und weder auf der Homepage noch im Facebook-Auftritt. Du klammerst dich echt an jeden Strohhalm. Entweder das ist Realitätsverweigerung oder Verzweiflung!

Nicht nur die Bahn ist hochpreisig, auch Hotels, Restaurants und Supermärkte. Warum soll man das fügr Touristen billig machen?

Statt den 1000. Beitrag über Dinge zu schreiben, mit denen dein Gehirn überfordert ist, könntest du auch eine Bewerbung schreiben.






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.18 12:29.
Patrick Rudin schrieb:
Ich kann da nicht einmal gross widersprechen, obwohl es natürlich schon vereinzelt Möglichkeiten gibt, um die Preise zu drücken, speziell für Personen mit Wohnsitz im Ausland.

Als Arbeitnehmer im Euroland kenne ich beide Seiten. Es betrifft nicht nur die Bahn, sondern auch Hotels und Gastronomie. Die Schweizer ruhen sich da auf einem sehr hohen Ross aus, Service ist nicht die Stärke aller, und der Frankenschock hat im Januar 2015 das seine dazu beitragen.
Man kann den Schweizer im allgemeinen und der SBB im besonderen kaum vorwerfen, generell teuer zu sein, sei es wechselkursbedingt oder aufgrund des höheren Lohnniveaus in der Schweiz. Beim Halbtax ist es aber so, dass Bahnfahren für die Schweizer, die regelmäßig den ÖV nutzen, relativ günstig ist, für Besucher dagegen sehr teuer. Das ist nicht OK!

Schreibe doch einfach mal dem Bundesrat

geschrieben von: Christof 421

Datum: 03.03.18 12:41

oder dem VÖV, wenn du dich so aufregst über schweizer Bahnpreise.
Im Übrigen kannst du dir ja selbst ein Halbtaxabo kaufen, kostet 185.-- sfrs und ist mit 3 Schweiz-Rundfahrten mit Tageskarte amortisiert.

Neuerdings gibt es sogar Spartageskarten, da kann man in einem Netz von schätzungsweise 10000 km ab 56.-- sfrs ohne Halbtaxabo, also jedermann, von morgens 5 bis am anderen Morgen um 5 Bus, Zug, Tram, Schiff fahren.
Es ist auch in der Schweiz inzwischen so, wer früh kauft, fährt billiger.

Im Übrigen sind diese Argumente von teuren schweizer Bahnenen an den Haaren herbeigezogen und im Vergleich mit Deutschland gar nicht zutreffend.

Beispiel gefällig: ich habe diese Woche spasseshalber am Automaten eine Fahrpreis von Südbaden bis Hamburg am nächsten Tag gesucht, kommt ein Preis für einfache Fahrt 2te Klasse rund 190.-- Euro.

Dann habe ich eine Fahrkarte gekauft von Lörrach nach Koblenz Ende April, kostet via ICE bis Mannheim einfach mal knapp 80.-- Euro.
Nur durch einen Trick mit 1 mal mehr Umsteigen kostet mich die Fahrt jetzt 29.90 Euro.
Oder Lörrach-Freiburg mit ICE einfach mal rund 24.-- Euro, das BW-Ticket kostet auch 24.-- Euro, da kann ich aber in ganz BW spazieren fahren.

Weiter machen ja Coop, Migros und Post mehrere Aktionen im Jahr, wo es zu einem, wie ich finde, Spottpreis, Tageskarten zur Benützung im GA-Bereich, dann halt zeitbegrenzt als Aktion, zu kaufen gibt.

Ich finde deine dauernden Beschwerden über das Schweizer Tarifsystem absolut daneben und ändern wirst du eh nichts.
Fahre auf das Jungfraujoch, kostet rund 200 sfrs hin und zurück ab Grindelwald, mit Halbtax dann noch rund 100.--, dann hast du schon mehr als die Hälfte des Halbtaxabos amortisiert.
Oder fahre auf 2 oder 3 andere Berge und du hast den Preis des Halbtaxabos garantiert wieder zurück.

Im Übrigen haben schweizer Bahnen eine ganz andere Qualität, 97% der teilweise recht knappen Anschlussverbindungen klappen und im Störungsfall hat man nach 20 min einen Busersatz organisiert.
Bei uns muss man ja schon in Karlsruhe in der Relation Basel-Stuttgart drum bangen, ob der 8 min Übergang auch klappt, weil deutsche Züge bei einer Verspätung von 5 min immer noch "pünktlich" sind.
Im Störungsfall dauert es mindestens 1 Stunde, bis was organisiert ist, eher mehrere Stunden.
Man muss ja erst ausrechnen und abklären, wer am billigsten SEV fährt und wer dann noch bezahlt.

Unverständliche Grüsse
Christof 421
Ich kann dir deine Beschwerde über teure schweizer Fahrpreise einfach widerlegen.

Ich war diese Woche mit einem Kollegen OHNE Halbtaxabo auf Tour.
Spasseshalber habe ich jetzt mal den Normalpreis der gefahrenen Strecke gesucht, es sind 162,60 sfrs, halber Preis 81.30 sfrs.

Gefahren sind wir zu zweit, beide mit Coop-Tageskarte zu 49.-- sfrs.
Diese Coop-Tageskarte ist sogar billiger als eine Spartageskarte für sofortige Benützung, die kostet 59.-- sfrs.

Hätte mein Kollege eine Spartageskarte ohne Halbtaxabo im Internet gekauft, hätte er 106.-- sfrs gezahlt, was immer noch billiger als Normalpreistickets ist.

Ich kann es dir nicht verbieten, aber lass uns einfach in Ruhe mit Diskussionen über Bahnpreise, speziell die der Schweiz.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Südbaden-Hamburg: 190€! Fehlt eine BahnCard50?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 03.03.18 13:06

Christof 421 schrieb:
oder dem VÖV, wenn du dich so aufregst über schweizer Bahnpreise.
Im Übrigen kannst du dir ja selbst ein Halbtaxabo kaufen, kostet 185.-- sfrs und ist mit 3 Schweiz-Rundfahrten mit Tageskarte amortisiert.

Neuerdings gibt es sogar Spartageskarten, da kann man in einem Netz von schätzungsweise 10000 km ab 56.-- sfrs ohne Halbtaxabo, also jedermann, von morgens 5 bis am anderen Morgen um 5 Bus, Zug, Tram, Schiff fahren.
Es ist auch in der Schweiz inzwischen so, wer früh kauft, fährt billiger.

Im Übrigen sind diese Argumente von teuren schweizer Bahnenen an den Haaren herbeigezogen und im Vergleich mit Deutschland gar nicht zutreffend.

Beispiel gefällig: ich habe diese Woche spasseshalber am Automaten eine Fahrpreis von Südbaden bis Hamburg am nächsten Tag gesucht, kommt ein Preis für einfache Fahrt 2te Klasse rund 190.-- Euro.

Dann habe ich eine Fahrkarte gekauft von Lörrach nach Koblenz Ende April, kostet via ICE bis Mannheim einfach mal knapp 80.-- Euro.
Nur durch einen Trick mit 1 mal mehr Umsteigen kostet mich die Fahrt jetzt 29.90 Euro.
Oder Lörrach-Freiburg mit ICE einfach mal rund 24.-- Euro, das BW-Ticket kostet auch 24.-- Euro, da kann ich aber in ganz BW spazieren fahren.

Weiter machen ja Coop, Migros und Post mehrere Aktionen im Jahr, wo es zu einem, wie ich finde, Spottpreis, Tageskarten zur Benützung im GA-Bereich, dann halt zeitbegrenzt als Aktion, zu kaufen gibt.

Ich finde deine dauernden Beschwerden über das Schweizer Tarifsystem absolut daneben und ändern wirst du eh nichts.
Fahre auf das Jungfraujoch, kostet rund 200 sfrs hin und zurück ab Grindelwald, mit Halbtax dann noch rund 100.--, dann hast du schon mehr als die Hälfte des Halbtaxabos amortisiert.
Oder fahre auf 2 oder 3 andere Berge und du hast den Preis des Halbtaxabos garantiert wieder zurück.

Im Übrigen haben schweizer Bahnen eine ganz andere Qualität, 97% der teilweise recht knappen Anschlussverbindungen klappen und im Störungsfall hat man nach 20 min einen Busersatz organisiert.
Bei uns muss man ja schon in Karlsruhe in der Relation Basel-Stuttgart drum bangen, ob der 8 min Übergang auch klappt, weil deutsche Züge bei einer Verspätung von 5 min immer noch "pünktlich" sind.
Im Störungsfall dauert es mindestens 1 Stunde, bis was organisiert ist, eher mehrere Stunden.
Man muss ja erst ausrechnen und abklären, wer am billigsten SEV fährt und wer dann noch bezahlt.

Unverständliche Grüsse
Christof 421
Immer dasselbe Problem: Das Angebot, ein Halbtax zu kaufen, das sich 'mit 3 Schweiz-Rundfahrten' amortisiert, ist für mich - wie auch für viele andere - wenig attraktiv, da ich keine 3 Schweiz-Rundfahrten im Jahr mache. (siehe Zürich-Zermatt im Ausgangsbeitrag)

Fehlt dir vielleicht eine BahnCard50, um am nächste Tag einen akzeptablen Preis für eine Fahrt von Südbaden nach Hamburg angeboten zu bekommen? Wenn ja, hast du das Problem mit den sich für Gäste nicht lohnenden Rabattkarten durchaus verstanden.

Der Vorwurf lautet nicht nicht, die SBB sei im Vergleich zu anderen Bahnen zu teuer, sondern sie ist nur für Gäste zu teuer, da sich für sie Rabattkarten nicht lohnen. Für Schweizer Stammkunden sind sie völlig OK. Bei ProBahn Schweiz weiß man das.

Gute Kenntnisse der Tarife nötig

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 03.03.18 13:11

Christof 421 schrieb:
Ich kann dir deine Beschwerde über teure schweizer Fahrpreise einfach widerlegen.

Ich war diese Woche mit einem Kollegen OHNE Halbtaxabo auf Tour.
Spasseshalber habe ich jetzt mal den Normalpreis der gefahrenen Strecke gesucht, es sind 162,60 sfrs, halber Preis 81.30 sfrs.

Gefahren sind wir zu zweit, beide mit Coop-Tageskarte zu 49.-- sfrs.
Diese Coop-Tageskarte ist sogar billiger als eine Spartageskarte für sofortige Benützung, die kostet 59.-- sfrs.

Hätte mein Kollege eine Spartageskarte ohne Halbtaxabo im Internet gekauft, hätte er 106.-- sfrs gezahlt, was immer noch billiger als Normalpreistickets ist.

Ich kann es dir nicht verbieten, aber lass uns einfach in Ruhe mit Diskussionen über Bahnpreise, speziell die der Schweiz.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Hier beschreibst du das Problem schon sehr gut: Man muss sich mit den Kniffen der Angebote auskennen, um akzeptable Preise zu erhalten. Für wenig bahninteressierte Gäste aus dem Ausland ist das fast unmöglich, für Schweizer, die wenig Bahn fahren, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie das tun. Beide Kundengruppen sind meist mit hohen Standardpreisen konfrontiert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.18 13:13.

Re: Gute Kenntnisse der Tarife nötig

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 03.03.18 13:19

Thomas_Lammpe schrieb:
Christof 421 schrieb:
Ich kann dir deine Beschwerde über teure schweizer Fahrpreise einfach widerlegen.

Ich war diese Woche mit einem Kollegen OHNE Halbtaxabo auf Tour.
Spasseshalber habe ich jetzt mal den Normalpreis der gefahrenen Strecke gesucht, es sind 162,60 sfrs, halber Preis 81.30 sfrs.

Gefahren sind wir zu zweit, beide mit Coop-Tageskarte zu 49.-- sfrs.
Diese Coop-Tageskarte ist sogar billiger als eine Spartageskarte für sofortige Benützung, die kostet 59.-- sfrs.

Hätte mein Kollege eine Spartageskarte ohne Halbtaxabo im Internet gekauft, hätte er 106.-- sfrs gezahlt, was immer noch billiger als Normalpreistickets ist.

Ich kann es dir nicht verbieten, aber lass uns einfach in Ruhe mit Diskussionen über Bahnpreise, speziell die der Schweiz.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Hier beschreibst du das Problem schon sehr gut: Man muss sich mit den Kniffen der Angebote auskennen, um akzeptable Preise zu erhalten. Für wenig bahninteressierte Gäste aus dem Ausland ist das fast unmöglich, für Schweizer, die wenig Bahn fahren, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie das tun. Beide Kundengruppen sind meist mit hohen Standardpreisen konfrontiert.
Und wo ist das Problem sich vorher zu informieren? Ist ja hierzulande in D absolut nix anderes. Mal abgesehen davon, hast in CH den entscheidenden Vorteil, dass fast alle Verkehrsträger in den Fahrpreisen mit inbegriffen sind. Egal ob IC/ICE/CIS/S-Bahnen/Bergbahnen (zumindest die meisten)/Busse, etc. Und wie Christoph schon schrieb, ich persönlich finde die Preise ok. Mit dem Erwerb der Farhkarte, pardon des Billets, bekommt man im Gegensatz zu D einen deutlichen Mehrwert.

Das Leben bei und mit der Eisenbahn: "Jeder macht was er will; keiner was er soll; alle machen mit!"

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Informationsaufwand muss gering gehalten werden

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 03.03.18 13:30

Christian Snizek schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Christof 421 schrieb:
Ich kann dir deine Beschwerde über teure schweizer Fahrpreise einfach widerlegen.

Ich war diese Woche mit einem Kollegen OHNE Halbtaxabo auf Tour.
Spasseshalber habe ich jetzt mal den Normalpreis der gefahrenen Strecke gesucht, es sind 162,60 sfrs, halber Preis 81.30 sfrs.

Gefahren sind wir zu zweit, beide mit Coop-Tageskarte zu 49.-- sfrs.
Diese Coop-Tageskarte ist sogar billiger als eine Spartageskarte für sofortige Benützung, die kostet 59.-- sfrs.

Hätte mein Kollege eine Spartageskarte ohne Halbtaxabo im Internet gekauft, hätte er 106.-- sfrs gezahlt, was immer noch billiger als Normalpreistickets ist.

Ich kann es dir nicht verbieten, aber lass uns einfach in Ruhe mit Diskussionen über Bahnpreise, speziell die der Schweiz.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Hier beschreibst du das Problem schon sehr gut: Man muss sich mit den Kniffen der Angebote auskennen, um akzeptable Preise zu erhalten. Für wenig bahninteressierte Gäste aus dem Ausland ist das fast unmöglich, für Schweizer, die wenig Bahn fahren, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie das tun. Beide Kundengruppen sind meist mit hohen Standardpreisen konfrontiert.
Und wo ist das Problem sich vorher zu informieren? Ist ja hierzulande in D absolut nix anderes.
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.

Ist das in Deutschland anders???

geschrieben von: Christof 421

Datum: 03.03.18 13:34

Zitat:
Man kann den Schweizer im allgemeinen und der SBB im besonderen kaum vorwerfen, generell teuer zu sein, sei es wechselkursbedingt oder aufgrund des höheren Lohnniveaus in der Schweiz. Beim Halbtax ist es aber so, dass Bahnfahren für die Schweizer, die regelmäßig den ÖV nutzen, relativ günstig ist, für Besucher dagegen sehr teuer. Das ist nicht OK!

Ist das in Deutschland anders??
Auch da muss ich nach billigen Bahnpreisen suchen, Tarifwissen haben und mit Tricks arbeiten oder erst mal eine Rabattkarte kaufen, deren Preis erst mal amortisiert werden muss.
Dann kann ich in Deutschland mit der Rabattkarte nicht einfach noch Privatbahn, Schiff, Stadtbus, Bergstrecken fahren, muss alles nochmal extra bezahlt werden.
Die Rabattkarte oder auch Bahncard gilt nur für die Bahn.

Und auch in Deutschland ist spontanes Fahren extrem teuer, kommt noch die latente Gefahr, den Anschluss zu verpassen und 1 Stunde in der Kälte stehen, dazu.
Oder nach Unfall 1,5 Std warten, bis die draussen stehenden Hilfspersonen eeeendlich den verunglückten Zug betreten dürfen.
Oder einfach mal 5 Stunden in der Pampa stehen wegen Oberleitungsschaden.
Alles schon dagewesen, bin nur zu faul zum Link suchen.

Oder der Umgang mit Schülern, die Fahrscheine, Schülerausweise, Geldbeutel vergessen und dann in der Pampa ausgesetzt werden!!!
Aussetzen von Fahrgästen kenne ich in der Schweiz jedenfalls nicht, man kann die Adresse aufnehmen und die Sache mit den Eltern klären.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Re: Informationsaufwand muss gering gehalten werden

geschrieben von: DrSo

Datum: 03.03.18 13:41

Vielleicht legt man auf die Günstig-Touristen aber auch gar keinen Wert? Es muss nicht immer alles billig sein, damit die Massen kommen. Siehe Mecklenburg Vorpommern. Die legen auch eher Wert auf Gäste mit Geld. Den "Rest" wollen die gar nicht, geschweige denn würden sie auf die Idee kommen für die nochmal alles billiger zu machen...

Argument an den Haaren herbeigezogen

geschrieben von: Christof 421

Datum: 03.03.18 13:41

Zitat:

Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.

Also ich weiss nicht, ich kann doch einfach Bahn fahren, gehe zum Bahnhof oder an den Automaten oder acuh online im Internet und sage, ich will von a nach b.
Ich muss nur bereit sein, das Geforderte zu zahlen.
Das ist in Deutschland nicht anders als in der Schweiz.

Wenn ich vorher Zeit und Geld ins Internet stecke und mich informiere, kann ich evtl. halt billiger fahren.
Und wenn ich in die USA fliegen will, muss ich mich doch vorher auch erst informieren.
Flughafen, Abflug, Umstieg, Direktflug, wie komme ich zum Flughafen, wo stelle ich das Auto hin, hat der Flughafen Bahnanschluss usw, usw.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

In Deutschland ist es bestimmt nicht besser

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 03.03.18 13:45

Christof 421 schrieb:
Zitat:
Man kann den Schweizer im allgemeinen und der SBB im besonderen kaum vorwerfen, generell teuer zu sein, sei es wechselkursbedingt oder aufgrund des höheren Lohnniveaus in der Schweiz. Beim Halbtax ist es aber so, dass Bahnfahren für die Schweizer, die regelmäßig den ÖV nutzen, relativ günstig ist, für Besucher dagegen sehr teuer. Das ist nicht OK!

Ist das in Deutschland anders??
Auch da muss ich nach billigen Bahnpreisen suchen, Tarifwissen haben und mit Tricks arbeiten oder erst mal eine Rabattkarte kaufen, deren Preis erst mal amortisiert werden muss.
Dann kann ich in Deutschland mit der Rabattkarte nicht einfach noch Privatbahn, Schiff, Stadtbus, Bergstrecken fahren, muss alles nochmal extra bezahlt werden.
Die Rabattkarte oder auch Bahncard gilt nur für die Bahn.

Und auch in Deutschland ist spontanes Fahren extrem teuer, kommt noch die latente Gefahr, den Anschluss zu verpassen und 1 Stunde in der Kälte stehen, dazu.
Oder nach Unfall 1,5 Std warten, bis die draussen stehenden Hilfspersonen eeeendlich den verunglückten Zug betreten dürfen.
Oder einfach mal 5 Stunden in der Pampa stehen wegen Oberleitungsschaden.
Alles schon dagewesen, bin nur zu faul zum Link suchen.

Oder der Umgang mit Schülern, die Fahrscheine, Schülerausweise, Geldbeutel vergessen und dann in der Pampa ausgesetzt werden!!!
Aussetzen von Fahrgästen kenne ich in der Schweiz jedenfalls nicht, man kann die Adresse aufnehmen und die Sache mit den Eltern klären.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Nein, auch in Deutschland gibt es hohe Flexpreise, Rabattkarten für Stammkunden und eine ganze Reihe von weiteren Angeboten, die man kennen muss. In Deutschland sieht es mit Sicherheit nicht besser aus, ganz im Gegenteil, da die Rabattkarten teurer und damit schon für weniger Einheimische attraktiv sind und erst recht für Gäste, die dann vielleicht doch eher zum Fernbus tendieren.

Re: Gute Kenntnisse der Tarife nötig

geschrieben von: Michael1705

Datum: 03.03.18 13:55

Zitat:
Und wo ist das Problem sich vorher zu informieren? Ist ja hierzulande in D absolut nix anderes.

Das ist für die Dunkelbirne doch das Problem. Er möchte ein variantenreiches und differenziertes Angebot, dass vom Kunden durchschaubar ist, durch ein System ersetzen, bei dem günstige Preise vom Goodwill des Unternehmens abhängig sind.
In der Hoffnung, mit einer Auslastungssteuerung könne er Züge in der Schwachlastzeit voller bekommen und in der HVZ entlasten, zeigt er, dass er weder von Wirtschafts- noch von Verkehrswissenschaften einen Hauch von Ahnung hat. Sonst würde er nicht behaupten, dass man mit halbierten Preisen den Zug doppelt so voll bekommt. Dass Arbeitnehmer plötzlich Donnerstags um 13:00 ins Wochenende gehen ist auch auszuschließen. Der Erfolg seiner Ideologie kann also ausgeschlossen werden.
Derweil verwendet er sehr viel Zeit, darauf, Zitate und Studien so zurechtzubiegen, dass selbst eine Widerlegung zu einer Bestätigung wird. In der Regel fängt er gegen 16:30 mit Foren-
und Twitterbeiträgen, etc. an und hört gegen Mitternacht auf. Häufig kommt der erste Beitrag bereits morgens. Wenn man bedenkt, dass Zitate noch zurechtgebogen und zeitungsartikel verwertet werden müssen, ist das offensichtlich das, was er als Beruf bezeichnet. Für eine reguläre Arbeit bleibt offensichtlich keine Zeit, von Hobbys ganz zu schweigen.


Apfelschuss...

geschrieben von: Martin Junge

Datum: 03.03.18 14:34

Thomas_Lammpe schrieb:
Der Vorwurf lautet nicht nicht, die SBB sei im Vergleich zu anderen Bahnen zu teuer, sondern sie ist nur für Gäste zu teuer, da sich für sie Rabattkarten nicht lohnen. Für Schweizer Stammkunden sind sie völlig OK. Bei ProBahn Schweiz weiß man das.
Glaub mir, die SBB, die BLS, die Schiffahrt auf dem Vierwaldstädtersee, Postauto Schweiz, die CJ - alle sch***en sie auf Deinen Vorwurf. Die Verkehrsmittel in der Schweiz sind zunächst wichtig für alle die in der Schweiz wohnen und/oder arbeiten. Der Tourismus oder Spaßverkehr wird mit Aktionen oder speziellen Angeboten für Touristen gestützt, aber nicht verramscht. Ich fahre mit meinem GA für Fr. 340.-- durch das Land und in meiner Arbeitsstelle kenne ich niemanden(!) der kein Halbtax hat obschon die Wenigsten sooft Verkehrsmittel benutzen. Man hat es einfach.
Ob Dir das passt oder nicht ist den Schweizern völlig Wumpe, Du könntest auch fordern, dass es im Zug eine Ermäßigung für Geißböcke in Begleitung eines Alphornspielers gibt - wird nicht kommen, genauso wenig wie ein Kniefall vor Besuchern.

Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.18 14:35.
Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig.
Und das von jemandem, der in der Vergangenheit hier hochkomplexe Tarifsysteme vorgeschlagen hat, bei dem die Preise nicht wirklich vorhersehbar und nicht nachvollziehbar sind. Bei dem bei der Abfahrt am Morgen noch nicht klar, wieviel man am Abend für die Zugfahrt bezahlt haben wird. Weil der Zug eine Stunde später zwecks Auslastungssteuerung massiv mehr kostet. Und der Zug eine Stunde früher wieder einen anderen Preis. Und wenn man dann wie so oft nicht weiss, mit welchem Zug man zurückfährt, auch nicht weiss, ob die Rückfahrt jetzt sehr teuer oder billig werden wird...

Davon abgesehen, kannst du dir mal ein anderes Hobby suchen, bei dem du deinen Mitmenschen nicht so auf die Nerven gehst? Jeder hier hat inzwischen mitbekommen dass du einen abgrundtiefen Hass auf Halbtax und BC50 hast (sowie Fernbusse toll findest und Auslastungssteuerung toll findest). Hast du nichts besseres in deiner Freizeit zu tun, als ständig (ziemlich erfolglos) zu versuchen andere zu bekehren? Nach so vielen Beiträgen hier die du schon angezettelt hast und jedesmal kräftig Gegenwind bekommen hast, müsstes du doch langsam mal einsehen, dass dein missonarischer Eifer nichts bringt. Du hast in der letzten Zeit nun meherer Anti-Halbtax, Beiträge gestartet, zudem gerade eben parallel auch noch eine weitere BC50-Diskussion, mal wieder. Und da ist nun vor allem eines: ES NERVT! Hier soll jeder seine Meinung kundtun dürfen und wenn es mal wieder eine passende Diskussion darfst du auch gerne wieder deine BC50-Hass kundtun. Aber starte nicht gefühlt jeden dritten Tag eine Diskussion dazu. Was für neue Erkenntnisse erhoffst du dir. Dass die Leute, die vor 3 Tagen das Halbtax noch gut fanden, nun auf einmal ihre Meinung geändert haben? Was hat sich am Preissystem in den letzten 3 Tagen geändert, dass eine erneute Debatte darüber nötig machen würde?
Was wurden hier im Forum schon "sinnlose" Debatten zigmal geführt, wie West-Loks gegen Ostloks, offene Fenster vs. Klimaanlage, Abteile, Nachtzug etc.
Aber diese entstehen wenigst meist nur aus Diskussion heraus, wenn da jemand alle paar Tage solche Diskussionen als Themenstarter anzetteln würde, würde der auch Gegenwind bekommen.
Bei den Fernbussen, als du monatelang das Forum zugemüllt hast mit ständig den immer wieder den gleichen Diskussionen mit immer den selben Argumenten waren alle nachher so genervt, dass eine extra Fernbusforum eingerichtet wurde, um diese nervigen Beiträge in den normalen Foren loszuwerden. Ich hoffe schon, dass es nicht so schlimm wird, um ein eigenes Tarifforum einrichten zu müssen um deiner Beitragsflut Herr zu werden. Zumal mich im Gegensatz zum Fernbus Tarifdiskussion schon interesseren, nur nicht jeden ständig zum exakt gleichen Thema.
Auch wenn Fernbusse, Auslastungssteuerung und BC-Abschaffung dein Hobby zu sein scheinen, die meisten hier haben die Prioritäten deutlich anders gesetzt und wollen nicht ständig darüber diskutieren. Hin- und wieder darfst du ruhig mal wieder so einen Betrag starten, aber etwas mehr zeitlicher Abstand wäre gut.
Und nicht vergessen, wenn du nach der zwanzigsten Diskussion zum selben Thema immer weniger Gegenrede bekommst, heist das nicht unbedingt, dass du die anderen überzeugt hast, sondern vermutlich eher dass die anderen immer weniger Lust haben zu antwortem.

Ich habe jedenfalls ein Halbtax, obwohl ich weder in der Schweiz wohne noch Schweizer bin. BC 50 habe ich keine, auch wenn ich an sich gerne eine hätte. Nur für den höheren Preis bringt sie viel weniger Gegenleistung als ein Halbtax. Bei wohl mindestens 80 % meiner Fahrkartenkäufe in D (Umsatz sieht natürlich etwas anders aus) wäre die BC 50 gar nicht gültig... Würde ich da analog CH jedes Mal einen BC50-Rabatt bekommen, hätte ich sicher eine. Möglicherweise lege ich mir demnächst trotzdem eine zu.

Gruss

Florian

Re: Gute Kenntnisse der Tarife nötig

geschrieben von: kmueller

Datum: 03.03.18 15:52

Thomas_Lammpe schrieb:
Hier beschreibst du das Problem schon sehr gut: Man muss sich mit den Kniffen der Angebote auskennen, um akzeptable Preise zu erhalten. Für wenig bahninteressierte Gäste aus dem Ausland ist das fast unmöglich, für Schweizer, die wenig Bahn fahren, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie das tun. Beide Kundengruppen sind meist mit hohen Standardpreisen konfrontiert.
Die letzte Aussage ist falsch. Die Masse des Autoverkehrs und damit des Landverkehrs findet auf Kurzstrecken (innerstädtisch bis 30km) statt und da gibt es in D wie in CH ÖV-seitig fast nur Verbundtarife, die gar nicht der DB- oder SBB-Hoheit unterliegen, aber in der Schweiz überall wo ich bisher hinkam, (anders als in D) ins Halbtax integriert sind.

Auf diesem Gebiet ist das Schweizer Preisniveau nominal vergleichbar dem deutschen und real ist es erheblich günstiger. Für diesen Einsatz wird hauptsächlich das Halbtax verkauft. Ich habe mal grob im Kopf überschlagen, daß es sich für zwei monatliche Fahrten zwischen Köln und Düsseldorf bzw. Bonn bereits rechnen würde. Die BC50 lohnt sich da nie, weil ihr Nutzen im Verbund gleich 'null' ist und bei Nutzung des mit BC50 1-2 EUR günstigeren IC-Tarifs der Stadtverkehr obendrauf käme. In Deutschland saugt die DB mit solchen Tricks Geld in den 'eigenwirtschaftlichen' (aber volkswirtschaftlich überflüssigen) Fernverkehr hinüber, vertreibt aber Alltagsnutzer aus dem ÖV, dessen Nutzung mittlerweile auf etwa 1/3 des Schweizer Niveaus gesunken ist.

Was bleibt, ist der teure SBB-Kilometertarif auf Langstrecken. Der ist mit den Spartageskarten mittlerweile für jedermann gedeckelt (ähnlich wie bei der SNCB mit den Varianten von 'Railpass'), nicht nur für Halbtaxinhaber. Ich überlege tatsächlich, das bestehende Halbtax nach Verbrauch meines Vorrats an regulären Tageskarten abzuschaffen, weil ich als Nicht-Schweizer zu selten Strecken fahre, auf denen das gewöhnliche Ticket 'einfach zu 50%' das optimale wäre. Für einen in der Schweiz Ansässigen sieht das anders aus.

Wenn ab und zu mal ein Überseetourist 150EUR für eine Retour ab Flughafen Zürich nach irgendwohin hinlegt, ist das sicher zu verschmerzen.

Re: In Deutschland ist es bestimmt nicht besser

geschrieben von: kmueller

Datum: 03.03.18 15:53

Thomas_Lammpe schrieb:
auch in Deutschland gibt es hohe Flexpreise, Rabattkarten für Stammkunden und eine ganze Reihe von weiteren Angeboten, die man kennen muss. In Deutschland sieht es mit Sicherheit nicht besser aus, ganz im Gegenteil, da die Rabattkarten teurer und damit schon für weniger Einheimische attraktiv sind und erst recht für Gäste, die dann vielleicht doch eher zum Fernbus tendieren.
Eher zum Auto, wie die Einheimischen.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: harti07

Datum: 03.03.18 16:26

Das die Schweiz teuer ist - ist aber relativ. Man muss immer sehen was man in diesem Land verdient - und daran messen.

Wenn Briten jammern, dann frag ich mal was einen Touristen in London erwartet - punkto Hotel, essen gehen (kein fastfood!)..

Gegenfrage - warum verdient man in D/A so mies das die Schweiz teuer erscheint? Wäre nicht da mal was nötig um sich Richtung CH anzupassen?

Unlängst hab ich festgestellt das die Bahncard in "D" Euro 4.600 kostet - gilt aber NUR für Züge - hingegen kosten das GA in der SChweiz umgerechnet etwa Euro 3.550 - kann aber alles benutzen. Also Bus, Schiff und fast alle Bergbahnen etc.
Da frag ich mich dann schon wer da teuer ist?

Frankenschock.... der Sfr hat Jänner 2017 bei 1,08 notiert - aktuell bei 1,17.....

Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen

geschrieben von: Christof 421

Datum: 03.03.18 16:40

Hallo kmueller,

Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen, zumal du Tageskarten benützt.

Wenn man spontan eine Schweiz-Rundfahrt macht, kostet die Spartageskarte 59.-- sfrs im Internet.
Die normale Tageskarte am Schalter hat man jetzt verteuert.
Es gab doch die Mehrfahrtenkarte, wo man 6 Fahrten erhalten hat zum Preis von 5, so schrieben jedenfalls die Bahnen.
Die normale Tageskarte am Schalter kostet jetzt um die 75.-- sfrs, die eine kostenlose Fahrt hat man gestrichen.

Hast du aber kein Halbtaxabo mehr, kannst du neu trotzdem Spartageskarten kaufen, nur kosten die spontan einfach mal 106.-- sfrs, also praktisch das Doppelte.
Mit anderen Worten, wenn du 3 Tageskarten zum reduzierten Preis kaufen würdest, hättest ja die Kosten vom Halbtax praktisch wieder reingeholt.
Im Übrigen kostet das Halbtax, wenn man es ohne Unterbruch verlängert, einfach 165.--, sonst 185.--

Ich kaufe eigentlich auch keine Fahrkarten zum halben Preis, ich benütze praktisch immer diese Tageskarten.
Da ist dann auch das Basler Trämli zur Fahrt zum Bahnhof enthalten.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Passangebote für Touris sind zu teuer

geschrieben von: Jürgen Lerch

Datum: 03.03.18 16:55

Martin Junge schrieb:

Glaub mir, die SBB, die BLS, die Schiffahrt auf dem Vierwaldstädtersee, Postauto Schweiz, die CJ - alle sch***en sie auf Deinen Vorwurf. Die Verkehrsmittel in der Schweiz sind zunächst wichtig für alle die in der Schweiz wohnen und/oder arbeiten. Der Tourismus oder Spaßverkehr wird mit Aktionen oder speziellen Angeboten für Touristen gestützt, aber nicht verramscht. Ich fahre mit meinem GA für Fr. 340.-- durch das Land und in meiner Arbeitsstelle kenne ich niemanden(!) der kein Halbtax hat obschon die Wenigsten sooft Verkehrsmittel benutzen. Man hat es einfach.

Martin

Wenn der Touri für 340 Franken einen Monat durch die Schweiz fahren könnte, wäre dies ein super Angebot. Tatsächlich kostet aber ein Swiss Travel Pass für 8 Tage schon 398 Fränkli. Ok, da ist noch der Museumspass inkludiert. Aber wenn man den heraus rechnet, kommt man wahrscheinlich ungefähr auf den Preis, für welchen Du einen Monat unterwegs bist.

Wenn ich Herrn Lammpes Meinung sonst oft nicht teile: Bei diesem Thema muss ich ihm aus eigener Erfahrung recht geben. Ich würde gern öfters in die Schweiz fahren, aber die hohen Passpreise der letzten Jahre schrecken mich ab. Zudem fahren Touristen meist nicht mit den besonders stark ausgelasteten Zügen in der HVZ, sondern sorgen für eine gleichmäßigere Auslastung der Züge im Tagesverlauf.

Früher gab es zahlreiche Länder, wo für ausländische Touristen Passangebote zu günstigen Preisen existieren, die es heute (außer Interrail) nicht mehr gibt. Mit solchen günstigen Angeboten kann man Urlauber doch viel besser ins Land locken. Schließlich müssen Unterkunft und Verpflegung ja auch bezahlt werden. Der Schweizer Tourismus kämpft ja seit Jahren in bestimmten Regionen mit einem Rückgang der Übernachtungs- und Fahrgastzahlen.

Ich bin früher oft mit einem Swisspass in die Schweiz gefahren. Das ist mir heute schlicht zu teuer. Ich war letzten Oktober das erste Mal seit 4 Jahren wieder dort, aber mit ICE-Sparpreis Hamburg - Filisur und einem Graubündenpass für 4 Tage, zusammen rund 250 Euro. Das Hotel bot außerdem für jeden noch die kostenlose Nutzung der Bahnstrecke Filisur - Davos für die ganze Woche an.

Ich ziehe Passangebote für mehrere Tage vor, weil ich keine Lust habe, mit irgendwelchen Billigtagespässen meinen Urlaub Monate vorher tageweise gestalten zu müssen. Überhaupt werden solche Coop-Tickets und was es alles gibt, doch meist nur für die "Saure-Gurken-Zeit" verkauft, wo die Bahnen die leeren Plätze füllen wollen.

Wenn ich im Urlaub bin, möchte ich mich nicht um den Tarifdschungel kümmern müssen. Auf Stückeln, Supermarktangebote und Tagesrabatte habe ich keine Lust. Aber auch Regionalpässe, die fast nur Bergbahnen beinhalten, finde ich eine Zumutung. So kostet der Regionalpass berner Oberland 350 Franken für 8 Tage, ich kann damit aber noch nicht einmal bis in die Kantonshauptstadt Bern fahren, die ja auch sehr sehenswert ist.

Also liebe Schweizer: Macht auch für die Touristen die Fahrkarten etwas günstiger. Die Hoteliers und die ausländischen Feriengäste werden es Euch danken.

Viele Grüße

Jürgen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.18 17:02.
Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.
Da die Züge voll von Amis in Jogginganzügen und Asiaten in Sommerkleidung sind, und die auch alle offenbar eine gültige Fahrkarte haben, scheinst du mit deinem Problem ziemlich allein zu sein. Essen ist in der Schweiz übrigens auch sehr teuer und trotzdem sitzen die Touristen in den Restaurants...

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]

Re: Passangebote für Touris sind zu teuer

geschrieben von: SPS

Datum: 03.03.18 21:25

Ich war letztes Jahr mit dem Interrail-Dreitagespass one country für Senioren in der Schweiz unterwegs und fand dies sehr, sehr günstig. O.K., er ist nur für Bahnen, aber bei vielen Schiffs- und Bergbahnunternehmen gäbe es m.W. Rabatt. Irgendwo gibts aber immer nen Pferdefuß.....letztlich waren es drei herrliche Bahntouren zum guten Preis.

war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: oxmoxtatze

Datum: 03.03.18 23:52

Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.
Warum war mir eigentlich beim lesen des ersten Beitrags schon klar, dass du irgendwann wegen irgendwas wieder den Vergleich zu den grünen Bussen ziehen musst ... aber was solls ...

Aber lassen wir das mal komplett außen vor ...
Ich habe letzten Sommer mein Halbtax verlängert und werde es auch dieses Jahr wieder tun ... trotz Einführung der Spartageskarte und Abschaffung des Multipaks (auf meinem letzten sind noch einige Fahrten offen ... glücklicherweise hält der noch etwas)

Nein ... ich nutze das Halbtax nicht regelmäßig ... kann ich auch nicht, da ich noch nichtmal in der Nähe der Schweiz wohne und dennoch öfter dorthin fahre.
Für Deutschland hab ich die BC100 (also im Vergleich das GA-abgespeckt) ...
zuletzt in der Schweiz war ich wieder mal zur Baseler Fasnacht mit Übernachtung in Weil an der Dreiländerbrücke ...

Nehmen wir das mal als Ausgangslage ... Binnenfahrt Basel mit Halbtax billiger als Binnenfahrt Weil am Rhein (Einzelticket) ... das ich dennoch in der woche 3x mit dem RVL gefahren bin lag schlicht und ergreifend darin, dass es leider keine Haltestelle Weil Grenze in Richtung Weil gibt. Daher bei der Anreise und bei der Rückfahrt aus dem Schwarzwald über Weil Bahnhof gefahren ... in den Schwarzwald aber über Basel Kleinhünigen zum Badischen Bahnhof.

Und für die restlichen Tage? Da gab es glücklicherweise den Tagespass D/CH/F TicketTriRegio (ja da gilt kein Halbtax) für weniger Geld wie die Halbtax-Tageskarte +1x Auslandszuschlag ... für ohne Halbtax bekommt man die Tageskarte (10,11,13,15) übrigens für ohne Halbtax (also Touri) für ganze 60 Rappen mehr (Schweizer Preise hier übrigens, da es Wechselkursbedingt zu dieser Zeit sinnvoller war in CHF zu kaufen statt Euro)
Mit was meine Mutter im nächsten Jahr unterwegs sein wird kann man sich sicherlich denken.

Den angebrochenen Multipack werde ich irgendwann auch noch verfahren (müssen?) ... aus meiner Sicht hat die Spartageskarte nämlich teilweise ihre Vorteile zur normalen Tageskarte
Sie ist nämlich in der Regel billiger als die Reguläre Tageskarte und wenn man ganz genau weiß wann man in die Schweiz möchte (bzw. fahren muss) unschlagbar billig.
Meine Abschlussfahrt 2017 war die Bernina-Strecke im Schnee ... Hotel in Tirano ausgeklammert aber hin und Rückfahrt für je CHF 49 in der 1. Klasse ... muss man denke ich nicht drüber sich unterhalten.
Und ohne Halbtax gibt es das jetzt auch ...
Doch auch abseits der "GA-Tageskarten" kann man sich auch in der Schweiz gut im ÖV bewegen.

165 Franken kostet das Halbtax im Jahr (wenn man es verlängert) ...
und selbst als "Tagestourist" und Gelegenheitsfahrer ... ich bekomm es rausgefahren wenn ich alles so zusammenrechne
Und mit ein "wenig" recherche bekomme ich auch "sehr günstige" Preise ganz ohne Gutschein oder Sonderaktionen. Ich muss einfach nur mal mich mit dem lokalen ÖV auseinandersetzen.

DB nach Basel Badischer Bahnhof -> Weiter nach Waldshut ... dort für 15 Franken (Halbtaxpreis sonst knapp 30) gibt es den ganzen Argau (A-Welle Verbund) ab 9 Uhr / WE ganztags und das geht runter bis Olten.
(von Olten hab ich dann Regelticket nach Basel mit Halbtax gelöst)
Will ich an den Bodensee ... hui Thomas ... geht das billig ... einmal zum Ostwind ("lokaler" Verkehrsverbund für Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Schaffhausen, Schwyz St. Gallen, Thurgau ... also schon einiges auch als Tourist möglich) ... Tageskarte 40 Franken (ab 9 Uhr / WE ganztätig) mit Halbtax ganze 20.

Fährst du als Tourist in Deutschland mit Hotel in Berlin auch immer weiter nach Leipzig / Dresden / Rostock / Hamburg?

Und ganz ehrlich ... du fährst nach A und möchtest nach B oder einfach nur in A den Öffentlichen Verkehr benutzen ... machst du dich nicht schlau was du beachten musst? ... Nach London ohne Oyster? In die Niederlande ohne OV-Chipcard?

Wenn ich einfach irgendwohin will buch ich Pauschalreise (bzw. würde ich buchen mach ich nämlich nicht) ... wenn ich mir individuell was zusammenstelle dann geh ich auch ÖV-Preise vergleichen.
Und damit wären wir wieder bei besagter Woche Baseler Fasnacht ... ich wusste was ich an welchem Tag machen wollte und habe mir dan individuell aus den Preisen (RVL/TNW/TriRegio/BC100) das zusammengesucht was für mich am günstigsten war. Und ja .. obwohl ich 6 Tage da war ... ich hatte nur an 2 Tagen die Tageskarte!

Und was das "Ausland" wieder angeht ... nehme ich das Swiss-Travel-System und breche das mal auf "Tagespreise herunter"

03 - 225 - 75 CHF
04 - 270 - 67,5 CHF
08 - 398 - 49,75 CHF
15 - 485 - 32,34 CHF

Die "normale" Tageskarte "mit Halbtax" kostet 75 Franken ... der Tourist zahlt für die Touristen-Karten ohne Halbtax nie mehr!

als Vergleich dann übrigends noch das "Monats-GA"
Halbtax 185 + 420 = 605 Franken ... für den Februar 21,60 Franken ... bei 30 Tagen 20,17 Franken ... bei 31 Tagen 19,52 Franken
Halbtax verlängert 585 Franken ... also Februar 20,90 ... 30 Tage 19,50 ... 31 Tage 18,87

Und um wieder zu deinem Ausgangsbeitrag zu kommen ...
Wo bitte wird beim Transfer-Ticket der Tourist abgezockt? ... die 154 Franken beinhalten entsprechend deines Postes Hin- und Rückreise ... und das sind 77 Franken einfache Fahrt (Und die Kinder-Mitfahrkarte ist im STS gratis zu buchen!) ... gut kannst du jetzt sagen ... das Transfer-Ticket ist eine Strecken- und keine Tageskarte ...
Und damit wären wir wieder beim STS-Tagesbillett ... schau mal ...
Hinflug Freitag Nachmittag nach Zürich ... Rückflug Sonntag Abend ab Genf ... hm ... ich brauch da (ohne Halbtax) wenn ich rechnen kann überhaupt nicht das Transfer-Ticket ...
kommst du auch darauf was ich buchen würde? ... und wenn ich erst Montag fliege erst recht nicht
selbst für eine Woche würde ich es nicht buchen ...

Ich behaupte John Eifion Jones (so heißt besagter Brite übrigens) hat sich schlicht und ergreifend nicht kleinteilig informiert ...

Ja ... die Schweiz ist teuer ... der Schweizer ÖV ist es aber definitiv nicht
stimmt so nicht,denn 1. Swiss-Flexi-Pass oder andere Pässe nutzen 2. Hotels kann man vorbuchen ich werde definitiv 60 € pro Nacht inclusive Frühstücksbüffet + Kurtaxe bezahlen in DAVOS **** Hotel !!.Essen geht man--> Migros Restaurant, Einkaufen Lebensmittel bei ALDI SUISSE und LIDL bzw.DENNER und Migros...Gewusst wie und wo ist die Frage,klar 08/15 Restaurant mit 70 Sfr geht auch als Abendessen,wenn ich bei der Migros dann 22 Sfr bezahle... !!! NICHT JAMMERN,sondern DENKEN !

Sammelantwort Thomas_Lammpe

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 04.03.18 09:17

kmueller schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
auch in Deutschland gibt es hohe Flexpreise, Rabattkarten für Stammkunden und eine ganze Reihe von weiteren Angeboten, die man kennen muss. In Deutschland sieht es mit Sicherheit nicht besser aus, ganz im Gegenteil, da die Rabattkarten teurer und damit schon für weniger Einheimische attraktiv sind und erst recht für Gäste, die dann vielleicht doch eher zum Fernbus tendieren.
Eher zum Auto, wie die Einheimischen.
Traurig aber wahr.


LittleJoe4 schrieb:
stimmt so nicht,denn 1. Swiss-Flexi-Pass oder andere Pässe nutzen 2. Hotels kann man vorbuchen ich werde definitiv 60 € pro Nacht inclusive Frühstücksbüffet + Kurtaxe bezahlen in DAVOS **** Hotel !!.Essen geht man--> Migros Restaurant, Einkaufen Lebensmittel bei ALDI SUISSE und LIDL bzw.DENNER und Migros...Gewusst wie und wo ist die Frage,klar 08/15 Restaurant mit 70 Sfr geht auch als Abendessen,wenn ich bei der Migros dann 22 Sfr bezahle... !!! NICHT JAMMERN,sondern DENKEN !
Damit sprichst du ein entscheidendes Problem an: Man muss sich mit dem Tarifsystem auskennen oder sich damit beschäftigen, um akzeptable Preise zu bekommen. Viele sind dazu nicht bereit und wählen andere Verkehrsmittel.


harti07 schrieb:
Unlängst hab ich festgestellt das die Bahncard in "D" Euro 4.600 kostet - gilt aber NUR für Züge - hingegen kosten das GA in der SChweiz umgerechnet etwa Euro 3.550 - kann aber alles benutzen. Also Bus, Schiff und fast alle Bergbahnen etc.
Da frag ich mich dann schon wer da teuer ist?
Ohne hier irgendetwas in Deutschland rechtfertigen zu wollen, aber das Land ist auch etwas größer als die Schweiz, so dass der Bahnreisende viel längere Strecken zurücklegen kann, was höhere Preise für Rabattkarten nicht nur rechtfertigt, sondern nahezu erzwingt. In Tarifverbünden ist es auch ein wenig günstiger.

Martin Junge schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Der Vorwurf lautet nicht nicht, die SBB sei im Vergleich zu anderen Bahnen zu teuer, sondern sie ist nur für Gäste zu teuer, da sich für sie Rabattkarten nicht lohnen. Für Schweizer Stammkunden sind sie völlig OK. Bei ProBahn Schweiz weiß man das.
Glaub mir, die SBB, die BLS, die Schiffahrt auf dem Vierwaldstädtersee, Postauto Schweiz, die CJ - alle sch***en sie auf Deinen Vorwurf. Die Verkehrsmittel in der Schweiz sind zunächst wichtig für alle die in der Schweiz wohnen und/oder arbeiten. Der Tourismus oder Spaßverkehr wird mit Aktionen oder speziellen Angeboten für Touristen gestützt, aber nicht verramscht. Ich fahre mit meinem GA für Fr. 340.-- durch das Land und in meiner Arbeitsstelle kenne ich niemanden(!) der kein Halbtax hat obschon die Wenigsten sooft Verkehrsmittel benutzen. Man hat es einfach.
Ob Dir das passt oder nicht ist den Schweizern völlig Wumpe, Du könntest auch fordern, dass es im Zug eine Ermäßigung für Geißböcke in Begleitung eines Alphornspielers gibt - wird nicht kommen, genauso wenig wie ein Kniefall vor Besuchern.
Switzerland first? Was interssiert mich der Rest der Welt! So kann man es naütürlich auch sehen. Auch wenn du in deiner Arbeitsstelle niemanden kennst, der kein Halbtax hat, es gibt sie auch innerhalb der Schweiz. Und die stehen vor ähnlichen Problemen bei der gelegentlichen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, wie der im Ausgangsbeitrag erwähnte englische Journalist.


Christof 421 schrieb:
Zitat:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.

Also ich weiss nicht, ich kann doch einfach Bahn fahren, gehe zum Bahnhof oder an den Automaten oder acuh online im Internet und sage, ich will von a nach b.
Ich muss nur bereit sein, das Geforderte zu zahlen.
Das ist in Deutschland nicht anders als in der Schweiz.
Möglicherweise hast du den fett markierten Satz überlesen.



Florian Ziese schrieb:
Du hast in der letzten Zeit nun meherer Anti-Halbtax, Beiträge gestartet, zudem gerade eben parallel auch noch eine weitere BC50-Diskussion, mal wieder. Und da ist nun vor allem eines: ES NERVT!
Versuch es mal mit Ignorieren der Beiträge, die dich nicht interessieren. Ich mach es genauso.



Matthias Muschke schrieb:
Da die Züge voll von Amis in Jogginganzügen und Asiaten in Sommerkleidung sind, und die auch alle offenbar eine gültige Fahrkarte haben, scheinst du mit deinem Problem ziemlich allein zu sein. Essen ist in der Schweiz übrigens auch sehr teuer und trotzdem sitzen die Touristen in den Restaurants...
Es ist sicher nicht mein persönliches Problem, das der Journalist im Ausgangsbeitrag beschrieben hat, da ich eher selten in der Schweiz unterwegs bin. Es ist eher ein generelles.


oxmoxtatze schrieb:
Ich behaupte John Eifion Jones (so heißt besagter Brite übrigens) hat sich schlicht und ergreifend nicht kleinteilig informiert ...
Genau bei dieser Notwendigkeit, sich 'richtig zu informieren' ist das Problem, denn das geht nicht nur dem britischen Journalisten so, sondern vielen anderen auch. In dem verlinkten Artikel, waren noch nicht mal die Touristiker in der Lage, alle Angebote, die in Frage kämen, kurz und knapp zu erklären.


Michael1705 schrieb:
Das ist für die Dunkelbirne doch das Problem. Er möchte ein variantenreiches und differenziertes Angebot, dass vom Kunden durchschaubar ist, durch ein System ersetzen, bei dem günstige Preise vom Goodwill des Unternehmens abhängig sind.
In der Hoffnung, mit einer Auslastungssteuerung könne er Züge in der Schwachlastzeit voller bekommen und in der HVZ entlasten, zeigt er, dass er weder von Wirtschafts- noch von Verkehrswissenschaften einen Hauch von Ahnung hat. Sonst würde er nicht behaupten, dass man mit halbierten Preisen den Zug doppelt so voll bekommt. Dass Arbeitnehmer plötzlich Donnerstags um 13:00 ins Wochenende gehen ist auch auszuschließen. Der Erfolg seiner Ideologie kann also ausgeschlossen werden.
Derweil verwendet er sehr viel Zeit, darauf, Zitate und Studien so zurechtzubiegen, dass selbst eine Widerlegung zu einer Bestätigung wird. In der Regel fängt er gegen 16:30 mit Foren-
und Twitterbeiträgen, etc. an und hört gegen Mitternacht auf. Häufig kommt der erste Beitrag bereits morgens. Wenn man bedenkt, dass Zitate noch zurechtgebogen und zeitungsartikel verwertet werden müssen, ist das offensichtlich das, was er als Beruf bezeichnet. Für eine reguläre Arbeit bleibt offensichtlich keine Zeit, von Hobbys ganz zu schweigen.
Mal abgesehen davon, dass ich nie behauptet habe, 'mit halbierten Preisen den Zug doppelt so voll' zu bekommen, sondern dass doppelt so volle Züge halbierte Fahrpreise ermöglichen würden, sind zwei Sachen bei einer Diskussion besonders wichtig: Beleidigungen (Dunkelbirne) und persönliche Diffamierungen, die den Charakter einer Person herabsetzen. Sie halten eine Diskussion in Gang und helfen, Sachverhalte zu klären. Dank an die Admins, dass sie so etwas hier gestatten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.18 09:45.

Re: Gute Kenntnisse der Tarife nötig

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 04.03.18 09:47

Christian Snizek schrieb:
Und wo ist das Problem sich vorher zu informieren? Ist ja hierzulande in D absolut nix anderes.
Deshalb fährt die typische deutsche Familie auch mit dem Auto in den Urlaub.

Gruß,
Sven

Re: Informationsaufwand muss gering gehalten werden

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 10:21

Thomas_Lammpe schrieb:
Auch wenn der Vergleich eine Bahntickets mit einem Biliflug objektiv Unsinn ist, der Hinweis der Schweizer Tourisiker, dass die auch von dem Journalisten anerkannt hohe Qualität des schweizer Bahnverkehrs seinen Preis habe, läuft allerdings ins Leere, da die 'Halbtax-Schweizer' den hohen Preis aus irgendeinem Grund nicht zahlen müssen. Die klassische Fehlargumemtation kommt aber hier:

Zitat:
Der Preis für ein Swiss Transferticket (Grenze/Flughafen–Destination und zurück) beträgt 154 Franken einmalig (2. Klasse). Zum Vergleich: Zürich Flughafen–Zermatt retour kostet 260 Franken in der 2. Klasse.
Ersten wird hier der Rabatt auf einen völlig überzogenen, von kaum jemandem bezahlten 'gewöhnlichen' Preis gefeiert. Zum zweiten sucht man sich zum Vergleich eine möglichst lange Strecke heraus, um zu zeigen, wie günstig doch ein Pauschalangebot angeblich sein soll. (Das wird auch bei DSO gerne gemacht) Ob der Reisende dort überhaupt fahren möchte, interessiert dabei nicht. So wäre die An- und Abreise von Genf (196 Franken) und Mailand (162 Franken) nach Zermatt bereits deutlich günstiger als von Zürich.

Zürich ist aber nun mal der bei weitem wichtigste Schweizer Flughafen. Die anderen Flughäfen taugen für kaum mehr als europäischen Regionalverkehr. Insofern ist der Vergleich schon richtig. Und für den Chaos-Flughafen in Malpensa müsste man eigentlich Schmerzensgeld draufrechnen.

Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.

Du hast dafür ganz andere Hürden: Du musst vorab buchen, um überhaupt einen Fahrschein zu bekommen. Ohne Internet geht gar nix. Wenn Du nicht vorab buchst, sondern am Bus bezahlen willst, zahlst Du das, was Flixbus Normalpreis nennt und ganz und gar nicht billig ist. Und auch das nur, wenn noch Platz ist und der Bus die Haltestelle auch anfährt. Haltestellen ohne Vorbuchung und ohne Aussteiger werden auch mal ganz gern ausgelassen. Bei der Bahn kriege ich auch 5 min vor Abfahrt direkt am Bahnhof noch einen Fahrschein. Garantiert. Ggf. auch mit BC 50.

Gerade bei Ankunft mit dem Flugzeug ist nicht immer berechenbar, wann man weiterfahren kann. Fahrkarten mit Fahrtbindung (egal ob Bus oder Zug) sind da eine ganz schlechte Lösung. Beim Zug hat man wenigstens noch eine andere Option.

Urlaub

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 04.03.18 10:40

Naja, wenn die typisch deutsche Familie in den Urlaub fährt, ist das mit Knirpslingen ohne Auto nicht ganz einfach. Irgendwer muss immer auf das Toitoi, Gepäck ist nicht ohne, am Zielort will man flexibel sein, die Grosseltern wollen evtl auch noch mit (war zumindest bei mir so). Vor allem aber ist man zeitlich gebunden und das ist mit Kindern definitiv nicht einfach, denn die Bahn wartet nicht. Hinzu kommt, dass man bei weiteren Anschlussverbindungen (/Verspätungen) mit dem ganzen Gerödel evtl mehrmals (un)freiwillig den Zug wechseln muss. Ausserdem muss ja die Anfahrt zum Bahnhof auch geklärt sein, und dabei kann es vorkommen, dass bei einem Personentransport via Freunde/Bekannte dank dem Fahrer bereits ein Platz im Auto fehlt, usw usw ...

Das Leben bei und mit der Eisenbahn: "Jeder macht was er will; keiner was er soll; alle machen mit!"

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Re: war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 10:59

oxmoxtatze schrieb:
Nehmen wir das mal als Ausgangslage ... Binnenfahrt Basel mit Halbtax billiger als Binnenfahrt Weil am Rhein (Einzelticket) ... das ich dennoch in der woche 3x mit dem RVL gefahren bin lag schlicht und ergreifend darin, dass es leider keine Haltestelle Weil Grenze in Richtung Weil gibt. Daher bei der Anreise und bei der Rückfahrt aus dem Schwarzwald über Weil Bahnhof gefahren ... in den Schwarzwald aber über Basel Kleinhünigen zum Badischen Bahnhof.

Ist das jetzt ein tarifliches Problem oder eins der Haltestellenlage? Für letzteres gibt es die Haltestelle Dreiländerbrücke. Die Haltestelle Weil am Rhein Grenze gibt es nur für den Einkaufstourismus. Die Entfernung zur Haltestelle Dreiländerbrücke ist so kurz, dass es die Haltestelle sonst nicht gäbe. Man vergleiche hierzu auch den relativ großen Haltestellenanstand auf Weiler Gebiet (der Bus hatte vorher noch eine Haltestelle mehr mitten in Friedlingen). Für die Bestätigung der Ausfuhr zur Mehrwertsteuererstattung ist es nötig, dass die Waren die EU unverzüglich verlassen. Das geht nicht, wenn man zur Haltestelle Dreiländerbrücke geht. Und nur deswegen gibt es die Haltestelle an der Grenze die zwar größtenteils auf deutschem Gebiet liegt, aber faktisch Schweizer Zollgebiet ist. Umgekehrt wird auf EU-Bürger, die Waren aus der Schweiz mitbringen, keine Rücksicht genommen. Da darf man von der Kleinhüningeranlage zu Fuß gehen.

Tariflich ist das etwas blöd gelöst, weil man aus Richtung Basel nach Weil den teureren (und nicht ermäßigbaren) Vororttarif zahlt, wenn man zur Dreiländerbrücke fährt, zurück ab Grenze aber der Stadttarif ausreicht. Vor allem hat man in beiden Richtungen eine Lücke zwischen RVL-Tarif und den Schweizer Standardtarifen, weil es keinen Grenztarifpunkt gibt. Der RVL-Tarif gilt nur ab und bis Dreiländerbrücke. Mit GA kommt man also aus Basel nur bis zur Kleinhüningeranlage und braucht für die Weiterfahrt einen (vorher zu kaufenden) Einzelfahrschein zum Vororttarif. Und das ist dann ein BVB-Fahrschein, der nur bis zum Bahnhof Weil gilt und nicht zur Weiterfahrt in Weil berechtigt. Das Problem erledigt man nur mit regionalen Abos.

Im Gegensatz zur Buslinie 55 (für die offensichtlich alte Abmachungen gelten) wurde die Straßenbahnlinie 8 nicht grenzüberschreitend in den RVL aufgenommen, obwohl der RVL dafür sogar eine Tarifzone hat. Für die Behindertenfreifahrt (die es in der Schweiz nicht gibt) hat man dagegen eine Sonderregelung mit Anerkennung bis Claraplatz geschaffen.

Re: war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 04.03.18 11:05

kaufhalle schrieb:
oxmoxtatze schrieb:
Nehmen wir das mal als Ausgangslage ... Binnenfahrt Basel mit Halbtax billiger als Binnenfahrt Weil am Rhein (Einzelticket) ... das ich dennoch in der woche 3x mit dem RVL gefahren bin lag schlicht und ergreifend darin, dass es leider keine Haltestelle Weil Grenze in Richtung Weil gibt. Daher bei der Anreise und bei der Rückfahrt aus dem Schwarzwald über Weil Bahnhof gefahren ... in den Schwarzwald aber über Basel Kleinhünigen zum Badischen Bahnhof.
Ist das jetzt ein tarifliches Problem oder eins der Haltestellenlage? Für letzteres gibt es die Haltestelle Dreiländerbrücke. Die Haltestelle Weil am Rhein Grenze gibt es nur für den Einkaufstourismus. Die Entfernung zur Haltestelle Dreiländerbrücke ist so kurz, dass es die Haltestelle sonst nicht gäbe. Man vergleiche hierzu auch den relativ großen Haltestellenanstand auf Weiler Gebiet (der Bus hatte vorher noch eine Haltestelle mehr mitten in Friedlingen). Für die Bestätigung der Ausfuhr zur Mehrwertsteuererstattung ist es nötig, dass die Waren die EU unverzüglich verlassen. Das geht nicht, wenn man zur Haltestelle Dreiländerbrücke geht. Und nur deswegen gibt es die Haltestelle an der Grenze die zwar größtenteils auf deutschem Gebiet liegt, aber faktisch Schweizer Zollgebiet ist. Umgekehrt wird auf EU-Bürger, die Waren aus der Schweiz mitbringen, keine Rücksicht genommen. Da darf man von der Kleinhüningeranlage zu Fuß gehen.

Tariflich ist das etwas blöd gelöst, weil man aus Richtung Basel nach Weil den teureren (und nicht ermäßigbaren) Vororttarif zahlt, wenn man zur Dreiländerbrücke fährt, zurück ab Grenze aber der Stadttarif ausreicht. Vor allem hat man in beiden Richtungen eine Lücke zwischen RVL-Tarif und den Schweizer Standardtarifen, weil es keinen Grenztarifpunkt gibt. Der RVL-Tarif gilt nur ab und bis Dreiländerbrücke. Mit GA kommt man also aus Basel nur bis zur Kleinhüningeranlage und braucht für die Weiterfahrt einen (vorher zu kaufenden) Einzelfahrschein zum Vororttarif. Und das ist dann ein BVB-Fahrschein, der nur bis zum Bahnhof Weil gilt und nicht zur Weiterfahrt in Weil berechtigt. Das Problem erledigt man nur mit regionalen Abos.

Im Gegensatz zur Buslinie 55 (für die offensichtlich alte Abmachungen gelten) wurde die Straßenbahnlinie 8 nicht grenzüberschreitend in den RVL aufgenommen, obwohl der RVL dafür sogar eine Tarifzone hat. Für die Behindertenfreifahrt (die es in der Schweiz nicht gibt) hat man dagegen eine Sonderregelung mit Anerkennung bis Claraplatz geschaffen.
Anmerkung dazu: Innerhalb vom ersten Jahr des Bestehen der Bimmlbahn galt selbst das GA bis zur Endhaltestelle Weil am Rhein. Diese Gültigkeit wurde unterbunden (für Spekulationen lasse ich hier gerne Freiraum). Und genau dieses Problem der Nichtgültigkeit des GA gibt es jetzt auch in der Verlängerung der Bimml nach Französien ...

Das Leben bei und mit der Eisenbahn: "Jeder macht was er will; keiner was er soll; alle machen mit!"

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]
kaufhalle schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.
Du hast dafür ganz andere Hürden: Du musst vorab buchen, um überhaupt einen Fahrschein zu bekommen. Ohne Internet geht gar nix. Wenn Du nicht vorab buchst, sondern am Bus bezahlen willst, zahlst Du das, was Flixbus Normalpreis nennt und ganz und gar nicht billig ist. Und auch das nur, wenn noch Platz ist und der Bus die Haltestelle auch anfährt. Haltestellen ohne Vorbuchung und ohne Aussteiger werden auch mal ganz gern ausgelassen. Bei der Bahn kriege ich auch 5 min vor Abfahrt direkt am Bahnhof noch einen Fahrschein. Garantiert. Ggf. auch mit BC 50.

Gerade bei Ankunft mit dem Flugzeug ist nicht immer berechenbar, wann man weiterfahren kann. Fahrkarten mit Fahrtbindung (egal ob Bus oder Zug) sind da eine ganz schlechte Lösung. Beim Zug hat man wenigstens noch eine andere Option.
Natürlich hat der Fernbus teilweise systembedingte Nachteile, wie z. B. die Sitzplatzpflicht, die eine Mitnahme unmöglich macht, wenn der Bus ausgebucht ist. Mir ging es hier mehr um das einfachere Tarifsystem bei Flixbus, auch wenn es so definitiv nicht auf die Bahn übertragbar ist. Die Festlegung auf eine bestimmte Verbindung ist sicher nur dann für die Bahn geeignet, wenn man einfach und kostengünstig umbuchen kann.

Re: war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 11:45

Christian Snizek schrieb:
Anmerkung dazu: Innerhalb vom ersten Jahr des Bestehen der Bimmlbahn galt selbst das GA bis zur Endhaltestelle Weil am Rhein. Diese Gültigkeit wurde unterbunden (für Spekulationen lasse ich hier gerne Freiraum). Und genau dieses Problem der Nichtgültigkeit des GA gibt es jetzt auch in der Verlängerung der Bimml nach Französien ...

Ich weiß. Spekulieren über die Initiative zu dieser Änderung möchte ich aber eigentlich nicht. Das dürfte eh keinen regionalen Ursprung haben. Sicherlich bringt es den BVB Zusatzeinnahmen, wenn sie auch von Basler GA-Inhabern für den Grenzabschnitt nach Weil noch mal kassieren darf. Das hätte man dann aber noch perfektionieren können, wenn man die Haltestelle an der Grenze geographisch korrekt der Auslandszone Weil zugeschlagen hätte.

Die Nichtanerkennung des GA auf den deutschen und französischen BVB-Abschnitten (wobei es zum Flughafen dann doch wieder anerkannt wird) hat schon eine gewisse Berechtigung. Schließlich ist das GA ein Fahrschein für die ganze Schweiz, aber auch nicht mehr. Der TNW-Tarif ist auf diesen Strecken auch eher eine pragmatische als systematische Lösung. Im Zug nach Saint-Louis und Weil gilt der TNW-Tarif schließlich nicht.

Re: Informationsaufwand muss gering gehalten werden

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 11:56

Thomas_Lammpe schrieb:
Natürlich hat der Fernbus teilweise systembedingte Nachteile, wie z. B. die Sitzplatzpflicht, die eine Mitnahme unmöglich macht, wenn der Bus ausgebucht ist. Mir ging es hier mehr um das einfachere Tarifsystem bei Flixbus, auch wenn es so definitiv nicht auf die Bahn übertragbar ist. Die Festlegung auf eine bestimmte Verbindung ist sicher nur dann für die Bahn geeignet, wenn man einfach und kostengünstig umbuchen kann.

Das Tarifsystem beim Bus ist nicht einfacher, weil der Preis variabel ist. Einfach buchen (sogar ohne Festlegung auf eine Fahrt) kann man bei der Bahn auch. Der Bus ist hier unflexibler, weil man sich zwangsweise festlegen muss und der Preis bis zur Buchung unberechenbar ist. Und man muss zwingend Internetzugang haben.

Umbuchen ist übrigens nicht gerade das, was man bei Ankunft in einem fremddn Land bei nicht exakt planbarer Ankunft machen will. Für einen Fall wie den beschriebenen sind fahrtgebundene Fahrscheine unbrauchbar. Zudem würde eine konsequente Auslastungssteuerung Kunden, die durch äußere Umstände in letzter Minute umbuchen müssen, gnadenlos abzocken. Es sind in dem Moment ja Zwangskunden.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: SteveB

Datum: 04.03.18 12:07

im Hinblick auf den Blick Bericht in der ursprünglichen Post.

John Eifion Jones ist kein bekannter britischer Journalist, er schreibt gelegentlich für den Daily Telegraph.

Es ist die Zeitung des wohlhabenderen Rechten , die sich für Trump-Style-Grenzen statt für Bewegungsfreiheit in Europa kämpfen. Warum kümmern sie sich also um die Reisekosten in fremden Ländern?

Die Reiseberichte sind in der Samstagsausgabe gedruckt. Es kostet £2,20 - fast 10% der Kosten eines Billigfluges nach Genf. Ist eine Zeitung wirklich das wert? (Zeitung zitieren immer die absolut günstigsten im Vergleich, also werde ich auch!)

Wie jede britische Zeitung schreibt sie normalerweise, dass Großbritannien die teueresten Züge in Europa hat. Sie werden ihren Lesern nicht von dem Bericht erzählen


Blick hat eine Agenda, es wird jeden bezahlen, der ihnen helfen kann. Will Blick auch für billigere Hotels und Restaurants kämpfen?
kaufhalle schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Natürlich hat der Fernbus teilweise systembedingte Nachteile, wie z. B. die Sitzplatzpflicht, die eine Mitnahme unmöglich macht, wenn der Bus ausgebucht ist. Mir ging es hier mehr um das einfachere Tarifsystem bei Flixbus, auch wenn es so definitiv nicht auf die Bahn übertragbar ist. Die Festlegung auf eine bestimmte Verbindung ist sicher nur dann für die Bahn geeignet, wenn man einfach und kostengünstig umbuchen kann.
Das Tarifsystem beim Bus ist nicht einfacher, weil der Preis variabel ist. Einfach buchen (sogar ohne Festlegung auf eine Fahrt) kann man bei der Bahn auch. Der Bus ist hier unflexibler, weil man sich zwangsweise festlegen muss und der Preis bis zur Buchung unberechenbar ist.
Das stimmt schon ein stückweit. Aber solange sich die variablen Preise in einem 'vernünftigen' (was zugegebenermaßen schwer definierbar ist) Rahmen bewegen, stellt das kein übergroßes Problem dar und genau das ist bei der Buchung der Bahn eben nur sehr eingeschränkt ohne Rabarrkarte der Fall.


kaufhalle schrieb:
Umbuchen ist übrigens nicht gerade das, was man bei Ankunft in einem fremddn Land bei nicht exakt planbarer Ankunft machen will.
Niemand bucht gerne um. Deshalb muss es auch einfach sein.


kaufhalle schrieb:
Zudem würde eine konsequente Auslastungssteuerung Kunden, die durch äußere Umstände in letzter Minute umbuchen müssen, gnadenlos abzocken. Es sind in dem Moment ja Zwangskunden.
Damit beschreibst du vielleicht ein konsequentes Yield-Management, das Zwangskunden abrocken würde, aber keine konsequente Auslastungssteuerung, in der der Fahrpreis von der (erwarteten) Auslastung abhängig ist. Ich vertrete die Meinung, dass sich Fahrpreise vor allem an der Auslastung und weniger an einer Zahlungsbereitschaft orientieren sollten.

Re: Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.03.18 12:28

Christof 421 schrieb:
Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen, zumal du Tageskarten benützt.

Hast du aber kein Halbtaxabo mehr, kannst du neu trotzdem Spartageskarten kaufen, nur kosten die spontan einfach mal 106.-- sfrs, also praktisch das Doppelte.
Das habe ich übersehen. Als die Spartageskarten herauskamen, hatte ich mir nämlich schon den passenden Vorrat an gewöhnlichen Tageskarten zugelegt. Bei 3 Jahren Gültigkeit ist das einiges.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: ASa

Datum: 04.03.18 12:31

Hallo,

Du schriebst:
> Unlängst hab ich festgestellt das die Bahncard in "D" Euro 4.600 kostet - gilt aber NUR für Züge - hingegen
> kosten das GA in der SChweiz umgerechnet etwa Euro 3.550 - kann aber alles benutzen. Also Bus, Schiff und
> fast alle Bergbahnen etc.

Falsch.

Ich kann mit meiner BC 100 hier in den Zug einsteigen, nach München fahren und dort die Straßenbahn nutzen.
Zugegeben: Es muss im Vor- oder Nachlauf eine Fernverkehrsfahrt erfolgen und nicht alle Straßenbahnbetriebe sind in der BC 100 inkludiert (es fehlt z.B.: Halberstadt). Aber allein in Nordrhein-Westfalen kann ich mit der BC 100 mehr Linien nutzen als in der ganzen Schweiz (man denke nur an die vielen Buslinien in Köln/Bonn, Düsseldorf und im Ruhrgebiet).

MfG - Asa

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------

Re: Urlaub

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 04.03.18 12:41

Hannover-Rosenheim haben wir damals auch geschafft, Oma, Opa, [bgcolor= transparent; color: rgb(51, 51, 51); font-family: Verdana,]meine Mutter (nicht immer), [/bgcolor]und ich.

Tags vorher mit dem Taxi zum Bahnhof und das Gepäck abgegeben, mit der Straßenbahn nach Hause, dann wieder mit dem Taxi zum Bahnhof (jahrelang Nachtzug 0:44, ich weiß nicht, ob es damals überhaupt noch einen passenden Bus zum Bahnhof gegeben hätte), am Zielort das Gepäck abgeholt, ins Auto der Vermieter geladen und mit denen zum Ziel. Teilweise gab es keinen durchgehenden Zug, dann wurde in München umgestiegen. Da man nur Handgepäck dabei hatte, wenn auch in Mengen (man hatte ja einen Krieg erlebt, also versorgte man sich reichlich mit Thermoskanne, Stulle, Leibnizkeks usw.), war das auch kein größeres Problem.

Zurück dann einen Tag vorher mit dem Vermieter zum Bahnhof und das Gepäck abgegeben, dann wieder zum Zug bringen lassen (der fuhr meist morgens so gegen 9), abends das Gepäck mitgenommen und mit dem Taxi nach Hause. In Einzelfällen hat uns ein anderer Gast vom Bahnhof abgeholt bzw. hingebracht. Ganz zu Anfang lag ich sogar in einem alten Kinderwagen der Vermieter.

Das war damals, mit mehreren Randbedingungen: Es gab Halbpension, mittags war man sowieso in der Regel wandern und ist unterwegs eingekehrt, was man auch überall konnte. Ach ja, und es hatte niemand von uns ein Auto. Dafür kannte man dann einige Kilometer um das Quartier alles und darüber hinaus fast nichts (das gab's nur, wenn mein Onkel mit dem Auto zu Besuch kam, ggf. haben mich die Eltern anderer Kinder mal zum Schwimmen mitgenommen).

Meine Oma hat sich mit über 80 auch noch in den ICE nach München gesetzt, um meinen Onkel zu besuchen, ist von ihm dann aber mit der S-Bahn am Bahnhof abgeholt worden. Schluss damit war, als ihr ICE mal auf freier Strecke evakuiert wurde. In letzter Zeit hole ich meine Mutter auch lieber von einem benachbarten Bahnhof ab, umsteigen würde sie nur noch sehr ungern (außer in Hannover auf die Stadtbahn, da kennt sie sich aus).

Ansonsten mit der Bahn in den Urlaub ... ich kenne zwei Frauen, die mit ihren jeweils zwei Kindern und fast ohne Französischkenntnisse per Bahn nach Eurodisney gereist sind, was gut geklappt hat. Ein Kollege fährt mit seiner Familie in der Regel per Bahn in den Urlaub, obwohl es nicht immer stressfrei ist. Meine Mutter ist mal mit einer Bekannten von Hannover per Bahn nach Davos. Darüber hinaus kenne ich kaum Bahn-Urlaubsreisende, obwohl viele meiner Kollegen per Bahn pendeln und Dienstreisen (sofern aufgrund der Entfernung keine Flugreise) eigentlich immer per Bahn erfolgen.

Neben den genannten Gründen scheitert es gefühlt schon an der Zuverlässigkeit: Bei mir lief keine Bahnreise der letzten Jahre genau wie geplant, wenigstens in eine Richtung gab es immer Verspätung zwischen 30 Minuten und fast 8 Stunden. Ausnahme ist der Regionalverkehr, bei dem ich keine größere Verspätung hatte. Die per Bahn pendelnden Kollegen kommen in der Regel ebenfalls recht gut durch, fahren [bgcolor= transparent; color: rgb(51, 51, 51); font-family: Verdana,]aber [/bgcolor]so gut wie alle ohne Umsteigen. Wer das nicht kann fährt Auto, entweder bis zur Firma oder bis zum nächsten Bahnanschluss direkt zum Ziel.

Meine persönlichen Gründe, nicht per Bahn in den Urlaub zu reisen, sind jedenfalls vergleichbar. Mit Familie ging es in den letzten Jahren einfach nicht vernünftig (u. a. Geschwisterkinderwagen), zudem und vorher als Single mit dem Sportverein lagen die Reiseziele oft nicht an der Bahn. Bei kleineren Gruppen vom Sportverein war man wegen des Anhängers ohnehin mit einem Kleinbus unterwegs, so dass die Bahnfahrt nur Zusatzkosten bedeutet hätte bzw. es gab Fahrgemeinschaften. Als Einzelreisender zum Treffpunkt ging es hingegen gerne per Bahn, wenn es möglich war, haben wir bei fester Unterkunft auch gern Start und Ziel der Tagesetappen mit dem Zug erschlossen.

Gruß,
Sven
Thomas_Lammpe schrieb:
Das stimmt schon ein stückweit. Aber solange sich die variablen Preise in einem 'vernünftigen' (was zugegebenermaßen schwer definierbar ist) Rahmen bewegen, stellt das kein übergroßes Problem dar und genau das ist bei der Buchung der Bahn eben nur sehr eingeschränkt ohne Rabarrkarte der Fall.

Es ging hier aber um das Preissystem und dessen Transparenz. Die ist bei Flixbus nicht gegeben. Die Preise können durchsus auch eine Höhe erreichen, die im Vwrgleich zur Bahn nicht mehr akzeptabel sind.

Und es ging um die Pflicht zur Vorbuchung. Wenn ich unmittelbar vor der Abfahrt an einen Bahnhof komme, bekomme ich eunen Fahrschein zu berechenbarem Preis. Beim Bus bin ich an den Verkauf im Bus gebunden und weiß noch nicht mal ob ich mitgenommen werde. Der Preis sollte im Prinzip berechenbar sein, ist aber nicht sonderlich attraktiv. Und das soll besser sein? Flixbus taugt nicht für alle Situationen als positives Beispiel.

Thomas_Lammpe schrieb:
Niemand bucht gerne um. Deshalb muss es auch einfach sein.

Nein, deswegen muss es ein fahrtungebundener Fahrschein sein. Durch die Umbuchung verliert man ja Zeit und verpasst womöglich die nächsterreichbare Fahrtmöglichkeit. Die Wartezeiten an SBB-Schaltern können durchaus 20 bis 30 min betragen. Flixbus hat erst gleich gar keine lokalen Verkaufsstellen. Wie bucht man dann um? Übers Telefon, wo in der Schweiz die allermeisten EU-Bürger (andere sowieso) fürs Datenroaming üppig bezahlen müssen?

Thomas_Lammpe schrieb:
Damit beschreibst du vielleicht ein konsequentes Yield-Management, das Zwangskunden abrocken würde, aber keine konsequente Auslastungssteuerung, in der der Fahrpreis von der (erwarteten) Auslastung abhängig ist. Ich vertrete die Meinung, dass sich Fahrpreise vor allem an der Auslastung und weniger an einer Zahlungsbereitschaft orientieren sollten.

Dann erklär doch mal den Unterschied zwischen Auslastungssteuerung und Yield Management. Ein kleiner Hinweis: Jede Auslastungssteuerung braucht teuer zahlende Kunden zum Quersubventionieren, weil sie systembedingt Einnahmeeinbußen durch Kunden hat, die weniger zahlen, als sie zu zahlen bereit wären. Das nennt man Mitnahmeeffekt und wird von Dir sowieso schon konsequent ignoriert. Und z. B. Flixbus macht das ja auch, indem man bei Kauf direkt vor Abfahrt den Maximalpreis nimmt - egal wie viel Platz noch im Bus ist.
Ich verstehe nicht, warum 198€ für drei Tage all inclusive ÖPNV zu teuer sein sollen?
Kinder bis 15,9 Jahren frei, inkl freien Eintritt in 500 Museen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.18 19:12.

Die Tücke eines Pauschalangebots

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 04.03.18 19:31

RhBDirk schrieb:
Ich verstehe nicht, warum 198€ für drei Tage all inclusive ÖPNV zu teuer sein sollen?
Kinder bis 15,9 Jahren frei, inkl freien Eintritt in 500 Museen.
Es ist die Tücke von jedem Pauschalangebot: Wenn man fünf Kinder unter 16 Jahren hat, zehn Museen besuchen und drei Tage mit dem ÖPNV quer durch die Schweiz fahren will, ist es sicher ein unschlagbares Angebot. Je mehr Abstiche man machen muss, um so teurer wird es allerdings.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.18 19:31.

Bahnfahren für Besucher Bulgariens sehr billig!

geschrieben von: D 2027

Datum: 04.03.18 20:32

Zumindest sofern man einen normalen westeuropäischen Lohn hat. Und in Rumänien, Serbien, Montenegro etc. ist es genauso. Von der Ukraine wollen wir erst gar nicht reden: ich fahre vor Ostern von Uzhgorod nach Odessa für weniger als 10 Euro im Schlafwagen. Und das ohne Ermäßigung! Mein lieber Thomas: wäre es da nicht höchste Zeit für Touristen die Preise umgehend zu erhöhen?

Stop, das war eine rhetorische Frage, bitte nicht beantworten und noch mehr Unsinn in unser Forum setzen. Deshalb noch mal für Dich: Sinn und Zweck einer jeden subventionierten Eisenbahn die öffentlichen Verkehr anbietet, ist es für die steuerzahlende Einwohnerschaft eine halbwegs zuverlässige und erschwingliche Mobilität zu schaffen. Das nennt sich "Service public" und gerade die Schweiz kann das hervorragend. Und vergleicht man mal das Einkommen und die Fahrpreise mit Deutschland ist der öffentliche Verkehr der Schweiz sehr erschwinglich.

Zahlen gefällig? Eine Fahrkarte von Thayngen nach Zürich (knapp 60 km) kostet 23,20 CHF, also etwa 20 Euro. Die etwa gleiche Entfernung (Thayngen unterliegt auch dem DB-Tarif!) nach Friedrichshafen kostet 19,60 Euro. Wenn Du Dir jetzt einmal vorstellst, dass der Lohn in der Schweiz im Normalfall mindestens 50% höher als als in Deutschland ist, solltest Du eigentlich nur noch in Dich gehen und schweigen.

Wenn wir jetzt auch noch wissen, dass praktisch jeder Schweizer der halbwegs regelmäßig den öV nutzt ein Halbtaxabo (ich kenne in meinem Bekanntenkreis auch nur eine - und den würde man nicht mal in einen Zug bekommen auch wenn es gratis wäre - Ausnahme und einheimische Gelegenheitsfahrgäste zum Vollpreis gibt es praktisch nicht) besitzt, sind die Zahlen noch mal ganz andere. Dann wird Bahnfahren im Vergleich zu den sonstigen Lebenshaltungskosten extrem erschwinglich. Und das kritisiert Herr Lammpe...

Da man sich jedoch des Touri-Problems bewusst ist, hat man für Touristen - wie in vielen anderen Ländern auch - diverse Vergünstigungen geschaffen, die preislich etwa zwischen dem Halbtax und dem Vollpreis liegen und meist Pauschalfahrausweise (das ist das was Du als SWT, Länderticket etc. ja auch erbittert bekämpfst) für gewisse Regionen darstellen. Mit diesen fährt man als Tourist nicht unbedingt billig, aber zu einem angemessenen Preis und muss sich keinerlei Gedanken um zusätzliche Kosten machen, weil gerade Freitag nachmittags die Auslastung hoch, die Bergwanderung aber schon beendet ist.

Zum Abschluß lass Dir eines noch gesagt sein: die Touristen die sich Schweizer Preise nicht leisten können betrifft das Problem gar nicht. Die kämen auch nicht, wenn Du das Halbtax abschaffst und Freifahrt für alle einführst. Einfach schon deshalb, weil für diesen Personenkreis ein Schnitzel für 35 CHF und das Bier dazu für 8 CHF schon unerschwinglich ist!

Erik

P.S. Und weil Du ja ständig danach bettelst: Du kennst das schweizer System (vom Verstehen brauchen wir gar nicht erst zu reden) nicht, ich bitte Dich: sei doch bitte endlich mal ruhig und 'Dein' Tarifsystem ist - zumindest für die Schweiz - einfach nur unbrauchbarer Seich! Deinen Müll will hier niemand lesen!

Le nationalisme, c'est la guerre! (François Mitterrand)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.18 20:37.

Ziel erreicht! Das Ziel befindet sich links!

geschrieben von: Cat's Eye

Datum: 04.03.18 22:25

Moin,

Zum Einstieg ein wenig Generelles :

Irgendwie schaffst du es mit deinen Themen zu polarisieren und das Forum zu spalten, was an der hohen Kommentardichte bei deinen Beiträgen zu erkennen ist. Wobei, wenn ich genauer nachdenke ist der Begriff ‘Spaltung’ vielleicht etwas unglücklich gewählt; In den Antworten kann man meistens sehen, dass du deine Meinung vertrittst, während so gut wie alle Kommentatoren versuchen dich davon zu überzeugen, dass deine Ansätze in der Theorie aus betriebswirtschaftlicher Sicht vielleicht kurzfristig zielführend sein mögen, jedoch auf lange Sicht dies eben nicht sind. Beispielhaft kann man hierfür sehr schön deine These aus dem letzten GA-Beitrag anführen, dass volle Züge erstrebenswerter sind, als pünktliche: Kurzfristig sind die Züge voll, auf lange Sicht leidet jedoch bei zu vielen unpünktlichen Zügen vor allen Dingen die Firmenreputation, welche für einen Erfolg und ein weiteres Fortbestehen am Markt entscheidend ist, erheblich.
Du vertrittst hierbei deine Meinung mit einer Wehemenz und Penetranz, die eine Diskussion, welche du immer wieder ansprichst, unmöglich machen. Fairerweise muss man sagen, dass beide Seiten von ihren Argumenten dermassen überzeugt sind, dass ein Diskurs keine Sinnhaftigkeit aufweist. Viel mehr dreht sich jedes Mal das Karussel eine Runde weiter und das Murmeltier grüsst täglich, wie du ja auch Eingangs festgestellt hast.

Um nun noch ein wenig auf den Inhalt dieses Beitragsbaumes einzugehen möchte nun doch noch ein wenig meiner Meinung kund tun. Ich beziehe mich dabei vor allen Dingen auf deine Sammelantwort auf der zweiten Seite:

Du schreibst anfangs davon, dass man sich mit dem Tarifsystem auskennen müsse, um akzeptable Preise zu bekommen. Auf der anderen Seite vertrittst du jedoch die generelle Meinung, dass Bahnfahrten für Touristen in der Schweiz zu teuer seien. Abgesehen davon, dass das Tarifsystem der Schweiz (wie schon oft geschrieben) keine hohe Komplexität aufweist, da Sparpreise eher nur ein Nischendasein führen und entsprechende Passangebote sehr einfach zu verstehen sind, sehe ich hier einen generellen Widerspruch in deiner Argumentation. Du meinst, dass die Preise zu hoch sein, siehst aber, wenn man sich genug auskennt, die Möglichkeit an günstige Reisepreise für eine Urlaubsfahrt zu kommen. Das passt meiner Meinung nach nicht zusammen! Ich habe von deiner Seite hier noch kein einziges Beispiel für eine "günstige" Bahnfahrt gesehen, lediglich monierst du die deiner Meinung nach zu hohen Preise.
Allgemein möchte ich zu deinem Denken anmerken, dass sich die jeweiligen Bahnen sicherlich bei ihrer Preisgestaltung etwas gedacht haben und so handeln, dass kostendeckend gearbeitet werden kann. Montobovon, Bulle, Sedrun und so weiter werden in einem Taktsystem mit meist neu angeschafftem, oder zumindest gepflegtem Material bedient. Des weiteren sind die Lohnkosten in der Schweiz weitaus höher als hier zu Lande. Dies kostet nun mal Geld. Dein Ruf nach billigen Preisen für Gäste ist meines Erachtens hier ziemlich plakativ, da du auf der einen Seite wohl kaum ein Angebot einrichten kannst, welches ausschliesslich auf ausländische Gäste abzielt und zum, oder unter dem Selbstkostenpreis abgegeben wird, aber auf der anderen Seite die Bevölkerung "hohe" Preise zahlen lässt, um den dadurch erzielten Verlust wieder zu regenerieren.
Allgemein möchte ich festhalten, dass ich der Meinung bin, dass "billig billig" im hiesigen Fall unweigerlich zu einem Verramschen des eigenen Produktes führt, dessen Konsequenzen für alle auf jeder Ebene negativ sind! Generell muss einfach die Akzeptanz herrschen, dass ein gewisses Produkt nun einmal einen gewissen Betrag kostet, den es in der Folge wert ist.

Im weiteren Verlauf schreibst du: " Switzerland first? Was interssiert mich der Rest der Welt! ". Meines Erachtens führst du deine Argumentation, um Halbtax, Preissystem und ähnliches hier selbst ad absurdum! Du möchtest durch ein (in deinen Augen) attraktiveres Preissystem die Menschen in die Züge locken, widersprichst jedoch der These, dass die Eisenbahn der Schweiz primär dazu da ist die einheimische Bevölkerung zu transportieren? Für mich ist der Sinn hierbei nicht zu sehen! Bei einem primär auf Touristen ausgelegten Bahnsystem ist ein dicht vertaktetes System undenkbar und genau das ist es, was die Attraktivität des Schweizer Bahnsystems ausmacht! Wieso sollte ich als Bürger von Gammel-Steg nach Brig, oder Grindelwald nach Thun mit dem Zug fahren, wenn alleine an meinem Abgangsbahnhof nur drei Mal am Tag ein Zug hält?

Abschliessend möchte ich auf deinen ominösen britischen Journalisten und den durch dich verlinkten Artikel eingehen: Zu aller erst ist dabei festzuhalten, dass Blick das schweizerische Pendant zu Bild und co ist, sprich ein Boulevardblatt, das Inhalte meist sehr vereinfacht darstellt. Du schreibst, dass nicht mal Touristiker in der Lage gewesen seien, alle Angebote zu erklären. Nun, sie wären sicherlich in der Lage gewesen alle Angebote zu erklären, doch man hat sie schlicht und ergreifend für diesen Artikel nicht danach gefragt. Es wurde lediglich um eine Meinung zu jenem Kommentar in der NZZ gebeten, nicht mehr und nicht weniger. Blick wird zudem kaum ein Interesse daran haben, dass ein Touristiker in einer Schweizer Zeitung Bahnangebote für Ausländer vorstellt, denn dies dürfte für die entsprechende Zielgruppe eher kaum von Interesse sein! Deine Behauptung kann somit nicht verifiziert werden!
Weiter gehend habe ich ein wenig im Internet nach dem "berühmten" John Eifion Jones gesucht, welcher in dieser Diskussion für dich als Argumentationsstütze herhält. Die Suche war hierbei von eher bescheidenem Erfolg gekrönt: Im Archiv des Telegraph sind lediglich drei Artikel des besagten "Reisejournalisten" zu finden, welche allesamt zwischen drei und vier Jahre alt sind. In wie weit Jones somit für die Allgemeinheit sprechen kann lasse ich somit mal aussen vor, ihn jedoch als Argument dafür heranzuziehen, dass Bahnreisen in der Schweiz für Touristen generell zu teuer seien finde ich sehr wage!

Zu guter Letzt möchte ich auf Eriks letzte Worte eingehen, welche ich uneingeschränkt unterstütze: Du schreibst selbst, dass du eher selten in der Schweiz unterwegs bist. Weswegen mokierst du dich in aller Ausführlichkeit über ein System, welches dich, wenn überhaupt, nur peripher tangiert? Weswegen machst du Probleme der Anderen plötzlich zu deinen? Ist es nicht generell besser, wenn man sich in so spezieller Weise nur auf Dinge fokussiert, welche einen auch wirklich betreffen? Denke mal darüber nach!

Beste Grüsse!

Meine Reiseberichte -

[www.drehscheibe-online.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.18 23:02.

Re: Apfelschuss...

geschrieben von: Null2

Datum: 05.03.18 10:07

Martin Junge schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Der Vorwurf lautet nicht nicht, die SBB sei im Vergleich zu anderen Bahnen zu teuer, sondern sie ist nur für Gäste zu teuer, da sich für sie Rabattkarten nicht lohnen. Für Schweizer Stammkunden sind sie völlig OK. Bei ProBahn Schweiz weiß man das.
Glaub mir, die SBB, die BLS, die Schiffahrt auf dem Vierwaldstädtersee, Postauto Schweiz, die CJ - alle sch***en sie auf Deinen Vorwurf. Die Verkehrsmittel in der Schweiz sind zunächst wichtig für alle die in der Schweiz wohnen und/oder arbeiten. Der Tourismus oder Spaßverkehr wird mit Aktionen oder speziellen Angeboten für Touristen gestützt, aber nicht verramscht. Ich fahre mit meinem GA für Fr. 340.-- durch das Land und in meiner Arbeitsstelle kenne ich niemanden(!) der kein Halbtax hat obschon die Wenigsten sooft Verkehrsmittel benutzen. Man hat es einfach.
Ob Dir das passt oder nicht ist den Schweizern völlig Wumpe, Du könntest auch fordern, dass es im Zug eine Ermäßigung für Geißböcke in Begleitung eines Alphornspielers gibt - wird nicht kommen, genauso wenig wie ein Kniefall vor Besuchern.

Martin
Solche postings bestärken mich in der Ansicht die Schweiz nicht zu besuchen. Ihr habts ja nicht nötig und braucht das Geld nicht.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Wenn ich als Schweizer nach Skandinavien gehe ist auch alles teurer. Ich motz da aber nicht rum...sondern akzeptiert dies und geniessen den Urlaub. Urlaub kann und muss nicht immer günstiger sein als der Alltag zuhause...ist ja schliesslich auch Urlaub. Wieso aber kommt es so oft vor, dass unsere nördlichen Nachbarn ständig am rummotzen sind, dass hier alles so teuer ist? Gewisse schleppen sogar noch ihr eigenes Essen mit...weil ja ach alles so überbepreist ist.

Wir sind glücklicherweise nie in die "Geiz ist geil"-Mentalität reingerutscht...und die Bedienung im Restaurant braucht keinen 2. Job weil sie vom Bedienen nicht leben kann. Hoher Lebensstandard erfordert auch hohe Preise, ansonst geht die Rechnung irgendwo nicht mehr auf. Leidtragenden sind stets das untere Dienstleistungspersonal.

Die Rechnung ist ganz einfach. Wer es sich leisten möchte soll gerne in die Schweiz kommen...Besuch der nur rummotzt weil alles so teuer, unfreundlich,etc. soll sich aber mal Gedanken machen, ob nicht Österreich oder Frankreich ne Alternative wäre ;-).

Re: Ziel erreicht! Das Ziel befindet sich links!

geschrieben von: D 2027

Datum: 05.03.18 11:11

Cat's Eye schrieb:

Allgemein möchte ich festhalten, dass ich der Meinung bin, dass "billig billig" im hiesigen Fall unweigerlich zu einem Verramschen des eigenen Produktes führt, dessen Konsequenzen für alle auf jeder Ebene negativ sind! Generell muss einfach die Akzeptanz herrschen, dass ein gewisses Produkt nun einmal einen gewissen Betrag kostet, den es in der Folge wert ist.


Für diesen Satz sollte man Dich busseln und ihn eingerahmt in das Büro von Herrn Dings (hab gerade vergessen wie der derzeitige DB-Chef momentan heisst) über die Tür hängen. Aber ich fürchte da ist der Zug schon abgefahren, weil das Produkt mittlerweile auch real wertlos geworden ist....

Erik

P.S. @ Daniel: Das Produkt muss den geforderten hohen Preis allerdings auch Wert sein! Und da liegt in der Schweiz bei Hotellerie und Gastronomie doch so einiges - nicht nur wechselkursbedingt - im Argen. Aber ansonsten hast Du Recht, wobei es ja noch eine Alternative zum von Dir kritisierten Verhalten gibt: sich irgendwie günstig durchzuschlagen und versuchen die hohen Preise da wo es möglich ist ohne Rumeckern zu umgehen. Haben wir früher unterwegs mit Scanrail im Norden ja auch gemacht ;-)

Le nationalisme, c'est la guerre! (François Mitterrand)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.03.18 11:19.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: pelzer

Datum: 05.03.18 11:13

1. Unsere japanischen Touristen erzählen immer wieder, wie billig die Schweiz für sie sei. Hier koste zum Beispiel ein ganzes Kilo Äpfel weniger als bei ihnen zuhause ein einzelner Apfel!

2. Ich fahre in der Schweiz fast ausschliesslich mit dem Gemeinde-GA. Da kostet mich ein ganzer Tag ÖV-fahren 40 Franken...

liebe Grüsse vom Muger
.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: Null2

Datum: 05.03.18 11:55

danielwipf schrieb:
Wenn ich als Schweizer nach Skandinavien gehe ist auch alles teurer. Ich motz da aber nicht rum...sondern akzeptiert dies und geniessen den Urlaub. Urlaub kann und muss nicht immer günstiger sein als der Alltag zuhause...ist ja schliesslich auch Urlaub. Wieso aber kommt es so oft vor, dass unsere nördlichen Nachbarn ständig am rummotzen sind, dass hier alles so teuer ist? Gewisse schleppen sogar noch ihr eigenes Essen mit...weil ja ach alles so überbepreist ist.

Wir sind glücklicherweise nie in die "Geiz ist geil"-Mentalität reingerutscht...und die Bedienung im Restaurant braucht keinen 2. Job weil sie vom Bedienen nicht leben kann. Hoher Lebensstandard erfordert auch hohe Preise, ansonst geht die Rechnung irgendwo nicht mehr auf. Leidtragenden sind stets das untere Dienstleistungspersonal.

Die Rechnung ist ganz einfach. Wer es sich leisten möchte soll gerne in die Schweiz kommen...Besuch der nur rummotzt weil alles so teuer, unfreundlich,etc. soll sich aber mal Gedanken machen, ob nicht Österreich oder Frankreich ne Alternative wäre ;-).
Seltsam nur daß ich z.B. in Stühlingen jeden Tag die Schweizer beobachten kann wie sie sich bei Norma den Kofferraum vollmachen. Oder in Weil beim Aldi das Gleiche beobachte.
Nix dagegen, es sei ihnen gegönnt wenn der Migros zu teuer ist.
Aber hier zu behaupten "wir sind glücklicherweise nie in die Geiz ist geil-Mentalität reingerutscht" ist schon etwas dreist und hochmütig.
Aber Hauptsache man konnte die anderen etwas herabsetzen, ist in der Schweiz anscheinend Volkssport.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
RhBDirk schrieb:
Ich verstehe nicht, warum 198€ für drei Tage all inclusive ÖPNV zu teuer sein sollen?
Kinder bis 15,9 Jahren frei, inkl freien Eintritt in 500 Museen.

Bitte Tourenvorschlag posten, der diese Museen innerhalb der Gültigkeit abarbeitet.

Gruß, ULF
Null2 schrieb:
danielwipf schrieb:
Wenn ich als Schweizer nach Skandinavien gehe ist auch alles teurer. Ich motz da aber nicht rum...sondern akzeptiert dies und geniessen den Urlaub. Urlaub kann und muss nicht immer günstiger sein als der Alltag zuhause...ist ja schliesslich auch Urlaub. Wieso aber kommt es so oft vor, dass unsere nördlichen Nachbarn ständig am rummotzen sind, dass hier alles so teuer ist? Gewisse schleppen sogar noch ihr eigenes Essen mit...weil ja ach alles so überbepreist ist.

Wir sind glücklicherweise nie in die "Geiz ist geil"-Mentalität reingerutscht...und die Bedienung im Restaurant braucht keinen 2. Job weil sie vom Bedienen nicht leben kann. Hoher Lebensstandard erfordert auch hohe Preise, ansonst geht die Rechnung irgendwo nicht mehr auf. Leidtragenden sind stets das untere Dienstleistungspersonal.

Die Rechnung ist ganz einfach. Wer es sich leisten möchte soll gerne in die Schweiz kommen...Besuch der nur rummotzt weil alles so teuer, unfreundlich,etc. soll sich aber mal Gedanken machen, ob nicht Österreich oder Frankreich ne Alternative wäre ;-).
Seltsam nur daß ich z.B. in Stühlingen jeden Tag die Schweizer beobachten kann wie sie sich bei Norma den Kofferraum vollmachen. Oder in Weil beim Aldi das Gleiche beobachte.
Nix dagegen, es sei ihnen gegönnt wenn der Migros zu teuer ist.
Aber hier zu behaupten "wir sind glücklicherweise nie in die Geiz ist geil-Mentalität reingerutscht" ist schon etwas dreist und hochmütig.
Aber Hauptsache man konnte die anderen etwas herabsetzen, ist in der Schweiz anscheinend Volkssport.
Hallo Null2 (oder wie Du auch immer heissen magst

Erstens mal ist es DIE Migros und in Weil am Rhein (korrekte Bezeichnung) geht man nicht unbedingt zu Aldi, sondern ins Rheincenter...
Zweitens redest Du von einer Minderheit welche sich von der nördlichen "Geiz ist geil"-Mentalität anstecken lassen. Prinzipiell kennt man bei uns diese Mentalität nicht gross.

Was mich an Deiner Aussage einfach stört ist, dass Du uns Schweizer so allgemein Hochmütigkeit und Dreistigkeit vorwirfst. Gleichzeitig wird aber von verschiedenen Schreiber hier verlangt, dass Touristen (in diesem Forum sind es ja vor allem Touristen aus unserem nördlichen Nachbarland) den Einheimischen bevorzugt werdensollen. Das wiederum finde ich persönlich Dreist und auch sehr Hochmütig. Gäste sind bei uns immer willkommen, aber nicht zu jedem Preis. Wenn ich als Gast nach Deutschland gehe kommt es mir nicht in den Sinn zu Kritisieren, ich bin ja nur Gast dort. Wenn ich mich für ein Reiseland interessiere und dort hin gehe, geht es mir prinzipiell nicht ums Preisniveau. Wenn es halt teurer ist wird das Ferienbudget einfach angepasst. Wenn dies nicht möglich ist muss ich unter Umstanden leider verzichten.
Gruess aus der Schweiz
Markus
Ulf Kutzner schrieb:
RhBDirk schrieb:
Ich verstehe nicht, warum 198€ für drei Tage all inclusive ÖPNV zu teuer sein sollen?
Kinder bis 15,9 Jahren frei, inkl freien Eintritt in 500 Museen.
Bitte Tourenvorschlag posten, der diese Museen innerhalb der Gültigkeit abarbeitet.
Mit der Raiffeisen-Bankkarte sind diese 500 Museum das ganze Jahr über kostenlos...

Gruss Pelzer

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: Null2

Datum: 05.03.18 13:26

schmalspur17 schrieb:
Null2 schrieb:
danielwipf schrieb:
Wenn ich als Schweizer nach Skandinavien gehe ist auch alles teurer. Ich motz da aber nicht rum...sondern akzeptiert dies und geniessen den Urlaub. Urlaub kann und muss nicht immer günstiger sein als der Alltag zuhause...ist ja schliesslich auch Urlaub. Wieso aber kommt es so oft vor, dass unsere nördlichen Nachbarn ständig am rummotzen sind, dass hier alles so teuer ist? Gewisse schleppen sogar noch ihr eigenes Essen mit...weil ja ach alles so überbepreist ist.

Wir sind glücklicherweise nie in die "Geiz ist geil"-Mentalität reingerutscht...und die Bedienung im Restaurant braucht keinen 2. Job weil sie vom Bedienen nicht leben kann. Hoher Lebensstandard erfordert auch hohe Preise, ansonst geht die Rechnung irgendwo nicht mehr auf. Leidtragenden sind stets das untere Dienstleistungspersonal.

Die Rechnung ist ganz einfach. Wer es sich leisten möchte soll gerne in die Schweiz kommen...Besuch der nur rummotzt weil alles so teuer, unfreundlich,etc. soll sich aber mal Gedanken machen, ob nicht Österreich oder Frankreich ne Alternative wäre ;-).
Seltsam nur daß ich z.B. in Stühlingen jeden Tag die Schweizer beobachten kann wie sie sich bei Norma den Kofferraum vollmachen. Oder in Weil beim Aldi das Gleiche beobachte.
Nix dagegen, es sei ihnen gegönnt wenn der Migros zu teuer ist.
Aber hier zu behaupten "wir sind glücklicherweise nie in die Geiz ist geil-Mentalität reingerutscht" ist schon etwas dreist und hochmütig.
Aber Hauptsache man konnte die anderen etwas herabsetzen, ist in der Schweiz anscheinend Volkssport.
Hallo Null2 (oder wie Du auch immer heissen magst

Erstens mal ist es DIE Migros und in Weil am Rhein (korrekte Bezeichnung) geht man nicht unbedingt zu Aldi, sondern ins Rheincenter...
Zweitens redest Du von einer Minderheit welche sich von der nördlichen "Geiz ist geil"-Mentalität anstecken lassen. Prinzipiell kennt man bei uns diese Mentalität nicht gross.

Was mich an Deiner Aussage einfach stört ist, dass Du uns Schweizer so allgemein Hochmütigkeit und Dreistigkeit vorwirfst. Gleichzeitig wird aber von verschiedenen Schreiber hier verlangt, dass Touristen (in diesem Forum sind es ja vor allem Touristen aus unserem nördlichen Nachbarland) den Einheimischen bevorzugt werdensollen. Das wiederum finde ich persönlich Dreist und auch sehr Hochmütig. Gäste sind bei uns immer willkommen, aber nicht zu jedem Preis. Wenn ich als Gast nach Deutschland gehe kommt es mir nicht in den Sinn zu Kritisieren, ich bin ja nur Gast dort. Wenn ich mich für ein Reiseland interessiere und dort hin gehe, geht es mir prinzipiell nicht ums Preisniveau. Wenn es halt teurer ist wird das Ferienbudget einfach angepasst. Wenn dies nicht möglich ist muss ich unter Umstanden leider verzichten.
Gruess aus der Schweiz
Markus
Wenn es dich stört daß ich die gleichen Stereotypen benutze wie danielwipf dann sei dir das unbenommen. Ich habe ihm einfach mal den Spiegel vorgehalten. Ich habe nur die Aussage von danielwipf als dreist und hochmütig bezeichnet weil er die Deutschen als in die "Geiz ist geil Mentalität" verortet. Das ist eben dreist und hochmütig. Wenn du dich da angesprochen fühlst ist das dein Problem.
Mir ist auch völlig egal wo jemand herkommt, ich behandle alle gleich. Habe ich übrigens in meinem posting irgendwo erwähnt daß ich als Touri bervorzugt werden möchte?

Weil sagt hier auf der Nordseite kaum ein Ansässiger, muß irgendwie ein Schweizer Ding sein. Und ob die_oder_der Migros ist mir auch Wuppe. Und wenn du meinen Nickname kritisierst: Schmalspur ist doch nicht dein richtiger Name, oder?

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Null2 schrieb:
schmalspur17 schrieb:
Null2 schrieb:
danielwipf schrieb:
Wenn ich als Schweizer nach Skandinavien gehe ist auch alles teurer. Ich motz da aber nicht rum...sondern akzeptiert dies und geniessen den Urlaub. Urlaub kann und muss nicht immer günstiger sein als der Alltag zuhause...ist ja schliesslich auch Urlaub. Wieso aber kommt es so oft vor, dass unsere nördlichen Nachbarn ständig am rummotzen sind, dass hier alles so teuer ist? Gewisse schleppen sogar noch ihr eigenes Essen mit...weil ja ach alles so überbepreist ist.

Wir sind glücklicherweise nie in die "Geiz ist geil"-Mentalität reingerutscht...und die Bedienung im Restaurant braucht keinen 2. Job weil sie vom Bedienen nicht leben kann. Hoher Lebensstandard erfordert auch hohe Preise, ansonst geht die Rechnung irgendwo nicht mehr auf. Leidtragenden sind stets das untere Dienstleistungspersonal.

Die Rechnung ist ganz einfach. Wer es sich leisten möchte soll gerne in die Schweiz kommen...Besuch der nur rummotzt weil alles so teuer, unfreundlich,etc. soll sich aber mal Gedanken machen, ob nicht Österreich oder Frankreich ne Alternative wäre ;-).
Seltsam nur daß ich z.B. in Stühlingen jeden Tag die Schweizer beobachten kann wie sie sich bei Norma den Kofferraum vollmachen. Oder in Weil beim Aldi das Gleiche beobachte.
Nix dagegen, es sei ihnen gegönnt wenn der Migros zu teuer ist.
Aber hier zu behaupten "wir sind glücklicherweise nie in die Geiz ist geil-Mentalität reingerutscht" ist schon etwas dreist und hochmütig.
Aber Hauptsache man konnte die anderen etwas herabsetzen, ist in der Schweiz anscheinend Volkssport.
Hallo Null2 (oder wie Du auch immer heissen magst

Erstens mal ist es DIE Migros und in Weil am Rhein (korrekte Bezeichnung) geht man nicht unbedingt zu Aldi, sondern ins Rheincenter...
Zweitens redest Du von einer Minderheit welche sich von der nördlichen "Geiz ist geil"-Mentalität anstecken lassen. Prinzipiell kennt man bei uns diese Mentalität nicht gross.

Was mich an Deiner Aussage einfach stört ist, dass Du uns Schweizer so allgemein Hochmütigkeit und Dreistigkeit vorwirfst. Gleichzeitig wird aber von verschiedenen Schreiber hier verlangt, dass Touristen (in diesem Forum sind es ja vor allem Touristen aus unserem nördlichen Nachbarland) den Einheimischen bevorzugt werdensollen. Das wiederum finde ich persönlich Dreist und auch sehr Hochmütig. Gäste sind bei uns immer willkommen, aber nicht zu jedem Preis. Wenn ich als Gast nach Deutschland gehe kommt es mir nicht in den Sinn zu Kritisieren, ich bin ja nur Gast dort. Wenn ich mich für ein Reiseland interessiere und dort hin gehe, geht es mir prinzipiell nicht ums Preisniveau. Wenn es halt teurer ist wird das Ferienbudget einfach angepasst. Wenn dies nicht möglich ist muss ich unter Umstanden leider verzichten.
Gruess aus der Schweiz
Markus
Wenn es dich stört daß ich die gleichen Stereotypen benutze wie danielwipf dann sei dir das unbenommen. Ich habe ihm einfach mal den Spiegel vorgehalten. Ich habe nur die Aussage von danielwipf als dreist und hochmütig bezeichnet weil er die Deutschen als in die "Geiz ist geil Mentalität" verortet. Das ist eben dreist und hochmütig. Wenn du dich da angesprochen fühlst ist das dein Problem.
Mir ist auch völlig egal wo jemand herkommt, ich behandle alle gleich. Habe ich übrigens in meinem posting irgendwo erwähnt daß ich als Touri bervorzugt werden möchte?

Weil sagt hier auf der Nordseite kaum ein Ansässiger, muß irgendwie ein Schweizer Ding sein. Und ob die_oder_der Migros ist mir auch Wuppe. Und wenn du meinen Nickname kritisierst: Schmalspur ist doch nicht dein richtiger Name, oder?
Weil am Rhein ist die offizielle deutsche Bezeichnung und nicht "ein Schweizer Ding". Und es wird sehr wohl von vielen Leuten auf der Nordseite des Rheins so komplett ausgesprochen. Ob es Dir nun "Wuppe" ist spielt auch keine Rolle, es ist und bleibt die Migros. Vielleicht hat das halt auch etwas mit Akzeptanz und Toleranz zu tun. So wie beim ganzen ursprünglichen Thema, wo ich auch durchaus akzeptiere das es Leute gibt für welche die Schweiz - gefühlt oder tatsächlich - zu teuer ist. Und wenn Du wie angekündet nicht in die Schweiz kommst wird das schon nicht den Tourismus in der Schweiz in die Knie zwingen...

Achja, wenn Du den Text komplett gelesen hättest wäre Dir mein Name schon aufgefallen...

Gruss aus der Nordwestschweiz
Markus

Dampfatelier "am Kilometer 103,455" in Zwingen (CH), der Schweizer Spezialist und Treffpunkt für alle Echtdampfbahnen der Massstäbe 1:13, 1:22,5 und 1:32.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: Null2

Datum: 05.03.18 15:33

schmalspur17 schrieb:
Null2 schrieb:
schmalspur17 schrieb:
Null2 schrieb:
danielwipf schrieb:
Wenn ich als Schweizer nach Skandinavien gehe ist auch alles teurer. Ich motz da aber nicht rum...sondern akzeptiert dies und geniessen den Urlaub. Urlaub kann und muss nicht immer günstiger sein als der Alltag zuhause...ist ja schliesslich auch Urlaub. Wieso aber kommt es so oft vor, dass unsere nördlichen Nachbarn ständig am rummotzen sind, dass hier alles so teuer ist? Gewisse schleppen sogar noch ihr eigenes Essen mit...weil ja ach alles so überbepreist ist.

Wir sind glücklicherweise nie in die "Geiz ist geil"-Mentalität reingerutscht...und die Bedienung im Restaurant braucht keinen 2. Job weil sie vom Bedienen nicht leben kann. Hoher Lebensstandard erfordert auch hohe Preise, ansonst geht die Rechnung irgendwo nicht mehr auf. Leidtragenden sind stets das untere Dienstleistungspersonal.

Die Rechnung ist ganz einfach. Wer es sich leisten möchte soll gerne in die Schweiz kommen...Besuch der nur rummotzt weil alles so teuer, unfreundlich,etc. soll sich aber mal Gedanken machen, ob nicht Österreich oder Frankreich ne Alternative wäre ;-).
Seltsam nur daß ich z.B. in Stühlingen jeden Tag die Schweizer beobachten kann wie sie sich bei Norma den Kofferraum vollmachen. Oder in Weil beim Aldi das Gleiche beobachte.
Nix dagegen, es sei ihnen gegönnt wenn der Migros zu teuer ist.
Aber hier zu behaupten "wir sind glücklicherweise nie in die Geiz ist geil-Mentalität reingerutscht" ist schon etwas dreist und hochmütig.
Aber Hauptsache man konnte die anderen etwas herabsetzen, ist in der Schweiz anscheinend Volkssport.
Hallo Null2 (oder wie Du auch immer heissen magst

Erstens mal ist es DIE Migros und in Weil am Rhein (korrekte Bezeichnung) geht man nicht unbedingt zu Aldi, sondern ins Rheincenter...
Zweitens redest Du von einer Minderheit welche sich von der nördlichen "Geiz ist geil"-Mentalität anstecken lassen. Prinzipiell kennt man bei uns diese Mentalität nicht gross.

Was mich an Deiner Aussage einfach stört ist, dass Du uns Schweizer so allgemein Hochmütigkeit und Dreistigkeit vorwirfst. Gleichzeitig wird aber von verschiedenen Schreiber hier verlangt, dass Touristen (in diesem Forum sind es ja vor allem Touristen aus unserem nördlichen Nachbarland) den Einheimischen bevorzugt werdensollen. Das wiederum finde ich persönlich Dreist und auch sehr Hochmütig. Gäste sind bei uns immer willkommen, aber nicht zu jedem Preis. Wenn ich als Gast nach Deutschland gehe kommt es mir nicht in den Sinn zu Kritisieren, ich bin ja nur Gast dort. Wenn ich mich für ein Reiseland interessiere und dort hin gehe, geht es mir prinzipiell nicht ums Preisniveau. Wenn es halt teurer ist wird das Ferienbudget einfach angepasst. Wenn dies nicht möglich ist muss ich unter Umstanden leider verzichten.
Gruess aus der Schweiz
Markus
Wenn es dich stört daß ich die gleichen Stereotypen benutze wie danielwipf dann sei dir das unbenommen. Ich habe ihm einfach mal den Spiegel vorgehalten. Ich habe nur die Aussage von danielwipf als dreist und hochmütig bezeichnet weil er die Deutschen als in die "Geiz ist geil Mentalität" verortet. Das ist eben dreist und hochmütig. Wenn du dich da angesprochen fühlst ist das dein Problem.
Mir ist auch völlig egal wo jemand herkommt, ich behandle alle gleich. Habe ich übrigens in meinem posting irgendwo erwähnt daß ich als Touri bervorzugt werden möchte?

Weil sagt hier auf der Nordseite kaum ein Ansässiger, muß irgendwie ein Schweizer Ding sein. Und ob die_oder_der Migros ist mir auch Wuppe. Und wenn du meinen Nickname kritisierst: Schmalspur ist doch nicht dein richtiger Name, oder?
Weil am Rhein ist die offizielle deutsche Bezeichnung und nicht "ein Schweizer Ding". Und es wird sehr wohl von vielen Leuten auf der Nordseite des Rheins so komplett ausgesprochen. Ob es Dir nun "Wuppe" ist spielt auch keine Rolle, es ist und bleibt die Migros. Vielleicht hat das halt auch etwas mit Akzeptanz und Toleranz zu tun. So wie beim ganzen ursprünglichen Thema, wo ich auch durchaus akzeptiere das es Leute gibt für welche die Schweiz - gefühlt oder tatsächlich - zu teuer ist. Und wenn Du wie angekündet nicht in die Schweiz kommst wird das schon nicht den Tourismus in der Schweiz in die Knie zwingen...

Achja, wenn Du den Text komplett gelesen hättest wäre Dir mein Name schon aufgefallen...

Gruss aus der Nordwestschweiz
Markus
Na, das muß dir ja mächtig an die Nieren gehen wenn du nicht unwidersprochen Recht bekommst. Den Gefallen tu ich dir auch nicht. Wie du Weil betitelst oder ob dir der/die Migros wichtig ist hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun. Weshalb sollte mich ein Wirtschaftsunternehmen in der Schweiz tangieren?

Dann heißt du also Markus Schmalspur?

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
danielwipf schrieb:
Hoher Lebensstandard erfordert auch hohe Preise, ansonst geht die Rechnung irgendwo nicht mehr auf.
Das ist völlig korrekt und auch nicht der Kritikpunkt, wenn ich noch einem einen Satz aus dem Ausgangsbeitrag zitieren darf:

Thomas_Lammpe schrieb:
Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer
[..], dass die auch von dem Journalisten anerkannt hohe Qualität des schweizer Bahnverkehrs seinen Preis habe, läuft allerdings ins Leere, da die 'Halbtax-Schweizer' den hohen Preis aus irgendeinem Grund nicht zahlen müssen.
Der Kritikpunkt ist, dass die Schweizer durch ihr Halbtax-Abo keinen so hohen Beitrag zur Finanzierung der Bahn leisten, wie es Gäste tun sollen!

Thema beendet

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 05.03.18 16:42

Moin,

die Argenumente sind ausgetauscht. Jeder hat recht, alle anderen nicht. Oder so ähnlich. Somit kann ich mangels neuer Argumente diese Diskussion beenden.

Ich darf für die Zukunft darum bitten
-> offen für Argumente anderer zu sein
-> sachlich und freundlich zu bleiben
-> den Zitierknopf sparsam zu nutzen

Danke!

Viele Grüße
Sören





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.03.18 16:46.