DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Für bessere Übersicht: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden! Bei der Suche nach Ländern nur vordere Klammer verwenden, z.B. "[NO" als Suchbegriff.

Seiten: 1 2 3 All

Angemeldet: -

Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen

geschrieben von: Christof 421

Datum: 03.03.18 16:40

Hallo kmueller,

Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen, zumal du Tageskarten benützt.

Wenn man spontan eine Schweiz-Rundfahrt macht, kostet die Spartageskarte 59.-- sfrs im Internet.
Die normale Tageskarte am Schalter hat man jetzt verteuert.
Es gab doch die Mehrfahrtenkarte, wo man 6 Fahrten erhalten hat zum Preis von 5, so schrieben jedenfalls die Bahnen.
Die normale Tageskarte am Schalter kostet jetzt um die 75.-- sfrs, die eine kostenlose Fahrt hat man gestrichen.

Hast du aber kein Halbtaxabo mehr, kannst du neu trotzdem Spartageskarten kaufen, nur kosten die spontan einfach mal 106.-- sfrs, also praktisch das Doppelte.
Mit anderen Worten, wenn du 3 Tageskarten zum reduzierten Preis kaufen würdest, hättest ja die Kosten vom Halbtax praktisch wieder reingeholt.
Im Übrigen kostet das Halbtax, wenn man es ohne Unterbruch verlängert, einfach 165.--, sonst 185.--

Ich kaufe eigentlich auch keine Fahrkarten zum halben Preis, ich benütze praktisch immer diese Tageskarten.
Da ist dann auch das Basler Trämli zur Fahrt zum Bahnhof enthalten.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Passangebote für Touris sind zu teuer

geschrieben von: Jürgen Lerch

Datum: 03.03.18 16:55

Martin Junge schrieb:

Glaub mir, die SBB, die BLS, die Schiffahrt auf dem Vierwaldstädtersee, Postauto Schweiz, die CJ - alle sch***en sie auf Deinen Vorwurf. Die Verkehrsmittel in der Schweiz sind zunächst wichtig für alle die in der Schweiz wohnen und/oder arbeiten. Der Tourismus oder Spaßverkehr wird mit Aktionen oder speziellen Angeboten für Touristen gestützt, aber nicht verramscht. Ich fahre mit meinem GA für Fr. 340.-- durch das Land und in meiner Arbeitsstelle kenne ich niemanden(!) der kein Halbtax hat obschon die Wenigsten sooft Verkehrsmittel benutzen. Man hat es einfach.

Martin

Wenn der Touri für 340 Franken einen Monat durch die Schweiz fahren könnte, wäre dies ein super Angebot. Tatsächlich kostet aber ein Swiss Travel Pass für 8 Tage schon 398 Fränkli. Ok, da ist noch der Museumspass inkludiert. Aber wenn man den heraus rechnet, kommt man wahrscheinlich ungefähr auf den Preis, für welchen Du einen Monat unterwegs bist.

Wenn ich Herrn Lammpes Meinung sonst oft nicht teile: Bei diesem Thema muss ich ihm aus eigener Erfahrung recht geben. Ich würde gern öfters in die Schweiz fahren, aber die hohen Passpreise der letzten Jahre schrecken mich ab. Zudem fahren Touristen meist nicht mit den besonders stark ausgelasteten Zügen in der HVZ, sondern sorgen für eine gleichmäßigere Auslastung der Züge im Tagesverlauf.

Früher gab es zahlreiche Länder, wo für ausländische Touristen Passangebote zu günstigen Preisen existieren, die es heute (außer Interrail) nicht mehr gibt. Mit solchen günstigen Angeboten kann man Urlauber doch viel besser ins Land locken. Schließlich müssen Unterkunft und Verpflegung ja auch bezahlt werden. Der Schweizer Tourismus kämpft ja seit Jahren in bestimmten Regionen mit einem Rückgang der Übernachtungs- und Fahrgastzahlen.

Ich bin früher oft mit einem Swisspass in die Schweiz gefahren. Das ist mir heute schlicht zu teuer. Ich war letzten Oktober das erste Mal seit 4 Jahren wieder dort, aber mit ICE-Sparpreis Hamburg - Filisur und einem Graubündenpass für 4 Tage, zusammen rund 250 Euro. Das Hotel bot außerdem für jeden noch die kostenlose Nutzung der Bahnstrecke Filisur - Davos für die ganze Woche an.

Ich ziehe Passangebote für mehrere Tage vor, weil ich keine Lust habe, mit irgendwelchen Billigtagespässen meinen Urlaub Monate vorher tageweise gestalten zu müssen. Überhaupt werden solche Coop-Tickets und was es alles gibt, doch meist nur für die "Saure-Gurken-Zeit" verkauft, wo die Bahnen die leeren Plätze füllen wollen.

Wenn ich im Urlaub bin, möchte ich mich nicht um den Tarifdschungel kümmern müssen. Auf Stückeln, Supermarktangebote und Tagesrabatte habe ich keine Lust. Aber auch Regionalpässe, die fast nur Bergbahnen beinhalten, finde ich eine Zumutung. So kostet der Regionalpass berner Oberland 350 Franken für 8 Tage, ich kann damit aber noch nicht einmal bis in die Kantonshauptstadt Bern fahren, die ja auch sehr sehenswert ist.

Also liebe Schweizer: Macht auch für die Touristen die Fahrkarten etwas günstiger. Die Hoteliers und die ausländischen Feriengäste werden es Euch danken.

Viele Grüße

Jürgen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.18 17:02.
Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.
Da die Züge voll von Amis in Jogginganzügen und Asiaten in Sommerkleidung sind, und die auch alle offenbar eine gültige Fahrkarte haben, scheinst du mit deinem Problem ziemlich allein zu sein. Essen ist in der Schweiz übrigens auch sehr teuer und trotzdem sitzen die Touristen in den Restaurants...

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]

Re: Passangebote für Touris sind zu teuer

geschrieben von: SPS

Datum: 03.03.18 21:25

Ich war letztes Jahr mit dem Interrail-Dreitagespass one country für Senioren in der Schweiz unterwegs und fand dies sehr, sehr günstig. O.K., er ist nur für Bahnen, aber bei vielen Schiffs- und Bergbahnunternehmen gäbe es m.W. Rabatt. Irgendwo gibts aber immer nen Pferdefuß.....letztlich waren es drei herrliche Bahntouren zum guten Preis.

war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: oxmoxtatze

Datum: 03.03.18 23:52

Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.
Warum war mir eigentlich beim lesen des ersten Beitrags schon klar, dass du irgendwann wegen irgendwas wieder den Vergleich zu den grünen Bussen ziehen musst ... aber was solls ...

Aber lassen wir das mal komplett außen vor ...
Ich habe letzten Sommer mein Halbtax verlängert und werde es auch dieses Jahr wieder tun ... trotz Einführung der Spartageskarte und Abschaffung des Multipaks (auf meinem letzten sind noch einige Fahrten offen ... glücklicherweise hält der noch etwas)

Nein ... ich nutze das Halbtax nicht regelmäßig ... kann ich auch nicht, da ich noch nichtmal in der Nähe der Schweiz wohne und dennoch öfter dorthin fahre.
Für Deutschland hab ich die BC100 (also im Vergleich das GA-abgespeckt) ...
zuletzt in der Schweiz war ich wieder mal zur Baseler Fasnacht mit Übernachtung in Weil an der Dreiländerbrücke ...

Nehmen wir das mal als Ausgangslage ... Binnenfahrt Basel mit Halbtax billiger als Binnenfahrt Weil am Rhein (Einzelticket) ... das ich dennoch in der woche 3x mit dem RVL gefahren bin lag schlicht und ergreifend darin, dass es leider keine Haltestelle Weil Grenze in Richtung Weil gibt. Daher bei der Anreise und bei der Rückfahrt aus dem Schwarzwald über Weil Bahnhof gefahren ... in den Schwarzwald aber über Basel Kleinhünigen zum Badischen Bahnhof.

Und für die restlichen Tage? Da gab es glücklicherweise den Tagespass D/CH/F TicketTriRegio (ja da gilt kein Halbtax) für weniger Geld wie die Halbtax-Tageskarte +1x Auslandszuschlag ... für ohne Halbtax bekommt man die Tageskarte (10,11,13,15) übrigens für ohne Halbtax (also Touri) für ganze 60 Rappen mehr (Schweizer Preise hier übrigens, da es Wechselkursbedingt zu dieser Zeit sinnvoller war in CHF zu kaufen statt Euro)
Mit was meine Mutter im nächsten Jahr unterwegs sein wird kann man sich sicherlich denken.

Den angebrochenen Multipack werde ich irgendwann auch noch verfahren (müssen?) ... aus meiner Sicht hat die Spartageskarte nämlich teilweise ihre Vorteile zur normalen Tageskarte
Sie ist nämlich in der Regel billiger als die Reguläre Tageskarte und wenn man ganz genau weiß wann man in die Schweiz möchte (bzw. fahren muss) unschlagbar billig.
Meine Abschlussfahrt 2017 war die Bernina-Strecke im Schnee ... Hotel in Tirano ausgeklammert aber hin und Rückfahrt für je CHF 49 in der 1. Klasse ... muss man denke ich nicht drüber sich unterhalten.
Und ohne Halbtax gibt es das jetzt auch ...
Doch auch abseits der "GA-Tageskarten" kann man sich auch in der Schweiz gut im ÖV bewegen.

165 Franken kostet das Halbtax im Jahr (wenn man es verlängert) ...
und selbst als "Tagestourist" und Gelegenheitsfahrer ... ich bekomm es rausgefahren wenn ich alles so zusammenrechne
Und mit ein "wenig" recherche bekomme ich auch "sehr günstige" Preise ganz ohne Gutschein oder Sonderaktionen. Ich muss einfach nur mal mich mit dem lokalen ÖV auseinandersetzen.

DB nach Basel Badischer Bahnhof -> Weiter nach Waldshut ... dort für 15 Franken (Halbtaxpreis sonst knapp 30) gibt es den ganzen Argau (A-Welle Verbund) ab 9 Uhr / WE ganztags und das geht runter bis Olten.
(von Olten hab ich dann Regelticket nach Basel mit Halbtax gelöst)
Will ich an den Bodensee ... hui Thomas ... geht das billig ... einmal zum Ostwind ("lokaler" Verkehrsverbund für Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Schaffhausen, Schwyz St. Gallen, Thurgau ... also schon einiges auch als Tourist möglich) ... Tageskarte 40 Franken (ab 9 Uhr / WE ganztätig) mit Halbtax ganze 20.

Fährst du als Tourist in Deutschland mit Hotel in Berlin auch immer weiter nach Leipzig / Dresden / Rostock / Hamburg?

Und ganz ehrlich ... du fährst nach A und möchtest nach B oder einfach nur in A den Öffentlichen Verkehr benutzen ... machst du dich nicht schlau was du beachten musst? ... Nach London ohne Oyster? In die Niederlande ohne OV-Chipcard?

Wenn ich einfach irgendwohin will buch ich Pauschalreise (bzw. würde ich buchen mach ich nämlich nicht) ... wenn ich mir individuell was zusammenstelle dann geh ich auch ÖV-Preise vergleichen.
Und damit wären wir wieder bei besagter Woche Baseler Fasnacht ... ich wusste was ich an welchem Tag machen wollte und habe mir dan individuell aus den Preisen (RVL/TNW/TriRegio/BC100) das zusammengesucht was für mich am günstigsten war. Und ja .. obwohl ich 6 Tage da war ... ich hatte nur an 2 Tagen die Tageskarte!

Und was das "Ausland" wieder angeht ... nehme ich das Swiss-Travel-System und breche das mal auf "Tagespreise herunter"

03 - 225 - 75 CHF
04 - 270 - 67,5 CHF
08 - 398 - 49,75 CHF
15 - 485 - 32,34 CHF

Die "normale" Tageskarte "mit Halbtax" kostet 75 Franken ... der Tourist zahlt für die Touristen-Karten ohne Halbtax nie mehr!

als Vergleich dann übrigends noch das "Monats-GA"
Halbtax 185 + 420 = 605 Franken ... für den Februar 21,60 Franken ... bei 30 Tagen 20,17 Franken ... bei 31 Tagen 19,52 Franken
Halbtax verlängert 585 Franken ... also Februar 20,90 ... 30 Tage 19,50 ... 31 Tage 18,87

Und um wieder zu deinem Ausgangsbeitrag zu kommen ...
Wo bitte wird beim Transfer-Ticket der Tourist abgezockt? ... die 154 Franken beinhalten entsprechend deines Postes Hin- und Rückreise ... und das sind 77 Franken einfache Fahrt (Und die Kinder-Mitfahrkarte ist im STS gratis zu buchen!) ... gut kannst du jetzt sagen ... das Transfer-Ticket ist eine Strecken- und keine Tageskarte ...
Und damit wären wir wieder beim STS-Tagesbillett ... schau mal ...
Hinflug Freitag Nachmittag nach Zürich ... Rückflug Sonntag Abend ab Genf ... hm ... ich brauch da (ohne Halbtax) wenn ich rechnen kann überhaupt nicht das Transfer-Ticket ...
kommst du auch darauf was ich buchen würde? ... und wenn ich erst Montag fliege erst recht nicht
selbst für eine Woche würde ich es nicht buchen ...

Ich behaupte John Eifion Jones (so heißt besagter Brite übrigens) hat sich schlicht und ergreifend nicht kleinteilig informiert ...

Ja ... die Schweiz ist teuer ... der Schweizer ÖV ist es aber definitiv nicht
stimmt so nicht,denn 1. Swiss-Flexi-Pass oder andere Pässe nutzen 2. Hotels kann man vorbuchen ich werde definitiv 60 € pro Nacht inclusive Frühstücksbüffet + Kurtaxe bezahlen in DAVOS **** Hotel !!.Essen geht man--> Migros Restaurant, Einkaufen Lebensmittel bei ALDI SUISSE und LIDL bzw.DENNER und Migros...Gewusst wie und wo ist die Frage,klar 08/15 Restaurant mit 70 Sfr geht auch als Abendessen,wenn ich bei der Migros dann 22 Sfr bezahle... !!! NICHT JAMMERN,sondern DENKEN !

Sammelantwort Thomas_Lammpe

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 04.03.18 09:17

kmueller schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
auch in Deutschland gibt es hohe Flexpreise, Rabattkarten für Stammkunden und eine ganze Reihe von weiteren Angeboten, die man kennen muss. In Deutschland sieht es mit Sicherheit nicht besser aus, ganz im Gegenteil, da die Rabattkarten teurer und damit schon für weniger Einheimische attraktiv sind und erst recht für Gäste, die dann vielleicht doch eher zum Fernbus tendieren.
Eher zum Auto, wie die Einheimischen.
Traurig aber wahr.


LittleJoe4 schrieb:
stimmt so nicht,denn 1. Swiss-Flexi-Pass oder andere Pässe nutzen 2. Hotels kann man vorbuchen ich werde definitiv 60 € pro Nacht inclusive Frühstücksbüffet + Kurtaxe bezahlen in DAVOS **** Hotel !!.Essen geht man--> Migros Restaurant, Einkaufen Lebensmittel bei ALDI SUISSE und LIDL bzw.DENNER und Migros...Gewusst wie und wo ist die Frage,klar 08/15 Restaurant mit 70 Sfr geht auch als Abendessen,wenn ich bei der Migros dann 22 Sfr bezahle... !!! NICHT JAMMERN,sondern DENKEN !
Damit sprichst du ein entscheidendes Problem an: Man muss sich mit dem Tarifsystem auskennen oder sich damit beschäftigen, um akzeptable Preise zu bekommen. Viele sind dazu nicht bereit und wählen andere Verkehrsmittel.


harti07 schrieb:
Unlängst hab ich festgestellt das die Bahncard in "D" Euro 4.600 kostet - gilt aber NUR für Züge - hingegen kosten das GA in der SChweiz umgerechnet etwa Euro 3.550 - kann aber alles benutzen. Also Bus, Schiff und fast alle Bergbahnen etc.
Da frag ich mich dann schon wer da teuer ist?
Ohne hier irgendetwas in Deutschland rechtfertigen zu wollen, aber das Land ist auch etwas größer als die Schweiz, so dass der Bahnreisende viel längere Strecken zurücklegen kann, was höhere Preise für Rabattkarten nicht nur rechtfertigt, sondern nahezu erzwingt. In Tarifverbünden ist es auch ein wenig günstiger.

Martin Junge schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Der Vorwurf lautet nicht nicht, die SBB sei im Vergleich zu anderen Bahnen zu teuer, sondern sie ist nur für Gäste zu teuer, da sich für sie Rabattkarten nicht lohnen. Für Schweizer Stammkunden sind sie völlig OK. Bei ProBahn Schweiz weiß man das.
Glaub mir, die SBB, die BLS, die Schiffahrt auf dem Vierwaldstädtersee, Postauto Schweiz, die CJ - alle sch***en sie auf Deinen Vorwurf. Die Verkehrsmittel in der Schweiz sind zunächst wichtig für alle die in der Schweiz wohnen und/oder arbeiten. Der Tourismus oder Spaßverkehr wird mit Aktionen oder speziellen Angeboten für Touristen gestützt, aber nicht verramscht. Ich fahre mit meinem GA für Fr. 340.-- durch das Land und in meiner Arbeitsstelle kenne ich niemanden(!) der kein Halbtax hat obschon die Wenigsten sooft Verkehrsmittel benutzen. Man hat es einfach.
Ob Dir das passt oder nicht ist den Schweizern völlig Wumpe, Du könntest auch fordern, dass es im Zug eine Ermäßigung für Geißböcke in Begleitung eines Alphornspielers gibt - wird nicht kommen, genauso wenig wie ein Kniefall vor Besuchern.
Switzerland first? Was interssiert mich der Rest der Welt! So kann man es naütürlich auch sehen. Auch wenn du in deiner Arbeitsstelle niemanden kennst, der kein Halbtax hat, es gibt sie auch innerhalb der Schweiz. Und die stehen vor ähnlichen Problemen bei der gelegentlichen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, wie der im Ausgangsbeitrag erwähnte englische Journalist.


Christof 421 schrieb:
Zitat:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.

Also ich weiss nicht, ich kann doch einfach Bahn fahren, gehe zum Bahnhof oder an den Automaten oder acuh online im Internet und sage, ich will von a nach b.
Ich muss nur bereit sein, das Geforderte zu zahlen.
Das ist in Deutschland nicht anders als in der Schweiz.
Möglicherweise hast du den fett markierten Satz überlesen.



Florian Ziese schrieb:
Du hast in der letzten Zeit nun meherer Anti-Halbtax, Beiträge gestartet, zudem gerade eben parallel auch noch eine weitere BC50-Diskussion, mal wieder. Und da ist nun vor allem eines: ES NERVT!
Versuch es mal mit Ignorieren der Beiträge, die dich nicht interessieren. Ich mach es genauso.



Matthias Muschke schrieb:
Da die Züge voll von Amis in Jogginganzügen und Asiaten in Sommerkleidung sind, und die auch alle offenbar eine gültige Fahrkarte haben, scheinst du mit deinem Problem ziemlich allein zu sein. Essen ist in der Schweiz übrigens auch sehr teuer und trotzdem sitzen die Touristen in den Restaurants...
Es ist sicher nicht mein persönliches Problem, das der Journalist im Ausgangsbeitrag beschrieben hat, da ich eher selten in der Schweiz unterwegs bin. Es ist eher ein generelles.


oxmoxtatze schrieb:
Ich behaupte John Eifion Jones (so heißt besagter Brite übrigens) hat sich schlicht und ergreifend nicht kleinteilig informiert ...
Genau bei dieser Notwendigkeit, sich 'richtig zu informieren' ist das Problem, denn das geht nicht nur dem britischen Journalisten so, sondern vielen anderen auch. In dem verlinkten Artikel, waren noch nicht mal die Touristiker in der Lage, alle Angebote, die in Frage kämen, kurz und knapp zu erklären.


Michael1705 schrieb:
Das ist für die Dunkelbirne doch das Problem. Er möchte ein variantenreiches und differenziertes Angebot, dass vom Kunden durchschaubar ist, durch ein System ersetzen, bei dem günstige Preise vom Goodwill des Unternehmens abhängig sind.
In der Hoffnung, mit einer Auslastungssteuerung könne er Züge in der Schwachlastzeit voller bekommen und in der HVZ entlasten, zeigt er, dass er weder von Wirtschafts- noch von Verkehrswissenschaften einen Hauch von Ahnung hat. Sonst würde er nicht behaupten, dass man mit halbierten Preisen den Zug doppelt so voll bekommt. Dass Arbeitnehmer plötzlich Donnerstags um 13:00 ins Wochenende gehen ist auch auszuschließen. Der Erfolg seiner Ideologie kann also ausgeschlossen werden.
Derweil verwendet er sehr viel Zeit, darauf, Zitate und Studien so zurechtzubiegen, dass selbst eine Widerlegung zu einer Bestätigung wird. In der Regel fängt er gegen 16:30 mit Foren-
und Twitterbeiträgen, etc. an und hört gegen Mitternacht auf. Häufig kommt der erste Beitrag bereits morgens. Wenn man bedenkt, dass Zitate noch zurechtgebogen und zeitungsartikel verwertet werden müssen, ist das offensichtlich das, was er als Beruf bezeichnet. Für eine reguläre Arbeit bleibt offensichtlich keine Zeit, von Hobbys ganz zu schweigen.
Mal abgesehen davon, dass ich nie behauptet habe, 'mit halbierten Preisen den Zug doppelt so voll' zu bekommen, sondern dass doppelt so volle Züge halbierte Fahrpreise ermöglichen würden, sind zwei Sachen bei einer Diskussion besonders wichtig: Beleidigungen (Dunkelbirne) und persönliche Diffamierungen, die den Charakter einer Person herabsetzen. Sie halten eine Diskussion in Gang und helfen, Sachverhalte zu klären. Dank an die Admins, dass sie so etwas hier gestatten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.18 09:45.

Re: Gute Kenntnisse der Tarife nötig

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 04.03.18 09:47

Christian Snizek schrieb:
Und wo ist das Problem sich vorher zu informieren? Ist ja hierzulande in D absolut nix anderes.
Deshalb fährt die typische deutsche Familie auch mit dem Auto in den Urlaub.

Gruß,
Sven

Re: Informationsaufwand muss gering gehalten werden

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 10:21

Thomas_Lammpe schrieb:
Auch wenn der Vergleich eine Bahntickets mit einem Biliflug objektiv Unsinn ist, der Hinweis der Schweizer Tourisiker, dass die auch von dem Journalisten anerkannt hohe Qualität des schweizer Bahnverkehrs seinen Preis habe, läuft allerdings ins Leere, da die 'Halbtax-Schweizer' den hohen Preis aus irgendeinem Grund nicht zahlen müssen. Die klassische Fehlargumemtation kommt aber hier:

Zitat:
Der Preis für ein Swiss Transferticket (Grenze/Flughafen–Destination und zurück) beträgt 154 Franken einmalig (2. Klasse). Zum Vergleich: Zürich Flughafen–Zermatt retour kostet 260 Franken in der 2. Klasse.
Ersten wird hier der Rabatt auf einen völlig überzogenen, von kaum jemandem bezahlten 'gewöhnlichen' Preis gefeiert. Zum zweiten sucht man sich zum Vergleich eine möglichst lange Strecke heraus, um zu zeigen, wie günstig doch ein Pauschalangebot angeblich sein soll. (Das wird auch bei DSO gerne gemacht) Ob der Reisende dort überhaupt fahren möchte, interessiert dabei nicht. So wäre die An- und Abreise von Genf (196 Franken) und Mailand (162 Franken) nach Zermatt bereits deutlich günstiger als von Zürich.

Zürich ist aber nun mal der bei weitem wichtigste Schweizer Flughafen. Die anderen Flughäfen taugen für kaum mehr als europäischen Regionalverkehr. Insofern ist der Vergleich schon richtig. Und für den Chaos-Flughafen in Malpensa müsste man eigentlich Schmerzensgeld draufrechnen.

Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.

Du hast dafür ganz andere Hürden: Du musst vorab buchen, um überhaupt einen Fahrschein zu bekommen. Ohne Internet geht gar nix. Wenn Du nicht vorab buchst, sondern am Bus bezahlen willst, zahlst Du das, was Flixbus Normalpreis nennt und ganz und gar nicht billig ist. Und auch das nur, wenn noch Platz ist und der Bus die Haltestelle auch anfährt. Haltestellen ohne Vorbuchung und ohne Aussteiger werden auch mal ganz gern ausgelassen. Bei der Bahn kriege ich auch 5 min vor Abfahrt direkt am Bahnhof noch einen Fahrschein. Garantiert. Ggf. auch mit BC 50.

Gerade bei Ankunft mit dem Flugzeug ist nicht immer berechenbar, wann man weiterfahren kann. Fahrkarten mit Fahrtbindung (egal ob Bus oder Zug) sind da eine ganz schlechte Lösung. Beim Zug hat man wenigstens noch eine andere Option.

Urlaub

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 04.03.18 10:40

Naja, wenn die typisch deutsche Familie in den Urlaub fährt, ist das mit Knirpslingen ohne Auto nicht ganz einfach. Irgendwer muss immer auf das Toitoi, Gepäck ist nicht ohne, am Zielort will man flexibel sein, die Grosseltern wollen evtl auch noch mit (war zumindest bei mir so). Vor allem aber ist man zeitlich gebunden und das ist mit Kindern definitiv nicht einfach, denn die Bahn wartet nicht. Hinzu kommt, dass man bei weiteren Anschlussverbindungen (/Verspätungen) mit dem ganzen Gerödel evtl mehrmals (un)freiwillig den Zug wechseln muss. Ausserdem muss ja die Anfahrt zum Bahnhof auch geklärt sein, und dabei kann es vorkommen, dass bei einem Personentransport via Freunde/Bekannte dank dem Fahrer bereits ein Platz im Auto fehlt, usw usw ...

Das Leben bei und mit der Eisenbahn: "Jeder macht was er will; keiner was er soll; alle machen mit!"

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Re: war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 10:59

oxmoxtatze schrieb:
Nehmen wir das mal als Ausgangslage ... Binnenfahrt Basel mit Halbtax billiger als Binnenfahrt Weil am Rhein (Einzelticket) ... das ich dennoch in der woche 3x mit dem RVL gefahren bin lag schlicht und ergreifend darin, dass es leider keine Haltestelle Weil Grenze in Richtung Weil gibt. Daher bei der Anreise und bei der Rückfahrt aus dem Schwarzwald über Weil Bahnhof gefahren ... in den Schwarzwald aber über Basel Kleinhünigen zum Badischen Bahnhof.

Ist das jetzt ein tarifliches Problem oder eins der Haltestellenlage? Für letzteres gibt es die Haltestelle Dreiländerbrücke. Die Haltestelle Weil am Rhein Grenze gibt es nur für den Einkaufstourismus. Die Entfernung zur Haltestelle Dreiländerbrücke ist so kurz, dass es die Haltestelle sonst nicht gäbe. Man vergleiche hierzu auch den relativ großen Haltestellenanstand auf Weiler Gebiet (der Bus hatte vorher noch eine Haltestelle mehr mitten in Friedlingen). Für die Bestätigung der Ausfuhr zur Mehrwertsteuererstattung ist es nötig, dass die Waren die EU unverzüglich verlassen. Das geht nicht, wenn man zur Haltestelle Dreiländerbrücke geht. Und nur deswegen gibt es die Haltestelle an der Grenze die zwar größtenteils auf deutschem Gebiet liegt, aber faktisch Schweizer Zollgebiet ist. Umgekehrt wird auf EU-Bürger, die Waren aus der Schweiz mitbringen, keine Rücksicht genommen. Da darf man von der Kleinhüningeranlage zu Fuß gehen.

Tariflich ist das etwas blöd gelöst, weil man aus Richtung Basel nach Weil den teureren (und nicht ermäßigbaren) Vororttarif zahlt, wenn man zur Dreiländerbrücke fährt, zurück ab Grenze aber der Stadttarif ausreicht. Vor allem hat man in beiden Richtungen eine Lücke zwischen RVL-Tarif und den Schweizer Standardtarifen, weil es keinen Grenztarifpunkt gibt. Der RVL-Tarif gilt nur ab und bis Dreiländerbrücke. Mit GA kommt man also aus Basel nur bis zur Kleinhüningeranlage und braucht für die Weiterfahrt einen (vorher zu kaufenden) Einzelfahrschein zum Vororttarif. Und das ist dann ein BVB-Fahrschein, der nur bis zum Bahnhof Weil gilt und nicht zur Weiterfahrt in Weil berechtigt. Das Problem erledigt man nur mit regionalen Abos.

Im Gegensatz zur Buslinie 55 (für die offensichtlich alte Abmachungen gelten) wurde die Straßenbahnlinie 8 nicht grenzüberschreitend in den RVL aufgenommen, obwohl der RVL dafür sogar eine Tarifzone hat. Für die Behindertenfreifahrt (die es in der Schweiz nicht gibt) hat man dagegen eine Sonderregelung mit Anerkennung bis Claraplatz geschaffen.

Re: war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 04.03.18 11:05

kaufhalle schrieb:
oxmoxtatze schrieb:
Nehmen wir das mal als Ausgangslage ... Binnenfahrt Basel mit Halbtax billiger als Binnenfahrt Weil am Rhein (Einzelticket) ... das ich dennoch in der woche 3x mit dem RVL gefahren bin lag schlicht und ergreifend darin, dass es leider keine Haltestelle Weil Grenze in Richtung Weil gibt. Daher bei der Anreise und bei der Rückfahrt aus dem Schwarzwald über Weil Bahnhof gefahren ... in den Schwarzwald aber über Basel Kleinhünigen zum Badischen Bahnhof.
Ist das jetzt ein tarifliches Problem oder eins der Haltestellenlage? Für letzteres gibt es die Haltestelle Dreiländerbrücke. Die Haltestelle Weil am Rhein Grenze gibt es nur für den Einkaufstourismus. Die Entfernung zur Haltestelle Dreiländerbrücke ist so kurz, dass es die Haltestelle sonst nicht gäbe. Man vergleiche hierzu auch den relativ großen Haltestellenanstand auf Weiler Gebiet (der Bus hatte vorher noch eine Haltestelle mehr mitten in Friedlingen). Für die Bestätigung der Ausfuhr zur Mehrwertsteuererstattung ist es nötig, dass die Waren die EU unverzüglich verlassen. Das geht nicht, wenn man zur Haltestelle Dreiländerbrücke geht. Und nur deswegen gibt es die Haltestelle an der Grenze die zwar größtenteils auf deutschem Gebiet liegt, aber faktisch Schweizer Zollgebiet ist. Umgekehrt wird auf EU-Bürger, die Waren aus der Schweiz mitbringen, keine Rücksicht genommen. Da darf man von der Kleinhüningeranlage zu Fuß gehen.

Tariflich ist das etwas blöd gelöst, weil man aus Richtung Basel nach Weil den teureren (und nicht ermäßigbaren) Vororttarif zahlt, wenn man zur Dreiländerbrücke fährt, zurück ab Grenze aber der Stadttarif ausreicht. Vor allem hat man in beiden Richtungen eine Lücke zwischen RVL-Tarif und den Schweizer Standardtarifen, weil es keinen Grenztarifpunkt gibt. Der RVL-Tarif gilt nur ab und bis Dreiländerbrücke. Mit GA kommt man also aus Basel nur bis zur Kleinhüningeranlage und braucht für die Weiterfahrt einen (vorher zu kaufenden) Einzelfahrschein zum Vororttarif. Und das ist dann ein BVB-Fahrschein, der nur bis zum Bahnhof Weil gilt und nicht zur Weiterfahrt in Weil berechtigt. Das Problem erledigt man nur mit regionalen Abos.

Im Gegensatz zur Buslinie 55 (für die offensichtlich alte Abmachungen gelten) wurde die Straßenbahnlinie 8 nicht grenzüberschreitend in den RVL aufgenommen, obwohl der RVL dafür sogar eine Tarifzone hat. Für die Behindertenfreifahrt (die es in der Schweiz nicht gibt) hat man dagegen eine Sonderregelung mit Anerkennung bis Claraplatz geschaffen.
Anmerkung dazu: Innerhalb vom ersten Jahr des Bestehen der Bimmlbahn galt selbst das GA bis zur Endhaltestelle Weil am Rhein. Diese Gültigkeit wurde unterbunden (für Spekulationen lasse ich hier gerne Freiraum). Und genau dieses Problem der Nichtgültigkeit des GA gibt es jetzt auch in der Verlängerung der Bimml nach Französien ...

Das Leben bei und mit der Eisenbahn: "Jeder macht was er will; keiner was er soll; alle machen mit!"

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]
kaufhalle schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Das Problem ist genau diese Notwendigkeit, sich vorher informieren zu müssen, da das eine Zugangshürde zum ÖV darstellt, die viele nicht überspringen. Ich behaupte nicht, dass das in Deutschland besser ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn Flixbus aufgrund der Busbindung der Tickets nur sehr eingeschränkt als Vorbild für die Bahnen dienen kann, ist es zumindest sehr einfach, dort einen Fahrschein zu kaufen: Verbindung eingeben, Fahrt aussuchen, Preis in (meist) vernünftiger Größenordnung bezahlen. Fertig. Keine Frage nach Rabattkarten. Gutscheinaktionen sind nur optional aber nicht notwendig.
Du hast dafür ganz andere Hürden: Du musst vorab buchen, um überhaupt einen Fahrschein zu bekommen. Ohne Internet geht gar nix. Wenn Du nicht vorab buchst, sondern am Bus bezahlen willst, zahlst Du das, was Flixbus Normalpreis nennt und ganz und gar nicht billig ist. Und auch das nur, wenn noch Platz ist und der Bus die Haltestelle auch anfährt. Haltestellen ohne Vorbuchung und ohne Aussteiger werden auch mal ganz gern ausgelassen. Bei der Bahn kriege ich auch 5 min vor Abfahrt direkt am Bahnhof noch einen Fahrschein. Garantiert. Ggf. auch mit BC 50.

Gerade bei Ankunft mit dem Flugzeug ist nicht immer berechenbar, wann man weiterfahren kann. Fahrkarten mit Fahrtbindung (egal ob Bus oder Zug) sind da eine ganz schlechte Lösung. Beim Zug hat man wenigstens noch eine andere Option.
Natürlich hat der Fernbus teilweise systembedingte Nachteile, wie z. B. die Sitzplatzpflicht, die eine Mitnahme unmöglich macht, wenn der Bus ausgebucht ist. Mir ging es hier mehr um das einfachere Tarifsystem bei Flixbus, auch wenn es so definitiv nicht auf die Bahn übertragbar ist. Die Festlegung auf eine bestimmte Verbindung ist sicher nur dann für die Bahn geeignet, wenn man einfach und kostengünstig umbuchen kann.

Re: war mir klar - Warum ich ein Halbtax hab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 11:45

Christian Snizek schrieb:
Anmerkung dazu: Innerhalb vom ersten Jahr des Bestehen der Bimmlbahn galt selbst das GA bis zur Endhaltestelle Weil am Rhein. Diese Gültigkeit wurde unterbunden (für Spekulationen lasse ich hier gerne Freiraum). Und genau dieses Problem der Nichtgültigkeit des GA gibt es jetzt auch in der Verlängerung der Bimml nach Französien ...

Ich weiß. Spekulieren über die Initiative zu dieser Änderung möchte ich aber eigentlich nicht. Das dürfte eh keinen regionalen Ursprung haben. Sicherlich bringt es den BVB Zusatzeinnahmen, wenn sie auch von Basler GA-Inhabern für den Grenzabschnitt nach Weil noch mal kassieren darf. Das hätte man dann aber noch perfektionieren können, wenn man die Haltestelle an der Grenze geographisch korrekt der Auslandszone Weil zugeschlagen hätte.

Die Nichtanerkennung des GA auf den deutschen und französischen BVB-Abschnitten (wobei es zum Flughafen dann doch wieder anerkannt wird) hat schon eine gewisse Berechtigung. Schließlich ist das GA ein Fahrschein für die ganze Schweiz, aber auch nicht mehr. Der TNW-Tarif ist auf diesen Strecken auch eher eine pragmatische als systematische Lösung. Im Zug nach Saint-Louis und Weil gilt der TNW-Tarif schließlich nicht.

Re: Informationsaufwand muss gering gehalten werden

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 04.03.18 11:56

Thomas_Lammpe schrieb:
Natürlich hat der Fernbus teilweise systembedingte Nachteile, wie z. B. die Sitzplatzpflicht, die eine Mitnahme unmöglich macht, wenn der Bus ausgebucht ist. Mir ging es hier mehr um das einfachere Tarifsystem bei Flixbus, auch wenn es so definitiv nicht auf die Bahn übertragbar ist. Die Festlegung auf eine bestimmte Verbindung ist sicher nur dann für die Bahn geeignet, wenn man einfach und kostengünstig umbuchen kann.

Das Tarifsystem beim Bus ist nicht einfacher, weil der Preis variabel ist. Einfach buchen (sogar ohne Festlegung auf eine Fahrt) kann man bei der Bahn auch. Der Bus ist hier unflexibler, weil man sich zwangsweise festlegen muss und der Preis bis zur Buchung unberechenbar ist. Und man muss zwingend Internetzugang haben.

Umbuchen ist übrigens nicht gerade das, was man bei Ankunft in einem fremddn Land bei nicht exakt planbarer Ankunft machen will. Für einen Fall wie den beschriebenen sind fahrtgebundene Fahrscheine unbrauchbar. Zudem würde eine konsequente Auslastungssteuerung Kunden, die durch äußere Umstände in letzter Minute umbuchen müssen, gnadenlos abzocken. Es sind in dem Moment ja Zwangskunden.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: SteveB

Datum: 04.03.18 12:07

im Hinblick auf den Blick Bericht in der ursprünglichen Post.

John Eifion Jones ist kein bekannter britischer Journalist, er schreibt gelegentlich für den Daily Telegraph.

Es ist die Zeitung des wohlhabenderen Rechten , die sich für Trump-Style-Grenzen statt für Bewegungsfreiheit in Europa kämpfen. Warum kümmern sie sich also um die Reisekosten in fremden Ländern?

Die Reiseberichte sind in der Samstagsausgabe gedruckt. Es kostet £2,20 - fast 10% der Kosten eines Billigfluges nach Genf. Ist eine Zeitung wirklich das wert? (Zeitung zitieren immer die absolut günstigsten im Vergleich, also werde ich auch!)

Wie jede britische Zeitung schreibt sie normalerweise, dass Großbritannien die teueresten Züge in Europa hat. Sie werden ihren Lesern nicht von dem Bericht erzählen


Blick hat eine Agenda, es wird jeden bezahlen, der ihnen helfen kann. Will Blick auch für billigere Hotels und Restaurants kämpfen?
kaufhalle schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Natürlich hat der Fernbus teilweise systembedingte Nachteile, wie z. B. die Sitzplatzpflicht, die eine Mitnahme unmöglich macht, wenn der Bus ausgebucht ist. Mir ging es hier mehr um das einfachere Tarifsystem bei Flixbus, auch wenn es so definitiv nicht auf die Bahn übertragbar ist. Die Festlegung auf eine bestimmte Verbindung ist sicher nur dann für die Bahn geeignet, wenn man einfach und kostengünstig umbuchen kann.
Das Tarifsystem beim Bus ist nicht einfacher, weil der Preis variabel ist. Einfach buchen (sogar ohne Festlegung auf eine Fahrt) kann man bei der Bahn auch. Der Bus ist hier unflexibler, weil man sich zwangsweise festlegen muss und der Preis bis zur Buchung unberechenbar ist.
Das stimmt schon ein stückweit. Aber solange sich die variablen Preise in einem 'vernünftigen' (was zugegebenermaßen schwer definierbar ist) Rahmen bewegen, stellt das kein übergroßes Problem dar und genau das ist bei der Buchung der Bahn eben nur sehr eingeschränkt ohne Rabarrkarte der Fall.


kaufhalle schrieb:
Umbuchen ist übrigens nicht gerade das, was man bei Ankunft in einem fremddn Land bei nicht exakt planbarer Ankunft machen will.
Niemand bucht gerne um. Deshalb muss es auch einfach sein.


kaufhalle schrieb:
Zudem würde eine konsequente Auslastungssteuerung Kunden, die durch äußere Umstände in letzter Minute umbuchen müssen, gnadenlos abzocken. Es sind in dem Moment ja Zwangskunden.
Damit beschreibst du vielleicht ein konsequentes Yield-Management, das Zwangskunden abrocken würde, aber keine konsequente Auslastungssteuerung, in der der Fahrpreis von der (erwarteten) Auslastung abhängig ist. Ich vertrete die Meinung, dass sich Fahrpreise vor allem an der Auslastung und weniger an einer Zahlungsbereitschaft orientieren sollten.

Re: Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.03.18 12:28

Christof 421 schrieb:
Halbtax abschaffen würde ich mir aber überlegen, zumal du Tageskarten benützt.

Hast du aber kein Halbtaxabo mehr, kannst du neu trotzdem Spartageskarten kaufen, nur kosten die spontan einfach mal 106.-- sfrs, also praktisch das Doppelte.
Das habe ich übersehen. Als die Spartageskarten herauskamen, hatte ich mir nämlich schon den passenden Vorrat an gewöhnlichen Tageskarten zugelegt. Bei 3 Jahren Gültigkeit ist das einiges.

Re: [CH] Bahnfahren für Besucher der Schweiz sehr teuer

geschrieben von: ASa

Datum: 04.03.18 12:31

Hallo,

Du schriebst:
> Unlängst hab ich festgestellt das die Bahncard in "D" Euro 4.600 kostet - gilt aber NUR für Züge - hingegen
> kosten das GA in der SChweiz umgerechnet etwa Euro 3.550 - kann aber alles benutzen. Also Bus, Schiff und
> fast alle Bergbahnen etc.

Falsch.

Ich kann mit meiner BC 100 hier in den Zug einsteigen, nach München fahren und dort die Straßenbahn nutzen.
Zugegeben: Es muss im Vor- oder Nachlauf eine Fernverkehrsfahrt erfolgen und nicht alle Straßenbahnbetriebe sind in der BC 100 inkludiert (es fehlt z.B.: Halberstadt). Aber allein in Nordrhein-Westfalen kann ich mit der BC 100 mehr Linien nutzen als in der ganzen Schweiz (man denke nur an die vielen Buslinien in Köln/Bonn, Düsseldorf und im Ruhrgebiet).

MfG - Asa

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------

Re: Urlaub

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 04.03.18 12:41

Hannover-Rosenheim haben wir damals auch geschafft, Oma, Opa, [bgcolor= transparent; color: rgb(51, 51, 51); font-family: Verdana,]meine Mutter (nicht immer), [/bgcolor]und ich.

Tags vorher mit dem Taxi zum Bahnhof und das Gepäck abgegeben, mit der Straßenbahn nach Hause, dann wieder mit dem Taxi zum Bahnhof (jahrelang Nachtzug 0:44, ich weiß nicht, ob es damals überhaupt noch einen passenden Bus zum Bahnhof gegeben hätte), am Zielort das Gepäck abgeholt, ins Auto der Vermieter geladen und mit denen zum Ziel. Teilweise gab es keinen durchgehenden Zug, dann wurde in München umgestiegen. Da man nur Handgepäck dabei hatte, wenn auch in Mengen (man hatte ja einen Krieg erlebt, also versorgte man sich reichlich mit Thermoskanne, Stulle, Leibnizkeks usw.), war das auch kein größeres Problem.

Zurück dann einen Tag vorher mit dem Vermieter zum Bahnhof und das Gepäck abgegeben, dann wieder zum Zug bringen lassen (der fuhr meist morgens so gegen 9), abends das Gepäck mitgenommen und mit dem Taxi nach Hause. In Einzelfällen hat uns ein anderer Gast vom Bahnhof abgeholt bzw. hingebracht. Ganz zu Anfang lag ich sogar in einem alten Kinderwagen der Vermieter.

Das war damals, mit mehreren Randbedingungen: Es gab Halbpension, mittags war man sowieso in der Regel wandern und ist unterwegs eingekehrt, was man auch überall konnte. Ach ja, und es hatte niemand von uns ein Auto. Dafür kannte man dann einige Kilometer um das Quartier alles und darüber hinaus fast nichts (das gab's nur, wenn mein Onkel mit dem Auto zu Besuch kam, ggf. haben mich die Eltern anderer Kinder mal zum Schwimmen mitgenommen).

Meine Oma hat sich mit über 80 auch noch in den ICE nach München gesetzt, um meinen Onkel zu besuchen, ist von ihm dann aber mit der S-Bahn am Bahnhof abgeholt worden. Schluss damit war, als ihr ICE mal auf freier Strecke evakuiert wurde. In letzter Zeit hole ich meine Mutter auch lieber von einem benachbarten Bahnhof ab, umsteigen würde sie nur noch sehr ungern (außer in Hannover auf die Stadtbahn, da kennt sie sich aus).

Ansonsten mit der Bahn in den Urlaub ... ich kenne zwei Frauen, die mit ihren jeweils zwei Kindern und fast ohne Französischkenntnisse per Bahn nach Eurodisney gereist sind, was gut geklappt hat. Ein Kollege fährt mit seiner Familie in der Regel per Bahn in den Urlaub, obwohl es nicht immer stressfrei ist. Meine Mutter ist mal mit einer Bekannten von Hannover per Bahn nach Davos. Darüber hinaus kenne ich kaum Bahn-Urlaubsreisende, obwohl viele meiner Kollegen per Bahn pendeln und Dienstreisen (sofern aufgrund der Entfernung keine Flugreise) eigentlich immer per Bahn erfolgen.

Neben den genannten Gründen scheitert es gefühlt schon an der Zuverlässigkeit: Bei mir lief keine Bahnreise der letzten Jahre genau wie geplant, wenigstens in eine Richtung gab es immer Verspätung zwischen 30 Minuten und fast 8 Stunden. Ausnahme ist der Regionalverkehr, bei dem ich keine größere Verspätung hatte. Die per Bahn pendelnden Kollegen kommen in der Regel ebenfalls recht gut durch, fahren [bgcolor= transparent; color: rgb(51, 51, 51); font-family: Verdana,]aber [/bgcolor]so gut wie alle ohne Umsteigen. Wer das nicht kann fährt Auto, entweder bis zur Firma oder bis zum nächsten Bahnanschluss direkt zum Ziel.

Meine persönlichen Gründe, nicht per Bahn in den Urlaub zu reisen, sind jedenfalls vergleichbar. Mit Familie ging es in den letzten Jahren einfach nicht vernünftig (u. a. Geschwisterkinderwagen), zudem und vorher als Single mit dem Sportverein lagen die Reiseziele oft nicht an der Bahn. Bei kleineren Gruppen vom Sportverein war man wegen des Anhängers ohnehin mit einem Kleinbus unterwegs, so dass die Bahnfahrt nur Zusatzkosten bedeutet hätte bzw. es gab Fahrgemeinschaften. Als Einzelreisender zum Treffpunkt ging es hingegen gerne per Bahn, wenn es möglich war, haben wir bei fester Unterkunft auch gern Start und Ziel der Tagesetappen mit dem Zug erschlossen.

Gruß,
Sven

Seiten: 1 2 3 All

Angemeldet: -