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Re: Ein verspäteter Zug ist Ausschußware!

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 28.02.18 03:08

D 2027 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
Ich halte volle Züge für erstrebenswerter als pünktliche.
Siehst Du, das ist der Unterschied nicht nur zwischen uns, sondern auch zwischen dem Drittweltbahnland D und der Eisenbahnzivilisation Schweiz. Wobei in der Schweiz sogar volle Züge pünktlich sind und ich mir ansonsten sicher bin, dass sich Deine Vorstellungen dort nie durchsetzen werden.

Erik

P.S. Im Mai 1945 waren die Züge in Deutschland auch gut ausgelastet...
Im Mai 1945 waren die Züge sogar mehr als sehr gut ausgelastet. :)

Ja, volle Züge sind in CH MEHR ODER WENIGER pünktlich. Meine Beobachtung: Zwischen Bern und Spiez sind Fahrzeitabweichungen im Minutenbereich mittlerweile an der Tagesordnung und wohl nicht nur dort, im Simmental ebenso, auf der MOB und der TPF ebenso. In der Hochsaison treten eher Verspätungen auf als in der Nebensaison. Gerade zwischen Zweisimmen und Gstaad entsteht bei grösserem Ansturm schnell mal Verspätung, die sich die Züge dann durch die Kreuzungen aneinander weitergeben.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: Ein verspäteter Zug ist Ausschußware!

geschrieben von: D 2027

Datum: 28.02.18 14:02

Weltreisender schrieb:

Ja, volle Züge sind in CH MEHR ODER WENIGER pünktlich. Meine Beobachtung: Zwischen Bern und Spiez sind Fahrzeitabweichungen im Minutenbereich mittlerweile an der Tagesordnung und wohl nicht nur dort, im Simmental ebenso, auf der MOB und der TPF ebenso. In der Hochsaison treten eher Verspätungen auf als in der Nebensaison. Gerade zwischen Zweisimmen und Gstaad entsteht bei grösserem Ansturm schnell mal Verspätung, die sich die Züge dann durch die Kreuzungen aneinander weitergeben.


Aber nichtsdestotrotz hält die Reisekette und die Reisendenpünktlichkeit passt trotzdem. Und das ist das entscheidende für den Fahrgast.

In der Idealwelt des T. Lammpe hingegen fährt jeder Zug isoliert vor sich hin und wird "marktwirtschaftlich" auf den maximalen Ertrag gebürstet. Da gibt es keine Reisenden die noch mit dem Bus ins hinterletzte Dorf wollen, keine Anschlüsse, keine Kooperation mit anderen Verkehrsträgern und natürlich erst recht nichts was den Zugang zum System Eisenbahn für den Reisenden einfach, verständlich und berechenbar macht, wie das der Normalbürger vom Auto her gewohnt ist.

In Deutschland scheint sich diese Sichtweise im Fernverkehr mit seinen längeren Distanzen zwaR leider durchgesetzt zu haben; in der Schweiz hingegen halte ich es für nicht zielführend.

Erik

Le nationalisme, c'est la guerre! (François Mitterrand)

Bahninteresse vs. Kundeninteresse

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 28.02.18 17:45

Weltreisender schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Außerdem fahren so viele Menschen wie nie mit den Zügen der Deutschen Bahn und die Auslastung hat einen Rekordwert erreicht. Ich halte volle Züge für erstrebenswerter als pünktliche.
Zumindest aus DB-Sicht ist eine hohe Auslastung erstrebenswerter als pünktliche Züge, solange sie dann nicht den ganzen Betrieb durcheinanderbringen und dann durch die Verspätungen noch Taxi- oder Hotelkosten fällig werden.

Aus Fahrgastsicht sind wohl pünktliche Züge erstrebenswerter als volle Züge. Im Gegenteil der Komfort ist grösser, wenn der Zug nicht so voll ist. :)
Ich halte diese Unterscheidung zwischen DB-Sicht und Kundensicht nur bedingt für sinnvoll. Natürlich freuen sich beide über pünktliche Züge, aber es liegt auch im langfristigen Interesse des Kunden, dass die Züge voll sind, denn nur das ermöglicht günstige Fahrpreise und stellt sicher, dass der Zug nicht eingestellt wird. Sich über viel Platz zu freuen, ist zu kurzsichtig gedacht.

Lieber pünktliche und leere Züge?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 28.02.18 17:53

D 2027 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
Ich halte volle Züge für erstrebenswerter als pünktliche.
Siehst Du, das ist der Unterschied nicht nur zwischen uns, sondern auch zwischen dem Drittweltbahnland D und der Eisenbahnzivilisation Schweiz. Wobei in der Schweiz sogar volle Züge pünktlich sind und ich mir ansonsten sicher bin, dass sich Deine Vorstellungen dort nie durchsetzen werden.
Meine Aussage 'volle Züge sind erstrebenswerter als pünktliche' heißt ja nun nicht, dass pünktliche Züge nicht auch erstrebenswert wären. Es ist nur eine Priorisierung, denn volle Züge sind ein Indiz dafür, dass das Angebot angenommen wird und bedeutet Zukunft für die Bahn. Oder wäre es dir lieber, dass pünktliche Züge leer durch die Gegend fahren?

Es mag sein, dass sich meine Vorstellungen in der Schweiz nicht durchsetzen werden. Aber günstigere Sparbillette wären ein Schritt in diese Richtung.

Re: Ein verspäteter Zug ist Ausschußware!

geschrieben von: Michael1705

Datum: 28.02.18 19:41

Zitat
In Deutschland scheint sich diese Sichtweise im Fernverkehr mit seinen längeren Distanzen zwaR leider durchgesetzt zu haben; in der Schweiz hingegen halte ich es für nicht zielführend.


Da im vergangenen Jahr vor allem die Fahrkartenverkäufe mit BahnCard Rabatt zugelegt haben, scheint das wohl nicht ganz so zu sein.

MfG
Michael


Mehr Fahrkartenverkäufe mit BahnCard Rabatt?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 28.02.18 19:49

Michael1705 schrieb:
Zitat
In Deutschland scheint sich diese Sichtweise im Fernverkehr mit seinen längeren Distanzen zwaR leider durchgesetzt zu haben; in der Schweiz hingegen halte ich es für nicht zielführend.


Da im vergangenen Jahr vor allem die Fahrkartenverkäufe mit BahnCard Rabatt zugelegt haben, scheint das wohl nicht ganz so zu sein.
Woher hast du die Information, dass in Deutschland 'vor allem Fahrkartenverkäufe mit BahnCard Rabatt zugelegt haben'? Waren es BahnCard50 oder BahnCard25-Rabatte mit oder ohne Kombination mit einem Sparpreis? Seit Jahren werden immer weniger BC50 verkauft und immer mehr BC25. Das spricht eher für mehr als für weniger Sparpreise die verkauft werden, insbesondere, weil jetzt auch die BC50 als vollwertige BC25 gilt.

Re: Lieber pünktliche und leere Züge?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 01.03.18 01:26

Thomas_Lammpe schrieb:
Meine Aussage 'volle Züge sind erstrebenswerter als pünktliche' heißt ja nun nicht, dass pünktliche Züge nicht auch erstrebenswert wären. Es ist nur eine Priorisierung, denn volle Züge sind ein Indiz dafür, dass das Angebot angenommen wird und bedeutet Zukunft für die Bahn. Oder wäre es dir lieber, dass pünktliche Züge leer durch die Gegend fahren?
Hier machst du jetzt eben den allergrössten Denkfehler. Die DB füllt ihre Züge derzeit mit Billigangeboten. Das kann aber auf lange Sicht nicht nachhaltig sein. Die SBB haben ihre Fahrgastzahlen in den letzten 20 Jahren hingegen ganz ohne Yield Managment und auch ohne Sparpreisflut in viel grösserem Umfang erhöht. Die Schweiz ist auch weltweit das Land, in dem am meisten Bahn gefahren wird. Also kann das nur bedeuten, dass in der Schweiz sehr viele Dinge sehr viel besser gemacht werden als in Deutschland. Und das eben ganz ohne deiner Theorien. Dabei beträgt die Durchschnittsauslastung der SBB nur ca. 30%.

Das wichtigste ist nun aber zu schauen, warum die SBB ohne Yield Managment eine grössere Steigerung der Fahrgastzahlen erreichen als die DB mit ihrer Sparpreisflut. In der Schweiz wird viel mehr Wert auf die komplette Reisekette gelegt, denn das ist das, was die Kunden viel mehr interessiert, als wie und wo bekomme ich auf welchem Teilstück den günstigsten Preis. Man reist nicht einfach von Stadt zu Stadt, sondern von Haustür zu Arbeit/Freizeit/Sonstiges Ziel. Als Domo die Konzession vor einigen Tagen bekam, konnte man in den Kommentaren diverser Schweizer Onlinemedien doch sehr viele Meinungen lesen, dass man zu den günstigeren Buspreisen doch bitte die Kosten für An- und Abfahrt dazurechnen und erst dann die Vergleichsrechnung anstellen soll. Es ist genau diese Vernetzung, die von den Kunden nachgefragt wird und kein bescheuertes Yield Management einzelner Fernverkehrsverbindungen. Wenn du das endlich begriffen hast, dann bist du schon einen sehr grossen Schritt weiter.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg
Weltreisender schrieb:
Andererseits versucht man schon zu Stosszeiten die Züge soweit möglich zu verstärken. Das geht aber auch nicht unbegrenzt. Seit Jahren klagen sie, dass sie an der Kapazitätsgrenze angelangt sind und es wird dann auch schon mal zu unpopulären Methoden gegriffen, wie ein probeweiser Ausbau von Sitzplätzen wie mal versuchsweise bei der Basler S-Bahn, um eben auf Kosten einiger Sitzplätze überhaupt noch mehr Leute mitführen zu können.
Herzliche Grüsse
Martin
Ja, mehr geht wohl nicht mehr, wie die S 12 zeigt.
Die 12 Doppelstöcker sind am Morgen in Winterthur regelmässig voll.
Da freut sich sicher jeder wenn in Winterthur um 07.00 noch 500 Sparbillettanhänger kommen:
S12 bei Brugg:
[flic.kr]

[www.20min.ch]
Der OeV in der Schweiz ist Opfer seines Erfolgs geworden.
Etwas, das bei der DB wahrscheinlich nicht eintreten wird.
Gruss Leo

Re: Ein verspäteter Zug ist Ausschußware!

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 01.03.18 14:52

D 2027 schrieb:
Weltreisender schrieb:
Ja, volle Züge sind in CH MEHR ODER WENIGER pünktlich. Meine Beobachtung: Zwischen Bern und Spiez sind Fahrzeitabweichungen im Minutenbereich mittlerweile an der Tagesordnung und wohl nicht nur dort, im Simmental ebenso, auf der MOB und der TPF ebenso. In der Hochsaison treten eher Verspätungen auf als in der Nebensaison. Gerade zwischen Zweisimmen und Gstaad entsteht bei grösserem Ansturm schnell mal Verspätung, die sich die Züge dann durch die Kreuzungen aneinander weitergeben.

Aber nichtsdestotrotz hält die Reisekette und die Reisendenpünktlichkeit passt trotzdem. Und das ist das entscheidende für den Fahrgast.

In der Idealwelt des T. Lammpe hingegen fährt jeder Zug isoliert vor sich hin und wird "marktwirtschaftlich" auf den maximalen Ertrag gebürstet. Da gibt es keine Reisenden die noch mit dem Bus ins hinterletzte Dorf wollen, keine Anschlüsse, keine Kooperation mit anderen Verkehrsträgern und natürlich erst recht nichts was den Zugang zum System Eisenbahn für den Reisenden einfach, verständlich und berechenbar macht, wie das der Normalbürger vom Auto her gewohnt ist.

In Deutschland scheint sich diese Sichtweise im Fernverkehr mit seinen längeren Distanzen zwaR leider durchgesetzt zu haben; in der Schweiz hingegen halte ich es für nicht zielführend.

Erik
Sagen wir es so, in den allermeisten Fällen reist die Reisekette Gott sei Dank nicht, manchmal aber leider doch nicht. Gerade, wo S-Bahnen betroffen sind, wird auch nicht gewartet. Bahnen wie die SZU und die FLP haben meineswissens sogar einen Vermerk, dass sie nicht auf verspätete Anschlüsse warten. Bei diesen Bahnen ist es meist aber auch weniger tragisch, da sie ja meist doch in relativ dichtem Takt fahren. Wenn man aber einen Anschlussbruch hat und nach Bains-de-l'Alliaz oder Turbach will, dann sieht es schon anders aus. Auf Verspätungen wird auch wenn überhaupt nur in sehr geringem Masse gewartet. Auf Hauptstrecken wird leider oft nur 3 Minuten und nicht mehr gewartet.

Die Denkweise, wonach jeder Zug für sich isoliert fährt, ist Wunschdenken. Aber ausserhalb von CH wird kaum an die Ganze Reisekette gedacht. In D wird auch noch bedingt an die Gesamtreisekette gedacht, in AT wohl auch noch. Aber in PL und weiter östlich schafft jeder für sich. Anschlussbrüche sind dort das Problem des Kunden, vor allem wenn sie betreiberübergreifend sind. Selbst in F ist das Denken der Gesamtreisekette nicht so stark ausgeprägt, wenn jede Region ihren eigenen Tarif hat und nicht mehr durchgelöst werden kann, bzw. TGV und TER nicht mehr durchgelöst werden kann. Dann zeugt das nicht gerade von Reisekettendenken. Aber auch wenn der Bahnhof der Chemin de Fer de la Provence ein Stück vom Bahnhof der SNCF entfernt ist, zeugt das auch nicht gerade von Reisekettendenken. Aber in D ist dieses Denken noch ein Stück weit vorhanden. Nahverkehrsfahrscheine gelten kaum im Fernverkehr, aber Fernverkehrsfahrscheine gelten immer auch im Nahverkehr. Fällt ein Fernzug aus, aber es fährt ein Nahverkehrszug, dann heisst es oft: "Bitte benutzen Sie den Nahverkehrszug". Auch zeigt bahn.de auch bedingt noch Busverbindungen an. Soetwas findest Du in PL z.B. vergeblich. Da gibt es dann schon andere Portale, die dann Dir Verbindungen im Gesamten anzeigen und berechnen, wie z.B. [www.e-podroznik.pl].

Herzliche Grüsse
Martin

Re: Bahninteresse vs. Kundeninteresse

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 01.03.18 15:06

Thomas_Lammpe schrieb:
Weltreisender schrieb:
Aus Fahrgastsicht sind wohl pünktliche Züge erstrebenswerter als volle Züge. Im Gegenteil der Komfort ist grösser, wenn der Zug nicht so voll ist. :)
Ich halte diese Unterscheidung zwischen DB-Sicht und Kundensicht nur bedingt für sinnvoll. Natürlich freuen sich beide über pünktliche Züge, aber es liegt auch im langfristigen Interesse des Kunden, dass die Züge voll sind, denn nur das ermöglicht günstige Fahrpreise und stellt sicher, dass der Zug nicht eingestellt wird. Sich über viel Platz zu freuen, ist zu kurzsichtig gedacht.
Natürlich ist diese Unterscheidung wenig sinnvoll, aber das ist es, wie gedacht wird. Jeder sieht nur das Seine. Die Fahrgäste beschweren sich, wenn die Züge zu voll sind. Wenn sie leer sind, freuen sie sich. Dass leere Züge für den Betreiber nicht sinnvoll sind, ist dem Fahrgast egal. Er will möglichst viel für sein Geld und möglichst komfortabel und schnell befördert werden. Dass leere Züge höhere Fahrpreise bedeuten oder sogar die Einstellung des Zuges bedeuten kann, daran denkt kaum ein Fahrgast. Das interessiert kaum ein Fahrgast.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: Lieber pünktliche und leere Züge?

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 01.03.18 15:20

Twindexx schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Meine Aussage 'volle Züge sind erstrebenswerter als pünktliche' heißt ja nun nicht, dass pünktliche Züge nicht auch erstrebenswert wären. Es ist nur eine Priorisierung, denn volle Züge sind ein Indiz dafür, dass das Angebot angenommen wird und bedeutet Zukunft für die Bahn. Oder wäre es dir lieber, dass pünktliche Züge leer durch die Gegend fahren?
Hier machst du jetzt eben den allergrössten Denkfehler. Die DB füllt ihre Züge derzeit mit Billigangeboten. Das kann aber auf lange Sicht nicht nachhaltig sein. Die SBB haben ihre Fahrgastzahlen in den letzten 20 Jahren hingegen ganz ohne Yield Managment und auch ohne Sparpreisflut in viel grösserem Umfang erhöht. Die Schweiz ist auch weltweit das Land, in dem am meisten Bahn gefahren wird. Also kann das nur bedeuten, dass in der Schweiz sehr viele Dinge sehr viel besser gemacht werden als in Deutschland. Und das eben ganz ohne deiner Theorien. Dabei beträgt die Durchschnittsauslastung der SBB nur ca. 30%.

Das wichtigste ist nun aber zu schauen, warum die SBB ohne Yield Managment eine grössere Steigerung der Fahrgastzahlen erreichen als die DB mit ihrer Sparpreisflut. In der Schweiz wird viel mehr Wert auf die komplette Reisekette gelegt, denn das ist das, was die Kunden viel mehr interessiert, als wie und wo bekomme ich auf welchem Teilstück den günstigsten Preis. Man reist nicht einfach von Stadt zu Stadt, sondern von Haustür zu Arbeit/Freizeit/Sonstiges Ziel. Als Domo die Konzession vor einigen Tagen bekam, konnte man in den Kommentaren diverser Schweizer Onlinemedien doch sehr viele Meinungen lesen, dass man zu den günstigeren Buspreisen doch bitte die Kosten für An- und Abfahrt dazurechnen und erst dann die Vergleichsrechnung anstellen soll. Es ist genau diese Vernetzung, die von den Kunden nachgefragt wird und kein bescheuertes Yield Management einzelner Fernverkehrsverbindungen. Wenn du das endlich begriffen hast, dann bist du schon einen sehr grossen Schritt weiter.
Die SBB setzen jetzt aber bedingt auch auf Yield-Management. Die stetige Erhöhung der Fahrgastzahlen hat vielerlei Gründe:
- immer weiterer Ausbau des Netzes
- ein Gesamt-öV-System
- ein Freizeitverkehrsmanagement (RailAway-Angebote)
- aber auch ein immer mehr gestiegenes Gesamtes Mobilitätsbedürfnis mit allen seinen Vor- und Nachteilen. Es wird im Allgemeinen viel mehr gereist und gefahren als früher. Das schafft auch neue Probleme.

Dass die Gesamtauslastung der SBB dennoch nur bei 30& liegt, war auch der Grund warum die SBB in den vergangenen Jahren trotz Wachstums immer wieder Preissteigerungen durchgesetzt hat. Da wird wohl nicht jedes TU dazu jubelnd ja gesagt haben. Diese Gesamtauslastung von nur 30& war eben auch der Grund, warum es bei der SBB immer wieder Denkansätze in Richtung Yield-Management gab und immernoch gibt.

Und die Reisekette wird auch bei Domo nicht gebrochen werden. Du kannst auch bei Busbenutzung zwischen Bern und Zürich oder anderen Punkten immer noch bis auf dem Lenker Bühlberg direkt durchlösen. Inwiefern aber andere Verkehrsträger auf verspätete Domo-Reisen-Fahrten warten werden ist eine andere Frage. Da gilt es abzuwarten, was kommen wird.

Herzliche Grüsse
Martin

Auch die SBB betreiben Yield-Management

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 01.03.18 16:00

Twindexx schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Meine Aussage 'volle Züge sind erstrebenswerter als pünktliche' heißt ja nun nicht, dass pünktliche Züge nicht auch erstrebenswert wären. Es ist nur eine Priorisierung, denn volle Züge sind ein Indiz dafür, dass das Angebot angenommen wird und bedeutet Zukunft für die Bahn. Oder wäre es dir lieber, dass pünktliche Züge leer durch die Gegend fahren?
Hier machst du jetzt eben den allergrössten Denkfehler. Die DB füllt ihre Züge derzeit mit Billigangeboten. Das kann aber auf lange Sicht nicht nachhaltig sein. [..] Dabei beträgt die Durchschnittsauslastung der SBB nur ca. 30%.
Natürlich können 'Billigangebote' nachhaltig sein. Wenn man dadurch Fahrgäste in Zügen gewinnt, deren Plätze sonst leer geblieben wären, kommt mehr Geld in die Kasse. Wenn die Auslastung 60 statt 30% beträgt, können die Fahrscheine fast zum halben Preis verkauft werden.



Twindexx schrieb:
Das wichtigste ist nun aber zu schauen, warum die SBB ohne Yield Managment eine grössere Steigerung der Fahrgastzahlen erreichen als die DB mit ihrer Sparpreisflut. In der Schweiz wird viel mehr Wert auf die komplette Reisekette gelegt, [..] Es ist genau diese Vernetzung, die von den Kunden nachgefragt wird und kein bescheuertes Yield Management einzelner Fernverkehrsverbindungen.
Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: Und dennoch gibt es bei der SBB Überlegungen, ihr durchaus vorhandenes Yield-Management durch günstigere Sparbilette zu stärken...

Re: Mehr Fahrkartenverkäufe mit BahnCard Rabatt?

geschrieben von: Michael1705

Datum: 01.03.18 20:58

Zitat
Woher hast du die Information, dass in Deutschland 'vor allem Fahrkartenverkäufe mit BahnCard Rabatt zugelegt haben'?

Dies ist meine persönliche Beobachtung. Im bin oft genug mit dem Zug unterwegs und sehe, was bei der Fahrkartenkontrolle vorgezeigt wird. Dabei wird die BC deutlich häufiger gezückt. Da du dir bereits ein Erklärungsmuster zurechtgelegt hast, mit dem du deine Ideologie nicht in Frage stellen musst, würden Fakten auch nichts bringen.
Dass die BC50-Anzahl zurückgegangen ist, ist zwar richtig, allerdings stagniert die Zahl seit 2015. Davor lag die Einführung von Landestarifen (ohne BC-Anerkennung) und landesweiten Semestertickets (NRW hat eine 3/4 Million Studenten) und letzten Endes auch des Fernbusses.

Der größte Sprung bei der Auslastung lag übriges zwischen 2007 und 2010, vor Einführung der Sparpreise heutiger Prägung. Dass seitdem auch schlecht ausgelastete Züge gestrichen oder verkürzt wurden, hatte selbstverständlich keine Auswirkung auf die durchschnittliche Auslastung.

Ich kann verstehen, dass du einen Rochus auf die BahnCard hast, da dir weder das JobCenter noch Mutti eine bezahlen. Wenn du deine Realitätsverweigerung überwindest, könntest du dich vielleicht auch mal mit deiner Persönlichkeit beschäftigen und würdest vielleicht sogar einen Arbeitsplatz finden, was mit Mitte 30 auch Zeit wird. Dann könntest du auch mit einer BahnCard in der Gegend rum fahren. Ich sehe allerdings schwarz für dich.






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.18 23:22.

Muss ich mir so etwas gefallen lassen?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 01.03.18 21:40

Michael1705 schrieb:
Zitat
Woher hast du die Information, dass in Deutschland 'vor allem Fahrkartenverkäufe mit BahnCard Rabatt zugelegt haben'?
Ich kann verstehen, dass du einen Rochus auf die BahnCard hast, da dir weder das JobCenter noch Mutti eine bezahlen. Wenn du deine Realitätsverweigerung überwindest, könntest du dich vielleicht auch mal mit deiner Persönlichkeit beschäftigen und würdest vielleicht sogar einen Arbeitsplatz finden, was mit Mitte 30 auch Zeit wird. Dann könntest du auch mit einer BahnCard in der Gegend rum fahren. Ich sehe allerdings schwarz für dich.
Ich bin nicht Mitte 30, habe einen Arbeitsplatz und besitze sogar eine BahnCard. Muss ich mir solchen Unsinn wirklich gefallen lassen?

Re: Muss ich mir so etwas gefallen lassen?

geschrieben von: Michael1705

Datum: 01.03.18 21:55

Zitat
Muss ich mir solchen Unsinn wirklich gefallen lassen?

Wenn man sich die Vehemenz anschaut, mit der du deine Ideologie nicht nur hier sondern bei Facebook, Twitter und in anderen Internet-Foren verbreitest muss man davon ausgehen, dass du sehr viel Langeweile hast. Das spricht für meine Theorie. Berufstätige Menschen haben nämlich was Besseres zu tun, als sich den ganzen Tag mit Fernbussen zu beschäftigen.






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.18 23:13.

Re: Muss ich mir so etwas gefallen lassen?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 01.03.18 23:41

Michael1705 schrieb:
Zitat
Muss ich mir solchen Unsinn wirklich gefallen lassen?

Wenn man sich die Vehemenz anschaut, mit der du deine Ideologie nicht nur hier sondern bei Facebook, Twitter und in anderen Internet-Foren verbreitest muss man davon ausgehen, dass du sehr viel Langeweile hast. Das spricht für meine Theorie. Berufstätige Menschen haben nämlich was Besseres zu tun, als sich den ganzen Tag mit Fernbussen zu beschäftigen.
Du verbreitest hier deine 'Theorie', die keinerlei Bezug zur der Realität hat, die du im Gegensatz zu mir nicht kennst. So etwas nennt sich dann auch dummes Geschwafel, das ich hier offensichtlich ertragen muss. Ich bin nicht Mitte 30, ich gehe einem Vollzeitjob nach und besitze eine BahnCard.

Re: Muss ich mir so etwas gefallen lassen?

geschrieben von: D 2027

Datum: 02.03.18 00:12

Thomas_Lammpe schrieb:
.... und besitze eine BahnCard.

Dann bringst Du die Bahn um wichtige Einnahmen und unterläufst zumindest hin und wieder vorsätzlich die Auslastungssteuerung. Schäm Dich!

Erik

Le nationalisme, c'est la guerre! (François Mitterrand)

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