DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Für bessere Übersicht: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden! Bei der Suche nach Ländern nur vordere Klammer verwenden, z.B. "[NO" als Suchbegriff.
Zitat:
Ebenso [wie Halbtax] gilt das Generalabonnement GA, mit dem man für 340 Franken im Monat ganz kostenlos in der Schweiz mobil ist. Die Verteilung der Gelder erfolgt über den Anbieterverband CH-direkt. "Intransparent und nicht ganz realistisch" sei die Regelung, meint ein Sprecher des Verkehrsministeriums BAV, aber offenbar sind die Partner ganz zufrieden.
[www.badische-zeitung.de]

Das BAV ist zwar soweit ich weiß nicht das Verkehrsministerium, aber vielleicht ist auch das ein Grund, Halbtax und GA zu überdenken, wie es ProBahn Schweiz bereits getan hat:

"Volle Billette sind verhältnismässig dagegen teuer. Deshalb schlägt Pro Bahn vor, das Halbtax-Abo abzuschaffen und gleichzeitig die Tarife zu halbieren."
[www.toponline.ch]

Die SBB verweisen zwar auch auf die damit verbundenen Einnahmeausfälle, der Personenverkehrschef zeigt sich aber in einem Interview durchaus aufgeschlossen:
"Das könnte man sich überlegen."
[www.nzz.ch]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.18 09:03.
...... 340 Franken im Monat ganz kostenlos ....
nur mal so nebenbei, entweder ist etwas kostenlos oder man bezahlt jeden Monat 340 Fr was ganz und gar nicht kostenlos oder auch nur billig ist - sorry !

Übrigens sehr viele Leute haben ein GA nicht weil sie es rausschlagen können sonder da für das Lösen eines Billettes ein Hochschulstudium nötig ist mit genauen Kenntnissen wo überall Züge durchfahren können. Z.B. wenn ich von Aarau nach Zürich will muss ich Wissen ob mein Zug über
Aarau - Lenzburg - Zürich
Aarau - Lenzburg - Birrfeld - Zürich
Aarau - Brugg - Zürich
fährt. Als Kunde ist es mir aber völlig egal, ich will ja nur nach Zürich. Alle Varianten brauchen andere Billette. Hat man das falsche Billett kommt man in eine Verbrecherkartei und wird von Inkassofirmen genötigt.

Heinz
Warum muss der Thomas Lammpe, nachdem er die gleiche Frage im News gestellt hat und 86 Antworten erhalten hat, dies nochmal im Alpenlandforum breit schlagen????
[www.drehscheibe-online.de]

Unverständliche Grüsse
Christof 421

PS: dieser Beitrag ist gemeldet.
diema2054 schrieb:
Übrigens sehr viele Leute haben ein GA nicht weil sie es rausschlagen können sonder da für das Lösen eines Billettes ein Hochschulstudium nötig ist mit genauen Kenntnissen wo überall Züge durchfahren können. Z.B. wenn ich von Aarau nach Zürich will muss ich Wissen ob mein Zug über
Aarau - Lenzburg - Zürich
Aarau - Lenzburg - Birrfeld - Zürich
Aarau - Brugg - Zürich
fährt. Als Kunde ist es mir aber völlig egal, ich will ja nur nach Zürich. Alle Varianten brauchen andere Billette. Hat man das falsche Billett kommt man in eine Verbrecherkartei und wird von Inkassofirmen genötigt.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Normalreisende einen anderen als den direkten Weg im direkten Schnellzug nimmt (4x stdl. oder öfter)? Das sollte wirklich ein Luxusproblem sein.

Schlimmer wäre es, wenn in jedem dieser vier Züge eine anderer Tarif oder ein anders Bündel von Tarifen gälte mit der zusätzlichen Besonderheit, daß in manchen Zügen das Halbtax immer anerkennt wird und in anderen nur bei Auswahl des richtigen Tarifs, wobei je nach genauem Ziel mal die eine Variante oder die andere günstiger ist.
Christof 421 schrieb:
Warum muss der Thomas Lammpe, nachdem er die gleiche Frage im News gestellt hat und 86 Antworten erhalten hat, dies nochmal im Alpenlandforum breit schlagen????
[www.drehscheibe-online.de]
[..]
PS: dieser Beitrag ist gemeldet.
In dem Beitrag im News-Forum stand nichts von der intransparenten und unrealistischen Aufteilung der Einnahmen aus dem Halbtax-Abo und auch nichts von der aufgeschlossenen Haltung der SBB gegenüber einer Abschaffung des Halbtax-Abos. Das wird man bei der Forumsadministration genauso sehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.18 13:11.
in dem Artikel stand, dass die Regierung die GA-Einnahmenaufteilung für intransparent hält, nichts anderes.

Ich kann ebenso der Aussage des Tarifdschungels nicht folgen. Gerade das CH-System ist eines der Einfachsten und Besten. Es gibt eben nur halbe oder ganze Billette. Ansonsten gibt es nichts, höchstens Tageskarten. Ausserdem kann jeder Zug auf der jeweiligen Strecke benutzt werden. Das ist anderswo längst nicht so. Allerdings ist das mit dem Weg manchmal eine Sache. Die Billette werden weggenau ausgestellt. Fährt man über einen anderen Weg als ursprünglich gelöst, muss ein Streckenwechsel besorgt werden. In Zügen mit Zugbegleitung kann man diesen zwar zur Not auch noch beim Zugpersonal erstehen, sofern die jeweilige Relation im Elaz vorhanden ist. In Zügen mit Selbstkontrolle werden dann aber 75CHF+5CHF Fahrpreispauschale, also 80CHF fällig. In diesem Punkt ist CH schon strenger als andere Bahnen. Das hat aber damit zu tun, dass in CH anhand von der Strecke die Einnahmen den TU zugeteilt werden.

Herzliche Grüsse
Martin
Thomas_Lammpe schrieb:
Christof 421 schrieb:
Warum muss der Thomas Lammpe, nachdem er die gleiche Frage im News gestellt hat und 86 Antworten erhalten hat, dies nochmal im Alpenlandforum breit schlagen????
[www.drehscheibe-online.de]
[..]
PS: dieser Beitrag ist gemeldet.
In dem Beitrag im News-Forum stand nichts von der intransparenten und unrealistischen Aufteilung der Einnahmen aus dem Halbtax-Abo und auch nichts von der aufgeschlossenen Haltung der SBB gegenüber einer Abschaffung des Halbtax-Abos. Das wird man bei der Forumsadministration genauso sehen.
Also können wir wie üblich von dir noch mit einem Duzend ähnlicher Beiträge von dir rechnen, die sich im Aufhänger minimal unterschieden, aber alle das gleiche Ziel haben, die exakt selbe Diskussion zum exakt selben Thema noch mal zu beginnen?

Und was hat das ganze jetzt wieder mit deinem Lieblingsthema "Bahncard/Halbtax sind blöd" (weil sie deinen Tarifideen völlig zuwiederlaufen) zu tun? Was interessiert den Kunden, wie jetzt abgerechnet wird? Was würde sich für den Kunden ändern, wenn sich der Verteilschlüssel ändert, aber er weiterhin den exakt gleichen Preis zahlen muss?
Da haben sich vor vielen Jahrzehnten hunderte Unternehmen zusammengetan und gemeinsam eine Lösung gefunden, wie abgerechnet wird. Dass diese Lösung nicht die die transparenteste und die allerbeste ist, ist den Beteiligten wohl auch selber klar. Nur die Lösung funktioniert und alle sind relativ zufrieden. Man kann sich aber denken, was passiert, wenn etwas grundlegend geändert würde, das gäbe einen riesen Streit, weil jeder der vielen Beteiligten, der neu weniger Geld bekäme, die neue Regelung ablehnen würde und stattdessen eine neue Regelung bevorzugen würde, die ihm mehr Geld brächte. Aber anderen natürlich weniger.
Was dir übrigens nicht aufgefallen ist, in dem Teil um die Einnahmenaufteilung den du zitierst, geht es gar nicht direkt um das Halbtax, sondern um das GA (also quasi BC 100). Indirekt betrifft das über die Tageskarte schon das Halbtax durch die Tageskarte, aber nicht nur, es gibt ja auch Tageskarten ohne Halbtax. Und um die direkten Einnahmen für den Kauf des Halbtax, wobei die wegen der Höhe wohl weniger umstritten sind.
Die Haltax-Fahrkarten (abgesehen von den Tageskarten) haben ja im Gegensatz zum GA den Vorteil, dass die gekaufte Strecke ersichtlich ist und so eine einfachere Zuordnung auf die beteiligten Unternehmen möglich ist.

Das gleiche Problem hat man in Deutschland aber auch zigfach, nicht nur bei der BC100, sondern in jeden der vielen Verkehrsverbünde. Ich kaufe eine Tageskarte oder Monatseinnahmen für für den ganzen Verbund, welche Verkehrsmittel ich damit aber nutze, weiss aber niemand wirklich. Fahre ich jetzt mit dem Zug quer durch den Verbund, oder fahre ich nur viele Kurzstrecken mit dem Bus? Nehme ich die U-Bahn oder die S-Bahn? Wieviel Geld bekommt jetzt DB Regio, wieviel andere private EVU, die S-Bahn, der U-Bahn-Betreiber und viele Busunternehmen? Ich denke, da sieht es bezüglich Transparenz bei vielen Verkehrsverbünden wahrscheinlich mindestens so "schlimm" als in der Schweiz bei den GA-Einnahmen.

Zum Problem Aarau-Zürich gäbe es eine "einfach" Lösung genauso wie früher in vor Z-Pass-Zeiten beim direkten Tarif. Damals wurde immer der teure, alte Weg über Brugg abgerechnet...
Mit der in der 1970ern eröffneten Abkürzungsstrecke gab es zwar eine Wahlstrecke im Tarif und nur eine gemeinsame Fahrkarte für beide Wege, so dass man frei Streckenwahl hatte. Aber eben immer zum Preis der Strecke über Brugg.
Jetzt durch die Verbünde sind die Preise für beide Wege unterschiedlich. Wobei Fahrkarten über die längere Strecke in diesem Fall auch auf der kürzeren Strecke gelten. Wer wie früher die freie Streckenwahl haben will, kann also eine Fahrkarte über Brugg kaufen und damit auch über Lenzburg fahren. Die anderen freuen sich, dass sie via Lenzburg nun nicht mehr den Umweg über Brugg bezahlen müssen, dürfen aber auch nicht die Züge über Brugg nutzen.
Übrigens, der stündliche IR über Brugg wird von einem IR über Lenzburg "überholt", sprich man kann via Lenzburg später in Aarau losfahren und ist trotzdem früher in Zürich als via Brugg.
Der GA-Kunde freut sich sowieso, der kann fahren wie er will, "herumstreiten" über den Weg und die Abrchnung dürfen sich dann die Unternehmen in dem obigen intransparentem Verfahren, der Kunde bekommt davon nichts mit.

Gruss

Florian
Ich habe den Betreff in meinem Post angepasst und empfehle Thomas, dies in seiner Überschrift ebenso zu tun.
Sonst kann suggeriert werden, dass diese Abonnemente für den Kunden intransparent und unrealistisch seien, was aber nicht der Fall ist. Das zeigt auch die hohe Beliebtheit von Halbtax und GA bei uns.

Wie der VÖV und die einzelnen TU das untereinander aufteilen, ist Sache des BAV und nicht das Problem des Kunden.
kmueller schrieb:
diema2054 schrieb:
Übrigens sehr viele Leute haben ein GA nicht weil sie es rausschlagen können sonder da für das Lösen eines Billettes ein Hochschulstudium nötig ist mit genauen Kenntnissen wo überall Züge durchfahren können. Z.B. wenn ich von Aarau nach Zürich will muss ich Wissen ob mein Zug über
Aarau - Lenzburg - Zürich
Aarau - Lenzburg - Birrfeld - Zürich
Aarau - Brugg - Zürich
fährt. Als Kunde ist es mir aber völlig egal, ich will ja nur nach Zürich. Alle Varianten brauchen andere Billette. Hat man das falsche Billett kommt man in eine Verbrecherkartei und wird von Inkassofirmen genötigt.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Normalreisende einen anderen als den direkten Weg im direkten Schnellzug nimmt (4x stdl. oder öfter)? Das sollte wirklich ein Luxusproblem sein.

Schlimmer wäre es, wenn in jedem dieser vier Züge eine anderer Tarif oder ein anders Bündel von Tarifen gälte mit der zusätzlichen Besonderheit, daß in manchen Zügen das Halbtax immer anerkennt wird und in anderen nur bei Auswahl des richtigen Tarifs, wobei je nach genauem Ziel mal die eine Variante oder die andere günstiger ist.
Es gibt einen anderen Grund das GA zu kaufen, obwohl man es nicht herausschlägt. Ich gehöre auch zu diesen. Ich bin damit voll flexibel. Kann jederzeit die Route wechseln und über eine andere weiterfahren. Ich muss nicht schon zu Beginn der Fahrt genau festlegen bis wo ich fahre.

Dann liest man immer wieder, das GA sei zu billig und weist auf die Langstreckenpendler hin. Zu denen gehöre ich nun wirklich nicht. Auch fahre ich lieber in nicht so vollen Zügen und mede daher die Spitzenzeiten.

Uebrigens haben viele Leute auch beim Telefon eine flatrate.

Gruss
Ernst

Abrechnungspraxis

geschrieben von: Christof 421

Datum: 25.02.18 16:22

Hallo Florian,

ich wurde letztens mehrfach gefragt, speziell von der RhB, von wo nach wo ich fahre.
Ich sage dann immer Anfangsort der Fahrt sowie endgültiger Zielort, also Ende der Tour.

Demzufolge kann dann die RhB ausrechnen, wieviel % an Fahrgeld ihnen zusteht und wieviel der anschliessend benützten SBB.
Gleiches letzte Woche: ich kaufe eine Spartageskarte im Internet.
Als ich von der Tour zurück komme, habe ich ein Mail vom Verband öffentlicher Verkehr auf dem Rechner, ich hätte eine Spartageskarte gekauft, ob ich so nett wäre, die gefahrenen Strecken und Umsteigeorte zu Abrechnungszwecken bekannt zu geben, verbunden mit einem Gewinnspiel.
Das habe ich dann gemacht, denn ich habe die BVB, die SBB, die ZB, die BLS und dann wieder die SBB und BVB benützt.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Thomas_Lammpe schrieb:
Das BAV ist zwar soweit ich weiß nicht das Verkehrsministerium,
Tu uns doch wirklich bitte mal den Gefallen, dich nicht über Dinge zu äussern, über die du absolut keine Ahnung hast!

Das Wort Ministerium wird in der Schweiz nicht verwendet. Aber man verlinkt auch keine deutschen Zeitungen, wenn es um Schweizer Themen geht. Das am Schluss angesprochene "Merkblatt" ist auch kein Merkblatt, sondern ein simpler Newsletter (BAV-News).
Aber was glaubst denn du, was das BAV ist? Das heisst Bundesamt für Verkehr und ist sehr wohl das, was man in Deutschland als Verkehrsministerium bezeichnen würde! Die Vorsteherin des BAV ist die Verkehrsministerin, eines der sieben Mitglieder des Bundesrats, also der Regierung (politische Exekutive).

Und ein weiteres Beispiel, dass du absolut keine Ahnung über die Verhältnisse in der Schweiz hast, ist der Rest des Beitrags sowieso. Es ist schon bezeichnend, dass diese Aussage auch nur von einer deutschen Zeitung aufgegriffen wird. Das sollte dir eigentlich zu denken geben. Es ist in der Schweiz nunmal Konsens, dass es ein gemeinsames Billettangebot gibt, an dem alle mitmachen müssen. Das GA wird auch nirgends in Frage gestellt. Und solange die Transportunternehmen mit dem Verteilschlüssel des GA zufrieden sind, wird sich das BAV dafür auch nicht interessieren. Der Verteilschlüssel wird im VöV festgelegt und da sind alle Transportunternehmen beteiligt. Also jeder, der Geld vom GA-Topf erhält, kennt diesen Verteilschlüssel, womit es keineswegs intransparent ist. Es reicht ja, wenn es für die Beteiligten transparent ist. Es sind deren Einnnahmen, nicht die des BAV. Im Gesetz steht eindeutig, dass die Transportunternehmen sich selbst um die Schaffung gemeinsamer Billette kümmern müssen; und nicht das BAV. Dies wird mit CH-direct beim Verband aller Transportunternehmen, dem VöV, entsprechend durchgeführt. Das BAV hat es erst zu interessieren, wenn ein Unternehmen nicht bei CH-direct mitmacht, obwohl das Gesetz dazu verpflichtet.


Nun nochmal die Aufforderung an dich, dich endlich mal über die Verhältnisse in der Schweiz eingehend zu informieren, bevor du dich wieder mit Schweizer Themen befasst, Danke!

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg
Twindexx schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Das BAV ist zwar soweit ich weiß nicht das Verkehrsministerium,
Tu uns doch wirklich bitte mal den Gefallen, dich nicht über Dinge zu äussern, über die du absolut keine Ahnung hast!

Das Wort Ministerium wird in der Schweiz nicht verwendet. Aber man verlinkt auch keine deutschen Zeitungen, wenn es um Schweizer Themen geht. Das am Schluss angesprochene "Merkblatt" ist auch kein Merkblatt, sondern ein simpler Newsletter (BAV-News).
Aber was glaubst denn du, was das BAV ist? Das heisst Bundesamt für Verkehr und ist sehr wohl das, was man in Deutschland als Verkehrsministerium bezeichnen würde! Die Vorsteherin des BAV ist die Verkehrsministerin, eines der sieben Mitglieder des Bundesrats, also der Regierung (politische Exekutive).

Und ein weiteres Beispiel, dass du absolut keine Ahnung über die Verhältnisse in der Schweiz hast, ist der Rest des Beitrags sowieso. Es ist schon bezeichnend, dass diese Aussage auch nur von einer deutschen Zeitung aufgegriffen wird. Das sollte dir eigentlich zu denken geben. Es ist in der Schweiz nunmal Konsens, dass es ein gemeinsames Billettangebot gibt, an dem alle mitmachen müssen. Das GA wird auch nirgends in Frage gestellt. Und solange die Transportunternehmen mit dem Verteilschlüssel des GA zufrieden sind, wird sich das BAV dafür auch nicht interessieren. Der Verteilschlüssel wird im VöV festgelegt und da sind alle Transportunternehmen beteiligt. Also jeder, der Geld vom GA-Topf erhält, kennt diesen Verteilschlüssel, womit es keineswegs intransparent ist. Es reicht ja, wenn es für die Beteiligten transparent ist. Es sind deren Einnnahmen, nicht die des BAV. Im Gesetz steht eindeutig, dass die Transportunternehmen sich selbst um die Schaffung gemeinsamer Billette kümmern müssen; und nicht das BAV. Dies wird mit CH-direct beim Verband aller Transportunternehmen, dem VöV, entsprechend durchgeführt. Das BAV hat es erst zu interessieren, wenn ein Unternehmen nicht bei CH-direct mitmacht, obwohl das Gesetz dazu verpflichtet.


Nun nochmal die Aufforderung an dich, dich endlich mal über die Verhältnisse in der Schweiz eingehend zu informieren, bevor du dich wieder mit Schweizer Themen befasst, Danke!
Danke für die Erklärung. Ich habe bewusst 'soweit ich weiß' geschrieben, da ich wie du richtig schreibst, keine Ahnung vom schweizer politischen System habe. Das und auch das Zitat aus einer deutschen Zeitung ändern aber nichts daran, dass die Verteilung der GA-Gelder vom BAV als "intransparent und nicht ganz realistisch" bezeichnet wurden.
Thomas_Lammpe schrieb:
Danke für die Erklärung. Ich habe bewusst 'soweit ich weiß' geschrieben, da ich wie du richtig schreibst, keine Ahnung vom schweizer politischen System habe. Das und auch das Zitat aus einer deutschen Zeitung ändern aber nichts daran, dass die Verteilung der GA-Gelder vom BAV als "intransparent und nicht ganz realistisch" bezeichnet wurden.
Nur nochmal, was soll es? Dem Kunden kann es völlig egal, wie dieser Verteilschlüssel funktioniert, da es für ihn keinerlei Auswirkung hat. Er geht an den Schalter/Automat/Computer und kauft seine Karte. Wieviel seine Geldes jetzt jedes der hundert Betreiligten Unternehmen bekommt und ob Unternehmen X auf Kosten von Unternehmen Y jetzt 5 Rappen zuviel bekommt ist ihm völlig egal.
Stören kann sich am intransparenten Verhalten nur eines der Unternehmen. Aber solange offenichtlich alle zufrieden sind und EVU Y, dass 5 Rappen zu wenig bekommt, sich nicht dagegen wehrt, warum soll man etwas ändern? Und eine Änderung wäre wohl alles andere als lustig, es geht ja nicht nur um Bahnen, sondern auch um Busse, Strassenbahnen, Schiffe, Seilbahnen. Da einen neuen Verteilsschlüssel finden, denn sämtliche Unternehmen akzeptieren, dürfte sehr schwer werden. Zumindest so lange alle mit dem alten mehr oder weniger zufrieden sind und kein Beteiligter Handlungsbedarf sieht. Und im Gegensatz zu einem Verkehrsverbund gibt es keine übergeordnete Stellen, auf dessen Beststellerentgelte die Beteiligten angewiesen und der so Druck über die Finanzen ausüben kann.

Die Aussage steht allerdings ggf. wirklich im Zusammenhang mit den Fernbussen, da das System recht träge ist und sich die Einnahmeschlüssel erst im Laufe der Zeit ändern. Sie beruhen ja in erster Linie auf Fahrgastbefragungen zu den Reisewegen der Fahrgäste. Und die gibt es natürlich erst nach Betriebsbeginn, d.h. ein neues Angebot kann erst mal eine "Durststrecke" haben bis die nächste Anpassung kommt. Bei einem "normalen" Eisenbahnunternehmen kaum ein Problem, aber allenfalls ein Fernbusanbieter mit dünner Kapitaldecke könnte Probleme bekommen.
Allerdings dürften GA-Kunden im Fernbus nur die Ausnahme auf wenigen Relationen die zufällig attraktiv sind. In den meisten Fällen hat der GA-Kunde keinen Grund, einen reservierungsplichten Fernbus zu nehmen, wenn der Zug ihn sehr viel häufiger und auch schneller ans Ziel bringt. Daher dürfte der GA-Topf für Fernbusse finanziell weitgehend irrelevant sein.
Anders ist es bei Halbtaxkunden, die ggf. per Bus billiger fahren. Aber die sind viel unproblematischer, da dank dokumentierten Fahrweg natürlich die Einnahmenaufteilung klarer ist und nur der im Vergleich zum GA geringen Preis der Grundkarte per "Vermutung" aufgeteilt werden muss.

Gruss

Florian



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.18 00:22.
Florian Ziese schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Danke für die Erklärung. Ich habe bewusst 'soweit ich weiß' geschrieben, da ich wie du richtig schreibst, keine Ahnung vom schweizer politischen System habe. Das und auch das Zitat aus einer deutschen Zeitung ändern aber nichts daran, dass die Verteilung der GA-Gelder vom BAV als "intransparent und nicht ganz realistisch" bezeichnet wurden.
Nur nochmal, was soll es? Dem Kunden kann es völlig egal, wie dieser Verteilschlüssel funktioniert, da es für ihn keinerlei Auswirkung hat. Er geht an den Schalter/Automat/Computer und kauft seine Karte. Wieviel seine Geldes jetzt jedes der hundert Betreiligten Unternehmen bekommt und ob Unternehmen X auf Kosten von Unternehmen Y jetzt 5 Rappen zuviel bekommt ist ihm völlig egal.
Stören kann sich am intransparenten Verhalten nur eines der Unternehmen. Aber solange offenichtlich alle zufrieden sind und EVU Y, dass 5 Rappen zu wenig bekommt, sich nicht dagegen wehrt, warum soll man etwas ändern? Und eine Änderung wäre wohl alles andere als lustig, es geht ja nicht nur um Bahnen, sondern auch um Busse, Strassenbahnen, Schiffe, Seilbahnen. Da einen neuen Verteilsschlüssel finden, denn sämtliche Unternehmen akzeptieren, dürfte sehr schwer werden. Zumindest so lange alle mit dem alten mehr oder weniger zufrieden sind und kein Beteiligter Handlungsbedarf sieht. Und im Gegensatz zu einem Verkehrsverbund gibt es keine übergeordnete Stellen, auf dessen Beststellerentgelte die Beteiligten angewiesen und der so Druck über die Finanzen ausüben kann.

Die Aussage steht allerdings ggf. wirklich im Zusammenhang mit den Fernbussen, da das System recht träge ist und sich die Einnahmeschlüssel erst im Laufe der Zeit ändern. Sie beruhen ja in erster Linie auf Fahrgastbefragungen zu den Reisewegen der Fahrgäste. Und die gibt es natürlich erst nach Betriebsbeginn, d.h. ein neues Angebot kann erst mal eine "Durststrecke" haben bis die nächste Anpassung kommt. Bei einem "normalen" Eisenbahnunternehmen kaum ein Problem, aber allenfalls ein Fernbusanbieter mit dünner Kapitaldecke könnte Probleme bekommen.
Allerdings dürften GA-Kunden im Fernbus nur die Ausnahme auf wenigen Relationen die zufällig attraktiv sind. In den meisten Fällen hat der GA-Kunde keinen Grund, einen reservierungsplichten Fernbus zu nehmen, wenn der Zug ihn sehr viel häufiger und auch schneller ans Ziel bringt. Daher dürfte der GA-Topf für Fernbusse finanziell weitgehend irrelevant sein.
Anders ist es bei Halbtaxkunden, die ggf. per Bus billiger fahren. Aber die sind viel unproblematischer, da dank dokumentierten Fahrweg natürlich die Einnahmenaufteilung klarer ist und nur der im Vergleich zum GA geringen Preis der Grundkarte per "Vermutung" aufgeteilt werden muss.

Gruss

Florian
Die GA- und TK-Verteilschlüssel betrifft nicht nur EVU, auch Busunternehmen, wie z.B. die PAG, die AFA, die ABM und Andere, Schiffsunternehmen wie die NLM, die CGN, die BSG und Andere sowie Seilbahnunternehmen wie die Rigibahnen. Aus diesem Grund wird in CH meist von Transportunternehmungen (TU) gesprochen, von EVU hingegen nicht so oft. Ansonsten hast Du aber Recht.

Einverstanden ebenso, dass der Grossteil der GA-Kunden wohl weiterhin mit dem Zug reisen wird, in Begleitung von nicht GA-Kunden kann es aber durchaus auch GA-Kunden im Fernbus geben. Ebenso könnten gerade Mobilitätseingeschränkte Reisende den Fernbus vorziehen, wo dieser direkt fährt, sie bei der Bahn hingegen umsteigen müssen, wie z.B. von Bern nach Montreux.

Die GA-Verteilschlüssel werden meineswissens alle paar Jahre neu festgelegt, dies nicht nur mittels Befragungen sondern auch mittels Frequenzerhebungen. Meineswissens muss jeder Kurs 5x im Jahr erfasst werden, 3x Werktags, 1x am Samstag und 1x am Sonntag. Bei diesen wird eben jeder Reisende nach Fahrausweisart und Reiseweg erfasst. Bei Pauschalfahrausweisen wie GA, SwissTravelPass oder Tageskarten wird der Reisende dann nach dem Weg befragt, bei den anderen Fahrausweisen hingegen nicht, da bei diesen der Weg ja ersichtlich ist.

Bei diesem Verteilschlüssel geht es um Millionen. Ein Prozentpunkt Verschiebung bedeutet schon wieder Millionen mehr oder weniger für ein TU. Deswegen sind bei diesem Verteilschlüssel die Begehrlichkeiten gross. TU mit einem grossen GA-Benutzungsgrad wie die MOB, die BLS, die SBB profitieren. TU mit kleinem GA-Nutzeranteil haben das Nachsehen, so stöhnt die AFA z.B. dass beim Lenkbus nur sehr wenig aus dem GA-Topf bekommen. Ich sehe aber auch ganz klar den Grund: Auf der MOB gibt es viele Pendler mit BeoAbo und GA. Ausserdem gibt es bei schönen Tagen wieder Tagesausflügler mit GA, die Zweisimmen-Montreux fahren, ggf auch bis Lenk. Aber von diesen fahren dann nicht so viele mit dem GA dann noch in Lenk mit dem Bus weiter zu den Simmenfällen, auf den Bühlberg oder zur Iffigenalp. Auf diesen Linien ist der Pendleranteil sehr klein und nur in der Hochsaison haben sie viele Ausflügler, von denen aber auch nicht alle das GA haben. So kommt der Schlüssel zustande.

Herzliche Grüsse
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.18 06:57.

Re: Abrechnungspraxis

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 26.02.18 08:09

Christof 421 schrieb:
Hallo Florian,

ich wurde letztens mehrfach gefragt, speziell von der RhB, von wo nach wo ich fahre.
Ich sage dann immer Anfangsort der Fahrt sowie endgültiger Zielort, also Ende der Tour.

Demzufolge kann dann die RhB ausrechnen, wieviel % an Fahrgeld ihnen zusteht und wieviel der anschliessend benützten SBB.
Gleiches letzte Woche: ich kaufe eine Spartageskarte im Internet.
Als ich von der Tour zurück komme, habe ich ein Mail vom Verband öffentlicher Verkehr auf dem Rechner, ich hätte eine Spartageskarte gekauft, ob ich so nett wäre, die gefahrenen Strecken und Umsteigeorte zu Abrechnungszwecken bekannt zu geben, verbunden mit einem Gewinnspiel.
Das habe ich dann gemacht, denn ich habe die BVB, die SBB, die ZB, die BLS und dann wieder die SBB und BVB benützt.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Das Erstere ist die Frequenzerfassung per Micronic. Diese Methode muss bei jedem Zug fünf mal jährlich gemacht werden. Genau, da soll eben Anfangs- und Zielort der gesamten Tour genannt werden und nicht des gerade benutzten Zuges.

Die Frequenzerfassung per Micronic dient u.A. zur Berechnung des GA-Verteilschlüssels aber nicht nur. Da werden auch die allgemeinen Reisendenfrequenzen erfasst. Ausserdem wird erfasst, wie stark sich der jeweilige Zug rechnet. Diese Daten wollen die Kantone, damit sie sehen, wieviel sie zuschiessen müssen und aber auch die Bahnverwaltungen brauchen diese Zahlen um eben auszurechnen, wie hoch ihr Kostendeckungsgrad ist und keine Ahnung, was sonst noch alles.

Das Zweite dient wohl mehr oder weniger einzig und allein zur Ermittlung des Verteilschlüssels.

Herzliche Grüsse
Martin
Zitat:
Ganz konkret will [Preisüberwacher] Meierhans einen neuen Verteilschlüssel. Einfliessen in die Berechnung sollte etwa welches Unternehmen wie stark von gestiegenen Kosten betroffen ist. Auch Ausgleichszahlungen zwischen besser und schlechter gestellten Verkehrsunternehmen möchte Meierhans prüfen. Ziel seines Reformvorhabens: die Preise sollen weniger stark steigen als bisher.

[www.srf.ch]
Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
Ganz konkret will [Preisüberwacher] Meierhans einen neuen Verteilschlüssel. Einfliessen in die Berechnung sollte etwa welches Unternehmen wie stark von gestiegenen Kosten betroffen ist. Auch Ausgleichszahlungen zwischen besser und schlechter gestellten Verkehrsunternehmen möchte Meierhans prüfen. Ziel seines Reformvorhabens: die Preise sollen weniger stark steigen als bisher.

[www.srf.ch]
Ich denke, so ganz unrecht hat er nicht. Ob seine Vorschläge aber die Verteilung verbessern oder nur verkomplizieren und verbürokratiesieren bleibt abzuwarten. Gute Vorschläge kann man immer machen, sind auch durchaus erwünscht. Was daraus wird, ist immer eine andere Frage. Der Denkansatz ist sicherlich nicht schlecht, was aber schlussendlich daraus wird und was nach der Ausgestaltung herauskommt, ist eine andere Frage. Aber prüfenswert ist dieser Vorschlag schon. In der Tat gibt es im öV CH Unternehmen, denen es besser geht (SBB, ZB, BLS, MOB, MGB, PAG) und Unternehmen, denen es schlechter geht (CJ, TPC, NtStC).

Herzliche Grüsse
Martin