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? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Rudolf

Datum: 25.12.17 10:29

Hallo,

seit Fahrplanwechsel fahren die neuen Westbahnzüge nach Wien-Praterstern.

Wie läuft der Betrieb?

Danke.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: WBC

Datum: 25.12.17 13:44

Die Züge sind pünktlich und zumindest ab/bis Meidling bzw. Hauptbahnhof voll ausgelastet. Es gibt aber fallweise auch Züge die bereits ab dem Praterstern gut ausgelastet sind - wird aber vielleicht mit dem Ferienverkehr zusammenhängen. Wie es mit der "normalen" Auslastung ausschaut wird man wohl erst nach den Weihnachtsferien sehen.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: J-C

Datum: 25.12.17 13:45

Naja, zwischen Praterstern und Hauptbahnhof schwimmen sie eigentlich gut mit, sind halt technisch gesehen S-Bahnzüge. Noch dazu bei dem geringen Fahrgastwechsel. Seitdem die Anzeiger darüber informieren, dass dort nur Westbahnfahrscheine gelten und bei Richtung Praterstern ohnehin angesagt und angezeigt wird, dass man nicht einsteigen solle, ist der Fahrgastwechsel ohnehin recht klein. Es wird von einer eher spärlichen Auslastung auf der Stammstrecke berichtet.

Beim Praterstern ist es freilich leicht problematisch, wenn die Züge dort ein Gleis längere Zeit belegen und das Gleisfeld bei der Ausfahrt kreuzen

Aber solche Gruselgeschichten von wegen die Westbahn wird vorgelassen, damit sie ja nicht verspätet ist, sind ganz sicher nicht eingetreten ;-)

...und da war wer schneller.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:25:13:46:48.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: santos.l.helper

Datum: 25.12.17 18:16

Die Westbahn Züge sind vorallem aus dem Grund pünktlich und schwimmen sehr gut mit weil sie wohl auch die Fahrzeuge mit der besten Beschleunigung sind welche planmässig dort verkehren (meiner Meinung nach für die ÖBB absolut traurig und sollte vielleicht endlich einmal zum Nachdenken anregen welche Fahrzeuge für eine innerstädtische Schnellverbindung geeignet sind), wenn kommt es eher vor dass die Westbahn auf die voir ihr fahrenden Schnellbahn bzw. Regionalzüge aufläuft als umgekehrt...

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: J-C

Datum: 25.12.17 18:41

Hast du denn konkrete Daten?

Ich finde für den Desiro ML eine Beschleunigung von bis zu 1,1 m/s². Ist ident mit den KISS der Zürcher S-Bahn.

Freilich hat der KISS der BLS - aka MUTZ - eine Beschleunigung von 1,3 m/s². Der KISS1 (4010) der Westbahn hingegen hat nur eine Beschleunigung von 0,85 m/s².

Die Frage, welche Beschleunigung hat der 4110 und ist das wirklich so erheblich?

Die 4020er werden perspektivisch eh verschwinden, was in einer Hauruck-Aktion jedoch sicher nicht gelingen wird. Die Wieselzüge könnte man hingegen tatsächlich mal gegen neues Material tauschen - wenn für den Bestand eine neue Verwendung gefunden wird und das Land NÖ dem zustimmt, immerhin hat es diese Züge zu größten Teilen kofinanziert.

Klar, ist natürlich förderlich, dass die Westbahn einen S-Bahnzug hat, aber dass der Zug so viel besser ist, als das, was sonst dort fährt, glaube ich nicht.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: santos.l.helper

Datum: 25.12.17 19:02

Die DOSTO werden wenn die Gerüchte darüber stimmen wohl früher verschwinden als allen in Wien und Umgebung lieb sein wird, damit hätten wir endlich das unsägliche Konzept mit doppelstöckigen Garnituren bei gleicher Zuglänge mehr Kapazität anzubieten endlich auch erfolgreich aus den Gehirnen der österreichischen Bevölkerung verbannt...
Auch wenn die Beschleunigung am Papier vielleicht gut ist, spätestens wenn man sich vorrechnet das ein Doppelstöckiger Zug dieselben Beschleunigungswerte zusammenbringt wie ein einstöckiger Desastro könnte man es zumindest versuchen die rosarote Brille abzunehmen.
Und das die Westbahn Züge zwischen Wien Mitte und Rennweg und dann gleich wieder vor Quartier Belvedere gerne auf die ÖBB Züge auflaufen ist so einfach mal mitfahren.
Und ich würde wirklich gerne mal sehen wo der Fahrgastwechsel schneller und flüssiger funktioniert wenn Westbahn KISS und ÖBB Desiro ML nebeneinander in Wien Mitte stehen (natürlich bei ähnlicher Frequenz in beiden Zügen)
Und das die Desiro ML ein "Vollholler" (bitte das Wort googlen wers nicht versteht) vor allem auf der Wiener Stammstrecke (und Richtung Flughafen gleich noch mehr) sind sollte sich auch der größte Fanboy der ÖBB endlich eingestehen.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Rudolf

Datum: 25.12.17 22:25

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten.

Ist der neue Westbahn-Zug druckdicht oder tuen die Ohren weh, wenn er in den Tunnel fährt?

Danke.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Klosterwappen

Datum: 25.12.17 22:49

Westbahn ist druckdicht, sonst dürfte sie nicht über die NBS fahren.

Ich fuhr vor etwa 10 Tagen einmal Wien Mitte - St. Pölten, da war die Auslastung sehr überschaubar, vielleicht ab Meidling 20%.
Jedenfalls in dieser Relation ist die WB nahezu doppelt so teuer wie die ÖBB mit VC (€ 9,90 zu € 5,50).
Mehrmals sah ich WB Züge auf der Stammstrecke; da war die Auslastung stets sehr gering, mit vielleicht 20 Fahrgästen im gesamten Zug. Westbahn plus augenscheinlich immer leer.

Einzig einmal sah ich einen recht gut gefüllten Wagen, da dürfte eine Gruppe unterwegs gewesen sein.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: J-C

Datum: 26.12.17 07:51

Druckertüchtigt, nicht druckdicht.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: JochenK

Datum: 26.12.17 14:59

@santos.l.helper

Dont feed the J-C Troll... unser Numerus clausus Flüchtling J-C
lebt in seiner eigenen Welt.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:26:15:42:09.

Stammstrecke

geschrieben von: J-C

Datum: 26.12.17 16:01

santos.l.helper schrieb:
Die DOSTO werden wenn die Gerüchte darüber stimmen wohl früher verschwinden als allen in Wien und Umgebung lieb sein wird, damit hätten wir endlich das unsägliche Konzept mit doppelstöckigen Garnituren bei gleicher Zuglänge mehr Kapazität anzubieten endlich auch erfolgreich aus den Gehirnen der österreichischen Bevölkerung verbannt...
A) Haben wir erstmal nur Gerüchte.
B) Wieso unsäglich? Die Züge sind doch ganz gut in ihrem Einsatzgebiet, welches primär in der Versorgung des Umlandes liegt. Ich wage zu behaupten, dass man das mit einstöckigen Garnituren nicht so abbilden kann.
Zitat:
Auch wenn die Beschleunigung am Papier vielleicht gut ist, spätestens wenn man sich vorrechnet das ein Doppelstöckiger Zug dieselben Beschleunigungswerte zusammenbringt wie ein einstöckiger Desastro könnte man es zumindest versuchen die rosarote Brille abzunehmen.
Ich habe da keine rosarote Brille, dadurch sähe ich auch eher schlecht. Fakt ist, dass ich nicht weiß, wozu man eine höhere Beschleunigung so dringend braucht.

Zitat:
Und das die Westbahn Züge zwischen Wien Mitte und Rennweg und dann gleich wieder vor Quartier Belvedere gerne auf die ÖBB Züge auflaufen ist so einfach mal mitfahren.
Wahrscheinlich läuft der auf einen Wiesel dann auf. Dass ein Pendelzug schlechter beschleunigt als ein Triebzug ist jetzt auch nichts neues.

Ich glaube man würde sofort andere Wagen als die Wiesel einsetzen... wenn man denn welche hätte.

Und bei dem Cityjet glaub ich dir einfach nicht, dass da die Westbahn auf den auflaufen sollte.

Eher wegen dem Fahrgastwechsel, der bei den ÖBB im Gegensatz zur Westbahn keine Einbahnstraße ist und deswegen schneller ist...
Zitat:
Und ich würde wirklich gerne mal sehen wo der Fahrgastwechsel schneller und flüssiger funktioniert wenn Westbahn KISS und ÖBB Desiro ML nebeneinander in Wien Mitte stehen (natürlich bei ähnlicher Frequenz in beiden Zügen)

Wird es, weil bei den ÖBB-Zügen Ein- UND Aussteiger sind und bei den Westbahnzügen nur Ein- ODER Aussteiger sind. Natürlich geht das schneller, no na... Dazu ist die Frequentierung der Züge auf der Stammstrecke recht übersichtlich. Da könnte man 5 ÖBB-Abteilwagen hinklatschen und man kommt fast in der selben Zeit rein bzw. raus. In sofern, wird man das nie vergleichen können.
Zitat:
Und das die Desiro ML ein "Vollholler" (bitte das Wort googlen wers nicht versteht) vor allem auf der Wiener Stammstrecke (und Richtung Flughafen gleich noch mehr) sind sollte sich auch der größte Fanboy der ÖBB endlich eingestehen.
Ich glaube nicht, dass der Desiro ML generell ein Vollholler war.

Der Vollholler war es, Reihenbestuhlung auf der Stammstrecke für eine gute Idee zu halten...

Andererseits haben die Züge durchaus längere Laufwege und für die Strecken außerhalb der Stammstrecke sind die Züge wiederum recht gut zu gebrauchen. Eben auch zum Flughafen, keine Ahnung, wie du dort ein Problem sehen willst.



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:26:16:11:17.

Re: Stammstrecke

geschrieben von: JochenK

Datum: 26.12.17 19:19

J-C schrieb:
Eben auch zum Flughafen, keine Ahnung, wie du dort ein Problem sehen willst.

Ich garantiere dir, er kennt das Problem auf der Flughafen Schnellbahn aus dem täglichen Morgen und Abend Pendlerverkehr,
bitte keine Expertisen aus deinen Numerus Clausus Reisen mitten am Tag.

Themenpickers in da house - EoD.

geschrieben von: J-C

Datum: 26.12.17 19:48

Da die ursprüngliche Fragestellung eh beantwortet war, werde ich mich nicht mehr an dieser sinnlosen Diskussion beteiligen.

Bevor das zu sehr entgleist...



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:26:19:56:36.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: numi

Datum: 27.12.17 04:24

Klosterwappen
Westbahn ist druckdicht, sonst dürfte sie nicht über die NBS fahren.
Die Westbahn hat ja zwei Varianten der Züge. Die älteren Züge sind nicht druckertüchtigt. Bei dieser Ausstattung geht es um ein Komfortmerkmal das den Druckwechsel innerhalb des Wagens deutlich senkt. Für die NBS ist das jedoch nicht vorgeschrieben. Sicherheitsrelevant ist aber natürlich, dass die Züge die Begegnungen strukturell ohne Probleme überstehen (nennt sich dann druckgeschützt) und die Züge sind auch dementsprechend ausgestattet. Das ist dann Zugangsbedingung für die NBS.

Die neueren Züge der Westbahn sind auch druckertüchtigt. Man bemerkt die Tunnel an den Ohren also deutlich weniger als in den älteren Zügen. Im Vergleich zu einem "richtigen" Schnellzug sind die Druckschwankungen im Fahrzeug jedoch weiterhin deutlich größer. Es gibt hier also auch verschiedene stärken der Druckertüchtigung.

Re: Stammstrecke

geschrieben von: numi

Datum: 27.12.17 04:34

Die Motorisierung der Desiro ML sollte kein Problem darstellen. Auch im Vergleich zum Westbahn Kiss ist der Desiro ML dann doch nochmal besser motorisiert. Insbesondere durch die deutlich höhere Zahl angetriebener Drehgestelle. Somit kann der Desiro ML auch bei schlechteren Wetterbedingungen noch gut beschleunigen während der Westbahn Kiss da so seine Probleme bekommt.

So richtig geeignet für einen S-Bahn Verkehr ist meiner Ansicht nach keines der beiden Fahrzeuge. Man benötigt einfach eine große Zahl an Türen und die ist in beiden Fällen nicht geboten. Bei 75 m hätten es schon mindestens 16 Türspuren sein sollen (besser 18). Aber 12 Türspuren sind definitiv für diesen Einsatzzweck zu wenige.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:27:04:38:51.

Re: Stammstrecke

geschrieben von: kami

Datum: 27.12.17 07:18

J-C schrieb:
Ich glaube nicht, dass der Desiro ML generell ein Vollholler war.
Nicht war sondern ist. War, da die ÖBB die 4746 minimal umbauen bzw. die neuen gleich in modifizierter Form fertigen -> Fehler erkannt. Ist, da der Umbau zwar Stehplätze schafft, gleichzeitig jedoch Griffmöglichkeiten nimmt -> Fehler nicht verstanden. Es werden für die Stehplätze keine Griffmöglichkeiten (Schlaufen von der Decke, Haltestangen, ...) geschaffen; im Gegenteil: die wenigen Griffe an den Kopfstützen werden samt Sitzen entfernt. Ergo wird sich nichts ändern: Der Fahrgast bleibt im Türraum stehen, wo er die Möglichkeit des Festhaltens hat.

J-C schrieb:
Andererseits haben die Züge durchaus längere Laufwege und für die Strecken außerhalb der Stammstrecke sind die Züge wiederum recht gut zu gebrauchen.
Was nützt dies? Die höchste Auslastung haben die S-Bahnen im Wiener Stadtgebiet. Während der HVZ auch in Lastrichtung über die Stadtgrenze. Dann steht man auf den Strecke genauso wie innerhalb Wiens, da der Personenfluss im Fahrzeug durch die Ausstattung mehr behindert als gefördert wird. Daran ändert sich nichts, egal ob zwischen Praterstern und Rennweg oder irgendwo im tiefsten Wein/4. Dort ist ein CJ-Doppel i.d.R. überdimensioniert, so dass der Mangel dort draußen zum Glück nicht auffällt. Von der Auslastung reichtaußerhalb der HVZ eine Einfachgarnitur. Da würde es auch in der Fläche auffallen, dass die 4746/44 unfassbar sinnlos verbaut sind. Dazu die "leder"bezogenen Armstützen, die heute schon durch die vorbeistreifenden Gesäße an den Ecken durchgescheuert sind. Mangelnde Fahrzeugpflege sieht der Kunde dort sofort. Wie werden die Stützen nach zwei weiteren Jahren aussehen?

J-C schrieb:
Eben auch zum Flughafen, keine Ahnung, wie du dort ein Problem sehen willst.
Noch nie lustiges Koffer-Tetris erlebt? Gerade Richtung Flughafen sind die 4746 oder gar 4744 mehr als ungeeignet aufgrund des fehlenden Stauraums für größere Gepäckstücke, nur wenigen Möglichkeiten, Koffer zwischen zwei Rückenlehnen zu stellen, mit Koffern überhaupt in die schmalen Gäng zu kommen, ...

numi schrieb:
Bei 75 m hätten es schon mindestens 16 Türspuren sein sollen (besser 18). Aber 12 Türspuren sind definitiv für diesen Einsatzzweck zu wenige.
Wiener wurden seit Jahrzehnten auf 12 Spuren trainiert. Das klappt ganz gut, wenn hinter der Tür genug Verteilmöglichkeiten sind. 18 nützen in Wien nicht viel: Lieblingsdisziplin im Wiener ÖPNV: Andertürstehenbleiben. Am besten der erste, der ins Fahrzeug einsteigt. Tagtäglich in der U-Bahn zu erleben.

Dass die ÖBB teils mit 10 oder gar 8 Doppeltüren auf 150m arbeiten, zeigt deren Verständnis von Personenfluss und kurzen Stationsaufenthalten.

Re: Stammstrecke

geschrieben von: Klosterwappen

Datum: 28.12.17 14:50

Ich habe den Eindruck, dass die Tfz der Westbahn auf der Stammstrecke sehr defensiv unterwegs sind.
Das ist ein rein subjektiver Eindruck.
M.E. wäre da durchaus mehr drinnen, teilweise schleichen sie extrem langsam in die Stationen.
Vielleicht liegt das an der neuen und noch ungewohnten Strecke?

Re: Stammstrecke

geschrieben von: 2095_010

Datum: 29.12.17 19:03

Das Schleichen wird wohl zum Teil an der PZB 90 liegen und die ist das größte Nadelöhr auf der Wiener Stammstrecke.

Die 6 Doppeltüren je Seite finde ich auf der Wiener Stammstrecke als ausreichend (ist nunmal keine klassische S-Bahn), denn außerhalb von Wien würde alles andere zu viele Sitzplätze kosten. Da sind durchdachte Auffangbereiche im Einstiegsraum wesentlich wichtiger.

Am Praterstern macht speziell zu den Stoßzeiten der belegte Bahnsteig 4 schon Probleme. Der real mögliche Takt wandert Richtung 3-4 Minuten.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Polarfuchs

Datum: 08.01.18 21:37

Ich bin letzte Woche mit der Westbahn von Wels zum Praterstern gefahren. Ich bin bisher noch nicht mit deren neuen Zügen gefahren und ich muss sagen ich bin sehr positiv überrascht, es ist jetzt für mich genauso angenehm, mit der Westbahn zwischen Wien und St. Pölten zu fahren wie mit den ÖBB-Zügen. Auch die Verbindung zum Praterstern hat was für sich, wenn man ohne Umsteigen direkt zum Prater fahren kann. Was allerdings aufgefallen ist, ist die ständige Warnung an Leute, die zusteigen möchten. Es wird wohl noch etwas dauern, bis es bei einem Großteil der S-Bahn-Benutzer angekommen ist, dass man jetzt nicht mehr einfach in jeden Zug einsteigen darf. Wie sich das auf die Freundlichkeit des Personals auswirken wird, muss man abwarten, die Weststewardess, die in meinem Waggon gearbeitet hat, war jedenfalls nach nicht mal einem Monat schon extrem genervt von Leuten, die zusteigen wollen ;-)

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Avala

Datum: 09.01.18 07:04

Zitat
Es wird wohl noch etwas dauern, bis es bei einem Großteil der S-Bahn-Benutzer angekommen ist, dass man jetzt nicht mehr einfach in jeden Zug einsteigen darf. Wie sich das auf die Freundlichkeit des Personals auswirken wird, muss man abwarten, die Weststewardess, die in meinem Waggon gearbeitet hat, war jedenfalls nach nicht mal einem Monat schon extrem genervt von Leuten, die zusteigen wollen ;-)
So ein Pech aber auch!

Westbahntüren

geschrieben von: tbk

Datum: 09.01.18 16:21

Rudolf schrieb:

Ist der neue Westbahn-Zug druckdicht oder tuen die Ohren weh, wenn er in den Tunnel fährt?

Die erste serie mit zweiflügligen schwenkschiebetüren nicht. Die zweite serie mit einflügligen schwenkschiebetüren ja.
Die mangelnde druckertüchtigung war der grund, die türen zu ändern (ein nachträglicher umbau ist aber so weit ich weiß nicht geplant).

Stadler formuliert das so: "Der Komfort entspricht in allen Wagen dem Standard der 1. Klasse und wird durch die druckertüchtigte Ausführung und ein Drehgestell-Upgrade weiter erhöht."
[wwwstadlerrailcom-live-01e96f7.s3-eu-central-1.amazonaws.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.18 16:26.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Bahnwalter

Datum: 09.01.18 19:37

Polarfuchs schrieb:
Es wird wohl noch etwas dauern, bis es bei einem Großteil der S-Bahn-Benutzer angekommen ist, dass man jetzt nicht mehr einfach in jeden Zug einsteigen darf. Wie sich das auf die Freundlichkeit des Personals auswirken wird, muss man abwarten, die Weststewardess, die in meinem Waggon gearbeitet hat, war jedenfalls nach nicht mal einem Monat schon extrem genervt von Leuten, die zusteigen wollen ;-)
Wie war (und ist) das eigentlich bei der Strecke außerhalb Wiens sowie im Wiener Westbahnhof und Wien Hütteldorf : Wie häufig kam es da schon vor, dass Fahrgäste, die nur zum ÖBB-Tarif reisen wollten, sich in einen Zug der Privaten west verirrt haben?

Ich habe mir das immer schon immer wieder gedacht: Mir war zwar natürlich von Anfang an bewusst, dass ich mit meinem ÖBB-Ticket nicht in einen west- Zug darf. Aber wer das nicht bereits (z. B. aus den Medien) vorher schon wusste, für den gab es eigentlich keinerlei diesbezügliche Hinweise mehr: In den Fahrplänen (Fahrplanbilder zum Herunterladen ebenso wie die Aushänge im Bahnhof, auf dem alle Abfahrten stehen, Scoty, etc.) fehlte jegliche Fußnote, die auf den anderen Tarif hinweisen würde. Und auf den Abfahrts-Monitoren stand es ursprünglich auch nicht, und mittlerweile steht auf letzteren zwar der Hinweis dabei, aber auch nur abwechselnd mit den angaben sämtlicher Zwischenhalte, und somit immer nur ganz kurz zu sehen. Also wäre es zumindest kein Wunder, wenn es da öfter zu Streitigkeiten zwischen Nur-ÖBB-Ticket-Besitzern (die wie oben beschrieben, nichts davon wussten, dass diese hier nicht gelten) und dem west - Personal gekommen wäre?

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Polarfuchs

Datum: 09.01.18 23:31

Dazu weiß ich leider nichts, allerdings wird wenn ich mich richtig erinnere zumindest im Zug durchgesagt, dass ÖBB- und VOR-Tickets keine Gültigkeit haben. Ich glaube aber schon, dass der Großteil der Reisenden inzwischen darüber Bescheid weiß, dass auf der Westbahn zwei Anbieter verkehren - und für manche ist es ja auch eine durchaus emotionale Entscheidung, einfach aus Prinzip entweder immer oder nie mit der ÖBB/Westbahn zu fahren.

Interessant wäre auch zu wissen, wie sich das neue System des Online- und Automaten-Verkaufs mit der Auswahl eines bestimmten Zuges im Buchungsverlauf auswirkt (auch wenn die Fahrkarten selber meist trotzdem nicht zuggebunden sind).

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: Schienenradler

Datum: 10.01.18 08:30

Zitat:
Wie war (und ist) das eigentlich bei der Strecke außerhalb Wiens sowie im Wiener Westbahnhof und Wien Hütteldorf : Wie häufig kam es da schon vor, dass Fahrgäste, die nur zum ÖBB-Tarif reisen wollten, sich in einen Zug der Privaten west verirrt haben?

Anhand eines Erlebnisses neulich kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein so großes Problem ist...
Ich sitze im ICE nach Wien, der Zug fährt in Linz ein. Am Nachbarbahnsteig warten hunderte Leute auf den um ein paar Minuten verspäteten Railjet nach Wien.
Ich denke mir noch, das wird jetzt voll werden...

Aber mitnichten...:
Grad mal eine Handvoll Leute steigen in den ICE ein, alle anderen warten...

Entweder mussten die alle nach Amstetten oder ins Tullnerfeld, oder die sagten sich: Ich muss in den roten Zug, dieser komische weiße da ist ja kein Railjet, da darf ich nicht rein...
Ich finde, die unterscheiden sich deutlich. Ich finde, der Fahrgast soll schon die Unterscheidung machen, ob auf dem Bahnsteiganzeiger am Ende "west" draufsteht oder eben nicht. Aber ok, wahrscheinlich kommt jemand daher und meint, das dürfe man doch nicht verlangen!

Und dann frage ich mich, wieso wir uns überhaupt sowas antun von wegen, dass es kein Gesetz gibt, nachdem alle EVUs nach einem Einheitstarif genutzt werden können... ich halte es für einen Krampf, mir den entsprechenden Betreiber explizit aussuchen zu müssen. Was ich will ist, eine Fahrkarte kaufen und einfach den nächsten kommenden Zug nehmen.
J-C schrieb:
Und dann frage ich mich, wieso wir uns überhaupt sowas antun von wegen, dass es kein Gesetz gibt, nachdem alle EVUs nach einem Einheitstarif genutzt werden können... ich halte es für einen Krampf, mir den entsprechenden Betreiber explizit aussuchen zu müssen. Was ich will ist, eine Fahrkarte kaufen und einfach den nächsten kommenden Zug nehmen.
Du kannst eh den nächsten Zug nehmen und einsteigen...
Bei der Westbahn geht das eh problemlos, und in der ÖBB-Schnellbahn ist halt ein bissl ein Zuschlag fällig...

Aber wenns irgendwann vielleicht ja doch einmal ein österreichweit gültiges Jahresticket gibt, wird sich das hoffentlich eh erübrigen...
Zitat:
Aber wenns irgendwann vielleicht ja doch einmal ein österreichweit gültiges Jahresticket gibt, wird sich das hoffentlich eh erübrigen...
Solange ihnen nicht jeder einzelne Fahrgast voll abgegolten wird, wird die WESTbahn alles tun um ein solches Ticket nicht akzeptieren zu müssen. Die Einnahmenaufteilung war ihnen ja schon beim VOR zu “unfair“.

Re: ? neue Westbahn-Züge nach Wien-Praterstern

geschrieben von: kmueller

Datum: 10.01.18 12:42

Schienenradler schrieb:
Zitat:
Wie häufig kam es da schon vor, dass Fahrgäste, die nur zum ÖBB-Tarif reisen wollten, sich in einen Zug der Privaten west verirrt haben?

Anhand eines Erlebnisses neulich kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein so großes Problem ist...
Ich sitze im ICE nach Wien, der Zug fährt in Linz ein. Am Nachbarbahnsteig warten hunderte Leute auf den um ein paar Minuten verspäteten Railjet nach Wien.
Ich denke mir noch, das wird jetzt voll werden...

Aber mitnichten...:
Grad mal eine Handvoll Leute steigen in den ICE ein, alle anderen warten...

Entweder mussten die alle nach Amstetten oder ins Tullnerfeld, oder die sagten sich: Ich muss in den roten Zug, dieser komische weiße da ist ja kein Railjet, da darf ich nicht rein...
Viele wollten sicherlich auch nach St.Valentin, das wie Amstetten als Umsteigeknoten fungiert, aber im Gegensatz zu Amstatten zu Zielen innerhalb des Bundeslandes (und Verkehrsverbunds) Oberösterreich. Der ICE wäre nur voll geworden, falls der letzte Railjet davor ausgefallen (bzw. stark verspätet gewesen) wäre.
J-C schrieb:
Ich finde, die unterscheiden sich deutlich. Ich finde, der Fahrgast soll schon die Unterscheidung machen, ob auf dem Bahnsteiganzeiger am Ende "west" draufsteht oder eben nicht. Aber ok, wahrscheinlich kommt jemand daher und meint, das dürfe man doch nicht verlangen!


Es geht bei der Problematik, die ich meine, aber gar nicht darum, ob man ÖBB-Züge von west - Zügen unterscheiden kann (bzw. will / darauf achtet)! Sondern: Es gibt doch mehr als genügend andere Nicht-ÖBB-Züge, auf denen aber sehrwohl trotzdem auch ÖBB-Tickets gelten! Woher soll da jemand, der es nicht bereits vorher schon aus den Medien wusste oder es von jemandem gehört hat, wissen, dass auf den west - Zügen der ÖBB-Tarif gilt, während auf zahlreichen anderen Zügen, die sich optisch genauso stark vom („typischen”) ÖBB-Zug unterscheiden, diese Tickets sehrwohl gelten?

Und bevor jetzt der Einwand kommt „Dann soll man eben in gar keinen Nicht-ÖBB-Zug einsteigen, wenn man nicht weiß, ob das ÖBB-Ticket dort gilt”: Ich denke aber eher an Personen, die schon mal mit einem Nicht-ÖBB-Zug mit ÖBB-Ticket gefahren sind, und gar nicht damit rechnen, dass es auf der selben Strecke Züge gibt, wo das ÖBB-Ticket nicht gilt. Da kann dem Fahrgast hundertmal klar sein, dass es ein west - Zug und kein ÖBB-Zug ist - nützt in dem Fall aber nix.

Ich weiß wie gesagt nicht, bei wievielen Fahrgästen das der Fall ist und war (daher meine Frage gestern) - möglicherweise waren glücklicherweise 99% der Fahrgäste bereits durch Medien oder sonstwen auf den Unterschied aufmerksam gemacht worden. Das ist aber dann eher Glück.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass bei Strecken, wo eben für verschiedene Züge verschiedene Tickets gelten (also eben in den einen nur west - Tickets, in den anderen aber natürlich nur ÖBB-Tickets gelten), das auch im Fahrplan stehen sollte! Und zwar nicht nur, dass es verschiedene Betreiber gibt, sondern eben bei wem welche Tickets gelten.

Aus dem Fahrplanbild-pdf der Strecke 100 kann man im übrigen nichteinmal entnehmen, welcher Zug überhaupt von der ÖBB ist und welcher nicht! Wo ist da bei der Angabe im Spaltenkopf z. B. zwischen „railjet 1262” und „west 956” (noch dazu in der selben Schriftart!) der deutliche Unterschied? Nur die Farbe ist anders (schwarz vs. blau). Aber railjets haben auch andere Farben im Fahrplanbild als die REXe, Rs, und S-Bahnen und trotzdem sind es alles ÖBB-Züge. In der linken oberen Ecke der Fahrplantabelle steht nur „ÓBB / WESTbahn Management GmbH” - aber keinerlei Unterscheidung, welcher der Züge von welchem Betreiber ist. Aber das ist vermutlich eine kleine Bosheit, weil ja die ÖBB bekanntlich die Züge der Konkurrenz nicht ganz freiwillig in ihre Fahrplantabellen aufgenommen hat. (Bei anderen Strecken, wie z. B. beim „CAT” - aber der ist eben kein „böser” Konkurent, sondern eine eigene Tochter - steht ja auch im Fahrplanbild 917 ausdrücklich dabei, dass ein anderer Tarif gilt. Ebenso im Allgemeinen bei Museumsbahnen, soweit sie überhaupt in den Fahrplantabellen der ÖBB enthalten sind.)

Es ist nämlich ein bisserl spät, wenn man erst am Bahnsteig, wenn der Zug einfährt, den Unterschied sehen kann - man will ja eine Reise (grade im Fernverkehr) vielleicht vorher anhand der Fahrplanbilder planen (nicht jeder ist ein Scotty-Fan ;) )



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 17:55.
Bahnwalter schrieb:
Es geht bei der Problematik, die ich meine, aber gar nicht darum, ob man ÖBB-Züge von west - Zügen unterscheiden kann (bzw. will / darauf achtet)! Sondern: Es gibt doch mehr als genügend andere Nicht-ÖBB-Züge, auf denen aber sehrwohl trotzdem auch ÖBB-Tickets gelten! Woher soll da jemand, der es nicht bereits vorher schon aus den Medien wusste oder es von jemandem gehört hat, wissen, dass auf den west - Zügen der ÖBB-Tarif gilt, während auf zahlreichen anderen Zügen, die sich optisch genauso stark vom („typischen”) ÖBB-Zug unterscheiden, diese Tickets sehrwohl gelten?
Ich verstehe nicht ganz, wieso das jetzt plötzlich so ein großes Thema ist? Die Westbahn fährt jetzt bereits seit über 6 Jahren zwischen Wien und Salzburg - ich verstehe ja, dass zu Beginn diese Sorge groß war, aber es scheint zumindest derzeit kein großes Problem für die Fahrgäste zu sein, für die entsprechende Zugfahrt die richtige Fahrkarte zu kaufen. Das heißt natürlich nicht, dass ich dagegen bin, dass man versucht, es zu verbessern - aber ich sehe nicht wirklich, wo das große Problem an der gegenwärtigen Situation liegt.

Und wie auch schon teilweise angesprochen: Der Trend bei den ÖBB geht ohnehin in Richtung Buchung eines bestimmten Zuges, sei es mit Sparschiene-Zugbindung oder mit der Pflicht, selbst beim Automatenkauf einen bestimmten Zug auszuwählen (auch wenn das Ticket auf allen anderen ÖBB-Verbindungen auch gilt). Die Frage ist wohl eher in Zukunft: woher soll der Gelegenheitsfahrgast wissen, dass er auch noch andere Züge verwenden kann und nicht nur den am Automaten ausgewählten ;-)
Man könnte sich aber vorher informieren!

Es ist ein generelles Problem heutzutage. Die Leute wissen alle, können alles und sind die besten.
Aber wehe sie brauchen was, dann sind sie wie die kleinen Kinder und wollen an der Hand geführt werden.
Es gibt das Internet, Telefonauskunft und, man soll es kaum glauben, es gibt auf vielen (ich weiß, nicht auf allen) Bahnhöfen noch Fahrkartenschalter.

Und jetzt dürft ihr mich gerne steinigen.
Aber bedenkt vorher eines. Man kann mit offenen Augen durchs Leben gehen und auch mal was fragen. Dafür sind Bahnbedienstete, egal welcher Bahn da!
Es gibt aber Informationen, die an den entsprechenden Stellen stehen müssten, damit das ganze sinnvoll wäre.

Deswegen gibt es ja z. B. bei den Fahrplanbildern auch die Fußnoten, wo die Gültigkeitstage stehen, also welcher Zug an welchen Tagen fährt. Nach Deiner Argumentation könnte man sich den Aufwand, diese Fußnoten dazuzuschreiben, genausogut sparen. Es könnte dann ja jeder, bevor er plant, einen Zug zu benutzen, die Auskunft anrufen oder am Schalter fragen, an welchen Tagen der Zug fährt.
Tatsächlich ist es aber so, dass darüberhinaus bei den meisten Strecken (z. B. CAT, aber auch diverse Museumsbahnen) sehrwohl auch als zusätzliche Fußnote angegeben ist, wenn ein „besonderer Tarif” gilt. Nur beim Fahrplanbild 100 nicht. (Was wohl an Animositäten wie bereits zuvor erwähnt liegen dürfte - deswegen aber nicht weniger zu kritisieren ist!)

Desweitern gibt es Informationen, die sinnvollerweise auf den Anzeigen am Bahnsteig und auf den Abfahrsmonitoren stehen. Dass seit der Einführung der west - Züge zum Praterstern immerhin auf eben diesen Anzeigen dabeisteht „Nur west-Ticket!” ist ja ein Schritt in die richtige Richtung! Da das bis vor kurzem aber nicht so angezeigt wurde, habe ich mir erlaubt, zu fragen, wieviele Fahrgäste daraufhin mangels entsprechender Informationen sich fälschlicherweise in einen west - Zug verirrt haben.

Wenn diese zusätzliche Information jetzt noch permament zu sehen wäre (und nicht nur abwechselnd mit mehreren „Portionen” von Zwischenhalt-Angaben, und somit immer nur für wenige Sekunden, jeweils nach wesentlich mehr Sekunden, wo diese Info nicht zu sehen ist) - und wenn dann ein Fahrgast einfach nicht darauf schaut - dann und nur dann wäre die Kritik von Brennersee berechtigt.

Ebenso auch bei sonstigen Angaben, die auf Anzeigen bzw. Aushängen klar ersichtlich sind, wenn da ein Fahrgast einfach nicht drauf schaut, selber schuld.

Aber welchen Sinn soll es bitte haben, wenn Informationen, die einfach jeder lesen kann, wenn sie an entsprechender Stelle stehen, wo es normalerweise üblich ist, stattdessen fehlen, und die Fahrgäste sollen halt - jeder einzeln! - die Auskunft anrufen, oder sich an eine schöne (auf diese weise möglicherweise deutlich länger werdende) Schlange am Schalter einreihen, oder Personal am Bahnsteig fragen, dass sich andernfalls um wichtigeres kümmern könnte, etc.?

Das hier ist natürlich jetzt eine Grundsatzdiskussion, die durch das Thema Westbahn nur inspiriert ist.

Daraus ergibt sich auch die Antwort auf den Einwand von Polarfuchs: Es ist nicht so, dass ich mir (oder sonst jemand sich) jetzt aufeinmal Sorgen machen, und all die Jahre es mir egal war. Ich habe mir das immer schon hin und wieder gedacht, seit es die private Westbahn gibt. Die Diskussion anlässlich der Einführung der west - Züge zum Prasterstern hat mich nur an dieses Thema erinnert und mich zu der Frage inspiriert.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.18 16:05.
Verkehrstage sind eine andere Sache, die haben für mich mit dem Tarif nichts zu tun.

Ab Flughafen kannst Du auch nicht in jedem x-belibigen Flieger einsteigen. Ja, ich weiß, Dan hast Du Deinen Platz reserviert. Aber was ich meine, wenn ich bei der Lufthansa mein Ticket kauf, kann ich auch nicht mit der Emirates fliegen. Das ist es was durch die Privatisierung auf der Bahn halt jetzt auch ist.

Ich sage nicht, daß die Information nicht schaden würde. Nur ein zuviel an Information ist auch nicht gut, da schaut dann keiner mehr, bzw. kennt sich keiner aus.

Das ist halt meine Ansicht. Und mit denl bei ich für mich ganz gut.


Und zum Österreich-Ticket. Das wird es freiwillig mit der Westbahn nicht geben.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Bei der Eisenbahn in Österreich ist es aber - im Gegensatz zum Flugverkehr - so, dass man mit Ausnahme der west ansonsten sehrwohl mit einem ÖBB - Ticket auch Züge z. B. der DB sowie anderer internationaler Unternehmen nützen kann und (auf anderen Strecken) kann man ja auch mit ÖBB-Tickets Raaberbahn fahren und soviel ich weiß auch alle anderen Privatbahnen in Österreich (korrigiert mich, wenn ich mich hier irre).

Und fragen kann man nur, wenn man weiß, dass man etwas nicht weiß. Also z. B. wenn ich nicht weiß, was ein Ticket kostet, oder nicht weiß, wann ein bestimmter Zug fährt oder auf welchem Bahnsteig etc.

Wenn man aber gar nicht damit rechnet, dass es Züge gibt, wo ÖBB-Tickets nicht gelten, dann kann das eben dazu führen, dass man auch gar nicht danach fragt. Und das hat (im Gegensatz zu anderen Fällen, wie in meinem vorigen Beispiel genannt) aber dann meiner Meinung nach keineswegs etwas mit „Unreife” o. ä. seitens der Fahrgäste zu tun.

Brennersee schrieb:
Das ist halt meine Ansicht.


Kein Problem - Ich akzeptiere Deine Ansicht, schreibe aber halt auch gern meine Argumente dazu :)
Bahnwalter schrieb:
Bei der Eisenbahn in Österreich ist es aber - im Gegensatz zum Flugverkehr - so, dass man mit Ausnahme der west ansonsten sehrwohl mit einem ÖBB - Ticket auch Züge z. B. der DB sowie anderer internationaler Unternehmen nützen kann und (auf anderen Strecken) kann man ja auch mit ÖBB-Tickets Raaberbahn fahren und soviel ich weiß auch alle anderen Privatbahnen in Österreich (korrigiert mich, wenn ich mich hier irre).

Und fragen kann man nur, wenn man weiß, dass man etwas nicht weiß. Also z. B. wenn ich nicht weiß, was ein Ticket kostet, oder nicht weiß, wann ein bestimmter Zug fährt oder auf welchem Bahnsteig etc.

Wenn man aber gar nicht damit rechnet, dass es Züge gibt, wo ÖBB-Tickets nicht gelten, dann kann das eben dazu führen, dass man auch gar nicht danach fragt. Und das hat (im Gegensatz zu anderen Fällen, wie in meinem vorigen Beispiel genannt) aber dann meiner Meinung nach keineswegs etwas mit „Unreife” o. ä. seitens der Fahrgäste zu tun.
Ich kenne mich jetzt auch nicht komplett mit den verschiedenen Tarifsystemen aus, allerdings ist es nicht so einfach, wie hier dargestellt und ÖBB-Tickets gelten nicht automatisch auf allen anderen Privatbahnen. Es gibt neben dem ÖBB-Tarif auch noch die unterschiedlichen Verbundtarife (in Wien und Niederösterreich den VOR, in Oberösterreich den OÖVV, etc.), die unabhängig vom ÖBB-Tarif gelten und dafür in allen beteiligten Unternehmen verwendet werden können. Wenn ich also beispielsweise bei der ÖBB ein Ticket von Wien nach Eferding kaufe, bekomme ich kein durchgehendes ÖBB-Ticket, sondern ein Ticket von Wien nach Linz (von der ÖBB), und ein Verbundticket von Linz nach Eferding (Eferding wird von der Linzer Lokalbahn bedient). In diesem Fall kein Problem, da die ÖBB eben das OÖVV-Ticket mitverkauft, aber es ist eben nicht der ÖBB-Tarif.

Ein anderes Beispiel: Fahrt von Linz nach Wien Spittelau. Ich kaufe ein normales ÖBB-Ticket von Linz nach Wien (das Ticket gilt zu jedem beliebigen Bahnhof in Wien). Am schnellsten geht es mit der ÖBB nach Meidling und dann der U6 direkt nach Spittelau, wenn ich aber ein ÖBB-Ticket kaufe kann ich nur ÖBB-Züge verwenden.

Was ich nun versuche zu sagen ist, dass das Ticketsystem nicht ganz so einfach und logisch ist, wie man es sich oft vorstellt, da man oft mit einem Verbundticket reist, ohne es zu wissen und es eben im Großteil der Fälle keine Probleme gibt. In OÖ ist die Westbahn beispielsweise im OÖVV (außer sind da inzwischen ausgetreten?), das heißt für eine Fahrt von Attnach-Puchheim nach Linz kann ich mit ein und der selben Fahrkarte die Westbahn und die ÖBB verwenden, oder auch beide mischen, wenn ich umsteige oder eine Tageskarte habe. Reise ich mit einem ÖBB-Ticket oder einem Westbahn-Ticket, geht das natürlich nicht. Ursprünglich war die Westbahn ja auch im VOR, und zu der Zeit konnte man problemlos die Westbahn auch mit einer Wien-Karte verwenden (Westbahnhof-Hütteldorf).
Bahnwalter schrieb:
Kein Problem - Ich akzeptiere Deine Ansicht, schreibe aber halt auch gern meine Argumente dazu :)
Freut mich, dass Du es so siehst. Das bedeutet für ich ein Miteinander.

Das mit mit den Zügen der DB und anderen Bahnen ist aber eine gewachsene Sache, das sind die Leute gewohnt. Die "Ärgernisse" mit Westbahn sind eine Folge der Privatisierung. Und daran müssen sich die Leute erst gewöhnen, aber auch informieren. Dass natürlich die EVU dies auch im eigenen Interesse zu tun haben, bzw. tun ist logisch. Ich persönlich finde aber zuviel Information auf den Anzeigen nicht gut, das verwirrt nur.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Tarifsysteme sind nicht einfach. Wenn dann einige Bahnen da nicht mitmachen wirds noch komplizierter.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Diejenigen, die mit pdf-Fahrplanbilder unterwegs sind, sind wohl jene, die sich auch mit der Bahn "auskennen".

Auf der Westbahn sind wohl die meisten per Fahrplan unterwegs, da steigt man nicht so leicht unabsichtlich in den falschen Zug. Auf der Stammstrecke fahren viele in Wien "per Glück", da fällt ein anderer Zug nicht so auf.