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Moin zusammen,

die elf neuen Stadler Triebwagen (a' acht Wagen) sollen ab Dez. 2020 von Zürich und Basel über die Gotthard Panoramastrecke nach Lugano und Locarno verkehren.
Bestellt hat diese Züge die Schweizerische Südostbahn (SOB). Sie wird die Linie(n) im Auftrag der SBB mit eigenem Rollmaterial fahren und vermarkten.

Diese Info habe ich der Internetseite von finanzen.ch entnommen. Hier der Link : finanzen.ch

Frohe Festtage und ahoi aus Hamburg, Interrail-Bingo
Da werden wir an der nächsten Aktionärsversammlung der SOB wohl noch mehr erfahren . . .

Paradox scheint mir, dass die SOB Achtwagenzüge bestellen, derweil die SBB vorgängig die IR mit ebensovielen Wagen bestückte, verstärkt wurde nur in Spitzenzeiten und Grosskampftagen. Bis dann werden die an die RhB ausgeliehenen Lokführer wieder auf der SOB zurück sein.

Urs
@Urs: 8 Wagen? Nein am Schluss war die Grundkomposition 6 Wagen (2x1. Klasse und 4x2. Klasse). Verstärkt wurde aber nicht so selten. Aber: 6 "normale" Wagen sind etwa gleich lang wie ein 8-teiliger Flirt (oder auch nicht ganz).
Es kann gehofft werden, dass diese Züge, gleich wie die neuen Voralpen-Expresse und die BLS RX, mit den gleichen komfortablen Sitzen in der 2 Klasse ausgestattet werden. Die kurzen Wagenkästen gestatten ja eine grössere Breite und damit auch Armlehnen in der Mitte der 2er Sitze. Es ist an der Zeit, endlich dem Passagier einen guten Sitzkomfort zu bieten. Jedes Auto hat ja das heute schliesslich auch.
Moin zuammen,

zu den Zügen und den Sitzen schreibt [www].bahnonline.ch:

"Die SOB setzt auf der Gotthard-Panoramastrecke hochwertige Fernverkehrszüge ein, mit aufgewerteter 1. Klasse (2:1-Bestuhlung) sowie Verpflegungs-
und Familienzonen. Für diese Fahrzeugbeschaffung kann die SOB auf bestehende Optionen aus der erfolgten Beschaffung vom 27. Juni 2016 für den
Voralpen-Express (VAE) zurückgreifen."


Verschedene Ansichten (Visualisierungen), der schon zuvor bestellten SOB-Triebwagen, werden auf der Seite: http://www.nose.ch gezeigt.

Ahoi aus Hamburg, Interrail-Bingo
TRIEBWAGEN IM DOPPELPACK geht nicht nur beim Voralpenexpress als Ersatzzug.
Ich hoffe schwer, dass sowohl der neue Lötschberger auf meiner Strecke als auch dieser neue Gotthardzug die Inneneinrichtung (2 Klasse) wie der Voralpenexpress erhält. Natürlich dürfen die Farben anders sein. So kann die Reise mit der Eisenbahn auf den interessanten Panorama-Strecken (Voralpen, Lötschberg, Jura, Gotthard) wieder genussvoll sein.

Bild aus Präsentation Nose

http://up.picr.de/31301631ka.jpg



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:22:09:44:07.
In Deutschland würde das niemand als hichwertige Ferverkehrsausstattung akzeptieren, da war ja schon beim IC2 das Geschrei groß.

Frage zum Fahrpersonal

geschrieben von: PKP Cargo

Datum: 22.12.17 10:07

Hi,

weiß jemand wie es mit dem Fahrpersonal aussieht? Ich habe mal Gerüchte gehört, das ein neues SOB- Personaldepot Erstfeld enstehen soll, ich könnte mir allerdings auch vorstellen dass die SBB Lokführer und Zugpersonal zumindest teilweise stellt.

Gruß Marc

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/logo11lprfuthq0.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:22:10:12:07.

Re: Frage zum Fahrpersonal

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 22.12.17 21:45

PKP Cargo schrieb:
Hi,

weiß jemand wie es mit dem Fahrpersonal aussieht? Ich habe mal Gerüchte gehört, das ein neues SOB- Personaldepot Erstfeld enstehen soll, ich könnte mir allerdings auch vorstellen dass die SBB Lokführer und Zugpersonal zumindest teilweise stellt.

Gruß Marc
Zugspersonal in Erstfeld gibt es bei der SBB doch keine mehr. Zudem wird SBB-Personal wohl lieber zur SOB wechseln als für die SBB weiterzuarbeiten . . .
Das war bisher eher der Fall! Zudem wäre das SBB-Personal teurer.

Urs

Bekloppte Schweizer?

geschrieben von: Nürnberg Hbf

Datum: 23.12.17 00:03

Die Schweizer spinnen doch! (genau wie die Deutschen)

Auch wenn die Triebzüge eine bessere Antriebsleistung bringen, bleibt die Frage offen, wieso die SBB/SOB hier wieder nicht erkennt, dass die Triebzüge massive Nachteile im Betrieb mit sich bringen. Sie sind einfach unflexibel, es lassen sich nicht kurzfristig einzelne Wagen zu- oder abkuppeln, das Verhältnis 1. zu 2. Klasse ändern... und wenn die Züge doch für Fernverkehr vorgesehen sein sollen, machen diese Flirts nicht den Eindruck, für den Einsatz in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien etc. gerüstet zu sein. Warum hat man nicht schlicht Mehrzweckloks à la Vectron und Nachfolger der EW IV / Eurofima in Auftrag gegeben? Das wäre zeitgemäßes Rollmaterial für den Fernverkehr.

Es ist ungeheuerlich, dass man auf der Gotthard-Bergstrecke ein "Fernverkehrs"-Angebot machen will, das aber de facto sogar noch hinter den bisherigen Interregio-Zügen einzustufen ist.

Re: Inteligente Bahnbetreiber!

geschrieben von: Railfan

Datum: 23.12.17 00:49

Auf meiner Strecke kann ich nur noch in Triebzüge hineingehen. Ja, nicht einsteigen sondern ohne Trittstufe hineingehen.

Zudem werden die Triebzüge unterwegs getrennt / vereinigt. Einer oder 2 fahren nach B oder sogar weiter nach D, der andere oder 2 nach Z und umgekehrt. Die Fenster sind sehr gross. Auch das Fahrrad kann ich mühelos mitnehmen. Die Unterwegshalte sind sehr kurz, der Zug kommt sehr gut voran. Die Beschleunigung ist bei 1 m/s2. Die Höchstgeschwindigkeit ist 160 km/h.

Die Züge werden 1 bis 4 Teilig geführt, je nach Verkehrsaufkommen. Das Verstärken /Schwächen macht der Lokführer allein, es braucht dazu kein Rangierpesonal.

Das ganze funktioniert stündlich oder halbstündlich ausgezeichnet. Die stark steigenden Fahrgastzahlen zeigen den Erfolg dieser neuen Eisenbahn.

Natürlich könnte man das mit Loks und Wagen auch machen. Es würde mindestens 2 Loks und 2 Steuerwagen mit automatischer Kupplung an den Stirnseiten benötigt. Dazu müssten noch 2 unmotorisierte Verstärkungsmodule vorhanden sein.

Was wäre der Vorteil dieser Lösung mit Lokomotiven? Und wer sollte das bezahlen?

Das obige Konzept (Trenne / Vereinigen) wird auf fast alle Strecken ausgeweitet. Meine Bahn wird in 3 Jahren keine Lokomotiven im Reiszugsdienst mehr haben.

Die Antriebsausrüstung ist heute sehr klein, die kann man gut Unterflur und auf dem Dach einbauen. Da braucht es bei Reisezügen keine Lokomotiven mehr.

Intelligente Bahnbetreiber machen das heute so!!



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:23:01:02:06.

Re: Frage zum Fahrpersonal

geschrieben von: Daniel Wachter

Datum: 23.12.17 02:16

Salü

In Erstfeld gibt es sowohl Lok- als auch Zugspersonal von SBB P.
Die Personaleinsätze sind noch nicht geklärt, es ist zu früh für Spekulationen. Man wartet wohl den definitiven Entscheid des BAV ab.
Ich persönlich finde die Arbeit bei der SBB um einiges vielfältiger, schon alleine den verschiedenen Fahrzeugtypen wegen.

Gruss
MrEnglish schrieb:
In Deutschland würde das niemand als hichwertige Ferverkehrsausstattung akzeptieren, da war ja schon beim IC2 das Geschrei groß.
Eh. Auch in Österreich wäre das so. Da muss ein Fernverkehrswaggon unbedingt Zweiersitze haben, und im Idealfall ist das Fenster entweder zugepickt, oder schlichtweg nicht vorhanden, auf dass die Sonne sich nicht im Handy-Display spiegelt...

Aber es ist schön zu sehen, dass es auch anders geht!
Bei der Bewertung des optimalsten Fahrzeugs für Fernverkehr (hier speziell auf die Gotthardstrecke angesprochen) kommen auch immer persönliche Bedürfnisse und Empfindungen zum Zug. Ich persönlich finde die aktuelle Fahrt über die Gotthard-Bergstrecke mit den aktuellen Flirt in S-Bahn-Manier viel angenehmer als in früheren EW I/II-Kompositionen oder ICN. Es ist luftiger, mit den grossen Fenster kommt Panoramagefühl auf.
Aus verschiedenen Gründen konnte ich schon vor längerer Zeit Visualisierungen von SOB-Flirt (VAE und neue Gotthardzüge) und Konzeptionierung sehen. Da wird meiner Meinung nach die Reise durchaus zum Erlebnis werden. Natürlich gibt es Leute, die sehen bei der Fahrzeugplattform FLIRT nur S-Bahnbetrieb und Reden von Trambetrieb. Jedem das Seinige...

Gruess
Markus

Re: Bekloppte Schweizer?

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 23.12.17 11:02

Nürnberg Hbf schrieb:
Die Schweizer spinnen doch! (genau wie die Deutschen)

Auch wenn die Triebzüge eine bessere Antriebsleistung bringen, bleibt die Frage offen, wieso die SBB/SOB hier wieder nicht erkennt, dass die Triebzüge massive Nachteile im Betrieb mit sich bringen. Sie sind einfach unflexibel, es lassen sich nicht kurzfristig einzelne Wagen zu- oder abkuppeln, das Verhältnis 1. zu 2. Klasse ändern... und wenn die Züge doch für Fernverkehr vorgesehen sein sollen, machen diese Flirts nicht den Eindruck, für den Einsatz in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien etc. gerüstet zu sein. Warum hat man nicht schlicht Mehrzweckloks à la Vectron und Nachfolger der EW IV / Eurofima in Auftrag gegeben? Das wäre zeitgemäßes Rollmaterial für den Fernverkehr.

Es ist ungeheuerlich, dass man auf der Gotthard-Bergstrecke ein "Fernverkehrs"-Angebot machen will, das aber de facto sogar noch hinter den bisherigen Interregio-Zügen einzustufen ist.
Und was willst du mit dieser sinnlosen Geldverschwendung erreichen? Dass eine Lok vorm Zug auf Fotos besser aussieht? Gerade wegen der Konstellation mit Bahnsteigwende im Kopfbahnhof Zürich (ankommende Lok ist eingeschlossen und kann erst wieder auf den Zug eine Stunde später), Kopfmachen unterwegs in Luzern mit dem selben Problem und eher kurzer Wendezeit in Basel ist zumindest ein Einsatz von Steuerwagen aus wirtschaftlichen Gründen zwingend. Und dann ist es mit dem einfachen ein- und ausreihen von Wagen schon vorbei, ausser nachts während der Betriebspause. Und auch mit Steuerwagen benötigt man noch Rangierloks zum Ankuppeln der Verstärkungswagen, zudem müssen die Züge oft am Tag unterwegs gestärkt/geschwächt werden, da das Fahrgastaufkommen am Gotthard viel geringer ist als im Nordteil.
Sieht man ja momentan schön, man muss in Erstfeld neu immer Umsteigen, weil die SBB im Nordteil zwar wie von dir gewünscht mit Lok und Wagen fährt, über den Gotthard aber nur mit FLIRT fährt, weil sonst nicht wirtschaftlich. Für einen durchgehenden Einsatz sind die SBB-FLIRT zu unkomfortabel und es gibt zu wenige davon. Die SOB kauft nun komfortablere FLIRT und genug davon, dass man auf dem Nordabschnitt genügend zusammenkuppeln und über den Berg trotzdem mit meist nur einem fährt.
Und da die SOB schon sehr komfortable S-Bahn-FLIRT besitzt wird die Fernverkehrsvariante sicher noch besser, die Pläne dazu sehen jedenfalls gut aus. Selbst mit der SOB S-Bahn-Version wäre ich bei durchgehendem Einsatz schon zufrieden.
Das sind ja alles Leistungen im niederen Fernverkehr, die früher jahrelang die Domäne von EW I und EW II waren, gegen die ist der FLIRT sicher ein deutlicher Komfortsprung. Nicht vergessen, in Deutschland würde da wohl kein einziger Fernzug fahren, sondern das wäre ausschliesslich Regionalverkehr... Und dort findet man in D selten solch komfortable Züge mit solch grosszügigen Sitzabständen etc.

Die SBB haben ihre letzten Loks für den Personenverkehr 1996 gekauft (bis 1997 noch S-Bahn-Loks, die aber immer mit der selben 3-Wagen-Kombination fahren), seitdem beschafft man nur noch Triebwagen.
In Deutschland werden hingegen noch bis heute Lokomotiven und Wagen für den Personenverkehr gekauft. Nur werden die noch unflexibler eingesetzt als Triebwagen. Bis auf weniger Einzelfälle wird da stur den ganzen Tag, die ganze Woche mit exakt der selben Zuglänge herumgefahren, überfüllt im Berufsverkehr, gähnend leer zu Randzeiten. Während bei Triebwagen viel öffters zur HVZ längere Züge fahren und zu Nebenzeiten geschwächt wird.

Klar, für manche Fälle hat auch der lokbespannte Zug seinen Vorteil, seine Felxibilität hat er aber vor allem in der Anpassung an unterschiedliche Einsatzgebiete, während er im täglichen Einsatz unflexibler ist. Die DB will zum Beispiel nun solche Züge für den Fernverkehr kaufen. Hier geht es dann aber darum, Verbindungen ins unterschiedliche Ausland zu fahren, nach Oberstdorf und nach Dagebüll oder was auch immer. Für jeden dieser Einsätze gäbe es auch mindestens so gute oder besser geeignte Triebwagenkonzepte. Aber für jede Strecke andere, so dass nur sehr kleine, unwirtschaftliche Fahrzeugserien herauskämen. Hier kann der Wagenzug mit dann grösserer Fahrzeugserie punkten. In den meisten Einsatzgebieten erreicht der Triebwagen aber genügend grosse Serien. So wie am Gotthard, abgesehen davon, dass es sich um nur leicht abgewandelte Standardfahrzeuge (zwei vierteilige FLIRT mit nur je einem Fühererstand gekuppelt) handelt, kommt auch eine grössere Zahl zusammen.

Und was willst du mit den Gotthardzügen im Ausland? Schon früher als es noch viel internatonalen Fernverkehr am Gotthard gab, fuhren diese Züge kaum bis ins Ausland weiter, lediglich durch unsymmetrische Fahrpläne fuhren gelegentlich mal vereinzelte Züge bis/ab Stuttgart. Da es aber nicht mal mehr den früher dichten schnellen Fernverkehr vom Gotthard nach Stuttgart mehr gibt, ist für die Einzelzüge aufgrund von Taktabweichungen erst recht kein Bedarf (zumal sie bei den heuten saubereren Takten wohl eh nicht mehr auftauchen. Österreich liegt sowieso geografisch falsch und nach Frankreich fuhren sie auch nie. Lediglich Italien wäre ein mögliches Einsatzgebiet, seit man nicht mehr nach Locarno fährt, fahren ein paar wenige Züge nach Mailand. Allerdings mit FLIRT :-), während die früher eingesetzten lokbespannten Züge nicht italientauglich waren. Allerdings bekommen die SOB-FLIRT wohl keine Italienausrüstung. Sie sollen ja auch wie die früher nicht italientauglichen Lok-Wagen-Züge nach Locarno.

Gruss

Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:23:11:07:08.

Re: Bekloppte Schweizer?

geschrieben von: nozomi07

Datum: 23.12.17 11:08

Nürnberg Hbf schrieb:
Zitat:
Auch wenn die Triebzüge eine bessere Antriebsleistung bringen, bleibt die Frage offen, wieso die SBB/SOB hier wieder nicht erkennt, dass die Triebzüge massive Nachteile im Betrieb mit sich bringen. Sie sind einfach unflexibel, es lassen sich nicht kurzfristig einzelne Wagen zu- oder abkuppeln, das Verhältnis 1. zu 2. Klasse ändern... und wenn die Züge doch für Fernverkehr vorgesehen sein sollen, machen diese Flirts nicht den Eindruck, für den Einsatz in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien etc. gerüstet zu sein. Warum hat man nicht schlicht Mehrzweckloks à la Vectron und Nachfolger der EW IV / Eurofima in Auftrag gegeben? Das wäre zeitgemäßes Rollmaterial für den Fernverkehr.
Wieso sollen die Züge ins Ausland fahren können? Dafür gibts doch die Girunos und Pendolinos. Was juckt es den Fahrgast, ob der Antrieb in einer Lokomotive sitzt oder unterm Wagenboden? Und was nützt mir eine Flexibilität, die auf der Modellbahn funktioniert, in der Praixis in Realität aber nicht? Triebzüge kann ich einfach zusammenklinken, bei Wagenzügen braucht man Gleise, Personal, Zeit.

Man kann ewig darüber jammern, warum die Eisenbahn des Jahres 2017 nicht mehr so aussieht wie die des Jahres 1977. Kann man machen. Nur wozu.

Re: Bekloppte Schweizer?

geschrieben von: Ernst

Datum: 23.12.17 11:35

Zu den flexiblen Zusammenstellungen bei Zügen mit Lok und Wagen:

Man schaue sich die IC2000 an. Da trifft man alle möglichen Kompositionen von 6 bis 10 Wagen, je nach Einsatzgebiet und Fahrplanlage. Beim Zug Basel - Zürich Flughafen ist eine von vier Kompositionen ein IC2000 mit neun Wagen. Genau jene, welche ca. am Morgen um 8 Uhr in Zürich ankommt und dann 17.10 Uhr nach Basel abfährt. Die andern sind auch EWIV mit verschiedener Länge. Selbst verständlich wird da nicht unter dem Tag gewechselt wird. Die Züge sind für längere Zeit fix zusammengestellt. Bei den EWIV trifft man in der Regel sieben Wagen Züge an. Aber auch da gibt es Ausnehmen wie vorgängig erwähnt. In Spitzenzeiten wird oft ein Modul mit z.B. drei Wagen beigestellt. Auch da ist man mit der Länge recht flexibel.

Dass man Lokzüge genau so unflexibel einsetzen kann wir Triebwagenzüge zeigen die OeBB mit dem Railjet.

Ich frage mich ,was man von Zürich nach Luzern einsetzen will. Heute fahren da 9 Wagen IC2000. Neu nur noch achtteilige Twindexx? Oder dann in den Spitzenzeiten zwei achtteilige Twindexx? Dies ist dann etwas viel und die neun IR100 werden nirgends hinreichen.

Gruss
Ernst

Re: Bekloppte Schweizer?

geschrieben von: Dani86

Datum: 23.12.17 11:43

Es darf auch nicht vergessen werden, dass Triebzüge aufgrund ihrer BwEschleunigungswerte gezielt auf Strecken verplant werden, wo dies fahrplantechnisch notwendig ist.

Eine der Erfolgsgrundlagen der Eisenbahn in der Schweiz ist, dass erst ein detailiertes Fahrplankonzept erstellt wird und erst anschliessend wo nötig die Infrastruktur oder der Fahrzeugpark ergänzt wird.

Betreffend Fahrzeiten von Lokbespannt ggü. Triebzüge kannst du mal die Züge Zürich-Chur um 21:37 und 00:20 vergleichen. Da siehst du wieviele zusätzliche Halte in gleicher Fahrzeit möglich sind, nur wegen dem Fahrzeugeinsatz.

Gruss Dani

Re: Bekloppte Schweizer?

geschrieben von: 511048

Datum: 23.12.17 14:17

Ernst schrieb:
Zu den flexiblen Zusammenstellungen bei Zügen mit Lok und Wagen:

Man schaue sich die IC2000 an. Da trifft man alle möglichen Kompositionen von 6 bis 10 Wagen, je nach Einsatzgebiet und Fahrplanlage. Beim Zug Basel - Zürich Flughafen ist eine von vier Kompositionen ein IC2000 mit neun Wagen. Genau jene, welche ca. am Morgen um 8 Uhr in Zürich ankommt und dann 17.10 Uhr nach Basel abfährt. Die andern sind auch EWIV mit verschiedener Länge. Selbst verständlich wird da nicht unter dem Tag gewechselt wird. Die Züge sind für längere Zeit fix zusammengestellt. Bei den EWIV trifft man in der Regel sieben Wagen Züge an. Aber auch da gibt es Ausnehmen wie vorgängig erwähnt. In Spitzenzeiten wird oft ein Modul mit z.B. drei Wagen beigestellt. Auch da ist man mit der Länge recht flexibel.

Dass man Lokzüge genau so unflexibel einsetzen kann wir Triebwagenzüge zeigen die OeBB mit dem Railjet.

Ich frage mich ,was man von Zürich nach Luzern einsetzen will. Heute fahren da 9 Wagen IC2000. Neu nur noch achtteilige Twindexx? Oder dann in den Spitzenzeiten zwei achtteilige Twindexx? Dies ist dann etwas viel und die neun IR100 werden nirgends hinreichen.

Gruss
Ernst
Also zwischen Basel SBB und Zürich Flughafen wurde der IC2000 durch einen 4teiligen Kiss ersetzt, welcher nun in der HVZ mit einem 6teiligen Kiss verstärkt wird.

Nun bei der Zusammenstellung bei Zügen mit Lok wird man in Zukunft wegen der Netzbelastung auch unflexibler. Z.B. Zürich-Chur oder Zürich-Olten benötigt man in Zukunft ab 6 Wagen bereits eine zusätzliche Lok oder am Gotthard ab 9 Wagen

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