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[AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 18.12.17 14:42

Link
In seinem Blog hat ein gewisser Niki Schmölz Vertreter der Bahnen zum Thema befragt, wie man die junge Generation in die Züge bringen will.

Auszüge davon.

Ines Volpert, Pressesprecher der Westbahn
Zitat:
[...]Wir glauben aber, dass gerade das Ticketing sehr wichtig ist. Sprich, wie schnell, wie unkompliziert, wie zuverlässig komme ich an das Ticket, um die Bahn so schnell und bequem wie möglich in die Mobilitätskette einbinden zu können. Man muss aber hier auch eine Lanze brechen und sagen, dass unser System Bahn in Österreich sehr gut funktioniert, sowohl bei ÖBB als auch eben bei der Westbahn. Dass heißt, das Image der Bahn ist besser als man glaubt, auch wenn man immer nur hört, wenn etwas nicht klappt ;).

Dr. Benedikt Weibel – ehem. Chef der SBB und Aufsichtsratsmitglied der Westbahn:
Zitat:
In der Schweiz wird die Bahn von der Jugend sehr gut angenommen, da hat fast kein junger Mensch ein Auto und oft sogar nicht einmal einen Führerschein.

Thomas Posch – CCO Westbahn und ehem. Mitarbeiter der ÖBB Personenverkehrs AG:
Zitat:
Ich glaube, dass von ÖBB und Westbahn hier bereits sehr viel getan wurde und dass das Image recht gut ist. Ich glaube auch, dass Bahnfahren in Österreich sehr billig ist, und es geht ja eben auch darum, Zugfahren für die junge Gesellschaft leistbar zu machen. Die große Frage ist: Wie bekomme ich Leute von der Straße auf die Schiene? Aber Bahnfahren ist bereits sehr cool und man hat schon viele Leute erreicht und man erreicht auch immer mehr Menschen, aber wenn jemand nicht überzeugt ist, wird man das nur sehr schwer ändern können. Es liegt an den Bahnbetreibern ihr Möglichstes zu tun, gerade in Sachen neue Medien mitzugehen aber auch Zugangsbarrieren zu reduzieren. Wir gehen auch bewusst den Weg bei der Personalauswahl, auf Leute zu setzen die eher einen Jungen ansprechen, als ein griesgrämiger Schaffner.

Aber irgendwo hats ein Ende, wer nicht will soll es lassen.

Klaus Garstenauer – Leiter Nah-und Regionalverkehr ÖBB:

Zitat:
Vergessen Sie das Image, das ist echt ein veraltetes und introspektives Konzept. Entscheidend ist, was für einen wahrgenommenen sozialen Status wir unseren Fahrgästen durch die Nutzung unserer Dienstleistung geben. Ist Bahnfahren so einfach, angenehm und nützlich, dass der Nutzer (m/f) damit smart, selbstbestimmt und bereichert ist? Dann wird Bahnfahren ein Attribut des (Wunsch-)Selbstbildes einer Person sein und er oder sie wird auch ganz selbstverständlich darüber berichten, d.h. Bahnfahren zu einem Teil seines Lebensstils machen. Und wenn nicht, dann eben nicht.

Und wenn nicht, dann eben nicht.

Dem kann ich immer und immer wieder zustimmen.

Die Frage ist: Spricht die Bahn junge Kunden an?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:18:14:47:12.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: RhBDirk

Datum: 18.12.17 15:26

Bahn, Bahn, Bahn. Es muss heissen: Spricht der ÖV junge Kunden an?

Ich muss aber auch erstmal zur Bahn hinkommen - also an den Bahnhof. Und da macht die Schweiz mit ihrem gesamtschweizerischem Ticketkonzept oder die Niederlande das schon sehr gut vor. Ein Ticket für alles. GA bzw OV Karte. Man darf nicht nur alleine auf die Eisenbahn schauen. Die Fahrt zum/vom Bahnhof muss in den meisten Fällen auch bestritten werden.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Thomas Hörmann

Datum: 18.12.17 18:56

Die ÖBB wollen offenbar gar nicht allzu viele Fahrgäste, sonst hätten sie die Bedienung des neuen Automaten
nicht komplizierter, sondern einfacher als jene des Vorgängers gestaltet.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 18.12.17 19:27

Das sagt die Vertreterin der westBAHN an sich ja schon: Es muß einfach sein, die Bahn zum Teil der Mobilitätskette zu machen.

In diesem Sinne wäre ich sehr dafür, daß ÖC und BC100 nach dem Vorbild des GA umfassende Tickets sind. Dafür würde ich auch ein paar Euro mehr bezahlen - immerhin zahle ich zu den ~1.800€ für die ÖC ja auch noch 365€ für meine WL-Jahresticket. Die BC100 ist da mit dem CityTicket natürlich schon einen deutlichen Schritt weiter als die ÖC - spare ich doch in BS jedes Jahr 684€ für die Abo-Jahreskarte nur in der Innenstadt. Aber es ist noch Luft nach oben.

Interessant ist es aber trotzdem, das von der westBAHN zu hören. Immerhin zwingen sie mit ihrem Haustarif und Nicht-Anerkennung ja immer dazu, mehrere Fahrkarten zu kaufen. Und ganz im Sinne der Aussage ihrer Vertreterin werde ich mit einer ÖC oder auch VC und ÖBB-App garantiert nicht westBAHN fahren, auch wenn sie ein paar Schilling billiger wäre.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 18.12.17 19:42

Mit ÖC bindet man sich durchaus stark an die ÖBB, seitdem es nicht Sinn ergibt, innerhalb Österreichs irgendeine Fahrkarte für eine Bahnfahrt zu zahlen.

Mit VC ist es hingegen so, dass die Preise ähnlich sind. Da kann man den besten Modus wählen und den Zug wählen, der einem am günstigsten liegt.

Es sollte aber definitiv sein, dass ALLE Bahnen mittelfristig in einem Tarif, der sämtlichen Bahn- und Busverkehr Österreichs umfasst, teilnehmen. Das wäre mein Traum für die Zukunft. Sieht dieser Tarif Zeitkarten vor, hat man dann auch als Besitzer einer Jahresnetzkarte die Möglichkeit einfach den Zug zu nehmen, der einem am nächsten kommt.

Wäre halt ideal. In die Richtung will ja schwarz-blau laut Regierungsprogramm gehen.

Also ich kann dir da durchaus zustimmen.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 18.12.17 19:46

Uhhm, gerade für die, die zum ersten Mal ihr Ticket am Automaten kaufen, ist es doch relativ leicht. Es ist für die schwer, die sich umgewöhnen müssen.

Vor allem, wo junge Personen oft ihr Ticket online kaufen, wird es nicht so schwer, sich da zurechtzufinden.

Klagen kommen wohl eher von Pendlern, die sich an die alte Oberfläche gewöhnt haben.

Das größere Problem ist die Dezimierung der Automaten, wodurch längere Wartezeiten entstehen, da ist es egal wie gut bedienbar die Oberfläche ist, bei zu wenigen Automaten wird's nix.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 19.12.17 08:02

HSB Tw 44 schrieb:
Das sagt die Vertreterin der westBAHN an sich ja schon: Es muß einfach sein, die Bahn zum Teil der Mobilitätskette zu machen.

Interessant ist es aber trotzdem, das von der westBAHN zu hören. Immerhin zwingen sie mit ihrem Haustarif und Nicht-Anerkennung ja immer dazu, mehrere Fahrkarten zu kaufen. Und ganz im Sinne der Aussage ihrer Vertreterin werde ich mit einer ÖC oder auch VC und ÖBB-App garantiert nicht westBAHN fahren, auch wenn sie ein paar Schilling billiger wäre.
Wer will es der Westbahn verübeln, dass sie die ÖBB Bilette nicht anerkennt, wenn kein Gegenrecht herrscht?
Der Fehler ist eben, dass die Politik hier nicht eingreift:
In der Schweiz ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass der direkte Verkehr, nämlich ein Vertrag über alle ÖV Dienstleiter angeboten werden MUSS!
Quelle:
[www.admin.ch]
Zitat:
Art. 16 Direkter Verkehr

1 Im Fern-, Regional- und Ortsverkehr bieten die Unternehmen in der Regel der
Kundschaft für Verbindungen, die über das Netz verschiedener Unternehmen führen,
einen einzigen Transportvertrag an. Soweit ein Bedürfnis besteht, ist im Fern- und
Regionalverkehr zwingend ein direkter Verkehr anzubieten.
2 Sie erstellen dafür gemeinsame Tarife und Fahrausweise.

[b][/b]Art. 17 Organisation
1 Zur Sicherstellung des direkten Verkehrs regeln die Unternehmen ihre gegenseitigen
Beziehungen. Sie vereinbaren insbesondere:
a. die Bereiche der Zusammenarbeit;
b. die Voraussetzungen für die Beteiligung am direkten Verkehr;
c. die Verteilung der gemeinsamen Verwaltungskosten;
d. die Verteilung der Verkehrseinnahmen;
e. die Haftungsgemeinschaft und den gegenseitigen Rückgriff.

2 Ist ein direkter Verkehr von besonderer Bedeutung, so kann das BAV weitere
Anforderungen an die Organisation stellen.
3 Die Übereinkommen über den direkten Verkehr und über die Haftung dürfen
besondere Interessen einzelner Unternehmen nur so weit berücksichtigen, als die
Gesamtinteressen des öffentlichen Verkehrs nicht beeinträchtigt werden. Diese
Übereinkommen sind dem BAV zur Genehmigung vorzulegen.
4 Stellen die Unternehmen einen direkten Verkehr, der einem Bedürfnis entspricht,
nicht zeitgerecht sicher, so erlässt das BAV die notwendigen Verfügungen.


Das gilt auch für die Fernbusse:
[www.bav.admin.ch]
Zitat:
Neue Busangebote müssen unter anderem Halbtax- und Generalabonnemente anerkennen, die schweizerischen arbeitsrechtlichen Bedingungen einhalten und branchenübliche Anstellungsbedingungen garantieren.
 
Und das ist keine leere Formel:
Letzthin in Weesen Dorf, warteten wir auf den Bus, Mein Kollege wollte das Billett bis Ziegelbücke lösen und dann dort das bis Bern Bümpliz nord. Ich sage ihm, "Löse direkt nach Bern beim Chauffeur." Das klappt, zu seinem Erstaunen, anstandslos.

In meinem 1800 Seelen Dorf stieg eine Weile lang jeden Morgen ein Fahrgast ein, der ein Billett von Winznau nach Zuckenriet löste. Ohne Probleme.
Neugierig geworden habe ich mir das Display des Verkaufsautomaten im Bus mal genauer angesehen:
[www.flickr.com]
Rechts steht "DV" (Direkter Verkehr); mit diesem Button gelangt man in ein vergleichbares Menue, wie beim Billettautomaten fürs Publikum.
Dort kann man jede Art von Billetten lösen.

Gruee Leo

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 19.12.17 08:36

J-C schrieb:
Uhhm, gerade für die, die zum ersten Mal ihr Ticket am Automaten kaufen, ist es doch relativ leicht.
Die Betonung liegt auf relativ. Das ist jedoch egal, wenn Erstnutzer und Mehrfachbnutzer beide vor der Menüführung und der Suche nach dem/den richtigen Button kapitulieren. Wenn die ÖBB Info-Zettel verteilen, weil die Automaten zu kompliziert zu bedienen sind, ist das ein Zeichen, dass sich die ÖBB über ihren Mist bewusst sind. Es ist jedoch keine Lösung, die Infokräfte dann abzuziehen, wenn die Automaten umgestellt sind und die Fahrgäste Hilfe brauchen. Noch kundenfreundlicher wäre ein Verzicht auf die Umstellung, nachdem die Probleme bekannt wurden. Was nützt in Schleinbach die Möglichkeit einen Fahrschein nach St. Johann am Frostaufbruch zu kaufen. Ein Ziel, welches in 10 Jahren vielleicht drei Kunden haben. Wichtiger ist es, schnell an einen Fahrschein nach Mistelbach, Wolkersdorf und7oder Wien zu gelangen. Das sind die Ziele für >90% der Kunden an diesem Automaten. Umgekehrt braucht hinterm Arlberg wahrscheinlich niemand Fahrscheine irgendwohin in die niederösterreichische Pampa.

Thomas Hörmann schrieb:
Die ÖBB wollen offenbar gar nicht allzu viele Fahrgäste, ...
Anders ist diese Aussage

J-C schrieb:
Klaus Garstenauer – Leiter Nah-und Regionalverkehr ÖBB:

Zitat:
Vergessen Sie das Image, das ist echt ein veraltetes und introspektives Konzept. Entscheidend ist, was für einen wahrgenommenen sozialen Status wir unseren Fahrgästen durch die Nutzung unserer Dienstleistung geben. Ist Bahnfahren so einfach, angenehm und nützlich, dass der Nutzer (m/f) damit smart, selbstbestimmt und bereichert ist? Dann wird Bahnfahren ein Attribut des (Wunsch-)Selbstbildes einer Person sein und er oder sie wird auch ganz selbstverständlich darüber berichten, d.h. Bahnfahren zu einem Teil seines Lebensstils machen. Und wenn nicht, dann eben nicht.
nicht zu verstehen. Erst ein Image des Bahnfahrers/Bahnfahrens infrage stellen, dann genau zu dem Thema philosophieren (Status, Lebensstil, Selbstbild - Was sonst ist Image???) um sinngemäß mit den Worten: "Wer nicht anders kann, fährt Bahn.", zu schließen. Noch besser kann der Herr nicht ausdrücken, dass er keine Idee für ganzheitlich Mobilitätsdienstleistungen Stand 2017/18 (einfach ausgedrückt: Reisekette Tür - Tür) hat. Dass ihn die Pressesprecher nicht zurückpfeifen?!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:19:08:41:21.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: 2095_010

Datum: 19.12.17 08:44

leofink schrieb:
Wer will es der Westbahn verübeln, dass sie die ÖBB Bilette nicht anerkennt, wenn kein Gegenrecht herrscht?
Der Fehler ist eben, dass die Politik hier nicht eingreift:
In der Schweiz ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass der direkte Verkehr, nämlich ein Vertrag über alle ÖV Dienstleiter angeboten werden MUSS!
Ich sehe hier auch den Fehler bei der Politik. Auch sollte man die Bahnen dazu verpflichten bei der ÖsterreichCard mit zu machen (und wenns das Ego braucht, dann können sie sie auch gerne umbenennen).

Zur Westbahn muss man aber schon sagen, dass sie es waren, die gemeint haben zu den VOR (Verkehrsverbund) - Karten zu den Stoßzeiten Zuschläge zu verlangen. Das geht einfach nicht.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 19.12.17 09:29

2095_010 schrieb:
MUSS!
Ich sehe hier auch den Fehler bei der Politik. Auch sollte man die Bahnen dazu verpflichten bei der ÖsterreichCard mit zu machen (und wenns das Ego braucht, dann können sie sie auch gerne umbenennen).
Nicht nur die Bahnen:
in den 70er jahren hatte unter 10'000 GAs. Damals war das GA auch nur auf den Bahnen voll gültig und auf dem Rest halb:
[de.wikipedia.org]
[www.google.ch]
 
Ein Renner wurde es erst, als es 1990 wirklich zum "Klappauto" wurde.

Ich kann mit dem GA in praktisch jede offene Türe eines öffentlichen Verkehrsmittels in der Schweiz einsteigen. DAS macht es unschlagbar.
Wenn ich genau rechnen würde, käme ich wahrscheinlich billiger mit einem Steckenabo als mit dem GA aber genau die universelle Nutzung ist für mich das Kriterium! Und ich denke, wer dieses Feeling mal hat, wird es nicht mehr missen wollen!
Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:19:09:29:55.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 19.12.17 10:40

2095_010 schrieb:
Zur Westbahn muss man aber schon sagen, dass sie es waren, die gemeint haben zu den VOR (Verkehrsverbund) - Karten zu den Stoßzeiten Zuschläge zu verlangen. Das geht einfach nicht.
Das hatte durchaus gute Gründe: Die zugedachte bzw. erfolgte Verteilung der Fahrgeldeinnahmen hatte wenig mit der Fahrgastverteilung zu tun. Ein Anbieter hatte die Kurzstreckenkunden im Zug. Ein anderer erhielt deutlich mehr Geld als Kurzstreckenkunden und zusätzliche für einen Teil der Leistungen Bestellerentgelte. Logisch, dass der erste unzufriedener ist als der andere. Der VOR wollte oder konnte die ungleiche Verteilung nicht korrigieren. Schon im Vorfeld war die Begeisterung des VORs über ein zusätzliches Mitglied sowie Wettbewerb unter Mitgliedern übersichtlich. Was durchaus verständlich war: Die WESTbahn wollte ungefragt vom VOR-Kuchen naschen. Ausschreibung der Leistung o.ä. gab es zuvor keine. So ein Anspruch seitens WESTbahn auf VOR-Gelder ist IMHO nicht im Sinne des Erfinders.

Ich bin etwas erstaunt, dass die WESTbahn trotz dieser politisch motivierten Widerstände noch immer fährt; sogar ihr Angebot ausbauen kann. Und dass die WESTbahn nicht allein bleibt, sondern weitere Unternehmen gegen den subventionierten Staatsbetrieb antreten, ist ein erstaunliches Zeichen.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Avala

Datum: 19.12.17 11:07

Zitat:
Und dass die WESTbahn nicht allein bleibt, sondern weitere Unternehmen gegen den subventionierten Staatsbetrieb antreten, ist ein erstaunliches Zeichen.
Wo denn? Wäre mir neu, dass die Linie Wien-Prag eine GWL-Leistung ist.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 19.12.17 11:36

Zwischen Breclav und Prag wird die CD wohl Geld für die Leistung kriegen. Aber zwischen Wien und Breclav fließt kein Cent Steuergeld. Kein GWL, kein Verbundstarif.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kmueller

Datum: 19.12.17 12:57

leofink schrieb:
Wer will es der Westbahn verübeln, dass sie die ÖBB Bilette nicht anerkennt, wenn kein Gegenrecht herrscht?
Der Fehler ist eben, dass die Politik hier nicht eingreift:
In der Schweiz ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass der direkte Verkehr, nämlich ein Vertrag über alle ÖV Dienstleiter angeboten werden MUSS!
Quelle:
[www.admin.ch]
Zitat:
...
2 Sie erstellen dafür gemeinsame Tarife und Fahrausweise.
...
4 Stellen die Unternehmen einen direkten Verkehr, der einem Bedürfnis entspricht,
nicht zeitgerecht sicher, so erlässt das BAV die notwendigen Verfügungen.

Das Problem habe ich im Zitat fett hervorgehoben.

Die nicht hervorgehobene Passage darunter würde es lösen, gilt aber im großen Land der Export- und Billiglohnweltmeister als übler Stalinismus. Sollte Österreich eine Extratour riskieren, würde es auf EU-Ebene verklagt, weil schon immer nur Berlin wußte, was für alle gut ist.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 19.12.17 13:18

Ja, so sollte es sein. Ohne Theater mit Verbundgrenzen, Produkübergängen oder ähnlichem Trara!

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 19.12.17 14:23

kmueller schrieb:
Die nicht hervorgehobene Passage darunter würde es lösen, gilt aber im großen Land der Export- und Billiglohnweltmeister als übler Stalinismus. Sollte Österreich eine Extratour riskieren, würde es auf EU-Ebene verklagt, weil schon immer nur Berlin wußte, was für alle gut ist.
Ein Grund mehr, dem Verein nicht beizutreten. Auch die Finanzierung à la Schweiz wäre nicht EU Konform.
Gruss Leo

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 19.12.17 17:14

Avala schrieb:
Wäre mir neu, dass die Linie Wien-Prag eine GWL-Leistung ist.
Mir ist überhaupt die Linie Prag - Wien neu! Ich kenne die nur als Teil der Linie Graz - Prag. Einzig für die paar Meter Wien - Breclav gibt's auf der Linie keine Bestellerentgelte.

J-C schrieb:
Aber zwischen Wien und Breclav fließt kein Cent Steuergeld.
Zumindest nicht direkt. Allerdings kann ich nicht an die schwarze Null auf der Strecke und dem Angebot glauben: Ausgerechnet das am schlechtesten ausgelastete Stückchen der Verbindung soll eigenwirtschaftlich zu betreiben sein?! Wenn dem so wäre, bräuchten weder die ÖBB zwischen Wien und Graz Förderung noch die CD zwischen Breclav/Brno und Prag. Zumindest nicht für die durchgehenden Züge.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:19:17:19:19.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 19.12.17 17:31

Kann auch sein, dass die etwaigen Verluste durch Profite auf anderer Seite (z.B. Weststrecke) gedeckt werden. Würde es wie in der Schweiz keinen Wettbewerb geben, könnten die ÖBB leichter mit profitablen Strecken nicht profitable Strecken kompensieren...

...aber wir haben ja den Wettbewerb, die EU wollte das so.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 19.12.17 18:30

Ohne jetzt den ganzen Faden im Detail gelesen zu haben, wird ein wichtiger Punkt kaum angesprochen: Ein vernetztes, zu jeder Tageszeit verfügbares und leicht merkbares Angebot.

In Vorarlberg, wo der öffentliche Verkehr für junge Fahrgäste nicht nur günstig ist, sondern in Punkto Häufigkeit und Vernetztheit schon nahe an Schweizer Verhältnisse heranreicht, erfreuen sich Bahn und Bus einer immensen Beliebtheit. Nach meinen Beobachtungen behaupte ich, dass das z.B. in Niederösterreich oder Kärnten ganz anders ausschaut...

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Thomas Hörmann

Datum: 19.12.17 18:45

Wien - Breclav ist wohl als Teil der Gesamtverbindung Graz - Wien - Prag zu sehen, bei Umsteigezwang
würden sicher viel weniger Leute aus Graz die RJ-Verbindung nach Prag nützen.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 20.12.17 05:18

Wrzlbrnft. schrieb:
Ohne jetzt den ganzen Faden im Detail gelesen zu haben, wird ein wichtiger Punkt kaum angesprochen: Ein vernetztes, zu jeder Tageszeit verfügbares und leicht merkbares Angebot.

In Vorarlberg, wo der öffentliche Verkehr für junge Fahrgäste nicht nur günstig ist, sondern in Punkto Häufigkeit und Vernetztheit schon nahe an Schweizer Verhältnisse heranreicht, erfreuen sich Bahn und Bus einer immensen Beliebtheit. Nach meinen Beobachtungen behaupte ich, dass das z.B. in Niederösterreich oder Kärnten ganz anders ausschaut...
Ja, das ist so:
Das sieht man auch am Vintschgau, die, seit die GTWs laufen und das Angebot Schweizähnlich ausgebaut wurde, einen immensen Zuwachs hatten.
Und noch etwas: In der Schweiz können die Jungen, bis weit aufs Land hinaus, mit dem ÖV in den Ausgang. Dank dem oder den Nachtnetzen am Wochenende.
[www.sbb.ch]
Genau das hat in meinen Augen eine viel grössere Funktion, als man gemeinhin annimmt: Das Auto wird nicht für den Ausgang gebraucht. Damit entfällt auch, das Nachhausefahren, manchmal (man war ja auch mal jung) auch in Zuständen, wo man besser zu Fuss gegangen wäre. Leider kann man den volkswirtschaftlichen Wert, der Vermeidung von Gedenkkreuzen an den Strassenrändern nicht beziffern. 
[www.flickr.com]
Gruss Leo



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:11:43:52.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Schienenradler

Datum: 20.12.17 08:31

2095_010 schrieb:
Zur Westbahn muss man aber schon sagen, dass sie es waren, die gemeint haben zu den VOR (Verkehrsverbund) - Karten zu den Stoßzeiten Zuschläge zu verlangen. Das geht einfach nicht.
Ich sehe da nicht den großen Unterschied, ob der Betreiber einen Zuschlag einhebt, oder ob der Fahrgast gezwungen wird, diesen in Form einer Reservierung zu kaufen. Gerade zwischen Wien uns St. Pölten sind ALLE Züge voll mit Pendlern, und der Fernreisende kann schauen, wo er noch Platz findet...

Insofern verstehe ich die damalige Entscheidung der Westbahn schon.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Schienenradler

Datum: 20.12.17 08:34

Am Preis liegt es nicht. Gerade Jahreskarten für Jugendliche sind in Österreich unschlagbar billig (60 bis 100 Euro pro JAHR für den ganzen Verbund!)
Aber was bringt das, wenn der Jugendliche dann von Samstagmittag bis Sonntagabend genau gar keine Fahrmöglichkeit hat, und das in Städten mit über 5000 Einwohnern?

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 20.12.17 08:48

J-C schrieb:
Kann auch sein, dass die etwaigen Verluste durch Profite auf anderer Seite (z.B. Weststrecke) gedeckt werden.
Gibt's dort Gewinn? Immerhin wird auch dort seitens ÖBB die Hand aufgehalten. Sprich: Es fließt öffentliches Geld zu den ÖBB. Eigenwirtschaftlich ist was anderes. Passt dazu, die Bestellerentgelte als Umsatz zu betrachten.

J-C schrieb:
Würde es wie in der Schweiz keinen Wettbewerb geben, könnten die ÖBB leichter mit profitablen Strecken nicht profitable Strecken kompensieren...
Die ÖBB oder der Steuerzahler? Bis zum Erscheinen der WESTbahn bzw. des aktuelle GWL-Vertrags war auch die Westbahnstrecke nicht eigenwirtschaftlich. Allein durch Aufkommen von Konkurrenz ändert sich die Wirtschaftlichkeit von "braucht Stütze" zu "wirft Gewinn ab"?

Der Schweizer Nichtangriffspakt im FV ist wohl auch Geschichte, so dass SBB und BLS im FV sich um Konzessionen streiten (werden) -> Wettbewerb. Die Schweiz ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
Was nichts daran ändert: Ob eine Strecke Gewinn abwirft oder mit öffentlichen Geldern gefördert werden muss, hängt nicht davon ab, ob das EVU die Konzession/Verkehrsvertrag mit oder ohne Wettbewerb erhält. Der SPFV/SPNV kostet nicht weniger, nur weil eine Bahn geschützt operieren kann.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 20.12.17 11:17

Der Fahrgast ist nicht getwungen, eine Reservierung zu kaufen und eine halbe Stunde wird man ja wohl stehen können.
Vor allem, wo es ja nich nur den einen Zug auf der Strecke gibt...

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 20.12.17 11:35

J-C schrieb:
... und eine halbe Stunde wird man ja wohl stehen können.
Vor allem, wo es ja nich nur den einen Zug auf der Strecke gibt...
Etwas früh am Tage? Was gibt's daran:Schienenradler schrieb:
... Gerade zwischen Wien uns St. Pölten sind ALLE Züge voll mit Pendlern, und der Fernreisende kann schauen, wo er noch Platz findet...
nicht zu verstehen?

Für den noch nicht so ausgeschlafenen Studenten etwas überspitzt: Pendler sitzt (und steht im Gang), der FV-Reisende kommt mit Glück noch in den Zug.

Für den Pendler gibt's Alternativen. Beim FV sieht's schon etwas schwieriger aus. Erst recht für Wien Richtung Passau sieht's mit Alternativen schlechter aus. Nicht jeder hat Lust/Zeit, den nächsten ICE zu nehmen, nur damit der Pendler seinen Sitzplatz (für sich, den zweiten für Jacke & Tasche) für 25 min bis St. Pölten hat und pünktlich am Tisch sitzt.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 20.12.17 11:48

J-C schrieb:
Der Fahrgast ist nicht getwungen, eine Reservierung zu kaufen und eine halbe Stunde wird man ja wohl stehen können.
Vor allem, wo es ja nich nur den einen Zug auf der Strecke gibt...
Genau diese, ich sag mal "Arroganz", treibt die Jungen weg: Wenn Du die Alternative hast in einem gemütlichen, mobilen Raum, mit eigenem Musikprogramm, bequemen, verstellbaren Sitzen, individueller Heizung, Aschenbecher!! und Klimarisierung zu reisen, oder eben zu stehen: was würdest du oder deine mitreisende Partnerin oder Möchtegernpartnerin wohl vorziehen?
Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:12:56:17.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 20.12.17 13:03

Zwischen Wien und St. Pölten ist mir das sowas von egal, weil das zu teuer wäre. :P

Zweitens endet meine Reise oft nicht in Salzburg oder Linz.
Drittens bin ich Nichtraucher.
Viertens, wenn ich eine Reise mache, dann läuft sie oft gegen die Lastrichtung der Pendlerströme. Ich meine, wer fährt schon um 15 Uhr von Wien nach Salzburg und bezeichnet das als Tagesreise? xD

Entertainment gibt's auch im Railjet und Klimaanlage und Heizung ja auch. Keine Ahnung, was du für Vorstellungen vom ÖBB-Verkehr hast.



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:13:12:35.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 20.12.17 13:05

Ich glaube nicht, dass alle Züge voll mit Pendlern sind. Die D-Züge sollen ja relativ leer sein :P

Und eine halbe Stunde kann man immer noch stehen, wenn ich feststelle, dass mir so ein Scherzkeks nur bis St. Pölten will und dafür einen Sitzplatz beansprucht, mit dem ich mehr anfangen könnte, dann werde ich den ziemlich gechillt vom Platz verjagen. ;-)

Jedenfalls kann mir niemand erzählen, dass man bei bis zu 4 Zügen pro Stunde (2 Railjets, D-Zug, ICE) zumindest in Richtung Linz keinen Platz bekäme.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:13:14:00.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 20.12.17 14:23

Dann solltest Du vielleicht einfach mal mit den Zügen fahren, anstatt immer zu erzählen. Stell Dich doch mal morgen um 07.55 an den Wiener Hbf und schau Dir den RJ 662 nach Bregenz an.

Wie willst Du eigentlich jemanden "gechillt" vom Platz verjagen?

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 20.12.17 14:44

J-C schrieb:
Entertainment gibt's auch im Railjet und Klimaanlage und Heizung ja auch. Keine Ahnung, was du für Vorstellungen vom ÖBB-Verkehr hast.
Offensichlich hast du auch keine Ahnung, was in einem Auto alles möglich ist. Wer den Unterschied zwischen individueller Heizung und Heizung nicht kennt, dem ist nicht zu helfen.
Hast überhaupt einen Führerschein?

Das Thema lautet aber immer noch:Spricht die Bahn junge Kunden an?
Und nicht Jan Christians persönliche Erlebnisse




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:14:50:50.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 20.12.17 14:48

J-C schrieb:
Und eine halbe Stunde kann man immer noch stehen, wenn ich feststelle, dass mir so ein Scherzkeks nur bis St. Pölten will und dafür einen Sitzplatz beansprucht, mit dem ich mehr anfangen könnte, dann werde ich den ziemlich gechillt vom Platz verjagen. ;-)
 
Vielleicht sind nicht alle jung und Dynamisch, wie du.
[www.produktundprojekt.de]

Aber das wirst du erst in 50 jahren verstehen.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 20.12.17 15:20

Nur mal naiv gefragt... wie?!

Wie wollen bitteschön um 7:35 die ganzen Leute nach St. Pölten hin, was gibt es da denn besonderes?! Von St. Pölten, ok, das ergibt Sinn. Aber wer pendelt bitteschön früh morgens von Wien nach St. Pölten? Oder sonstwohin? Wien ist doch der Ort, wo die meisten Leute morgens hinfahren und abends zurück und nicht umgekehrt.

Davon abgesehen, dass wir sowas vom Thema abgekommen sind und eine einzige Strecke betrachten.

Zwischen Wien und Breclav hatte ich zum Beispiel noch nie Platzprobleme... es sei denn, der Zug wird mit 3 Wagen geführt.

Österreich beinhaltet mehr als Wien-Salzburg...



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:16:06:07.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 20.12.17 15:27

Ich dachte, du würdest die Westbahn meinen. Musst halt deine Antworten nicht in Rätseln schreiben :P

Und in der Bahn hat man's eh so gut klimatisiert und beheizt wie im Auto. Entertainmant gibt's auch, WLAN gibt's, man muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren, und so weiter...

Wie gesagt, keine Ahnung, was du für Vorstellungen von den Bahnen hast *Schulterzuck*



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:15:27:47.

Wien – St. Pölten

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 20.12.17 16:06

Auf das Wie: indem Du passend aufstehst und Dich einfach mal an den Bahnsteig stellst.
Es mag sein, daß es in Deiner Vorstellungswelt nicht passieren kann, daß dieser Zug bis StP voll ist – das ändert aber nichts daran, daß es so ist. Wenn Du um die Zeit noch nie am Hbf warst, wie maßt Du Dir dann eine Aussage dazu an?

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Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 20.12.17 16:09

J-C schrieb:
Ich glaube nicht, dass alle Züge voll mit Pendlern sind. Die D-Züge sollen ja relativ leer sein
Auch wenn der Jungspund das witzig findet: Das ist ein Ergebnis von ÖBB und Politik, die den RJ als Überdrüberprodukt anpriesen und verkauf(t)en. Alles andere ist veraltet und nichts wert. Kein Wunder, dass die so erzogene Kundschaft sich komplett auf den RJ konzentriert. Erst recht, wenn's nichts extra kostet: Zeitkarte mit Steuergeld finanziert, ÖBB erhält Ausgleich für Akzeptanz der Zeitkarten, ...

J-C schrieb:
dann werde ich den ziemlich gechillt vom Platz verjagen.
Das glaubst du nicht einmal selbst. Wer den halben Tag in drei Foren recht aktiv ist, hat i.d.R. wenige Erfahrung im Umgang mit realen Menschen (aka soziale Kompetenz).

J-C schrieb:
Jedenfalls kann mir niemand erzählen, dass man bei bis zu 4 Zügen pro Stunde (2 Railjets, D-Zug, ICE) zumindest in Richtung Linz keinen Platz bekäme.
Wenn das alles kein Problem wäre, könnten die ÖBB die Pendler gezielt lenken, indem der hochwertige FV gesperrt oder mit Platzkartenzwang für Kurzstrecke (aufgehoben bei Fahrt über VOR-Grenze) versehen wird. Das, was die WESTbahn gemacht hat. Allerdings bekommen die ÖBB wohl leichter an die Gelder vom VOR. Dafür sind die RJ ab Linz teilweise überdimensioniert. Die FV-Gäste finden Alternativen; erst recht auf der langen Strecke Wien - Zürich.


J-C schrieb:
Wie wollen bitteschön um 7:35 die ganzen Leute nach St. Pölten hin, was gibt es da denn besonderes?! Von St. Pölten, ok, das ergibt Sinn. Aber wer pendelt bitteschön früh morgens von Wien nach St. Pölten? Oder sonstwohin? Wien ist doch der Ort, wo die Leute morgens hinfahren und abends zurück und nicht umgekehrt.
Mein Vorschlag: Hingehen und fragen - vielleicht gibt's doch ein paar Kontakte in der Realität. Es gibt auch Pendler über St. Pölten hinaus. Wien als Vorort von Linz ist nicht so weit hergeholt. Auch dank den schnellen Trassen.
Meiner Beobachtung nach ist das Pendlerspektrum bunt gemischt; junge Leute (Schüler o.ä.) bis hin zum "Typ Beamter".

Re: Wien – St. Pölten

geschrieben von: J-C

Datum: 20.12.17 18:27

Das einzige Mal, wo ich mir um 7:30 eine Fahrt von Wien mit dem Railjet über die Westbahn fuhr, war in den Ferien. Ich kapiere nur die Logik nicht, als Wiener nach St. Pölten zu pendeln.

Und nochmal, wozu tun sich es so viele Wiener an, trotz wohl besserer Jobs in der eigenen Stadt, so eine kleine Stadt wie St. Pölten aufzusuchen?

Muss ich nicht verstehen.

Und nochmal, Österreich besteht nicht nur aus Wien-Salzburg, ok?



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:18:28:28.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 20.12.17 18:34

Nein, die ÖBB sollen niemanden per se aussperren, dann leidet die Flexibilität, die man beim System Bahn durch den dichten Takt erhält. Das wäre der falsche Weg.

Offensichtlich ist man jedoch Opfer des eigenen Erfolges derart geworden, dass selbst gegen die Hauptlastrichtung die Züge überfüllt sind. Ich kapiere nicht den Sinn, als Wiener anderswo als in Wien selbst zu arbeiten, aber offenscihtlich sehen das viele anders.

Fakt ist, dass das wirklich nur ein kleiner Aspekt ist.

Gibt es solche Probleme anders wo?

Wenn nein, wieso debattieren wir darüber?

Ok, im Grunde debattiere nur ich. Aber ernsthaft, immer wenn's um Österreich geht, tauchen die selben auf und ziehen über die ÖBB her. Mich nervt's ehrlich gesagt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:20:18:45:05.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Polarfuchs

Datum: 20.12.17 20:02

Schienenradler schrieb:
Ich sehe da nicht den großen Unterschied, ob der Betreiber einen Zuschlag einhebt, oder ob der Fahrgast gezwungen wird, diesen in Form einer Reservierung zu kaufen. Gerade zwischen Wien uns St. Pölten sind ALLE Züge voll mit Pendlern, und der Fernreisende kann schauen, wo er noch Platz findet...

Insofern verstehe ich die damalige Entscheidung der Westbahn schon.
Also zwischen verpflichtendem Zuschlag und einer empfohlenen, kostenpflichtigen Reservierung ist schon ein Unterschied. Abgesehen davon ist es natürlich durchaus verständlich, dass die Westbahn die Züge nicht von Pendlern blockiert haben möchte, allerdings ist die Einführung des Aufpreises keine Entscheidung, die sie einfach so machen konnte - man hatte ja einen Vertrag mit dem VOR. Sich dann über den Rauswurf beschweren war schon frech. Die ÖBB wissen schon, warum sie die Pendler in den Fernzügen akzeptieren bzw. überhaupt jeder Fernzug in St. Pölten stehen bleibt ;-)

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 21.12.17 05:21

J-C schrieb:
Ich dachte, du würdest die Westbahn meinen. Musst halt deine Antworten nicht in Rätseln schreiben :P

Und in der Bahn hat man's eh so gut klimatisiert und beheizt wie im Auto. Entertainmant gibt's auch, WLAN gibt's, man muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren, und so weiter...

Wie gesagt, keine Ahnung, was du für Vorstellungen von den Bahnen hast *Schulterzuck*
Ach weisst du, ich pendle lediglich seit 1982 mit der Bahn. Das ist ja keine Referenz. Zuerst zwischen Rorschach und St. Gallen, dann nachdem ich ein Haus gekauft hatte in Weinfelden und mein Betrieb mir einen tollen Job in Zürich angeboten hat, zwischen Weinfelden und Zürich, dann nachdem mein Betrieb meinen Arbeitsplatz in Zürich wegrationalisiert hatte, 3 Jahre lang zwischen Weinfelden und Bern. Dann, haben wir ein Haus bei Olten gekauft und verkauften das Haus in Weinfelden. Jetzt pendle ich schon 6 Jahre Olten - Bern und meine Frau Olten - Zürich. Sie hat ihren gutbezahlten Job in Zürich behalten. Bei einer gleichwertigen Stelle im Solothurnischen hätte sie rund 30 Kilofranken pro Jahr weniger.
Einfach so als ein Grund vielleicht, warum man pendelt.
Es ist mir natürlich klar, dass solche Zwänge einem Studenten, der von seinen Eltern gesponsort ist, und wahrscheinlich nicht in einer Beziehung lebt, fremd sind.

Ach ja und ein Auto haben wir auch. Und als Service Techniker war ich rund 20 Jahre unterwegs und hatte pro Jahr ca 20'000 km zurückgelegt.
Vergleichen kann ich also, obwohl ich in der Schweiz das Auto selten nutze WEGEN DEM GUTEN ÖV.
Was zum Beispiel in Oesterreich schon ziemlich schlecht ist: Versuche mal mit meiner 87 jährigen Muttter, von Mautern aus den Friedhof in Unter- und ihr Elternhaus in Oberbergern zu besuchen, wo meine Grossmutter liegt und lebte.
[www.google.ch]

Vergleich mal das Angbot mit dem vor meiner Haustüre:
[www.fahrplanfelder.ch]
[www.bogg.ch]
[www.bogg.ch]
[www.bogg.ch]
[www.bogg.ch]

Wunderts dich nun, dass vor jedem Haus mehrere Autos stehen?

Darum sind wir letzthin eben nach Krems im Auto gefahren. Bis Krems wäre ich mit der Bahn von Olten aus mit 2 Mal umsteigen da gewesen, aber im Nahbereich ist die ÖV Versorgung (für mich) schlecht.
Ja das lange Fahren ist für mich keine Erholung, aber für meine Mitfahrer.

Im Übrigen, du pendelst ja auch? Warum eigentlich. Warum soll pendeln zwischen Wien und Linz komisch sein und zwischen Wien und Breclav nicht?
Hast du nun einen Führerschein oder nicht?
Gruss Leo



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:22:05:11:04.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Schienenradler

Datum: 21.12.17 08:21

HSB Tw 44 schrieb:
Wie willst Du eigentlich jemanden "gechillt" vom Platz verjagen?
Der schafft das.
Andernorts funktioniert das ja auch...:  [Berlin] Pensionist mit Pistole: Sitzplatz-Einforderung auf die unfeine Art



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:21:08:22:40.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 21.12.17 09:09

Ich hab keinen Führerschein und ich pendel, weil ich am Wochenende in Tschechien zu Hause bin.

Worauf ich hinaus will, es gibt sicher Gründe, von Wien nach Linz hin zu pendeln am Morgen. Oder gar nach St. Pölten.

Aber wie ich lernen musste, scheint es in St. Pölten oder Linz irgendetwas zu geben, dass die Züge gegen die Hauptlastrichtung voll sind. Paar Leute, klar, aber so viele?!

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 21.12.17 10:55

J-C schrieb:
Aber wie ich lernen musste, scheint es in St. Pölten oder Linz irgendetwas zu geben, dass die Züge gegen die Hauptlastrichtung voll sind.
Das hast du erst jetzt gelernt? *wahnsinn!* Es scheint ja auch was zu geben, um wöchentlich nach Tschechien zu pendeln statt dort zu wohnen, wo man arbeitet/lernt/...

Wenn z.B. der Dienstgeber der Meinung, den Arbeitsplatz aus Wien in die Fläche zu verlagern, kann oder will nicht jeder sofort mit dem Hausrat hinterher. Die österreichische Politik mit ihrer (fehlenden) Raumplanung ist an der Pendlersituation nicht unschuldig, um nicht zu sagen: Pendeln wird gefördert und gefordert.

J-C schrieb:
Ich kapiere nicht den Sinn, als Wiener anderswo als in Wien selbst zu arbeiten, aber offenscihtlich sehen das viele anders.
Dein Unverständnis gilt für beide Richtungen: Ich kapiere nicht den Sinn, als St. Prölltner anderswo als in St. Pröllten selbst zu arbeiten. §1 der Verkehrsplanung - falls der dir was sagt.

J-C schrieb:
Fakt ist, dass das wirklich nur ein kleiner Aspekt ist.
Fakt ist, dass bei vielen RJ die Kapazität für eine kurze Strecke zu klein ist, für den längeren Abschnitt jedoch zu groß. Effizienter Einsatz der Betriebsmittel ist was anderes. Die Desiro ML sind als REX200-ersatz auch nicht so der Bringer, wenn die Berichte über die Auslastung stimmen.

J-C schrieb:
Ok, im Grunde debattiere nur ich. Aber ernsthaft, immer wenn's um Österreich geht, tauchen die selben auf und ziehen über die ÖBB her. Mich nervt's ehrlich gesagt.
Du und debattieren? Wie soll das gehen: Jemand, der keine Ahnung und davon sehr viel von irgendwas hat, da gerade aus dem Elternhaus gefallen, will denjenigen die Bahnwelt erklären, die seit Jahren an verschiedensten Stellen für/mit den ÖBB arbeiten.?! Unbekümmerte Jugend mit rosaroter Brille gegen Erfahrung. Wo ist der Aufklärerdrang der Jugend? Lieber einlullen lassen, statt kritisch die Dreckecken zu hinterfragen. Schade, dass die 68er Generation durch eine weichgespülte Generation abgelöst wird.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 21.12.17 11:25

Ich erkläre nix. Ich schildere nur meine Sicht der Dinge und die ist, dass offensichtlich irgendwas falsch läuft, wenn so viele Wiener nach St. Pölten pendeln.

Umgekehrt ergibt es ja Sinn, weil wesentlich mehr Arbeitsplätze sich in Wien als in St. Pölten befinden...

Was auch immer. Jedenfalls, wer von Wien nach Linz beispielsweise deswegen mit dem Auto fährt. SOLL ER TUN!!!

Wird er eh schon wissen, was er davon hat.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 21.12.17 14:51

J-C schrieb:
Umgekehrt ergibt es ja Sinn, weil wesentlich mehr Arbeitsplätze sich in Wien als in St. Pölten befinden...
Die Welt ist doch etwas komplexer als sich das manch einer vorstellt.

Oder anders: Es gibt in Wien wesentlich mehr Wohnraum als in St. Pölten. Dazu das deutlich bessere Kulturangebot in Wien im Vergleich zu St. Pölten. Ich kann verstehen, wenn jemand den Aufenthalt dort auf das nötigste reduziert und in seiner Freizeit die Vorteile Wiens genießt.

St. Pölten nennt über Statistik Austria für das Jahr 2011 ~ 3.000 Auspendler in andere Bundesländer gegen ~ 5.200 Einpendler aus anderen Bundesländern. 24.000 ET St. Pöltner in der Heimatstadt bei ~52.000 Arbeitsplätzen -> ~ 54% der Arbeitsplätze in St. Pölten werden von Einpendlern besetzt - nach Statistik Austria 2011.

Zum Vergleich Wien: [www.wien.gv.at].

Solche Zahlen sollte der Student schon zur Hand haben, wenn er die Welt erklärt. Anscheinend ist Recherche nicht mehr gefragt.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Provodnik

Datum: 21.12.17 15:10

Was auch für einen Arbeitsplatz in St. Pölten sprechen kann:
Je nach Wohnort in Wien kann es auch sein, dass ein Arbeistplatz in St. Pölten schneller erreichbar ist als einer in Wien. Vom 10. Bezirk in Wien ist man schneller im Zentrum von St. Pölten als irgendwo zB im 19. oder in Transdanubien.

Provodnik

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Bahnwalter

Datum: 29.12.17 16:08

J-C schrieb:
Uhhm, gerade für die, die zum ersten Mal ihr Ticket am Automaten kaufen, ist es doch relativ leicht. Es ist für die schwer, die sich umgewöhnen müssen.

[...]

Klagen kommen wohl eher von Pendlern, die sich an die alte Oberfläche gewöhnt haben.

Oh nein, das stimmt so nicht: Durch den zwangsweise fahrplanbasierten Ticket-Verkauf ist dieser auf jeden Fall komplizierter. Es kommt ja auf jeden Fall (mindestens) 1 zusätzlicher Schritt hinzu, wo man einen Zug auswählen muss. Wenn man Glück hat, wird ohnehin das richtige als erstes vorgeschlagen.

Es gibt aber auch Fallen, wie z. B. die folgende Falle, in die garantiert auch Benutzer, die sich nicht an die alten Automaten gewohnt haben, tappen können (nicht müssen, da es in dem Fall teilweise Glücksache ist, je nachdem was man zur Auswahl als 1. vorgeschlagen bekommt) :

Bei Fahrten von einem Ort westlich von St. Pölten nach Wien steht ja auf dem Ticket nurmehr „über St. Pölten” und als Ziel „WIEN” (letzteres ohne konkreten Bahnhof), sodass man flexibel mit dem selben Ticket wahlweise über Tullnerfeld, aber auch über Neulengbach fahren kann, und weiters sowohl für Züge zum Westbahnhof als auch für Züge zum Hbf. gilt. Soweit, so sinnvoll und durchaus Fahrgastfreundlich.

Im Widerspruch dazu die zwangsweise Auswahl eines Zugs - denn jetzt kommt die Falle:

Möchte man zum Wiener Westbahnhof (z. B. mit einem der neuen direkten REXe von Amstetten über Tullnerfeld nach Wien Westbahnhof), und wählt aber versehentlich einen Zug zum Hbf. (während als Ziel für das Ticket bereits "Wien Westbahnhof" ausgewählt ist), dann erhält man zwar für die Bahnfahrt ein - wie oben beschrieben - flexibles, und somit auch zum Westbahnhof gültiges Ticket. ABER: Es wird zusätzlich ein Fahrschein für Wien für die Fahrt von Wien Meidling nach Wien Westbahnhof (mit der U-Bahn) mitverkauft !!! Den bekommt man dann und hat ihn bezahlt, auch wenn man ihn gar nicht braucht, und nur wegschmeißen kann. Obendrein ist es noch so, dass auf diesem Fahrschein - obwohl es tariflich ein Fahrschein für (ganz) Wien wäre - explizit "Wien Meidling - Wien Westbahnhof" draufsteht und dieser somit nichteinmal für eine andere Fahrt in Wien verwendet werden kann.

Im Zuge der Informationen auf den diversen Schritten des Ticket-Kauf-Vorgangs ist nicht klar auf den 1. Blick ersichtlich, dass man hier ein Ticket für die Wiener U-Bahn mitkauft. Wenn man weiß, wo es steht, wird man es wohl finden. Jetzt kann man natürlich sagen, "selber schuld wenn man den falschen Zug wählt" - das ändert aber nichts daran, dass das nicht passieren würde, wenn man nicht die unsinnige zwangsweise Zugs-Auswahl hätte.

Immerhin steht bei der Auswahl des Zugs ein klarer Hinweis dabei, dass es sich hierbei nicht um die Gültigkeit des Tickets handelt (damit man weiß, dass es auch für andere Züge gilt). Das ist soweit positiv, ändert aber auch nichts an der oben beschriebenen Falle.


Zitat
Der Fahrgast ist nicht gezwungen, eine Reservierung zu kaufen und eine halbe Stunde wird man ja wohl stehen können.
Vor allem, wo es ja nich nur den einen Zug auf der Strecke gibt...
Das Problem ist, dass die für den Fernverkehr ausgelegten Zugtypen (z. B. Railjet) selbst zum Stehen kaum Platz bieten, sodass es einem passieren kann, dass man nichteinmal stehen kann, ohne ständig (u. a. dem Bordpersonal) im Weg zu sein. Und da können dann auch 30 Minuten ganz schön lang werden. Nicht immer gibt es für solche Fälle einen brauchbaren alternativen Zug, auf den man "ausweichen" kann. Ich war aufgrund dieser Problematik daher schon nahe dran, für die kurze Strecke Wien - St. Pölten eine Sitzplatzreservierung zu kaufen - wenn das nicht im Verhältnis zur Länge der Strecke doch ein bisschen zu teuer wäre.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:29:16:20:07.