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Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: leofink

Datum: 21.12.17 05:21

J-C schrieb:
Ich dachte, du würdest die Westbahn meinen. Musst halt deine Antworten nicht in Rätseln schreiben :P

Und in der Bahn hat man's eh so gut klimatisiert und beheizt wie im Auto. Entertainmant gibt's auch, WLAN gibt's, man muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren, und so weiter...

Wie gesagt, keine Ahnung, was du für Vorstellungen von den Bahnen hast *Schulterzuck*
Ach weisst du, ich pendle lediglich seit 1982 mit der Bahn. Das ist ja keine Referenz. Zuerst zwischen Rorschach und St. Gallen, dann nachdem ich ein Haus gekauft hatte in Weinfelden und mein Betrieb mir einen tollen Job in Zürich angeboten hat, zwischen Weinfelden und Zürich, dann nachdem mein Betrieb meinen Arbeitsplatz in Zürich wegrationalisiert hatte, 3 Jahre lang zwischen Weinfelden und Bern. Dann, haben wir ein Haus bei Olten gekauft und verkauften das Haus in Weinfelden. Jetzt pendle ich schon 6 Jahre Olten - Bern und meine Frau Olten - Zürich. Sie hat ihren gutbezahlten Job in Zürich behalten. Bei einer gleichwertigen Stelle im Solothurnischen hätte sie rund 30 Kilofranken pro Jahr weniger.
Einfach so als ein Grund vielleicht, warum man pendelt.
Es ist mir natürlich klar, dass solche Zwänge einem Studenten, der von seinen Eltern gesponsort ist, und wahrscheinlich nicht in einer Beziehung lebt, fremd sind.

Ach ja und ein Auto haben wir auch. Und als Service Techniker war ich rund 20 Jahre unterwegs und hatte pro Jahr ca 20'000 km zurückgelegt.
Vergleichen kann ich also, obwohl ich in der Schweiz das Auto selten nutze WEGEN DEM GUTEN ÖV.
Was zum Beispiel in Oesterreich schon ziemlich schlecht ist: Versuche mal mit meiner 87 jährigen Muttter, von Mautern aus den Friedhof in Unter- und ihr Elternhaus in Oberbergern zu besuchen, wo meine Grossmutter liegt und lebte.
[www.google.ch]

Vergleich mal das Angbot mit dem vor meiner Haustüre:
[www.fahrplanfelder.ch]
[www.bogg.ch]
[www.bogg.ch]
[www.bogg.ch]
[www.bogg.ch]

Wunderts dich nun, dass vor jedem Haus mehrere Autos stehen?

Darum sind wir letzthin eben nach Krems im Auto gefahren. Bis Krems wäre ich mit der Bahn von Olten aus mit 2 Mal umsteigen da gewesen, aber im Nahbereich ist die ÖV Versorgung (für mich) schlecht.
Ja das lange Fahren ist für mich keine Erholung, aber für meine Mitfahrer.

Im Übrigen, du pendelst ja auch? Warum eigentlich. Warum soll pendeln zwischen Wien und Linz komisch sein und zwischen Wien und Breclav nicht?
Hast du nun einen Führerschein oder nicht?
Gruss Leo



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:22:05:11:04.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Schienenradler

Datum: 21.12.17 08:21

HSB Tw 44 schrieb:
Wie willst Du eigentlich jemanden "gechillt" vom Platz verjagen?
Der schafft das.
Andernorts funktioniert das ja auch...:  [Berlin] Pensionist mit Pistole: Sitzplatz-Einforderung auf die unfeine Art



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:21:08:22:40.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 21.12.17 09:09

Ich hab keinen Führerschein und ich pendel, weil ich am Wochenende in Tschechien zu Hause bin.

Worauf ich hinaus will, es gibt sicher Gründe, von Wien nach Linz hin zu pendeln am Morgen. Oder gar nach St. Pölten.

Aber wie ich lernen musste, scheint es in St. Pölten oder Linz irgendetwas zu geben, dass die Züge gegen die Hauptlastrichtung voll sind. Paar Leute, klar, aber so viele?!

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 21.12.17 10:55

J-C schrieb:
Aber wie ich lernen musste, scheint es in St. Pölten oder Linz irgendetwas zu geben, dass die Züge gegen die Hauptlastrichtung voll sind.
Das hast du erst jetzt gelernt? *wahnsinn!* Es scheint ja auch was zu geben, um wöchentlich nach Tschechien zu pendeln statt dort zu wohnen, wo man arbeitet/lernt/...

Wenn z.B. der Dienstgeber der Meinung, den Arbeitsplatz aus Wien in die Fläche zu verlagern, kann oder will nicht jeder sofort mit dem Hausrat hinterher. Die österreichische Politik mit ihrer (fehlenden) Raumplanung ist an der Pendlersituation nicht unschuldig, um nicht zu sagen: Pendeln wird gefördert und gefordert.

J-C schrieb:
Ich kapiere nicht den Sinn, als Wiener anderswo als in Wien selbst zu arbeiten, aber offenscihtlich sehen das viele anders.
Dein Unverständnis gilt für beide Richtungen: Ich kapiere nicht den Sinn, als St. Prölltner anderswo als in St. Pröllten selbst zu arbeiten. §1 der Verkehrsplanung - falls der dir was sagt.

J-C schrieb:
Fakt ist, dass das wirklich nur ein kleiner Aspekt ist.
Fakt ist, dass bei vielen RJ die Kapazität für eine kurze Strecke zu klein ist, für den längeren Abschnitt jedoch zu groß. Effizienter Einsatz der Betriebsmittel ist was anderes. Die Desiro ML sind als REX200-ersatz auch nicht so der Bringer, wenn die Berichte über die Auslastung stimmen.

J-C schrieb:
Ok, im Grunde debattiere nur ich. Aber ernsthaft, immer wenn's um Österreich geht, tauchen die selben auf und ziehen über die ÖBB her. Mich nervt's ehrlich gesagt.
Du und debattieren? Wie soll das gehen: Jemand, der keine Ahnung und davon sehr viel von irgendwas hat, da gerade aus dem Elternhaus gefallen, will denjenigen die Bahnwelt erklären, die seit Jahren an verschiedensten Stellen für/mit den ÖBB arbeiten.?! Unbekümmerte Jugend mit rosaroter Brille gegen Erfahrung. Wo ist der Aufklärerdrang der Jugend? Lieber einlullen lassen, statt kritisch die Dreckecken zu hinterfragen. Schade, dass die 68er Generation durch eine weichgespülte Generation abgelöst wird.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: J-C

Datum: 21.12.17 11:25

Ich erkläre nix. Ich schildere nur meine Sicht der Dinge und die ist, dass offensichtlich irgendwas falsch läuft, wenn so viele Wiener nach St. Pölten pendeln.

Umgekehrt ergibt es ja Sinn, weil wesentlich mehr Arbeitsplätze sich in Wien als in St. Pölten befinden...

Was auch immer. Jedenfalls, wer von Wien nach Linz beispielsweise deswegen mit dem Auto fährt. SOLL ER TUN!!!

Wird er eh schon wissen, was er davon hat.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: kami

Datum: 21.12.17 14:51

J-C schrieb:
Umgekehrt ergibt es ja Sinn, weil wesentlich mehr Arbeitsplätze sich in Wien als in St. Pölten befinden...
Die Welt ist doch etwas komplexer als sich das manch einer vorstellt.

Oder anders: Es gibt in Wien wesentlich mehr Wohnraum als in St. Pölten. Dazu das deutlich bessere Kulturangebot in Wien im Vergleich zu St. Pölten. Ich kann verstehen, wenn jemand den Aufenthalt dort auf das nötigste reduziert und in seiner Freizeit die Vorteile Wiens genießt.

St. Pölten nennt über Statistik Austria für das Jahr 2011 ~ 3.000 Auspendler in andere Bundesländer gegen ~ 5.200 Einpendler aus anderen Bundesländern. 24.000 ET St. Pöltner in der Heimatstadt bei ~52.000 Arbeitsplätzen -> ~ 54% der Arbeitsplätze in St. Pölten werden von Einpendlern besetzt - nach Statistik Austria 2011.

Zum Vergleich Wien: [www.wien.gv.at].

Solche Zahlen sollte der Student schon zur Hand haben, wenn er die Welt erklärt. Anscheinend ist Recherche nicht mehr gefragt.

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Provodnik

Datum: 21.12.17 15:10

Was auch für einen Arbeitsplatz in St. Pölten sprechen kann:
Je nach Wohnort in Wien kann es auch sein, dass ein Arbeistplatz in St. Pölten schneller erreichbar ist als einer in Wien. Vom 10. Bezirk in Wien ist man schneller im Zentrum von St. Pölten als irgendwo zB im 19. oder in Transdanubien.

Provodnik

Re: [AT] Spricht die Bahn junge Kunden an?

geschrieben von: Bahnwalter

Datum: 29.12.17 16:08

J-C schrieb:
Uhhm, gerade für die, die zum ersten Mal ihr Ticket am Automaten kaufen, ist es doch relativ leicht. Es ist für die schwer, die sich umgewöhnen müssen.

[...]

Klagen kommen wohl eher von Pendlern, die sich an die alte Oberfläche gewöhnt haben.

Oh nein, das stimmt so nicht: Durch den zwangsweise fahrplanbasierten Ticket-Verkauf ist dieser auf jeden Fall komplizierter. Es kommt ja auf jeden Fall (mindestens) 1 zusätzlicher Schritt hinzu, wo man einen Zug auswählen muss. Wenn man Glück hat, wird ohnehin das richtige als erstes vorgeschlagen.

Es gibt aber auch Fallen, wie z. B. die folgende Falle, in die garantiert auch Benutzer, die sich nicht an die alten Automaten gewohnt haben, tappen können (nicht müssen, da es in dem Fall teilweise Glücksache ist, je nachdem was man zur Auswahl als 1. vorgeschlagen bekommt) :

Bei Fahrten von einem Ort westlich von St. Pölten nach Wien steht ja auf dem Ticket nurmehr „über St. Pölten” und als Ziel „WIEN” (letzteres ohne konkreten Bahnhof), sodass man flexibel mit dem selben Ticket wahlweise über Tullnerfeld, aber auch über Neulengbach fahren kann, und weiters sowohl für Züge zum Westbahnhof als auch für Züge zum Hbf. gilt. Soweit, so sinnvoll und durchaus Fahrgastfreundlich.

Im Widerspruch dazu die zwangsweise Auswahl eines Zugs - denn jetzt kommt die Falle:

Möchte man zum Wiener Westbahnhof (z. B. mit einem der neuen direkten REXe von Amstetten über Tullnerfeld nach Wien Westbahnhof), und wählt aber versehentlich einen Zug zum Hbf. (während als Ziel für das Ticket bereits "Wien Westbahnhof" ausgewählt ist), dann erhält man zwar für die Bahnfahrt ein - wie oben beschrieben - flexibles, und somit auch zum Westbahnhof gültiges Ticket. ABER: Es wird zusätzlich ein Fahrschein für Wien für die Fahrt von Wien Meidling nach Wien Westbahnhof (mit der U-Bahn) mitverkauft !!! Den bekommt man dann und hat ihn bezahlt, auch wenn man ihn gar nicht braucht, und nur wegschmeißen kann. Obendrein ist es noch so, dass auf diesem Fahrschein - obwohl es tariflich ein Fahrschein für (ganz) Wien wäre - explizit "Wien Meidling - Wien Westbahnhof" draufsteht und dieser somit nichteinmal für eine andere Fahrt in Wien verwendet werden kann.

Im Zuge der Informationen auf den diversen Schritten des Ticket-Kauf-Vorgangs ist nicht klar auf den 1. Blick ersichtlich, dass man hier ein Ticket für die Wiener U-Bahn mitkauft. Wenn man weiß, wo es steht, wird man es wohl finden. Jetzt kann man natürlich sagen, "selber schuld wenn man den falschen Zug wählt" - das ändert aber nichts daran, dass das nicht passieren würde, wenn man nicht die unsinnige zwangsweise Zugs-Auswahl hätte.

Immerhin steht bei der Auswahl des Zugs ein klarer Hinweis dabei, dass es sich hierbei nicht um die Gültigkeit des Tickets handelt (damit man weiß, dass es auch für andere Züge gilt). Das ist soweit positiv, ändert aber auch nichts an der oben beschriebenen Falle.


Zitat
Der Fahrgast ist nicht gezwungen, eine Reservierung zu kaufen und eine halbe Stunde wird man ja wohl stehen können.
Vor allem, wo es ja nich nur den einen Zug auf der Strecke gibt...
Das Problem ist, dass die für den Fernverkehr ausgelegten Zugtypen (z. B. Railjet) selbst zum Stehen kaum Platz bieten, sodass es einem passieren kann, dass man nichteinmal stehen kann, ohne ständig (u. a. dem Bordpersonal) im Weg zu sein. Und da können dann auch 30 Minuten ganz schön lang werden. Nicht immer gibt es für solche Fälle einen brauchbaren alternativen Zug, auf den man "ausweichen" kann. Ich war aufgrund dieser Problematik daher schon nahe dran, für die kurze Strecke Wien - St. Pölten eine Sitzplatzreservierung zu kaufen - wenn das nicht im Verhältnis zur Länge der Strecke doch ein bisschen zu teuer wäre.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:29:16:20:07.

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