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 08/02 - Alpenlandforum 

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Liebe Freunde des modernen Schienenverkehrs,
schon alleine aus therapeutischen Gründen ist ein Besuch in der Schweiz von Zeit zu Zeit empfehlenswert. Ich möchte hier in mehreren Teilen einen - wenn auch unvollständigen - Bilderbogen neuer Bahnhofsprojekte präsentieren, die ich Ende März/Anfang April besucht habe. Ein kleiner Ausflug zu einem besonders kuriosen Projekt in Frankreich wird auch dabei sein. Über die SBB-Webseite, den Darstellungen zum Flux-Preis (prämiert wird der goldene Verkehrsknoten) von Postauto Schweiz und VÖV und schweizerischen Bahnforen habe ich im Vorfeld versucht, mir einen Überblick über neue Projekte zu schaffen. Mit Lidl-Ticket und Aufpreis für den Schlafwagen ging es nach Zürich HB. Dann mit dem Swiss Travel Pass 4 Tage lang kreuz und quer durch die Schweiz. Bitte verzeiht mir, wenn hier Perronanlagen (Bahnsteiganlagen) und Bushöfe (ZOBs) einmal häufiger zu sehen sein werden als Rollmaterial, aber vielleicht findet das ja trotzdem Interesse.

Jetzt zu den Bildern:

http://img51.imageshack.us/img51/7201/img3708b.jpg

Bild 1: Gut ausgeschlafen, Ankunft knapp nach halb neun in Zürich HB. Angenehme Reise im Doppelstockschlafwagen. Allerdings finde ich, dass der Pflegezustand des Interieurs etwas zu wünschen übrig lies.


http://img198.imageshack.us/img198/5599/img3711p.jpg

Bild 2: Hier schlägt der Puls der Schweiz. Zwischen den Taktknoten ist es allerdings etwas ruhiger.


http://img62.imageshack.us/img62/8014/img3718rz.jpg

Bild 3: Erste Station der Bahnhofsentdeckungstour: Zürich Stettbach wurde 1990 mit der S-Bahn Zürich eröffnet und erhielt 2009/2010 oberirdisch ein umfangreiches Lifting. Hier geht’s es nach oben.


http://img268.imageshack.us/img268/2889/img3722jf.jpg

Bild 4: “Oben” wurde alles neu gemacht, um zeitgleich zur Eröffnung der Glattalbahn-Strecke Flughafen-Stettbach einen ansprechenden Verkehrsknoten zu bieten. Ich fand es recht gelungen, wenngleich ich auch von Beschwerden der Pendler gelesen habe, die die Dächer zu klein fanden.


http://img195.imageshack.us/img195/1056/img3739w.jpg

Bild 5: Diese Dächer sind vielleicht wirklich etwas klein geraten. Es sieht aber schick aus. In Stettbach wendet auch die Strassenbahnlinie 7 der VBZ.


http://img820.imageshack.us/img820/6181/img3759a.jpg

Bild 6: Weiter ging es mit der Glattalbahn nach Wallisellen. So schön sehen die Stationen der Glattalbahn aus. Hinter der Glasscheibe befindet sich die SBB-Strecke Winterthur-Zürich


http://img200.imageshack.us/img200/9686/img3764z.jpg

Bild 7: Das neue Bahnhofsgebäude in Wallisellen 2010. Das ist städtebauliche Dichte rund um den Bahnhof.


http://img222.imageshack.us/img222/1715/img3771f.jpg

Bild 8: Einen guten Eindruck macht die Glattalbahn in vielen Bereichen: Schönes Rasengleis am Lindberghplatz.


http://img852.imageshack.us/img852/320/img3799x.jpg

Bild 9: Ein gelungener Verkehrsknoten ist auch am Züricher Flughafen entstanden. Zum unterirdischen SBB-Bahnhof ist es nicht weit. Oberirdisch wartet ein großzügiger Busbahnhof mit einer Haltestelle für die Glattalbahn auf Fahrgäste. Den Gästen der Schweiz wird so der Stellenwert des ÖV schnell bewusst.


http://img96.imageshack.us/img96/2190/img3791n.jpg

Bild 10: Ein großzügiges Dach für die zahlreichen Bushaltepositionen. Natürlich kann hier auch in den Bus eingestiegen werden, während der Fahrer noch Pause macht und seinen Kaffee am nahegelegenen Kiosk trinkt.


http://img808.imageshack.us/img808/1807/img3779o.jpg

Bild 11: Die Haltestelle der Glattalbahn.


http://img845.imageshack.us/img845/622/img3800b.jpg

Bild 12: Mit der Glattalbahn ging es dann zum Züricher Hauptbahnhof.


http://img717.imageshack.us/img717/3345/img3806y.jpg

Bild 13: Noch schnell einen Blick in einen der recht neuen Siemens-Doppelstocktriebwagen der S-Bahn geworfen. Sieht sehr ansprechend aus. Gut finde ich die Teppiche im Eingangsbereich, die dafür sorgen, dass nicht so viel Dreck durch den Zug getragen wird.


http://img251.imageshack.us/img251/7377/img3807o.jpg

Bild 14: Vorbildlich und nicht nur bei der S-Bahn Zürich anzutreffen: Zuverlässige Anschlussinformationen sogar mit Informationen zum Busverkehr.


http://img851.imageshack.us/img851/9310/img3811m.jpg

Bild 15: Mein nächstes Ziel: Horgen am westlichen Ufer des Zürichsee. Hier wurde zwischen 2007 und 2009 das Bahnhofsumfeld neu gestaltet. Ein neuer Steg verbindet Stadt, Bahn und See.


http://img576.imageshack.us/img576/7700/img3816i.jpg

Bild 16: Das ist nicht ganz mein Fall: Vor dem Bahnhofsgebäude wurde für den gesamten Verkehr eine so genannte “Begegnungszone” geschaffen. Nichts gegen diese Verkehrsberuhigungsmaßnahme, aber die farbliche “Gestaltung” finde ich nicht so toll.


http://img852.imageshack.us/img852/7648/img3821g.jpg

Bild 17: Schön ist aber die neue zentrale Bushaltestelle mit dem großzügigen Dach.


http://img130.imageshack.us/img130/7109/img3834db.jpg

Bild 18: Mit der Fähre ging es hinüber nach Meilen. Auch hier wurde direkt am S-Bahnhof ein neuer “Bushof” gebaut.


http://img835.imageshack.us/img835/2035/img3838x.jpg

Bild 19: Wieder einmal über Zürich HB ging es dann nach Baden. Schön ist es immer wieder zu sehen, wie gut die steilen 12 %-Rampen der schweizerischen Bahnhöfe funktionieren. In D ist so etwas nicht zulässig. Da muss immer ein Aufzug her.


http://img251.imageshack.us/img251/6259/img3843bb.jpg

Bild 20: Dieser Anzeiger mit “Dienstmeldungen” für die “Buschauffeure” dient der Anschlusssicherung zwischen Bahn und Bus.


http://img851.imageshack.us/img851/2071/img3844.jpg

Bild 21: Das ist die Westseite des Bahnhofes in Baden.


http://img231.imageshack.us/img231/2158/img3849u.jpg

Bild 22: … und das ist die Ostseite mit dem eigentlichen Bahnhofsvorplatz.


http://img840.imageshack.us/img840/4724/img3863c.jpg

Bild 23: Auch das gehört zum Bahnhof: Mit diesem 2007 eröffneten neuen Steg mitsamt 36 m hohen Aufzug wird für Fußgänger eine direkte Verbindung vom Bahnhof in die Nachbargemeinde Ennetbaden geschaffen.


http://img27.imageshack.us/img27/5117/img3877b.jpg

Bild 24: Nächster Stopp: Dietikon. Auch hier gibt es einen neuen Bushof für bequemes Umsteigen.


http://img535.imageshack.us/img535/5750/img3886nd.jpg

Bild 25: Pragmatisch wird mit Anforderungen an die Bahnsteighöhe aufgrund des Einsatzes von neuen Fahrzeugen umgegangen: Nicht immer wird gleich der ganze Bahnsteig neu gebaut, wie es in D fast unumgänglich ist. Hier reichen einfache Hilfstritte auf dem Bahnsteig (Aufnahme in Dietikon).


http://img707.imageshack.us/img707/4710/img3887s.jpg

Bild 26: Noch eine Detailansicht dieser interessanten Konstruktion.

Das ist der erste Teil der ersten Tages meiner Bahnhofstour durch die Schweiz. Ich hoffe es hat Euch gefallen. Die nächsten Teile folgen bald.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:04:19:23:54:31.
Sehr interessant! Da kommt doch etwas Abwechslung in dieses Forum.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 19.04.11 10:37

Die Schweiz besteht wirklich nur noch aus Verkehrwegen und Beton, schlimm:-( Ist es noch irgendwie grün, steht schon ein Baukran. Als Ausgleich muss das Grün wohl schon zwischen den Schienen gepflanzt werden? Schlimm, ein solches Einwanderungsland zu sein:-(
Das Problem ist eher die verfehlte Siedlungspolitik. Statt verdichtet zu bauen wird vielerorts lieber neues Bauland eingezont... insb. in ländlichen Gegenden.

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 19.04.11 16:06

Das grösste Problem was ich Persönlich damit hab ist das vielenorts nur noch blanker Beton verbaut wird (erinnert mich eher an die Plattenbauten der Satellitenstädte aus den 70ern..)

gruss, Steven

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 19.04.11 17:17

kabelleger schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das Problem ist eher die verfehlte
> Siedlungspolitik.

Oder verfehlte Einwanderungspolitik, seit 1945 fand eine Verdoppelung der Wohnbevölkerung in der Schweiz statt, manche meinen sogar, es verträgt noch mehr, dies auch die Grünen:-( ( Mehr Menschen verursachen doch mehr Abfall und brauchen mehr Energie?)
Weltweit kann man verfehlte Bevölkerungs- und Geburtenpolitik nennen, hat sich seit 1914 trotz schrecklicher Kriege die Weltbevölkerung vervierfacht!!!

> Statt verdichtet zu bauen wird
> vielerorts lieber neues Bauland eingezont... insb.
> in ländlichen Gegenden.

Verdichtet Bauen??? Das wäre doch Batteriehaltung vom Menschen? Batteriehaltung wurde doch für Tiere Verboten, weil Tiere bei Batteriehaltung aggressiv werden? Werden Menschen bei Batteriehaltung nicht aggressiv? Die Tatsache lernt uns was anderes, die Polizeiberichte sprechen ein Bild davon!!!
In Hongkong, wo VIEL dichter als irgendwo in der Schweiz gewohnt und gelebt wird, habe ich keinerlei neigung zur aggression empfunden. Die landschaft so weit zu zersiedeln, dass nur noch die Eigernordwand und ähnlich unzugängliche gegenden ohne häuser bleiben, kann nicht die lösung sein. Wäre im übrigen auch verkehrlich kaum zu erschließen, wenn die einwohner gleichmäßig über die quadratkilometer (horizontal oder gefaltet gemessen?) der Schweiz verteilt werden.

(Freilich hat Hongkong auch mit umweltproblemen zu kämpfen, die in der Schweiz undenkbar wären, über der stadt lastet meist eine unerträgliche smogglocke.)

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 19.04.11 21:10

Hallo,
nein so ist es nun auch wieder nicht, dass die Schweiz nur noch aus Verkehrswegen und Beton besteht. Mich freut es immer wieder wenn in die Infrastrukturausbauten investiert wird. Bei uns muss halt fast alles perfekt sein. Aber heutige Neubauten, insbesondere in der Verkehrsinfrastruktur bestehen halt nun mal hauptsächlich aus Beton, Metall und Glas. Mit Plattenbauten wie in der Ex-DDR hat das überhaupt nichts zu tun. Und grün gibt es bei uns in jeder Stadt sehr viel und auf dem Lande erst recht, dies sehe ich bei meinen fast wöchentlichen Cabrio-Touren zur Genüge. Interessant an diesem Thread ist wieder, dass ein Teilnehmer schöne und interessante Fotos aus seiner Schweiz-Tour zeigt und darüber eine Diskussion über die Zersiedelung der Schweiz und die Einwanderung entsteht. Finde ich völlig überflüssig.

Mit Gruss

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 19.04.11 21:16

Na jetzt aber mal Langsam. Das Mittelland mach 30% der Schweiz aus. Die Schweiz hat 189Ew/km^2.
Nähme man nun an, dass alle im Mittelland wohnten, läge die Dichte bei 630Ew/km^2.
Ich muss ja wohl nicht sagen, dass das lächerlich niedrig ist, hier haben wir z.B. 731Ew/km^2, und es gibt trotzdem Wald und den ganzen Naturquatsch.
Die Region Rhein-Ruhr hat z.B. 1422Ew/km^2 und 10Mio. Einwohner, und trotzdem hat es doch noch mehr als genug Natur.

Das Problem mit der Einwanderung ist doch nicht die "Das Boot ist voll"-Geschichte etc., sondern, dass nicht genug Wohnungen gebaut werden, und die Mieten immer weiter steigen - und dies wegen der Ausländer.
Würde also genug wohnraum geschaffen, würde Urs-Normalschweizer von der Einwanderungsdebatte nichts mitkriegen.

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 19.04.11 21:50

@hansibahn2

Hallo,
mit den Einwohnern pro km2 gebe ich Dir recht. Wohnungen werden momentan aber absolut genug gebaut. Die Frage ist vielleicht noch, werden sie am richtigen Ort gebaut? Die meisten Schweizer (bin auch einer) wollen halt immer beides haben, den Foifer(Fünfrappen) und das Weggli(Milchbrötchen). Deshalb jammern sie über zuwenig Eisenbahn, soll aber eine neue Linie gebaut werden, dann sicher nicht bei mir, sie jammern über zuwenig leistungsfähige Strassen/Autobahnen, soll aber ausgebaut oder neugebaut werden, dann sicher nicht bei mir, jeder will zwar fliegen, soll aber ein Flughafen ausgebaut werden, wird im Umkreis von 100 km wegen dem zusätzlichen Lärm gejammert, usw. und so fort. Man will in der Stadt leben, es soll aber alles ruhig und grün sein, man will auf dem Land leben, es soll ruhig sein und gleichzeitig aber ein Event nach dem andern stattfinden, usw. und so fort. Die grosse Zuwanderung verschärft natürlich gewisse Probleme, die wären aber zu lösen, wenn es nicht dauernd einen politischen Hickhack darüber gäbe.

Mit Gruss und trotzdem einen schönen Abend



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:04:19:21:53:59.
Ah, du gehörst auch zu denen, die das Gefühl haben, wir müssen eine Mauer und viel Stacheldraht um die Schweiz bauen, aber die ganzen Wohlstandsgüter wollen wir natürlich trotzdem, und natürlich ganz ganz billig! Und auf die Schwarzarbeit der Putzfrau und die zu Billiglöhnen aufgeräumten S-Bahn-Züge wollen wir selbstverständlich nicht verzichten. Und dann haben diese Ausländer auch noch die Frechheit, Wohnraum oder Strom (!!!) zu brauchen!

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 19.04.11 23:42

@kabelleger

Falls Du mich meinst, dann lies aber meine Beiträge nochmals ganz genau. Genau zu denen gehöre ich nämlich nicht.

Gruss
@sensorz3:
Sorry, dich meine ich nicht, der Post bezog sich auf adler (in der Baum-Ansicht ists klar).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:04:20:00:05:33.

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 20.04.11 11:55

kabelleger schrieb:
-------------------------------------------------------
> Und auf die
> Schwarzarbeit der Putzfrau und die zu Billiglöhnen
> aufgeräumten S-Bahn-Züge wollen wir
> selbstverständlich nicht verzichten. Und dann
> haben diese Ausländer auch noch die Frechheit,
> Wohnraum oder Strom (!!!) zu brauchen!


Es gibt sehr viele Einheimische, die S-Bahnen und Bahnhöfe reinigen. Vielfach sind es Eisenbahner, die ihre Gesundheit ruiniert haben und aus medizinischen Gründen nicht mehr anders eingesetzt werden können. Die haben keinen warmen Büroplatz, wie es anscheinend andere haben und dabei gleichzeitig den Blick für die Realität verlieren. Die sehen, wer alles verschmutzt und sich auf den Bahnhöfen herumtreibt. Diese Reiniger haben genug von Multikulti und würden gerne um die Deutschsprachigen Länder einen hohen Zaun erstellen.

@Kabelleger, diese Reinigungsarbeit wäre doch für einige Jahre eine Arbeit für Dich? :-) Du würdest die Gesellschaft mit anderen Augen sehen:-))

Ausserdem waren die Züge und Bahnhöfe vor 20 Jahren nicht so schmutzig wie heute! Klar, mehr Bevölkerung, mehr Zugfahrer, mehr Abfall. Ausserdem ist heute überall auf Bahnsteigen ein Kiosk oder Warenautomat. Früher war die Mahlzeit bei der Tischzeit, heutzutage muss unsere Gesellschaft dauernd essen und trinken. Über den Gesundheitswert von diesen Automat- und Kioskprodukten muss man nichts schreiben, dies rächt sich jetzt schon langsam.
Beim Ministerium Rössler ist dies jetzt schon ein Thema, aber die Lebensmittelhersteller stemmen sich dagegen. Klar, die Kohle zählt, denen ist unsere Gesundheit egal:-(



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:04:20:12:25:36.

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 20.04.11 12:01

hansibahn2 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Würde also genug wohnraum geschaffen, würde
> Urs-Normalschweizer von der Einwanderungsdebatte
> nichts mitkriegen.


Noch mehr Wohnraum? Dies bedeutet auch mehr Bodenversiegelung!!! Der Boden sollte das Wasser wie ein Schwamm aufnehmen können und für einige Zeit speichern. Leider ist dies nicht mehr möglich! Warum hat man heutzutage nach Regenfällen sofort Überschwemmungen? Ein anderes Beispiel war auch das Alpenhochwasser von 2005.

Aber wiedmen wir unsere Aufmerksamkeit doch wieder der Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten.
@adler:
Du machst es dir sehr einfach, wenn dir ein paar herumlungernde und Bahnhof-verschmutzende Jugendliche reichen, um alle Ausländer über einen Kamm zu scheren und ihnen selbst die grundlegendsten Dinge nicht gönnst. Zumal auch du (oder gerade du) mit diesem Hintergrund ganz sicher kein umfassendes oder objektives Bild der Ausländer hast (womit ich explizit nicht sagen will, dass ich dieses hätte).

Wenn ich Bemerkungen höre, welche in die Richtung "AKWs brauchen wir wegen den Ausländern" und "Die Schweiz wird wegen den Ausländern zubetoniert" gehen (was nur schon deshalb kompletter Schwachsinn ist, weil die Schweizer - nicht die Ausländer! - sich in Abstimmungen und bei Wahlen bisher NICHT (bzw. nur sehr bedingt) gegen AKWs oder Zersiedelung ausgesprochen haben), dann ist das zutiefst asozial und jenseits jeglichen Anstandes.
Die Frage ist einfach, welche Entwicklung wir vor allem im Grossraum Zürich wollen. Dietikon hat heute rund 23'000 Einwohner. In wenigen Jahren werden es 30'000 sein. Selbstverständlich sind wir deshalb noch lange kein Ruhrgebiet und auch nicht mit einem Grossraum wie Paris zu vergleichen. Trotzdem muss man sich fragen was denn der Sinn dieser Entwicklung ist. Uebrigens hat sich die SVP vehement für die letzte Einzonung von unbebautem Land in Dietikon eingesetzt. Heute fordert sie weniger Ausländer damit es weniger Kernkraftwerke brauche. Woher sollen denn diese neuen Einwohner kommen? Aus der übrigen Schweiz? Oder doch aus dem Ausland? In Dietikon sind heute 40% der Einwohner Ausländer, in Schlieren rund 43% und im nahen aargauischen Spreitenbach über 50%.

Ich war letzte Woche an einer Veranstaltung zu DRG (Fallpauschalen in Krankenhäusern). Eine anwesende deutsche Aerztegruppe beklagte sich bitter darüber, dass die Schweiz ihnen viele junge Aerzte wegnehme und es ihnen an Nachwuchs fehle. Es kommen nicht nur Ausländer für die Drecksarbeit in die Schweiz. Es kommen auch viele gut ausgebildete Leute. Diese fehlen dann auch in ihren Heimatländern.

Die Schweiz ist seit langen ein Einwanderungsland und wird es auch bleiben. Nur welche Entwicklung gut ist, darüber müssen wir uns durchaus Gedanken machen. Dabei muss man auch an die für so viele neue Einwohner nötige Infrastruktur gedacht werden und ob wir diese bereitstellen können, damit die Lebensqualität nicht zu sehr leidet.

Gruss
Ernst

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 20.04.11 18:21

Ernst schrieb:
> Uebrigens hat sich die SVP
> vehement für die letzte Einzonung von unbebautem
> Land in Dietikon eingesetzt. Heute fordert sie
> weniger Ausländer damit es weniger Kernkraftwerke
> brauche.

Typisch SVP, wettert gegen Ausländer, aber wenn man grosse Kohle verdienen kann ist alles egal!!!
Es soll noch die Schweizer-Demokraten geben? Warum hört niemand auf diese Partei? Die SVP sei nur eine Kopie der Schweizer-Demokraten, aber habe genug Geld, also eine Partei des Kapitals.
Hallo,

so eine Diskussion wollte ich gar nicht anzetteln, aber jetzt möchte ich doch einen kurzen Kommentar eines Außenstehenden dazu abgeben: Ich freue mich einfach, wie es in der Schweiz gelungen ist, der Eisenbahn und dem ÖV insgesamt einen hohen Stellenwert zu geben. Das spiegelt sich deutlich in der Gestaltung der Bahnstationen und ihrer Umfelder wieder, die - so finde ich - deutlich besser geraten, gestaltet, geplant, unterhalten etc. sind als in D. Man vergleiche nur einmal die Organisation der Umsteigemöglichkeiten zwischen den Regional-/Fernzügen in Zürich HB und München. Oder schaue sich einmal den mickrigen Fußgängertunnel zwischen den Bahnsteigen im Frankfurter Hauptbahnhof an. Da ist in der Schweiz vieles viel praktischer gelöst. Das finde ich toll und da ist mir der Beton an den Bahnstationen doch ganz lieb, denn in der Schweiz entsteht städtebauliche Dichte an den Bahnstationen. Dass die Lebensqualität dann immer noch stimmen muss, ist ja klar, aber für einen Außenstehenden sehen die vielen Neubauten rund um die Bahnhöfe recht gut durchdacht aus. Ich würde mich freuen, wenn wir hier in D einen ähnlichen Konsens bezüglich der Bedeutung des ÖV hätten. Wie sich ein solcher Konsenz in der Gestaltung der Bahnhöfe niederschlägt, wollte ich mit dem Exkursionsbericht darstellen (zwei weitere Tage werden folgen).

Re: [CH] Tour de Suisse zu Bahnhofsprojekten (Tag 1, Teil 1 m 26 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 21.04.11 22:34

@E14418

Hallo,
genau so ist es, Du bringst es auf den Punkt. Dem bleibt nichts anzufügen, ausser den besten Dank für die Berichte und schönen Fotos.
Gruss aus der Schweiz



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:04:21:22:34:51.
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