Liebe Freunde des modernen Schienenverkehrs,
schon alleine aus therapeutischen Gründen ist ein Besuch in der Schweiz von Zeit zu Zeit empfehlenswert. Ich möchte hier in mehreren Teilen einen - wenn auch unvollständigen - Bilderbogen neuer Bahnhofsprojekte präsentieren, die ich Ende März/Anfang April besucht habe. Ein kleiner Ausflug zu einem besonders kuriosen Projekt in Frankreich wird auch dabei sein. Über die SBB-Webseite, den Darstellungen zum Flux-Preis (prämiert wird der goldene Verkehrsknoten) von Postauto Schweiz und VÖV und schweizerischen Bahnforen habe ich im Vorfeld versucht, mir einen Überblick über neue Projekte zu schaffen. Mit Lidl-Ticket und Aufpreis für den Schlafwagen ging es nach Zürich HB. Dann mit dem Swiss Travel Pass 4 Tage lang kreuz und quer durch die Schweiz. Bitte verzeiht mir, wenn hier Perronanlagen (Bahnsteiganlagen) und Bushöfe (ZOBs) einmal häufiger zu sehen sein werden als Rollmaterial, aber vielleicht findet das ja trotzdem Interesse.
Jetzt zu den Bildern:
Bild 1: Gut ausgeschlafen, Ankunft knapp nach halb neun in Zürich HB. Angenehme Reise im Doppelstockschlafwagen. Allerdings finde ich, dass der Pflegezustand des Interieurs etwas zu wünschen übrig lies.
Bild 2: Hier schlägt der Puls der Schweiz. Zwischen den Taktknoten ist es allerdings etwas ruhiger.
Bild 3: Erste Station der Bahnhofsentdeckungstour: Zürich Stettbach wurde 1990 mit der S-Bahn Zürich eröffnet und erhielt 2009/2010 oberirdisch ein umfangreiches Lifting. Hier geht’s es nach oben.
Bild 4: “Oben” wurde alles neu gemacht, um zeitgleich zur Eröffnung der Glattalbahn-Strecke Flughafen-Stettbach einen ansprechenden Verkehrsknoten zu bieten. Ich fand es recht gelungen, wenngleich ich auch von Beschwerden der Pendler gelesen habe, die die Dächer zu klein fanden.
Bild 5: Diese Dächer sind vielleicht wirklich etwas klein geraten. Es sieht aber schick aus. In Stettbach wendet auch die Strassenbahnlinie 7 der VBZ.
Bild 6: Weiter ging es mit der Glattalbahn nach Wallisellen. So schön sehen die Stationen der Glattalbahn aus. Hinter der Glasscheibe befindet sich die SBB-Strecke Winterthur-Zürich
Bild 7: Das neue Bahnhofsgebäude in Wallisellen 2010. Das ist städtebauliche Dichte rund um den Bahnhof.
Bild 8: Einen guten Eindruck macht die Glattalbahn in vielen Bereichen: Schönes Rasengleis am Lindberghplatz.
Bild 9: Ein gelungener Verkehrsknoten ist auch am Züricher Flughafen entstanden. Zum unterirdischen SBB-Bahnhof ist es nicht weit. Oberirdisch wartet ein großzügiger Busbahnhof mit einer Haltestelle für die Glattalbahn auf Fahrgäste. Den Gästen der Schweiz wird so der Stellenwert des ÖV schnell bewusst.
Bild 10: Ein großzügiges Dach für die zahlreichen Bushaltepositionen. Natürlich kann hier auch in den Bus eingestiegen werden, während der Fahrer noch Pause macht und seinen Kaffee am nahegelegenen Kiosk trinkt.
Bild 11: Die Haltestelle der Glattalbahn.
Bild 12: Mit der Glattalbahn ging es dann zum Züricher Hauptbahnhof.
Bild 13: Noch schnell einen Blick in einen der recht neuen Siemens-Doppelstocktriebwagen der S-Bahn geworfen. Sieht sehr ansprechend aus. Gut finde ich die Teppiche im Eingangsbereich, die dafür sorgen, dass nicht so viel Dreck durch den Zug getragen wird.
Bild 14: Vorbildlich und nicht nur bei der S-Bahn Zürich anzutreffen: Zuverlässige Anschlussinformationen sogar mit Informationen zum Busverkehr.
Bild 15: Mein nächstes Ziel: Horgen am westlichen Ufer des Zürichsee. Hier wurde zwischen 2007 und 2009 das Bahnhofsumfeld neu gestaltet. Ein neuer Steg verbindet Stadt, Bahn und See.
Bild 16: Das ist nicht ganz mein Fall: Vor dem Bahnhofsgebäude wurde für den gesamten Verkehr eine so genannte “Begegnungszone” geschaffen. Nichts gegen diese Verkehrsberuhigungsmaßnahme, aber die farbliche “Gestaltung” finde ich nicht so toll.
Bild 17: Schön ist aber die neue zentrale Bushaltestelle mit dem großzügigen Dach.
Bild 18: Mit der Fähre ging es hinüber nach Meilen. Auch hier wurde direkt am S-Bahnhof ein neuer “Bushof” gebaut.
Bild 19: Wieder einmal über Zürich HB ging es dann nach Baden. Schön ist es immer wieder zu sehen, wie gut die steilen 12 %-Rampen der schweizerischen Bahnhöfe funktionieren. In D ist so etwas nicht zulässig. Da muss immer ein Aufzug her.
Bild 20: Dieser Anzeiger mit “Dienstmeldungen” für die “Buschauffeure” dient der Anschlusssicherung zwischen Bahn und Bus.
Bild 21: Das ist die Westseite des Bahnhofes in Baden.
Bild 22: … und das ist die Ostseite mit dem eigentlichen Bahnhofsvorplatz.
Bild 23: Auch das gehört zum Bahnhof: Mit diesem 2007 eröffneten neuen Steg mitsamt 36 m hohen Aufzug wird für Fußgänger eine direkte Verbindung vom Bahnhof in die Nachbargemeinde Ennetbaden geschaffen.
Bild 24: Nächster Stopp: Dietikon. Auch hier gibt es einen neuen Bushof für bequemes Umsteigen.
Bild 25: Pragmatisch wird mit Anforderungen an die Bahnsteighöhe aufgrund des Einsatzes von neuen Fahrzeugen umgegangen: Nicht immer wird gleich der ganze Bahnsteig neu gebaut, wie es in D fast unumgänglich ist. Hier reichen einfache Hilfstritte auf dem Bahnsteig (Aufnahme in Dietikon).
Bild 26: Noch eine Detailansicht dieser interessanten Konstruktion.
Das ist der erste Teil der ersten Tages meiner Bahnhofstour durch die Schweiz. Ich hoffe es hat Euch gefallen. Die nächsten Teile folgen bald.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:04:19:23:54:31.