DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!
7. November 2006, Neue Zürcher Zeitung

Noch mehr Nachtzüge und -busse ab Dezember

Ein Nachtbetrieb an sieben Tagen pro Woche ist aus Kostengründen vorerst nicht geplant

Auch nachts jede Stunde ein Zug: Mit diesem Ziel vor Augen entwickelt der Verkehrsverbund sein seit vier Jahren betriebenes Nachtnetz weiter. Im Dezember wächst das Angebot wieder deutlich, namentlich im Unterland.


bto. Rund 4500 Personen transportierte der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) 2003 in den Nächten auf Samstag und Sonntag im Durchschnitt. Im laufenden Jahr sind es schon gegen 8000, und es gibt nach Ansicht von ZVV-Direktor Franz Kagerbauer keinen Grund zur Annahme, dass die Nachfrage erlahmt.

Pro Stunde ein Zug

Der ZVV setze deshalb weiter auf Ausbau: Bereits diesen Dezember soll das Nachtnetz-Angebot namentlich im Unterland deutlich wachsen. Die bisherigen Busse nach Bülach werden durch stündlich verkehrende Nacht-S-Bahnen ersetzt. Zusätzliche Buslinien sorgen für die Feinverteilung. Auch Kloten und Bassersdorf bekommen direkte Züge ab Zürich, allerdings nur im Zweistundentakt. Die Nacht-S-Bahn am rechten Seeufer verkehrt ab dem Fahrplanwechsel im Stundentakt, und Spätheimkehrer aus Winterthur und Umgebung werden künftig auch ab der letzten S-Bahn aus Zürich noch Busverbindungen in die Gemeinden der Umgebung finden. Eine neue Nachtbuslinie ab Effretikon ermöglicht Heimkehrern aus jener Region direktere Fahrten. Diese Zusatzangebote bedeuten bereits den dritten Ausbau des erst vierjährigen Nachtnetzes.

Laut Kagerbauer endet das laufende Betriebsjahr fürs Nachtnetz bei Kosten von rund 5,5 Millionen Franken voraussichtlich mit einem Gewinn. Der nicht eben beliebte Nachtzuschlag von fünf Franken trage dazu bei und werde bleiben.

Gemäss einer am Montag den Medien vorgestellten Strategie soll sich das Nachtnetz künftig nach dem Motto «Jede Stunde ein Zug» entwickeln. Das bedeutet, dass anstelle von Bussen auch in der Nacht immer mehr Züge zum Einsatz kommen sollen. Auf der Wunschliste des ZVV stehen Nacht-S-Bahnen ins Furttal, ins Sihltal und auf die Forch. Auf bestehenden Nacht-S-Bahnen nach Aarau, Schaffhausen, Kreuzlingen und St. Gallen soll der Stundentakt eingeführt werden. Züge sind bei den Benützern klar beliebter als Busse: Nachdem der ZVV 2005 in den Regionen Zimmerberg und Weinland Nachtbusse durch Nacht-S-Bahnen ersetzt hatte, verdreifachten sich die Benützerzahlen innert Jahresfrist beinahe. Wo immer die Nachfrage es rechtfertigt, fahren die Verkehrsmittel künftig stündlich. Die Strategie sieht zudem vor, dass die Verkehrswege in der Nacht dieselben sind wie tagsüber.

Wochentags noch lange kein Nachtnetz

Das alles hat zum Ziel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr zu erhöhen. Namentlich im Bereich des Freizeitverkehrs, der unterdessen über 50 Prozent aller Fahrten ausmacht, sollte der öffentliche Verkehr laut Kagerbauer seinen Anteil noch steigern können; heute liegt er bei nur 20 Prozent.

Noch in weiter Ferne steht nach Ansicht von Kagerbauer ein Nachtnetz-Angebot für die ganze Woche. Das lasse sich angesichts der potenziellen Nutzerzahlen unter der Woche nicht rechtfertigen, zumal die Politik verlange, dass das Nachtnetz kostendeckend betrieben wird. Mittelfristig denkbar sei es immerhin, die ordentlichen Betriebszeiten in die Nacht hinein auszudehnen.

Nicht ohne Stolz verwiesen die ZVV-Verantwortlichen am Montag auf das Plus an Verkehrssicherheit, welches das Nachtnetz vermutlich bringt. Wenn die Politik mehr Sicherheit für junge Heimkehrer, sprich ein tägliches Nachtnetz, fordere, setze der ZVV diesen Auftrag gern um.




6. November 2006, 13:27, NZZ Online

Mehr Angebote für Nachtschwärmer

ZVV präsentiert Ausbaupläne

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) wird wegen der grossen Nachfrage sein Nachtnetz-Angebot in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Eckpfeiler sind das Einsetzen von Zügen statt Bussen, der Stundentakt sowie die Beschränkung aufs Wochenende.


http://www.nzz.ch/images/2006/11/06/zh/newzzEU6UDO8U-12/nachtnetz.jpg
Das Nachtnetz wird vor allem von Jungen genutzt. (Bild key)

(sda) Frühestens ab 2009 sollen neue Nacht-S-Bahnen im Furttal, im Sihltal und auf der Forch bestehende Nacht-Bus-Linien ersetzen, wie Marco Rüdisühli, Projektleiter des ZVV-Nachtnetzes, am Montag vor den Medien in Zürich sagte. Sie werden Zürich mit Regensdorf, Langnau respektive Esslingen verbinden.

Nacht-S-Bahnen wiesen eine viermal höhere Kapazität als Nachtbusse auf, sagte Rüdisühli. Zudem sei es förderlich für die Nachfrage, wenn Passagiere in der Nacht die gleichen Verbindungen wählen können, die sie vom Tag her kennen. Die Zimmerberglinie SN8 beispielsweise transportierte 2005 fast dreimal so viele Passagiere wie 2004, als noch ein Nachtbus auf der Strecke verkehrt war.

Schneller in Nachbarkantone

Auf den bestehenden Nacht-S-Bahnen SN3 (Zürich-Aarau) und SN8 (Zürich-Lachen) soll in Zukunft der Stundentakt eingeführt werden. Das gilt auch für die SN4 (Winterthur-Stein am Rhein) bis Schaffhausen und interkantonale S-Bahnen nach St. Gallen und Kreuzlingen.

Der Stundentakt habe einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage, sagte Rüdisühli. So sei es bei der SN5 nach dem Wechsel auf den Stundentakt zu einer Passagier-Zunahme von knapp 40Prozent gekommen. Auf der Wunschliste des ZVV stehen auch Verlängerungen der SN7 von Bassersdorf nach Pfäffikon einerseits und von Stäfa nach Rapperswil anderseits sowie der SN5 von Rapperswil nach Pfäffikon. Gemäss Rüdisühli ist noch offen, wann und in welcher Reihenfolge diese Ausbauetappen realisiert werden.

Nachtzuschlag bleibt

Analysen hätten zudem gezeigt, dass die geringere Nachfrage unter der Woche keinen kostendeckenden Betrieb zulasse, sagte Rüdisühli weiter. Entsprechend wird das Nachtnetz weiterhin von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag in Betrieb sein.

Der kostendeckende Betrieb ist die Vorgabe des Kantons für den ZVV. Ebenfalls nicht gerüttelt wird deshalb am Nachtzuschlag von fünf Franken, wie ZVV-Direktor Franz Kagerbauer erklärte.

Erste Ausbauschritte nach dem Fahrplanwechsel

Mit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2006 werden die ersten Elemente der ZVV-Nachtnetz-Strategie umgesetzt. Vor allem das Zürcher Unterland profitiere vom ersten Ausbauschritt und den direkteren Verbindungen, sagte Projektleiter Rüdisühli.

So fährt neu die Nacht-S-Bahn SN5 im Stundentakt auch von Zürich nach Bülach und löst einen Bus ab. Ab Oberglatt und Bülach werden Anschlusslinien in die Gemeinden des Unterlands angeboten. Neu im Stundentakt verkehrt der Nachtbus N45 im Furttal. Die SN7 verbindet ab dem 10.Dezember im Zweistundentakt auch Zürich und Bassersdorf. Auf der SN7-Strecke am rechten Zürichseeufer und den entsprechenden Anschlussbussen wird der Stundentakt eingeführt.

Eine Nacht-S-Bahn fürs Säuliamt

Bereits beschlossene Sache fürs Betriebsjahr 2008 ist die neue SN9, die von Zürich durchs Knonaueramt nach Zug und Baar führen wird. Das ZVV-Nachtnetz wurde Ende 2002 eingeführt. Im ersten Betriebsjahr benutzten pro Nacht im Schnitt 4500 Fahrgäste das Angebot. 2006 seien es bisher durchschnittlich 7900 Fahrgäste pro Nacht gewesen, sagte Kagerbauer. Das entspreche einer um 76 Prozent erhöhten Nachfrage gegenüber 2003.




Zürich – Montag, 06. November 2006 - 11:26 - Tages-Anzeiger Online

ZVV baut Nachtangebot aus

http://tagi.ch/images/dynamic/news/artikel/162435.jpg
Das Nachtangebot des ZVV wird rege genutzt.

Das ZVV-Nachtnetz an Wochenenden kommt an: Die Nachfrage stieg seit der Einführung vor vier Jahren um über 75 Prozent an. Jetzt erweitert der ZVV das Angebot. Profitieren kann vor allem das Zürcher Unterland.

Die bisherigen Nachtbusse im Unterland werden laut einer Mitteilung des ZVV ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember durch Nacht-S-Bahnen und Anschlussbuslinien ersetzt. Neu verkehrt zwischen Zürich und Bülach die Nacht-S-Bahnlinie SN5 im Stundentakt. Ab Oberglatt und Bülach werden Anschlussbuslinien in die Gemeinden des Unterlandes angeboten.

Ebenfalls neu ist die Nacht-S-Bahn SN7 von Zürich nach Kloten und Bassersdorf. Die SN7 fährt im Zweistundentakt und bietet in Kloten Anschluss an den Nachtbus nach Teufen. Verdoppelt wird das Angebot im Furttal, der Nachtbus N45 fährt neu im Stundentakt.

Mehr Nachtbusse in Winterthur

Am rechten Zürichseeufer profitieren die Fahrgäste von zusätzlichen Verbindungen. Die Nacht-S-Bahn SN7 und die Anschlussbuslinien verkehren neu im Stundentakt. Zusätzliche Abfahrten gibt es auch für die Fahrgäste in Winterthur. Alle Nachtbusse ab Winterthur fahren neu viermal statt dreimal und bieten damit einen Anschluss auf die letzte Nacht-S-Bahn aus Zürich.

Fahrgäste aus Illnau, Weisslingen und Fehraltorf profitieren von einer neuen direkten Nachtbuslinie ab Effretikon, der Umweg über Schwerzenbach entfällt. Damit profitieren diese Fahrgäste von Reisewegen, welche sie bereits vom Tagesangebot gewohnt sind.

Nachtnetzvision

Die Angebotserweiterungen sind die ersten Elemente einer Nachtnetzvision, die der ZVV angesichts der stetig steigenden Frequenzen erarbeitet hat. Die Erweiterungen ermöglichen einen Ausbau der Kapazitäten und bringen direktere und schnellere Verbindungen.

Neue Nacht-S-Bahnlinien ersetzen gemäss der Vision bisherige Regionalbuslinien in Regionen mit hohem Potenzial, der Stundentakt wird zum Standard. Das Angebot wird nur dort ausgebaut, wo eine hohe Grundauslastung garantiert ist.

Beschränkung auf Wochenende bleibt

Die Nachfrage im Nachtnetz stieg innert knapp vier Jahren um über 75 Prozent. Im ersten Betriebsjahr des ZVV-Nachtnetzes waren pro Nacht durchschnittlich 4500 Fahrgäste auf den Nacht-S-Bahnen und -Bussen unterwegs. 2006 waren es bisher durchschnittlich 7900 Fahrgäste pro Nacht. Eine weitere Zunahme der Nachfrage ist absehbar.

Unverändert bleibt die Beschränkung auf den Wochenendbetrieb. Das Nachtnetz muss ausserdem weiterhin kostendeckend betrieben werden. An einem Zuschlag zum regulären Fahrpreis hält der ZVV auch in Zukunft fest. (mu)




http://img469.imageshack.us/img469/1629/unbenannt5nv0.jpg
http://img302.imageshack.us/img302/2429/unbenannt6vd9.jpg

Thanks to ImageShack for Free Image Hosting

Bello è affrontar la morte
Gridando libertà!
Amor di patria impavido
Mieta i sanguigni allori,
Poi terga i bei sudori
E i pianti la pietà.

Vincenzo Bellini, "I Puritani"




5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:11:07:15:54:51.