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Alpenländer prüfen Transitbörse

geschrieben von: Ernani

Datum: 21.10.06 14:24

20. Oktober 2006, 21:10, NZZ Online

Alpenländer prüfen Transitbörse

Verkehrsminister suchen neue Wege für den Güterverkehr

Die Verkehrsminister der sechs Alpenländer haben am Freitag in Lyon beschlossen, neue Lösungen für den Alpentransit zu erarbeiten. Eine gemeinsame Studie soll die Möglichkeiten einer Alpentransitbörse für den Güterstrassenverkehr aufzeigen.


http://www.nzz.ch/images/2006/10/20/il/newzzETINOFYL-12/lw.jpg
Die Verkehrsminister suchen neue Wege dür den Gütertransit (Bild key)

(sda) Wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mitteilte, nahm Bundespräsident Moritz Leuenberger für die Schweiz am Treffen teil. Es war die dritte Konferenz der Verkehrsminister von Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien und der Schweiz nach der Unterzeichnung der «Erklärung von Zürich» im November 2001.

Auch EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot war anwesend, als beschlossen wurde, eine gemeinsame Studie über die Möglichkeiten und Bedingungen für die Einführung neuer Regulierungssysteme im Strassentransitverkehr zu erarbeiten. Barrot habe zugesichert, die EU werde die Ausarbeitung dieser Studie finanziell unterstützen.

Diese neuen Regulierungssysteme basieren auf der Idee einer Alpentransitbörse, an der Durchfahrtsrechte gehandelt werden. Dadurch soll der Güterverkehr besser auf die verschiedenen Transitachsen verteilt und die Mobilität besser bewältigt werden.

Flüssiger und leiser

«Der Verkehr wird flüssiger und sicherer, die Anwohnerinnen und Anwohner leiden weniger unter Lärm und Immissionen», schreibt das UVEK. In anderen Bereichen gebe es dieses System bereits. Beispiele seien die CO2-Emissions-Zertifikate im Klimabereich und handelbare Stromdurchgangsrechte im Elektrizitätsbereich. Bundespräsident Moritz Leuenberger begrüsse die Erarbeitung dieser Studie sehr, berichtet das UVEK.

In der Schweiz habe man bereits erste Untersuchungen zur Alpentransitbörse gemacht, sagte er vor den Medien in Lyon. Die Kapazitäten des Lastwagentransits durch die Alpen seien in allen Alpenländern zunehmend erschöpft.

Die Verkehrsminister bekräftigten ausserdem ihren Willen, die Zusammenarbeit auch in anderen Bereichen zu verstärken. Sie wollen das Krisenmanagement verbessern, die Strafen für die Übertretung von Vorschriften im Strassengüterverkehr harmonisieren und das Angebot im Schienengüterverkehr verbessern.




Schweiz – Samstag, 21. Oktober 2006 - 20.10.2006 - Tages-Anzeiger Online

EU prüft Alpentransitbörse

Die Schweiz und fünf weitere Alpenländer wollen die Idee einer Alpentransitbörse für den Güterverkehr auf der Strasse vorantreiben. Eine gemeinsame Studie soll die Möglichkeiten eines solchen Regulierungssystems aufzeigen.


Wie das Verkehrs- und Umweltdepartement (Uvek) heute nach einem Treffen der Verkehrsminister der sechs Alpenländer in Lyon in Frankreich mitteilte, soll mit der Schaffung einer Transitbörse der Güterverkehr besser auf die einzelnen Transitachsen verteilt werden.

Damit würde der Lastwagenverkehr nicht nur flüssiger und sicherer, sondern die Anwohner hätten auch weniger unter Lärm und Abgasen zu leiden. Die EU, die am Treffen mit Verkehrskommissar Jacques Barrot vertreten war, begrüsste die Ausarbeitung der Studie und will diese auch finanziell mittragen.

Bundespräsident Moritz Leuenberger wies nach dem Treffen auf die zunehmend erschöpften Kapazitäten für den Transitverkehr auf der Strasse hin. Eine Regulierung mit Hilfe von handelbaren Zertifikaten wäre deshalb ein sinnvolles Instrument der Steuerung, das im Übrigen auch schon in anderen Bereichen – etwa bei der Zuteilung von Stromdurchgangsrechten im Elektrizitätsbereich – mit Erfolg angewandet werde.

Strafen für fehlbare Transporteure harmonisieren

Neben der Einigung auf eine neue Studie zu den Erfolgsaussichten einer Transitbörse für den Güterverkehr auf der Strasse vereinbarten die Minister auch weitere Verbesserungen beim Krisenmanagement sowie eine Harmonisierung der Strafen gegen fehlbare Strassentransporteure und weitere Kooperationen bei der Nutzung der Kapazitäten der Bahn.

Ereignisse wie der Unfall im Viamala-Tunnel der San-Bernardino-Route von Mitte September oder auch der Felssturz bei Gurtnellen oberhalb der Gotthardroute hätten gezeigt, dass eine gute Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg von grossem Nutzen sein könne.

Mit Blick auf die Harmonisierung der Strafen für Übertretungen im Güterverkehr auf der Strasse plädierte Leuenberger dafür, statt der Chauffeure vermehrt auch die Transporteure mit der Androhung von Lizenzentzügen ins Visier zu nehmen. (rom/ap)

Bello è affrontar la morte
Gridando libertà!
Amor di patria impavido
Mieta i sanguigni allori,
Poi terga i bei sudori
E i pianti la pietà.

Vincenzo Bellini, "I Puritani"




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