DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

Hier sind alle Beiträge über die Eisenbahnen aus der Schweiz und aus Österreich willkommen. Zur besseren Übersicht und für die Suche sind die » Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] zu verwenden!
Verlinkungen zu Beiträgen im Historischen Forum, Straßenbahnforum und Wagenforum sind gestattet.
Hauptverantwortliche Moderatoren: Heiko Focken - Jan vdBk - Sören Heise

Neu bei Drehscheibe Online? » Hier registrieren!  Zum Ausprobieren und Üben steht das » Testforum zur Verfügung!
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -
Ich empfehle eine Reise nach Schweden, da bekommt man mit Bargeld (seit etlichen Jahren) fast nichts mehr. Alles kann nur noch bargeldlos bezahlt werden.
In Tschechien ist es bei vielen Fahrscheinautomaten nur noch möglich, den Fahrschein auf die Kreditkarte zu laden, es gibt keinen Ausdruck mehr.
4076 schrieb:Zitat:
In Tschechien ist es bei vielen Fahrscheinautomaten nur noch möglich, den Fahrschein auf die Kreditkarte zu laden, es gibt keinen Ausdruck mehr.
also bei den Automaten der CD habe ich so eine Lösung noch nicht gesehen. In der Tram in Prag gibts auch Ausdrucke.
Letztere kann aber kein Bargeld.

Mag sein dass es einzelne Bus/Trambetriebe gibt, die Bordverkauf ausschließlich mit beleglosem CICO-System anbieten, aber "viele" ist aus meiner Sicht übertrieben. Generell gibts fast überall noch pbV.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.07.26 22:45.
4076 schrieb:
Dann fahr mal nach Brno, Ostrava oder Plzen.
Bei meinem letzten Besuch in Plzen gab es fast das gleiche System wie in Prag, Kreditkarte mit Auswahlmöglichkeiten und anschließend Belegdruck.
Ob sie zwischenzeitlich die Geräte getauscht haben, konnte ich nicht herausfinden, allerdings gibt es zumindest laut Webseite weiterhin klassische Papiertickets im Vorverkauf gegen Bargeld.
MrEnglish schrieb:
Hoffentlich hängt man die Kosten dafür nicht der Allgemeinheit um, sondern lässt die zahlen die ständig unter Verfolgungswahn leiden.
Dann sollte man aber Leuten wie Dir die Kosten für die Buchung der Kartenzahlung auf den Kaufpreis aufschlagen oder direkt von Deinem Konto einziehen. Den zahlen die Barzahler nämlich mit.
Max__Mustermann schrieb:
4076 schrieb:
Dann fahr mal nach Brno, Ostrava oder Plzen.
Bei meinem letzten Besuch in Plzen gab es fast das gleiche System wie in Prag, Kreditkarte mit Auswahlmöglichkeiten und anschließend Belegdruck.
Ob sie zwischenzeitlich die Geräte getauscht haben, konnte ich nicht herausfinden, allerdings gibt es zumindest laut Webseite weiterhin klassische Papiertickets im Vorverkauf gegen Bargeld.
Die kreditkartenbasierten Check-In-Systeme machen z.B. das Reisen mit Kindern deutlich umständlicher, da meist nur 1 Fahrt pro Karte geht.
Zitat
Ich empfehle eine Reise nach Schweden, da bekommt man mit Bargeld (seit etlichen Jahren) fast nichts mehr. Alles kann nur noch bargeldlos bezahlt werden.
Die Regierung in Schweden steuert nun zum Glück auch mit den ersten Gesetzen dagegen. Supermärkte und Apotheken müssen wieder Bargeld annehmen.

Bielsko-Biała (Polen)

geschrieben von: kbs755

Datum: 28.07.26 21:32

Hallo,

in Bielsko-Biała (Polen) sollte eigentlich im Stadtbusverkehr ab 01.01.2026 nur noch Zahlung mittels Kundenkarte möglich sein [www.drehscheibe-online.de] . Bei unserem letzten Besuch im Juni war alles wie immer, Papierfahrkarten im Vorverkauf, Automaten und beim Fahrer. Eine App gibt es zwar auch, aber die wird kaum genutzt (so meine Beobachtung).

Gruß Norbert
PKP Cargo schrieb:
Hi,

das manche Leute keine Apps nutzen wollen oder können versteh ich noch, aber warum manche Leute ums verrecken nur mit Bargeld bezahlen wollen versteh ich überhaupt nicht.
Es gibt einen viel simpleren Grund: Gebühren. Bei meinem letzten Polen Urlaub wurde für jede Kartenzahlung 2 EUR verrechnet, für eine Abhebung von. 1500 PLN nur6 EUR.

Bitte jetzt nichts von Bank wechseln schreiben, denn ich bin froh, dass ich eine Filiale in Fahrradreichweite habe und bei Problemen nicht erst einmal zwei Stunden in einer Hotline rumhängen muss.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets
Max__Mustermann schrieb:
kaufhalle schrieb:
Ohne mich der völlig unangemessenen Wortwahl anzuschließen: Die Schweiz ist bereits so weit, ohne Fahrkartenkauf-App zahlt man drauf. Z. B. bei der Jurabahn. Da gibt es Haltepunkte ohne Fahrkartenautomat. Im Zug gibt es Fahrkartenautomaten, aber die verkaufen nur für das eigene Netz. Anrechnung als Anfangsstrecke auf den eigentlich beabsichtigten Fahrschein bei dessen späterem Kauf findet nicht statt.
gibt es in der Schweiz nicht eigentlich eine Pflicht zur durchgehenden Abfertigung?
Es gibt Privatbahnen mit Haustarif (MGB) und welche mit SBB Tarif (RhB). Bei Haustarif ist wurscht, weil der einfach additiv drauf kommt.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets
Node schrieb:.

Die kreditkartenbasierten Check-In-Systeme machen z.B. das Reisen mit Kindern deutlich umständlicher, da meist nur 1 Fahrt pro Karte geht.
Ja, dieser Digitalzwang trifft nicht nur die Hardcoreverweigerer.

Auch Familien, die den Kartencheckin nicht für ihre Kinder nutzen können. Oder Apps, die sich an einer ausländischen Telefonnummer aufhängen. IBAN Diskriminierung. Auch wenns verboten ist, wenns technisch notwendig ist, ists legal. Wer keine Kreditkarte bekommen kann. Ein Bekannter in Österreich kann wegen Problemen in der Coronazrit bis 2031 keine bekommen. Obwohl er 2023 alles regeln konnte und seit dem wieder ein regelmäßiges Einkommen hat, kann er bis 2031 (7 volle Kalenderjahre) keine Kreditkarte bekommen.

Gruß, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets
bollisee schrieb:
Dann sollte man aber Leuten wie Dir die Kosten für die Buchung der Kartenzahlung auf den Kaufpreis aufschlagen oder direkt von Deinem Konto einziehen. Den zahlen die Barzahler nämlich mit.
Und du glaubst echt Bargeldhandling kostet nichts? Gerade bei Automaten an jeden Popelbahnhof ist das teuer. Und wenn jeder Busfahrer mit Bargeld verkauft, kannst du gleich noch Schwund mit einkalkulieren.
Es muss dabei ja nicht einmal um den Willen gehen, sondern oft auch im die technische Möglichkeit.
Eine Gegebenheit gerade aus dieser Woche: Bekannte aus Japan zu Besuch in Deutschland, wollte ihr zeigen, wie man Tickets per App holt. Suche nach der örtlichen App im Store gibt kein Ergebnis. Schicke ihr den Link zu: "Diese App ist in Ihrer Region nicht verfügbar"
Die App ist offenbar regionlocked und der japanische Store ist nicht freigeschaltet.
Andersrum können auch technische Hürden bestehen - selbst wenn ich in Tokyo an die Mobile Suica-App rankommen sollte, wird sie nicht funktionieren, weil den Handys für den westlichen Markt normalerweise der nötige FeliCa-Chip fehlt.

In Japan (und vielen anderen Ländern) kann ich mir für 500 Yen eine anonyme Prepaidkarte holen und komm damit überall hin. In Europa werden die Alternativen immer weniger.
In Japan konnte ich immer alles bar bezahlen, bei jedem Busfahrer, in jedem Tram, an jeder Haltestelle. Musste mir nie Gedanken darüber machen, das falsche Zahlungsmittel zu haben. Landesweit. Das war letztmals 2019. Hat sich das geändert?
Sven Jähnig schrieb:
Es muss dabei ja nicht einmal um den Willen gehen, sondern oft auch im die technische Möglichkeit.
Eine Gegebenheit gerade aus dieser Woche: Bekannte aus Japan zu Besuch in Deutschland, wollte ihr zeigen, wie man Tickets per App holt. Suche nach der örtlichen App im Store gibt kein Ergebnis. Schicke ihr den Link zu: "Diese App ist in Ihrer Region nicht verfügbar"
Die App ist offenbar regionlocked und der japanische Store ist nicht freigeschaltet.
Andersrum können auch technische Hürden bestehen - selbst wenn ich in Tokyo an die Mobile Suica-App rankommen sollte, wird sie nicht funktionieren, weil den Handys für den westlichen Markt normalerweise der nötige FeliCa-Chip fehlt.

In Japan (und vielen anderen Ländern) kann ich mir für 500 Yen eine anonyme Prepaidkarte holen und komm damit überall hin. In Europa werden die Alternativen immer weniger.
Das löst das Problem nicht. Automaten an jeder Milchkanne sind teuer, Personal auf jedem Zug auch und Fahrerverkauf beim Busfahrer behindert den pünktlichen Betrieb. Den Weg hin zu Applösungen geht man um genau diese Probleme anzugehen. Das kann man mit keiner anonymen Karte abbilden. Was allerdings ganz hilfreich ist, ist sowohl die Nutzung von defacto Standardapps, wie dem DB Navigator und die Möglichkeit die Apps ohne Nutzerkonto benutzen zu können, bzw. einfach eine Website zu verwenden und das Ticket per PDF zu bekommen. Das kann man sogar ohne Angabe einer Mailadresse umsetzen, aber das birgt dann halt wieder die Gefahr, dass beim Download des Tickets was schief geht und man dann keinen Nachweis hat, dass man das gekauft hat.

[JP] ÖV-Benutzung und Bargeld

geschrieben von: Sven Jähnig

Datum: 30.07.26 21:15

Patrick Rudin schrieb:
In Japan konnte ich immer alles bar bezahlen, bei jedem Busfahrer, in jedem Tram, an jeder Haltestelle. Musste mir nie Gedanken darüber machen, das falsche Zahlungsmittel zu haben. Landesweit. Das war letztmals 2019. Hat sich das geändert?
Jein. Im Großraum Tokyo gibt es inzwischen Sperrendurchgänge, die nur noch für Fahrgäste mit Chipkarten zugänglich sind. Dies vor allem auch, um Personalkosten zu sparen - diese Durchgänge sind dann nicht mehr personalbesetzt. Man kann immer noch mit Bargeld Papierfahrkarten kaufen, aber halt nicht mehr an jedem Eingang/Ausgang den Bahnhof betreten bzw verlassen.

Keine Ahnung, wie das jetzt nach der angekündigten Abschaffung der magnetisierten Fahrkarten im Nahverkehr bei der JR East wird. Ob man mit den QR-Code-Einzeltickets dann wieder durch diese Sperren kann?

Keio Bus hat angekündigt, ab Fiskaljahr 2027 kein Bargeld mehr in den Bussen anzunehmen. Auch andere Busgesellschaften sind in der Überlegung.

Es verändert sich also auch in Japan was. Aber man kann natürlich jederzeit gegen Bargeld eine anonyme Suica/Icoca/Pasmo/wasauchimmer kaufen, diese mit Bargeld aufladen und damit kontaktlos bezahlen. Den in Europa so häufigen Smartphone-Zwang sehe ich in Japan nicht.
MrEnglish schrieb:
Fahrerverkauf beim Busfahrer behindert den pünktlichen Betrieb.
Ach komm, in der Pauschalität ist das doch übertrieben. Mag auf Großstadtverkehr zutreffen, in Kleinstädten oder am Land ist das meiner Meinung nach ausschließlich vorgeschoben.

Wie hat man das denn früher geschafft, als die Quote des Fahrerverkaufs viel höher war? Wenn ich in Bussen mit Fahrerverkauf beobachte, sind das nur einzelne Verkäufe und es findet kein Verspätungsaufbau statt.
Wenn überhaupt kommt es zu Problemen wenn jemand mit mehr als 5 Euro Scheinen zahlen will.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.26 09:35.

Re: [JP] ÖV-Benutzung und Bargeld

geschrieben von: Fastrider

Datum: 01.08.26 01:02

Sven Jähnig schrieb:


Es verändert sich also auch in Japan was. Aber man kann natürlich jederzeit gegen Bargeld eine anonyme Suica/Icoca/Pasmo/wasauchimmer kaufen, diese mit Bargeld aufladen und damit kontaktlos bezahlen. Den in Europa so häufigen Smartphone-Zwang sehe ich in Japan nicht.
Das Problem ist auch, dass viele Apps oder Zahlungsmittel im Ausland nicht funktionieren. Das liegt daran, dass sich Apps an ausländischen Telefonnummern aufhängen, dass ein FeliCa Chip im Handy fehlt oder dass digitale Zahlungsmittel im Ausland nur eingeschränkt funktionieren.

Ich fürchte, dass für Touristen künftig die übeteuerte BerlinWelcomeCard die einzige legale Möglichkeit sein könnte, legal an einen Fahrschein zu kommen. Auch wenn man nur vom Flughafen ins Hotel fahren will. Kostet dann halt 34,50 EUR. Natürlich kann man so auch kräftig abkassieren, aber auf Dauer dürfte das schlecht fürs Image sein.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets

Re: [JP] ÖV-Benutzung und Bargeld

geschrieben von: no-night

Datum: 01.08.26 10:11

Sven Jähnig schrieb:
Den in Europa so häufigen Smartphone-Zwang sehe ich in Japan nicht.
Ich habe ein "Smartphone-Zwang" in Europa noch nie erfahren. Oder nur bei Mietfahrräder - die ich nie nutze. Jetzt wunderte allerdings der Inhaber des Unterkunfts, wo ich gerade auf Urlaub bin, daß ich ihn nicht über WhatsApp kontaktieren kann, was zur Öffnungs der Türen zu Haus und Wohnung nötig gewesen wäre, es konnte aber auch somit gelöst werden.

Ein echtes Zwang für diese Dinge sehe ich nur in China aus dem Erfahrungsbericht meies Kumpels, der in November dort in Transit war. Wie es anderswo in Asien oder in Amerika sein kann, keine Ahnung - aber in Europa begegnete ich bislang nie ein Problem, daß ich nicht ständig online bin.

Re: [JP] ÖV-Benutzung und Bargeld

geschrieben von: Max__Mustermann

Datum: 01.08.26 10:49

no-night schrieb:
Ich habe ein "Smartphone-Zwang" in Europa noch nie erfahren.

Naja, kommt drauf an: fürs Deutschlandticket gibt's in einigen Regionen de facto einen Smartphone-Zwang, weil es keine Verkaufsstellen mit Chipkartenausgabe gibt. Aktuell kann man das darüber umgehen, dass es Anbieter gibt die eine Karte kostenlos per Post verschicken. Bei Problemen mit der Karte hat man dann aber möglicherweise Mehraufwand.

In Deutschland gibt es zumindest im Bahnbereich noch die Regelung, dass bei nicht vorhandenem Automaten entweder Bordverkauf ohne Zuschlag oder gratis Fahrt besteht. In Frankreich und der Schweiz (MGB!) ist das nicht mehr der Fall. Natürlich kann man theoretisch die Karte vorab am PC buchen, aber wenn man spontan fahren will, gibt es dann einen Smartphone-Zwang.

Im Busbereich gibt's noch mehr Beispiele wo faktisch Smartphonezwang besteht, wenn man nicht vorher anderswo eine Verkaufsstelle aufgesucht hat.
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -
Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
(c) 2026 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.