08/02 - Alpenlandforum
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Hallo,
nachdem es hier im Forum immer wieder heißt, die Schweizer Bahnen seien so viel besser und pünktlicher wie die DB, insbesondere der Fernverkehr, möchte ich mal meine gestrigen Reiseerlebnisse berichten, die sicherlich kein Durchschnitt sind aber durchaus zeigen, dass es auch in der Schweiz immer wieder zu Problemen kommt.
Geplant hatte ich einen Tagesausflug zu den Füßen von Eiger, Mönch und Jungfrau auf die Kleine Scheidegg mit einem vorherigen Abstecher nach Mürren.
Los gehen sollte es um 06:37 Uhr mit dem ICE 273 Richtung Zürich HB bis Basel SBB, der ICE 273 traf mit einer kleinen Verspätung von 10 Minuten in Mannheim Hbf ein und fuhr nach kurzem Fahrgastwechsel mit mir an Bord los. Geplant hatte ich in Basel SBB den inoffiziellen "Sportschuhanschluss" zum IC 6 (Zugnummer 963) um 08:53 Uhr Richtung Brig. Der ICE 273 konnte bis Karlsruhe Hbf seine Verspätung quasi vollständig abbauen und ich war sehr Hoffnungsfroh den "Sportschuhanschluss" in Basel SBB zu erreichen. vor Baden-Baden ging dann das "große Bummeln" des ICE 273 los immer wieder langsam fahren, kurz anhalten,... Es wurde in Baden-Baden dann auf die Rheintlbahn gewechselt und über diese bis Appenweier "geschlichen", in Bühl sah ich dann auch warum Bauarbeiten auf der SFS. Warum man den Fahrplan des ICE 273 nciht anpasst wegen der Bauarbeiten, man weiß es nicht.
In Offenburg waren es dann 19 Minuten Verspätung bei der Abfahrt des ICE 273, aber da an einem Samstag Morgen normalerweise nicht so viel Güterverkehr ist, sollte sich bis Basel Bad Bf die Versptung normalerweise wieder auf quasi pünktlich reduzieren lassen. Aus meiner Hoffnung wurde leider nicht wirklich viel, bei der Abfahrt in Freiburg Hbf waren es immernoch 17 Minuten Verspätung, die Ankunft in Basel Bad Bf sollte mit 12 Minuten Verspätung erfolgen. Immerhin war man bei der SBB so gnädig den ICE 273 trotzdem bis Zürich HB weiterfahren zu lassen. Nachdem der Halt in Basel Bad Bf extrem kurz ausfiel, erfolgte die Ankunft in Basel SBB mit 8 Minuten Verspätung um 08:56 Uhr. Ich hatte mich schon an der Tür positioniert und wunderte mich warum uns der IC 6 mit Planabfahrt in Basel SBB um 08:53 Uhr noch nicht im Gleisvorfeld in Basel SBB entegegen gekommen war. Auf Gleis 9 in Basel SBB stand auch noch ein Zug mit den IC 2020 Doppelstockwagen. Auf der Abfahrtsanzeige war angegeben "ca. +8 Minuten". Ich begab mich also sehr zügig zu Gleis 9 wo der IC 6 tatsächlich noch mit freigegebenen Türen stand und das Zugpersonal gerade am telefonieren war, die Anzeige wechselte gerade auf "unbestimmt verspätetet wegen Fahrzeugstörung". Der IC 61 (Zugnummer 615) wurde gerade nach Gleis 10 verlegt. In dem Moment öffnete der Zugführer die orangene Box am Bahnsteig und meldete den Zug "fahrbereit". Also stieg ich schnell ein und mit 8 Minuten Verspätung erfolgte die Abfahrt des IC 6. Bis Liestal konnte die Versptung leider nicht reduziert werden, aber ich hatte die Hoffnung dass die entspanntere Fahrzeit durch die Baustelle im Hauenstein Basistunnel und die SFS zwischen Olten und Bern meinen geplanten Anschluss auf den IC 81 (Zugnummer 810) nach Interlaken Ost noch retten könnten. Hinter Sissach ging dann das "schleichen" los, es wurde extrem langsam gefahren und immer wieder kurz angehalten. In Tecknau kam dann die S3 Richtung Basel SBB entgegen, danach ging es recht zügig durch den Hauenstein Basistunnel.
Ankunft des IC 6 in Olten mit 14 Minuten Verspätung, es wurde schon vor Olten durchgesagt, dass der IC 21 nach Lugano in Olten wartet man aber rasch umsteigen soll. Abfahrt des IC 6 in Olten erfolgte mit 8 Minuten Verspätung, ich hatte aber noch die leise Hoffnung, dass die SFS Olten - Bern so viel Fahrzeitreserven hat, dass der Umstieg zum IC 81 in Bern noch klappt. Auf der SFS ging es dann auch recht flott voran, bis im letzten Tunnel noch mal eine recht scharfe Bremsung erfolgte. Kurz vor Bern wurde dann schon durchgesagt, dass der IC 6 mit 7 Minuten Verspätung Bern erreichen würde und auf Grund der Verzögerung die Anschlüsse nach Lausanne und Interlaken Ost nicht abgewartet werden würden. Ich versuchte es trotzdem, aber der IC 81 fuhr an als ich am Bahnsteig in Bern ankam. Naja ich hatte mir eh 30 Minuten "Mittagspause" in Lauterbrunnen eingeplant, die würden jetzt halt ausfallen.
Der IC 61 (Zugnummer 615) um 10:34 Uhr ab Bern war dann auch pünktlich, wenn auch gut voll, da ein Wagen der 1. Klasse leer und verschlossen mitgeführt wurde, warum der nicht gleich ausgereiht wurde ist wohl ein Geheimnis der SBB. Bis Spiez war der IC 61 fast pünktlich, 1 Minute Verspätung ist im Rahmen, aber dann ging auf der Eingleisigen Strecke zwischen Spiez und Interlaken Ost wieder das "große Zittern" für mich los. Die Strecke hat leider nur wenig Kreuzungspunkte und ist daher extrem anfällig für Verspätungsübertragung, die Anschlüsse in Interlaken Ost Richtung Jungfrauregion und Meiringen sind extrem knapp. Es kam wie es kommen musste in Leissigen musste auf einen verspäteten Gegenzug gewartet werden, dadurch waren es in Interlaken West schon 3 Minuten Verspätung in der Ankunft. Blieben noch 3 Minuten zum Umstieg in Interlaken Ost. Bis Interlaken Ost konnte der IC 61 nochmal 1 Minute aufholen sodass ich mit zügigem gehen den R62 nach Lauterbrunnen erreichen konnte.
Bis Lauterbrunnen war der R62 zwar sehr voll aber pünktlich.
Da zur Zeit die Seilbahn Lauterbrunnen - Grütschalp wegen Renovierung außer Betrieb ist wird die Postauto Linie 141 zwischen Lauterbrunnen und Schilthornbahn auf einen 15 Minuten Takt verdichtet und mit Buszügen bedient und die Reisenden über die Schilthornbahn nach Mürren "umgelenkt". Warum man den Fahrplan der Postauto Linie 1414 allerdings so macht, dass der Verstärkerbus zur Schilthornbahn in der Minute abfährt in der die BOB aus Interlaken Ost ankommt ohne den Anschluss der BOB abzuwarten und der Buszug dann "quasi leer" fährt, muss ich nicht zwigend verstehen. Die Menschentraube inklusive Koffern, Hunden und Kinderwagen für die nächste Abfahrt in 14 Minuten wurde immer größer. Als der Hess Swiss Diesel Buszug dann 3 Minuten vor der Abfahrt an der Haltestelle bereitgestellt wurde öffnete der Busfahrer die Türen nicht alle, sondern nach und nach, sodass das Chaos noch größer wurde. Ein umfallen in dem Buszug war ausgeschlossen, ein Zustieg an den Zwischenhaltestellen aber auch. An den Trümmelbachfällen stiegen dann einige Fahrgäste aus.
An der Schilthornbahn kam das Postauto mit etwa 4 Minuten Verspätung an, am Zugang zur direkten Seilbahn nach Mürren herrschte schon dichtes Gedränge, ich hatte mir schon vorher den Plan gemacht für die Bergfahrt die alte Bahn über Gimmelwald zu nutzen, weil die bestimmt auf Grund der längeren Fahrzeit deutlich leerer wäre, das war auch so. Aus den planmäßig 8 Minuten Umsteigezeit waren durch die verspätung des Postauto nur noch 4 Minuten geworden. Warum es Fahrgäste gibt die trotz der hohen Nachfrage noch ihr Mountainbike und ihre Koffer mit in die Gondel nehmen müssen, muss ich nicht verstehen. Recht entspannt ging es so mit dem Umstieg von Gondel zu Gondel in Gimmelwald für mich nach Mürren. Auf Grund des hohen Andrangs an der Talstation in Stechelberg beschloss ich mit der nächsten direkten Gondel nach Stechelberg zurück zu fahren um so viel Puffer wie möglich für das Postauto zurück nach Lauterbrunnen und den Umstieg dort in die Wengernalpbahn zu haben. Die nächste direkte Gondel nach Stechelberg kam auch ziemlich direkt und war extrem voll, zum Glück wollten noch nicht so viele Leute Talwärts, sodass es vom Füllungsgrad der Gondel angenehm war. Die Talfahrt der neuen direkten Gondelbahn ist extrem beeindruckend, nachdem es von der Bergstation bis zur Stütze 1 eher "flach" ist, fällt die Gondel danach quasi "ins Nichts" zur Talstation. Personen die nicht schwindelfrei sind, oder die Angst vor Gondelbahnfahrten haben sei der Umweg über Gimmelwald an Herz gelegt.
Die neue Gondelbahn fuhr quasi ohne Takt und mehr oder minder sofort wenn die Gondel an der Talstation voll war. So verpasste ich in Stechelberg knapp den Zustzbus nach Lauterbrunnen und musste auf den regulären Bus warten. Dieser hatte dann auch noch 3 Minuten Verspätung. An der Talstation der Stechelbergbahn wurde er nun voller, es gab aber trotzdem noch freie Sitzplätze. An den Trümmelbachfällen steigen noch mal einige Fahrgäste zu, sodass es nur noch Stehplätze gab, warum man sich dann nicht im Fahrzeug verteilt, sondern alle Zusteiger im Türbereich stehen bleiben müssen, obwohl der Gang noch genug Stehplätze bot muss ich wieder nicht verstehen, so gab es an den Zwischenhalten wieder viel Gedränge, wenn einzelne Personen aussteigen wollten und der Türbereich völlig zugestellt war von den stehenden Fahrgästen.
Ankunft in Lauterbrunnen Bahnhof erfolgte dann mit 2 Minuten Verspätung. Auf Grund der Fülle auf dem Bahnsteig verzichtete ich darauf mir im Coop einen Kaffee zu holen und begab mich direkt auf den Bahnsteig um mir einen guten Sitzplatz in der Wengernalpbahn nach Kleine Scheidegg zu sichern. Das gelang auch, obwohl die beiden Panoramatriebwagen bis auf den letzten Sitzplatz voll wurden. In Wengen stiegen dann die meisten Fahrgäste aus, da der Swiss Pass und das GA nur bis Wengen gültig sind. Warum man hier nicht das Wagenshuttle vor dem Kurszug fahren lässt, sondern hinter her muss ich wieder nicht verstehen. Ab Wengen gab es in den beiden Panoramatriebwagen Platz "zum liegen" bis Kleine Scheidegg.
Die Ankunft in Kleine Scheidegg war pünktlich und es gab dort für mich einen Becher Kaffee zu einem Preis, wo ich kurz überlegt habe zu fragen ob in dem Kaffee Gold mit drin ist, im Coop kostet die geliche Menge Bio Kaffee nicht mal die Hälfte. Egal man ist ja nicht jeden Tag dort oben.
Nach der Ankunft der Wengernalpbahn aus Grindelwald sicherte ich mir direkt einen Paltz mit gutem Blick, was auch eine gute Idee war, denn 1/3 vom einen Panoramatriebwagen war für eine Gruppe reserviert und der Rest des einen Panoramatriebwagen und des anderen Panoramatriebwagen wurden bis zur Abfahrt gut voll. Offensichtlich fahren viele Leute nicht gerne mit dem Eigerexpress ins Tal, denn die meisten waren Umsteiger vom Jungfraujoch.
An der Kreuzungsstation Strättli musste einige Minuten auf den Gegenzug gewartet werden. In Alpiglen waren es dann schon 3 Minuten Verspätung und in Brandegg dann 5 Minuten Verspätung. Hinter Brandegg wurde mir dann auch klar, warum die Gegenzüge alle Verspätung hatten, es gab Langsamfahrstellen wegen schlechter Gleislage und Baustellen zwischen Brandegg und Grindelwald Grund. Grindelwand Grund wurde dann mit nur noch 2 Minuten Verspätung erreicht und dort stiegen viele Fahrgäste aus. Quasi pünktlich wurde Grindelwald erreicht. Dort war der Bahnsteig für die R61 nach Interlaken Ost schon gut voll mit Fahrgästen. Beim einsteigen gab es mal wieder ein Riesengedränge am Triebwagen, statt sich gleichmäßig über den Triebwagen und die beiden Gelenksteuerwagen zu verteilen.
Pünktlich ging es los und in Grindelwald Terminal gab es nochmal einen ordentlichen Zustieg.
In Schwendi musste etwas länger auf einen Gegenzug (beschriftet als "Dienstzug") vermutlich einer der neuen Triebwagen gwartet werden. In Burglauenen musste dann nochmal auf den regulären Gegenzug gewartet werden, sodass es bei der Abfahrt in Burglauenen dann schon 4 Minuten Verspätung waren, bei nur 6 Minuten Umsteigezeit in Interlaken Ost auf den IC 81.
In Zweilütschinen klappte das kuppeln recht gut und es wurde mit nur 2 Minuten Verspätung abgefahren. Bis Matten bei Interlaken waren es dann wieder 3 Minuten Verspätung. Ich begab mich direkt zur Türe um den Anschluss zum 81 (Zugnummer 827) zu erreichen. Mit nur 2 Minuten Verspätung wurde Interlaken Ost erreicht und ich begab mich zügig zu Gleis 7, auch das fast am weitesten entfernte Gleis. Dort stand der IC 81 schon bereit und das Zugpersonal drängte zum schnellen einsteigen. Warum der IC 81 so formiert war, dass die 3 einstöckigen Verstärkungswagen vorne am Zug waren, direkt am Abgang von/zur BOB und zur Zentralbahn während die Fassungsstarken Doppelstockwagen IC 2020 hinten waren muss ich wieder nicht verstehen.
Bis Bern war der IC 81 pünktlich unterwegs, wenn auch in den 3 Verstärkungswagen extrem voll, während die Doppelstockwagen recht leer waren. In Bern stieg ich in den IC 6 (Zugnummer 978) um, den ich in Spiez und Thun schon am Bahnsteig gegenüber gesehen hatte, dort wurden aber immer die Türen vom IC 6 geschlossen, wenn die vom IC 81 gerade geöffnet wurden, sodass in Bern ein Umstieg mit Bhansteigwechsel unumgänglich war. Der IC 6 nach Basel SBB war im Bereich der IC 2020 Wagen in einem sehr schlechten Zustand. Mehrere Toiletten, darunter auch die PRM gerechten waren abgesperrt, wegen Defekt, wenn der Vermerk auf dem Zettel am WC stimmt, auch schon mehrere Tage, die noch geöffneten WC hatten teilweise kein Toilettenpapier mehr, und waren sehr dreckig, in 3 Wagen war die Klimaanlage defekt und das Bordbistro war geschlossen. Es gab zwischen Bern und Basel SBB auch keine Fahrkartenkontrolle, die SBB scheinen nicht auf eine Einnahmensicherung angewisen zu sein, oder das Zugpersonal hat sich so für den Zustand des Zuges geschämt, dass es auf die Kontrolle verzichtet hat. Immerhin war der IC 6 pünktlich und ich konnte bequem den ICE 274 Richtung Frankfurt (Main) Hbf erreichen. Der ICE 274 war immerhin schon in Basel SBB bereitgestellt und in einem akzeptablen Zustand. Bis Freiburg war der Zug pünktlich und Offenburg wurde sogar 2 Minuten zu früh erreicht. Hinter Offenburg ging es bis Ottersweirer über die Rheintalbahn und dann erst bis Baden-Baden auf die SFS. Dadurch wurde Karlsruhe Hbf mit 3 Minuten verspätung erreicht. Bis Mannheim Hbf war der ICE 274 dann wieder pünktlich und so ging der Tagesausflug für mich zu Ende.
Für mich war es erstaunlich, dass die Infrastruktur in der Schweiz teilweise mittlerweile so ausgelastet bzw ausgereizt ist, dass jede kleine Verspätung sich sofort weiter auf andere Züge überträgt und die Züge teilweise in einem sehr ungepflegten Zustand sind, von Graffitischäden fange ich lieber gar nicht an das ist in der Schweiz extrem, das bin ich so aus der Schweiz nicht gewohnt.
Gruß
Hallo,
die Module werden in Romanshorn generell Seite "Ost" ab- und angehängt.
Aus diesem Grund ist die Stellung der Module vorgegeben.
Gruss Streckenfahrer
Hallo,
"Warum es Fahrgäste gibt die trotz der hohen Nachfrage noch ihr Mountainbike und ihre Koffer mit in die Gondel nehmen müssen, muss ich nicht verstehen."
Wenn die Seibahn ab Lauterbrunnen ausser Betrieb ist, ist auch die Güterbühne unter der Seilbahn nicht in Betrieb.
Daher bleibt nur die Möglichkeit diese dort mitzunehmen.
Hochtagen ist jetzt nicht so optimal, Mürren wird auschliesslich via Seilbahn versorgt.
Da is sogesehen nix mit Stasse.
Viele Grüsse Streckenfahrer
Ich kann deine Zeilen nicht ganz nachvollziehen. Gestern war Grosskampftag, alles, was noch irgendwie laufen und sich bewegen konnte, war in den Schweizer Bergen.
Ich hatte um 12 Mittagspause in Meiringen eingeplant. Daraus wurde auch nichts wegen eines mit 4 min verspäteten und umgeleiteten 2er Trams aus Riehen.
Ich war zwar noch am Zug, der hatte aber die Türöffnung schon zurückgenommen, das Ausfahrsignal stand.
1/2 Std später fuhr dann wieder ein iC61 nach Interlaken Ost.
Das Postauto auf die Grimsel ist pünktlich gefahren, trotz massig Velofahrern, Motorräder und Autos am Grimselpass.
In Oberwald hatte es rund 8 min Verspätung. dies deshalb, weil es ab Grimsel-Passhöhe etwas später abgefahren ist und in Gletsch nicht gleich auf die andere Strasse abbiegen konnte.
Weiter ging es ohne Probleme und auch praktisch ohne Verkehr über den Nufenenpass.
Dort sah man aus dem Bus noch über 30 Steinböcke an der Strasse.
Der IR 26 aus Locarno hatte in Airolo 5 min Verspätung und war sehr voll.
Der Zug war in Luzern und Olten pünktlich .
Der IC61 nach Basel machte mir eine besondere Freude. Der wurde über Läufelfingen umgeleitet. War ein 2000er Dosto mit 4teiligem Zusatzmodul.
Im ersten Zusatzwagen waren sicher 12 Fahrräder drin.
Alles in allem ein wunderbarer Tag. Auf den beiden Pässen war es mit 15° doch recht frisch und auch windig.
Schneefelder habe ich auch noch gesehen.
Also ich konnte mich, abgesehen von der Verspätung des 2er Trams, nicht über den CH-ÖV beklagen.
Hat geklappt wie eigentlich immer.
Gruss von der Dampflok
SNCF 141R1244
Streckenfahrer schrieb:
Hallo,
die Module werden in Romanshorn generell Seite "Ost" ab- und angehängt.
Aus diesem Grund ist die Stellung der Module vorgegeben.
Gruss Streckenfahrer
Hinweis für Ortsunkundige: Romanshorn "Seite Ost" ist in Zürich und Bern Seite "West" (in Bern im Jargon auch Seite "Welle" genannt). Dort ist jeweils weniger Passagierverkehr, womit der Standort der Module gerechtfertigt ist. Nur in Interlaken Ost ist es anders. Die IC stehen immer so.
Ansonsten lese ich ausser der Fahrzeugstörung in Basel am Morgen von keinen weiteren Pech- und Pannensituationen bei der Eisenbahn (zum Regime des Lauterbrunner Postautos kann ich nichts sagen). Ich war am besagten Tag selber in der Gegend, und der ganze Bahnverkehr lief stabil, eben wie im Text beschrieben. Ich fürchte aber, dass SBB/BLS/ZB und BOB um Interlaken irgendwann an ihre Grenzen stossen, wenn die Nachfrage weiter zunimmt.
Hallo,
das kann ich so eigentlich bestätigen, ist auch immer wieder eine ganz einfache Rechnung:
1 IC 2000 in Interlaken Ost auf 4 Triewagen der BOB und dann in Lauterbrunnen auf Bus oder Seilbahn, das gibt an Hochfrequenztagen halt 3x Seilbahn.
Wir wo das gewöhnt sind und wissen, erschreckt das wenig.
Gleiches ist ja im Knoten Chur / Landquart mit Postauto und RhB, der Puffer vor Chur ist in der Regel ausreichend, da kommt aber für den "Fremden" schon mal hektik auf wenn da immer +6 steht.
Bei der Rigibahn ist es mit den neuen Triebwagen besser, aber als man an Spitzentagen teilweise 3-fach gefahren ist, wurden die Augen schon recht gross wenn dann der 1. Zug durchgefahren ist, aber am Schluss waren doch alle auf dem Dampschiff vereint.
Auch das Blockabtandfahren Spiez -Thun - Bern ist alltag, steht auch so im Fahrplan.
Also alles halb so schlimm, es sind ja keine Skiferien,...
Streckenfahrer
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.07.26 17:23.
geschrieben von: MrEnglish
Datum: 06.07.26 21:02
Streckenfahrer schrieb:
Hallo,
"Warum es Fahrgäste gibt die trotz der hohen Nachfrage noch ihr Mountainbike und ihre Koffer mit in die Gondel nehmen müssen, muss ich nicht verstehen."
Wenn die Seibahn ab Lauterbrunnen ausser Betrieb ist, ist auch die Güterbühne unter der Seilbahn nicht in Betrieb.
Daher bleibt nur die Möglichkeit diese dort mitzunehmen.
Hochtagen ist jetzt nicht so optimal, Mürren wird auschliesslich via Seilbahn versorgt.
Da is sogesehen nix mit Stasse.
Bei der Seilbahn Stechelberg - Mürren gibt es auch Gepäckverladung unter der Kabine, vielleicht meint er das. Ich nehme nur mal an, dass die auch ausgelastet war, oder die Leute nach Gimmelwald wollten.
geschrieben von: leofink
Datum: 07.07.26 08:05
SNCF 141R1244 schrieb:
Ich kann deine Zeilen nicht ganz nachvollziehen. Gestern war Grosskampftag, alles, was noch irgendwie laufen und sich bewegen konnte, war in den Schweizer Bergen.
Gruss von der Dampflok
SNCF 141R1244
Nun, das Problem war wohl der Hauenstein Basis Tunnel, der den Anschluss in Bern nicht möglich machte, also eine halbe Stunde Verlust.
Kann man hier nachlesen:
Grundinstandsetzung Hauenstein-Basistunnel | SBB
Gut zu wissen: Der Basistunnel ist über 8 Kilometer lang und das ist der Normalverkehr da durch:
https://www.oev-info.ch/sites/default/files/grafapla/2026/G411.pdf
Herr Nagl wird Euch sicher sagen, dass es in Deutschland absolut nicht möglich ist einen Tunnel mit diesem Fahrplan unter dem rollenden Rad zu sanieren und der Bauigel wird euch auch noch sagen, warum das aus Arbeitsschutztechneischen Gründen nicht geht.
Im Moment ist im Tunnel teilweise Einspurbetrieb und man führt einen Teil der Züge nach Norden über die alte Bergstrecke, die man übrigens auf der Nord- und Südseite mit je einem zusätzlichen Block ausgerüstet hat, so dass bis zu 4 Zügen auf der Strecke unterwegs sein können.
Wie ich hier mich selber überzeugen konnte, sind innerhalb eine halben Stude bis zu 3 Züger darübergeleitet worden:
https://www.youtube.com/@garachillio
Im Moment ist daher eine Einspursperre
Zitat
Einspursperre 2026 (Montagmorgen, 1. Juni, bis Montagmorgen, 27. Juli 2026): Das Gleisbauteam erneuert das – in Richtung Olten gesehen – komplette rechte Tunnelgleis, also die Abschnitte Nord, Mitte und Süd.
Ich denke, dass wenn in Deitschland so ein Tunnel saniert wird, man über eine Wochen- oder monatelange Sperre nicht vorbeikommt. Und ob es eine Umgehung gibt, die erst noch elektrifiziert ist, ist nicht sicher!
In Deutschland würde man sich wahrscheinlich in einen Bus quetschen müssen (Siehe Riedbahn)und wesentlich mehr Zeit verlieren!
Meiner unmassgeblichen Meinung nach, sind die Einwirkungen der Sanierung sehr gering.
Gruss Leo
Auf jeden fall.
Wessex Trains schrieb:
In Offenburg waren es dann 19 Minuten Verspätung bei der Abfahrt des ICE 273, aber da an einem Samstag Morgen normalerweise nicht so viel Güterverkehr ist, sollte sich bis Basel Bad Bf die Versptung normalerweise wieder auf quasi pünktlich reduzieren lassen. Aus meiner Hoffnung wurde leider nicht wirklich viel, bei der Abfahrt in Freiburg Hbf waren es immernoch 17 Minuten Verspätung, die Ankunft in Basel Bad Bf sollte mit 12 Minuten Verspätung erfolgen.
Was ist das denn für eine eigenartige Aussage?! Du hast zwischen Offenburg und Basel eine Hg von 160 km/h - außer zwischen Müllheim und Haltingen via Katzenbergtunnel. Dieses bechleunigte Stück im Vergleich zur Umfahrung außen rum, ist zwar nicht in die Fahrzeitberechnung eingeflossen, aber du holst da auch keine 19 Minuten raus? Oder meinst du bei "mehr Güterverkehr" dümpeln alle ICE mit 100 hinter mir her? Fern- und Güterverkehr tun sich üblicherweise gar nichts, mich schicken sie rechtzeitig in eine freie Ecke oder via Offenburg und Freiburg Gbf. Es ist ausschließlich der Nahverkehr, der einen massiv ausbremst, wobei gegen dessen pünktliches verkehren ja auch nichts zu sagen ist. Problem im Rheintal ist, dass es außer in Lahr und Emmendingen auch keine Überholungen MIT Bahnsteig gibt, sondern sie stattdessen immer davor oder dahinter liegen.
MfG
"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[
www.stummiforum.de]
Mich stört die relativ harsche Kritik an den ö.V.-Verhältnissen in der Schweiz nicht sonderlich, möchte aber doch einige Aussagen relativieren. Kritik ist wichtig. Sie sollte aber substantiiert sein.
Dass auch in der Schweiz verspätete Züge auftreten, ist keine neue Erkenntnis. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass dies im Vergleich zum europäischen Ausland doch eher selten ist. Zudem ist das Pünktlichkeitskriterium weit enger gefasst als etwa in Deutschland und die Zugsdichte ist fast doppelt so hoch. Zudem scheint es eine extrem hohe Fahrgastfrequenz gegeben zu haben. Von den 11 Ankünften (ohne DB) sind zwei oberhalb der Verspätungstoleranz der SBB von 3 Minuten (siehe Aufstellung am Schluss). Für einen Grosskampftag eigentlich eine sehr gute Performance, zumal mindestens 6 verschiedene Bahn- und Busgesellschaften beteiligt waren. Ebenso kann man die hohe Auslastung an einem Ausflugstag nicht dem ö.V. anlasten.
Was hingegen nicht entschuldigt werden kann, ist der Zustand der Wagen des IC 6 von Bern nach Basel. Vor allem Toiletten werden bei hoher Besetzung eines Zuges oft benutzt. Das führt dann zu entsprechenden Verunreinigungen, mangelndem WC-Papier oder gar Wassermangel, was eine Absperrung des WC zur Folge hat. Da bräuchte es mobile Reinigungsequipen, die die WCs regelmässig reinigen, wie es etwa die ÖBB bei den RJX oder die SNCF bei den TGV vormachen. Auch die Graffitiverschmutzung in der Schweiz ist intolerabel, aber leider existent. Dass Kondukteure auch auf Langstrecken kaum durch die Wagen zirkulieren, ist bei den SBB kein Einzelfall. Immerhin entsteht dem Fahrgast dadurch kein Nachteil.
Hier noch eine Aufstellung aller Verspätungen und Umstiege (nach Angaben des Leserbriefschreibers):
Ankunft in…..
Verspätung [min]
Basel (DB)
+8
Olten (SBB)
+14
Bern (SBB)
+7
Anschlussbruch
Interlaken (SBB)
+3
Lauterbrunnen (BOB)
+0
Mürren
?
Lauterbrunnen
+2
Kleine Scheidegg (WAB)
+0
Grindelwald (WAB)
+0
Interlaken (BOB)
+3
Bern (SBB)
+0
Basel (SBB)
+0
Ich meine, eigentlich war die Performance des Schweizer ö.V.-Systems bei diesem Ausflugswetter mit entsprechenden Fahrgastzahlen und bei mindestens 11 Umstiegen mit diversen Transport-unternehmen sogar sehr gut.
geschrieben von: HSB Tw 44
Datum: 07.07.26 12:22
Max Ehrbar schrieb:
Mich stört die relativ harsche Kritik an den ö.V.-Verhältnissen in der Schweiz nicht sonderlich, möchte aber doch einige Aussagen relativieren. Kritik ist wichtig. Sie sollte aber substantiiert sein.
Dass auch in der Schweiz verspätete Züge auftreten, ist keine neue Erkenntnis. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass dies im Vergleich zum europäischen Ausland doch eher selten ist. Zudem ist das Pünktlichkeitskriterium weit enger gefasst als etwa in Deutschland und die Zugsdichte ist fast doppelt so hoch. Zudem scheint es eine extrem hohe Fahrgastfrequenz gegeben zu haben. Von den 11 Ankünften (ohne DB) sind zwei oberhalb der Verspätungstoleranz der SBB von 3 Minuten (siehe Aufstellung am Schluss). Für einen Grosskampftag eigentlich eine sehr gute Performance, zumal mindestens 6 verschiedene Bahn- und Busgesellschaften beteiligt waren. Ebenso kann man die hohe Auslastung an einem Ausflugstag nicht dem ö.V. anlasten.
ich sehe in dem geschriebenen Beispiel jetzt auch keine „Katastrophen“ – aber ich glaube, daß der Beitrag auch eine starke Reaktion darauf ist, daß einigen Schreiben hier der Schweizer ÖV sakrosankt ist und jede noch so kleine Kritik dann gleich Häresie.
Dabei werden dann ganz gerne Tatsachen ignoriert (auch in der Schweiz gibt es Vollsperrungen), übergeneralisiert (Du selbst hier mit „Zugsdichte fast doppelt so hoch“ – das ist in der Generalität nicht richtig) oder Statistiken miteinander verglichen, die man nicht versteht (die Anschlusspünktlichkeit nach SBB und Reisendenpünktlichkeit nach DB sind einfach völlig unterschiedlich).
Kombiniert wird das ganz gerne dann auch mit unmöglichen Forderungen (Planen mit ähnlich hohen Puffern wie bei den SBB ist dann das Eingeständnis des Scheiterns) oder halt dem „Übersehen“ der Konsequenzen (würde man die Durchscnittsgeschwindigkeit der „langen“ IC-Linien der Schweiz auf einen ICE Basel–Hamburg übertragen, wäre der langsamer als ein heutiger ICE mit 1,5h Verspätung).
Dazu kommt, daß diese Sachen hier im Forum dann meistens mit einer ziemlichen (aus den oben genannten Gründen bisweilen selbstverliebt-dümmlich wirkenden) Arroganz präsentiert werden, die nicht dazu geeignet ist, jemandem die Schweiz schmackhaft zu machen (wohl wissend, daß nicht alle, die hier so auftreten, auch tatsächlich Schweizer sind).
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Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit
Matthias Muschke schrieb:
Wessex Trains schrieb:
In Offenburg waren es dann 19 Minuten Verspätung bei der Abfahrt des ICE 273, aber da an einem Samstag Morgen normalerweise nicht so viel Güterverkehr ist, sollte sich bis Basel Bad Bf die Versptung normalerweise wieder auf quasi pünktlich reduzieren lassen. Aus meiner Hoffnung wurde leider nicht wirklich viel, bei der Abfahrt in Freiburg Hbf waren es immernoch 17 Minuten Verspätung, die Ankunft in Basel Bad Bf sollte mit 12 Minuten Verspätung erfolgen.
Was ist das denn für eine eigenartige Aussage?! Du hast zwischen Offenburg und Basel eine Hg von 160 km/h - außer zwischen Müllheim und Haltingen via Katzenbergtunnel. Dieses bechleunigte Stück im Vergleich zur Umfahrung außen rum, ist zwar nicht in die Fahrzeitberechnung eingeflossen, aber du holst da auch keine 19 Minuten raus? Oder meinst du bei "mehr Güterverkehr" dümpeln alle ICE mit 100 hinter mir her? Fern- und Güterverkehr tun sich üblicherweise gar nichts, mich schicken sie rechtzeitig in eine freie Ecke oder via Offenburg und Freiburg Gbf. Es ist ausschließlich der Nahverkehr, der einen massiv ausbremst, wobei gegen dessen pünktliches verkehren ja auch nichts zu sagen ist. Problem im Rheintal ist, dass es außer in Lahr und Emmendingen auch keine Überholungen MIT Bahnsteig gibt, sondern sie stattdessen immer davor oder dahinter liegen.
MfG
Hallo,
rein von der "Theorie" har hast du, je nach Zeitlage, bei den ICE zwischen Offenburg und Basel SBB folgende "Kürzungspotentiale":
zwischen Offenburg und Freiburg Hbf 4 Min - 6 Min Fahrzeitreserve je nach Zeitlage und Lage der RB 26 und der S2.
In Freiburg kann man über die Haltezeit auch noch mal 2 Minuten raus holen.
Zwischen Freiburg und Basel Bad Bf sind 4 Min Fahrzeitreserve drin.
In Basel Bad Bf kann man über die Haltezeit auch noch mal 4 Min raus holen.
Zwischen Basel Bad Bf und Basel SBB sind auch noch mal 1 Minute Fahrzeitreserve drin.
Macht insgesamt, wenn es optimal läuft und man nicht auf andere Züge aufläuft 17 Minuten Kürzungspotential zwischen Offenburg und Basel SBB.
Mit der fahrbaren Höchstgeschwindigkeit hat das nicht so viel zu tun, sondern eher mit der Lage der Fahrzeitreserven.
Gruß
HSB Tw 44 schrieb:
Max Ehrbar schrieb:
Mich stört die relativ harsche Kritik an den ö.V.-Verhältnissen in der Schweiz nicht sonderlich, möchte aber doch einige Aussagen relativieren. Kritik ist wichtig. Sie sollte aber substantiiert sein.
Dass auch in der Schweiz verspätete Züge auftreten, ist keine neue Erkenntnis. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass dies im Vergleich zum europäischen Ausland doch eher selten ist. Zudem ist das Pünktlichkeitskriterium weit enger gefasst als etwa in Deutschland und die Zugsdichte ist fast doppelt so hoch. Zudem scheint es eine extrem hohe Fahrgastfrequenz gegeben zu haben. Von den 11 Ankünften (ohne DB) sind zwei oberhalb der Verspätungstoleranz der SBB von 3 Minuten (siehe Aufstellung am Schluss). Für einen Grosskampftag eigentlich eine sehr gute Performance, zumal mindestens 6 verschiedene Bahn- und Busgesellschaften beteiligt waren. Ebenso kann man die hohe Auslastung an einem Ausflugstag nicht dem ö.V. anlasten.
ich sehe in dem geschriebenen Beispiel jetzt auch keine „Katastrophen“ – aber ich glaube, daß der Beitrag auch eine starke Reaktion darauf ist, daß einigen Schreiben hier der Schweizer ÖV sakrosankt ist und jede noch so kleine Kritik dann gleich Häresie.
Dabei werden dann ganz gerne Tatsachen ignoriert (auch in der Schweiz gibt es Vollsperrungen), übergeneralisiert (Du selbst hier mit „Zugsdichte fast doppelt so hoch“ – das ist in der Generalität nicht richtig) oder Statistiken miteinander verglichen, die man nicht versteht (die Anschlusspünktlichkeit nach SBB und Reisendenpünktlichkeit nach DB sind einfach völlig unterschiedlich).
Kombiniert wird das ganz gerne dann auch mit unmöglichen Forderungen (Planen mit ähnlich hohen Puffern wie bei den SBB ist dann das Eingeständnis des Scheiterns) oder halt dem „Übersehen“ der Konsequenzen (würde man die Durchscnittsgeschwindigkeit der „langen“ IC-Linien der Schweiz auf einen ICE Basel–Hamburg übertragen, wäre der langsamer als ein heutiger ICE mit 1,5h Verspätung).
Dazu kommt, daß diese Sachen hier im Forum dann meistens mit einer ziemlichen (aus den oben genannten Gründen bisweilen selbstverliebt-dümmlich wirkenden) Arroganz präsentiert werden, die nicht dazu geeignet ist, jemandem die Schweiz schmackhaft zu machen (wohl wissend, daß nicht alle, die hier so auftreten, auch tatsächlich Schweizer sind).
Hallo,
du hast meine Gedanken beim Verfassen des Beitrags qausi perfekt erklärt.
Ja der Beitrag ist bewusst mir einer "überzeichneten Überschrift" versehen und auch bewusst etwas provokant geschrieben, weil es User in diesem Forum gibt, die immer wieder gerne, ob passend oder nicht, behaupten der Schweizer öV sei "perfekt" und in der Schweiz würde immer alles funktionieren und alle Anschlüsse klappen, das ist halt in der Realität auch nicht so.
Die in meinem Fall mit einem wegen Fahrzeugdefekt mit einem verschlossenen Wagen fahrende IC 2020 Garnitur auf dem IC 61/6 war am Sonntag, Montag und Dienstag immer noch unterwegs und der Wagen war immer noch verschlossen.
Es haben beide Länder so ihre "Problemstrecken" und haben Themen wo es Verbesserungspotential gibt, das ist ja auch so weit nicht ungewöhnlich es ist halt irgendwann einfach nur noch nervig, wenn es immer wieder User gibt die meinen immer wieder unpassende Ländervergleiche anbringen zu müssen.
Gruß
Wessex Trains schrieb:
Es haben beide Länder so ihre "Problemstrecken" und haben Themen wo es Verbesserungspotential gibt, das ist ja auch so weit nicht ungewöhnlich es ist halt irgendwann einfach nur noch nervig, wenn es immer wieder User gibt die meinen immer wieder unpassende Ländervergleiche anbringen zu müssen.
Gruß
Wir Schweizer sind zufrieden mit unserem ÖV, auch wenn nicht alles perfekt ist. Wenn das bei euch Deutschen auch der Fall ist, ist ja gut. Dann ist jeder glücklich wo er ist.
Für mich hingegen war der katastrophale und minderwertige ÖV in und um München, und die allgemeine Mentalität, nichts verbessern zu wollen, ein wesentlicher Punkt für meine vollständige Rückkehr in die Schweiz, wo ich das gewonnene Stück Lebensqualität sehr wertschätze (und wieder das GA habe). Es ist der im Alltag am meisten spürbare Unterschied zwischen der Region München und der Schweiz.
Und PS.: natürlich klappen auch bei uns nur 98.6% der Anschlüsse. Das entspricht auch meiner Statistik +/-, und ist soweit in Ordnung.
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.26 10:20.
geschrieben von: LokRe460
Datum: 08.07.26 18:57
Die Reiseerfahrung zwischen Basel und Bern entspricht dem normalen Vorgehen in der Schweiz bei verspäteten Züge: Sobald es zu Konflikten mit anderen (pünktlichen) Zügen kommt (bspw. hier die entgegenkommende S3 beim Nordportal Hauensteintunnel) werden immer die verspäteten Züge in ihrer Priorität zurückgestellt, in der Annahme dass "nur" die ohnehin gefährdeten oder bereits geplatzten Anschlüsse dieser Züge riskiert werden, alle anderen Züge aber weiterhin pünktlich bleiben und so nicht einen Rattenschwanz von Verspätungen, Konflikten und Anschlussbrüchen durch das ganze Netz ziehen.
Auch die durchaus knappen Umsteigezeiten in Interlaken Ost funktionieren so ziemlich zuverlässig - und wenn nicht, ist es beim üblichen Halbstundentakt auf den meisten Strecken und der hierzulande sehr üblichen Nutzung von Tickets ohne Zugbindung o.ä.in der Regel zwar sehr ärgerlich, aber nicht weiter tragisch. Zu Randzeiten werden die Anschlüsse auch eher gewährleistet bzw. abgewartet.
Gerade die Tourismusregionen werden bei solchen perfekten Wetterbedingungen wie aktuell und der nun einsetzenden Ferienzeit stark besucht und die Infrastruktur kommt an ihre Grenzen - Auch in der Schweiz wird nur mit Wasser gekocht und irgendwo eine Grenze zwischen Vorhaltung von Kapazitäten für Spitzenverkehre und dem wirtschaftlich zumutbaren gezogen.
Aber ja, insgesamt hast du nicht ganz Unrecht mit Pech und Pannen, jedenfalls für die Fahrten Basel - Interlaken und Retour.
geschrieben von: leofink
Datum: 09.07.26 11:17
LokRe460 schrieb:
Die Reiseerfahrung zwischen Basel und Bern entspricht dem normalen Vorgehen in der Schweiz bei verspäteten Züge: Sobald es zu Konflikten mit anderen (pünktlichen) Zügen kommt (bspw. hier die entgegenkommende S3 beim Nordportal Hauensteintunnel) werden immer die verspäteten Züge in ihrer Priorität zurückgestellt, in der Annahme dass "nur" die ohnehin gefährdeten oder bereits geplatzten Anschlüsse dieser Züge riskiert werden, alle anderen Züge aber weiterhin pünktlich bleiben und so nicht einen Rattenschwanz von Verspätungen, Konflikten und Anschlussbrüchen durch das ganze Netz ziehen.
Hallo
Das ist übrigens auch so explizit festgehalten:
sbb-leistungsvereinbarung-2025-2028.pdf
Zitat
Art 9c. Die Priorität in der Betriebsführung wird auf die Sicherstellung der Reiseketten (Personenverkehr) und Transportketten (Güterverkehr) gelegt. Im Störungsfall hat die Gewährleistung des Betriebs Vorrang vor der Pünktlichkeit des einzelnen Zuges.
Man kann das gut oder schlecht finden.
Wenn es täglich vorkäme, würde ich das auch schlecht finden, aber so kann man damit leben.
Noch was zu den angeblich schleichenden Zügen:
Geschwindigkeit ist kein Wert für sich alleine!
Auch 300 km/h nützen nichts, wenn man verspätet ist.
Alles ist relativ. wenn man mit dem Auto nicht schneller ist, dann muss nicht schneller gefahren werden.
Zürich HB, Bahnhofplatz, 8001 Zürich nach Cornavin, 1201 Genf - Google Maps
Zürich HB, Bahnhofplatz, 8001 Zürich nach Cornavin, 1201 Genf - Google Maps
Solange die Reisezeiten mindestens vergleichbar sind, besteht auch kein Bedarf wesentlich schneller zu fahren.
Die Reisezeiten auf der Strasse, sind ohne Berücksichtigung der
Staulage angegeben.
Gruss Leo
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.26 11:18.
LokRe460 schrieb:
Gerade die Tourismusregionen werden bei solchen perfekten Wetterbedingungen wie aktuell und der nun einsetzenden Ferienzeit stark besucht und die Infrastruktur kommt an ihre Grenzen - Auch in der Schweiz wird nur mit Wasser gekocht und irgendwo eine Grenze zwischen Vorhaltung von Kapazitäten für Spitzenverkehre und dem wirtschaftlich zumutbaren gezogen.
Interlaken ist hier mE auch ein Extrembeispiel. Würde man die Überseetouristen herausrechnen, würden die Kapazitzäten locker ausreichen.
Aber man verdient sich mit denen ja gutes Geld dort ;)
Mit Verlaub, dein Beitrag ist nicht "etwas" sondern völlig überzogen!
Es war ein ganz normaler Betriebstag mit sehr hohem Verkehrsaufkommen und einem Anschlussbruch.
Um daraus eine Sensation zu kreieren, wurde jedes noch so kleine Haar aus der Suppe gezogen. Beispiel: Reihung des Verstärkermodusl in Interlaken. Oder Postautos und Seilbahnen verkehren bei Massenandrang nicht auf die Minute.
Es behauptet niemand die Schweizer Bahnen wären perfekt. Der Fingerzeig, guck mal bei denen läuft es auch nicht immer rund, ist nervig! Das kann man so nicht in Relation stellen. Es klaffen nun mal Welten zwischen der Schweiz und einem bestimmten Nachbarland.
Das war übrigens nicht immer so.
Wessex Trains schrieb:
Ja der Beitrag ist bewusst mir einer "überzeichneten Überschrift" versehen und auch bewusst etwas provokant geschrieben, weil es User in diesem Forum gibt, die immer wieder gerne, ob passend oder nicht, behaupten der Schweizer öV sei "perfekt" und in der Schweiz würde immer alles funktionieren und alle Anschlüsse klappen, das ist halt in der Realität auch nicht so.
Grüße
RS
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.26 09:47.
Wessex Trains schrieb:
Matthias Muschke schrieb:
Wessex Trains schrieb:
In Offenburg waren es dann 19 Minuten Verspätung bei der Abfahrt des ICE 273, aber da an einem Samstag Morgen normalerweise nicht so viel Güterverkehr ist, sollte sich bis Basel Bad Bf die Versptung normalerweise wieder auf quasi pünktlich reduzieren lassen. Aus meiner Hoffnung wurde leider nicht wirklich viel, bei der Abfahrt in Freiburg Hbf waren es immernoch 17 Minuten Verspätung, die Ankunft in Basel Bad Bf sollte mit 12 Minuten Verspätung erfolgen.
Was ist das denn für eine eigenartige Aussage?! Du hast zwischen Offenburg und Basel eine Hg von 160 km/h - außer zwischen Müllheim und Haltingen via Katzenbergtunnel. Dieses bechleunigte Stück im Vergleich zur Umfahrung außen rum, ist zwar nicht in die Fahrzeitberechnung eingeflossen, aber du holst da auch keine 19 Minuten raus? Oder meinst du bei "mehr Güterverkehr" dümpeln alle ICE mit 100 hinter mir her? Fern- und Güterverkehr tun sich üblicherweise gar nichts, mich schicken sie rechtzeitig in eine freie Ecke oder via Offenburg und Freiburg Gbf. Es ist ausschließlich der Nahverkehr, der einen massiv ausbremst, wobei gegen dessen pünktliches verkehren ja auch nichts zu sagen ist. Problem im Rheintal ist, dass es außer in Lahr und Emmendingen auch keine Überholungen MIT Bahnsteig gibt, sondern sie stattdessen immer davor oder dahinter liegen.
MfG
Hallo,
rein von der "Theorie" har hast du, je nach Zeitlage, bei den ICE zwischen Offenburg und Basel SBB folgende "Kürzungspotentiale":
zwischen Offenburg und Freiburg Hbf 4 Min - 6 Min Fahrzeitreserve je nach Zeitlage und Lage der RB 26 und der S2.
In Freiburg kann man über die Haltezeit auch noch mal 2 Minuten raus holen.
Zwischen Freiburg und Basel Bad Bf sind 4 Min Fahrzeitreserve drin.
In Basel Bad Bf kann man über die Haltezeit auch noch mal 4 Min raus holen.
Zwischen Basel Bad Bf und Basel SBB sind auch noch mal 1 Minute Fahrzeitreserve drin.
Macht insgesamt, wenn es optimal läuft und man nicht auf andere Züge aufläuft 17 Minuten Kürzungspotential zwischen Offenburg und Basel SBB.
Mit der fahrbaren Höchstgeschwindigkeit hat das nicht so viel zu tun, sondern eher mit der Lage der Fahrzeitreserven.
Gruß
Wie du ja nun von der Praxis im Gegenteil überzeugt worden bist, ist das alles nix als Theorie - hast es ja selber so beschrieben. Zudem kommt eben auch noch das Geschlängel Ausfahrt Katzenbergtunnel - Weil am Rhein - Basel Bad. Da sind deine Minuten ganz schnell aufgebraucht; abgesehen davon gibt es je nach Dienstplänen ausserdem im Bad Bhf oft genug Lokpersonalwechsel. Dauert sicher keine halbe Stunde - aber allenfalls über Störungen am/im Zug und/oder etwaige Besonderheiten muss ja dabei informiert werden ...
Grüsse, Krischan.
"Mich über Dinge aufregen, die mich ärgern, regt mich zusätzlich auf, weil es mich im Grunde ärgert, dass es mich aufregt!"
(Unbekannt)
Wessex Trains schrieb:
rein von der "Theorie" har hast du, je nach Zeitlage, bei den ICE zwischen Offenburg und Basel SBB folgende "Kürzungspotentiale":
zwischen Offenburg und Freiburg Hbf 4 Min - 6 Min Fahrzeitreserve je nach Zeitlage und Lage der RB 26 und der S2.
In Freiburg kann man über die Haltezeit auch noch mal 2 Minuten raus holen.
Zwischen Freiburg und Basel Bad Bf sind 4 Min Fahrzeitreserve drin.
In Basel Bad Bf kann man über die Haltezeit auch noch mal 4 Min raus holen.
Zwischen Basel Bad Bf und Basel SBB sind auch noch mal 1 Minute Fahrzeitreserve drin.
Macht insgesamt, wenn es optimal läuft und man nicht auf andere Züge aufläuft 17 Minuten Kürzungspotential zwischen Offenburg und Basel SBB
Spätestens bei "in Freiburg kann man über die Haltezeit 2min rausholen", musst du dich aber fragen lassen, ob du die Strecke schon mal gefahren bist und damit meine ich nicht mal selber...
Der Rest klappt bei vielleicht mal bei totaler Mondfinsternis in einem Schaltjahr - da ist es fast noch wahrscheinlicher in Olten mal mit 90-90-90 durchzufahren, das hatte ich in 20 Jahren immerhin 2x.
Wenn es dich tröstet - bin gestern in RKR 12:50 abgefahren und habe in Basel RB 19:30 Uhr fest gemacht... Und nein, es lag nicht an der DB.
MfG
"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[
www.stummiforum.de]
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.26 10:49.
Patrick Rudin schrieb:
Für mich hingegen war der katastrophale und minderwertige ÖV in und um München, und die allgemeine Mentalität, nichts verbessern zu wollen, ein wesentlicher Punkt für meine vollständige Rückkehr in die Schweiz, wo ich das gewonnene Stück Lebensqualität sehr wertschätze (und wieder das GA habe).
Und trotzdem nutzt Du ihn immer wieder. Da kann er so schlimm also auch wieder nicht sein.
Papierfahrkarte schrieb:
Und trotzdem nutzt Du ihn immer wieder. Da kann er so schlimm also auch wieder nicht sein.
Meinst Du mich, weil Du mich zitiert hast?
Seit April 2020 noch etwa 6-7 Tageskarten Zone M. Da kann ich wenigstens drüber lachen, wenn (wie immer) wieder das rote Laufband kommt. MVG und S-Bahn sind das, was ich nicht nur am wenigsten an München vermisse, sondern richtiggehend froh bin, nicht mehr darauf angewiesen zu sein. Ich hoffe für euch, dass es in anderen Deutschen Städten besset ist.
Anfang November werde ich vermutlich wieder eine Tageskarte Zone M kaufen, da ein Besuch in der Stadt am Wochenende geplant ist und ich da nicht einsehe, ein Auto zu nutzen. Völlig freiwillig und ohne Anspruch, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein. Und wenn gar nichts fährt: die Carsharing-App habe ich noch.
Gruss aus dem pünktlichen, klimatisierten IR35. Momentan sagt die Bahnverkehrsinformation: "Aktuell keine Ereignismeldung vorhanden". Das gilt schweizweit, Betrieb störungsfrei.
Edit: gerade in Zürich angekommen, es wird tatsächlich eine Verspätung angezeigt.
Edit 2, erst jetzt realisiert: es ist die Folgeleistung des IC 185 aus Stuttgart, Ankunft mit +14. Alles klar...
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.26 13:26.
Patrick Rudin schrieb:
Seit April 2020 noch etwa 6-7 Tageskarten Zone M.
G'schichten ausm Paulanergarten.
Papierfahrkarte schrieb:
Patrick Rudin schrieb:
Seit April 2020 noch etwa 6-7 Tageskarten Zone M.
G'schichten ausm Paulanergarten.
Ich habe es nicht nötig, mich in der Anonymität des Internets zu verstecken, und meine Person ist hier der Administration bekannt. Ich schreibe sicher keinen Mist mich bezüglich.
Schade, dass wir nicht auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können.