Hallo in die Runde!
Ich bin seit einiger Zeit daran eine Spur N Modellbahn zu planen und zu bauen. Das ganze soll ein Endbahnhof an einer eingleisigen Hauptstrecke werden, Anfang Epoche 4. Vorbild ist folgender Gleisplan von Oberstdorf aus 1905 (ja das war leicht vor Epoche 4 ;)), allerdings nicht 100% originalgetreu umgesetzt und gespiegelt.
Wo ich mir gerade die Zähne ausbeiße ist die Umsetzung des Stellwerks und der dazugehörigen Signale. Ursprünglich habe ich geplant Formsignale zu benutzen, da ich aber gerne ein Relaisstellwerk nachbauen möchte wird das ganze wohl nix. Macht aber nichts, mir ist das Stellwerk wichtiger als die Formsignale, also können es auch H/V Signale werden. Da der Bahnhof nicht sehr groß ist dachte ich da an ein Dr S2 Stellwerk, evtl. auch ein Dr S3(2), da ich (vermutlich) ein paar Weichen zu viel habe.
Hier erstmal das Bild wie der Stelltisch aktuell aussieht:
(Die Farben der Signale und Gleisbesetztmelder fehlen, da ich plane das Ganze auf eine Folie zu drucken und von hinten mit LEDs zu beleuchten)
Gleis 1 wird einen Hausbahnsteig bekommen, Gleis 2 wird hauptsächlich zum Umsetzen und Rangieren verwendet, bekommt aber für eventuelle Großveranstaltungen auch einen einfachen Schüttbahnsteig, Gleis 3 ist für den Güterverkehr vorgesehen. Die Verlängerung von Gleis 3 bekommt eine Ladestraße und vielleicht einen Bockkran, die oberen 3 Gleise werden Hauptsächlich zur Abstellung verwendet, das oberste besitzt auch einen Lokschuppen, indem eine Köf beheimatet sein wird. Das Gleis direkt hinter dem Einfahrsignal ist ein Anschluss zu einem Sägewerk. Dort gibt es noch eine kleine Wagendrehscheibe mit 3 Ladegleisen (Ich hoffe es ist korrekt, dass das im Stellwerk nicht dargestellt ist, das es auch nicht gesteuert wird / werden kann). Die Weichenverbindungen am rechten Ende des Bahnhofs sind zum Umsetzen der Loks geplant und die anschließenden Gleisstücke entsprechend kurz.
Angelehnt ist das Stellpult an diversen Bilder, die ich hier undanderswo (hauptsächlich bei [
www.stellwerke.de] gefunden habe. Aufgefallen ist mir, dass die Gruppentasten manchmal eingefärbt sind, manchmal nicht. Gibt es da ein bestimmtes Schema oder ist das mehr oder weniger nach Lust und Laune entstanden? Obwohl ich kein sehr gutes Foto gefunden habe, glaube ich, dass jeweils nur die Gruppentasten auf dem Stelltisch sind, die auch wirklich Sinn machen im entsprechenden Stellwerk. Ist das so richtig? Ich bin die Liste von [
railsignalling.org] durchgegangen und habe alle passenden/nötigen herausgesucht. Diese Liste ist zwar für Sp Dr 60 Stellwerke, allerdings sollten sich die Tasten nicht sehr unterscheiden, oder? Die großen weißen Felder in den Gruppentasten sind für die Zählwerke, da plane ich 2 stellige 7 Segment Anzeigen zu verwenden. Das ist zwar nicht ganz realistisch, aber ist für mich die deutlich einfachere Lösung im Vergleich zu mechanischen Zählwerken.
Dann sind da die Signale. Mit den H/V Signalen würde ich an der Einfahrt (A) Ein 3 begriffiges Signal + Zs3 Kennziffer 3 aufstellen, auf den Gleisen je Ausfahrsignale (P1-P3) inkl. Sh1. Fragt sich dann noch wie die Abstellgleise gesichert werden müssen. Meine Idee dafür wären Gleissperren + Ra11. Reicht das oder braucht es für die Gleise noch Sperrsignale? Oder kann man auf Grund der Gleissperren auch ganz auf die Ra11 verzichten?
Die Einfahrt ist so konzipiert, dass der Durchrutschweg bis zum Grenzzeichen von Weiche 1 geht, die im abzweigenden Strang in ein Anschlussgleis führt und ggfs. lange Rangiergruppen aus dem Bahnhof auch dort hineinfahren können. Dadurch braucht es keine Ra10 Tafel, oder?
Müssen die Weichen für die Gleiswechsel (8-11) am Ende der Stumpfgleise noch gesondert gesichert werden? Die Fahrstraßen für die Einfahrt werden als Bedingung haben, dass die Weiche im Zielgleis + Flankenschutzweiche im Nachbargleis gerade gestellt sind. Bei Güterzügen und Nicht-Wendezügen würde die Lok dann über diese Gleise zurücksetzen, ggfs. nachdem der Zug über die Weiche zurück geschoben wurde.
Nächster Problemfall sind die Prellböcke. Ich habe kein echtes Vorbild (Zumindest nicht als DrSP mit Fahrstraßen die an Prellböcken enden gefunden. Sind die Tischfelder die ich mir dafür erdacht habe richtig? Oder wird das anders gelöst? Die Beschriftung ist mir dort auch ein Rätsel. Werden sie wie Ausfahrsignale in diese Richtung (N1-N3) benannt, da sie ja irgendwie auch Signale sind (Sh2 Scheibe)? Für die Zieltaste auf der Strecke und der Erlaubnistaste fehlen mir auch noch die richtigen Beschriftungen.
Wie wird da eigentlich die freie Strecke gesichert? Erlaubniswechsel ist klar (Der Partner ist ein Schattenbahnhof, dort gibt es im Prinzip einfach nur einen Taster für die Rückgabe der Erlaubnis), aber es muss ja noch eine Technik geben um zu Verhindern, dass man mehrere Züge nacheinander auf die Strecke schickt bevor sie frei ist. Blocksignale auf der Strecke plane ich nicht, da nicht allzu viel los sein wird.
Gibt es sonst noch Dinge die ich vergessen habe auf dem Stelltisch oder irgendwelche Dinge die so nicht vorkommen dürfen/sollen? Die Tag/Nacht Schaltung für die Signale + Stelltischausleuchtungstaste + Schlüsselschalter zum Sperren des gesamten Stelltischs werde ich vermutlich noch rechts oben einfügen.
Vielen Dank schonmal für alle Antworten und schöne Grüße aus Mülheim!
Tim
Tante Edit hat das Bild angepasst an die aktuelle Version
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:02:21:23:31:11.