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die letzte. 294 683

geschrieben von: Dieselricci

Datum: 07.11.17 18:37

Die letzte planmäßige Revision aus Cottbus für 2017 und die vllt. auch letzte *echte* Revision.
Modularer Irrsinn lässt grüßen.

98803 294 683-8 D-DB

REV BCSX 07.11.2017 IS 600 mit Flicken

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: der232er

Datum: 07.11.17 19:39

.....da kann man nur hoffen, dass es nächste Jahr keine Sechsachser mit roten Fahrwerk und Rahmen sowie schwarzen Lokkasten gibt......:-)!"

MfG,

 - der232er -

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: ZDF-Express

Datum: 07.11.17 22:49

Dieselricci schrieb:
Die letzte planmäßige Revision aus Cottbus für 2017 und die vllt. auch letzte *echte* Revision.
Modularer Irrsinn lässt grüßen.


Moin,

warum die letzte? Wird das Werk etwa geschlossen?

Über eine aufklärende Info wäre ich dankbar!

Grüße,

Nico

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: Dieselpower

Datum: 07.11.17 23:09

ZDF-Express schrieb:
Dieselricci schrieb:
Die letzte planmäßige Revision aus Cottbus für 2017 und die vllt. auch letzte *echte* Revision.
Modularer Irrsinn lässt grüßen.


Moin,

warum die letzte? Wird das Werk etwa geschlossen?

Über eine aufklärende Info wäre ich dankbar!

Grüße,

Nico

Ich schätze mal, er spielt auf das geänderte Instandhaltungssystem an. Die Loks sollen zukünftig nicht mehr nach festen Zeitfristen spätestens alle 8 Jahre zur klassischen HU eindrücken, sondern rein abhängig nach Laufkilometern. Heißt also, daß z.B. ne 232/233 theoretisch nur alle 1.200.000 km + 10 %, also im Extremfall alle 1.320.000 km ne große Generalüberholung bekommen würde. Alles dazwischen, was bisher bei der klassischen HU alle 8 Jahre auf einmal gemacht wurde, soll dann "scheibchenweise", je nach Fälligkeit der Baugruppe, in der betriebsnahen Instandhaltung bei den Fristen mit abgearbeitet werden.

Ist natürlich ein hartes Brot für die klassischen Ausbesserungswerke, wo dadurch massiv Arbeit wegbricht. Denn gerade die Güterzugloks mit ihren Laufkilometern, die brauchen ewig, bis sie die mehrmals hochgesetzten Laufkilometergrenzwerte erreichen. Ne 232/233 läuft z.B. so im Durchschnitt 50.000 - 60.000 km im Jahr. Die könnten dann theoretisch teils über 20 Jahre laufen, ohne gründliche, gesamtheitliche technische Überholung zwischendurch.

Wobei man aber dazu sagen muß, die betriebsnahen Instandhaltungswerke können das in der Regel eh nicht alles allein stemmen, weder personell und meist auch nicht von der Ausrüstung her. Deswegen werden die Loks trotzdem weiter zu Großreparaturen in die klassischen Ausbesserungswerke eindrücken. Aber die finanziell sicheren Einnahmen mit den regelmäßigen Revisionen alle 8 Jahre, wo man fest und gut was dran verdienen konnte, diese Zeiten neigen sich dem Ende zu bzw. gibt es zukünftig deutlich seltener.

Im Endeffekt ist dieses System so ähnlich in vielen europäischen Ländern seit Jahrzehnten üblich. Deutschland hats jetzt halt mit übernommen. Die Statistikfreaks werden wohl auch kotzen! Die können sich jetzt nicht mehr so einfach ausrechnen wie lange ne Lok zukünftig noch unterwegs ist und dergleichen.

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren. Feingeister und selbsternannte Gutmenschen sollten meine Beiträge daher unbedingt ignorieren!




5-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.17 17:29.

Neues Instandhaltungssystem

geschrieben von: ZDF-Express

Datum: 08.11.17 00:23

Dieselpower schrieb:
ZDF-Express schrieb:
Dieselricci schrieb:
Die letzte planmäßige Revision aus Cottbus für 2017 und die vllt. auch letzte *echte* Revision.
Modularer Irrsinn lässt grüßen.


Moin,

warum die letzte? Wird das Werk etwa geschlossen?

Über eine aufklärende Info wäre ich dankbar!

Grüße,

Nico

Es schätze mal, er spielt auf das geänderte Instandhaltungssystem an. Die Loks sollen zukünftig nicht mehr nach festen Zeitfristen spätestens alle 8 Jahre zur klassischen HU eindrücken, sondern rein abhängig nach Laufkilometern. Heißt also, daß z.B. ne 232/233 theoretisch nur alle 1.200.000 km + 10 %, also im Extremfall alle 1.320.000 km ne große Generalüberholung bekommen würde. Alles dazwischen, was bisher bei der klassischen HU alle 8 Jahre auf einmal gemacht wurde, soll dann "scheibchenweise", je nach Fälligkeit der Baugruppe, in der betriebsnahen Instandhaltung bei den Fristen mit abgearbeitet werden.

Ist natürlich ein hartes Brot für die klassischen Ausbesserungswerke, wo dadurch massiv Arbeit wegbricht. Denn gerade die Güterzugloks mit ihren Laufkilometern, die brauchen ewig, bis sie die mehrmals hochgesetzten Laufkilometergrenzwerte erreichen. Ne 232/233 läuft z.B. so im Durchschnitt 50.000 - 60.000 km im Jahr. Die könnten dann theoretisch teils über 20 Jahre laufen, ohne gründliche, gesamtheitliche technische Überholung zwischendurch.

Wobei man aber dazu sagen muß, die betriebsnahen Instandhaltungswerke können das in der Regel eh nicht alles allein stemmen, weder personell und meist auch nicht von der Ausrüstung her. Deswegen werden die Loks trotzdem weiter zu Großreparaturen in die klassischen Ausbesserungswerke eindrücken. Aber die finanziell sicheren Einnahmen mit den regelmäßigen Revisionen alle 8 Jahre, wo man fest und gut was dran verdienen konnte, diese Zeiten neigen sich dem Ende zu bzw. gibt es zukünftig deutlich seltener.

Im Endeffekt ist dieses System so ähnlich in vielen europäischen Ländern seit Jahrzehnten üblich. Deutschland hats jetzt halt mit übernommen. Die Statistikfreaks werden wohl auch kotzen! Die können sich jetzt nicht mehr so einfach ausrechnen wie lange ne Lok zukümftig noch unterwegs ist und dergleichen.

Moin Dieselpower.

Danke für die ausführliche Antwort.

Ist das denn ein eigenes "System" aus dem DB-Konzern oder eine einheitliche Regelung für alle EVU?

Momentan ist ja der EBO folgendes zu entnehmen:

§ 32 Abnahme und Untersuchung der Fahrzeuge

(1) [...]

(2) Die Fahrzeuge sind wiederkehrend zu untersuchen.

(3) Eine Untersuchung ist mindestens alle sechs Jahre durchzuführen; die Frist zwischen zwei aufeinanderfolgenden Untersuchungen darf jedoch mehrmals bis zu einem Jahr auf höchstens acht Jahre verlängert werden, wenn festgestellt ist, daß der Zustand des Fahrzeugs dies zuläßt.

(4) [...]

Punkt 2 wäre ja auch nach den neuen Kriterien erfüllt, aber eben Punkt 3 nicht, wenn eine 232 rechnerisch 20 Jahre fahren könnte.

Wie ist das vereinbar mit der EBO?


Insbesondere in den nordeuropäischen Ländern sieht man teilweise Loks rum fahren, die entweder sehr alte oder gar keine Untersuchungsdaten angegeben haben.

Viele Grüße

Nico

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Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: 141 414

Datum: 08.11.17 05:35

Betrifft das auch Wagen?

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: Dieselricci

Datum: 08.11.17 15:15

Werk Cottbus bleibt natürlich weiterhin bestehen :-)

Wie schon richtig gesagt wird die Revision in Module aufgeteilt und während der Fristen IS 5xx schrittweise ausgeführt.
Vom Prinzip wird auf Verschleiß gefahren bis etwas kaputt geht.

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: Dieselpower

Datum: 08.11.17 17:31

141 414 schrieb:
Betrifft das auch Wagen?

Es soll alles auf modulare Instandhaltung umgestellt werden, also weg von festen Zeitfristen.

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren. Feingeister und selbsternannte Gutmenschen sollten meine Beiträge daher unbedingt ignorieren!

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: 118 104

Datum: 09.11.17 00:06

Dieselpower schrieb:
Es soll alles auf modulare Instandhaltung umgestellt werden, also weg von festen Zeitfristen.
Heißt also, Änderung der EBO?

Gruß Gunnar -> http://abload.de/img/118104-995kow.jpg

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: Barrett

Datum: 09.11.17 19:15

Wenn die EBO nicht noch irgendwo was genaueres vorschreibt steht das geplante in keinem Widerspruch zum hier zitierten Paragraphen, es wird ja von "Untersuchen" gesprochen und nicht von "Instandsetzen"

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: der232er

Datum: 10.11.17 16:41

141 414 schrieb:
Betrifft das auch Wagen?
....das wäre interessant! Bei Einzelnen Baugruppen wird es ja teilweise schon so gehandhabt.

MfG,

 - der232er -

Re: die letzte. 294 683

geschrieben von: der232er

Datum: 10.11.17 16:44

Dieselpower schrieb:
141 414 schrieb:
Betrifft das auch Wagen?
Es soll alles auf modulare Instandhaltung umgestellt werden, also weg von festen Zeitfristen.
Reicht da der Platz am Rahmen für alle REV-Raster der an den Baugruppen zeitversetzt durchgeführten Arbeiten.......??? :-))))!!!

MfG,

 - der232er -

Re: Neues Instandhaltungssystem

geschrieben von: ESA176

Datum: 13.11.17 22:11

ZDF-Express schrieb:
Dieselpower schrieb:
ZDF-Express schrieb:
Dieselricci schrieb:
Die letzte planmäßige Revision aus Cottbus für 2017 und die vllt. auch letzte *echte* Revision.
Modularer Irrsinn lässt grüßen.


Moin,

warum die letzte? Wird das Werk etwa geschlossen?

Über eine aufklärende Info wäre ich dankbar!

Grüße,

Nico

Es schätze mal, er spielt auf das geänderte Instandhaltungssystem an. Die Loks sollen zukünftig nicht mehr nach festen Zeitfristen spätestens alle 8 Jahre zur klassischen HU eindrücken, sondern rein abhängig nach Laufkilometern. Heißt also, daß z.B. ne 232/233 theoretisch nur alle 1.200.000 km + 10 %, also im Extremfall alle 1.320.000 km ne große Generalüberholung bekommen würde. Alles dazwischen, was bisher bei der klassischen HU alle 8 Jahre auf einmal gemacht wurde, soll dann "scheibchenweise", je nach Fälligkeit der Baugruppe, in der betriebsnahen Instandhaltung bei den Fristen mit abgearbeitet werden.

Ist natürlich ein hartes Brot für die klassischen Ausbesserungswerke, wo dadurch massiv Arbeit wegbricht. Denn gerade die Güterzugloks mit ihren Laufkilometern, die brauchen ewig, bis sie die mehrmals hochgesetzten Laufkilometergrenzwerte erreichen. Ne 232/233 läuft z.B. so im Durchschnitt 50.000 - 60.000 km im Jahr. Die könnten dann theoretisch teils über 20 Jahre laufen, ohne gründliche, gesamtheitliche technische Überholung zwischendurch.

Wobei man aber dazu sagen muß, die betriebsnahen Instandhaltungswerke können das in der Regel eh nicht alles allein stemmen, weder personell und meist auch nicht von der Ausrüstung her. Deswegen werden die Loks trotzdem weiter zu Großreparaturen in die klassischen Ausbesserungswerke eindrücken. Aber die finanziell sicheren Einnahmen mit den regelmäßigen Revisionen alle 8 Jahre, wo man fest und gut was dran verdienen konnte, diese Zeiten neigen sich dem Ende zu bzw. gibt es zukünftig deutlich seltener.

Im Endeffekt ist dieses System so ähnlich in vielen europäischen Ländern seit Jahrzehnten üblich. Deutschland hats jetzt halt mit übernommen. Die Statistikfreaks werden wohl auch kotzen! Die können sich jetzt nicht mehr so einfach ausrechnen wie lange ne Lok zukümftig noch unterwegs ist und dergleichen.

Moin Dieselpower.

Danke für die ausführliche Antwort.

Ist das denn ein eigenes "System" aus dem DB-Konzern oder eine einheitliche Regelung für alle EVU?

Momentan ist ja der EBO folgendes zu entnehmen:

§ 32 Abnahme und Untersuchung der Fahrzeuge

(1) [...]

(2) Die Fahrzeuge sind wiederkehrend zu untersuchen.

(3) Eine Untersuchung ist mindestens alle sechs Jahre durchzuführen; die Frist zwischen zwei aufeinanderfolgenden Untersuchungen darf jedoch mehrmals bis zu einem Jahr auf höchstens acht Jahre verlängert werden, wenn festgestellt ist, daß der Zustand des Fahrzeugs dies zuläßt.

(4) [...]

Punkt 2 wäre ja auch nach den neuen Kriterien erfüllt, aber eben Punkt 3 nicht, wenn eine 232 rechnerisch 20 Jahre fahren könnte.

Wie ist das vereinbar mit der EBO?


Insbesondere in den nordeuropäischen Ländern sieht man teilweise Loks rum fahren, die entweder sehr alte oder gar keine Untersuchungsdaten angegeben haben.

Viele Grüße

Nico


Satz 3 aus der EBO § 32 ist oben falsch zitiert !
Es muss richtig heissen, und damit ist einiges erklärt:

(3) Art, Umfang und Häufigkeit der Untersuchung nach Absatz 2 haben sich nach Zustand und Umfang der Nutzung der Eisenbahnfahrzeuge zu richten. Soweit für die Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeugen keine Instandhaltungsstellen-Bescheinigung erforderlich ist oder die für die Instandhaltung zuständige Stelle keine anderweitigen Vorgaben für die Instandhaltung getroffen hat, soll eine Untersuchung mindestens alle sechs Jahre durchgeführt werden. Die Frist zwischen zwei aufeinanderfolgenden Untersuchungen darf in diesen Fällen mehrmals bis zu einem Jahr auf höchstens acht Jahre verlängert werden, wenn festgestellt ist, dass der Zustand des Fahrzeugs dies zulässt.

Gruß ESA176



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.11.17 22:20.