DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 10 - Wagen-Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Das Wagen-Forum ist Bestandteil des Angebotes von www.revisionsdaten.de im Verbund von www.drehscheibe-online.de. Bitte auch Revisionsdaten von Wagen in diesem Forum unterbringen.
Moderatoren: allgäubahn - MWF

Ein über 100 jähriges Untergestell, aber von was (m4B)?

geschrieben von: Teckel

Datum: 03.10.21 00:25

Hallo zusammen,

weiter geht's mit meine Waggonbildern, aber heute ist es nur ein Untergestell eines mir unbekannten Wagens, das sich mittenmang der auf der Hamelner Hafenbahn abgestellten Waggons befindet. An seinen Seiten befinden eine Art Ablageborde, waren die evtl. für Rungen vorgesehen? Die Gleitachslager wurden 1913 von den Eisengießereien Rödinghausen in Menden bzw. von Schütte, Meyer & Co in Letmathe hergestellt. Das Teil steht zwischen einem Klm der ehemaligen Rinteln-Stadthagener Eisenbahn und einem Schotterwagen der VEV/DBG Hildesheim (?), zu letzteren beiden kommt noch gesondert etwas von mir. Vielleicht weiß ja jemand, welchen Aufbau das Untergestell einmal hatte? Die Fotos habe ich vor einigen Tagen gemacht, aber dieses "Gesamtkunstwerk auf dem Hafengleis" existiert in dieser Zusammensetzung und an ebendiesem Ort nun auch schon wieder einige Jahre.


IMG_1424.JPG


IMG_1427.JPG


IMG_1425.JPG


IMG_1426.JPG


Es grüßt der Teckel
Fraglich, ob das Untergestell wirklich über 100 Jahre alt ist, oder ob man dem nicht einfach alte Radsätze bzw. Radsatzlager untergeschoben hat.
Es sieht schon irgendwie nach einem K-Wagen aus...
Moin moin

Ich werfe mal einen Rungenwagen nach Verbandsbauart A4 - R10 - Kklm431 in den Raum.
Im Carstens Band 5 Seite 38 ist ein bei der DR verbliebener Wagen abgebildet, der dem Wagen in Hameln sehr ähnlich sieht.
Insbesondere der Rungenablagekorb und die Bauart der Geländer an der Bremserbühne.
Und die Halterungen für die Stirnrungen auf den Fotos stimmen mit den Zeichnungen im Buch überein.

Gruß
Christian
Wurden vor 100 Jahren noch offene Schakenböcke verbaut?

Das passt ...

geschrieben von: Teckel

Datum: 03.10.21 18:57

Hallo Christian,

danke für Deinen Hinweis! Das kommt ja genau hin, denn lt. Güterwagen Band 5 war für die R 10 1913 das erste Lieferjahr, was mit den Angaben auf den Achslagerdeckeln übereinstimmt. Folglich muss der Waggon später zur DR gelangt sein, denn lt. St. Carstens wurden bei deren Wagen Rungenkörbe nachgerüstet, bei den DB-Wagen offenbar aber nicht. Bezüglich der anderen "historischen" Wagen kommt noch etwas von mir. Ich werde das dann auch mal ins Museumsbahn-Forum verlinken, weil diese Waggons sicherlich noch im Bestand der einen oder anderen Museumsbahn sind.

Es grüßt der Teckel

Re: Das passt ...

geschrieben von: WorldwideKreiseisenbahn

Datum: 04.10.21 10:38

... nö.

Wie schon ein Vortipper erwähnte:
Aus den Angaben auf den Achslagerdeckeln lässt sich überhaupt nicht auf das Fahrzeug rückschließen. Bei den Staatsbahnfahrzeugen wurden die Radsätze, Lager, Lagergehäuse und deren Deckel frei getauscht....
Der Winkel oberhalb der Kastenstützen ist angeschweißt - auch die Halter an der Pufferbohle vorne. Die Pressblechkastenstützen scheinen mir ein gutes Erkennungsmerkmal für den Bauzeitraum zu sein. Die Schweißungen passen nicht zu einem Wagen von 191x.... oder der Wagen wurde nachträglich modifiziert.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.10.21 10:57.