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Moderatoren: allgäubahn - MWF
Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit dabei, für einen Selbstbau des 6-achsigen Schwerlastwagen (gebaut ca. 1952 bei SGP im Auftrag der USTC, interen Bezeichnung FFLM) Informationen zusammen zu tragen.

Neben der Beschreibung bei Stefan Carstens (Güterwagen Bd. 8, S. 114-116) habe ich noch ein Datenblatt in Englisch ("6-122. Railway Car, Flat, 90-Ton, 12-Wheel (FFLM)") mit den wichtigsten Daten und ein Foto aus den Tiefen des Internets aus dem Jahr 1971 gefunden.

Das Foto zeigt zwei dieser Wagen (der zweite ist nur angeschnitten), die wieder rum hinter einem SSy 45 laufen. Der SSy 45 (?) ist, so weit ich es beurteilen kann, mit einem M 88 beladen. Der FFlm ist mit zwei schweren Feldkanonen (175mm) M107 beladen.
Beide Kanonen nutzen die Ladefläche vom FFlm zwar nahezu vollständig aus, es stehen aber keine Teile über. Ein M107 wiegt ca. 28 Tonnen.

Lt. Datenblatt hat der FFlm eine LüP von 15,5 m (13,2 m), eine Ladelänge von 14,26 m (11,2 m), eine Breite der Ladefläche von 3,12 m (3,15 m), einen Drehzapfenabstand von 9,8 m (7,2 m) und einen Achsstand über alles von 12,6 m.
Das maximale Ladegewicht beträgt 81647 (!) kg (80000 kg), die Lastgrenze ("load limit") 86,5 MTON (sehr wahrscheinlich "metrische Tonnen")(82 t), das Leergewicht 29500 kg (ca. 23000 kg Mittelwert). (Kursiv: Werte des SSym 46 im Vergleich; "SC" Güterwagen Bd. 8, s. 57).

Nachtrag/Edit: Daraus ergibt sich, bei voller Auslastung des Wagens bis zur Lastgrenze, ein Bruttogewicht von (29,5 + 86,5) = 116 Tonnen, was einer mittleren Achslast von 19,3 Tonnen entspricht und zu einem Metergewicht von ca. 7,5 t/m führt. Ein schwerer Schwerwagen also!

"SC" zeigt auf Seite 117 übrigens den SSylms 70-Protoyp beladen mit zwei Leopard 1 auf einer Messfahrt. Durch die Fotos ist belegt, dass es prinzipiell möglich ist, mehrere schwere Einzellasten gemeinsam auf einem Schwerlastwagen zu transportieren.

Ich möchte gerne anstelle von zwei M107, zwei M41 ("walker bulldog") transportieren, habe hier aber das Problem, dass wegen der relativ langen Kanone die Länge eines Fahrzeuges etwas länger ist, als beim M107:

Um zwei M41 hintereinander auf die Ladefläche eines FFlm zu quetschen, müßte der eine Tank (mit Kanone in Transportstellung nach hinten) die Ladefläche soweit wie nur möglich zum vorderen Ende befahren. "Parkt" der zweite Tank dahinter, ohne dass er mit der Kanone vom ersten kollidiert, ragt dessen Kanone geschätzt bis auf Höhe der Puffer über die Ladefläche hinaus. Auch wäre der FFlm damit nicht symmetrisch beladen, da das Fahrwerk des zweiten M41 ca. 2,2 m vor dem Ende der Ladefläche endet.

Wäre eine solche Art der Verladung möglich/zulässig, wenn vor und hinter dem beladenen FFlm weitere Schwerlastwagen laufen, bei denen die Ladefläche überragende Teile nicht mit Wagenwänden kollidieren können und wenn die Last auf dem Tragwagen in Längsrichtung nicht gleichmäßig verteilt ist.

viele Grüße
Stefan Walter



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.21 09:48.
Hallo Stefan,

Bilder von zwei Leo 1 auf einem Schwerlastflachwagen sieht man immer wieder mal, auch hier:

[www.drehscheibe-online.de]

Roco hat in einem Set zwei M41 auf einem Samms 709 zumindest mal nachgebildet:

[kieskemper-shop.de]

Allerdings hat der Samms 709 eine Ladelänge von 15000mm

[www.dybas.de]

Wäre es nicht denkbar das sich zwei M41 mit Rohr Richtung Wagenmitte und leicht gedrehtem Turm auf dem FFLM direkt gegenüber standen?

Grüße
Markus
Hallo Markus,

das Problem ist, dass die Kanone in Transportstellung bei diesem Panzer (und dem M47, M48...) nach hinten gedreht auf 6-Uhr-Position arretiert wurde und dafür eine klappbare Stütze auf dem Heck fest montiert war. Nach vorne gedreht, würde sie zu weit überstehen.

Könnte man die Kanone tatsächlich etwas seitlich schwenken, also auf 5 bzw. 7-Uhr arretieren, käme sie nicht mit dem Turm vom hinteren Tank in Konflikt. Militärfahrzeuge werden für gewöhnlich über Stirnrampen alle in der gleichen Fahrtrichtung von einem Einweiser eingewiesen. Also ist es sehr unwahrscheinlich, einen M41 mit Fahrtrichung nach vorne und den anderen in Fahrtrichtung nach hinten zu verladen, um etwas Ladelänge zu gewinnen. Der Fahrer sieht sowieso kaum was von seinem Platz aus und dann noch rückwärts fahren müssen...

Das Ganze läuft auf die Fragen hinaus:

Darf die Kanone ein Stück über die Ladefläche hinaus überstehen, evtl. mit Sondergenehmigung, (wenn das folgende Fahrzeug keine hohen Aufbauten (Personenwagen oder Güterwagen mit Wänden) hat und ist es zulässig, wenn der Tragwagen etwas "asymetrisch" beladen ist?

Leider gibt es passend zur Ep.3 keine längerern Schwerlastwagen als der FFlm, der Samms oder auch der SSylms 01 sind mir für meinen Zeitraum zu modern.

viele Grüße
Stefan Walter
Hallo Stefan,

die ersten SSylms wurden ab 1963 gebaut und würden zumindest von der Epoche III ja passen:

[www.dybas.de]

Zurück zu deinem FFlm: Ich war selbst bei einer Panzerverladung 1998 dabei (da gab es natürlich längst keine M41 mehr). Auch verluden wir nur Wiesel und die hatten nicht solche Probleme. Ob die Ladung über die Ladefläche hinaus stehen darf hängt vermutlich auch damit zusammen ob es sich um ein Ganzzug oder um ein Wagen im Einzelwagenverkehr handelt. Bei letzterem würde das hinausragen des Rohres über die Ladefläche ohne die Verwendung eines Schutzwagen vom Lademeister nicht genehmigt werden. Bei einem Ganzzug (ohne die Änderung der Wagenreihung) könnte ich mir vorstellen dass das hinausragen des Rohres zulässig wäre wenn genügend Platz zum nächsten Panzer vorhanden ist. Dann darf der Zug allerdings nicht geteilt oder umgestellt werden.

Wie schaut den so ein FFlm aus? Der SC liegt mir leider nicht vor und im Netz habe ich nirgendwo ein Bild des SGP-Wagen gefunden.

Grüße
Markus
Moin zusammen;

in meinem Katalog für Militärverladung ist mir das Blatt -3143.02- in die Hände gefallen. Es ist im Ordner Lü-Skizzensammlung M vorhanden. Dort ist die Doppelverladung vom M 41 abgebildet, gleichzeitig der verwendete Wagentyp mit Maßen auf der Ladefläche. Ich denke die Skizze zeigt mehr als irgendwelche Vermutungen und Modellfoto's.
Ein Foto vom FFlm mit Beladung würde mich auch interessieren, gerade da dieser Wagen eine kürzere Ladelänge hat als ein Samms 709 / 710.

Hier nun die Skizze:
Blatt -3143.02- Kampfpanzer M 41.jpg
Die *-Maße sind die Überstände der gestellten Flachwagen von Außenkante Rahmen zur Außenkante Kette.
Wer nun mit den ganzen Buchstaben und Strichen nicht klar kommt, dem hänge ich noch die Erläuterungen mit an.

Seite 1:
01_Erläuterung des Skizzenblattes (1).jpg

Seite 2:
02_Erläuterung des Skizzenblattes (2).jpg

Die Skizze zeigt auch, das nichts über das Ende der Ladefläche herüber ragen darf! Es hat schon Fälle gegeben da das Rohr eines Leo II mit Langrohr ein schönes rundes Loch in die Stirnwand eines Personenwagens stanzte.
Soweit erstmal zu diesem Thema.

Grüße aus Celle-Nord und munter bleiben, Rainer.
Moin VT 608;

..ja, das Foto sagt alles. 203 mm Haubitze M 110 mit kurzem Rohr, dann geht das! Im Gespräch war von M 107 / 175 mm Langrohr.

Vielen Dank für das Foto, Rainer.
Die US-Army hat öfters unter dem Rohr der M107 einen M133 verladen. Also immer abwechselnd eine M107 und ein M113.