DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 10 - Wagen-Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Das Wagen-Forum ist Bestandteil des Angebotes von www.revisionsdaten.de im Verbund von www.drehscheibe-online.de. Bitte auch Revisionsdaten von Wagen in diesem Forum unterbringen.
Moderatoren: allgäubahn - MWF

Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Olga Bandelowa

Datum: 15.04.21 15:11

Sicher kann mir einer der Waggon-Experten erklären, warum die Schiebewandwaggons auf dem angehängten Bild unterschiedlich hoch sind. Ich hatte zuerst an Fährwagen gedacht, aber sind die nicht auch schmaler als die normalen Waggons?

Für alle Antwort meinen Dank im voraus.

Bildschirmschuß_17h38m23s_002_.jpg

Olga Bandelowa




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.21 15:20.

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: WHA

Datum: 15.04.21 16:24

Hm, weil es unterschiedliche Bauformen sind? Weil der Kunde es so gewünscht hat?

Beste Grüße
Wolfgang

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen" - Plato

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Eibacher

Datum: 15.04.21 17:42

Hallo,

z. B. weil die zu befördernden Güter unterschiedlich schwer sind:

bei leichten Gütern ist es sinnvoll, den Wagen so groß wie möglich zu machen, um möglichst viel zu transportieren
bei schweren Gütern ist die maximale Nutzlast die Beschränkung. Dann ist es nicht sinnvoll, den Wagen höher als nötig zu bauen -> mehr Höhe = mehr Material -> das Leergewicht wird größer -> die Nutzlast ist geringer.

Ciao

Eibacher

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Olga Bandelowa

Datum: 15.04.21 17:58

Eibacher schrieb:
bei leichten Gütern ist es sinnvoll, den Wagen so groß wie möglich zu machen, um möglichst viel zu transportieren
bei schweren Gütern ist die maximale Nutzlast die Beschränkung. Dann ist es nicht sinnvoll, den Wagen höher als nötig zu bauen -> mehr Höhe = mehr Material -> das Leergewicht wird größer -> die Nutzlast ist geringer.
Das hört sich sinnvoll an. Danke.

Olga Bandelowa

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: tbk

Datum: 15.04.21 22:14

Die niedrigeren wagen sind für profil G1, die höheren für profil G2. G2-wagen haben ein größeres ladevolumen, können aber nicht auf allen strecken verkehren; insbesondere sind Frankreich und Italien so weit ich weiß (noch?) nicht G2-fähig, aber vermutlich hängt das von der konkret befahrenen strecke ab.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Lademass_EBO.png

Güter höherer dichte können ggf. das volumen eines bis zur lastgrenze beladenen G2-wagens nicht ausfüllen, dann reicht ein G1-wagen mit etwas geringerer leermasse und entsprechend höherer zuladung.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Genau! (o.w.T)

geschrieben von: MSS

Datum: 16.04.21 10:36

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Rasender_Roland

Datum: 17.04.21 16:55

Hi,

unterschiedliche Umgrenzungsprofile nach IUC-Regelwerk.
Die beiden kleineren TWA-Habbiins 14 nach Profil G 1 können überall in Europa außer UK eingesetzt werden.
Die anderen TWA-Habiins 11 nach Profil G 2 haben mehr Ladevolumen, können aber in Italien, Schweiz, Frankreich und Luxemburg nicht fahren.

Gruß Sven

Spuckste nach Lee, geht's inne See.
Spuckste nach Luv, kömmt's wieder ruuf.

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 18.04.21 23:20

tbk schrieb:
Die niedrigeren wagen sind für profil G1, die höheren für profil G2. G2-wagen haben ein größeres ladevolumen, können aber nicht auf allen strecken verkehren; insbesondere sind Frankreich und Italien so weit ich weiß (noch?) nicht G2-fähig, aber vermutlich hängt das von der konkret befahrenen strecke ab.

[upload.wikimedia.org]

Güter höherer dichte können ggf. das volumen eines bis zur lastgrenze beladenen G2-wagens nicht ausfüllen, dann reicht ein G1-wagen mit etwas geringerer leermasse und entsprechend höherer zuladung.
Moin,

Schweiz ist auch kein G2-Land, und bei Belgien, Luxemburg und Norwegen bin ich mir nicht sicher, ob wirklich ALLE Strecken G2 erlauben. Und in Polen gibt es m.W. ein "Fast-G2-Profil", was aber nur dann zum Problem wird, wenn der Wagen "Spitz auf Knopf" an die Einschränkung herankonstruiert wurde, so dass viele G2 Wagen auch in Polen zugelassen sind.

Auf den großen Güterkorridoren wird m.W. bei Neubauten das noch größere KLV-Profil GC angestrebt.
Genauso gibt es G2-taugliche Strecken in G1-Ländern. Es ist auch auf Basis von lokalen Vereinbarungen möglich, G2-Wagen in Grenzbahnhöfe von G1-Ländern zu fahren.

Gruß,
Schlußscheibe

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Einheitslok

Datum: 18.04.21 23:40

Hallo!

Während der Umleiter wegen der Rastatt-Sperrung 2017 hat man mal versucht, einige dieser TWA-Schiebewandwagen nach G2-Profil in einem Zug über Frankreich umzuleiten. In den Tunneln der Vogesenquerung zwischen Saverne und Réding war Schluss, die Wagendächer touchierten die Oberleitung. Letztes Jahr im Spätsommer, also rund 3 Jahre später, stand die Wagengruppe noch immer auf einem Nebengleis im Bf Réding, man weiß offenbar nicht so wirklich, wie man die da wieder weg bekommt...

Gruß
Yannick



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.04.21 23:40.

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Abacab

Datum: 19.04.21 11:32

Einheitslok schrieb:
Hallo!

Während der Umleiter wegen der Rastatt-Sperrung 2017 hat man mal versucht, einige dieser TWA-Schiebewandwagen nach G2-Profil in einem Zug über Frankreich umzuleiten. In den Tunneln der Vogesenquerung zwischen Saverne und Réding war Schluss, die Wagendächer touchierten die Oberleitung. Letztes Jahr im Spätsommer, also rund 3 Jahre später, stand die Wagengruppe noch immer auf einem Nebengleis im Bf Réding, man weiß offenbar nicht so wirklich, wie man die da wieder weg bekommt...

Gruß
Yannick
Aber hoffentlich hat man die inzwischen entladen, oder? ;-)

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: tbk

Datum: 19.04.21 23:00

Einheitslok schrieb:

Während der Umleiter wegen der Rastatt-Sperrung 2017 hat man mal versucht, einige dieser TWA-Schiebewandwagen nach G2-Profil in einem Zug über Frankreich umzuleiten. In den Tunneln der Vogesenquerung zwischen Saverne und Réding war Schluss, die Wagendächer touchierten die Oberleitung. Letztes Jahr im Spätsommer, also rund 3 Jahre später, stand die Wagengruppe noch immer auf einem Nebengleis im Bf Réding, man weiß offenbar nicht so wirklich, wie man die da wieder weg bekommt...


Wagen maximal beladen (damit sie etwas tiefer liegen), oberleitung abschalten und dann ganz langsam und vorsichtig mit diesellok zum tunnel herausziehen?

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Unterschiedliche Waggonhöhe – warum?

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 20.04.21 08:33

tbk schrieb:
Einheitslok schrieb:
Während der Umleiter wegen der Rastatt-Sperrung 2017 hat man mal versucht, einige dieser TWA-Schiebewandwagen nach G2-Profil in einem Zug über Frankreich umzuleiten. In den Tunneln der Vogesenquerung zwischen Saverne und Réding war Schluss, die Wagendächer touchierten die Oberleitung. Letztes Jahr im Spätsommer, also rund 3 Jahre später, stand die Wagengruppe noch immer auf einem Nebengleis im Bf Réding, man weiß offenbar nicht so wirklich, wie man die da wieder weg bekommt...

Wagen maximal beladen (damit sie etwas tiefer liegen), oberleitung abschalten und dann ganz langsam und vorsichtig mit diesellok zum tunnel herausziehen?
Das ist eine technisch naheliegende Idee, vor allem wenn ein Wagen unbeschädigt den Hinweg ins G1-Land geschafft hat. Man könnte auch noch versuchen, den Wagen von der Pufferhöhe ans untere Limit zu bringen, durch Wegnehmen von Flanschbuchsen, Tausch der Radsätze gegen abgefahrene oder sowas.

Trotzdem wird sich vermutlich kein Eisenbahnbetriebsleiter finden, der das anordnet. Weiterhin kann man nicht über weitere Strecken wegen ein paar Wagen einfach so die Oberleitung abschalten, es gibt ja noch andere Züge.
In diesem Fall hat es zudem schon auf dem Hinweg geknallt, also lieber per LKW zurück.

Gruß,
Schlußscheibe

Schweiz EBV O2

geschrieben von: felixS

Datum: 20.04.21 14:31

Hallo

Weiss jemand was der Unterschied zu EBV O2 ist? Weite Teile der SBB inklusive Gotthardbasislinie ist dafür freigegeben. Genutzt wird es ganz sicher von den Doppelstockfahrzeugen, das sollte mMn aber auch für G2 reichen?

Gruss Felix



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.04.21 14:32.

Re: Schweiz EBV O2

geschrieben von: tbk

Datum: 20.04.21 15:30

felixS schrieb:
Hallo

Weiss jemand was der Unterschied zu EBV O2 ist? Weite Teile der SBB inklusive Gotthardbasislinie ist dafür freigegeben. Genutzt wird es ganz sicher von den Doppelstockfahrzeugen, das sollte mMn aber auch für G2 reichen?

Gruss Felix
Fast, es fehlen zwei zentimeter in der höhe (4630 auf 4650 mm).
EBV-O2.png
Aus der AB-EBV, die hier zu finden ist: [www.bav.admin.ch]

Wie sich das in der praxis auswirkt, also ob "G2-wagen" letztlich doch passen, da sie das profil in der höhe nicht ganz ausnutzen, weiß ich nicht.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.