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Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 05.04.21 10:07

Hallo zusammen,

ich habe einmal Fragen zu den Bm234, 235 und deren Werdegang. Irgendwie fehlt mir da die Übersicht. Ich kann die Entwicklung historisch nachvollziehenm bis zu den grünlackierten Bm234 mit Drehfalttüren, klappbarer dritter Trittstufe, Scheibenbremsen und den rot oder grünfarbigen Textilsitzbezügen. Die Wagen waren schon zu jener Zeit vergleichweise sehr leise von den Fahrgeräuschen. In Hagen waren sie vertraute Wagen in den D-Zügen D510/511, D 506/507.

Ich erinnere mich, dass im Jahre 1974 auf der Verkehrsausstellung in Essen ein noch nach Farbe und Kleber riechender türkis-beige farbener Bm234 mit vollkommen neu anmutender Inneneinrichtung vorgestellt wurde, in dem ich am Liebsten gleich sitzen geblieben wäre: die "cognac"-farbenen weichen Polstersitze, Leselämpchen, die Wegweiser zum Speisewagen fielen mir besonders auf. Wagen natürlich mit klappbarer dritter Trittstufe, Scheibenbremsen. Auf dem Ausstellungswagen prangte übrigens das Schild:

Dortmund - Klagenfurt

Dann sah man die Wagen schnell in vielen wertigen D-Zügen. Ich erinnere mich dann, dass 1975 bereits der komplette B-Klasse-Bereich der D1522/1523, 210/211 aus solchen Wagen gebildet wurden. Ab 1976 kamen sie auch in den Hagener Bestand und bildeten den Garmischer Teil des D510/511. Später waren es genau 518022-90 301 bis 518022-90 310.

Dann, ich meine es war 1978, wurden die Wagen umgebaut und für 200 km/h ertüchtigt. Schlingerdämpfer an den Drehgestellen plus Magnetschienenbremse fielen auf und die Deklarierung für 200kmh stach hervor. Sie fehlten im Zuge des Umbaus zahlreich in jenem Jahr in den D-Zügen und wurden vor Allem im ersten Halbjahr durch Silberlinge und Bm232 vorübergehend ersetzt. Ich erinnere mich, dass der D511 im Frühjahr 1978 teilweise eher wie ein Nahverkehrszug im Frühjahr ausschaute. Bis zu 4 Silberlinge im Zug. Dann kamen sie für 200 kmh ertüchtigt zurück.

Ab wann begann genau der Bau der Serie mit den cognac-farbenen Sitzen samt Leselämpchen?
War das damals anno 1974 wirklich "der erste Wagen" seiner Art, oder gab es damals schon mehr davon?
Wurden für IC79 nur solche Wagen der "cognac-farbenen" Serie für 200 kmh ertüchtigt bzw. neu gebaut, oder wurden auch vorhandene grüne Bm234 der letzten, neuesten, grünlackierten Serie umgebaut?

Danke für Hinweise.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.21 13:59.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 05.04.21 11:00

Hallo elric,

zu Deinen Fragen bezüglich Bm 234/235:
- Mit der neuen Innenausstattung wurden alle Wagen ab 22-70 533 geliefert; sie trugen auch bereits das neue Farbkonzept, allerdings bis etwa Baujahr 1976 noch mit dunkelbraunem Rahmen. Hersteller waren - zumindest anfangs - die WU Berlin sowie LHB, die Abnahme der Wagen erfolgte laut Wagendatenbank ab Ende Januar 1974.
- Meines Wissens wurden nur Wagen dieser Serie ab den Nummern 22-70 594 in Bm 235 umgebaut; ob es Ausnahmen gab, können nur bestimmte Forumsteilnehmer mit ihrem Spezialwissen und entsprechenden Unterlagen sagen.
- Einige Wagen des Baujahrs 1976 erhielten zum Einsatz in den ersten zweiklassigen IC-Zügen die Drehgestelle mit Mg-Bremsen von A(ü)m 203 der Reihe 10-70 (Dank an User TS-Sounddesigner für diese Information!), wurden aber erst 1978(79 für 200 km/h hergerichtet.
- Vielleicht weniger bekannt ist die Tatsache, dass 16 Wagen des Baujahrs 1974 erst 1991 zu Bm 235 umgerüstet wurden. Diese liefen dann mit den Nummern 22-90 800 bis 815.
- Ab Sommerfahrplan 1983 liefen die Bm 234 mit der neuen Ausstattung, die nicht zu Bm 235 umgerüstet worden waren, vor allem in FD-Zügen.

Meinerseits hat sich jetzt die Frage gestellt, ob es zu den so gelieferten Wagen einen Musterwagen bzw. Prototypen gegeben hat.

Viele Grüße
Bremsartsteller

Edit: Zwei Präzisierungen vorgenommen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 09:43.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 05.04.21 11:05

Donnerwetter, das sind klare Fakten. Vielen Dank. Leider habe ich mir anno 1974 auf der Ausstellung noch nicht die Wagennummern notiert. Das war alles viel zu aufregend dort :-)

Und ja genau, auch die Hagener Bm234/235 waren noch mit dunkelbraunem Längsrahmen versehen. Sie kamen mit IC79 von Hagen nach Hannover. Ich meine übrigens, einige existieren noch als Bundeswehrfahrzeuge.

Nochmals danke!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.21 11:09.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 05.04.21 11:54

Beim D1598/99 Stuttgart - Hamburg liefen vor der Umstellung auf Bm235, Bm234 mit braunen Sitzbezügen der Bm235 anstelle der beim Bm234 üblichen roten Sitzbezüge. Mit den Bm235 kam dann auch der einzige modernisierte und inzwischen wieder beige-blau lackierte Bm 235 zum Einsatz.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 05.04.21 12:28

Ich erinnere mich auch, dass in den IC79 Umläufen München-Hamburg-München reihenweise (zwar türkis-beige lackierte) Bm234 für 160kmh zugelassen mit roten Textilbezugsitzen liefen. Der IC 569, Dortmund-München, war wiederum beliebter Kandidat für Bm234 mit den cognacbraunen Sitzen, aber auch für 160 kmh zugelassen. Der 569 fuhr nirgendwo schneller als 160, also war er das Dortmunder hässliche Entlein. Durchaus möglich: 5x Bm234, WRtm134, 2x Am203 und vll. noch ein einiziger klimatisierter Apmz....

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 05.04.21 19:53

Da mussten die Wagenwerke aber aufpassen, dass da nicht zu viele für 160 km/h nur lauffähige, aber nicht bremsfähige Wagen in die Garnituren gerieten (natürlich hatten die das sicherlich im Blick)! Bm 234 mit den erforderlichen Mg-Bremsen gab es ja nicht allzu viele, und beige-blau lackiert waren 1979/1980 wohl nur die wenigsten Exemplare von ihnen (wenn überhaupt). Offenbar gab es anfangs einen Mangel an Bm 235 ...

Einzelne Bm 234 (ohne Mg-Bremsen) tauchten vor allem als Verstärkerwagen noch recht lange in IC-Zügen auf; spontan fallen mir da ein:
- IC 104/105 "Metropolitano" in den Fahrplanjahren 1983/84 und 1984/85. Einer der nur bis/ab Chiasso laufenden Wagen war nicht selten ein Bm 234.
- IC 102/103 "Rembrandt" in den Fahrplanjahren 1985/86 und 1986/87. Hier liefen - meist im Wochenendverkehr - ein bis zwei teilweise sogar noch grüne Bm 234 im Zugteil Emmerich - Basel SBB u. z.
- IC 820/821 "Donau-Kurier" im Fahrplanjahr 1988/89 als Kurswagen nach/von Mühldorf (Obb.).
- EC 24/25 "Franz Liszt" im Fahrplanjahr 1989/90, manchmal auch hier zwei Wagen, die dann sogar bis/ab Budapest im Zug waren.

Spätestens mit der Auslieferung der Serien-Bvmz 185 gehörten solche Einsätze der Vergangenheit an, zumal die Bm 234 der Reihe 22-70 zunehmend für den Umbau in IR-Wagen eingezogen wurden.

Bremsartsteller

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Vst

Datum: 06.04.21 00:06

Ja, grüne Bm 234 im IC Donau-Kurier und im "Franz Liszt" um 1989/90 kann ich ebenfalls bestätigen, gesichtet in Nürnberg Hbf.
Hier hätte mich der Bremszettel interessiert.
In jedem Fall ein spannendes, bisher wenig beachtetes Thema!
Vielen Dank dafür sagt

Euer Vorstand

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 06.04.21 07:36

Frage zur Kombi von Wagen für 160 und 200: Was bedeutet das denn fürs Bremsverhalten?

Ich hab mal geschaut und ein altes Listing für den 569 am 25.3.1980 gefunden:

5 türkis-beige farbene Bm234/235 mit cognacfarbenen Sitzen:

51 80 22-
90 741 / 70 586 / 70 582 / 70 584 / 90 309 /

51 80 88 - 84 594-5
WRtm134, Rot, Klotzbremsen

Sowie 3 A-Wagen für 200 zugelassen...

Also 4 von 9 Wagen für 160 kmh im Zug, einer klotzgebremst. Das war ganz typisch für den 569.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 07:39.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 06.04.21 11:22

Hallo

...modernisierte Bm 235:
das ist der 51 80 22-90 489-1
der auch als einziger die BA-Nr 235.1 angeschieben hat.

Er ist erhalten geblieben...und betriebsfähig
er ist im Bestand des VM, Koblenz-Lützel

Gruss Wagen-Micha

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: EK-Wagendienst

Datum: 06.04.21 11:30

elric schrieb:
Frage zur Kombi von Wagen für 160 und 200: Was bedeutet das denn fürs Bremsverhalten?

Ich hab mal geschaut und ein altes Listing für den 569 am 25.3.1980 gefunden:

5 türkis-beige farbende Bm234/235 mit cognacfarbenen Sitzen:

51 80 22-
90 741 / 70 586 / 70 582 / 70 584 / 90 309 /

51 80 88 - 84 594-5
WRtm134, Rot, Klotzbremsen

Sowie 3 A-Wagen für 200 zugelassen...

Also 4 von 9 Wagen für 160 km/h im Zug, einer klotzgebremst. Das war ganz typisch für den 569.
Der Zug bremst ziemlich gleich,
nur der verschleiß an Bremssohlen bei dem WRt (wo die Nummer nicht stimmen kann, 88-80 961 bis 88-80 977) wird groß gewesen sein, dafür kann man den Wagen heute auch in P fahren.
Das Bremsverhalten bei den 160 km/h und 200 km/h Wagen mit Scheibenbremse ist gleich, die Wagen die 200 km/h fahren dürfen haben ZUSÄTZLICH eine Mg Bremse, die aber nur bei einer Vollbremsung und über 60 km/h in Aktion treten, bei der normalen Bremsung aber nicht.

Im Ausland wird die Mg Bremse für 200 km/h nicht benötigt, und teilweise sogar an der Grenze der gesamte Zug in R umgestellt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 11:31.

Zur Anmerkung zum WRtm134

geschrieben von: elric

Datum: 06.04.21 11:43

Zum WRtm134:
Klar, da hast Du recht. 51 80 88 - 80 .... und nun weiss ich nach den Jahren Abstand zum Reisetermin nicht mehr weiter, hahaha. Auf dem Foto erkenne ich, dass es ein rotfarbener Wagen ist, der auch den typischen hellen Querstreifen hat. Heimatbhf aller Wagen laut Aufzeichnungen: EDO. Ich kann mir vorstellen, dass ich mich in der EIle beim Ausstieg in Würzburg verschrieben habe, da ich die Ziffern nur schwer erkennen konnte, denn eines galt auch: Die WRtm waren regelmäßiger Ersatz für den ausgefallenen Regel-ARmh217. Sie waren von aussen durchweg arg schmuddlig und sahen äußerlich reichlich ungepflegt aus. Die türkis-beige lackierten WRtm wirkten äußerlich ansprechender.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 11:45.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: murzinger

Datum: 06.04.21 21:35

Dies ist ein recht interessantes Thema, da für mich (Jg 1971) zu D-Zug-Zeiten die umgebauten Büm234 immer etwas Besonderes und vor allem entsprechend selten anzutreffen waren. In der Frühphase konnte man sich meistens darauf verlassen, dass ein Wagen in "beige-türkis" eine moderne Inneneinrichtung (Stoffpolster und Leselampen, das war für mich damals schon fast Erste Klasse!) hatte.

[...]
Dann, ich meine es war 1978, wurden die Wagen umgebaut und für 200 km/h ertüchtigt. Schlingerdämpfer an den Drehgestellen plus Magnetschienenbremse fielen auf und die Deklarierung für 200kmh stach hervor. Sie fehlten im Zuge des Umbaus zahlreich in jenem Jahr in den D-Zügen und wurden vor Allem im ersten Halbjahr durch Silberlinge und Bm232 vorübergehend ersetzt. Ich erinnere mich, dass der D511 im Frühjahr 1978 teilweise eher wie ein Nahverkehrszug im Frühjahr ausschaute. Bis zu 4 Silberlinge im Zug. Dann kamen sie für 200 kmh ertüchtigt zurück.
[...]
Aha, fast so wie die Schwalben im Winter...deswegen sah man die irgendwann kaum noch. Irgendwann schlichen sich dann auch noch die Standard-Bm in der neuen Farbgebung ein. Das mit den Silberlingen war mir auch neu. Ich kann mich aber an eine Fahrt von Bonn nach Frankfurt erinnern in einem Zug mit Silberlingen erinnern. Muss so um 1977 gewesen sein. Im 1978er Kursbuch habe ich keinen passenden Zug gefunden. Das könnte dies erklären.

[...]
Ab wann begann genau der Bau der Serie mit den cognac-farbenen Sitzen samt Leselämpchen?
War das damals anno 1974 wirklich "der erste Wagen" seiner Art, oder gab es damals schon mehr davon?
Wurden für IC79 nur solche Wagen der "cognac-farbenen" Serie für 200 kmh ertüchtigt bzw. neu gebaut, oder wurden auch vorhandene grüne Bm234 der letzten, neuesten, grünlackierten Serie umgebaut?
[...]
Die ersten Büm234 wurden 1974 unter dem Arbeitstitel "Produkt neuer D-Zug" vorgestellt. Inwiefern frisch abgelieferte grüne Büm dann auch noch einmal innen umgebaut wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Was ich mich schon immer gefragt habe: Es gab auch Büm234 mit roten und grünen Stoffpolstern und Leselämpchen. Weiss jemand, ob die so abgeliefert wurden?

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 06.04.21 21:41

Bm234 mit roten und grünen Polstern und Leselampen...
Waren das nicht später aufgefrischte Bm234 für den Berlinverkehr, die Drehfalttüren, etwas aufgefrischtes Interieur bekommen hatten und in den D-Zügen Köln-Berlin z.B. liefen?

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: EK-Wagendienst

Datum: 06.04.21 21:52

elric schrieb:
Waren das nicht später aufgefrischte Bm234 für den Berlinverkehr, die Drehfalttüren, etwas aufgefrischtes Interieur bekommen hatten und in den D-Zügen Köln-Berlin z.B. liefen?
Von 1984 bis 1986 gab es das Umbauprogramm, das sich Berlin Verkehr nannte, zumindest so habe ich es mir gemerkt.

Das waren alles Wagen mit Drehtüren die neue Kopfenden mit Drehfalttüren und 3. Treppenstufe, Lautsprecheranlage, und neu Abteildecken, die Technik blieb aber alt.
Das lag auch daran das die DR Wagen mit Dampfheizung übernehmen wollte, auch wenn die meistens nicht im Zuglauf benötigt wurde.
Am 201/202 zu Am 208
ABm 223 zu ABm 228
Bm 232 zu Bm 238
BDm 232 zu BDms 238

Diese sind dann aber wegen der 1000mm Fenster in der 2. Klasse nur z.T. im Berlin Verkehr eingesetzt, sondern auch im Sonderverkehr.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 06.04.21 23:24

Guten Abend

Anmerkung:

Es wurden zwei kleine Serien der Bm 235 fabrikneu direkt für 200 km / h
ausgeliefert.

Es waren dies : 51 80 22-90 071-7 bis 51 80 22-90 100-4
Hersteller LHB, ausgeliefert 1978

Und

Bm 51 80 22-90 221-8 bis 51 80 22-90 260-5
Hersteller WU-Berlin, ausgeliefert Ende 1978 bis April 1979


Wagen-Micha



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 08:39.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: tbk

Datum: 07.04.21 00:26

EK-Wagendienst schrieb:

Das waren alles Wagen mit Drehtüren die neue Kopfenden mit Drehfalttüren und 3. Treppenstufe, Lautsprecheranlage, und neu Abteildecken, die Technik blieb aber alt.
Das lag auch daran das die DR Wagen mit Dampfheizung übernehmen wollte, auch wenn die meistens nicht im Zuglauf benötigt wurde.
Am 201/202 zu Am 208
ABm 223 zu ABm 228
Bm 232 zu Bm 238
BDm 232 zu BDms 238

Da wollte sich die DR wohl vorbehalten, ersatzweise 118 (ex V180, später 228) einzusetzen, wenn die sonst für diese züge eingeteilte 132 (später 232) nicht verfügbar war (wie oft auch immer das vorkam).

Behielten die wagen neben ihrer dampfheizung bis zuletzt auch die klotzbremsen?

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 07.04.21 07:34

Also ich erinnere definitiv Bm234 auf der Linie nach Berlin, die wirklich innen refreshed ausgesehen haben, rote Textilbezüge (Cord) und Leselampen hatten. Was ein Beitragender hier geschrieben hat, stimmt auch, Bm238 waren auch in jenen Zügen vertreten. Bestens zun erkennen an den kleineren 100cm breiten Fenstern. Und am Schönsten: der Kölner ARmh217 zum gemütlichen Essen oder ideal für Kaffee und Kuchen in der Gegenrichtung. Die aufgefrischten Wagen hatten alle ihre Klotzbremsen behalten, zugelassen für 140 kmh. Ich hab diese Zugläufe oft zwischen Köln und Bielefeld genutzt.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: DSG-BZL Köln

Datum: 07.04.21 10:45

Hallo elric,

du hast schon recht mit den Bm 234. Die eigentliche Sonderarbeit Berlin betraf 150 Bm 234, 40 ABm 225 und 10 BDms 273, alles 140 km/h-Wagen mit Klotzbremsen und Dampfheizung, die Bm z.B. aus der Nummernreihe 22-41 000 ... 499. Ausgeführt wurde die SA zwischen 1979 und 1981 und umfasste im Wesentlichen den Einbau der Klappstufen, sowie Leselampen und die roten Cord-Bezüge in der 2. Klasse.
Die Merkmale dieser Sonderarbeit wurden später auch auf weitere Wagen übertragen, so auch ab 1983 auf dem Umbau Am 202/208, ABm 223/228, Bm 232/238 und BDms 272/278. Das war dann die gleiche Innenausstattung, zusätzlich kamen Drehfalttüren zum Einbau, hatte aber alles mit den Wagen der ursprünglichen Sonderarbeit Berlin nichts zu tun.

Viele Grüße

Uwe

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 07.04.21 10:46

Bei den hier beschriebenen Bm 234 mit cognacfarbenen Sitzbezügen dürfte es sich allerdings um 1993-95 aus Bm 235 rückgebaute Bm 234 der Nummernreihe 22-30 401 bis 468 gehandelt haben. Der oben erwähnte D 1598/1599 verkehrte erst ab 1996, als es schon länger keine Bm 234 der Nummernreihe 22-70 533 ff. mehr gab; diese waren zu dem Zeitpunkt allesamt in IR-Wagen Bim(dz) umgebaut oder zu Bm 235 aufgerüstet worden.
Die betreffenden Bm 235 spendeten ihre Drehgestelle an ältere Bm 234 der Reihe 22-41 (neben wenigen "alten" 22-30 und 22-80), die anschließend zu Bimz 264.7 umgebaut wurden. Die Wagenkästen der Bm 235 samt Innenausstattung setzte man dann auf die klotzgebremsten Drehgestelle der 234er. Über mögliche Gründe für diese doch recht komplizierte Vorgehensweise kann man nur spekulieren; ab Mitte 1994 wurden schließlich Bm 235 direkt in besagte IR-Wagen umgebaut.

Gruß
Bremsartsteller



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 10:47.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 07.04.21 11:29

Was? Wow, das wusste ich gar nicht.
Danke für die Infos.

Abschließende Fragen

geschrieben von: elric

Datum: 08.04.21 20:42

Vielen Dank für die zahlreichen spannenden Informationen.

Was noch übrig bleibt: Ich kann gar keine rechte Systematik in dem Übergang von den Wagennummern der Bm234 nach dem Muster

22-70 604 - 9

und der Numerierung als umgebauter Bm235

22-90 310-9

erkennen. Mal scheinen die Ausgangwagen Nummer nach Nummer an die Reihe zu kommen und dann auch fortlaufend numeriert als Bm235 wieder ins Rennen zu gehen. Manchmal folgen dann Nummern eher vollkommen durcheinander. Liegt das daran, dass die Wagen bündelweise umgebaut wurden, sagen wir fiktiv gesprochen diese 4 aus Hagen, dann diese 23 aus Dortmund, dann diese nächsten 3 aus Hagen, dann jene 10 aus Kassel, dann 4 aus Saarbrücken, wieder 12 aus Dortmund usw?

Teilte man den Umbauwerkstätten Nummernkontingente zu?

Als die Minibauserien von Bm235 Neubauwagen geliefert wurden, nahm man dann die eben anstehenden Nummern als Bündel auf

(also 51 80 22-90 071-7 bis 51 80 22-90 100-4
Hersteller LHB, ausgeliefert 1978

und

51 80 22-90 221-8 bis 51 80 22-90 260-5
Hersteller WU-Berlin, ausgeliefert Ende 1978 bis April 1979)

Und welche Wagennummer erhielt denn der erste zum Bm235 umgebaute Bm234? Begann man mit dem ersten umzubauenden Wagen bei der Nummer

22-90 001-4?

War es also der Dortmunder Wagen 22-71 179-1 welcher als erster Wagen auf 200 und damit zum Bm235 mit der Nummer 22-90 001-4 umgebaut wurde, (revisionsdaten.de), oder wie wurde verfahren?

--------------

Abschließend erinnere ich mich an die erste Sichtung eines zweiklassigen IC in Düsseldorf. Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf, als ich die Schlingerdämpfer an den Drehgestellen der Bm samt Magnetschienenbremsen entdeckte. Wow.

Was sich wohl zuerst nicht bewährt hat, waren die ungeschützt zugänglichen Glühbirnen der Leselämpchen. Später kamen dann kleine Gitterchen hinzu, so dass man die Birnen nicht mehr als Souvenir oder was auch immer mit nach Hause nehmen konnte. Auch die Schalter änderten sich.

Dann - und das war deutlich einschneidender - wurden die beweglichen weich gepolsterten Kopfstützen durch fest angeschraubte harte Kopfbereiche ersetzt.

Irgendwann wurden die ursprünglich etwa Elfenbeinfarbig gestalteten Elemente der Fensterrahmen, Speisewagenrichtungsanzeiger, Klappsitze in Dunkelbraun ausgeliefert.

Zu Studentenzeiten kursierten im Kollegium Listen, wo diese Wagen nachts unterwegs waren, z.B. der D-Zug von Dortmund nach Oberstdorf wird am Ziel auseinanderrangiert, einige Wagen pendeln über Nacht nach Ulm und wieder zurück. 2 weitere Bm234 (mit Leselampen und den cognacfarbenen Polstern) und ein ABm225 bilden einen Teil des Vorarlberg-Express nach Dortmund (wo jene Wagen wieder an den D nach Oberstdorf kommen). Das waren für uns superkomfortable Nachtadressen, total gemütlich mit Leselampenlicht in die Nacht fahren, dann Sitze ausziehen, Vorhänge zuziehen, Rollo runter und friedlich bis kurz vor Köln schlummern. Es kam in jenen Jahren NIE eine Fahrkartenkontrolle in der Nacht. Morgens im Liegewagen (sofern einer im Zug war) Kaffee holen, wunderbar...

Jaaa, und dann gab es ja auch....

Bm234 mit Schürze, mit Wegmann-Drehgestellen, mit dem luftgefederten MAN-Drehgestellen (wie unglaublich leise der Wagen gefühlt fuhr) usw. usw., dazu teilweise in sehr schön daherkommendem Popfarben-weissgrau-blau. Diese Lackierung gab es noch lange lange bei den Bm234 vom Heimatbhf. Lindau sowie Saarbrücken zu bewundern...

Mit Schürze sah der Wagen super aus....

https://images.beneluxspoor.net/bnls/bm234275rheinhausenbfkmkwh.jpg



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.21 21:38.

Bm 234 70 900

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 08.04.21 22:29

Interessant war der Wagen 22-70 900-1 der aus Bm 235 22-90 048-5 entstand. Der Wagen erhielt beim "Rückbau" keine klotzgebremsten Drehgestelle sondern MD 364.

Leider habe ich bislang nur dieses eine Foto eingescannt, das Bild zeigt den Wagen im November 2000 in München- Neuaubing.

Bm 234 22-70 900 MNA 11.00.jpg

Viele Grüße
Uli



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.21 22:45.

Re: Abschließende Fragen

geschrieben von: murzinger

Datum: 08.04.21 23:28

elric schrieb:
[...]

Was sich wohl zuerst nicht bewährt hat, waren die ungeschützt zugänglichen Glühbirnen der Leselämpchen. Später kamen dann kleine Gitterchen hinzu, so dass man die Birnen nicht mehr als Souvenir oder was auch immer mit nach Hause nehmen konnte. Auch die Schalter änderten sich.

Dann - und das war deutlich einschneidender - wurden die beweglichen weich gepolsterten Kopfstützen durch fest angeschraubte harte Kopfbereiche ersetzt.

[...]
Ja, da gab es dann eine Entfeinerung. Die klassischen Leselämpche mit Kippschalter (kläng) und ohne Gitter gab es nur im A-Wagen. Die Polster wuren auch nach ca. 10 Jahren ersetzt und blieben dann bis zum bitteren Ende so.

Re: Bm 234 70 900

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 08:16

Hallo Uli,

MD 364... ist das ein früheres Modell der scheibengebremsten MD-Drehgestelle? Ich kenne grad nur die Modelle 366 sowie 367, wobei ich schon immer mal wissen wollte, worin sich beide TECHNISCH unterscheiden.

Umzeichnungsplan Bm 234/235

geschrieben von: TS-Sounddesigner

Datum: 09.04.21 09:47

Guten Tag zusammen,

ich kann folgende Daten aus dem Röhr 1981 (Übersicht über die Triebfahrzeuge
und hochwertigen Reisezugwagen der DB), mit Stand 31.12.1981:

22-90 001-050 ex 22-71 179-228
22-90 051-100 neu
22-90 101-103 ex 22-70 865-867
22-90 104-130 ex 22-70 916-942
22-90 131-220 ex 22-71 089-178
22-90 221-260 neu
22-90 300-312 ex 22-70 594-606
22-90 313-567 ex 22-70 610-864
22-90 568-614 ex 22-70 868-914
22-90 615-671 ex 22-70 943-999
22-90 672-760 ex 22-71 000-088

Zu den viel späteren Umbauten von 22-90 800 bis 815 wurde oben schon das Nötige gesagt.
Zum 22-90 048 / 22-70 900 habe ich leider nichts vorliegen hier, tut mir leid.


Viele Grüße



TS-Sounddesigner

Weitere Sonderlinge

geschrieben von: tbk

Datum: 09.04.21 09:49

Weiterhin gab es noch mindestens einen Bm 235 mit komplett Bpmz-grün bezogenen sitzen. Ob die kopfstützen dazu passend gelb waren, kann ich mich nicht mehr erinnern, oder hat jemand davon womöglich ein bild?

Gab es noch andere einzelstücke mit abweichenden polsterstoffen?

Wie bei jeder großen serie gab es später auch bei den Bpmz ein paar sehr spezielle wagen, aber das ist ein anderes thema und gehört in einen anderen thread.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Umzeichnungsplan Bm 234/235

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 09:49

Donnerwetter, herzlichen Dank! Das ist wirklich erhellend.

Dann hat Hagen damals gleich das ganze Bündel 22-90 300-312 ex 22-70 594-606 bekommen.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 09:53

Jaaaaaaa, in dem oder einem von jenen Wagen habe ich einmal in einem IC zwischen Köln und Hagen gesessen. In der Tat war ich so fixiert auf die Sitze, schreiend bunt, aber auch irgendwie frisch, dass ich mich nicht mehr an die Kopfstützen erinnern kann. Aber das Grüngelb im Verbund mit den sehr hellen Abteilwänden kam ziemlich gut. Es wirkte indes lange nicht so "heimelig" wie die Farbe Cognac... Die Kopfstützen waren sicher nicht in diesem Gelb der Bpmz-Sitzeinfassung gestaltet, das wäre mir aufgefallen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.21 09:54.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 09.04.21 10:25

Guen Morgen

Ich habe mal meine alten Aufzeichnungen angesehen:

Stand Nov. 1975 waren in Hagen wohl Bm 234 beheimatet, aber alles aus der Beschaffungszeit ab 1971 - 1973 =
25 Wagen


Solche von dem " Neuer-D-Zug "
aber nicht.

Umlaufmässig in Dortmund beheimatet, aber auch Einsätze ab Hagen ist sicherlich auch möglich,
dafür fehlen mir aber die Unterlagen ZP-AU vom Winter 1975 / 76

Wage-Micha



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.21 10:55.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 11:34

Ja, aber später, als diese Wagen im D510/511 auftauchten, waren sie in Hagen zu Hause, ich hab seiner Zeit sogar eine Bestätigung von der BD ESSEN bekommen, ich hab als Schüler einen Brief hingeschrieben und ausführliche Antwort bekommen, welche Wagen in Hagen stationiert sind, darunter

518022-90301 - 310 oder 312

Weiterhin 7 Bcm243 mit Scheibenbremsen

Zahlreiche Bm234 der älteren Baureihen,
zahlreiche Bm232,
einige hochwertige ABm225 mit Scheibenbremsen (518031-70 039 bis 045 meine ich),
diverse Dms905

Die modernsten Wagen fuhren im D 510/511, die zweite Garde im D 506/507, die dritte Garde im D528/529, wobei dort der Kurswagen Berchtesgaden-Hagen immer ein ganz feiner Bm234 mit Scheibenbremsen gewesen ist (zumindest, wenn ich ihn vor der Linse hatte).

Edit:
Wann kamen die "Neuen" nach Hagen. Gute Frage.... Im Frühjahr 1976 tauchten zum ersten Mal 4 solche Wagen im Münchner Teil auf, vermutlich also Heimatbhf München, der Garmischer Teil war noch komplett Grün. Und dann irgendwann übers Jahr ging es dann los. 1977 war der gesamte Zug schon türkis-beige mit den schönen Wagen nebst 2 jener grünen ABm225. So blieb es dann bis zum Ende im Mai 1979. Danach habe ich die ehemaligen Hagener Wagen oft im IC 624 gesehen, ab Sommer 1979 beheimatet in Hannover.

Edit:
Auf diesem Bild von Ulrich Budde sieht man eine ganze Reihe dieser Wagen, der Hagener Kurswagenteil ist im D511 vorn:

https://bundesbahnzeit.de/galerien/103%20-%20Starlok%20der%20DB/jpg-Bilder/b19-103%20230.jpg?=1388162784

Und hier sitze ich selbst im Hagener 22-90310 auf der Reise von Hagen nach Heidelberg. 303, 304, 306 vor dem Hagener ABm.
(April 1979)
https://lightroom.adobe.com/shares/721d42c0500b488688120939946ce1a4

Vom Speisewagen an waren es Münchner Wagen:
https://lightroom.adobe.com/shares/2dc44d11ee984346a63b893d97b46cf6

Witzig, ich hatte der BD Essen meinen selbst entworfenen, mit Farbstiften gemalten Rangierplan vorgestellt, um aus dem 510 einen 511 zu machen. Der Sachbearbeiter der BD Essen hat mit freundlich auf eine etwas einfachere Rangierlösung der Wagenumstellung hingewiesen und die Wagennummernliste beigefügt. Ich war vollkommen begeistert.



14-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.21 14:27.

MD 364

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 09.04.21 18:30

364.jpg

Das MD 364 (mit senkrechtem Dämpfer) ist für 160 km/h, MD 366 ist die Variante mit Schlingerdämpfer für 200 km/h. MD 366 ist das typische Drehgestell für den Bm 235. Die 1. Klasse- Wagen (z.B. Avmz/Apmz sowie der WRmz 132/135) haben Drehgestelle der Bauart MD 367 mit zusätzlicher Wankstütze (auch für 200 km/h).


Viele Grüße
Uli

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 09.04.21 18:38

Bm 235 22-90 489 ist der einzigste Redesign- Wagen. Der Wagen ist heute noch betriebsfähig und wird öfters vom DB- Museum Koblenz eingesetzt.


Viele Grüße
Uli

Schlüsselzahlen Laufdrehgestelle MD-schwer

geschrieben von: TS-Sounddesigner

Datum: 09.04.21 19:28

Hallo elric,

>MD 364... ist das ein früheres Modell der scheibengebremsten MD-Drehgestelle?
>Ich kenne grad nur die Modelle 366 sowie 367, wobei ich schon immer mal wissen wollte,
>worin sich beide TECHNISCH unterscheiden.

Uli hat ja freundlicherweise zu Deiner konkreten Frage etwas geschrieben und abgebildet.

Ich möchte auf noch etwas mehr Text verweisen unter [www.drehscheibe-online.de]
und zitiere daraus einmal kurz:

Noch kurz zu den Drehgestellen, es handelt sich hier um ein MD 366 (früher und umgangs-
sprachlich immer noch Minden-Deutz 36, heute LD für Laufdrehgestell 36, hier mit der
Schlüsselzahl 366). Zu den Schlüsselzahlen:

MD 361 erste Ausführung mit schrägen Wiegenstoßdämpfern
MD 362 verstärkte Ausführung mit schrägen Wiegenstoßdämpfern
MD 363 verstärkte Ausführung mit schrägen Wiegenstoßdämpfern und Wankstütze
MD 364 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern
MD 365 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern und Wankstütze
MD 366 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern und Schlingerdämpfern
MD 367 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern und Schlingerdämpfern und Wankstütze

Wankstütze hatten in aller Regel nur die schweren Wagen mit Klimaanlage und die schnellen Speisewagen.
Ausnahmen wie z. B. die letzte Serie der Bcm 243 mit MD 363 lassen wir mal außen vor.

Die unklimatisierten Wagen für 200 km/h wie Am 203.1, Bm 235, Aim(z) 26x, Bim(d/z) 26x und Dms 905.1 hatten
keine Wankstützen und daher nur MD 366.


Und wenn wir schon mal dabei sind auch die klotzgebremsten Drehgestelle:

MD 320 erste Ausführung mit waagerecht durchlaufenden Außenquerträgern
MD 330 Ausführung mit gekröpften Außenquerträgern zugunsten der Fährbootfähigkeit
MD 340 Ausführung mit gekröpften Außenquerträgern zugunsten der Fährbootfähigkeit mit Bremszylinder im Drehgestell


Typische Vertreter der MD 320 sind die LS-Wagen (yl-Wagen).

Bei den international einsatzfähigen Schnellzugwagen mußte zusätzlich beachtet werden,
daß diese auch auf den Fährrampen starke Knickwinkel mitmachen mußten. Vom Bremszylinder
unter dem Wagenboden führte eine Stange oberhalb des Drehgestellrahmen in diesen herein,
um mit ihrer Bewegung (vor/zurück) das Klotzbremsgestänge anzulegen bzw. zu lösen. Dieses
Stange und der Querträgern am Drehgestell (zur Wagenmitte zeigend) berührten sich bei zu
hohem Knickwinkel. Daher wurde er rechts und links gekröpft, um ca. 10-15 cm tiefer zu
verlaufen. Aus Symmetriegründen wurde das beidseitig gemacht und fertig war das MD 330.

Das MD 340 hat den Bremszylinder für das Bremsgestänge gleich direkt ins Drehgestell
eingebaut, wenn unter dem Wagen dafür kein Platz war durch viele andere Bauteile.
War nicht schön für die Instandhaltung, aber woanders war eben kein Platz. Beispiele
waren die klotzgebremsten Wagen der Bauarten ADmh 101+WRmh 131+132.


Viele Grüße



TS-Sounddesigner

Re: Bm 234 70 900

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 09.04.21 19:51

Da stand er wohl kurz vor der Ausmusterung (vgl. Wagendatenbank).

Im Einsatz habe ich diesen Wagen nur zweimal gesichtet: Die erste Begegnung war im Frühjahr 1996 in Innsbruck Hbf im D 483 aus København, die zweite und zugleich letzte im Sommer 2000 im D 1764 "Carl Spitzweg" Dresden - München. Die D-Züge dieser Linie (wenn ich mich recht erinnere, ein Vorlaufbetrieb für den Diesel-ICE) waren vermutlich das letzte Einsatzgebiet der wenigen damals noch vorhandenen Bm 234 der Reihe 22-70. Zum 04.11.2000 wurden sie dann auf gemischtes IR/IC-Material umgestellt.

Gruß
Bremsartsteller

P.S. Den Artikel zu den verschiedenen Bauarten des MD36 wollte ich gerade verlinken, doch ist mir dankenswerterweise der Beitragsersteller selbst zuvorgekommen.
Gab es da in den frühen 1980ern nicht auch noch die Versuchsträger für Vakuum-WCs? Ich vermute, dass sich diese hinter den Wagen (allen?) der Nummern 22-73 607 bis 611 verbergen. Auch sie müssten wegen ihres Baujahrs (1974) bereits das neue Innendesign erhalten haben, wurden aber offenbar 1978/79 nicht zu Bm 235 umgerüstet.

Gruß
Bremsartsteller

Re: Bm 234 70 900

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 09.04.21 21:16

In der Tat, das meißte was um die Jahrtausendwende nach MNA X kam wurde ausgemustert, zumal das Werk selbst auch im Auslaufbetrieb war. Da waren viele interessante Wagen dabei wie z.B. die WGmh 854 "Luna", WRkmz 136 "Mc Donald" usw.

Viele Grüße
Uli

"Neuer D-Zug" und Versuchs-WC

geschrieben von: TS-Sounddesigner

Datum: 09.04.21 21:23

Hallo zusammen,

wie schon beschrieben wurde 1974 das Programm "Neuer D-Zug" aufgelegt, um in
der 2. Klasse mehr Komfort als Kunstlederpolster anzubieten. Später wurden ja
fast alle m-Wagen von davor mit rotem Textilpolster (oben treffend als Cord-Muster
bezeichnet) umgerüstet, aber das war vorher nicht so. Ott nennt 1976 als Kennzeichen
für den "Neuen D-Zug u.a. Leseleuchten 2. Klasse, neue Polsterung, Speisewagen-
hinweisschild" und führt folgende (bis dahin gebaute) Wagen der Bauarten 234 und 273 auf:

22-70 553-557 LHB 1974
22-70 558-677 LHB 1975-76
22-70 678-817 WU 1974-75
22-70 818-867 MBB 1975-76
22-70 868-902 LHB 1975-76
22-70 903-915 LHB 1976
22-70 916-945 LHB 1976 *1) *2)
22-70 946-961 MBB 1976 *1)
22-70 962-996 LHB 1976 *1)
22-70 997-999 LHB 1976 *1)
22-71 000-037 MBB 1976 *1)
22-71 038-073 WU 1976 *1)
22-73 607-609 LHB 1974 Vaccum-Toilette
82-70 074-133 WU 1975-76

*1) ab Werk elektromagnetische Türblockierung
*2) Mg-Bremse

Bis 22-71 228 wurde noch darüber hinaus beschafft, danach 22-90 051-100 und 22-90 221-260.
ABüm kamen mit Baujahr 1973 zu spät für das Programm, die 1. Klasse und damit auch Aüm waren
eh nicht betroffen.

Im 1. Halbjahr 1976 wurden Drehgestelle von o.g. Wagen (z. B. 22-70 933, 936) gegen Mg-
gebremste von Aüm 203 getauscht, um damit 160 km/h gefahren zu können in einigen IC, die
testweise auch die 2. Klasse mitführten: [www.drehscheibe-online.de] Das dürften wohl die o.g. 30 Bm 234
mit den Nummern 22-70 916-945 gewesen sein. Sie wurden dann wenig später aber auch zu Bm 235.

Bei den neuen WC's wurden immer wieder gerne Bm 234/235 zum Test herangezogen. Neben den o.g.
22-73 607-609 betraf es auch den 22-73 915.

Die entsprechenden 22-70er Nummern blieben zunächst frei, erst bei ihrem Rückbau wurden sie
in o.g. Reihenfolge zu 22-70 595 (Zweitbelegung), 608, 609 und 611 (Zweitbelegung).

Die Wagen 607-609 hatten ein Electrolux-System eingebaut, das zusammen mit der SJ entwickelt
und in einem Großtest von rund 50 Wagen großflächig in Schweden eingesetzt war, mehr in
Glasers Annalen/ZEV 10/75 S. 295f. Der 915 hatte dagegen eine von DB und MBB Eigenentwicklung
eingebaut, im Eisenbahn-Ingenieur 11/77 S. 489f. beschrieben.

Später gab es wohl noch weitere Prototypen.


Viele Grüße



TS-Sounddesigner

Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: murzinger

Datum: 09.04.21 21:54

Hier die Original-Inneneinrichtung der Büm234 aus dem Programm "Neuer D-Zug")

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/9rwGYf.jpg

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/qpyqfW.jpg

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 22:15

Schwelg in Erinnerungen, jammer. Ach, was waren diese Abteile toll....

Re: MD 364

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 22:16

Total interessant! Wow.

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: tbk

Datum: 09.04.21 22:20

Wahnsinn, aus dem IC'79 kenne ich die nur mit bombenfesten kopfstützen, die für einen sitzriesen wie mich immer zu niedrig sind (bedeutender vorteil für Eurofimawagen neben der größeren abteillänge, und auch ihre unklimatisierten ÖBB-verwandten).

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 22:24

Ich hab mal gehört, dass die ausgelassenen Soldaten auf Heimreise die Kopfstützen reihenweise aus den Fenstern geworfen haben sollen. Jene waren nur mit zwei Kunstlederbändern befestigt. Es wurde dann beschlossen sie sukzessive zu ersetzen. Bis etwa 1982/1983 waren sie gefühlt noch Standard. Verschiebbar und total angenehm weich gepolstert. Auch die erste Sitzgeneration, eher Honigfarben, war deutlich weicher als die Folgesitze in der etwas dunkleren gestreiften Gestalt.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.21 22:25.

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: 4652

Datum: 09.04.21 23:55

tbk schrieb:Zitat:
Wahnsinn, aus dem IC'79 kenne ich die nur mit bombenfesten kopfstützen, die für einen sitzriesen wie mich immer zu niedrig sind (bedeutender vorteil für Eurofimawagen neben der größeren abteillänge, und auch ihre unklimatisierten ÖBB-verwandten).
Interessant zu sehen dass es bei den Bm mal verstellbare Kopfstützen gegeben hat, auch mir war nur die festgeschraubte Variante bekannt. Beim Vergleich der Aufnahmen, scheint mir allerdings auch die Form der "Ohren" unterschiedlich zu sein.

Komischerweise wurden die Leselampen bei der Bm235-Umbauaktion für die NS dann wieder abgebaut bei den Wagen die weiterhin als 2. Klasse geführt werden sollten. Etwa 2005 sah es in einem behindertengerechten Halbabteil in einem BD dann so aus:
https://i.ibb.co/cyrGJmQ/DSC06645.jpg

Leider wurden sämtliche Bm/ICK-Wagen bei der NS bis Mitte 2009 dann auch abgestellt.



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.04.21 10:50.

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: murzinger

Datum: 10.04.21 09:05

elric schrieb:
Ich hab mal gehört, dass die ausgelassenen Soldaten auf Heimreise die Kopfstützen reihenweise aus den Fenstern geworfen haben sollen. Jene waren nur mit zwei Kunstlederbändern befestigt. Es wurde dann beschlossen sie sukzessive zu ersetzen. Bis etwa 1982/1983 waren sie gefühlt noch Standard. Verschiebbar und total angenehm weich gepolstert. Auch die erste Sitzgeneration, eher Honigfarben, war deutlich weicher als die Folgesitze in der etwas dunkleren gestreiften Gestalt.
Ja, das war auch meine Vermutung. Einmal Hamburg-Köln am Freitag ist wie abgebrannt...
Ich kenne die alte Variante auch nur von meinen wenigen Fahrten im IC 1979/80. Als Erwachsener waren mir die Bm232-4 gegenüber den Am extrem unbequem, da die Rückenlehnen sehr flach waren und die Kopf"polster" dann eher störten, weil sie den Kopf irgendwie nach vorne gedrückt haben. Die Bm235 gingen, aber hier gab es ebenso die Probleme mit den Kopstützen. Die Male, die ich dann mit Bm235 gefahren bin, waren die schon recht abgeranzt und der Charme früherer Tage war dahin (Was auch daran lag, eigentlich immer in der Erste Klasse unterwegs war; da war der Am das Maß allerdinge für die Gemütlichkeit!).
Dies zu meinen Erinnerungen an die Bm235.

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: elric

Datum: 10.04.21 09:15

Jaha, das hat schon was. Als die IC79 immer voller wurden, führten wir an der Uni auch Listen, in welchen IC an FR und SO als Verstärker Am203 zu erwarten waren - für uns 2. Klasse-Reisende freigegeben. So wurde es auch für mich zur Gewohnheit, eher A-Klasse zu fahren :-) Ich kann mich da nur an diese grünen Polstersitze erinnern, in die man so herrlich einsinken konnte. Wenn man klug war, riss man den Behelfszettel von der Abteilgangtür mit der großen 2 ab. Dann blieb der Wagen leerer, und es ließ sich fürstlich reisen....

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 10.04.21 12:31

Dem kann ich zustimmen! Die eher honigfarbenen Sitze fand auch ich ausgesprochen bequem, doch leider wurden diese in den späten 80er und erst recht in den 90er Jahren immer seltener. Vor allem, wenn die Züge nicht stark belegt waren (oder - selbst an Hauptreisetagen - in den Wagen direkt hinter der Lok), bin ich gerne in den 235ern gefahren. In den 90ern habe ich dann allerdings die Bvmz 185 bevorzugt.
Meine letzte Fahrt in einem Bm 235 war Ende Juli 2000 und eher unfreiwillig; gebucht hatte ich damals einen Platz im Großraumwagen (Sitze in den Bvmz waren an diesem Tag leider nicht mehr zu haben) und demgemäß einen (hoffentlich) redesignten Bpmz 291 oder 293 erwartet, doch stand der planmäßige Wagen an diesem Tag offensichtlich nicht zur Verfügung. Angenehm war die etwa 4-stündige Reise von Mainz nach München im vollbesetzten Abteil natürlich nicht.
Bei anderer Gelegenheit einige Jahre zuvor hatte ich mich auf eine lange Fahrt in einem Bm 234 im "Neuer D-Zug"-Design gefreut, doch war damals im FD 1922/1923 "Berchtesgadener Land" sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt der erwartete Wagen durch einen normalen Bm 234 im roten "Cord-Design" ersetzt; zum Glück aber handelte es sich in beiden Fällen um einen scheibengebremsten Wagen.

Gruß
Bremsartsteller

Re: Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: elric

Datum: 10.04.21 16:48

Huch, diese Wageneinrichtung habe ich nie gesehen. War aber den größten Teil jener Dekade auch nur zwischen Hagen und Dänemark unterwegs. Danke fürs Zeigen.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: lunaman01

Datum: 10.04.21 17:29

Hallo,
ich hatte auch mal im Frühjahr 1981 im IC 588 Max Planck (München - Kiel, zwischen Hannover und Kiel als D-Zug) noch einen anderen Bm-Exoten. Die Polster waren von der Grundfarbe recht hell (hellgrau oder elfenbein) und waren dann stark gemustert (Karos/ Linien), was recht lebhaft wirkte und mir damals gut gefiel. Sowas kannte ich von der Bundesbahn eher nicht, weil die Sitze - von früheren Avm-Designs mal abgesehen - meistens "unifarben" waren. Auch war die Polsterung gefühlt nochmal eine Nummer besser und üppiger, als die glatten cognacfarbenen Standardsitze (quasi wie 1.-Klasse-Feeling). Da ich woanders eingestiegen und dann zu besagtem Wagen durchgegangen war, habe ich mich beim Aussteigen nochmals versichert, dass es sich wirklich um einen ozeanblau-beigen DB-Wagen handelte (ich hatte schon an einen "Kurswagen" einer ausländischen Bahnverwaltung gedacht, z.B. ÖBB), leider aber mangels Zeit auf Wagen-Nr. oder Gattungsbezeichnung geachtet.
Das Design habe ich danach niemals wieder im Betrieb noch im Bild irgendwo gesehen. Vielleicht war das auch ein damaliges "Testdesign" für den neuen D-Zug? Der Wagen schien seinerzeit wenig abgenutzt zu sein, was eigentlich auf einen frischen Bau/Umbau hingedeutet hätte. Kann diese Variante jemand hier im Forum bestätigen oder sogar einen Bildbeleg beisteuern? Ich selber habe sonst keine plausible Erklärung, aber die Aussagen in diesem Thread könnten für einen Ausstattungs-Sonderling Bm 235 sprechen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.04.21 17:46.

unbekanntes Design

geschrieben von: murzinger

Datum: 10.04.21 21:40

Hallo,
das klingt sehr interesant. Ich kann mir da überhaupt keinen Reim darauf machen. Könnte es sich um einen der Eurofima-Prototypen gehandelt haben?
Grüße,
Jens

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: murzinger

Datum: 10.04.21 21:49

Dann gab es Anfang der 90er noch einen Bm235 im Redesign entsprechend dem späteren Redesign in dern Bpmz: blaugrün gemusterte Polster. Auch die Armlehnen und die Kopstützen waren durchgehend aus diesem Stoff. Wände beige wie in den Abteilen der Hannover-ABnzrb, Gepäckraufen silberfarben, dazu Teppich. alles in allem sehr geschmackvoll und angenehm.
Ironischerweise ist der Wagen in Koblenz-Lützel in o/b erhalten. Hier ist ein Bild eines Abteiles. Meiner Erinnerung nach war damals (Ende 1993) ein anderer Stoff verbaut.
Grüße,
Jens

p.s.: Es ist doch interessant zu sehen, wieviele Beiträge zu diesem Thema hier zusammen kommen.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: elric

Datum: 10.04.21 21:55

Donnerwetter. Toll. Den hab ich auch noch nie zuvor gesehen. Klasse!

22-90 489

geschrieben von: 4652

Datum: 10.04.21 22:49

Dieser Wagen ist mir 2011 auch mal über den Weg gelaufen. Damals hatte er (gangseitig) teilweise Festfenster und fiel deswegen natürlich auf.

https://i.ibb.co/THjhQWZ/DSCN1669.jpg

Vermutlich ist das schon 1993 Teil der Umbauaktion gewesen?

Re: unbekanntes Design

geschrieben von: lunaman01

Datum: 10.04.21 23:58

>>>Könnte es sich um einen der Eurofima-Prototypen gehandelt haben?

Stimmt, an diese Möglichkeit hatte ich auch schonmal gedacht. Da fehlen mir aber die genauen Infos, wie die innen aussahen und ob es in den einzelnen Wagen Unterschiede gab. Rein vom Zeithorizont müssten die Wagen in dem Jahr im Einsatz gewesen sein.

Re: 22-90 489 in orientrot

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 11.04.21 00:38

Bm 235 22 90 489-2 im Mai 1999 in Stuttgart Hbf. An diesem Tag war der Wagen im D 1599 (Hamburg- Stuttgart) eingereiht. Dieser D- Zug war einer der letzten überhaupt.


Bm 235 489.jpg



Interessant auch die Stirnansicht des Wagens



Bm 235 489-1.jpg


Die Inneneinrichtung im originalen Zustand, die Seitenwände erinnern stark an die ARkimbz bzw WRmz 137. Die KOpfstützen sahen aber nicht mehr wirklich prickelnd aus....


Bm 235 489-2.jpg

Re: 22-90 489 in orientrot

geschrieben von: elric

Datum: 11.04.21 06:58

Was für ein skurriles Design...

Meine Erinnerung...

geschrieben von: murzinger

Datum: 11.04.21 09:19

...hat mich also im Stich gelassen! Ja, genau so sah das aus. Die Gepäckraufen waren weiß und die Wand rosa (daher irgendwie die Assoziation mit den ABnrzb). Die Polster wie im Bpmz. Ich bin damals am frühen Abend zu einem WL-Einsatz nach Dortmund gefahren und fand es sehr gemütlich!