DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 10 - Wagen-Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Das Wagen-Forum ist Bestandteil des Angebotes von www.revisionsdaten.de im Verbund von www.drehscheibe-online.de. Bitte auch Revisionsdaten von Wagen in diesem Forum unterbringen.
Moderatoren: allgäubahn - MWF
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 07.04.21 11:29

Was? Wow, das wusste ich gar nicht.
Danke für die Infos.

Abschließende Fragen

geschrieben von: elric

Datum: 08.04.21 20:42

Vielen Dank für die zahlreichen spannenden Informationen.

Was noch übrig bleibt: Ich kann gar keine rechte Systematik in dem Übergang von den Wagennummern der Bm234 nach dem Muster

22-70 604 - 9

und der Numerierung als umgebauter Bm235

22-90 310-9

erkennen. Mal scheinen die Ausgangwagen Nummer nach Nummer an die Reihe zu kommen und dann auch fortlaufend numeriert als Bm235 wieder ins Rennen zu gehen. Manchmal folgen dann Nummern eher vollkommen durcheinander. Liegt das daran, dass die Wagen bündelweise umgebaut wurden, sagen wir fiktiv gesprochen diese 4 aus Hagen, dann diese 23 aus Dortmund, dann diese nächsten 3 aus Hagen, dann jene 10 aus Kassel, dann 4 aus Saarbrücken, wieder 12 aus Dortmund usw?

Teilte man den Umbauwerkstätten Nummernkontingente zu?

Als die Minibauserien von Bm235 Neubauwagen geliefert wurden, nahm man dann die eben anstehenden Nummern als Bündel auf

(also 51 80 22-90 071-7 bis 51 80 22-90 100-4
Hersteller LHB, ausgeliefert 1978

und

51 80 22-90 221-8 bis 51 80 22-90 260-5
Hersteller WU-Berlin, ausgeliefert Ende 1978 bis April 1979)

Und welche Wagennummer erhielt denn der erste zum Bm235 umgebaute Bm234? Begann man mit dem ersten umzubauenden Wagen bei der Nummer

22-90 001-4?

War es also der Dortmunder Wagen 22-71 179-1 welcher als erster Wagen auf 200 und damit zum Bm235 mit der Nummer 22-90 001-4 umgebaut wurde, (revisionsdaten.de), oder wie wurde verfahren?

--------------

Abschließend erinnere ich mich an die erste Sichtung eines zweiklassigen IC in Düsseldorf. Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf, als ich die Schlingerdämpfer an den Drehgestellen der Bm samt Magnetschienenbremsen entdeckte. Wow.

Was sich wohl zuerst nicht bewährt hat, waren die ungeschützt zugänglichen Glühbirnen der Leselämpchen. Später kamen dann kleine Gitterchen hinzu, so dass man die Birnen nicht mehr als Souvenir oder was auch immer mit nach Hause nehmen konnte. Auch die Schalter änderten sich.

Dann - und das war deutlich einschneidender - wurden die beweglichen weich gepolsterten Kopfstützen durch fest angeschraubte harte Kopfbereiche ersetzt.

Irgendwann wurden die ursprünglich etwa Elfenbeinfarbig gestalteten Elemente der Fensterrahmen, Speisewagenrichtungsanzeiger, Klappsitze in Dunkelbraun ausgeliefert.

Zu Studentenzeiten kursierten im Kollegium Listen, wo diese Wagen nachts unterwegs waren, z.B. der D-Zug von Dortmund nach Oberstdorf wird am Ziel auseinanderrangiert, einige Wagen pendeln über Nacht nach Ulm und wieder zurück. 2 weitere Bm234 (mit Leselampen und den cognacfarbenen Polstern) und ein ABm225 bilden einen Teil des Vorarlberg-Express nach Dortmund (wo jene Wagen wieder an den D nach Oberstdorf kommen). Das waren für uns superkomfortable Nachtadressen, total gemütlich mit Leselampenlicht in die Nacht fahren, dann Sitze ausziehen, Vorhänge zuziehen, Rollo runter und friedlich bis kurz vor Köln schlummern. Es kam in jenen Jahren NIE eine Fahrkartenkontrolle in der Nacht. Morgens im Liegewagen (sofern einer im Zug war) Kaffee holen, wunderbar...

Jaaa, und dann gab es ja auch....

Bm234 mit Schürze, mit Wegmann-Drehgestellen, mit dem luftgefederten MAN-Drehgestellen (wie unglaublich leise der Wagen gefühlt fuhr) usw. usw., dazu teilweise in sehr schön daherkommendem Popfarben-weissgrau-blau. Diese Lackierung gab es noch lange lange bei den Bm234 vom Heimatbhf. Lindau sowie Saarbrücken zu bewundern...

Mit Schürze sah der Wagen super aus....

https://images.beneluxspoor.net/bnls/bm234275rheinhausenbfkmkwh.jpg



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.21 21:38.

Bm 234 70 900

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 08.04.21 22:29

Interessant war der Wagen 22-70 900-1 der aus Bm 235 22-90 048-5 entstand. Der Wagen erhielt beim "Rückbau" keine klotzgebremsten Drehgestelle sondern MD 364.

Leider habe ich bislang nur dieses eine Foto eingescannt, das Bild zeigt den Wagen im November 2000 in München- Neuaubing.

Bm 234 22-70 900 MNA 11.00.jpg

Viele Grüße
Uli



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.21 22:45.

Re: Abschließende Fragen

geschrieben von: murzinger

Datum: 08.04.21 23:28

elric schrieb:
[...]

Was sich wohl zuerst nicht bewährt hat, waren die ungeschützt zugänglichen Glühbirnen der Leselämpchen. Später kamen dann kleine Gitterchen hinzu, so dass man die Birnen nicht mehr als Souvenir oder was auch immer mit nach Hause nehmen konnte. Auch die Schalter änderten sich.

Dann - und das war deutlich einschneidender - wurden die beweglichen weich gepolsterten Kopfstützen durch fest angeschraubte harte Kopfbereiche ersetzt.

[...]
Ja, da gab es dann eine Entfeinerung. Die klassischen Leselämpche mit Kippschalter (kläng) und ohne Gitter gab es nur im A-Wagen. Die Polster wuren auch nach ca. 10 Jahren ersetzt und blieben dann bis zum bitteren Ende so.

Re: Bm 234 70 900

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 08:16

Hallo Uli,

MD 364... ist das ein früheres Modell der scheibengebremsten MD-Drehgestelle? Ich kenne grad nur die Modelle 366 sowie 367, wobei ich schon immer mal wissen wollte, worin sich beide TECHNISCH unterscheiden.

Umzeichnungsplan Bm 234/235

geschrieben von: TS-Sounddesigner

Datum: 09.04.21 09:47

Guten Tag zusammen,

ich kann folgende Daten aus dem Röhr 1981 (Übersicht über die Triebfahrzeuge
und hochwertigen Reisezugwagen der DB), mit Stand 31.12.1981:

22-90 001-050 ex 22-71 179-228
22-90 051-100 neu
22-90 101-103 ex 22-70 865-867
22-90 104-130 ex 22-70 916-942
22-90 131-220 ex 22-71 089-178
22-90 221-260 neu
22-90 300-312 ex 22-70 594-606
22-90 313-567 ex 22-70 610-864
22-90 568-614 ex 22-70 868-914
22-90 615-671 ex 22-70 943-999
22-90 672-760 ex 22-71 000-088

Zu den viel späteren Umbauten von 22-90 800 bis 815 wurde oben schon das Nötige gesagt.
Zum 22-90 048 / 22-70 900 habe ich leider nichts vorliegen hier, tut mir leid.


Viele Grüße



TS-Sounddesigner

Weitere Sonderlinge

geschrieben von: tbk

Datum: 09.04.21 09:49

Weiterhin gab es noch mindestens einen Bm 235 mit komplett Bpmz-grün bezogenen sitzen. Ob die kopfstützen dazu passend gelb waren, kann ich mich nicht mehr erinnern, oder hat jemand davon womöglich ein bild?

Gab es noch andere einzelstücke mit abweichenden polsterstoffen?

Wie bei jeder großen serie gab es später auch bei den Bpmz ein paar sehr spezielle wagen, aber das ist ein anderes thema und gehört in einen anderen thread.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Umzeichnungsplan Bm 234/235

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 09:49

Donnerwetter, herzlichen Dank! Das ist wirklich erhellend.

Dann hat Hagen damals gleich das ganze Bündel 22-90 300-312 ex 22-70 594-606 bekommen.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 09:53

Jaaaaaaa, in dem oder einem von jenen Wagen habe ich einmal in einem IC zwischen Köln und Hagen gesessen. In der Tat war ich so fixiert auf die Sitze, schreiend bunt, aber auch irgendwie frisch, dass ich mich nicht mehr an die Kopfstützen erinnern kann. Aber das Grüngelb im Verbund mit den sehr hellen Abteilwänden kam ziemlich gut. Es wirkte indes lange nicht so "heimelig" wie die Farbe Cognac... Die Kopfstützen waren sicher nicht in diesem Gelb der Bpmz-Sitzeinfassung gestaltet, das wäre mir aufgefallen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.21 09:54.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 09.04.21 10:25

Guen Morgen

Ich habe mal meine alten Aufzeichnungen angesehen:

Stand Nov. 1975 waren in Hagen wohl Bm 234 beheimatet, aber alles aus der Beschaffungszeit ab 1971 - 1973 =
25 Wagen


Solche von dem " Neuer-D-Zug "
aber nicht.

Umlaufmässig in Dortmund beheimatet, aber auch Einsätze ab Hagen ist sicherlich auch möglich,
dafür fehlen mir aber die Unterlagen ZP-AU vom Winter 1975 / 76

Wage-Micha



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.21 10:55.

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: elric

Datum: 09.04.21 11:34

Ja, aber später, als diese Wagen im D510/511 auftauchten, waren sie in Hagen zu Hause, ich hab seiner Zeit sogar eine Bestätigung von der BD ESSEN bekommen, ich hab als Schüler einen Brief hingeschrieben und ausführliche Antwort bekommen, welche Wagen in Hagen stationiert sind, darunter

518022-90301 - 310 oder 312

Weiterhin 7 Bcm243 mit Scheibenbremsen

Zahlreiche Bm234 der älteren Baureihen,
zahlreiche Bm232,
einige hochwertige ABm225 mit Scheibenbremsen (518031-70 039 bis 045 meine ich),
diverse Dms905

Die modernsten Wagen fuhren im D 510/511, die zweite Garde im D 506/507, die dritte Garde im D528/529, wobei dort der Kurswagen Berchtesgaden-Hagen immer ein ganz feiner Bm234 mit Scheibenbremsen gewesen ist (zumindest, wenn ich ihn vor der Linse hatte).

Edit:
Wann kamen die "Neuen" nach Hagen. Gute Frage.... Im Frühjahr 1976 tauchten zum ersten Mal 4 solche Wagen im Münchner Teil auf, vermutlich also Heimatbhf München, der Garmischer Teil war noch komplett Grün. Und dann irgendwann übers Jahr ging es dann los. 1977 war der gesamte Zug schon türkis-beige mit den schönen Wagen nebst 2 jener grünen ABm225. So blieb es dann bis zum Ende im Mai 1979. Danach habe ich die ehemaligen Hagener Wagen oft im IC 624 gesehen, ab Sommer 1979 beheimatet in Hannover.

Edit:
Auf diesem Bild von Ulrich Budde sieht man eine ganze Reihe dieser Wagen, der Hagener Kurswagenteil ist im D511 vorn:

https://bundesbahnzeit.de/galerien/103%20-%20Starlok%20der%20DB/jpg-Bilder/b19-103%20230.jpg?=1388162784

Und hier sitze ich selbst im Hagener 22-90310 auf der Reise von Hagen nach Heidelberg. 303, 304, 306 vor dem Hagener ABm.
(April 1979)
https://lightroom.adobe.com/shares/721d42c0500b488688120939946ce1a4

Vom Speisewagen an waren es Münchner Wagen:
https://lightroom.adobe.com/shares/2dc44d11ee984346a63b893d97b46cf6

Witzig, ich hatte der BD Essen meinen selbst entworfenen, mit Farbstiften gemalten Rangierplan vorgestellt, um aus dem 510 einen 511 zu machen. Der Sachbearbeiter der BD Essen hat mit freundlich auf eine etwas einfachere Rangierlösung der Wagenumstellung hingewiesen und die Wagennummernliste beigefügt. Ich war vollkommen begeistert.



14-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.21 14:27.

MD 364

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 09.04.21 18:30

364.jpg

Das MD 364 (mit senkrechtem Dämpfer) ist für 160 km/h, MD 366 ist die Variante mit Schlingerdämpfer für 200 km/h. MD 366 ist das typische Drehgestell für den Bm 235. Die 1. Klasse- Wagen (z.B. Avmz/Apmz sowie der WRmz 132/135) haben Drehgestelle der Bauart MD 367 mit zusätzlicher Wankstütze (auch für 200 km/h).


Viele Grüße
Uli

Re: Weitere Sonderlinge

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 09.04.21 18:38

Bm 235 22-90 489 ist der einzigste Redesign- Wagen. Der Wagen ist heute noch betriebsfähig und wird öfters vom DB- Museum Koblenz eingesetzt.


Viele Grüße
Uli

Schlüsselzahlen Laufdrehgestelle MD-schwer

geschrieben von: TS-Sounddesigner

Datum: 09.04.21 19:28

Hallo elric,

>MD 364... ist das ein früheres Modell der scheibengebremsten MD-Drehgestelle?
>Ich kenne grad nur die Modelle 366 sowie 367, wobei ich schon immer mal wissen wollte,
>worin sich beide TECHNISCH unterscheiden.

Uli hat ja freundlicherweise zu Deiner konkreten Frage etwas geschrieben und abgebildet.

Ich möchte auf noch etwas mehr Text verweisen unter [www.drehscheibe-online.de]
und zitiere daraus einmal kurz:

Noch kurz zu den Drehgestellen, es handelt sich hier um ein MD 366 (früher und umgangs-
sprachlich immer noch Minden-Deutz 36, heute LD für Laufdrehgestell 36, hier mit der
Schlüsselzahl 366). Zu den Schlüsselzahlen:

MD 361 erste Ausführung mit schrägen Wiegenstoßdämpfern
MD 362 verstärkte Ausführung mit schrägen Wiegenstoßdämpfern
MD 363 verstärkte Ausführung mit schrägen Wiegenstoßdämpfern und Wankstütze
MD 364 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern
MD 365 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern und Wankstütze
MD 366 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern und Schlingerdämpfern
MD 367 verstärkte Ausführung mit vertikal und horizontal getrennten Wiegenstoßdämpfern und Schlingerdämpfern und Wankstütze

Wankstütze hatten in aller Regel nur die schweren Wagen mit Klimaanlage und die schnellen Speisewagen.
Ausnahmen wie z. B. die letzte Serie der Bcm 243 mit MD 363 lassen wir mal außen vor.

Die unklimatisierten Wagen für 200 km/h wie Am 203.1, Bm 235, Aim(z) 26x, Bim(d/z) 26x und Dms 905.1 hatten
keine Wankstützen und daher nur MD 366.


Und wenn wir schon mal dabei sind auch die klotzgebremsten Drehgestelle:

MD 320 erste Ausführung mit waagerecht durchlaufenden Außenquerträgern
MD 330 Ausführung mit gekröpften Außenquerträgern zugunsten der Fährbootfähigkeit
MD 340 Ausführung mit gekröpften Außenquerträgern zugunsten der Fährbootfähigkeit mit Bremszylinder im Drehgestell


Typische Vertreter der MD 320 sind die LS-Wagen (yl-Wagen).

Bei den international einsatzfähigen Schnellzugwagen mußte zusätzlich beachtet werden,
daß diese auch auf den Fährrampen starke Knickwinkel mitmachen mußten. Vom Bremszylinder
unter dem Wagenboden führte eine Stange oberhalb des Drehgestellrahmen in diesen herein,
um mit ihrer Bewegung (vor/zurück) das Klotzbremsgestänge anzulegen bzw. zu lösen. Dieses
Stange und der Querträgern am Drehgestell (zur Wagenmitte zeigend) berührten sich bei zu
hohem Knickwinkel. Daher wurde er rechts und links gekröpft, um ca. 10-15 cm tiefer zu
verlaufen. Aus Symmetriegründen wurde das beidseitig gemacht und fertig war das MD 330.

Das MD 340 hat den Bremszylinder für das Bremsgestänge gleich direkt ins Drehgestell
eingebaut, wenn unter dem Wagen dafür kein Platz war durch viele andere Bauteile.
War nicht schön für die Instandhaltung, aber woanders war eben kein Platz. Beispiele
waren die klotzgebremsten Wagen der Bauarten ADmh 101+WRmh 131+132.


Viele Grüße



TS-Sounddesigner

Re: Bm 234 70 900

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 09.04.21 19:51

Da stand er wohl kurz vor der Ausmusterung (vgl. Wagendatenbank).

Im Einsatz habe ich diesen Wagen nur zweimal gesichtet: Die erste Begegnung war im Frühjahr 1996 in Innsbruck Hbf im D 483 aus København, die zweite und zugleich letzte im Sommer 2000 im D 1764 "Carl Spitzweg" Dresden - München. Die D-Züge dieser Linie (wenn ich mich recht erinnere, ein Vorlaufbetrieb für den Diesel-ICE) waren vermutlich das letzte Einsatzgebiet der wenigen damals noch vorhandenen Bm 234 der Reihe 22-70. Zum 04.11.2000 wurden sie dann auf gemischtes IR/IC-Material umgestellt.

Gruß
Bremsartsteller

P.S. Den Artikel zu den verschiedenen Bauarten des MD36 wollte ich gerade verlinken, doch ist mir dankenswerterweise der Beitragsersteller selbst zuvorgekommen.
Gab es da in den frühen 1980ern nicht auch noch die Versuchsträger für Vakuum-WCs? Ich vermute, dass sich diese hinter den Wagen (allen?) der Nummern 22-73 607 bis 611 verbergen. Auch sie müssten wegen ihres Baujahrs (1974) bereits das neue Innendesign erhalten haben, wurden aber offenbar 1978/79 nicht zu Bm 235 umgerüstet.

Gruß
Bremsartsteller

Re: Bm 234 70 900

geschrieben von: Uli Reyer

Datum: 09.04.21 21:16

In der Tat, das meißte was um die Jahrtausendwende nach MNA X kam wurde ausgemustert, zumal das Werk selbst auch im Auslaufbetrieb war. Da waren viele interessante Wagen dabei wie z.B. die WGmh 854 "Luna", WRkmz 136 "Mc Donald" usw.

Viele Grüße
Uli

"Neuer D-Zug" und Versuchs-WC

geschrieben von: TS-Sounddesigner

Datum: 09.04.21 21:23

Hallo zusammen,

wie schon beschrieben wurde 1974 das Programm "Neuer D-Zug" aufgelegt, um in
der 2. Klasse mehr Komfort als Kunstlederpolster anzubieten. Später wurden ja
fast alle m-Wagen von davor mit rotem Textilpolster (oben treffend als Cord-Muster
bezeichnet) umgerüstet, aber das war vorher nicht so. Ott nennt 1976 als Kennzeichen
für den "Neuen D-Zug u.a. Leseleuchten 2. Klasse, neue Polsterung, Speisewagen-
hinweisschild" und führt folgende (bis dahin gebaute) Wagen der Bauarten 234 und 273 auf:

22-70 553-557 LHB 1974
22-70 558-677 LHB 1975-76
22-70 678-817 WU 1974-75
22-70 818-867 MBB 1975-76
22-70 868-902 LHB 1975-76
22-70 903-915 LHB 1976
22-70 916-945 LHB 1976 *1) *2)
22-70 946-961 MBB 1976 *1)
22-70 962-996 LHB 1976 *1)
22-70 997-999 LHB 1976 *1)
22-71 000-037 MBB 1976 *1)
22-71 038-073 WU 1976 *1)
22-73 607-609 LHB 1974 Vaccum-Toilette
82-70 074-133 WU 1975-76

*1) ab Werk elektromagnetische Türblockierung
*2) Mg-Bremse

Bis 22-71 228 wurde noch darüber hinaus beschafft, danach 22-90 051-100 und 22-90 221-260.
ABüm kamen mit Baujahr 1973 zu spät für das Programm, die 1. Klasse und damit auch Aüm waren
eh nicht betroffen.

Im 1. Halbjahr 1976 wurden Drehgestelle von o.g. Wagen (z. B. 22-70 933, 936) gegen Mg-
gebremste von Aüm 203 getauscht, um damit 160 km/h gefahren zu können in einigen IC, die
testweise auch die 2. Klasse mitführten: [www.drehscheibe-online.de] Das dürften wohl die o.g. 30 Bm 234
mit den Nummern 22-70 916-945 gewesen sein. Sie wurden dann wenig später aber auch zu Bm 235.

Bei den neuen WC's wurden immer wieder gerne Bm 234/235 zum Test herangezogen. Neben den o.g.
22-73 607-609 betraf es auch den 22-73 915.

Die entsprechenden 22-70er Nummern blieben zunächst frei, erst bei ihrem Rückbau wurden sie
in o.g. Reihenfolge zu 22-70 595 (Zweitbelegung), 608, 609 und 611 (Zweitbelegung).

Die Wagen 607-609 hatten ein Electrolux-System eingebaut, das zusammen mit der SJ entwickelt
und in einem Großtest von rund 50 Wagen großflächig in Schweden eingesetzt war, mehr in
Glasers Annalen/ZEV 10/75 S. 295f. Der 915 hatte dagegen eine von DB und MBB Eigenentwicklung
eingebaut, im Eisenbahn-Ingenieur 11/77 S. 489f. beschrieben.

Später gab es wohl noch weitere Prototypen.


Viele Grüße



TS-Sounddesigner

Innenaufnahme Büm 1974 (2B)

geschrieben von: murzinger

Datum: 09.04.21 21:54

Hier die Original-Inneneinrichtung der Büm234 aus dem Programm "Neuer D-Zug")

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/9rwGYf.jpg

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/qpyqfW.jpg
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -