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Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 05.04.21 10:07

Hallo zusammen,

ich habe einmal Fragen zu den Bm234, 235 und deren Werdegang. Irgendwie fehlt mir da die Übersicht. Ich kann die Entwicklung historisch nachvollziehenm bis zu den grünlackierten Bm234 mit Drehfalttüren, klappbarer dritter Trittstufe, Scheibenbremsen und den rot oder grünfarbigen Textilsitzbezügen. Die Wagen waren schon zu jener Zeit vergleichweise sehr leise von den Fahrgeräuschen. In Hagen waren sie vertraute Wagen in den D-Zügen D510/511, D 506/507.

Ich erinnere mich, dass im Jahre 1974 auf der Verkehrsausstellung in Essen ein noch nach Farbe und Kleber riechender türkis-beige farbener Bm234 mit vollkommen neu anmutender Inneneinrichtung vorgestellt wurde, in dem ich am Liebsten gleich sitzen geblieben wäre: die "cognac"-farbenen weichen Polstersitze, Leselämpchen, die Wegweiser zum Speisewagen fielen mir besonders auf. Wagen natürlich mit klappbarer dritter Trittstufe, Scheibenbremsen. Auf dem Ausstellungswagen prangte übrigens das Schild:

Dortmund - Klagenfurt

Dann sah man die Wagen schnell in vielen wertigen D-Zügen. Ich erinnere mich dann, dass 1975 bereits der komplette B-Klasse-Bereich der D1522/1523, 210/211 aus solchen Wagen gebildet wurden. Ab 1976 kamen sie auch in den Hagener Bestand und bildeten den Garmischer Teil des D510/511. Später waren es genau 518022-90 301 bis 518022-90 310.

Dann, ich meine es war 1978, wurden die Wagen umgebaut und für 200 km/h ertüchtigt. Schlingerdämpfer an den Drehgestellen plus Magnetschienenbremse fielen auf und die Deklarierung für 200kmh stach hervor. Sie fehlten im Zuge des Umbaus zahlreich in jenem Jahr in den D-Zügen und wurden vor Allem im ersten Halbjahr durch Silberlinge und Bm232 vorübergehend ersetzt. Ich erinnere mich, dass der D511 im Frühjahr 1978 teilweise eher wie ein Nahverkehrszug im Frühjahr ausschaute. Bis zu 4 Silberlinge im Zug. Dann kamen sie für 200 kmh ertüchtigt zurück.

Ab wann begann genau der Bau der Serie mit den cognac-farbenen Sitzen samt Leselämpchen?
War das damals anno 1974 wirklich "der erste Wagen" seiner Art, oder gab es damals schon mehr davon?
Wurden für IC79 nur solche Wagen der "cognac-farbenen" Serie für 200 kmh ertüchtigt bzw. neu gebaut, oder wurden auch vorhandene grüne Bm234 der letzten, neuesten, grünlackierten Serie umgebaut?

Danke für Hinweise.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.21 13:59.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 05.04.21 11:00

Hallo elric,

zu Deinen Fragen bezüglich Bm 234/235:
- Mit der neuen Innenausstattung wurden alle Wagen ab 22-70 533 geliefert; sie trugen auch bereits das neue Farbkonzept, allerdings bis etwa Baujahr 1976 noch mit dunkelbraunem Rahmen. Hersteller waren - zumindest anfangs - die WU Berlin sowie LHB, die Abnahme der Wagen erfolgte laut Wagendatenbank ab Ende Januar 1974.
- Meines Wissens wurden nur Wagen dieser Serie ab den Nummern 22-70 594 in Bm 235 umgebaut; ob es Ausnahmen gab, können nur bestimmte Forumsteilnehmer mit ihrem Spezialwissen und entsprechenden Unterlagen sagen.
- Einige Wagen des Baujahrs 1976 erhielten zum Einsatz in den ersten zweiklassigen IC-Zügen die Drehgestelle mit Mg-Bremsen von A(ü)m 203 der Reihe 10-70 (Dank an User TS-Sounddesigner für diese Information!), wurden aber erst 1978(79 für 200 km/h hergerichtet.
- Vielleicht weniger bekannt ist die Tatsache, dass 16 Wagen des Baujahrs 1974 erst 1991 zu Bm 235 umgerüstet wurden. Diese liefen dann mit den Nummern 22-90 800 bis 815.
- Ab Sommerfahrplan 1983 liefen die Bm 234 mit der neuen Ausstattung, die nicht zu Bm 235 umgerüstet worden waren, vor allem in FD-Zügen.

Meinerseits hat sich jetzt die Frage gestellt, ob es zu den so gelieferten Wagen einen Musterwagen bzw. Prototypen gegeben hat.

Viele Grüße
Bremsartsteller

Edit: Zwei Präzisierungen vorgenommen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 09:43.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 05.04.21 11:05

Donnerwetter, das sind klare Fakten. Vielen Dank. Leider habe ich mir anno 1974 auf der Ausstellung noch nicht die Wagennummern notiert. Das war alles viel zu aufregend dort :-)

Und ja genau, auch die Hagener Bm234/235 waren noch mit dunkelbraunem Längsrahmen versehen. Sie kamen mit IC79 von Hagen nach Hannover. Ich meine übrigens, einige existieren noch als Bundeswehrfahrzeuge.

Nochmals danke!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.21 11:09.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 05.04.21 11:54

Beim D1598/99 Stuttgart - Hamburg liefen vor der Umstellung auf Bm235, Bm234 mit braunen Sitzbezügen der Bm235 anstelle der beim Bm234 üblichen roten Sitzbezüge. Mit den Bm235 kam dann auch der einzige modernisierte und inzwischen wieder beige-blau lackierte Bm 235 zum Einsatz.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 05.04.21 12:28

Ich erinnere mich auch, dass in den IC79 Umläufen München-Hamburg-München reihenweise (zwar türkis-beige lackierte) Bm234 für 160kmh zugelassen mit roten Textilbezugsitzen liefen. Der IC 569, Dortmund-München, war wiederum beliebter Kandidat für Bm234 mit den cognacbraunen Sitzen, aber auch für 160 kmh zugelassen. Der 569 fuhr nirgendwo schneller als 160, also war er das Dortmunder hässliche Entlein. Durchaus möglich: 5x Bm234, WRtm134, 2x Am203 und vll. noch ein einiziger klimatisierter Apmz....

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 05.04.21 19:53

Da mussten die Wagenwerke aber aufpassen, dass da nicht zu viele für 160 km/h nur lauffähige, aber nicht bremsfähige Wagen in die Garnituren gerieten (natürlich hatten die das sicherlich im Blick)! Bm 234 mit den erforderlichen Mg-Bremsen gab es ja nicht allzu viele, und beige-blau lackiert waren 1979/1980 wohl nur die wenigsten Exemplare von ihnen (wenn überhaupt). Offenbar gab es anfangs einen Mangel an Bm 235 ...

Einzelne Bm 234 (ohne Mg-Bremsen) tauchten vor allem als Verstärkerwagen noch recht lange in IC-Zügen auf; spontan fallen mir da ein:
- IC 104/105 "Metropolitano" in den Fahrplanjahren 1983/84 und 1984/85. Einer der nur bis/ab Chiasso laufenden Wagen war nicht selten ein Bm 234.
- IC 102/103 "Rembrandt" in den Fahrplanjahren 1985/86 und 1986/87. Hier liefen - meist im Wochenendverkehr - ein bis zwei teilweise sogar noch grüne Bm 234 im Zugteil Emmerich - Basel SBB u. z.
- IC 820/821 "Donau-Kurier" im Fahrplanjahr 1988/89 als Kurswagen nach/von Mühldorf (Obb.).
- EC 24/25 "Franz Liszt" im Fahrplanjahr 1989/90, manchmal auch hier zwei Wagen, die dann sogar bis/ab Budapest im Zug waren.

Spätestens mit der Auslieferung der Serien-Bvmz 185 gehörten solche Einsätze der Vergangenheit an, zumal die Bm 234 der Reihe 22-70 zunehmend für den Umbau in IR-Wagen eingezogen wurden.

Bremsartsteller

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Vst

Datum: 06.04.21 00:06

Ja, grüne Bm 234 im IC Donau-Kurier und im "Franz Liszt" um 1989/90 kann ich ebenfalls bestätigen, gesichtet in Nürnberg Hbf.
Hier hätte mich der Bremszettel interessiert.
In jedem Fall ein spannendes, bisher wenig beachtetes Thema!
Vielen Dank dafür sagt

Euer Vorstand

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 06.04.21 07:36

Frage zur Kombi von Wagen für 160 und 200: Was bedeutet das denn fürs Bremsverhalten?

Ich hab mal geschaut und ein altes Listing für den 569 am 25.3.1980 gefunden:

5 türkis-beige farbene Bm234/235 mit cognacfarbenen Sitzen:

51 80 22-
90 741 / 70 586 / 70 582 / 70 584 / 90 309 /

51 80 88 - 84 594-5
WRtm134, Rot, Klotzbremsen

Sowie 3 A-Wagen für 200 zugelassen...

Also 4 von 9 Wagen für 160 kmh im Zug, einer klotzgebremst. Das war ganz typisch für den 569.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 07:39.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 06.04.21 11:22

Hallo

...modernisierte Bm 235:
das ist der 51 80 22-90 489-1
der auch als einziger die BA-Nr 235.1 angeschieben hat.

Er ist erhalten geblieben...und betriebsfähig
er ist im Bestand des VM, Koblenz-Lützel

Gruss Wagen-Micha

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: EK-Wagendienst

Datum: 06.04.21 11:30

elric schrieb:
Frage zur Kombi von Wagen für 160 und 200: Was bedeutet das denn fürs Bremsverhalten?

Ich hab mal geschaut und ein altes Listing für den 569 am 25.3.1980 gefunden:

5 türkis-beige farbende Bm234/235 mit cognacfarbenen Sitzen:

51 80 22-
90 741 / 70 586 / 70 582 / 70 584 / 90 309 /

51 80 88 - 84 594-5
WRtm134, Rot, Klotzbremsen

Sowie 3 A-Wagen für 200 zugelassen...

Also 4 von 9 Wagen für 160 km/h im Zug, einer klotzgebremst. Das war ganz typisch für den 569.
Der Zug bremst ziemlich gleich,
nur der verschleiß an Bremssohlen bei dem WRt (wo die Nummer nicht stimmen kann, 88-80 961 bis 88-80 977) wird groß gewesen sein, dafür kann man den Wagen heute auch in P fahren.
Das Bremsverhalten bei den 160 km/h und 200 km/h Wagen mit Scheibenbremse ist gleich, die Wagen die 200 km/h fahren dürfen haben ZUSÄTZLICH eine Mg Bremse, die aber nur bei einer Vollbremsung und über 60 km/h in Aktion treten, bei der normalen Bremsung aber nicht.

Im Ausland wird die Mg Bremse für 200 km/h nicht benötigt, und teilweise sogar an der Grenze der gesamte Zug in R umgestellt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 11:31.

Zur Anmerkung zum WRtm134

geschrieben von: elric

Datum: 06.04.21 11:43

Zum WRtm134:
Klar, da hast Du recht. 51 80 88 - 80 .... und nun weiss ich nach den Jahren Abstand zum Reisetermin nicht mehr weiter, hahaha. Auf dem Foto erkenne ich, dass es ein rotfarbener Wagen ist, der auch den typischen hellen Querstreifen hat. Heimatbhf aller Wagen laut Aufzeichnungen: EDO. Ich kann mir vorstellen, dass ich mich in der EIle beim Ausstieg in Würzburg verschrieben habe, da ich die Ziffern nur schwer erkennen konnte, denn eines galt auch: Die WRtm waren regelmäßiger Ersatz für den ausgefallenen Regel-ARmh217. Sie waren von aussen durchweg arg schmuddlig und sahen äußerlich reichlich ungepflegt aus. Die türkis-beige lackierten WRtm wirkten äußerlich ansprechender.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 11:45.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: murzinger

Datum: 06.04.21 21:35

Dies ist ein recht interessantes Thema, da für mich (Jg 1971) zu D-Zug-Zeiten die umgebauten Büm234 immer etwas Besonderes und vor allem entsprechend selten anzutreffen waren. In der Frühphase konnte man sich meistens darauf verlassen, dass ein Wagen in "beige-türkis" eine moderne Inneneinrichtung (Stoffpolster und Leselampen, das war für mich damals schon fast Erste Klasse!) hatte.

[...]
Dann, ich meine es war 1978, wurden die Wagen umgebaut und für 200 km/h ertüchtigt. Schlingerdämpfer an den Drehgestellen plus Magnetschienenbremse fielen auf und die Deklarierung für 200kmh stach hervor. Sie fehlten im Zuge des Umbaus zahlreich in jenem Jahr in den D-Zügen und wurden vor Allem im ersten Halbjahr durch Silberlinge und Bm232 vorübergehend ersetzt. Ich erinnere mich, dass der D511 im Frühjahr 1978 teilweise eher wie ein Nahverkehrszug im Frühjahr ausschaute. Bis zu 4 Silberlinge im Zug. Dann kamen sie für 200 kmh ertüchtigt zurück.
[...]
Aha, fast so wie die Schwalben im Winter...deswegen sah man die irgendwann kaum noch. Irgendwann schlichen sich dann auch noch die Standard-Bm in der neuen Farbgebung ein. Das mit den Silberlingen war mir auch neu. Ich kann mich aber an eine Fahrt von Bonn nach Frankfurt erinnern in einem Zug mit Silberlingen erinnern. Muss so um 1977 gewesen sein. Im 1978er Kursbuch habe ich keinen passenden Zug gefunden. Das könnte dies erklären.

[...]
Ab wann begann genau der Bau der Serie mit den cognac-farbenen Sitzen samt Leselämpchen?
War das damals anno 1974 wirklich "der erste Wagen" seiner Art, oder gab es damals schon mehr davon?
Wurden für IC79 nur solche Wagen der "cognac-farbenen" Serie für 200 kmh ertüchtigt bzw. neu gebaut, oder wurden auch vorhandene grüne Bm234 der letzten, neuesten, grünlackierten Serie umgebaut?
[...]
Die ersten Büm234 wurden 1974 unter dem Arbeitstitel "Produkt neuer D-Zug" vorgestellt. Inwiefern frisch abgelieferte grüne Büm dann auch noch einmal innen umgebaut wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Was ich mich schon immer gefragt habe: Es gab auch Büm234 mit roten und grünen Stoffpolstern und Leselämpchen. Weiss jemand, ob die so abgeliefert wurden?

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 06.04.21 21:41

Bm234 mit roten und grünen Polstern und Leselampen...
Waren das nicht später aufgefrischte Bm234 für den Berlinverkehr, die Drehfalttüren, etwas aufgefrischtes Interieur bekommen hatten und in den D-Zügen Köln-Berlin z.B. liefen?

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: EK-Wagendienst

Datum: 06.04.21 21:52

elric schrieb:
Waren das nicht später aufgefrischte Bm234 für den Berlinverkehr, die Drehfalttüren, etwas aufgefrischtes Interieur bekommen hatten und in den D-Zügen Köln-Berlin z.B. liefen?
Von 1984 bis 1986 gab es das Umbauprogramm, das sich Berlin Verkehr nannte, zumindest so habe ich es mir gemerkt.

Das waren alles Wagen mit Drehtüren die neue Kopfenden mit Drehfalttüren und 3. Treppenstufe, Lautsprecheranlage, und neu Abteildecken, die Technik blieb aber alt.
Das lag auch daran das die DR Wagen mit Dampfheizung übernehmen wollte, auch wenn die meistens nicht im Zuglauf benötigt wurde.
Am 201/202 zu Am 208
ABm 223 zu ABm 228
Bm 232 zu Bm 238
BDm 232 zu BDms 238

Diese sind dann aber wegen der 1000mm Fenster in der 2. Klasse nur z.T. im Berlin Verkehr eingesetzt, sondern auch im Sonderverkehr.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 06.04.21 23:24

Guten Abend

Anmerkung:

Es wurden zwei kleine Serien der Bm 235 fabrikneu direkt für 200 km / h
ausgeliefert.

Es waren dies : 51 80 22-90 071-7 bis 51 80 22-90 100-4
Hersteller LHB, ausgeliefert 1978

Und

Bm 51 80 22-90 221-8 bis 51 80 22-90 260-5
Hersteller WU-Berlin, ausgeliefert Ende 1978 bis April 1979


Wagen-Micha



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 08:39.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: tbk

Datum: 07.04.21 00:26

EK-Wagendienst schrieb:

Das waren alles Wagen mit Drehtüren die neue Kopfenden mit Drehfalttüren und 3. Treppenstufe, Lautsprecheranlage, und neu Abteildecken, die Technik blieb aber alt.
Das lag auch daran das die DR Wagen mit Dampfheizung übernehmen wollte, auch wenn die meistens nicht im Zuglauf benötigt wurde.
Am 201/202 zu Am 208
ABm 223 zu ABm 228
Bm 232 zu Bm 238
BDm 232 zu BDms 238

Da wollte sich die DR wohl vorbehalten, ersatzweise 118 (ex V180, später 228) einzusetzen, wenn die sonst für diese züge eingeteilte 132 (später 232) nicht verfügbar war (wie oft auch immer das vorkam).

Behielten die wagen neben ihrer dampfheizung bis zuletzt auch die klotzbremsen?

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: elric

Datum: 07.04.21 07:34

Also ich erinnere definitiv Bm234 auf der Linie nach Berlin, die wirklich innen refreshed ausgesehen haben, rote Textilbezüge (Cord) und Leselampen hatten. Was ein Beitragender hier geschrieben hat, stimmt auch, Bm238 waren auch in jenen Zügen vertreten. Bestens zun erkennen an den kleineren 100cm breiten Fenstern. Und am Schönsten: der Kölner ARmh217 zum gemütlichen Essen oder ideal für Kaffee und Kuchen in der Gegenrichtung. Die aufgefrischten Wagen hatten alle ihre Klotzbremsen behalten, zugelassen für 140 kmh. Ich hab diese Zugläufe oft zwischen Köln und Bielefeld genutzt.

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: DSG-BZL Köln

Datum: 07.04.21 10:45

Hallo elric,

du hast schon recht mit den Bm 234. Die eigentliche Sonderarbeit Berlin betraf 150 Bm 234, 40 ABm 225 und 10 BDms 273, alles 140 km/h-Wagen mit Klotzbremsen und Dampfheizung, die Bm z.B. aus der Nummernreihe 22-41 000 ... 499. Ausgeführt wurde die SA zwischen 1979 und 1981 und umfasste im Wesentlichen den Einbau der Klappstufen, sowie Leselampen und die roten Cord-Bezüge in der 2. Klasse.
Die Merkmale dieser Sonderarbeit wurden später auch auf weitere Wagen übertragen, so auch ab 1983 auf dem Umbau Am 202/208, ABm 223/228, Bm 232/238 und BDms 272/278. Das war dann die gleiche Innenausstattung, zusätzlich kamen Drehfalttüren zum Einbau, hatte aber alles mit den Wagen der ursprünglichen Sonderarbeit Berlin nichts zu tun.

Viele Grüße

Uwe

Re: Frage zu den Bm234/235

geschrieben von: Bremsartsteller

Datum: 07.04.21 10:46

Bei den hier beschriebenen Bm 234 mit cognacfarbenen Sitzbezügen dürfte es sich allerdings um 1993-95 aus Bm 235 rückgebaute Bm 234 der Nummernreihe 22-30 401 bis 468 gehandelt haben. Der oben erwähnte D 1598/1599 verkehrte erst ab 1996, als es schon länger keine Bm 234 der Nummernreihe 22-70 533 ff. mehr gab; diese waren zu dem Zeitpunkt allesamt in IR-Wagen Bim(dz) umgebaut oder zu Bm 235 aufgerüstet worden.
Die betreffenden Bm 235 spendeten ihre Drehgestelle an ältere Bm 234 der Reihe 22-41 (neben wenigen "alten" 22-30 und 22-80), die anschließend zu Bimz 264.7 umgebaut wurden. Die Wagenkästen der Bm 235 samt Innenausstattung setzte man dann auf die klotzgebremsten Drehgestelle der 234er. Über mögliche Gründe für diese doch recht komplizierte Vorgehensweise kann man nur spekulieren; ab Mitte 1994 wurden schließlich Bm 235 direkt in besagte IR-Wagen umgebaut.

Gruß
Bremsartsteller



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 10:47.
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