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Moderatoren: allgäubahn - MWF
Guten Morgen!

Mir ging vorhin zufällig folgende Frage durch den Kopf: gibt es eine Vorschrift, wie ein Steuerwagen einzureihen ist/die Reihung der Garnitur sein muss, wenn Abfahrtsbahnhof und/oder Zielbahnhof ein Kopfbahnhof ist?
Beim Durchspielen von mir bekannten Reihungen fiel mir auf, dass z. B, die IC/EC (Wien -) Passau - Dortmund - Hamburg-Altona immer so im ZpAR hinterlegt waren, dass der Steuerwagen (als EC) in Wien und in Hamburg-Altona am Bock standen [www.railfaneurope.net].
Anders ist es ja wiederum mit dem alten und neuen München-Nürnberg-Express: da ist die Lok ja immer in München am Bock. Wäre es nicht sinnvoller, wenn die Lok am anderen Ende gereiht wäre, um im Fall der Fälle (Defekt o. ä.) schneller reagieren zu können (Ausrangieren z. B.)? Bei den MNE-Zügen konnte ich allerdings 2011 zufälllig beobachten, wie Nachmittags in Nürnberg die 101 vom ankommenden RE abging und sich an den IC NN-RK am Nachbargleis setzte, während die 101 von dem IC sich an den RE Richtung München setzte. Das war sogar im Umlaufplan vermerkt, soweit ich dank dieser unserer Postille weiß, und beide Garnituren waren entsprechend gereiht (Lok Richtung Osten, Steuerwagen Richtung Westen).

Ich bedanke mich schon mal für Infos dazu bei euch :)

MfG, ICE 91 Prinz Eugen

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Moin,

eine Vorschrift gibt es m.W. nicht, und die ließe sich auch nicht umsetzen - wie willst Du das bei den EC Österreich - München - Stuttgart - Frankfurt/Saarbrücken/... denn machen? Entweder in München oder in Stutgsart steht die Lok am Prellbock.

Allerdings versucht man teilweise, die Garnituren an den Ausgangsbahnhöfen möglichst fahrgastfreundlich stehen zu haben. Beispiel dafür sind die ÖBB, bei denen die Railjet-Garnituren normalerweise mit der Lok Richtung Westen stehen - das stammt aus der Zeit, als die Railjet noch in Wien Westbahnhof begannen.

Ciao

Eibacher
Meine Beobachtung bei den SBB ist, dass bspw. in Zürich HB in der Regel die 1. Klasse beim Prellbock platziert wird. Unabhängig davon, ob davor eine Lok ist oder nicht.
Hallo,

dass hat bzw. hatte meist praktische Gründe bzw. war wegen eines notwendigen Loktausch so gewünscht. Der Lokwechsel sollte möglichst einfach von statten gehen.

In Wien wurde die 101er meist getauscht. Sind z.B. mit Nachtzügen im Westbahnhof angekommen und dann mit einem EC wieder Richtung Deutschland gefahren.

Auch in München wurden die Loks meist erst nach Bereitstellung des Wagenzuges im Hbf an den Zug gekoppelt. Zug aus Abstellung, Lok aus BW.

Bei Nahverkehrszügen in Nürnberg war das BW westseits. Somit wurde die Lok auch an der Westseite gekoppelt um Rangierfahrten zu sparen.

Lok- und Wagenumlauf war eigentlich nie identisch. Meist ging die Lok morgens auf einen Zug und ging am Abend wieder ins BW!

Grüße
In bestimmten Fällen gibt es Regelungen, wo die Lok sein muss. Bei den EC Deutschland - Graz z.B. muss die Lok in Salzburg immer Richtung Österreich sein. Hängt mit der Strecke Bischofshofen Graz zusammen. zumindest war das noch vor ein paar Jahren, in meiner aktiven zeit als Zugchef so.
Wenn ich mich richtig erinnere, war es früher so, dass bei den IC die erste Klasse in Frankfurt und München am Prellbock stehen musste (kurze Wege für die 1. Klasse-Passagiere), was zur Folge hatte, dass die erste Klasse dieser Züge in Stuttgart weit außerhalb des Bahnhof-Daches im Regen stand.

Da die Steuerwagen 2.-Klasse-Wagen sind, würde das bedeuten, dass die Lok in F und M am Prellbock stehen würde.

Das widerspricht aber den Aussagen weiter oben bezüglich Bereitstellung in München.


Viele Grüße aus Erlangen,

Christof

MNE

geschrieben von: Stammstrecke

Datum: 07.01.21 07:44

Hallo!

Beim München-Nürnberg-Express muss die Lok nach Süden stehen, damit der Zug in Ingolstadt Nord an den Bahnsteig passt. Richtung Nürnberg steht das Signal dort direkt am Bahnsteigende, Richtung München sind noch ein paar Meter Platz zwischen Bahnsteigende und Signal. Und genau in diesem paar Metern steht die Lok.

Grüße von der Stammstrecke
Eibacher schrieb:

Allerdings versucht man teilweise, die Garnituren an den Ausgangsbahnhöfen möglichst fahrgastfreundlich stehen zu haben. Beispiel dafür sind die ÖBB, bei denen die Railjet-Garnituren normalerweise mit der Lok Richtung Westen stehen - das stammt aus der Zeit, als die Railjet noch in Wien Westbahnhof begannen.

Die stellung der railjets kommt so weit ich weiß von der Semmeringbahn her, dort sollte auf der schwierigeren nordrampe die lok bergauf an der spitze sein. Also sind alle railjets so ausgerichtet, dass von Wien aus die lok nach süden bzw. westen zeigt.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Von Verkehr über den Taunus zwischen Limburg und Frankfurt ist es üblich das die Lok, noch immer 143,0 der Dosto Wendezüge Richtung Limburg steht.
Der Grund war angeblich das so im Fall eines Lokschadens in Frankfurt einfacher getauscht werden könne.
Wobei die Wendezeiten in Limburg sicher ausreichen um auch bei umgekehrter Reihung die Lok umzusetzen wenn diese den Zug Steuerwagen voraus ziehen müsste.

Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Betreiber von US-Modellbahn.net
wie die bisherigen Antworten bereits aufzeigen, kann es keine allgemeingültige Vorschrift geben!

Aber natürlich gibt es ein paar praktische Festlegungen für spezifische Einzelfälle. Die können aber je nach Bahnhof / Linie jeweils nach unterschiedlichen Eckpunkten / Zwängen / Bedürfnissen auch entsprechend pragmatisch unterschiedlich ausfallen. Und natürlich in den zugehörigen Zugbildungsplänen berücksichtigt sein... vor allem wenn mehrere Bahnhöfe und Erfordernisse auf einem Zuglauf zu berücksichtigen sind, muss man u.U. das kleinste Übel auswählen.