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 10 - Wagen 

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Moderatoren: allgäubahn - MWF
Hallihallo,

möchte gerne wissen welche Wagentgypen das ursprünglich mal waren:

http://www.htxherzchen.de/images/Image194_1.jpg
Bild wurde aufgenommen in den 70er Jahren, wo?

http://www.htxherzchen.de/images/Image295.jpg
Bild wurde aufgenommen in den 70er Jahren im Bahnhofsbereich von Heilbronn - hinten links versteckt ein "Kakadu".

Über sachdienliche Hinweise würde ich mich freuen :-)

Schönen Tag noch.

Reiner

Hier noch ein großes Bild des 1. Wagens (mittlerweile mit Dateinamen):

http://www.htxherzchen.de/images/79137%20Bahnhofswagen%20ex.%20C4%C3%BC.JPG

Danke meinem Organspender für mehr als 27 Jahre mit seinem Geschenk: meinem Herzen.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.19 19:40.

Re: Was waren das ursprünglich für Wagen? (2 Bilder)

geschrieben von: Jimmo

Datum: 29.10.19 11:57

Hallo,

das erste ist ein preuss. Schnellzugwagen, wohl ein C4ü und
das zweite ist ein Pw4ü-28

Gruß, Rainer
Diese preußischen Oberlicht-Schnellzugwagen wurden über viele Jahre gebaut und über diese Zeit auch weiterentwickelt.

Zunächst hatten diese Wagen preußische Regeldrehgestelle und ein hölzernes, mit Blech bekleidetes Kastengerippe. Die Schrauben, mit denen die Bekleidungsbleche am Kastengerippe befestigt waren, waren versenkt und fein säuberlich verspachtelt. Das ergab eine weitgehend glatte Außenfläche. Da das hölzerne Kastengerippe und die aufgeschraubten Bleche nicht zum Tragen herangezogen werden konnten, mußte das Untergestell die ganze Last des Wagenkastens alleine tragen. Deshalb wurde es durch ein nachspannbares, ebenes Sprengwerk unter den äußeren Langträgern versteift.

Spätere Bauarten und modernisierte "Holzwagen" besaßen schon Stahlprofil-Kastenstützen, wo die Bekleidungsbleche angenietet waren. Allerdings gab es vielfach das Sprengwerk noch.
Etwa ab dem Jahr 1909 hatten die Wagen dann auch Schwanenhals-Drehgestelle anstatt preußischer Regeldrehgestelle.

Beim hier vorliegenden Wagen gibt es keine preußischen Regeldrehgestelle, sondern Schwanenhalsdrehgestelle. Das datiert den Wagen schon mal nach 1909.
Ein Sprengwerk hat der Wagen aber auch nicht. Außerdem zeigt die Oberfläche (dank Detailbild jetzt erkennbar) Niete. Das heißt, daß der Wagen bereits ein stählernes Kastengerippe besitzt, welches zusammen mit den äußeren Langträgern bis zur Fensterunterkante ähnlich einem Fachwerkträger mit einigen diagonalen Aussteifungen mittragend gebaut wurde. Es wird sich hier also um eine der jüngeren Bauarten preußischer Oberlicht-Schnellzugwagen handeln. Die Fensterbreite, Fensteranzahl und Fensteranordnung weisen auf 1 Dientabteil in halber Abteillänge und 9 Sitzabteile 3. Klasse oder auf 9 1/2 Sitzabteile 3. Klasse hin.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.10.19 10:12.
Servus Jupp,

das Drehgestell taugt nicht zum genauen Bestimmen bei einem Reisezugwagen. Das preuß. Regeldrehgestell und das amerikanische /Schwanenhalsdregestell haben dieselbe Achsstände und sind daher frei austauschbar.

Kanzleirat

Ich antworte keinen anonymen Forenteilnehmern mehr.

## mache Deinen Forenkollegen nie zum Feind, wenn du Leichen im Keller hast ##
Moin,
Kannst du uns die Nummern der Wagen verraten?
Es sollten beides Bahnhofswagen sein.

Grüße aus dem Südwesten,
Janis
Kanzleirat schrieb:
Servus Jupp,

das Drehgestell taugt nicht zum genauen Bestimmen bei einem Reisezugwagen. Das preuß. Regeldrehgestell und das amerikanische /Schwanenhalsdregestell haben dieselbe Achsstände und sind daher frei austauschbar.

Danke für den Hinweis. Gewiß wird man abgängige Regeldrehgestelle auch mal durch Schwanenhalsdrehgestelle ersetzt haben. Beim hier vorliegenden Wagen denke ich jedoch, daß er die Schwanenhalsdrehgestelle bereits ab Herstellerwerk hatte.

Der Tausch von Drehgestellen bzw. die Verwendung verschiedener Drehgestellbauarten unter ein- und demselben Wagenkastentyp - sowohl bei Neubauten, als auch bei späteren Hauptuntersuchungen, aber auch bei der "Restnutzung" als Dienstwagen ist sowieso ein hochinteressantes Thema.
... der Packwagen war mal ein Schnellzuggeepäckwagen Pw4ü-30; von den Vorgängern Pw4ü-28 oder 29 unterscheidet er sich durch das flacher gewölbte Dach, die älteren hatten richtiges Tonnendach. Ein Pw 4ü-30 ist in Darmstadt-Kranichstein erhalten geblieben, der 105 312, siehe

bahnwelt - Wagen


ein Pw4ü-28/29 in Lengerich, siehe:

105221 Köln

Der auf den ersten Blick ähnliche Eilzuggepäckwagen Typ Pw4i-30 scheidet u.a. wegen der Görlitz II-schwer Drehgestelle am Fotoobjekt (3,6m-Achsstand) aus.

Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.19 19:29.
Guten Abend,

soweit erkennbar hat der 1. die Nummer Bahnhofswagen 79137 und der 2. die Nummer 79131, jeweils Stuttgart.

Reiner

Danke meinem Organspender für mehr als 27 Jahre mit seinem Geschenk: meinem Herzen.

Re: Was waren das ursprünglich für Wagen? (2 Bilder)

geschrieben von: B4üpe-56

Datum: 01.11.19 11:58

Kanzleirat schrieb:
Servus Jupp,

das Drehgestell taugt nicht zum genauen Bestimmen bei einem Reisezugwagen. Das preuß. Regeldrehgestell und das amerikanische /Schwanenhalsdregestell haben dieselbe Achsstände und sind daher frei austauschbar.

Kanzleirat
Penn_Pr_Regel.gif
Penn_Pr_Schwanen.gif
htxherzchen schrieb:
Bild wurde aufgenommen in den 70er Jahren im Bahnhofsbereich von Heilbronn - hinten links versteckt ein "Kakadu".
Das versteckte blaue links hinten ist m. E. kein "Kakadu", da nach meiner Kenntnis bei diesen das Blau bei Weitem nicht bis zur Wagenmitte reichte. Unterhalb der leider nicht entzifferbaren Wagennummer steht eine etwas längere "Gattungsbezeichnung", ich gehe daher davon aus, dass das ein schnöder Bahndienstwagen ist.

Gruß aus Berlin, Svetlana
http://www.bahndienstwagen-online.de/allgemein/banner2.jpg

Letztes Update: 12.11.2019








Es sind noch andere Unterschiede.

Blaue Sitzbereich des Kakadus hat nebeneinander:
Einstiegtür,
Abort,
3 Abteilen.
Und AR4ü Wagen müßte gelbe Kennlinie haben über den Abteilfenstern.