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Moderatoren: allgäubahn - MWF

? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: Teckel

Datum: 30.09.19 01:43

Hallo zusammen,

die Sgns-Tragwagen diverser Einsteller besitzen neben den an den jeweils in Fahrtrichtung rechts vorn befindlichen Wagenecken befindlichen Rangierertritten mitsamt den umklappbaren markanten Griffstangen an einem, aber eben nur an einem der beiden linksseitigen Wagenenden zwei keine Trittstufen mit einem ebenso kleinem Haltegriff neben dem Klappriegel. Wie ich gerade im einige Zeilen hierdrunter stehenden Flachwagenbeitrag von "Berlinale400" gesehen habe, gibt es derartige kleine Trittstufen auch an den PKP-Schwerlastwagen.

Weiß jemand, wofür diese Aufstiege bestimmt sind bzw. weshalb sie sich nur an einem Wagenende befinden? Danke im voraus für eine Info.

Es grüßt der Teckel

DSCF3491.JPG

Re: ? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: Pio

Datum: 30.09.19 10:56

Rangiertritte für den Rangierer, zum sicheren mitfahren bei geschobenen Rangierabteilungen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Pio schrieb:
Rangiertritte für den Rangierer, zum sicheren mitfahren bei geschobenen Rangierabteilungen.

Und wo soll sich das Personal in diesem Fall festhalten? Gehe mal davon aus, dass da im Normalfall auf dem Wagen ein Container steht.


Gruß
Markus

Re: ? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: Pio

Datum: 30.09.19 12:14

Am gerade aufgestellten und gesicherten gelben Haltegriff.
Die Wagen welche 2 Tritte haben auch auf beiden Seiten Tritte.
Das ist an den gelben Griffen auf beiden Seiten zu sehen.
Da dient der 2. Tritt natürlich zum hinaufsteigen auf den Wagen.
Die Tritte auf dieser Seite in sind in der Regel auch kleiner als die auf der anderen Seite.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.09.19 15:05.

Re: ? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 30.09.19 13:34

Pio schrieb:
Am gerade Aufgestellten und gesicherten gelben Haltegriff.
Dann stehst du aber nicht auf dem nachgefragten oberen Tritt. Die sind m.E. zum be- und übersteigen der Ladefläche, wie auch die nur bei manchen Haltern vorhandenen Stege in der Mitte bei den T3000.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Hallo Pio,

nein, die kleinen Tritte mit dem kleinen seitlichem Griff gibt es im Gegensatz zu den großen diagonal angeordneten Rangierertritten nur an einem Wagenende. Das wurde z. B. auch modellmäßig von Roco & Co so umgesetzt, wobei das Anbringen der kleinen Tritte etwas fieselig ist, spreche aus Erfahrung. Wenn diese Tritte zum Aufsteigen auf die Ladefläche gedacht sind, warum bloß sind sie dann nicht an beiden Wagenenden vorhanden? Muss ich mir bei Gelegenheit mal in der Dradenau bzw. nebenan in Waltershof näher anschauen bzw. die Personale dort befragen ...

Es grüßt der Teckel

Re: ? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 03.10.19 22:09

Pio schrieb:
Rangiertritte für den Rangierer, zum sicheren mitfahren bei geschobenen Rangierabteilungen.
Nein, das sind reine Aufstiegstritte, um die Ladefläche zu erreichen. Für eine sichere Mitfahrt des Rangierers ist die Trittfläche zu klein und der Griff zu kurz und zu klein.

Da der Raum über einem Rangiertritt zudem nicht eingeschränkt sein darf, kann darüber auch keine brauchbare zweite Stufe zum Aufstieg sein.

Diese gebogenen zweistufigen Teile kannte ich früher vor allem von Eas-Wagen der DR, findet man teils noch heute an Neubauwagen, die sonst keine Aufstiege haben. Zur Mitfahrt sind sie nicht geeignet, aber man kommt damit bequem auf die Ladefläche (selbst an einem nagelneuen Laadrs ausprobiert).

In Fällen, wo links eine Mitfahrt erforderlich ist (warum auch immer?), muss eine gespiegelte Version des Rangiertritts angebaut werden, inkl. Griffstange.
Gruß,
Schlußscheibe

Re: ? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 04.10.19 03:06

Schlußscheibe schrieb:
In Fällen, wo links eine Mitfahrt erforderlich ist (warum auch immer?), muss eine gespiegelte Version des Rangiertritts angebaut werden, inkl. Griffstange.

Weil es Länder mit Linksverkehr gibt, wo logischerweise die (Rangier-) Signale links stehen?

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Rangiertritt links oder recht?

geschrieben von: TWA

Datum: 06.10.19 23:14

>>> Weil es Länder mit Linksverkehr gibt, wo logischerweise die (Rangier-) Signale links stehen?

Wenn der Wg aber der erste in der geschobenen Rangierabteilung ist, dann ist es eigentlich egal, ob die Signale links und der Rangierer rechts steht, schließlich gibt es keinen Wagen, der die Sicht behindern könnte. Das ist eigentlich vergleichbar mit rechtsgelenkten Loks auf linkssignalisierten Strecken ;-)

Ob der Standort des Rangierers links oder rechts ist, ist eigentlich nur in Zusammenhang mit der Rangierseite interessant. Wenn die auf der linken Seite ist, dann ist der Rangiertritt auf der rechten Seite nicht allzu hilfreich, der Rangierer wird also den Rangiertritt auf der linken Seite benutzen, also am hinteren Wagenende. Daß er dann die Signale auf der rechten Seite nur noch eingeschränkt sehen kann, bedeutet eigentlich nur, daß er seine Arbeitsweise entsprechend anpassen muß.
____

Hinweis für Nicht-Betriebseisenbahner:
Die Rangierseite ist die Seite der Rangierabteilung, auf der die Rangierer sich aufhalten und die Rangiersignale geben und der Lokführer rausguckt.
Die Rangierseite wurde früher im Bahnhofsbuch festgelegt, z.B. auf der Nordseite, sie kann aber natürlich nach Absprache zwischen Rangierer und Lokführer geändert werden.
Wenn mit Funk rangiert wird, ist das Abweichen von der normalen Rangierseite erheblich einfacher möglich, da dann nicht unbedingt auf die Sichtverbindung zwischen Rangierer und Lokführer geachtet werden muß.

Re: ? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 07.10.19 13:41

Kleine Bemerkung dazu: die großen Tritte mit großem aufklappbarem Haltegestänge sind der Stand für den Lokrangierführer bei geschobenen Abteilungen. Er hat einen sichereren Stand und kann mit im Gestänge eingehängtem Arm seinen Bauchladen sicher bedienen. Er steht bei einer geschobenen, von im gesteuerten, Abteilung also immer rechts. Aber ich lerne gerne dazu. Gruß Fritzle.

Re: ? zu Aufstiegstritten an Sgns u. ä. (m1B)

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 08.10.19 10:42

Matthias Muschke schrieb:
Schlußscheibe schrieb:
In Fällen, wo links eine Mitfahrt erforderlich ist (warum auch immer?), muss eine gespiegelte Version des Rangiertritts angebaut werden, inkl. Griffstange.

Weil es Länder mit Linksverkehr gibt, wo logischerweise die (Rangier-) Signale links stehen?

MfG
Die Norm für TSI-Wagen sieht Tritte zwingend nur rechts vor, und das gilt auch für Länder mit Linksverkehr. Der größte linksfahrende Verkehrsbetrieb, der mir gerade so einfällt, - die SNCF - hat die Tritte an seinen Wagen in Fahrtrichtung ebenfalls standardmäßig nur in Fahrtrichtung rechts, und das nicht erst seit der TSI.

Wenn man auf dem Tritt steht, ist man derart an der Spitze des Zuges, dass man vermutlich alles sehen kann, was sich irgendwie in Fahrtrichtung befindet.

Ich könnte mir als Gründe Zugänglichkeit von irgendwas vorstellen (statt des Leiterchens) oder Fahrten in Bereichen, wo der Zug auch nach rückwärts beobachtet werden muss - Hafengebiete mit engen Gleisbögen oder sowas.

Gruß,
Schlußscheibe

[Off-Topic, zumindest für Wagen]

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 08.10.19 19:37

TWA schrieb:
>>> Weil es Länder mit Linksverkehr gibt, wo logischerweise die (Rangier-) Signale links stehen?

Wenn der Wg aber der erste in der geschobenen Rangierabteilung ist, dann ist es eigentlich egal, ob die Signale links und der Rangierer rechts steht, schließlich gibt es keinen Wagen, der die Sicht behindern könnte. Das ist eigentlich vergleichbar mit rechtsgelenkten Loks auf linkssignalisierten Strecken ;-)

[Off-Topic, zumindest für Wagen]

Was aber für Mittelführerstandsloks ein echtes Problem sein kann, dass u.U. einen Beimann erfordert, der auf der anderen Seite des Vorbaus entlang schaut.
Kenne ich z.B. von HLD77 auf der Fahrt zum/vom Herstellerwerk, die Lok hat wegen des hohen Anglo-Belgian Dieselmotors zudem eine besonders sichtbehindernde Haube.

Rangierfahrten werden in einigen Gegenden mit niveaugleichem zivilen Autoverkehr auch mit dem Bauchladen von der Bühne aus gemacht, weil manche Lokrangierführer auf dem Führerstand nervös werden, wenn z.B. ein Auto sich zum Gleiskörper hin blinkend an der Lok vorbeischiebt - und dann plötzlich verschwindet. Wurde mir von einem erklärt, bei dem ich mitfahren durfte (auch vorne, Wetter war gut). Spannend, wieviele Autofahrer meinen, kurz vor einer Rangierfahrt mit 8 Wagen noch schnell über die Gleise zu müssen und deshalb der Bahn die Vorfahrt nehmen - SUV oder Kleinwagen, der Lok ist es egal... Der Mann mit dem Bauchladen neben mir hat dabei nicht mal gezuckt. Er wollte allerdings genau wissen, wo die kreuzenden Autos geblieben sind, seit ihm mal eine im Straßenverkehr überforderte Dame eine Beule in den Tank gefahren hat. Das hat er nämlich nicht sofort gemerkt - da war die Motorhaube dazwischen.

Gruß,
Schlußscheibe