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 10 - Wagen 

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Moderatoren: allgäubahn - MWF
Am 22.09.2019 stattete ich dem Eisenbahnmuseum in Dieringhausen einen Besuch ab. Auf einem, der an der Drehscheibe angeschlossenen Gleise, stand ein privater 6-achsiger Tiefladewagen in genieteter Bauweise. Der Wagen besitzt eine gekröpfte Ladebrücke und war ist hier mit dem Kessel einer G 10 beladen. Die Rollenlager sind mit Sicherheit spätere Zutaten.
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Die noch 4-stellige PLZ lässt auf eine Ausmusterung vor 1994 (?) schließen. Gibt es eigentlich noch Telex?
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Leider war der Standort des Wagens ziemlich beengt, noch dazu war einiges an Gerümpel darum zu finden.
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Befahrverbot für den Ablaufberg
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Rungen seitlich an der Ladebrücke
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Fortsetzung folgt!

viele Grüße
Stefan Walter



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.19 21:23.
Zunächst mal ein paar Fotos von den Anschriften, soweit vorhanden:
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Das ebenfalls genietete 3-achsige Drehgestell trug auch gleichzeitig die Zug- und Stoßvorrichtungen und war mit Ketten gegen Durchdrehen gesichtert. Dass die Kupplungsvorrichtung am Drehgestell und nicht an der Wagenbrücke/ dem Langträger angebracht ist, kannte ich bisher nur von 8- und mehrachsigen Tiefladewagen. Der Wagen besitzt, neben 2 Handbremsen auch eine Druckluftbremse, deren Bauteile sich wie bei Tiefladewagen üblich, im Drehgestell befinden.
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mfG
Stefan Walter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.09.19 10:46.
Mal ein bißchen Gegenlicht: Kessel der ehem. 57 1841 Infos zur Lok: [www.eisenbahn-museumsfahrzeuge.com]

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Rauchkammeranschrift:
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Auf der anderen Wagenseite waren die Platz- und Lichtverhältnisse etwas besser:
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Fortsetzung folgt!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.09.19 07:25.
Wagen und Ladegut hatten offensichtlich schon bessere Tage gesehen:
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Hier verrät sich die Wagennummer (993 1 000-7 P) und die Bauart Uaaikk 352.9 Stimmt "aa" für einen 6-achser?
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Fortsetzung folgt!
Nochmals der G10-Kessel:
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1987 scheint er zumindestens noch eine Untersuchung bekommen zu haben:
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Blattfedern und Ausgleichshebel:
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Fortsetzung folgt!
Ladebrückenlager mit Drehkreisabstützung:
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Fortsetzung folgt!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.19 14:29.
Rungen an der Ladebrücke:
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Interessante Farbgebung:
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Sicherungskette vom Drehgestell:
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Bremsluft-Schlauch
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Fortsetzung folgt!
Im Drehgestell eingebaute Bremsvorrichtung:
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Drehkranz der Ladebrücke:
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Bremsanlage von der anderen Seite aufgenommen:
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Kreativ zwischengelagert:
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Fortsetzung folgt!
Abschlammventil vom Lokkessel:
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Lokrahmen und Fahrwerk der 57:
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Fortsetzung folgt!
Zum Schluss noch ein paar Bilder, die ich wegen dem Hochkantformat zuerst in ihrer Höhe auf einen Wert von unter 4000 Pixel stutzen musste:

Am Federnbund waren diese Zeichen eingeschlagen. Mir sagen sie nichts. Vielleicht weiß jemand mehr?
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Fahrwerk der G 10 mit ehem. Vorsignal:
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Leider war an dem (für mich) sehr interessanten Wagen kein Fabrikschild zu entdecken, so dass ich über den Hersteller und das Baujahr völlig im Dunkeln tappe.
Aufgrund der genieteten Bauart des Wagens und der Drehgestelle, würde ich auf ein Baujahr irgendwann zwischen 1925 und 1940 tippen.
Das Konstruktionsprinzip, wonach bei einem "nur" 6-achsigen Wagen die Zug- und Stoßvorrichtungen an den Drehgestellen und nicht an einem entsprechend längeren Rahmen angebracht sind, habe ich vorher so auch noch nicht gesehen. Die DV 934 schweigt sich auch über den Wagen aus.


viele Grüße
Stefan Walter
Nach meinen Aufzeichnungen:

84 80 993 1 000-7 [P] Uaaikk 352.9 <- 20 80 096 9 253-0 [P] <- DB 537 625 [P] SSt 352 (Skizze 121) <- DB 536 926 [P] Skizze 121 <- Köln 536 926 Skizze 88, Herst. O&K 1915

P.S.: Vielen Dank für das umfassende Wagenporträt

Gruß aus Berlin, Svetlana
http://www.bahndienstwagen-online.de/allgemein/banner2.jpg

Letztes Update: 12.10.2019








Hallo,
folgende Angaben zum Wagen:
Hersteller: O & K , Baujahr 1915, Bauart SSt 352 Skizze Sk 121
Gruß Heinz

Da war ich etwas zu langsam :-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.19 15:33.

Danke für Hersteller und Baujahr!

geschrieben von: Stefan Walter

Datum: 29.09.19 15:50

Danke euch für die Angaben zu Hersteller und Baujahr! Damit ist dieser Methusalem ja noch älter, als ich gedacht hatte!

Im Jahr 1915 waren ja Bremsanlagen in Güterwagen noch lange nicht selbstverständlich. Hatte der Wagen seine Bremsen von Anfang an, oder wurden die erst später nachträglich eingebaut?


viele Grüße
Stefan Walter
Danke für die sehr interessante Dokumentation!

In unserem Unterwerk in Borken (Hessen) stand mal ein fahrbares Unterwerk basierend auf einem früheren Geschützwagen (MAN 1942), ebenfalls ein Sechsachser.

An diesem konnte man auch die Drehgestellsicherungsketten abhängen und den Wagen in zwei verschiedene Gleise rangieren, um das Geschütz auszurichten.

Daran erinnern mich die Bilder von o.g. Wagen.

R.