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Twindexx (Main-Neckar-Ried-Express)

geschrieben von: Hobbyeisenbahner47

Datum: 22.09.19 17:40

Die Steuerköpfe (BR 446) sind in den Zügen nie mit fortlaufender Ordnungsnummer unterwegs (RE 60/70, RB 67/68), wieso hat man die Fahrzeuge nicht als 446.0 bzw. 446.5 genummert?

Re: Twindexx (Main-Neckar-Ried-Express)

geschrieben von: Markus_26

Datum: 22.09.19 18:10

Hobbyeisenbahner47 schrieb:
Die Steuerköpfe (BR 446) sind in den Zügen nie mit fortlaufender Ordnungsnummer unterwegs (RE 60/70, RB 67/68), wieso hat man die Fahrzeuge nicht als 446.0 bzw. 446.5 genummert?
Ich vermute mal, das liegt daran, dass es sich eben nicht um Triebzüge in dem Sinne handelt. Da man die Züge jederzeit auseinander- und in anderer Konfiguration wieder zusammenkuppeln kann wie "herkömmliche" Züge auch, ist das ja im Prinzip nix anderes als ein Zug mit Sandwich-Bespannung, nur dass in den Triebfahrzeugen halt auch Sitzplätze vorhanden sind - und bei Zügen mit Sandwich-Traktion haben die Loks ja auch keine fortlaufenden Nummern...

P.S.: Fragen dürfen gerne entsprechend mit einem Fragezeichen im Betreff gekennzeichnet werden!

Re: Twindexx (Main-Neckar-Ried-Express)

geschrieben von: WorldwideKreiseisenbahn

Datum: 23.09.19 11:59

Die Twindexxdinger sind ganz normale Triebwagen, die im grunde solo fahren können aber als Besonderheit (die aber für die Fahrzeugeinordnung unerheblich ist) nur einen Führerstand haben. In Würzburg hat man auch schon einzelne Triebwagen auf der Scheibe gedreht, um wieder eine neue Garnitur bilden zu können.
(unsinniger/widersrpüchlicherweise sind die Dinger sogar als LOK im Bauartcode der UIC Nummer, jedoch im Nationalen Block im Typencode im klassischen Triebwagennummernkreis 04xy genummert...)
Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Triebzüge. Zwei Triebköpfe mit Mittelwagen. Keine Triebwagen!!!

die Triebköpfe können solo alleine fahren, wie auch mit Steuerwagen und als Sandwich Garnituren. Im Nahverkehr möchte man schnelle Beschleunigungen haben und da machen zwei Triebköumehr Sinn. Vergleiche die Baureihe 628 klassisch und 628 mit zwei Motorwagen.

WorldwideKreiseisenbahn schrieb:
Die Twindexxdinger sind ganz normale Triebwagen, die im grunde solo fahren können aber als Besonderheit (die aber für die Fahrzeugeinordnung unerheblich ist) nur einen Führerstand haben. In Würzburg hat man auch schon einzelne Triebwagen auf der Scheibe gedreht, um wieder eine neue Garnitur bilden zu können.
(unsinniger/widersrpüchlicherweise sind die Dinger sogar als LOK im Bauartcode der UIC Nummer, jedoch im Nationalen Block im Typencode im klassischen Triebwagennummernkreis 04xy genummert...)

Re: Twindexx (Main-Neckar-Ried-Express)

geschrieben von: Rohrbacher

Datum: 24.09.19 01:00

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Triebzüge. Zwei Triebköpfe mit Mittelwagen. Keine Triebwagen!!! (...) Vergleiche die Baureihe 628 klassisch und 628 mit zwei Motorwagen.
Der 628/928 ist ein Triebzug, also eine betrieblich nicht trennbare Einheit, das ist "der Twindexx" aber gerade nicht! Alle Fahrzeuge sind völlig eigenständig. Nachdem da zwischen den Triebwagen zudem keine speziellen, entsprechend z.B. als 845 oder 846 genummerten Beiwagen hängen, sondern gewöhnliche Reisezugwagen (die in München eine Zeit lang schon mit 111 und 1995er Dostos gelaufen sind...), ist das ein normaler, gewissermaßen lokbespannter Zug, wie man heute gerne sagt. Wenn es nicht aus anderen Gründen ausgeschlossen wäre, könnte man auch Wittenberger Steuerwagen verwenden, sogar wenn man anderen Ende ein 445 hängt. Die kann man technisch auch ganz normal mit ZWS fahren statt mit WTB und mehr Funktionen, wenn die Twindexx-Produkte unter sich sind. Nur Mehrfachtraktion mit 111 geht nicht, aber das geht ja z.B. mit 111 und 120 m.W. auch nicht. Aber egal, wenn man Güterwagen an einen Ne81 hängt, wird daraus ja auch kein Triebzug, oder?

Und "Triebköpfe" gibt es in dem Sinne eh nicht, das sind auf dieser Definitionsebene angetriebene Fahrzeuge eigentlich auch nur Triebwagen (mit Fahrgast- oder Laderäumen) oder Lokomotiven (reine Traktionseinheiten). Da war man aber schon beim 401/402 nicht ganz konsequent, weil wie gesagt auf dieser Ebene wurscht ist, ob man mit Schraubenkupplung, Scharfenberg, Schwab, AK69, mit oder ohne Datenverbindung kuppelt, irgendwo Wagenübergänge hat oder Führerstände nicht. Es gab ja früher auch Lokomotiven mit Fronttüren (z.B. die Urform der Re 4/4), nur einem Endführerstand (288) oder was weiß ich alles. Streng genommen, nach alter DB-Definition, ist z.B. der übliche dreiteilige 420/421 gar kein Triebzug, sondern weil alle Wagen Fahrgast- oder Laderäume haben und angetrieben = Triebwagen sind, ein Triebwagenzug. Schließlich spricht man von einer Garnitur, die nur aus gekuppelten Lokomotiven besteht, auch heute noch von einem Lokzug. :-)

Re: Twindexx (Main-Neckar-Ried-Express)

geschrieben von: WorldwideKreiseisenbahn

Datum: 24.09.19 09:57

Rohrbacher schrieb:
westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Triebzüge. Zwei Triebköpfe mit Mittelwagen. Keine Triebwagen!!! (...) Vergleiche die Baureihe 628 klassisch und 628 mit zwei Motorwagen.
Der 628/928 ist ein Triebzug, also eine betrieblich nicht trennbare Einheit, das ist "der Twindexx" aber gerade nicht! Alle Fahrzeuge sind völlig eigenständig. Nachdem da zwischen den Triebwagen zudem keine speziellen, entsprechend z.B. als 845 oder 846 genummerten Beiwagen hängen, sondern gewöhnliche Reisezugwagen (die in München eine Zeit lang schon mit 111 und 1995er Dostos gelaufen sind...), ist das ein normaler, gewissermaßen lokbespannter Zug, wie man heute gerne sagt. Wenn es nicht aus anderen Gründen ausgeschlossen wäre, könnte man auch Wittenberger Steuerwagen verwenden, sogar wenn man anderen Ende ein 445 hängt. Die kann man technisch auch ganz normal mit ZWS fahren statt mit WTB und mehr Funktionen, wenn die Twindexx-Produkte unter sich sind. Nur Mehrfachtraktion mit 111 geht nicht, aber das geht ja z.B. mit 111 und 120 m.W. auch nicht. Aber egal, wenn man Güterwagen an einen Ne81 hängt, wird daraus ja auch kein Triebzug, oder?

Und "Triebköpfe" gibt es in dem Sinne eh nicht, das sind auf dieser Definitionsebene angetriebene Fahrzeuge eigentlich auch nur Triebwagen (mit Fahrgast- oder Laderäumen) oder Lokomotiven (reine Traktionseinheiten). Da war man aber schon beim 401/402 nicht ganz konsequent, weil wie gesagt auf dieser Ebene wurscht ist, ob man mit Schraubenkupplung, Scharfenberg, Schwab, AK69, mit oder ohne Datenverbindung kuppelt, irgendwo Wagenübergänge hat oder Führerstände nicht. Es gab ja früher auch Lokomotiven mit Fronttüren (z.B. die Urform der Re 4/4), nur einem Endführerstand (288) oder was weiß ich alles. Streng genommen, nach alter DB-Definition, ist z.B. der übliche dreiteilige 420/421 gar kein Triebzug, sondern weil alle Wagen Fahrgast- oder Laderäume haben und angetrieben = Triebwagen sind, ein Triebwagenzug. Schließlich spricht man von einer Garnitur, die nur aus gekuppelten Lokomotiven besteht, auch heute noch von einem Lokzug. :-)
445/446 sind und bleiben Triebwagen. Und eine Garnitur mit 445 + Dosto Mittelwagen und Dosto Steuerwagen (ginge auch) oder anderem spiegelbildlich gekuppeltem 445 ist kein LOKbespannter (weil 445 keine Lok), sondern ein triebwagenbespannter Zug. Bei einer VT 98 + VB 98 + VS 98 Garnitur würde auch kein Mensch von "lokbespannt" sprechen (außer die Nummernvergebenden beim EBA vieleicht). ;-)
Der 420/421 ist betrieblich nicht trennbar, also doch ein Triebzug.