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Moderatoren: allgäubahn - MWF

? Kesselwagen Westwaggon mit Diamond Drehgestelle

geschrieben von: Hoekema (NL)

Datum: 19.08.19 22:06

Liebe Leser,

Die Niederländische Eisenbahn NS bekam 1958 30 vierachsige Kesselwagen Bauart Westwaggon AG. Es waren [P]-wagen der Shell Rotterdam. Nummers 511421P - 511450P, später Reihe Zaekk 84 714 0 800. Gewicht 25 Ton, Kesselinhalt um 50m3. LüP 14.460m. Besonderes waren die Drehgestelle vom Bauart Diamond. In den Niederlande wurden die Wagen bis 1988 benutzt.
Es gibt heute sogar noch eine in Deutschland (Feuerwehr Training Centre Flughafen Weeze).

Ich würde gerne wissen, ob dieser Kesselwagentyp auch in Deutschland gefahren ist.
Wenn ja,gibt es Informationen über Wagennummer, Eisenbahnunternehmen, Anzahlen und Bilder?
https://www.mupload.nl/img/839pgabuf.jpg

https://www.mupload.nl/img/pqpzsnvxv7v.jpg



https://www.mupload.nl/img/3s94q641wg0zm.jpg
Vielen Dank!

MfG,
Wim Hoekema
"Ich würde gerne wissen, ob dieser Kesselwagentyp auch in Deutschland gefahren ist."

Hallo Wim,

deine Frage kann auf zweierlei Weise verstanden werden:

Der auf dem Foto links angeschnittene Wagen hat ein RIV-Zeichen. Wenn es sich um die gleiche Bauart, wie bei dem Wagen rechts davon handelt, ist der mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Deutschland gefahren. Aber ich glaube, es geht dir mehr darum, ob deutsche Einsteller/Unternehmen diesen Wagentyp eingesetzt hatten:

Leider gibt es so gut wie keine Literatur über private Kesselwagen, die im Bereich der DB eingestellt waren.

Mir ist aber bis jetzt in meiner ganzen Literatursammlung noch kein Beispiel eines solchen Wagens bei einem deutschen Unternehmen bekannt geworden.

Diamond Drehgestelle waren auch keine deutsche Standardbauart. Bei Neubauten in den 50er Jahren wurden meist entweder noch geschweißte Einheitsdrehgestelle ("Pressblechdrehgestelle") oder der damalige Stand der Technik, die Minden Dorstfeld Drehgestelle der Bauarten 931, 932 oder 934 verwendet. Literatur zu den Drehgestellen gibt es hier (falls noch nicht bekannt): [www.drehgestelle.de]

Ungewöhnlich ist auch der relativ kleine Kesselinhalt von "nur" 50 m³. Mineralölkesselwagen wurde damals bevorzugt mit 63 m³ Kesselinhalt gebaut.

Daher gehe ich davon aus, dass dieser Typ nicht im Einsatz bei deutschen Unternehmen war.

mit freundlichem Gruß
Stefan