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Moderatoren: allgäubahn - MWF

Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 20.03.19 22:57

Hallo,

in Aschersleben steht dieser Faehrbootwagen mit einer Lackierung als Privatwagen.


http://www.muehlenroda.de/bahnbilder/2019/03/DSC_3378a.JPG


Davon gibt es auch ein H0-Modell. Weiss jemand, ob der so wirklich im Einsatz war oder war das eher eine Werbelackierung der Papierfabrik fuer einen "fahrbaren Lagerraum"?

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Abacab

Datum: 21.03.19 00:10

Anschlussbahn schrieb:
Davon gibt es auch ein H0-Modell. Weiss jemand, ob der so wirklich im Einsatz war oder war das eher eine Werbelackierung der Papierfabrik fuer einen "fahrbaren Lagerraum"?

Diese Frage gab es schon einmal in diesem Thread:

[www.drehscheibe-online.de]

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 21.03.19 00:28

Hallo,

> Diese Frage gab es schon einmal in diesem Thread:
>
> [www.drehscheibe-online.de]

und wurde im Modellbahnforum auch nicht endgueltig beantwortet. Der Einsatz bei der DEW in den fruehen 90er Jahren ist bekannt. Die Frage ist halt, ob der erst bei der DEW so lackiert wurde oder schon vorher bei der Papierfabrik.

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Otwf (K)

Datum: 21.03.19 11:21

Mir ist eine "Papierfabrik" in Hannover nicht bekannt.
Einige Papiergroßhändler, bzw. Auslieferungslager schon.
Ich habe vor zig Jahren eine Lehre bei einem "Papiergroßhändler" gemacht.
Edit: in Hannover.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.19 11:21.

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: T 11 7512 Königsberg

Datum: 21.03.19 12:06

Hallo zusammen,

da die Firma nicht jedem bekannt ist, es handelt sich um die Firma Hannover Papier in Alfeld, die heute unter Sappi Alfeld GmbH firmiert.

Ob ein Wagen dieses Typs jemals mit der Farbgebung und Beschriftung im Original lief, ist mir nicht bekannt.

Gruß Martin
ist es denn realistisch, dass a) Papier in diesem Wagentyp gefahren wurde und/oder b) hiesig erzeugtes Papier nach England verkauft wurde?

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Otwf (K)

Datum: 21.03.19 15:15

Bingo: richtig ist "Hannoversche Papierfabriken".

Warum nicht?

geschrieben von: Peter

Datum: 21.03.19 19:32

Hallo!

WorldwideKreiseisenbahn schrieb:
ist es denn realistisch, dass a) Papier in diesem Wagentyp gefahren wurde und/oder b) hiesig erzeugtes Papier nach England verkauft wurde?
Grundsaetzlich ist es denkbar.
Natuerlich gibt es auch in GB Papierfabriken, doch ist Papier eben nicht Papier.
Es gibt zahlreiche Arten (etwa 3.000) und da scheiden sich dann die Produzenten - die einen Hersteller machen "billiges" Papier in grosser Menge, die anderen Spezialpapiere, was sich dann auch im kleinen Umfang lohnt.
Vgl. dazu auch [de.wikipedia.org] und [www.webmasterpro.de]

Und fuer solche speziellen Anwendungen, die nicht jeder kann, lohnen sich dann auch wieder aufwendige Transporte bzw. Exporte.

Deswegen wäre die Vorhaltung eines solchen Waggons fuer einen spezialisierten Hersteller durchaus moeglich - ob es konkret bei diesem Unternehmen zutrifft, entzieht sich meiner Kenntnis.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Sued_Nord

Datum: 21.03.19 20:36

Hallo zusammen,

ich kann leider nichts direkt zu dem Wagen beitragen.
Allerdings möchte ich auf die Seite [www.alt-alfeld.de] und ihre "Macher" Matthias Quintel und Thorsten Schütz hinweisen.
Die beiden haben wirklich sehr umfangreiche Sammlungen an Bildern, Karten, etc. aus der Stadt Alfeld zu den verschiedensten Themen, die auch nur in Teilen auf der verlinkten Seite zu sehen sind. Vielleicht findet sich darin auch ein Beleg für diesen Wagen bei der Hannover Papier oder sie wissen, wer aus ihrem Netzwerk etwas zum (Eisenbahn-)Betrieb der Papierfabrik
weiß.
Bei den online gezeigten Fotos der Papierfabrik habe ich auf die schnelle nichts in die Richtung finden können ( [www.alt-alfeld.de] ). Einen Gleisanschluss gab es beim Werk Alfeld erst ab Anfang der 50er.

_________
Aber auch unabhängig vom Thema des Hannover Papier Wagens lohnt sich ein Stöbern auf [www.alt-alfeld.de] . Man kann wirklich sehr anschaulich die Entwicklung meiner Heimatstadt über die letzten gut 130 Jahre nachvollziehen. Eine U-Bahn gibt es zwar bis heute nicht, aber am Prinzip des Projektablaufs hat sich bis heute nichts geändert ;-) .


Viele Grüße
Torben

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Otwf (K)

Datum: 22.03.19 17:57

Einen Gleisanschluss gab es beim Werk Alfeld erst ab Anfang der 50er.

Sicher? Diese Karte sagt etwas Anderes:

[contentdm.lib.byu.edu]

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Sued_Nord

Datum: 22.03.19 22:31

Moin,
also unten rechts auf der Karte steht in Bezug auf das Kartenblatt: Revised from Air Photos dated Jun 1955 Insofern beweist die Karte nicht, dass es schon früher einen Gleisanschluss gab. Allerdings habe ich die Angabe über die Errichtung des Gleisanschlusses Anfang der 50er als wichtigen Bauabschnitt in der Erneuerung und Ausbau der Fabrik von [www.alt-alfeld.de] . Verlässlicher wären wohl das "Papierstammbuch" zu 275 Jahre Hannover Papier oder ein neueres Buch, dessen Titel mir grade nicht einfällt (etwa von 2007). Beide gab es in der Stadtbücherei Alfeld, aber es ist schon länger her, das sich dort hereingeschaut habe.

Grüße
Torben

Re: Faehrbootwagen Hannover Papier (m.B.)

geschrieben von: Cossebaude

Datum: 24.03.19 07:35

Hallo Armin

Ich würde das Ganze mal von der anderen Seite angehen. Welche(n) Hinweise gibt es denn, dass diese Papierfabrik einen solchen Privatwagen als Güterwagen betrieb? Bis jetzt einzig das es diesen Wagen mit der blau-hellblauen Lackierung und dem Schriftzug "Hannover Papier" gibt... Aber der hat ja noch nicht mal eine Wagen-Nummer, wie es mir scheint.

Solange also kein weiterer Hinweis hinzu kommt (und eine Modellumsetzung ist bekanntlich kein verlässlicher Hinweis), würde ich getrost davon ausgehen das dies reine Phantasie ist.

Gruss

Frank

zum Faehrbootwagen Hannover Papier

geschrieben von: Peter Bäuchle

Datum: 25.03.19 23:42

Morsche

nachdem der Standort der Papierfabrik geklärt ist, zum Thema Wagen:

1986 gab es zumindest einen Werkswagen in Alfeld (bei der Durchfahrt ein Bild gemacht). Dieser hatte allerdings Plattenwänden und war einfarbig in Blau (welches dem oberen Blau des 'Museumsbahnwagens' entspricht. Beschriftet war er am Ende ohne Bremsstand unten mit >Werkswagen< - sonst war nichts zu erkennen.
Ob es sich um den abgebildeten 'Museumsbahnwagen' handelt möchte ich angesichts der Plattenwände bezweifeln, eher scheint, dass es weitere Werkswagen gab, oder ein anderer Fährbootwagen farblich adaptiert worden ist.

mfg
Peter Bäuchle

Phantasie

geschrieben von: Enno

Datum: 26.03.19 13:42

Solange niemand das Gegenteil beweist, gehe ich davon aus, dass der Wagen eine Phantasielackierung trägt. Leider war ich zu der Zeit, als der Waggon zur DEW kam, dort nicht mehr aktiv. Es wird aber das übliche Prozedere gewesen sein: Waggon braucht Lack, Sponsor bestimmt das (werbetaugliche) Aussehen.
Gab es Fährboot-G-Wagen als Privatwagen? Ich kenne P-Wagen nur als Kesselwagen und später Schiebewandwagen im Fährverkehr.

Beste Grüße Enno http://www.abload.de/img/bornsignaturvef1.jpg http://www.abload.de/img/_dsc4941.2403pp3g.jpg Bild anklicken
Liste meiner Schmuddel-Beiträge auf DSO



Re: Phantasie

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 26.03.19 13:46

Hallo,

> Solange niemand das Gegenteil beweist, gehe ich davon aus, dass der Wagen eine Phantasielackierung trägt. Leider
> war ich zu der Zeit, als der Waggon zur DEW kam, dort nicht mehr aktiv. Es wird aber das übliche Prozedere gewesen
> sein: Waggon braucht Lack, Sponsor bestimmt das (werbetaugliche) Aussehen.

das vermute ich auch schon. Der heute in Aschersleben stehende Wagen hatte jedenfalls mal Anschriften. Zumindest als Museumswagen ist der so gefahren.


Armin

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