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Moderatoren: allgäubahn - MWF

Bildlink. DB 579 872P in Dänemark

geschrieben von: bengt

Datum: 19.03.19 16:35


[jernbanekilder.dk]


Intressanter Bauweise. Genietet, geschweisst und geschraubt. Ist der Kessel vielleicht dobbelwandig?

Transportselskab/ operatør:
E. Sand & Co.
Materieloperatør, litra og nummer:
DB 579 872
Jernbanested:
Nørrebro (2.)
På strækningen:
Frederiksberg - Grøndal - Hellerup
Beskrivelse:
Kässbohrer-vognbjørn læsset med en tankvogn fra kobberproducenten Norddeutsche Affinerie AG, Hamburg. Vognbjørnen trækkes af en Volvo-lastbil.
Infrastrukturejer:
Danske Statsbaner
Motivdato:
1957
Delsamling:
Københavns Foto-Service
Scannummer:
DJM01-00007519

Re: Bildlink. DB 579 872P in Dänemark

geschrieben von: Stefan Walter

Datum: 19.03.19 20:15

Hallo Bengt,

vielen Dank für den Link!

Mir kommt es so vor, als ob der Kessel im unteren Teil eine Heizwanne hätte.

Beheizbare Kesselwagen für Schwefelsäure kenne ich aber nur bei "Oleum" als Ladegut ("Oleum" = rauchende Schwefelsäure mit einem Schwefeltrioxid-Gehalt von 20 bis 65 % SO3), aber nicht für "gewöhnliche" konzentrierte Schwefelsäure.

Bei dieser alten Literaturstelle [dingler.culture.hu-berlin.de] habe ich aber Gefrierpunkte von -9 bis + 4,5 °C, und Schmelzpunkte von -8,5 bis + 8 °C für 70 bis 96 %ige H2SO4 gefunden (um sich in der Tabelle zurechtzufinden: 96 %ige Schwefelsäure hat bei 15 °C eine Dichte von ca. 1,84 g/ml, 80%ige Schwefelsäure eine Dichte von ca. 1,73 g/ml).

Daher nehme ich an, dass Schwefelsäure bis 96% H2SO4 bei kalter Witterung einfrieren kann und vor dem Entladen wieder aufgeschmolzen werden muss. Ein HO-Modell, dass diesem Kesselwagen sehr ähnlich sieht, gab es bei Prefo, dann bei Sachsenmodelle, später Tillig.

Die "Norddeutsche Affinerie" war ein großer Kupferhersteller mit Firmensitz in Hamburg. Ich vermute, dass die Schwefelsäure beim Verhütten ("Rösten") der sulfidischen Kupfererze als Nebenprodukt anfiel und an die chemische Industrie verkauft wurde.


viele Grüße
Stefan Walter



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.19 10:06.

Re: Bildlink. DB 579 872P in Dänemark

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 22.03.19 08:22

Stefan Walter schrieb:
Daher nehme ich an, dass Schwefelsäure bis 96
Die "Norddeutsche Affinerie" war ein großer Kupferhersteller mit Firmensitz in Hamburg.
Das ist sie heute noch, heißt jetzt „Aurubis“ - ohne bescheuertes, international überall gleich unverständliches Kunstwort geht es heute offenbar nicht mehr.

Lustiges Detail: das unsichtbare „e“. Hat da jemand nachgeholfen ? „Norddeutsche Affineri“ sieht gleich viel dänischer aus :-)

Gruß,
Schlußscheibe