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? 4-achsige Kesselwagen mit HG 120 km / h?

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 18.02.19 14:20

Frage an die Güterwagenfreunde,
Gibt es 4-achsige Kesselwagen, die im beladenen Zustand mit 120 km / h fahren dürfen ?

Danke für eine Info

Wagen-Micha



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.02.19 14:21.

Re: ? 4-achsige Kesselwagen mit HG 120 km / h?

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 18.02.19 15:41

Ich kenne spontan keine. Allein das Gesamtgewicht eines beladenen Kesselwagenzuges verhindert das in der Regel, denn Bremsstellung G und 120 km/h zusammen, ergeben utopische Werte. Leer fahren wir auch keine 120 mehr, da Kunststoffsohlen...

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: ? 4-achsige Kesselwagen mit HG 120 km / h?

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 19.02.19 08:02

Matthias Muschke schrieb:
Ich kenne spontan keine. Allein das Gesamtgewicht eines beladenen Kesselwagenzuges verhindert das in der Regel, denn Bremsstellung G und 120 km/h zusammen, ergeben utopische Werte. Leer fahren wir auch keine 120 mehr, da Kunststoffsohlen...

MfG
Moin,

das ist alles betrieblich / wirtschaftlich begründet, manche Halter löschen wegen der LL-Sohle die 120/0,0-Zeile und die Sternchen, andere nicht. Das Argument mit den beladenen Zügen kann ich nachvollziehen, dazu kommt dass bei Kesselwagen oft keine GP-A verbaut ist - aber leer geht es dann auch nicht mehr, ebenso wenn der Wagen die Bremshundertstel für 120 gar nicht aufbringen muss.

Hintergrund sind vermutlich die Anforderungen an die verwendeten Radsätze, die sind etwas strenger, sobald der Waggon 120 fahren soll. Das kostet Geld, das man sparen kann, indem man maximal 100 fährt.

Technisch wäre es auch möglich, Verbundstoffsohlen mit 72t Bremsgewicht zu fahren, dann stimmt auch die Bremsleistung für 120 km/h, erfordert aber GP-A und den Einbau von (teuren) Knickventilen.

Gruß,
Schlußscheibe



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.19 08:08.

Re: ? 4-achsige Kesselwagen mit HG 120 km / h?

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 19.02.19 08:31

Hallo,

Bei einigen EVU gibt es eine interne Weisung das ab der ersten Kunststoffsohle im Zug nur noch 100 km/h gefahren werden darf - egal was dran steht... Darauf bezog sich der letzte Satz. Letztendlich ist es doch egal wie schnell du dich oberhalb von 80 km/h bewegst, schnelleres fahren zieht meist nur längeres Stehen nach sich.

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: ? 4-achsige Kesselwagen mit HG 120 km / h?

geschrieben von: 155Treiber

Datum: 19.02.19 11:10

Schlußscheibe schrieb:
Moin,

das ist alles betrieblich / wirtschaftlich begründet, manche Halter löschen wegen der LL-Sohle die 120/0,0-Zeile und die Sternchen, andere nicht. Das Argument mit den beladenen Zügen kann ich nachvollziehen, dazu kommt dass bei Kesselwagen oft keine GP-A verbaut ist - aber leer geht es dann auch nicht mehr, ebenso wenn der Wagen die Bremshundertstel für 120 gar nicht aufbringen muss.

Hintergrund sind vermutlich die Anforderungen an die verwendeten Radsätze, die sind etwas strenger, sobald der Waggon 120 fahren soll. Das kostet Geld, das man sparen kann, indem man maximal 100 fährt.

Technisch wäre es auch möglich, Verbundstoffsohlen mit 72t Bremsgewicht zu fahren, dann stimmt auch die Bremsleistung für 120 km/h, erfordert aber GP-A und den Einbau von (teuren) Knickventilen.

Gruß,
Schlußscheibe
Wobei man bei Zügen 100 km/h völlig ausreichend ist.
Das Kesselwagen keine Automatische Lastabbremsung haben, liegt in der Natur der Dinge, da Kesselwagen meist voll beladen (je nach Streckenklasse) und dann leer unterwegs sind.
Da ist eine "mechanischer" Lastwechsel eben ausreichend zweckmäßig. Bei neueren Kesselwagen steuert man ja nur ein verstellbares Druckventil über den Lastbremshebel an, was die Bremsausrüstung vereinfacht und einige Kilos mehr an Beladung erreicht wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.19 11:10.

Re: ? 4-achsige Kesselwagen mit HG 120 km / h?

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 25.02.19 08:40

Zitat:
Das Kesselwagen keine Automatische Lastabbremsung haben, liegt in der Natur der Dinge, da Kesselwagen meist voll beladen (je nach Streckenklasse) und dann leer unterwegs sind.
Da ist eine "mechanischer" Lastwechsel eben ausreichend zweckmäßig. Bei neueren Kesselwagen steuert man ja nur ein verstellbares Druckventil über den Lastbremshebel an, was die Bremsausrüstung vereinfacht und einige Kilos mehr an Beladung erreicht wird.
Moin, genau deshalb (voll beladen) könnte ein Ganzzug Kesselwagen technisch nur selten 120 fahren - das Bremsgewicht reicht dann so oder so nicht aus, denn selbst die 72t Bremsgewicht genügen nicht für D-Last bei 120km/h.

Bei Wagen mit Y25-Drehgestell gibt es keinen Wiegehebel mehr; das Wiegeventil liegt oberhalb einer der äußeren Federn.

Gewichtsersparnis sehe ich weniger. Natürlich hat GP-A Vorteile (Handling, immer passende Bremsleistung, hoffentlich weniger Folgeschäden), aber sie kostet auch mehr in Anschaffung und Wartung (zusätzliche Verrohrung und Schläuche, Relaisventile, Wiegeventile). Bei Kesselwagen ist die Ladung ja meist gleichmäßig verteilt, daher reicht dort auch ein einzelnes Wiegeventil.

Gruß,Schlußscheibe