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Moderatoren: allgäubahn - MWF
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Dieses Jahr ging es im Januar wieder mal nach Ungarn. Selbstverständlich wie immer mit dem Zug. Die Hinfahrt erfolgte mit dem metropol, der wieder mit einer neuen Linienführung von Berlin nach Budapest fährt. Der Name "metropol" kommt von der ursprünglichen Fahrtstrecke des Zuges, welche von Metropole zu Metropole durch weitere Metropolen führt. Von Berlin über Prag und Bratislava fuhr der Nachtzug nach Budapest und verbindet europäische Metropolen. Seit Fahrplanwechsel führt die Fahrtstrecke von Berlin über Frankfurt/Oder und weiter über Polen nach Tschechien und weiter über die Slowakei nach Ungarn. Den Name "metropol" trägt der ungarische Zug weiterhin. Auch wenn einigen Eisenbahnfans der Name für den Zug nicht gefällt, vergibt die ungarische Bahn MAV START den Namen an diesen Zug. Startbahnhof ist Berlin Charlottenburg, wo der Zug aus drei Zugteilen besteht. Die Zuglok ist ein moderner Taurus der PKP. Drei Waggons inclusive Schlafwagen, kommen von der PKP INTERCITY, am Zuganfang. In der Zugmitte sind drei Waggons aus Ungarn und am Zugende drei Waggons der ÖBB nightjet. Die MAV START (ungarische Bahn) setzt ein eigenen 1. Klasse Abteilsitzwagen ein, der zum 2. Klasse Wagen degradiert wurde und zwei Waggons vom slowakischen Waggonvermieter Waggon Travel Service. Davon ein Bcmh Liegewagen ex Deutschland und ein WLABmee Görlitzer Schlafwagen Osteuropa. Allerdings ohne Dusche. Bewirtschaftet werden die ungarischen Waggons von der MAV Nostalgie. Unser Schlafwagenschaffner ist ein Pensionär, der zuvor 30 Jahre bei der MAV als Schlafwagenschaffner unterwegs war und sich heute nebenbei zu seiner Rente etwas dazuverdient. Leider waren nur 5 Abteile im Schlafwagen gebucht. Der Service ist besser als bei der MAV Utasellato, die sonst ungarische Nachtzüge betreibt. Ein Imbiss und Getränke gibt es käuflich zu erwerben. Der Schlafwagen ist sehr sauber und gut gepflegt, sowie optisch modernisiert vom Waggonvermieter. Laut Auskunft unseres Schlafwagenschaffner handelt es sich um ein Leasinggeschäft der ungarischen Bahn, die zunächst für ein Jahr mehrere Waggons geleast hat und für die Wartung verantwortlich ist. Die Fahrt ist sehr angenehm und verläuft sehr ruhig. Am nächsten morgen wird uns ein für Schlafwagen üppiges Frühstück serviert, unter anderem mit ungarischer Salami und Käse. Eine Reise in diesem Nachtzug kann ich jedem von euch wärmstens empfehlen.

Ankunft war am 10.01.2019 in Budapest. Auf Grund eines ausgefallenen MAV START Schlafwagen, hat die MAV entschieden unseren Schlafwagen nicht planmäßig im Zug nach Berlin zu belassen und an die MAV START zurückzugeben, da im Nachtzug "Wiener Walzer" dringender ein Schlafwagen gebraucht wird. Es bleibt zu vermuten das die Rückleistung Budapest-Berlin ohne Schlafwagen gefahren wurde. Der Nachtzug Wiener Walzer fährt von Budapest über Wien nach Zürich.

Ungarn haben wir nur kurz bereist. Mit einem InterCity von Budapest nach Szeged in Y Abteilwaagen, leicht modernisiert. Ein Gegenzug InterCity führte ein Halberstädter Wagen mit. Bei der Rückfahrt am nächsten Tag waren alle InterCity auf der Strecke, die wir gesehen haben, mit Abteilwagen ausgestattet. Ausnahme die 1. Klasse Waggons.

Eine Zugreise um den Balaton mit Eilzügen und einem Regionalzug, haben wir auch gemacht. Die Eilzüge bestehen ausschliesslich aus Halberstädter Waggons. Der Regionalzug aus Büchsen. Gesehen haben wir auch Taigatrommeln Dieselloks und mehrere DESIRO.

Für unsere Rückfahrt nach Deutschland haben wir den EN Kalman Imre ausgesucht. Kalman Imre war ein ungarischer Komponist, nach dem der Zug benannt wurde. Unser Zug besteht bei Abfahrt in Budapest aus der Zuglok, welche die ÖBB mit einem Taurus stellt. Der Zuganfang ist der ungarische Schlafwagen aus spanischer Produktion, ein ungarischer Liegewagen, ein ungarischer 2. Klasse Abteilsitzwagen, ein ungarischen modernisierten Großraumwagen und dem Zürcher Zugteil der ebenfalls aus ungarischen Waggons besteht. Einem 2. Klasse Abteilwagen, Liegewagen und Schlafwagen.

Bei Ankunft in München heute morgen bestand der Zug aus nur vier ungarischen Waggons. Zuglok war eine Lok der Baureihe 120.

Mit dem "alten" metropol, dem Tagzug "metropolitrain" und dem Nachtzug "Kalman Imre" bin ich in den vergangenen Jahren sehr oft gefahren und schätze die umsteigefreien Züge aus Deutschland sehr. Persönlich schätze ich die spanischen Schlafwagen mit der Laufruhe und den großzügigen Schlafwagenabteilen. Auf der anderen Seite ist die Fahrzeit Budapest-München etwas kurz. Deutlich angenehmer ist die Fahrzeit von Berlin nach Budapest. Allerdings kann ich von der Belegung der oberen Betten in den Schlafwagen der Bauart WLABmee nur abraten, da diese deutlich kürzer sind als ander Betten. Da wir zu zweit unterwegs waren, hatten wir das Problem nicht.
Hallo,

der Stammzug Budapest - Breclav bzw. Breclav - Budapest trägt den Namen METROPOL, siehe hier [www.cd.cz], aber nicht die Kurswagen nach Berlin. Daher ist deine Beschreibung flasch und daher gefällt es vielen auch nicht. Die MAV selbst bezeichnet die Kurswagen als Nightjet als Kurzwagen am EN Metropol bis Breclav.


Gruss


Edit: Link zum Fahrtverlauf EN Metropol



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.19 20:42.
westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Der Name "metropol" kommt von der ursprünglichen Fahrtstrecke des Zuges, welche von Metropole zu Metropole durch weitere Metropolen führt.
Die Vermutung für Namensursprung hinkt, diese Name wurde in Budapest und auch in Berlin durch etlichen Institutionen (Hotels, in Berlin vielleicht sogar ein Theater) getragen...


westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Davon ein Bcmh Liegewagen ex Deutschland und ein WLABmee Görlitzer Schlafwagen Osteuropa.
Bcmh... da hätte doch Bvcmz fahren müssen...

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Ein Imbiss und Getränke gibt es käuflich zu erwerben.
Nichts welterschütterndes dabei, das gibt's auch in anderen ungarischen Nachtzügen, nur Angebot ist bescheidener.


westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Laut Auskunft unseres Schlafwagenschaffner handelt es sich um ein Leasinggeschäft der ungarischen Bahn, die zunächst für ein Jahr mehrere Waggons geleast hat und für die Wartung verantwortlich ist.
Es wird nichts geleast, Wagen werden nur angemietet, und von Vermieter gewartet.

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Auf Grund eines ausgefallenen MAV START Schlafwagen, hat die MAV entschieden unseren Schlafwagen nicht planmäßig im Zug nach Berlin zu belassen und an die MAV START zurückzugeben, da im Nachtzug "Wiener Walzer" dringender ein Schlafwagen gebraucht wird. Es bleibt zu vermuten das die Rückleistung Budapest-Berlin ohne Schlafwagen gefahren wurde.
WSBA-Schlafwagen fahren nicht nach Zürich, auch nicht wenn die CAF's ausfallen. Die Verfügbarkeit aller Nachtwagen ist durchaus mies. Und MÁV hat damit nichts zu tun, einziges Personenverkehr, was sie machen, ist die Kindereisenbahn in Budapest...

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Für unsere Rückfahrt nach Deutschland haben wir den EN Kalman Imre ausgesucht. Kalman Imre war ein ungarischer Komponist, nach dem der Zug benannt wurde. Unser Zug besteht bei Abfahrt in Budapest aus der Zuglok, welche die ÖBB mit einem Taurus stellt. Der Zuganfang ist der ungarische Schlafwagen aus spanischer Produktion, ein ungarischer Liegewagen, ein ungarischer 2. Klasse Abteilsitzwagen, ein ungarischen modernisierten Großraumwagen
Letzterer müßte eigentlich einer der ersten zwei "IC+"-Wagen sein.

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Deutlich angenehmer ist die Fahrzeit von Berlin nach Budapest.
Abfahrt schon um 18 Uhr ist alles als angenehm...
no-night schrieb:
westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Der Name "metropol" kommt von der ursprünglichen Fahrtstrecke des Zuges, welche von Metropole zu Metropole durch weitere Metropolen führt.
Die Vermutung für Namensursprung hinkt, diese Name wurde in Budapest und auch in Berlin durch etlichen Institutionen (Hotels, in Berlin vielleicht sogar ein Theater) getragen...


westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Davon ein Bcmh Liegewagen ex Deutschland und ein WLABmee Görlitzer Schlafwagen Osteuropa.
Bcmh... da hätte doch Bvcmz fahren müssen...

Im Einsatz war der Bcmh 51 56 06-70 510-9

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Ein Imbiss und Getränke gibt es käuflich zu erwerben.
Nichts welterschütterndes dabei, das gibt's auch in anderen ungarischen Nachtzügen, nur Angebot ist bescheidener.

Genau das wollte ich zum Ausdruck bringen. Das bessere Angebot.

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Laut Auskunft unseres Schlafwagenschaffner handelt es sich um ein Leasinggeschäft der ungarischen Bahn, die zunächst für ein Jahr mehrere Waggons geleast hat und für die Wartung verantwortlich ist.
Es wird nichts geleast, Wagen werden nur angemietet, und von Vermieter gewartet.

Von der MAV habe ich ebenfalls die Aussage das diese auch die Schlafwagen wartet. Insofern passt das mit deiner Aussage nicht überein.

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Auf Grund eines ausgefallenen MAV START Schlafwagen, hat die MAV entschieden unseren Schlafwagen nicht planmäßig im Zug nach Berlin zu belassen und an die MAV START zurückzugeben, da im Nachtzug "Wiener Walzer" dringender ein Schlafwagen gebraucht wird. Es bleibt zu vermuten das die Rückleistung Budapest-Berlin ohne Schlafwagen gefahren wurde.
WSBA-Schlafwagen fahren nicht nach Zürich, auch nicht wenn die CAF's ausfallen. Die Verfügbarkeit aller Nachtwagen ist durchaus mies. Und MÁV hat damit nichts zu tun, einziges Personenverkehr, was sie machen, ist die Kindereisenbahn in Budapest...

Diesbezüglich habe ich von der MAV schriftlich das der Schlafwagen vom metropol, nicht nach Berlin zurück, sondern als CAF Ersatz im Wiener Walzer eingereiht wurde. Und der Wiener Walzer bedient den Laufweg Budapest-Zürich.

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Für unsere Rückfahrt nach Deutschland haben wir den EN Kalman Imre ausgesucht. Kalman Imre war ein ungarischer Komponist, nach dem der Zug benannt wurde. Unser Zug besteht bei Abfahrt in Budapest aus der Zuglok, welche die ÖBB mit einem Taurus stellt. Der Zuganfang ist der ungarische Schlafwagen aus spanischer Produktion, ein ungarischer Liegewagen, ein ungarischer 2. Klasse Abteilsitzwagen, ein ungarischen modernisierten Großraumwagen
Letzterer müßte eigentlich einer der ersten zwei "IC+"-Wagen sein.



westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Zitat:
Deutlich angenehmer ist die Fahrzeit von Berlin nach Budapest.
Abfahrt schon um 18 Uhr ist alles als angenehm...