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Moderatoren: allgäubahn - MWF
Hallo,

wieder lauter Fragen.........
Beispielfoto im Link (Wagen hinter der 01.5 im ersten Bild)

1) Ab wann wurden die Donnerbüchsen teilmodernisiert, also neue Seitenwände und Fenster?

Ich habe nur Fotos aus mit Epoche 4 Beschriftung, allerdings deutet das Beschriftungsfeld oft auf eine Neubeschriftung hin, könnte also vorher Epoche 3 gewesen sein? In einem altem ME hatte ich auch was gelesen von Vorläufer für die Rekowagen.........

2) Wurde immer ein Toilettenfenster durch ein normales (gegebenenfalls grosses) Fester ersetzt? Falls ja, dann: warum mal die eine, mal die andere Wagenseite?
Oder gab es Wagen, die beide Toiletten behielten?
Habe Fotos, wo jede Seite mit Toilettenfenster modernisiert ist. Allerdings stammen die selten vom gleichen Wagen. Und Fotos, wo eine Seite neu keine Toilette mehr hat, die andere aber schon noch.

3) Ich nehme an die Fensterbreite hast sich nicht geändert, zumindest dort nicht wo ein Schiebefenster nur durch ein neues Klappfenster ersetzt wurde?

4) Gibt es ein vielleicht Buch / Zeitschrift, wo dies beschrieben wäre? Oder eine Übersicht welche Donnerbüchsen wie modernisiert wurden?

OT Ergänzug:
Ich bilde mir ein, mal ein Foto eines MCi43 mit Reko/Mod-Fenstern (also die mit "runden Ecken") gesehen zu haben, aber wie es so ist, wenn man es braucht findet man es aber nicht mehr. Gab es sowas oder trügt meine Erinnerung?

Danke für Infos.

Gruss
Ralf




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.18 22:38.

Re: Fragen zu "Mod" Donnerbüchsen bei DR (DDR)

geschrieben von: nk63

Datum: 16.11.18 21:19

Schau mal hier. Hier und in den anderen Beiträgen sind die Reko 2- und 3-Achser beschrieben.

[www.drehscheibe-online.de]

Re: Fragen zu "Mod" Donnerbüchsen bei DR (DDR)

geschrieben von: gsa

Datum: 16.11.18 22:29

Hallo,

zu den Thema gibt es nach meiner Kenntnis keine Literatur, von zwei Skizzen im GN Wagenarchiv (Bi-29) abgesehen. Auch in den Fachzeitschriften wurde das Thema nicht behandelt. Die Umbauten erfolgten nach Bedarf und Verfügbarkeit von Materialien und Bauteilen. Fotos auswerten ist der gängige Weg. Daran gemessen war die Anzahl solcher Umbauten gering und der Zeitpunkt lässt sich nicht genau eingrenzen.

gsa

Re: Fragen zu "Mod" Donnerbüchsen bei DR (DDR)

geschrieben von: tuswa

Datum: 17.11.18 10:01

Hallo,

Ich kenne die Wagen nur von Bildern in mehreren Publikationen, deshalb kann ich nur wenig beitragen. Also nur was mir auf den Bildern aufgefallen ist.

Die meisten modernisierten Donnerbüchsen die man auf den Bildern findet sind ehemalige Bi-29, also mit geschlossenen Bühnen.
Man findet Wagen mit 5 1/2 und mit 6 Fenstern. Ob das Halfabteil ein WC oder Sitzabteil kann ich nicht beantworten.
Bei den Wagen mit 6 Ganzfenstern müssten also die ganze Wände neu gemacht werden.
Manchmal sieht man noch den Rahmen mit den Befestigungsknoten, bei den meisten Wagen war er aber verkleidet.

Bilder von Donnerbüchsen mit offenen Bühnen findet man weniger, die Wagen haben 6 1/2 Fenster mit dem Halbfenster in der Wagenmitte, also wahrscheinlich ehemalige Ci.
Ob BCi oder Di (ex 4. Klasse) auch modernisiert wurden weiss ich nicht. Jedenfalls ist mir kein Bild bekannt.

Ein Bild eines MCi mit abgerunden Fenstern findet man ua. im Buch "Sputnik, Dampf und fliegender Kramer". Die Fenster sind allerdings kein Mod- oder Rekofenster, sondern Fallfenster in Metallrahmen, wie bei den nicht-modernisierten Donnerbüchsen. Wahrscheinlich ein Sonderumbau, eventuell stammen die Fenster aus Restbeständen (?).

Hoffentlich hat es dir einiges geholfen.

MfG,
Tuswa.

Re: Fragen zu "Mod" Donnerbüchsen bei DR (DDR)

geschrieben von: kartusche

Datum: 19.11.18 07:56

Schade, für mich keine neuen Erkenntnisse. Trotzdem danke.

Diesen MCi meinte ich nicht, sondern schon einen mit richtigen Reko/Mod-Fenstern.......

Auch habe ich ein Bild mit einer Donnerbüchse mit offenen Bühnen, die 6 grosse Reko/Mod-Fenster hat! Leider wieder kein Bild der anderen Wagenseite...............

Gruss
Ralf

Re: Fragen zu "Mod" Donnerbüchsen bei DR (DDR)

geschrieben von: 600mm

Datum: 19.11.18 16:33

kartusche schrieb:
Auch habe ich ein Bild mit einer Donnerbüchse mit offenen Bühnen, die 6 grosse Reko/Mod-Fenster hat!
Auch ich habe eins. 1993 aufgenommen in Fredersdorf. Der Wagen hat sicher noch in anderer Verwertung einen Nutzen gehabt. Beschriftet war er noch als Personenwagen mit der Gattung Baai. Die Wagennummer wurde natürlich nicht notiert. Eindeutig ist auch nur die Selbstkontrollziffer auszumachen. Eine -0.
ugughgvguf.jpg

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteressen des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -
Hallo,

nachfolgend kein gesichertes Wissen, sondern Beobachtungen zu den vorhandenen Daten und Fotos:
"Vorläufer für die Rekowagen......... " ist eher unwahrscheinlich.
Innerhalb der Stammnummer 342 gab es die Wagen ab 342-401ff als Ersatzinvestition / Generalreparatur (vor 1958). Diese behielten nach Fotos (mindestens teilweise) ihre alten rechteckigen Fenster. Die Wagen mit den Rekofenstern sind zufällig über alle Ordnungsnummern der Stammnummer 342 verteilt. Das deutet auf einen Umbau nach 1958 hin, kann aber somit vor der Zuordnung der EDV-Nummern stattgefunden haben. In die echte Reko gingen vor allem Wagen mit Holzaufbau ein. Bei den Bi und Ci der Stahlbauart waren sicher zuerst die Fächer unter den Fenstern korrodiert und evtl. die Sitze verschlissen. Das konnte auch mit einer "Spar-Reko" behoben werden.
Bei den Wagen mit offenen Perrons ist die Fensterteilung fast eindeutig. Sieben breite Fenster habe ich dort noch nie gesehen und die passten wohl auch kaum. Dort gibt es i.d.R. nur die Teilung drei Vollabteile, 1 Halbabteil bzw. Abort und wieder drei Vollabteile. Es gibt dort zwei Fensterbreiten für die Abteile. Wie weit die schmalen Fenster auch in Reisezugwagen der Epoche III zum Einsatz kamen, ist unsicher. Der Übergang zu den Bahndienstwagen ist hier recht fliessend. Ein abweichendes Foto stammt vermutlich von einem Bi-21 und zeigt eine Seitenwand wie bei den Bi-29.
Bei den Bi 29 sind die Spar-Rekos und die späteren Bauzugwagen dagegen wohl klar getrennt, denn die Bauzugwagen hatten eine völlig andere Lage der Fenster bezogen auf die Stützprofile.

MfG
gsa

Re: Ci mit 6 Rekofenstern

geschrieben von: kartusche

Datum: 19.11.18 22:25

Also ich meine dieses Bild.
Link
Passt ja auch nicht ganz zu den letzen 2 Infos (danke dafür)...........also eine weitere Variante?

Gruss
Ralf




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.18 09:53.

Re: Ci mit 6 Rekofenstern

geschrieben von: gsa

Datum: 20.11.18 22:54

Hallo

mal eine relativ konkrete Angabe, bevor ich weiter spekuliere:
Modelleisenbahner 3/1974 S. 84
Foto der Abortseite eines modernisierten ex Bi-29 auf Usedom. Laut Text sind die Bleche bis UK der Längsträger heruntergezogen. Auf dem Foto eher nur zu vermuten (schlechte Druckqualität). Dafür sieht man, dass der Bereich unten schwarz abgesetzt ist. Wagennummer ist 505024-26344-8. Laut Tabelle im Beitrag hat der Wagen 44 Sitzplätze, also 4 mehr als der Bi-29. Das geht mit diesen Rohrbänken nur, wenn auf der Gegenseite des Aborts ein Halbabteil liegt. Daraus und aus dem Abstand des Abortfensters zu den Nachbarfenstern schließe ich, dass die Gegenseite 6 gleichverteilte Fenster hatte. Das der äußerlich unveränderte Bi-29 daneben gleich 48 Plätze hat, geht auch in Ordnung. Der erhielt mal eine Generalreparatur und wurde kurzzeitig Ci.

Zum im Vorbeitrag gezeigten Link (Achtung, wieder viel Vermutung, Diskussionsgrundlage):
Mit der nur einen Variante bei den offenen Bühnen war ich etwas voreilig und auch ob es sich bei meiner genannten Ausnahme um einen Bi-21 handelte, ist unsicher.
Es gab Ci und CDi mit Aborten in der Mitte und BCi, bei denen war eine Wagenhälfte bis auf die offene Bühne dem Bi-29 ähnlich.
Offensichtlich gab es eine Art (kleines) Umbauprogramm mit im Prinzip einheitlichen Seitenwänden, welches aber einer Entwicklung unterlag.
Variante A: Bi-29 und evtl. auch Ci mit nicht versetzten senkrechten Profilen. Für Bi-29 bedeutet dies die beidseitige Beibehaltung des schmalen Abortfensters (ob dahinter ein Abort war, bleibt offen, vielleicht auch eine Bank mit 2 Plätzen).
Für die Ci folgt daraus schmale Fenster.
Varianten B: Wagen mit versetzten senkrechten Profilen
für ex Ci und CDi:
3-A-3 (beidseitig, bis UK Längsträger oder bis OK Längsträger, Fensterbreite 1m / 0,55m),
für ex Bi und BCi:
2-A-3 oder 3-A-2 (einseitig, bis UK Längsträger oder bis OK Längsträger, Fensterbreite 1m / 0,55m) und
6 (andere Seite, bis UK Längsträger oder bis OK Längsträger, Fensterbreite 1m).
Die Aborte der Bi-29 hatten eine Waschgelegenheit und waren ausreichend groß. Hätte man die beide beibehalten wollen, wäre das aufwendige Versetzen der Stützen nicht notwendig gewesen. Die vier zusätzlichen Plätze waren aber offensichtlich interessant.
Totalumbauten anderer Spenderwagen sind durchaus auch möglich. Die Zuordnung zu den Ausgangsbauarten ist reine Vermutung, weil gut passend.

Die Reihenfolge der Varianten ist völlig offen. Ich bleibe aber dabei, dass die Umbauten nach 1958 erfolgten. Die Bänke musste es ja auch erst einmal geben. Persönlich glaube ich eher an eine Resteverwertung aus dem Rekoprogramm (evtl. eine Art Neuerervorschlag), also so Mitte der 60iger Jahre. Sonst wäre das bestimmt in der Fachliteratur hervorgehoben worden.

Nun kann man bei diversen Bi-29-Fotos raten, welche Variante das ist.
Habe ich jetzt ohne Beachtung der Bauzugwagen noch eine Variante vergessen?

MfG
gsa

Danke sehr! (o.w.T)

geschrieben von: kartusche

Datum: 21.11.18 23:19

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruss
Ralf