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Angemeldet: -

Re: Abteilwagen sind Abteilwagen.

geschrieben von: nozomi07

Datum: 25.04.18 11:49

Thomas ABm223 schrieb:
Richtig, EinheitsELlok muss es heißen. Also Altbauloks sind doch wirklich etwas anderes. Oder ob irgendwann die TRAX Loks auch als Altbauloks bezeichnet werden? Wie gesagt, ist der Begriff Altbauloks EIGENTLICH nicht auf beliebige, alternde Lokomotivgenerationen übertragbar.
Gruß
Thomas
Klar, in 50 Jahren ist ein TRAXX eine Altbaulok. Wer legt fest, welcher Begriff auf was übertragen werden darf - wir sagen beim Auto ja auch Coupé oder Limousine, obwohl das eiegnetlich Pferdekutschen-Bezeichnugnen waren. Begriffe übertragen ist doch geradezu typisch für Sprachentwicklung.

Abteilwagen sind nicht gleich Abteilwagen.

geschrieben von: MSS

Datum: 25.04.18 12:44

Aus wiki:
"Als Abteilwagen werden zwei verschiedene Grundbauarten von Personenwagen der Eisenbahn bezeichnet.
(1) Ursprünglich waren Abteilwagen Reisezugwagen, bei denen mehrere voneinander getrennte Abteile mit jeweils eigenen, auf der Wagenlängsseite angeordneten Einstiegstüren in einem gemeinsamen Wagenkasten angeordnet waren. Abteilwagen dieser Bauart waren früher in fast ganz Europa verbreitet und wurden bis in die 1960er-Jahre eingesetzt. Das Gegenstück dazu bildeten die von Edmund Heusinger von Waldegg entwickelten Durchgangswagen mit einem Durchgang seitlich oder in der Mitte des Wagens und gesonderten Einstiegsbereichen.
(2) Nach Ausmusterung der Abteilwagen dieser Bauart wird seit den 1970er-Jahren der Begriff Abteilwagen zumeist als Synonym für den klassischen D-Zug-Wagen, also Durchgangswagen, mit geschützten Wagenübergängen, Seitengang und durch Zwischenwände separierte Abteile mit gegenüberliegenden Sitzen verwendet, der genauer, aber seltener auch Seitengangwagen genannt wird."

Die zeiten, als ein Abteilwagen immer ein Wagen mit einstieg für jeder Abteil und ohne Seitengang waren sind vorbei.

Wir schreibt jetzt 2018. Es ist schon mehr als ein halbes jahrhundert vergangen seit die letzten Wagen der ur-Bauform ausgemustert wurde.
Die meisten leute kennt der Bauform einfach nicht.

Nicht Eisenbahn-interessierten unterschiedet nur zwischen Abteilwagen (mit seitengang) und Grossraumwagen.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg

Re: Abteilwagen sind Abteilwagen.

geschrieben von: Thomas ABm223

Datum: 25.04.18 15:02

Ich wiederhole mich ungern, in dem ich wiederhole das "Altbauloks" ein fest definierter Begriff für die erste Generation der von der DR beschafften Elektrolokomotiven ist. "Vorkriegsloks" wäre sicherlich eindeutiger definiert. Hat man hiervon jedoch keine Kenntnis, lässt sich die Bezeichnung als kennzeichnend für beliebige alternde Lokomotiven verwenden. In dieser Weise, daß sich der Teil "Alt..." auf die Eigenschaft einer Lokomotive bezieht. Für den wissenden Eisenbahner/Eisenbahnliebhaber ist diese extrem oberflächliche Betrachtung natürlich falsch.
Zusätzlich frage ich mich, weshalb man eine LokomotivGeneration, für welche bereits der Ausdruck Einheitselloks existiert krampfhaft umbenennen muss?
Gruß
Thomas

Re: Abteilwagen sind Abteilwagen.

geschrieben von: apfelpfeil

Datum: 25.04.18 18:20

Ein Abteilwagen ist ein Wagen mit Abteilen.

Und Abteile hat der "hundert-Türen-Wagen" genauso wie der D-Zug-Wagen mit Seitengang!
(Natürlich haben die konstruktive Unterschiede. Wenn es die herauszustellen gilt ist aber "Abteilwagen" vielleicht nicht der geschickteste Begriff ihn dafür herzunehmen, weil er ja die Unterschiede nun gerade nicht wiedergibt, sondern im Gegenteil: die Gemeinsamkeiten!)

Ich sehe auch nicht dass irgendwo eine "krampfhafte" Umbenennung stattgefunden hätte. "Einheitselloks" hat als Begriff ja nicht aufgehört zu existieren und keiner will den auslöschen. Nein, Sprache entwickelt sich einfach auch weiter, und junge Generationen haben auch seit jeher immer wieder andere Begriffe geprägt, wenn auch früher deutlich seltener und langsamer als heute. Das ist aber nicht "krampfhaft", sondern der natürliche Lauf der Dinge. Was einmal neu war, wird irgendwann alt. So werden auch "Neubauloks" im Lauf der Zeit zu "Altbauloks" im eigentlichen Wortsinn.

Es ist aber geradezu ein Merkmal des digitalen Zeitalters von heute, dass es nahezu keine unverrückbaren Felsen mehr in der Brandung gibt, alles ist zunehmend im Fluss und dem Wandel unterlegen. Ausdrücklich auch die Begriffswelten. Die jungen haben damit offensichtlich kaum ein Problem, sie sind es gewohnt damit umzugehen. Wer damit ein Problem hat, der gehört im Umkehrschluss folglich einer zunehmend alternden Generation an... dem geht die heute vielgepriesene Flexibilität nämlich eindeutig ab, die dafür notwendig wäre.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß, Victor

NL
Ganz einfach: Bis es auch der verbohrteste Ignorant kapiert ;-)

Re: Abteilwagen sind Abteilwagen.

geschrieben von: nozomi07

Datum: 25.04.18 22:26

Thomas ABm223 schrieb:
Ich wiederhole mich ungern, in dem ich wiederhole das "Altbauloks" ein fest definierter Begriff für die erste Generation der von der DR beschafften Elektrolokomotiven ist.
"Fest definiert", soso. In meinem Duden stehts nicht. Oder gibts da eine DIN -Norm?

Du siehst doch, dass es für "Altbau" sehr viele Auffassungen gibt. Ich kenne das im Bauwesen genauso: Die Plattenbauten in der DDR werden von manchen Leuten "Neubau" genannt - weil sie damals unter diesem Namen erschienen. Und andere nennen sie "Altbau". Beide Begriffe findest du auch in Immobilien-Prospekten - für die gleiche Gebäudeart.

Ich bleibe dabei: Loks, die technologisch veraltet sind - also vor der Drehstrom- und Umrichtertechnik - nenne ich Altbauloks. Und da bin ich keineswegs allein.
So direkt auf den Punkt wollte ich es jetzt auch nicht bringen... ;-)

Wenn verschiedene Anhänger der "jungen Generation" meinen, das Rad neu erfinden zu müssen, alles und sämtliches in Frage zu stellen, umzustoßen und neu definieren zu können, dabei noch anmaßend und frech werden zu müssen -sollen sie doch in ihrer "im Fluß befindlichen", schnellvergänglichen Plastikwelt leben. Für gewöhnlich fließt man mit solcher Einstellung aber auch ganz schnell den Bach runter...
Mal schauen ob man nicht doch froh ist, sich dann an einen "unumstößlichen Felsen" klammern zu können?
Ich habe altgedienten Arbeitskollegen gern zugehört und all das Wissen, die Erfahrung, garniert mit netten Geschichten und Erlebnissen aus vielen Jahrzehnten Eisenbahnerlebens aufgesogen.
So hörte ich auch vom "roten Elch" wie die V200 in den 50ern gern genannt wurde. Farbe und Motorsound mögen hier namensprägend gewesen sein.

Nun, heute gibt es viele rote Lokomotiven, die auch teilweise etwas röhren, oder brummen, oder surren -da könnte man geneigt sein, diese sämtlich auch als rote Elche zu betiteln? Warum denn nicht, sie sind doch rot und der alte rote Elch ist tot...!
Aber wovon rede ich...
Ob irgendwelche Pimpfe überhaupt mitreden können, wenn es um das Thema Eisenbahn geht? Nicht oberflächlich und "im Fluß" betrachtet, sondern mit Tiefgang, Sachkenntnis, Erfahrung und Herzblut? So langsam kommen mir ernsthafte Zweifel.


Gruss
Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.04.18 23:21.

roter Elch?

geschrieben von: tbk

Datum: 26.04.18 19:31

Thomas ABm223 schrieb:

So hörte ich auch vom "roten Elch" wie die V200 in den 50ern gern genannt wurde. Farbe und Motorsound mögen hier namensprägend gewesen sein.

Und ich dachte, "roter Elch" sei eine erfindung aus dem Fleischmannkatalog gewesen ....


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: roter Elch?

geschrieben von: Thomas ABm223

Datum: 26.04.18 23:16

tbk schrieb:
Zitat:
Und ich dachte, "roter Elch" sei eine erfindung aus dem Fleischmannkatalog gewesen ....
Ja da sieht man, wie liebevoll solche Kataloge teilweise gestaltet sind ;-)
Meine ersten Infos zum Thema Eisenbahn sammelte ich ausschließlich im Märklin Katalog.
Wie ich später erkannte, waren diese Infos auch tatsächlich sorgfältig recherchiert.
Gruß
Thomas
tbk schrieb:
Thomas ABm223 schrieb:

So hörte ich auch vom "roten Elch" wie die V200 in den 50ern gern genannt wurde. Farbe und Motorsound mögen hier namensprägend gewesen sein.

Und ich dachte, "roter Elch" sei eine erfindung aus dem Fleischmannkatalog gewesen ....

Wenn wir schon bei Fantasienamen sind!

;-)

Vor allem habe ich bei vorbeifahrenden "deutschen Krokodilen" immer das Herumwirbeln der Treibstangen und die kleinen äußeren Laufachsen bewundert!

Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung, daß hier der Begriff "Abteilwagen" epochenmäßig falsch verwendet wird, wenn sogar die Wahrheitsquelle Wikipedia auf die über die Zeit sich ändernde Verwendung der Bezeichnung hinweist. Oder bezeichnen Jungfuzzer jetzt auch die roten MITROPA-Speisewagen als Bistrowagen oder Kaffeeküch und einen MITROPA-Schlafwagen als Couchette?

Wotshudz,

Verschlampert halt die Dschörmen Speek furtherhin,

;-)
Manfred

Re: roter Elch? - Genauso echt wie das "Deutsche Krokodil"!

geschrieben von: tbk

Datum: 29.04.18 16:12

Frankfurter schrieb:
Oder bezeichnen Jungfuzzer jetzt auch die roten MITROPA-Speisewagen als Bistrowagen oder Kaffeeküch

Bistro und Kaffeeküch sind entlehnte begriffe, die die Deutsche Bundesbahn / Deutsche Bahn auf ganz bestimmte verpflegungskonzepte anwendete, die bei der Mitropa so nicht existierten. Die Mitropa hatte Speise- und Buffetwagen, die DSG früher die schreibweise "Büfett".
Während die DB jedoch schon um 1980 auf "Restaurant" umstellte, schrieb die DR/Mitropa bis zum schluss "Speisewagen" an (außer bei den orientrot/lichtgrau lackierten wagen, wie viele auch immer das waren).

Zitat:
und einen MITROPA-Schlafwagen als Couchette?

Couchette ist die französische bezeichnung für Liegewagen und wurde auch bei einigen OSShD-bahnen angeschrieben (BDZ, CFR, MÁV, PKP), nicht aber bei der DR, deren liegewagen von normalen sitzwagen kaum zu unterscheiden waren - wohl um sie auch tagsüber in sitzwagenstellung einsetzen zu können.
Wer Schlaf- und Liegewagen verwechselt, ist noch mit keinem nachtreisezug gefahren.
Die DR/Mitropa verwendete diese mehrsprachigen schriftzüge über den fenstern nur bei schlaf- und speisewagen und ersetzte sie später mit piktogrammen.


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Re: Abteilwagen sind nicht gleich Abteilwagen.

geschrieben von: tyrrell

Datum: 30.04.18 07:57

Da es Mischformen gab möchte ich gegen den Begriff Grundbauform Einspruch erheben. Eine Reise nach Großbritannien Ende der 70er hat mich exakt diese Mischformen erfahren lassen, nämlich Wagen mit getrennten Abteilen, Außentüren und Seitengang, wobei im Seitengang zu jedem Abteil auch eine Außentür angebracht war. Insofern ist das ganze hier veranstaltete Hickhack eigentlich obsolet.

Es lebe die 50mm-Brennweite!

Re: roter Elch - schwarzer Elefant

geschrieben von: elixir

Datum: 16.05.18 19:42

tbk schrieb:
Und ich dachte, "roter Elch" sei eine erfindung aus dem Fleischmannkatalog gewesen ....

. . . eines gewissen Herrn Nattermüller aus der Werbeabteilung (heute wohl Marketing), der auch die anderen Namen wie "Schwarzer Elefant" für die 55er Dampflok und all die anderen aus dieser Zeit.

Re: roter Elch - schwarzer Elefant

geschrieben von: tbk

Datum: 16.05.18 20:03

Rolf P. Nattermüller wird auch hier im zusammenhang mit dem roten Elch erwähnt:
[elchkinderbuch.wordpress.com]

War wohl für die Kataloge und den Fleischmannkurier zuständig. (Der ist wohl inzwischen auch geschichte ....)


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