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? Frage zu den Married-Pair-Wagen der NOB

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 17.04.18 17:13

Die Married-Pair-Wagen ( [de.wikipedia.org] ) liefen früher ja im InterConnex bis Leipzig, daher kenne ich sie: [www.bahnbilder.de] . Nun sind das ja "Niederflur"-Wagen mit einer Einstiegshöhe von 760 mm.

Diese Wagen haben eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Rein hypothetisch: wären mit dieser Konstruktion auch 200 km/h möglich (ggf. mit anderen Drehgestellen) oder scheitert das an der Bauweise mit dem niedriger liegenden Wagenboden zwischen den Drehgestellen? Hat das irgendwelche aerodynamischen Folgen?

Re: ? Frage zu den Married-Pair-Wagen der NOB

geschrieben von: Bm235

Datum: 18.04.18 09:25

Bin zwar kein Ingenieur, aber wenn bereits Niederflur-Triebzüge mit Vmax 250 machbar sind, sollten Niederflurwagen ohne Antrieb mit 200 km/h Spitze technisch doch wirklich kein Problem sein.

Re: ? Frage zu den Married-Pair-Wagen der NOB

geschrieben von: apfelpfeil

Datum: 18.04.18 17:24

Bm235 schrieb:
Bin zwar kein Ingenieur, aber wenn bereits Niederflur-Triebzüge mit Vmax 250 machbar sind, sollten Niederflurwagen ohne Antrieb mit 200 km/h Spitze technisch doch wirklich kein Problem sein.
Bin Ingenieur. Bei gleicher Geschwindigkeit steigen die Drehzahlen umso höher, je kleiner die Räder werden! Dein zitierter "Niederflur-Triebzug" für 250 hat die Niederflurbereiche nur zwischen den Drehgestellen und die Drehgestelle mit gängigen Raddurchmessern ausgerüstet. Das kannst Du nicht so einfach unter einen Niederflurwagen mit 100% Niederflur klemmen, sonst wird der zu hoch. Insofern hinkt Dein Vergleich. Wir bräuchten dafür schon ein entsprechend niedriges Drehgestell mit kleinen Rädern und Hochgeschwindigkeitszulassung. Ich wüsste keines?

Ich sag nun aber auch nicht das es nicht gehen würde. Ich bin aber überzeugt, für die dann nötige Zulassung dürften noch diverse Forschungsarbeiten und Nachweise messtechnischer Art, Gutachten etc. zu erbringen sein. Und die gehen mit Sicherheit mit netten Kosten ein, da brauchst Du schon eine gewaltige Anzahl an Wagen damit Du die Kosten etwas verteilen kannst. Selbst dann fragt man sich ob man mit dem Geld etwas Sinnvolleres anstellen könnte...??

Re: ? Frage zu den Married-Pair-Wagen der NOB

geschrieben von: Bm235

Datum: 18.04.18 18:21

Danke für die Ausführungen. Da heute ja auch Wagenzüge mit der selben Unflexibilität beschafft werden wie Triebzüge (-> Railjet und IC 2), spricht bei der Neubeschaffung von Wagenzügen eigentlich nichts dagegen, Wagenzüge mit Jakobsdrehgestellen zu beschaffen, wenn das die Vereinbarkeit von hoher Geschwindigkeit und Niederflur vereinfacht. Unterwegs mal einen Wagen ausstellen, macht bei neuen Zügen heute sowieso keiner mehr. Wenn was dermaßen defekt ist, dass nicht weiter gefahren werden kann, wird der ganze Zug geräumt und fällt im weiteren Verlauf aus.

Re: ? Frage zu den Married-Pair-Wagen der NOB

geschrieben von: Railchris

Datum: 29.04.18 22:46

Schon allein wegen der Wagenübergänge dürften sich die Niederflurbereiche bei IC-Wagen auf den Bereich zwischen den Drehgestellen beschränken. Somit sind die Zwänge, denen das Drehgestell unterworfen wird, überschaubar.

Zu den Married-Pair-Wagen habe ich leider keine Angaben über die Radsatzdurchmesser gefunden.

Die konzeptionell sehr ähnlichen Viaggio light haben 920 mm Radsatzdurchmesser und sollen auch für 200 km/h bestellbar sein: [www.mobility.siemens.com]
Das ist schon mal deutlich mehr, als die 760 mm (oder 730?) des LD 76 der x-Wagen und LHB-Wagen, konstruktiv offenbar für 160 km/h geeignet.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.18 22:47.

Re: ? Frage zu den Married-Pair-Wagen der NOB

geschrieben von: Valle

Datum: 30.04.18 15:51

Hohes Tempo mit Niederflurwagengarnituren, die betrieblich nicht trennbar sind? Patentes Talgo hat da etwas im Angebot. 😉