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Moderatoren: allgäubahn - MWF
Hallo allerseits,

seit einiger Zeit beschäftigt mich schon die Frage, wie lange die Kriegskesselwagen des US Army Transportation Corps in Deutschland im Einsatz gewesen sind.

Mir ist bekannt, daß sich das USATC 1954/55 400 Kesselwagen mit 63 Kubikmetern Inhalt zugelegt hat. Bedeutete dies schon das Aus für die Kriegskesselwagen oder waren diese noch länger im Einsatz ?

Wie lange hielten sich denn noch die anderen USATC-Güterwagen aus der Kriegszeit im Einsatz ?

Über Antworten zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen !

Grüße
Bullok
Bullok schrieb:
Mir ist bekannt, daß sich das USATC 1954/55 400 Kesselwagen mit 63 Kubikmetern Inhalt zugelegt hat.

…die SEAG-Wagen, die es in H0 und N bei Trix gibt; bis auf einige Details (Drehgestelle, Rahmenform) ein Nachbau des Uerdinger Leichtbau-Kesselwagens. Kamen dann irgendwann später zu VTG, dann wohl nur noch bei Bedarf militärisch verwendet, damit sie nicht auf der Stelle festrosten?

Zitat:
Bedeutete dies schon das Aus für die Kriegskesselwagen oder waren diese noch länger im Einsatz ?

Bei Step stehen die EKW 49 (bzw. KKd 49, Uac 945) als Zugang 1953, allerdings danach nur 143 Exemplare (wohl nur ein jetzt überflüssiger Teil?). Auch interessant: Die sind mit gerade einmal 36 m³ nicht größer als ein Zweiachser der deutschen Leichtbauart. Vielleicht hat man vorübergehend solche (von VTG bzw IVG) verwendet?

Die anderen US-Kriegsbauarten haben meines Wissens kaum bis zum Ende der Ep.3a überlebt, weil sie technisch solcher Ramsch waren – allerdings hatten die Amis mit Zweiachsern auch so gar keine Erfahrung…

Gruß Kai
Kai Lahmann schrieb:
Die anderen US-Kriegsbauarten haben meines Wissens kaum bis zum Ende der Ep.3a überlebt, weil sie technisch solcher Ramsch waren ...
Ganz so schlimm kann es nicht gewesen sein. Einige wenige Wagen der ursprünglichen SSkm49 vom US-Transportation-Corps (USTC) haben sich sogar bis in die Zeit der DBAG retten können. Natürlich umgebaut, mit anderen Drehgestellen und mit anderer Verwendung.

[www.dybas.de]

Selbst heut zu Tage laufen immer noch 4 Wagen dieser ursprünglichen Bauart SSkm49 im öffentlichen Verkehr. Allerdings wieder umgebaut mit einer anderen Verwendung als Kalkkübelwagen bei der Alzchemie in Garching/Alz.

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteressen des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -

gedeckte Amis

geschrieben von: TWA

Datum: 08.05.17 13:00

>>> Die anderen US-Kriegsbauarten haben meines Wissens kaum bis zum Ende der Ep.3a überlebt, weil sie technisch solcher Ramsch waren – allerdings hatten die Amis mit Zweiachsern auch so gar keine Erfahrung…

Für den Kriegseinsatz konstruierte Wagen sind ja meistens nicht für die Ewigkeit gebaut.
Einen der 2-Achser hat es im Frühjahr 1967 bei diesem Unfall erwischt: [www.drehscheibe-online.de]; siehe Bild 1,4 und 5.
Guten Abend,
da speziell nach den US-Kriegs-Kesselwagen gefragt wurde:Diese haben teilweise noch UIC-Nummern bekommen.
Mir liegt ein Bild des 20 80 005 0 077-6 des USTC mit anderen Wagen gleichen Typs aus Hinterweidenthal vom 15.4.73 vor. Mehrere der Wagen( u.a.098 und 181) waren im November 1976 ausgemustert nebeneinander auf dem TrÜbPl Hohenfels als Betriebsstofflager aufgestellt.
b.G.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.17 00:04.
Jörg van Essen schrieb:

Guten Abend,
da speziell nach den US-Kriegs-Kesselwagen gefragt wurde:Diese haben teilweise noch UIC-Nummern bekommen.
Mir liegt ein Bild des 20 80 005 0 077-6 des USTC mit anderen Wagen gleichen Typs aus Hinterweidenthal vom 15.4.73 vor. Mehrere der Wagen( u.a.098 und 181) waren im November 1976 ausgemustert nebeneinander auf dem TrÜbPl Hohenfels als Betriebsstofflager aufgestellt.
b.G.

Gude auch,

Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob es bei uns mehrere Typen der Kriegskesselwagen gab oder ob es da auch Nachkriegstypen gibt. Ich habe z.B einen 2-domigen genieteten DB 30 80 972 2 029-4 für Dieselkraftstoff im Juli 1973 in Darmstadt Hbf. Dieser scheint dem Typ zu entsprechen, der auch zu Staubkesselwagen umgebaut wurde. Als Internetfund habe ich davon auch den DB [P] Kesselwagen USA 551 142 des US-Transportation Corps in Mannheim 5.1966.

Die erwähnten 077 usw könnten zu den 1-domigen geschweißten Wagen gehören, von denen ich 20 80 005 0 052-9 P, 0 069 P und 0 070-1 P noch 1985 im US-Gelände in Mannheim-Rheinau fotografiert habe. Diese Wagen trugen auch noch kaum bzw unlesbare USA Nummern und waren wahrscheinlich schon außer Dienst.

Noch en Gude,
Manfred
Bullok schrieb:

Hallo allerseits,

seit einiger Zeit beschäftigt mich schon die Frage, wie lange die Kriegskesselwagen des US Army Transportation Corps in Deutschland im Einsatz gewesen sind.

Mir ist bekannt, daß sich das USATC 1954/55 400 Kesselwagen mit 63 Kubikmetern Inhalt zugelegt hat. Bedeutete dies schon das Aus für die Kriegskesselwagen oder waren diese noch länger im Einsatz ?

Wie lange hielten sich denn noch die anderen USATC-Güterwagen aus der Kriegszeit im Einsatz ?

Über Antworten zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen !

Grüße
Bullok

Bezieht sich die Frage auf den Zeitpunkt wann der letzte aus den Beständen der USATC ausgeschieden ist oder auf den Zeitpunkt an dem der letzte Wagen solchen Typs seine gewerblichen Einsätze beendete?
Ich könnte beide nicht präzise benennen, aber den ersteren würde ich in den 50ern vermuten und den letzteren eher in den 70ern. Ein erheblicher Anteil wechselte zur DB, und nicht wenige davon wurden umgebaut zu Staubgutwagen, zumindest die Umbauten sind ja bis in die 70er nachgewiesen, siehe die bereits gegebenen Antworten. Einige der (umgebauten) Kessel fanden in diversen Besandungsanlagen stationär weitere Verwendung, evtl. zum Teil bis heute...? ... und es gibt auch mehrere die dann mit Beton gefüllt zuletzt als Bremswagen dienten! Will damit nur sagen, so ganz eindeutig ist das pauschale "Ende" gar nicht definierbar, sondern je nachdem gibt es eine ganze Bandbreite von verschiedenen "Enden".
Frankfurter schrieb:
Ich habe z.B einen 2-domigen genieteten DB 30 80 972 2 029-4 für Dieselkraftstoff im Juli 1973 in Darmstadt Hbf.

Interessant die Nummer – damit wäre er doch ein DB-eigener (Privatwagen hatten damals ja einen eigenen Nummernkreis mit 0 vorne…).

Zu den umgebauten Uac 945 steht im Carstens die für mich etwas erstaunliche Aussage, dass die Wagen "bis auf einen ab 1967 binnen drei Jahren ausgemustert wurden". Demnach müssten Fotos mit UIC-Nummer eine sehr seltene Ausnahme sein. Nummernbereich hier übrigens 920 5 000 ff.

Gruß Kai
Hallo apfelpfeil !

Ich meine tatsächlich nur die vom USATC selbst genutzten, eigenen Kesselwagen aus der Kriegszeit.

Mir ist durchaus bekannt, daß zahlreiche dieser Wagen an DB und andere Einsteller im In- und Ausland abgegeben worden sind.

Ich frage auch aus dem Grund, ob eine Zusammenstellung von 63-Kubikmetern-Kesselwagen und den Kriegskesselwagen des USATC beispielsweise im Jahr 1965 vorbildorientiert wäre, wenn man dies ins Modell umsetzen möchte.

Vielen Dank übrigens für alle bisherigen Antworten !

Grüße
Bullok
Guten Abend,
bei den von mir genannten Wagennummern handelt es sich, wie in meinem Beitrag bereits erwähnt, um eigene, vom USTC selbst genutzte Wagen. Es sind dies vierachsige Kesselwagen mit einem großen, mittigen Dom und handelt sich nicht um Umbauten etwa für die DB. Die Wagen können deshalb selbstverständlich auf einer Anlage mit Themen der Sechziger Jahre eingesetzt werden.
bG
Das Bild aus Mannheim-Rheinau 1966 bei EBay hast du doch schon gefunden? Da ist alles drauf - Neubauwagen, US-Vierachser, ITG-Zweiachser...

MfG


"Die gebremste Ausführung hatte eine Handbremse, ob die Bremsklötze infolge Betätigung der Handbremse an den Rädern anlegt, kann wohl heute nicht so eindeutig geklärt werden. Der ungebremste Wagen verfügt auch über keine Bremsklötze."

Aus: [www.kleinbahnsammler.at]

(Muss man zweimal lesen, ist aber irgendwie genial... ;-))

Re: gedeckte Amis

geschrieben von: 86 182 Schwerte

Datum: 11.05.17 11:11

Hallo,

danke für den Hinweis auf den Bericht mit dem verunfallten Güterzug. Bei genauerer Analyse kann ich dabei keinen USTC oder sonstigen ex amerikanischen Wagen.

Bild 1: links ein deutscher G10 (Leitungswagen) und ein weiterer gedeckter Wagen, dessen Herkunft sich mir noch nicht erschließt. Markant gegabelte Luftleitung, genietetes Fahrwerk, Gleitachslager, Hülsenpuffer, Zughaken wie deutsche Wagen, keine Außenliegenden Wagenkastenstützen. Evtl. ein Privatwagen?

Bild 2:links ein Gmms 60, rechts ein Klmmgks 66

Bild 3:wie Bild 2

Bild 4: links der G 10 Bild 1, in der Mitte der unbekannte G-Wagen, hier sieht man, dass die Ecksäule ebenfalls fast nicht gegenüber der Wand auftragen, und das der Wagen ggf. Platten oder Blechwände haben könnte, eine Bretterteilung ist nicht auszumachen

Bild 5: wie Bild 1

Bild 6:von links Gmms 60, Klmmgks 66, G10 gebremst

Bild 7: wie Bild 6

Bild 8: von links: auf der Seite liegend französischer G-Wagen, G10 (Leitungswagen), unbekannter G-Wagen

Bild 9: von links Gmms 60, Klmmgks 66

Bild 10: Klmmgks 66, G10 gebremst

Bild 11: Klmmgks 66, G10 gebremst

Bild 12: G10 gebremst, dahinter G 10 Leitungswagen, französischer G-Wagen

damit sind in diesem Unfall neben der Lok 6 Waggons verwickelt gewesen. Der unbekannte G-Wagen kann nicht der Franzose sein, diese weisen andere Baumerkmale auf. Bin gespannt ob sich zu dem unbekannten gedeckten etwas herausbekommen lässt.

VG Joachim

zum unbekannten Unfallwagen

geschrieben von: hagen

Datum: 11.05.17 21:43

Ich sehe bei den Unfallbildern auch keinen USTC-Zweiachser. Der umgefallene Unbekannte weist doch sehr viele Konstruktionsmerkmale der Länderbahnzeit auf, das Untergestell ist doch sehr preußisch. Die Schaken/Laschenböcke entsprechen mit der waagrechten Einstellschraube und Mutter der Reiszugwagenbauart. Die Puffer sind Standard-Hülsenpuffer mit Bügeln zum Einhängen der runden Schlußscheibe. Nur, zu einem DB-Wagen will es, auch wegen des verblechten Aufbaus, nicht so recht passen.

Kann es sich dabei um einen Wagen der BSE handeln, vielleicht einen Pw(g)?

Hier

[www.stichting162.nl]

findet man eine große Anzahl von Fotos des USTC-Zweiachsers, insbesondere auch Bilder vom teilzerlegten Restaurationsobjekt und von Einzelteilen. Der USTC-Zweiachser sieht (nicht nur) von unten wirklich ganz anders aus.

Gruß aus der Pfalz,

Hagen

Re: zum unbekannten Unfallwagen (..vielleicht DER?)

geschrieben von: hagen

Datum: 11.05.17 22:04

[www.drehscheibe-online.de]

(ich meine den mehrfach abgebildeten Packwagen, war der mal bei der BSE im Einsatz?)

Re: gedeckte Amis

geschrieben von: TWA

Datum: 12.05.17 01:10

>>> weiterer gedeckter Wagen, dessen Herkunft sich mir noch nicht erschließt

Stimmt, das kann kein Ami sein. Ich hatte mich durch die Puffer irre führen lassen, die auf mich wirkten, als ob sie mal unterlegt wurden, um Platz für den Berner Raum zu schaffen. Die Plattenwände passten dann auch schon ganz gut, dabei habe ich dann schnell verdrängt, daß die Amis ja schräge Stirnsäulen haben :-/
Sorry
Kai Lahmann schrieb:

Frankfurter schrieb:
Ich habe z.B einen 2-domigen genieteten DB 30 80 972 2 029-4 für Dieselkraftstoff im Juli 1973 in Darmstadt Hbf.

Interessant die Nummer – damit wäre er doch ein DB-eigener (Privatwagen hatten damals ja einen eigenen Nummernkreis mit 0 vorne…).

Zu den umgebauten Uac 945 steht im Carstens die für mich etwas erstaunliche Aussage, dass die Wagen "bis auf einen ab 1967 binnen drei Jahren ausgemustert wurden". Demnach müssten Fotos mit UIC-Nummer eine sehr seltene Ausnahme sein. Nummernbereich hier übrigens 920 5 000 ff.

Naja mit "Ausmusterung" waren die dem kommerziellen Einsatz entzogen, aber deshalb noch lange nicht schlagartig von der Bildfläche verschwunden. Ich sag mal da hatten dann doch so einige noch ein Leben nach der Ausmusterung, etwa als Dienstwagen oder stationär. Wenn du deren Bilder - die durchaus auch noch den vorgängigen Zustand zeigen können - aussortierst, bleibt wohl wirklich nur ein kleiner Rest über... (ich würde auch den obigen aus Darmstadt als Dienstgüterwagen sehen, Kesselwagen für kommerzielle Zwecke hatte die DB nie, und den Umbau zu Uac 945 hat der ja dann auch nicht mitgemacht, die zählen für die "binnen 3 Jahre" ohnehin nicht dazu!)

1970 gab es für das Transportbedürfnis eine hinreichende Anzahl an Neubauten bei den Drucksilowagen, so dass die Uac 945 tatsächlich keine Arbeit mehr hatten, auch mit den Neuen nicht mehr konkurrieren konnten. Sie kamen also ins "Stillstandsmanagement" für allfällige weitere Aufgaben... nicht mehr, nicht weniger sagt das aus.